Editorial

2009

Es war eine schlimme Saison für die Classe politique, aber ein gutes Jahr für die Schweizer Demokratie. Von der Basis gehen die wichtigsten Impulse aus.

Von Roger Köppel

Die Schweiz bleibt ein Erfolgsmodell, auch wenn die politische Führung in Unterform spielt. Der seit dem EWR-Nein vor siebzehn Jahren periodisch totgeschriebene Sonderfall zeigte seine Widerstandskräfte gerade in der Krise. In allen relevanten Kategorien stehen wir besser da als das europäische Umland. Die Arbeitslosigkeit fällt geringer aus. Die Staatsverschuldung konnte in Grenzen gehalten werden. Unser Arbeitsmarkt zieht Legionen von Ausländern an. Die Konjunkturbaisse meisterte die Schweiz bisher nicht schlecht, wenn man als Massstab dafür auch eine gewisse Resistenz gegenüber staatlichen Wohlfahrts- und Konjunkturprogrammen bezeichnet. Hier liegt die stärkste Leistung eines sonst konfus wirkenden Bundesrats: Die Weigerung, sich allzu sehr in die Wirtschaft einzumischen, verdient Anerkennung, aus welchen Gründen sie auch immer zustande kam.

Roger Köppels sämtliche Videokommentare des Jahres 2009

Den Jahresabschluss bildete eine weltweit registrierte Regung der Schweizer Bevölkerung an der Abstimmungsurne. Gegen die Deutungen politischer, akademischer und journalistischer Eliten war das Nein zu den Minaretten ein mutiges und gesundes Signal der direkten Demokratie. Trotz einer monatelangen Indoktrinierungs- und Verunglimpfungskampagne, die jeden Minarettgegner in die Grüsel-Ecke drängte, nahmen sich die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Freiheit heraus, eine andere Meinung zu vertreten als die von oben gewünschte.
In den unzähligen Reaktionen aus dem Ausland überwog der Respekt für die freiheitliche Kultur unseres Landes. Selbst die Verlierer des Urnengangs müssen am Ende glücklich darüber sein, dass sie in einem Staat leben, der solche Auseinandersetzungen zulässt. Die Minarett-Debatte war eine Sternstunde der Schweizer Demokratie, weil sie anschaulich zeigte, dass bei uns am Ende eben doch nicht eine schmale Elite den Tarif durchgibt, sondern das Volk als oberste Instanz.

Das ablaufende Jahr war ein annus horribilis für die politische Klasse in der Schweiz. Bei den Minaretten wurde das Malaise am deutlichsten greifbar: Es gibt eine unheilige Kluft zwischen oben und unten. Der Abstand scheint sich in den letzten Monaten nicht verkleinert zu haben. Im Gefolge der Abstimmung verdichtete sich ein Eindruck, der das Jahr einleitend geprägt hatte: Der Bundesrat und die Mainstream-Parteien politisieren an wesentlichen Interessen der Bevölkerung vorbei. Selten war die Kritik an der Regierung so heftig. Man kann sich nicht erinnern, jemals ein Jahr erlebt zu haben, in dem sich die Bürger so zahlreich und intensiv mit der Frage beschäftigten, wer in Bern eigentlich noch vorbehaltlos zur Schweiz stehe. Es geht nicht um Nationalismus und Schollendenken. Aber man muss von einem Gesamtbundesrat erwarten dürfen, dass er hart und entschieden für das Land und die Leute eintritt, die seinen Lohn bezahlen.

Viel schlechter hätte die Darbietung nicht ausfallen können. Es begann mit einem schweren Rechtsbruch, als Landesregierung und Finanzaufsicht den amerikanischen Steuerbehörden Dutzende von UBS-Kunden ans Messer lieferten. Kurz darauf wankte erstmals Finanzminister Merz, als sein deutscher Amtskollege die Kavallerie schicken wollte und die EU mit grauen Listen drohte. Nur wenige Monate zuvor hatte der Appenzeller trotzig versprochen, das Bankkundengeheimnis sei unverhandelbar. Im Frühling 2009 wurde es vom gleichen Politiker ohne Verhandlungen preisgegeben. Irritierend war weniger die Tatsache, dass die Regierung beim ersten Windstoss einknickte. Grossen Unmut erzeugte vielmehr die peinliche Mutlosigkeit, mit der Bern den ausländischen Forderungen streberhaft entgegenarbeitete. Die Schweiz ist in der Geschichte oft als Land hervorgetreten, dass allen Aggressionen von aussen wenn nicht mit der Hellebarde, so doch wenigstens mit einem klaren Nein begegnete. Nachgeben konnte man ja immer noch. Neu waren die Qualität und die Totalität des vorauseilenden Gehorsams, den die Landesführung diesmal an den Tag legte. Die einst für erdbebensicher gehaltene Schweizer Rechtsordnung wackelte vor aller Augen.


Wir wollen uns nicht länger bei der unseligen Gaddafi-Affäre aufhalten, die bei aller Tragik für die beiden Geiseln immerhin den Vorteil hatte, dass sie die Formschwächen dieser Regierung zur Kenntlichkeit entstellte. Schwerwiegender ist ein anderes Problem, das in diesem Jahr mit voller Wucht aufbrach. In der Krise wurde deutlich, dass die vom Bundesrat und den meisten Politikern kritiklos hochgejubelten Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU nur bei schönem Wetter funktionieren. Worauf Skeptiker und diese Zeitung unablässig hinwiesen, trat ein: Wir haben trotz Rezession eine ungebremste Zuwanderung und in der Folge eine Überlastung unserer Sozialwerke. Leichtfertig wurden die Grenzen geöffnet. Obschon die Arbeitslosigkeit steigt, drängen immer neue Ausländer in die Arbeitsmärkte. Die Entwicklung wird, wenn sie nicht gestoppt wird, den Zusammenbruch unserer sozialen Infrastruktur bewirken. Hinter der sorglosen, geschmäcklerischen und in ihrer Oberflächlichkeit abstossenden Politik der offenen Tür steckt ein gravierender Treuebruch gegenüber der eigenen Bevölkerung: Ausländer haben bereits nach wenigen Wochen vollen Zugang zu den Schweizer Sozialkassen, die von unseren Arbeitnehmern jahrzehntelang finanziert wurden.

 

In der Schweizer Politik können Missstände schwerlich unentdeckt bleiben. Das ist der Hauptgrund dafür, warum sich grosse Teile unserer Berner Elite mit haarsträubenden Argumenten für eine Beschränkung der direkten Demokratie einsetzen. Man will sich das misstrauische Volk vom Hals schaffen, um die eigene Macht zu mehren. Aber in der Politik gilt erst recht, was der US-Regisseur Billy Wilder sinngemäss auf seine Branche münzte: Ein Kinozuschauer ist ein Idiot, aber in der Summe sind sie ein Genie. Es gibt genügend Anlass, das Jahr 2009 für eine desaströse Episode unserer jüngeren Geschichte zu halten. Dennoch überwiegt am Ende in zweierlei Hinsicht der Optimismus. Erstens: Trotz den erwähnten Pleiten steht die Schweiz im Quervergleich erstaunlich gut da. Die Auswirkungen einer schwachen (wie einer starken) Regierung halten sich in unserem System in Grenzen. Das ist gut so. Zweitens: Die direkte Demokratie ist ein hervorragendes Korrekturprogramm, weil die Fehler, die oben gemacht werden, unten wieder behoben werden.

Kommentare

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  • Patrick Tanner
  • 24.01.10 | 14:12 Uhr

Natürlich nimmt die Macht der ArbeitGEBER gegenüber den Arbeitnehmern zu.
Die Arbeitgeber müssen tiefere Löhne zahlen und weniger in die Ausbildung investieren, da sie ja komplett ausgebildete Arbeitnehmer aus der EU anstellen können.
Dadurch veschiebt sich das Machtgefüge zugunsten der Arbeitgeber, was den sozialen Frieden in der Schweiz, der uns seit Jahrzehnten Wohlfahrt , Reichtum und Ausgleich bescherte, gefährdet.
Die Natur wird durch vermehrten Ressourcenverbrauch und massloser Zersiedelung mangels Lobby geopfert.
2011 werden die rechtsnationalen Parteien zwischen 34-38% erzielen.

  • Patrick Tanner
  • 23.01.10 | 18:04 Uhr

In einem monetaristisch-marktwirtschaftlichen System wird der Wert einer Ware oder Dienstleistung durch deren Knappheit und Verfügbarkeit nach Angebot und Nachfrage bestimmt. Durch die PFK wurde das Angebot (Arbeitnehmer) durch den Rechtsanspruch Mio von potentiellen Arbeitnehmern aus der EU massiv vergrössert bei nur geringgradig grösserer Nachfrage. Die Konsequenz ist, dass der Preis der Arbeit sinkt. M.a.W. die Löhne sinken tendenziell, stagnieren oder erhöhen sich weniger. Zudem nimmt die Macht der Arbeitnehmer gegenüber den Arbeitnehmern zu, was den sozialen Frieden in der CH gefährdet.

  • Peter Schlegel
  • 07.01.10 | 09:07 Uhr

Mortiz Engler,

1. Keine andere Partei schadet den Unternehmen derart viel wie die SVP mit ihrem Protektionismus! Wir sind eine Exportnation!

2. Die Unternehmer-Partei in der Schweiz ist immer noch die FDP. Die Vertreter der SVP im Parlament sind zu einem grossen Teil subventionnierte Bauern oder Staatsangestellte (Mörgeli, Schlüer, Fehr,...).

  • fabio rechsteiner
  • 06.01.10 | 20:58 Uhr

@Marianne Studer - Dass sie sich in HKG sehr wohl fühlen kann ich gut verstehen. Da ich mehrere male für längere Zeit in HKG gearbeitet habe, weis ich, dass sich die HKG-Chinesen mit allen (noch) verfügbaren Mitteln dagegen wehren von den Festland-Chinesen überrant zu werden.
Like Switzerland, isnt' it?
Das gut funktionierende HKG-Gesundheitswesen hat ja z.B. erreicht dass in HKG arbeitende Pendlerinnen vom Festland ihre Kinder nicht mehr in HKG-Spitälern zur Welt bringen können, da dies zu Lasten der Qualität ging und zu Engpässen führte!
Wie schon gesagt ich kann Sie sehr gut verstehen.

  • fabio rechsteiner
  • 06.01.10 | 20:41 Uhr

Einige Mitforisten leiden unter Kurzzeitgedächtnis.
VOR der PFZ wahr es sehr wohl möglich qualifiziertes Personal aus dem Ausland zu holen, nur musste dafür die Frima eine Bewilligung einholen, sei es für UNI-Profs, Chemiker usw. - kein Problem.
VOR der PFZ gab es schon viele DE-Krankenpfleger in CH-Spitälern. Physiotherapeuten mit NL/SE/DK Pass gab es damals schon eine Menge.
Das Geschwafel über Mängel an Fachpersonal ohne PFZ ist UNSINN! Diese ausl. Fachkräfte sind auch heute nicht arbeitslos - bei immer mehr wenig- od. mittel-qualifizerten Zuwanderern gilt dies NICHT!

  • Moritz Engler
  • 06.01.10 | 19:05 Uhr

Ein privates Unternehmen zu gründen und damit erfolgreich zu sein, betrachtet die SVP nicht als Straftat. Anders sieht das heute leider bei den anderen Parteien aus. Das fängt schon beim Links"freisinn" an.

  • Moritz Engler
  • 06.01.10 | 18:04 Uhr

Ein privates Unternehmen zu gründen und damit erfolgreich zu sein, betrachtet die SVP nicht als Straftat. Anders sieht das heute leider bei den anderen Parteien aus. Das fängt schon beim Links"freisinn" an.

  • Peter Schlegel
  • 06.01.10 | 16:00 Uhr

Rainer Selk,

Du bist schlecht informiert! Harmos ist nicht gescheitert!!!

11 Kantone haben Harmos angenommen. Damit wird Harmos in diesen Kantonen eingeführt! Nur 6 Kantone haben Harmos abgelehnt!

Weitere werden höchstwahrscheinlich folgen.

Dabei sind u.a. die bevölkerungsreichen Kantone Zürich, Bern, Waadt und St. Gallen und Genf.

Damit wird Harmos für MINDESTENS 2 DRITTEL ALLER SCHULKINDER in der Schweiz gelten!!!

  • Marianne Studer
  • 06.01.10 | 14:21 Uhr

und es gibt übrigens keinen Moritz Engler... Paranoia Paradise gället dsi....

  • Marianne Studer
  • 06.01.10 | 14:03 Uhr

Ich nehme nicht an, dass ein paar Herren sich noch einen Deut um ihre Spuren im Cyber Space kümmern. Das kann nur bedeuten, dass sie aus dem Prozess raus sind, [geloescht am 6.1.2010 durch Moderator]Ich nehme nicht an, dass Herr Engler weiss, was eine Habilitation ist... noch hat Herr Selk eine Basisahnung von Volkswirtschaft! Aber lassen wir sie weitertrollen. Mit der SVP damals gäbe es heute keine Nestlé, Roche, Novartis, ABB, Swatch, Serono usw. deren Gründer alles Ausländer und Zugewanderte waren!

  • Moritz Engler
  • 06.01.10 | 13:49 Uhr

Die Masseneinwanderung führt zwangsweise zu einem quantitativen Wirtschaftswachstum mit verschiedenen Profiteuren. Darunter befinden sich unbestritten auch Schweizer.

Eine Gesamtrechnung über die Kosten/Nutzen der Masseneinwanderung wird jedoch aus gutem Grund tunlichst vermieden. Darum zitiert man auch bloss Einzeldaten am liebsten aus dem Jahre 2006.

Was Bilanzaufblähungen (was die Masseneinwanderung in die Volkswirtschaft ja ist) auf die Qualität haben können, sollte nach Swissair- und UBS-Debakel eigentlich auch für Nichtunternehmer erkennbar sein...

  • Rainer Selk
  • 06.01.10 | 12:56 Uhr

Moritz Engler 06.01.10 09:24
Den Dr. h.c. bei kaum 'Leistung' habe auch ich abgelehnt. NOCH sind wir in der CH nicht 'akademikergeil' und zum Glück ist dieses miserable in anderen Ländern verbreitete 'Standesdünkelverhalten' (z. B. der 'Herren in Weiss') nicht verbreitet.
Das importieren wir aber gerade!! Wir sind am Beginn der Inflation von 'Akademitis', 'Professortits' und 'Studienitis'. Anmassend ist, wie viele von denen sich rechtshaberisch 'meinungsführend' in der Öffentlichkeit meinen laustark äussern zu müssen, vor allem dann, wenn sie Ausländer sind, in der 'niedlichen' CH.

  • Rainer Selk
  • 06.01.10 | 09:53 Uhr

Marianne Studer 05.01.10 20:32
verwechselt Ursache + Wirkung + blendet die dynamiserende Wechselwirkung bis hin zum 'Sog' wohl gewollt aus...
PFZ: Arbeit folgt Geld, wie Schiffe der Ladung.
EU: Selbsterledigung. Griechenland ist der Anfang.
Akkademiker: stehen in der EU zu Hauf als 'gratis' Praktikanten. Fähige Handwerker fehlen dort
Dozenten: ziehen ihre Leute, dank PFZ, nach.
Harmos: ist am Für+Wider der Argumente+Abstimmung gescheitert. Vergessen?
50 W'firmen: sind hier wegen der schon immer besten CH Bedingungen. Woanders wird es schlechter....
'SVP': daran 'Schuld' ? nei, aber au

  • Peter Schlegel
  • 06.01.10 | 09:34 Uhr

Moritz Engler,

Die Schweizer Wirtschaft hat dank den Bilateralen inkl. PF in den Jahren 2006 und 2007 wesentlich mehr Arbeitsplätz geschaffen als Einwanderer in die Schweiz gekommen sind.

Es sind also dank der PF auch viele Arbeitsplätze für Schweizer entstanden; ganz zu schweigen vom zusätzlichen Wohlstand, der durch die PF entstanden ist.

Die steigende Arbeitslosigkeit ist auf die WIRTSCHFAFTSKRISE zurückzuführen und diese auf die FINANZKRISE. In der FINANZBRANCHE liegt die Ursache für heutige Arbeitslosigkeit. Diese hatte die florierende Realwirtschaft in die Krise gestürzt!!!

  • Moritz Engler
  • 06.01.10 | 09:24 Uhr

Die Uninformiertheit der "freisinnigen" Wasserträgerinnen der Hochfinanz ist gigantisch. Oder lügen die mit Absicht? Seit wann müssen wir die EU fragen, wen wir hier beschäftigen?

Wenn deutsche Professorinnen ihre Oberassistenten, Assistenten und selbst die studentischen Mitarbeiter aus D mitnehmen, darf man das nicht als Filz bezeichnen? Sie könnten ja das Gegenteil beweisen die Profs. Tun sie aber wohlweislich nicht...

Mehr akademische Abschlüsse nach dem Motto: Masse statt Klasse?
Mir wurde für 15'000.- € eine Habilitation an einer D-Uni angeboten.
Ich hätte nie da erscheinen müssen...

  • Marianne Studer
  • 05.01.10 | 20:32 Uhr

/2

Die Steuern will die SVP aber das qualifizierte Personal, das mitgenommen werden muss nicht... Wir müssen uns entscheiden: Wollen wir als Standort attraktiv bleiben und den Wohlstand halten dann brauchts:

- EU PFZ
- Mehr Fokus auf Bildung und einen beduetend höheren Anteil an Hochschul und Fachhochschulabgängern
- Forschung und Lehre und damit Entwicklung und Wertschöpfung muss gefördert und absolut frei sein und nicht mit Diffamierung der SVP von ausländischen Dozenten!
-Harmos dringend und kein Kantönligeist in Schule und Bildung
usw.

  • Marianne Studer
  • 05.01.10 | 20:25 Uhr

Anstatt die immergleichen SVP Propagandalieder herunterzuleiern... Ausländer nehmen unsere Arbeitsplätze weg... was nicht stimmt! fragt euch lieber, wie Arbeitsplätze entstehen! Sicher nicht mit der SVP Politik der Abschottung. Sondern mit PFZ mit der EU, die es erlaubt qualifizierte Arbeitskräfte zu finden, die für Forschung und Entwicklung und dann die Umsetzung auf hoher Wertschöpfungsstufe erst ermöglichen. Seit der Einführung der PFZ und aufgrund des Steuerwettbewerbs, den die SVP ja immer predigt, haben über 50 Weltfirmen ihren Europa oder sogar Weltsitz in die CH verlegt.

  • Karin-Maria Schäfer
  • 05.01.10 | 16:33 Uhr

Leider waren die leichten Erschütterungen des letzten Jahres (Finanzkrise) nur die sanften Vorboten. Bereits jetzt sind die Börsen wieder massiv überbewertet. Das sogenannte Geld im Fluss ist nur zu einem Bruchteil real vorhanden! Kein Wunder, versucht Amerika (und andere Pleitegeier) verzweifelt mittels "Sammelklage" gegen die Schweiz seine leeren Kassen zu füllen.
Es wir ein steiffer Wind wehen, darum seien wir klug und pflegen und schützen wir unsere Landwirtschaft und unsere Grenzen vor dem Andrang, der kommen wird.

  • heinz kost
  • 05.01.10 | 16:20 Uhr

@marianne studer

wenn unternehmer die möglichkeit bekommen, gute arbeitskräfte zu tieferen löhnen zu bekommen, können nicht mal sie so blauäugig sein um auszuschliessen, dass einige zugreifen werden. je tiefer in den osten, je verhandlungsbereiter werden sie, die gutgeschulten arbeitnehmer, die eine stelle suchen!

  • Moritz Engler
  • 05.01.10 | 15:28 Uhr

PF sei dank kann man die alten Säcke endlich rauserfen:

http://www.beobachter.ch/arbeit/artikel/kuendigung_jahrzehnte-treu-dann-abserviert/

Es gibt genug junge, willigere in der ganzen EU. 1 Jahr geben sich ja die meisten Mühe damit sie zum Schweizer Lohn voll sozialversichert sind. Wenn sie dann nachlassen kann man sie jederzeit wieder feuern und frische, willige Leute holen...

PF sei dank haben wir jetzt die Wahl entweder unsere Sozialwerke für alle stark zu reduzieren oder einen Kündigungsschutz einführen. Hurra, hurra, hurra bald sind wir auf EU-Nieveau unten!

  • Moritz Engler
  • 05.01.10 | 15:20 Uhr

Nachricht vom 1. Juni 2009 in der Schweiz:

"In der Industrie planen 55 Prozent der Unternehmen Entlassungen, im Handel 32 Prozent, bei den Dienstleistungen 20 Prozent.

Adecco hat 500 Personalverantwortliche in der Schweiz befragt. Der Demographische Fitness Index untersucht die Personalpolitik und die Vorbereitungen auf den demographischen Wandel von Unternehmen."

600 Zeichen reichen nirgendwo hin die Entlassungen aufzuzählen und bloss 15 oder 20 Beispiele aufzuzählen macht keinen Sinn.

  • Chester Moxon
  • 05.01.10 | 09:48 Uhr

Rainer Selk,

genau, der Kreis schliesst sich! nur sind die meisten Zeitgenossen leider blind auf dem linken Auge... Denen empfehle ich, das Buch mit dem Titel "Schwarzbuch des Kommunismus" zu lesen!

MfG

  • Marianne Studer
  • 05.01.10 | 09:16 Uhr

M. Engler - Nennen Sie ein konkretes, belegtes Beispiel, wo ein Schweizer Ingenieur entlassen wurde! Nur diffamierende SVP Propaganda nachplappern kann jeder. Bald werden wir mit ganz anderen und realen Problemen konfrontiert werden und das SVP Geheul wird sich Richtung USA und Obama richten, wenn die Sammelklage gegen die Schweiz kommt!

  • Moritz Engler
  • 05.01.10 | 09:15 Uhr

Germania und die Autobahnen eine tolle raumplanerische Leistung, ganz im Sinne unserer BDP-Anhänger?

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_146III-373,_Modell_der_Neugestaltung_Berlins_%28%22Germania%22%29.jpg&filetimestamp=20090224150707

(Link zusammensetzen im Adressfeld des Browsers)

  • Marianne Studer
  • 05.01.10 | 09:11 Uhr

The World vs Heidiland - Noch nicht offiziell aber aus gut unterrichteten Kreisen in New York, wo ich aktuell weile, bereitet das US Department of Justice eine Sammelklage gegen die Schweiz von min. 100 Mia $ vor, für entgangene Steuern, aufgrund jahrzehntelangem staatlich organisiertem Steuerbetrug der CH! Kommt die Klage, dann wird der Rest der Welt auch klagen und die ach so unschuldigen Heidis und Geissenpeter, werden zur Kasse gebeten! Klagen bis zu einer Billion CHF sind absolut möglich! Die CH im Schraubstock der Welt und am Pranger! Der Sonderfall CH fordert seinen Preis! Endlich!

  • Moritz Engler
  • 05.01.10 | 09:11 Uhr

Le Corbusier hat auch den Raum geplant in Paris...

  • Moritz Engler
  • 05.01.10 | 09:09 Uhr

Sündenbock? Naturwissenschaftler sprechen eher von Ursache und Wirkung. In kommunizierenden Röhren gleicht sich das Niveau von fliessfähigen Medien zwangsläufig aus. Beamte, Bürokraten, Bodenspekulanten, geschützte Grossverteiler und Ähnliche wollen mehr "Kunden" im Inland, weil sie Monopole haben diese zu "bedienen".

Sozialisten, Etatisten sind aus gutem Grund Feinde der direkten Demokratie. Direktdemokratisch wurde noch nie ein Funktionärsstaat eingerichtet. Es waren immer Leute die sich selber für schlauer hielten und nie durch reale Wertschöpfung auffielen.

  • Peter Schlegel
  • 04.01.10 | 23:55 Uhr

Moritz Engler,

Ist es nicht schön für jedes Problem einen Sündenbock parat zu haben. Hauptsache wir Schweizer sind nicht Schuld und können die Schuld den bösen Einwandern in die Schuhe schieben...

Im Deutschland der 30er Jahre hatte man auch Sündenböcke parat...

Raumplaner warnen schon lange vor der verfehlten Raumplanungspolitik der Schweiz. Diese mangelhafte Raumplanung ist die Hauptursache für die verstopften Strassen und überfüllten Züge.

Ohne die Einwanderer könnten wir unsere Krankenhäuser gar nicht mehr betreiben, weil wir viel zu wenig schweizer Pflegepersonal hätten!!!

  • Peter Schlegel
  • 04.01.10 | 23:48 Uhr

Irin Landau

Der Unterschied zu den Frauen ist, dass Männer nicht eine wirklich freie Wahl haben, denn sie müssen entweder Militär, Zivildienst, länger zivilen Ersatzdienst leisten oder zahlen.

Wobei Rollstuhlschieben wohl sinnvoller ist, als im WK 3 Wochen lang nichts tun... Meinst du nicht auch?

  • fabio rechsteiner
  • 04.01.10 | 22:52 Uhr

Neues aus dem Europäischen Multi-Kulti-Vorzeigeland schlechthin:
http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/politics/lawandorder/6418456/Labour-wanted-mass-immigration-to-make-UK-more-multicultural-says-former-adviser.html
Wie üblich eine Falschmeldung - hier das offizielle Statement der New-Labour-Regierungsclique (Sarkasmus an):Das ganzjähliche milde Klima und die königlichen Saläre haben die Massenweinwanderung ausgelöst, wir sind wortwörtlich eine Insel der Glückseeligen. (Sarkasmus aus). Möchte gerne wissen welche "hidden Agenda" bei den CH - SP, Grünen FDP & CVP aufliegen.

  • Rainer Selk
  • 04.01.10 | 18:56 Uhr

Chester Moxon 04.01.10 11:58
"links-liberal" ist ein Widerspruch in sich. es ist unglaublich, wie das Wort liberal heutzutage vergewaltigt und missbraucht wird..."

Stimmt, denn eigentlich müsste das dann links von links oder rechts von links heissen. Je nachdem wie links 'man' ist, kommt man dann rechts wieder an. 'Alles Müller oder was' oder doch nur Quark ??!!

  • Moritz Engler
  • 04.01.10 | 16:49 Uhr

Die Masseneinwanderung lässt Mieten und Bodenpreise steigen. Verstopfte Strassen, verstopfte Züge, überfüllte Kranken- und Zuchthäuser, erlahmtes Internet usw. haben wir hier während z.B. in den neuen Bundesländern die Schulen halbleer sind und viele Arztpraxen auf dem Lande zusperren. Steigende Arbeitslosigkeit dazu sinkende Löhne ausser im untersten flankierten Segment. Schweizer Ingenieure werden entlassen oder mit einer Änderungskündigung zu schlechteren Bedingungen angestellt - PF sei dank.

Aber die Mehrheit wollte ja auf EU-Nievau hinunter...

  • Chester Moxon
  • 04.01.10 | 11:58 Uhr

@Marianne Studer
klar, das Volk ist immer dumm und hat "diffuse" Ängste...

Abstimmung über PF: "diffuse"Ängste vor EU-Repressionen..
Abstimmung über IV: "diffuse" Ängste vor (ja was eigentlich?!?!), evtl. vor "Diffusem"
Abstimmung über Minarette: "diffuse" Ängste vor Minaretten?!?
logisch...

@Rainer Selk:
"links-liberal" ist ein Widerspruch in sich. es ist unglaublich, wie das Wort liberal heutzutage vergewaltigt und missbraucht wird...

  • Irin Landau
  • 04.01.10 | 11:37 Uhr

Lieber Peter (04.01.2010 10:47)
Da hatte ich aber sehr grosses Glück, dass man mich 1983 trotz Befreiung in die Armee aufgenommen und mich später sogar zum Gefreiten beförderte.
Musste dafür nicht einmal einem Oberst nachstöckeln, sondern durfte das gleiche tun wie meine männlichen Kollegen ;-)
Ich gebe dir jedoch recht, dass es für Frauen immer noch freiwillig ist. Und die Männer müssen ja auch nicht mehr unbedingt, wenn sie nicht wollen. Sie können ja dann- weil körperlich und geistig nicht mehr in der Lage - in Altersheimen Rollstühle schieben...

Wünsche dir noch Es guets Nöis!

  • Rainer Selk
  • 04.01.10 | 11:06 Uhr

Josef Huber 04.01.10 03:02
Die einen sind 'gleicher' als die anderen. Die frühere UBS Spitze gehört wohl auch dazu. Die USA lassen sich nicht vor den Gerichtshof in Den Haag ziehen. Das ganze stösst leider ! an Grenzen des Absurden und Ungerechten. Nichts Neues, dass wir begreifen müssen, dass 'Recht' auch immer ein Ausfluss der zeitgenössischen 'Bewertungen' ist, was wir in Superlinkseuropa romantisch verpuppt + verschlafen nicht wahr haben wollen.
Dazu gehört auch: am CH Sozialwesen muss die ganze Welt genesen... und wenn nicht mehr zahlbar, was dann?

  • Peter Schlegel
  • 04.01.10 | 10:55 Uhr

Josef Huber,

Es braucht einen relevanten Grund für die Ungleichbehandlung (hier körperliche Leistungsfähigkeit). Beim Minarett-Verbot gibt es diese relevanten Gründe in keinster Weise!!!

Was die AHV-Alter betrifft:

Hier wird die 11- AHV-Revision diese Ungleichbehandlung aus der Welt räumen. Das AHV-Alter der Frauen wird auch auf 65 erhöht.

Man muss allerdings beifügen, dass Frauen während Jahrzehnten in der Arbeitswelt benachteiligt wurden und teilweise noch werden. Auch haben Frauen erst seit knapp 30 Jahren das Stimm- und Wahlrecht.

  • Peter Schlegel
  • 04.01.10 | 10:47 Uhr

Josef Huber,

Ich gebe dir teilweise recht. Die Schweiz wurde übrigens in früheren Jahren, als es noch keinen zivilen Ersatzdienst gab und "Dienstverweigerer" ins Gefängnis gesteckt wurden, mehrfach wegen Verletzung der Menschenrechte verurteilt! Damals hatte der EGMR jedoch noch eine unbedeutendere Weisungsbefugnis.

Schweden ist auch in dieser Hinsicht vorbildlich, dort gibt es eine allgemeine Dienstpflicht für beide Geschlechter. Das Problem in der CH: Wir kennen nur eine "Wehrpflicht" und Frauen sind aus Gründen der "körperlichen Leistungsfähigkeit" davon befreit.

  • Peter Schlegel
  • 04.01.10 | 10:38 Uhr

Rainer Selk,

Was für negative Folgen hatte denn die PF?

Nenn uns doch mal ein konkretes Beispiel!

Deine subjektive Angst vor Einwandern ist allerdings kein Argument!

  • Peter Schlegel
  • 04.01.10 | 10:36 Uhr

Rainer Selk,

Bleib doch bitte ruhig und sachlich!

Du vermischt hier Themen, die rein gar nichts miteinander zu tun haben (ganz im Stile der SVP). Das war auch das Prolem der Minarett-Abstimmung!

1. Weder der EWR noch die OECD haben damit auch nur das Geringste zu tun! Wir haben 1992 den Beitritt zum EWR ja leider abgelehnt (mit fatalen Folgen!). Dieser hätte aber in keinster Weise unsere Demokratie beeinträchtigt, es war nur ein wirtschaftlicher Vertrag!

2. Du hast offensichtlich nicht mitbekommen, dass du nur abstimmen darfst, weil das in der Verfassung so verankert ist!!!

  • Josef Huber
  • 04.01.10 | 03:02 Uhr

Peter Schlegel 31.12.09 15:35
In dem von Dir so hochgelobten Regelwerk, der Bundesverfassung, steht geschrieben:
“Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des GESCHLECHTS, etc. etc."
Dieses Regelwerk hindert den Gesetzgeber aber nicht, den Wesen männlichen Geschlechts die Wehrpflicht und bei Nichterfüllung den Wehrpflichtsersatz aufzubrummen sowie ihnen bezüglich der AHV-Verordnung ein Jahr längere Arbeitsleistung abzuverlangen. Und dieser Widerspruch ist bei der EMRK nicht klagbar. Oder doch ?

  • Rainer Selk
  • 03.01.10 | 12:05 Uhr

Peter Schlegel 31.12.09 15:35
'Dialektische Verdrehung' nützen nichts, Herr Peter Schlegel. Abstimmungen regelmässig wahrzunehmen, ist mir eine Freude und dass
- ohne die Verfassung vorher durchzulesen und
- ohne andere zu fragen, ob es denen politically correct oder
- EWR konform oder
- Clübchen Helvetique freundlich erscheint oder
- der OECD passt!!

Die PF 'Seligsprechung' ist m. E. aufgeblähter und verdrängender 'Pünktl-Stuss'. Die Gesamtfolgen werden uns nun Stück um Stück 'serviert'. 'Bezahlen' heisst die Antwort, weil vorher schön geredet, aber nicht gerechnet wurde.

  • Peter Schlegel
  • 31.12.09 | 15:35 Uhr

Rainer Selk,

Dass du hier die Bundesverfassung mit der "Mao-Bibel" vergleichst, zeigt wie wenig Bedeutung gewisse Leute diesem wichtigsten Regelwerk der Schweiz beimessen! Bedenklich!!!

Es ist nun wirklich nicht zuviel verlangt, dass jemand der wählen und abstimmen kann, zumindest die wichtigsten Grundrechte gemäss Schweizer Bundesverfassung kennt!!!

Es ist äusserst bedenklich, wenn offensichtlich die Mehrheit der Stimmbürger diese Grundrechte nicht kennt. Die SVP profitiert natürlich davon...

  • Rainer Selk
  • 31.12.09 | 13:20 Uhr

Marianne Studer 29.12.09 11:07+14:03
Auszug aus Ihrem erneuten Doppeleintrag:
- Mehrheit als Hitlergefolgschaft diffamiert!
- Demokratieverständnis à la SVP.
- totalitäre Protestpartei
- SVP Polemik
- die Rechtsgleichheit!
- Grundwerte wirklich alle aufgeben
Was, bitte, sollen diese sturen und unsignnig wiederholten Plattitüden, abgesehen davon, das die Würze in der Kürze liegt und kaum jemand hier mit der Bundesverfassung 'im Sack' herumläuft. Nicht mal die Mao Bibel hatte zu ihrer Zeit im Schweizer Land diesen Generalabovorzug.

  • Peter Schlegel
  • 31.12.09 | 12:09 Uhr

Werni,
Rainer Selk,
Ernst Hiestand,

Die PF ist eine Erfolgsgeschichte:

- massive Zunahme des BIP/Kopf
- Zunahme der Arbeitsproduktivität
- Steigerung der Reallöhne

Das wir heute eine relativ hohe Arbeitslosigkeit haben, liegt NICHT an der PF und den Einwandern, sondern am Finanzsektor und den Grossbanken, die der SVP jährlich Millionen an Spendengeldern zusteckten.

Dank der PF geht es uns heute in der Schweiz wesentlich besser als in den 90er Jahren. Das PF-Abkommen hat einen grossen Anteil daran, dass wir das Debakel nach dem EWR-Nein auffangen konnten!

  • Peter Schlegel
  • 31.12.09 | 12:01 Uhr

"ein gutes Jahr für die Demokratie"

Auch hier ein völlig falsche Analyse von Köppel, da stimme ich Marianne Studer zu.

Roger de Weck hat es einmal mehr auf den Punkt gebracht:

"Ein demokratischer Rechtsstaat, der gewisse Kategorien von Bürgerinnen und Bürgern pauschal benachteiligt, wird zum undemokratischen Unrechtsstaat. Demokratie und Menschenrechte sind zwei Seiten derselben Medaille."

Das Minarett-Verbot hat deshalb unsere Demokratie geschwächt!!!

  • Peter Schlegel
  • 31.12.09 | 11:38 Uhr

Köppel schreibt es, es wäre eine "schlimme Saison" für die "classe politique" gewesen.

Köppel liegt einmal mehr völlig falsch!

Die "classe politique" (wie es Köppel in der Sprache der SVP ausdrückt) oder unsere demokratisch gewählten Organe wie National-, Stände- und Bundesrat (wie es Demokraten ausdrücken) haben 7 von 8 Vorlagen vor dem Volk durchgebracht!!! Die meisten davon wie die PF haushoch!

Es war also ein ausgezeichnetes Jahr für unsere demokratisch gewählten Vertreter!

Die grosse Verliererin war die SVP. Sie hat die wichtigste Abstimmung in diesem Jahr klar verloren!

  • Marianne Studer
  • 30.12.09 | 14:03 Uhr

Köppel meint 2009 sei ein starkes Jahr für unsere Demokratie gewesen?! Nichts mehr als die übliche SVP Polemik. Google verzeichnet ganze mickrige 145k Zugriffe auf unsere Bundesverfassung. d.h. dass das Volk unsere Verfassung nicht mehr kennt und sich darum foutiert! Grad zum Jahreswechsel wäre es gut wieder mal gut das Kapitel über die Grundrechte zu lesen und nachzudenken u.a. über die Rechtsgleichheit! Wollen wir diese Grundwerte wirklich alle aufgeben und mit Füssen treten? Wir sind auf dem besten Weg dazu!

http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/index.html

  • Marianne Studer
  • 29.12.09 | 11:07 Uhr

Klar, die Abstimmungen waren immer "getürkt" wenn die SVP (meistens) verliert und die Mehrheit als Hitlergefolgschaft diffamiert! Die Minarettinitiative war natürlich nicht "getürkt" und dem weisen Volke wird zur weisen Sicht gratuliert. Sie löst ja auch wahnsinnig viele Probleme... Demokratieverständnis à la SVP... wann merkt das Volk endlich, dass die SVP mit Demokratie nichts am Hut hat und eine totalitäre Protestpartei ist, die mit der diffusen Wut im Bauch des Volkes ihre üblen Spielchen treibt!

  • Rainer Selk
  • 28.12.09 | 10:55 Uhr

Es wäre interessant, die Argumente der USA, Indien und China genauer im Detail zu hören, um sich einBild zu machen, an was die Umverteilungsmaschinerei wirklich gescheitert ist.
Mein Eindruck ist, dass wir auf dieser Seite der Welt, vor allem auf der westeuropäischen, so tun als gäbe es nur unsere Sicht der links liberalen Classe Politique Dinge.

  • Ernst Hiestand
  • 26.12.09 | 06:04 Uhr

Herr Schlegel,
Ich glaube, dass heute eine Abstimmung über die Personenfreizügigkeit
nicht mehr gleich ausfallen würde.
Das Volk kann man für einige Zeit mit verblendeten Reden and Versprechen beirren, aber mit der Zeit erwacht der Bürger und erkennt in Realität was gut und was schlecht ist für seine Heimat.
Dank dem allgemeinen Bürger und der Direkt Demokratie ist die Schweiz eines der stärksten Länder geworden und steht auch heute noch solide trotzt EU und trotzt Skandale und Finanzen Krise rund um die Welt.

  • Werner Widmer
  • 25.12.09 | 21:05 Uhr

Herr Schlegel,
Es waren 59% für eine getrückte Vorlage. Die Calmy-Rey sagte dann dass die Verliere akzeptieren sollen. Vergleichen Sie nun die Minarettinitiative.
Und ob die abstimmung heute durchkäme ist wohl eh fraglich. DAss dazuwieder einaml von Bern das Gesetz verdreht wurde, scheint keiner Erwähnung würdig. so sehen die Erfolge 2009 aus. herrliche Zukunft.
Frage: Haben Sie die WeWo abonniert?
Werni

  • Rainer Selk
  • 25.12.09 | 17:25 Uhr

Peter Schlegel 24.12.09 00:08
Wo uns das PFZ 'ja' hinführt, wird jetzt rasch deutlich. Da wurden viele Dinge in der Ausmarchung vor der Abstimmung grosszügig heruntermachend von SP + FDP unter den Tisch gekehrt, die jetzt im Detail 'kostend' hervorkommen. Wieviel 'Geschirr' noch ' wegen der 'flunker Tischkehre' der Classe Politique zerbrochen wird, ist eine andere Frage. Wenn's dann zur 'Steuerkasse' geht, sind dann die 'Anderen' Schuld, nur nie die Linken 'Pünktli Internationalisten'.

  • Peter Schlegel
  • 24.12.09 | 00:08 Uhr

Köppel hat vergessen das mit Abstand wichtigste politische Ereignis des Jahres 2009 zu erwähnen:

Das haushoche JA des Volkes zur Personenfreizügigkeit!!!

Dieser Entscheid war enorm wichtig für die Schweiz und ein klarer Sieg für die von Köppel verunglimpfte "Berner Elite"!

Das Volk hat sich durch die millionenschwere, fremdenfeindliche Kampagne der SVP nicht beirren lassen.

Köppel selbst zeigt sich heute als äusserst schlechter Verlierer. Er will das 3-fache klare JA der Bevölkerung zur PF rückgängig machen.

  • Christine Joos
  • 23.12.09 | 20:07 Uhr

Schauen wir's umgekehrt an, Herr Köppel: Das war kein annus horribilis für die politische Klasse, das war ein annus fulminantis! Politiker betrachten die Welt ganz anders. :

Politik heisst irren und wirren und trigen und biegen und scheuchzen und fleuchzen mit Aechzen und Krächzen und tun und nicht ruhn.. und haben sie das nicht getan? hernan? un're Sieben zu Bern? und noch dazu gern? Sie blühen auf, im nächsten Jahr, wir werden's seh'n, so wie wir hier steh'n!

Da bin ich, grad wie es sich gehört, so opti- wie pessi-mistisch. Voller Vertrauen. Viva. ;-)

 
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