Essay

Das Volk darf nicht alles

Die Volkssouveräninät setzte sich in der Schweiz früh durch. Frauen oder Juden wurden jedoch diskriminiert. Das Erbe der Landsgemeinde ist ein Handicap für die Modernisierung der direkten Demokratie.

Von Josef Lang

Historiker: Josef Lang. Bild: Arno Balzarini (Keystone)

Die Schweiz war das erste europäische Land, in dem sich in den 1830er Jahren das Prinzip der Volkssouveränität nachhaltig durchsetzte. Sie war aber auch das letzte westliche Land, in dem der Souverän 1874 auf die Nichtchristen und 1971 auf die Frauen ausgeweitet wurde. Kommt dazu, dass die volle Gleichberechtigung der Aargauer Juden 1879 und der Innerrhoder Frauen 1990 durch das Bundesgericht verfügt werden musste. Bei beiden liberalen Öffnungen spielte ausländischer Einfluss eine starke Rolle. Zugunsten der Judenemanzipation übten politisch verwandte Staaten wie die USA, Grossbritannien, Belgien, Holland und Frankreich Druck über die Handelsverträge aus. Ende der 1960er Jahre ergriff der Bundesrat die Initiative zur Einführung des Frauenstimmrechts, weil er im Hinblick auf einen Beitritt zur Menschenrechtskonvention des Europarates nicht allzu viele Vorbehalte machen wollte. Die Landesregierung fürchtete, die politische Diskriminierung der Frauen könnte zur Isolierung der Schweiz führen.

Um das Demokratie-Paradox einer frühen Einführung der Volkssouveränität und einer späten Erweiterung des Souveräns zu erklären, lohnt sich ein Vergleich zwischen der Romandie und der Deutschschweiz. Die drei welschen Kantone Genf, Waadt und Neuenburg waren an der Tagsatzung von 1848 (abgesehen vom Aargau, in dem damals die meisten Juden wohnten) die einzigen Stände, die sich für die Gleichberechtigung der Nichtchristen und damit einen religiös neutralen Bundesstaat einsetzten. 1959 waren sie die einzigen drei Kantone, die ja sagten zum Frauenstimmrecht. 1866 votierten zwei Drittel der Romands für die Kultusfreiheit der Juden, die gesamtschweizerisch abgelehnt wurde. Gleich hoch war 1994 ihr Ja-Anteil bei der am Ständemehr gescheiterten erleichterten Einbürgerung. Ähnlich verhielt es sich 1893 beim Schächtverbot und 2009 beim Minarettverbot.

Das unterschiedliche Demokratie-Verständnis der drei welschen Kantone und der Deutschschweiz erklärt sich aus dem Umstand, dass jene wesentlich durch die Französische Revolution und nur marginal durch die Landsgemeinde geprägt sind. In einem brillanten Essay hat der Historiker Andreas Suter unter dem Titel «Wie sich die ‹Demokrätler› durchsetzten» das ambivalente Erbe der Landsgemeinde auf den Punkt gebracht: «Während die moderne Auffassung ‹Freiheit und Gleichheit› naturrechtlich begründet und das Recht auf politische Partizipation prinzipiell jedem Individuum kraft seiner Eigenschaft als Mensch zubilligt, betrachtet die frühneuzeitliche Auffassung Demokratie als ein historisches Privileg, das ein ausgezeichnetes politisches Kollektiv seit je besessen oder in seiner Geschichte erworben hat und das immer wieder neu an die Nachkommen weitervererbt wird. [...] Wenn sie von ‹Gleichheit› redeten, dann meinten sie eben nicht die Gleichheit aller Menschen, sondern einzig und allein die Gleichheit zwischen den Mitgliedern ihres historisch privilegierten Kollektivs. Und wenn sie von ‹Freiheit› redeten, dann verstanden sie darunter Freiheit als ein Privileg desselben Kollektivs, was stets die Freiheit einschloss, anderen Menschen dieses Privileg zu verwehren» (NZZ, 12./13. 10. 2002).

Handicap für Modernisierung

Die Landsgemeinde, die bis zur Französischen Revolution den wohl grössten demokratischen Fortschritt auf dem Kontinent bedeutete, hatte eine grosse Ausstrahlung in den ehemaligen Untertanengebieten, auch wenn es sie hier gar nie gegeben hatte. Die Tatsache, dass die Tradition der vormodernen Landsgemeinde im 19. Jahrhundert die Einführung der direkten Demokratie erleichterte, bedeutet nicht, dass es sich bei dieser ebenfalls um etwas Vormodernes handelt. Aber das Landsgemeinde-Erbe bedeutet ein Handicap für die Liberalisierung und Modernisierung der direkten Demokratie. So gibt es einen Zusammenhang zwischen dem konfessionellen Charakter der alteidgenössischen Landsgemeinde und der Diskriminierung von andersgläubigen Christen sowie der Juden früher oder von Muslimen heutzutage. Weil die Landsgemeinde ein Privileg der wehrhaften Männer gewesen war, fiel es der direkten Demokratie besonders schwer, sich für die Frauen zu öffnen. Der damit zusammenhängende Grundsatz «wehrlos gleich ehrlos» erklärt auch, dass noch in den 1970er und 1980er Jahren mehr als 10 000 junge Schweizer wegen Militärverweigerung zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

 

Demokratisches und liberales Bein

Zwischen der Schwierigkeit, den Souverän für Nichtchristen, Frauen und Zugewanderte zu öffnen, und der Leichtigkeit, Menschen, insbesondere Andersgläubige, zu diskriminieren, gibt es einen engen Zusammenhang. Die Zugehörigkeit zum Souverän war historisch an Voraussetzungen gebunden, die sich mit einem modernen Verständnis von Gleichheit und Freiheit immer weniger vertragen. Es ist gut, dass das demokratische Bein unserer Demokratie, die Volkssouveränität mit ihrer Mehrheitsregel, sehr stark ist. Es ist schlecht, dass ihr liberales Bein, zu dem die Grundrechte, das Gleichheitsgebot, das Diskriminierungsverbot, die Gewaltenteilung, die religiöse Neutralität gehören, viel schwächer ist. Eine moderne Demokratie steht auf zwei gleich starken Beinen. Dabei hat das liberale Bein das Recht, sich notfalls dem demokratischen Bein entgegenzustellen. In einem demokratisch-liberalen Gemeinwesen darf auch der Volkssouverän nicht alles.

 

Kommentare

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  • Michael Wächter
  • 28.12.09 | 12:54 Uhr

Herr Lang beweist mit diesem Artikel mal wieder eindrücklich, dass die Interpretation geschichtlicher Ereignisse nicht auf einer klaren, nicht zu bezweifelnden Ableitung aus Fakten beruht, sondern eher auf einer Spiegelung der eigenen Prämissen basiert. Dabei sucht man sich all jene Elemente zusammen, die vermeintlich die eigenen These stützen und schlachtet diese entsprechend aus.

Beunruhigend an diesem Artikel ist eigentlich nur der letzte Abschnitt: Es sollte selbstverständlich sein, dass die Zugehörigkeit zum Souverän auch an Voraussetzungen gebunden ist. Man erhält ja auch etwas dafür.

  • Jörn Knie
  • 25.12.09 | 20:56 Uhr

Und wer entscheidet am Schluss, wann das "liberale Bein" und wann das "demokratische Bein" bestimmt. Solch ein Humbug ist heute leider anerkannt, das liegt aber weniger an deren Gehalt sondern an der allgemeinen Orientierungslosigkeit.

Das wäre in etwa so, als wenn je nach Belieben in Deutschland mal das Bundesverfassungsgericht und mal die Freidenker die letzte Instanz wären. Warum letztere lässt sich zwar nicht begründen aber es ist halt eine grüne Idee. Könnte man solche Leute abwählen? Dann würde es sich auch erübrigen, solch sinnfreie Kommentare abzudrucken.

  • Carla Kägi
  • 23.12.09 | 08:13 Uhr

Hauptsache: Gross & von undurchsichtigen Machtblöcken gesteuert! Dann ist es gut! Persönliche & soziale Verantwortung fallen weg, die Eigenschaften die den Menschen eigentlich ausmachen sollten, werden dumm geschrien. Mit den immer gleichen leeren Argumenten! Überheblichkeiten die verdecken sollen, dass man sich danach sehnt, von irgend einer "Zentrale" vorgeschrieben zu bekommen was man zu tun und zu lassen hat.
Und wenn wir direkt-demokratischen CH's unsere Rechte behalten wollen sind wir dumpfblöde, intolerante "Rednecks" !
Was ist falsch daran, wenn man verteidigt was man hat?

  • Carla Kägi
  • 23.12.09 | 07:57 Uhr

Mir fällt Alice Schwarzer's Erklärung dazu ein:
Menschen die sich in den 60-ern den grossen kommunistischen Ideen verpflichtet fühlten & ohne Kritik deren Diktaturen huldigten, haben nach dem Zusammenbruch derselben ein Vakuum aufzufüllen. Da bieten sich heutzutage die z.b. die EU, als Ersatz für den gescheiterten Grössenwahn des Kommunismus, geradezu hervorragend an. Gross muss es sein & zentral verwaltet, der einzelne Mensch muss stimmlos in der Herde mitlaufen & seine Rechte möglichst vergessen haben, falls er sie je hatte. Sogar eine totalitäre Religion/Gesetz wie der Islam ist symphatisch

  • Carla Kägi
  • 23.12.09 | 07:44 Uhr

Gott "Globalisierung" kriechen wollen, sondern eher an Eigenständigkeit & persönliche Verantwortung, Überschaubarkeit glauben, davon überzeugt sind, dass ein System das seit ein paar hundert Jahre erfolgreich arbeitet, nicht ausgehebelt & einem noch grösstenteils unbestätigten, theoretischen Konstrukt (mit grossem diktatorischen Potential) unterworfen werden soll, einfach für dumm, hinterwäldlerisch zu erlären, ist irgendwie [gelöscht am 23.12.2009 durch Moderator] unreif!
Warum gehen die EUroturbos & Globalisierungsbesessenen nicht dahin wo sie sich ideologisch zuhause fühlen, sondern beschimpfen die, denen es hier gefällt?

  • Carla Kägi
  • 23.12.09 | 07:37 Uhr

Ich kann mich an Zeiten erinnern, da sind die CH's die sich in der kleinen, demokratischen Schweiz irgendwie beengt & nicht verstanden fühlten einfach ausgewandert & haben anderswo ihr Leben aufgebaut, oft durch harte Arbeit, im Bewusstsein ihrer Selbstverantwortlichkeit & ohne über ihre Heimat zu lästern!
Das ist ein Weg den jeder gehen kann, der mit der CH und dem System das ihr zugrunde liegt, nicht umgehen kann & meiner Meinung nach die konsequente, erwachsene Art zu handeln!

Was es bringt, hier 'rumzugifteln & alle die nicht vor dem neuen

  • Sabrina Scherrer
  • 23.12.09 | 04:09 Uhr

5/Umfeld immer gleichen Phrasen ausgesetzt sehen à la „kontra alles was angeblich nicht schweiz. ist, und dabei sind sie selber oft nicht „schweizerisch“ (meine Definit.)! Und v.a.: In diesen Aussagen („Parolen“) fehlen konstr. Vorschläge völlig. Die gleichen Leute arbeiten und leben täglich in meist friedlichster Koexistenz mit diesen „schlimmen Ausl.“ in der Gesellschaft – Realitätsverlust?(!). Kurzerhand werden Leute von denen man weiss, dass es Ausländer sind zu Nicht-Ausländern erklärt, weil die eben „gut“ sind. Und die, die man als die „Schlechten“ sieht, stellen den typischen Ausl. dar!

  • Sabrina Scherrer
  • 23.12.09 | 04:09 Uhr

4/befürchten, dass der Souverän so das Recht abgibt, „demokratische“ Urnenentscheide zu treffen. Wieder das Thema: Die Grenzen von Rechtsstaat „vs.“ Demokr.Es braucht Min.- und Max.anforderungen an Einbürgerungswillige und dazwischen sollten Mitbürger (min. in ländl. Orten) ein „Mitspracherecht“ (keine abs. Befehlsgewalt) haben. Alle hier sollten bitte auch Frau Studer (oder mich) verstehen: In unserem Land hat sich massiv Frust aufgebaut in den letzten Jahren – und nicht nur auf Seiten derer, für die „Ausländer“ das grösste Probl. im Land sind – sehr viel auch bei denen, die sich im persönl.

  • Sabrina Scherrer
  • 23.12.09 | 04:08 Uhr

3/man dies nicht. Wichtiger wären endlich einigermassen klare Richtlinien für den Erhalt der Staatsbürgersch. Ist es nicht ungerecht, wenn ein 40-jähriger, der hier geboren ist noch immer keine politische Partizipationsmöglichkeit hat und durch den Ausl-ausweis eingeschränkt wird (Reisefreiheit ins Ausland, Beruf etc)? Wie kann jemand nach 7 Jahren und bei mangelhaften Deutschkenntnissen diese erhalten? Solch gravierende Unterschiede sind stossend und deuten auf Willkür. Doch gerade die, die NUR das „Ausländerproblem“ beschwören, bringen kaum Vorschläge zu klaren Standards, weil sie

  • Sabrina Scherrer
  • 23.12.09 | 04:07 Uhr

2/sind UNSERE Kinder = Pass ab Geburt. Kinder der 2. gehen nicht mehr „zurück", haben aber oft noch „Integr.bedarf“ = Erleichterte Einbürgerung (so bleibt das „Schweizer-Werden“ ein bewusster Akt; übrigens finde ich ein solch bewusster Akt wäre auch von Schweizern zu fordern: Wie wäre es wenn 18-jährige, genau wie Ausländer auf politisches Verständnis getestet würden, bevor sie abstimmen dürfen? Abst-Teilnahme + pol.Interesse würde sicher steigen). Nicht schlimm, zu sagen, unser Pass sei mehr als nur politischer Partizipationsschein (auch ich sage das) aber mythisch überhöhen darf

  • Sabrina Scherrer
  • 23.12.09 | 04:05 Uhr

1/@Kägi, Sie haben nicht gesagt, den Eingeborenen sei von den Ausländern zu viel zugemutet worden. Aber Sie sagen sinngemäss öfters in Bezug auf Ausländer sei von der Elite zuviel zugemutet worden – zumindest verstehe ich Sie so.
@Selk, wären Ausländer hier das Thema, müsste man wirklich endlich die Frage beantworten, wie lange bleibt jemand Gast? Es kommt der Zeitpunkt, da muss die Gesellschaft sich eingestehen: Ganz egal ob ein Ausländer als Erwachsener „gelungen“ ist oder nicht, hat die Gesellschaft als ganzes an dessen Entwicklung teilgehabt – wie bei CH-lern. Kinder der 3. Generation

  • Werner Widmer
  • 22.12.09 | 20:47 Uhr

Herr Schlegel,
Mit dem Tschernobilvergleich bestätiogen Sie Ihr Wissen. Einschlägige Literatur konsultieren und dann wissen Sie was ablief.
Den mit dem AKW brachte ich um Ihnen zu zeigen, dass ich auch gerne etwas bauen würde, das es aber gemäss weiten Kreisen nicht braucht.
Und so ist es eben mit den Minaretten. Namhafte Moslems sagen ja selbst, dass es sie nicht braucht. Lügen die jetzt?
Beiderlei Türem dienten zur Signalisierung. Glocken. Und die Kirchtürme sind nun mal von hier,die Minarette nicht. Der hochradioaktive Abfall wird bereits als Rohstoff zur Energiegewinnung aufbewahrt!!

  • Marianne Studer
  • 22.12.09 | 20:15 Uhr

ja und Herr Selk: Sind sie eigentlich Schweizer oder immer noch Mecklenburger oder Sachse? Ihre übereifrigen Überreaktionen und Fehlinterpretationen lassen diesbezüglich nicht auf eine gelassene Haltung schliessen. Als Schweizerin, deren Vorfahren seit dem Spätmittelalter hier ansässig sind, mache ich jedenfalls nicht ein solches Aufheben daraus und bin ganz klar der Meinung, wer hier geboren ist, der soll unsere Staatsbürgerschaft erhalten und damit gleiche Chancen und Rechte.

  • Marianne Studer
  • 22.12.09 | 20:08 Uhr

Aber die 600 Mio Finanzausgleich, die Zürich jährlich an die steueroptimierten Flatrate Kleinkantone zahlt, die nehmt ihr dann gerne, gell Kägi, Selk und Co. damit ihr die Reichen dort entlasten könnt! Wie das Geld erwirtschaftet wird und wie Mehrwerte entstehen, das sind natürlich Fremdwörter in diesen Landen. Das ist ja die Krux in der zweigeteilten Schweiz. Die gutausgebildeten, weltoffenen CHerinnen, die wissen was Wettbewerb in einer globalisierten Welt bedeutet und wie man dem begegnet, die wählen sicher nicht SVP sondern sind selbstbewusst genug differenziert zu denken!

  • Michael Hartmann
  • 22.12.09 | 18:59 Uhr

Die Realität ist die, dass trotz Verschärfung der Asyl/Ausländer-Gesetze, Erhöhung der Repression und 'Nulltoleranz' der Polize gegen Velofahrer die 'Kriminalität' der 'Ausländer' nicht zurückgegangen ist wie 'erhofft'.

Also dreht man sich nochmals im Kreis und lässt die Ritter der braunen Gestalt ihre Arbeit 'vollbringen'. Nur diesmal mit noch fälscheren Vorzeichen!

  • Michael Hartmann
  • 22.12.09 | 18:52 Uhr

Die Bauern sind schon ein komisches Völkchen. Haben was gegen die Ausländer, haben was gegen die eigenen Politiker, die nicht in das Horn der Subis blasen, haben was gegen die Städter - da könnte man doch fast meinen, dass es nur Bauern gibt in der Schweiz.

Die 'heutige' Polit-Elite (Toupetjohnny, CB, Sünneli) läuten die konservative Revolution ein. Leider 20 Jahre zu spät. All die linkspopulistisch schönen Verträgli können nun nicht mehr zurückgenommen werden.

Da ist der Kampf auf dem Schauplatz 'Ausländer' halt ein gutes Tummelfeld, um 'Stärke' zu zeigen.

  • Rainer Selk
  • 22.12.09 | 15:22 Uhr

Marianne Studer 22.12.09 12:31
Die 53% Ausländer, hier geboren, können die sich einbürgern lassen, wie in jedem anderen Land. Einem Hotelgast, gehört auch nicht das Hotel. Vorschlag: schenken Sie doch Ihren Pass einem X-Beliebigen.

'Eingeborene vs Papierlischweizer' - was sollen solche rassistischen Auslassungen? Ich behaupte, dass Sie schlicht keine Ahnung haben, WAS wir in der Schweiz für tolle Werte haben. Im Kosovo ist sicher alles besser oder bei Multi-Kulti.......nur: warum sind denn 'die' hier und die 'sich schämenden Angsthasen' nicht dort?

  • Carla Kägi
  • 22.12.09 | 14:58 Uhr

Noch was Frau Studer:
Ich habe nicht geschrieben, den "Eingeborenen" sei von den Ausländern zu viel zugemutet worden.
Den "Eingeborenen" ist von der Polit-Elite zu lange zu viel zugemutet worden. Auf diese habe ich mich auch ausdrücklich bezogen.
Ich bitte um Kenntnisnahme .....

  • Peter Schlegel
  • 22.12.09 | 14:53 Uhr

Werni,

ich bin ein geduldiger Mensch und helfe dir gern...

... ich erkläre dir auch gern den Unterschied zwischen einem AKW und einem Minarett:

1. Kirchtürme und Minarette dienen dazu Gotteshäuser zu kennzeichnen, in welchen Religionen ausgeübt werden.

AKWs dienen dazu Strom zu produzieren. Soweit alles klar?

2. Es gibt in der Schweiz kein generelles AKW-Verbot. Ein Minarett-Verbot schon.

3.Von AKWs geht eine gewisse Gefahr aus (schon mal was von Tschernobyl gehört?)und sie produzieren radioaktive Abfälle mit Halbwertszeit von 1000den Jahren. Minarette dagegen sind harmlos!!!

  • Carla Kägi
  • 22.12.09 | 14:39 Uhr

Sehen Sie, Zürich ist halt nicht der Nabel der Schweiz, nur ein kleiner nachgemachter Melting Pot wie N.Y.C.
Gemessen an der Zahl der Eingeborenen, die sich noch mit dem Platz an dem sie leben identifizieren wollen & die den "Sonderfall CH" & die direkte Demokratie, die ihn ausmacht richtig & erhaltenswert finden, ist der kleine "Big Apple" Zürich wohl doch nicht so gewichtig.
Es gab übrigens in ländlichen Städten mit hohem Ausländeranteil ebenfalls ein deutliches Ja für das MV.
Realitätsverlust der Mehrheit? Nicht möglich! Der Elite? Wohl eher!

  • Carla Kägi
  • 22.12.09 | 14:17 Uhr

Tja, laut Steinbrück sind wir eher "Indianer" die man mit der Kavallerie vereinnahmen sollte. Wissen Sie meine Liebe, mir geht es nicht um "Papierli-CH's", eigentlich ist es mir wichtiger, mich in dem Land wo ich zu Hause bin wohlfühlen zu können. Damit das kann, ist es für mich sehr wichtig, nicht bevormundet, nicht überfahren, nicht angelogen, nicht manipuliert zu werden. Genau das wird aber permanent versucht. Die Realität enttarnt die Lügen.
In der Stadt in der ich lebe ist auch Multikulti & Kebab, dagegen hat keiner was, aber es ist auch Gewalt da & zwar heftig - & das mag keiner.

  • Marianne Studer
  • 22.12.09 | 12:31 Uhr

/2

Übrigens Blocher ist erst in der dritten Generation in der CH ansässig und ursprünglich Deutscher. Ist der nun ein CHer oder ein Papierlischweizer in den Augen der "Eingeborenen" ..fragt sich wo die eigentlich herstammen...!? Wie sehr Realität und Angstmacherei auseinanderklaffen hat man beim Minarettverbot anhand des "Kebab-Indexes" gesehen. Je mehr Kebab-Stände oder multikulti je höher die Ablehnung der Initiative (Kreis 4 Zürich mit 76% Nein) Je ländlicher und mehr Eingeborene (ausländerfreie Zone) je höher die Zustimmung: AI, SZ über 75%. Realitätsverlust der Mehrheit?!

  • Marianne Studer
  • 22.12.09 | 12:23 Uhr

Fragt sich nur was ihnen Frau Kägi und Co. als Repräsentantin der "Eingeborenen" ...sind das nun Indianer oder Aboriginies...lol! von den Ausländern zuviel (?) zugemutet wurde? Reisen Sie wieder mal durch die Welt, dann werden Sie sich ob der nachgeäfften SVP Phrasen, die Sie hier ständig ablassen schämen! 53% der sog. Ausländer sind in der CH geboren und haben keinen CH Pass (Chancengleichheit?). Wären die von Geburt an CHer, wie in fast allen anderen Ländern, hätte die CH einer der tiefsten Ausländerquoten! Ohne Ausländer würde die CH aussterben und vorallem schon morgen still stehen!

  • Rainer Selk
  • 22.12.09 | 10:15 Uhr

Marianne Studer 22.12.09 02:00
Als parteiloser: Linksgrün + Co zielen immer auf 'den Mann/die Frau' (mit Neidsyndrom). Dass sich SVP+Co. wehren, ist nur normal. Linksgrün hat mit der hinterhältigen 'Mehrheits'-Abwahl von Blocher, der kein'Erlöser' ist, einen 'interlektuellen' Wertebruch ohne Gleichen angezettelt.
Unsere 'Rechte' werden von linksgrün ausgehölt, die gerne alles 'dem ach so wunderbaren Ausland' angepassen möchten.
Ihren Zeilen darf man entnehmen, dass die Mehrheit SVP dumm + diskussionsunfähig sei + Angriffe auf die Verfassung zulässt..... wie erstaunlich.

  • Carla Kägi
  • 22.12.09 | 08:52 Uhr

Hinweis: "Staat ist, was der Bürger will", von U.P. Engeler, zu lesen in dieser Ausgabe der Ww.
Ich denke nicht, dass man "Blocher & Co." die Schuld unterschieben kann. Das ist einfach zur lieben, bequemen Gewohnheit geworden.
Den "Schweizer Eingeborenen" ist viel zu lange zu viel zugemutet worden. Nachdem nun die Lügen enttarnt sind, die hohe Zuwanderung mit der Krise Party feiert & unsere "Führung" täglich vor dem Wahlvolk & der Welt das Gesicht verliert, regt sich hoffentlich die Schwarmintelligenz nachhaltiger & leitet die notwendigen Veränderungen ein.

  • Marianne Studer
  • 22.12.09 | 02:00 Uhr

Die Diskussion Vefassungs- gegen Volksrechte muss geführt werden, nur ist sie intellektuell nicht ergiebig, da leider die Mehrheit nicht mehr bereit ist, sich auf eine wirkliche Diskussion einzulassen; da Blocher und Co. seit Jahren dem Volk einhämmern: Volksrächt gaht über alles! Das Volksrecht nie absolut gültig sein kann und darf, hat die Geschichte zur Genüge bewiesen! Wer hat 1933 Hitler zur Macht verholfen? 1938 hatte Hitler 90% Zustimmung im Volk - hat das Volk wirklich immer recht?! Der Dauerangriff von rechts auf unsere in der Verfassung garantierten Grundrechte ist das Problem.

  • Hans Dampf
  • 21.12.09 | 22:36 Uhr

Das Problem der Linken sowie der Rechten ist, dass sie nicht bereit sind einander zuzuhören ohne bereits vorher das Urteil gefällt zu haben. Dabei zeigen beide Seiten Dinge auf, die die andere nicht fähig ist zu sehen. Ein gutes Beispiel hierfür, sind Herr Blocher und Herr Hans Jürg Fehr. Keiner kann auch nur ein Satz beenden, ohne dass der andere abschätzig den Kopf schüttelt oder einen verachtenden Kommentar abgibt. Deswegen braucht es stärkere mitte Parteien, die beide Argumente zur Kenntnis nehmen, das extreme rausfiltern und eine vernünftige Entscheidung treffen.

  • Rainer Selk
  • 21.12.09 | 20:53 Uhr

Sabrina Scherrer 20.12.09 01:52
Kopftuch: wird es aus relig. oder politi. Opportunismus getragen, habe ich Mühe damit. Ausserdem erkenne ich im Kopftuch ein verdecktes Mittel der Frauenunterdrückung, nicht erst, wenn es zum 'Burkasyndrom' anwächst. Es ist mir zu dumm, in 'Kleiderordnungen' zu denken. Es müssen aber klare Grenzen gesetzt werden, was den öffentlichen Raum angeht. Schariaumsetzung darf es in der CH einfach nicht geben, sonst haben nicht nur die Appenzellerinnen in absehbarer Zeit wirklich ein Problem. Hier gilt: währet den Anfängen!

  • Bernhard Zueger
  • 21.12.09 | 15:42 Uhr

Narren sind auch nur Menschen.
Gewöhnliche Narren sind Bürger, wie du und ich. Diejenigen die für den Hof (Staat) arbeiten, ihm den Tribut zollen und Steuern abliefern.
Hofprediger wollen uns glauben lassen, sie seien die einzigen Inhaber der Wahrheit, die sie uns gewöhnlichen Narren verkünden.
Hofnarren sind entweder im Dienste des Staates oder fundamentalistische Gläubige und Nutzniesser des Hofes.
Gemäss dem internationalen Hof für Menschenrechte sind die Menschenrechte der Hofnarren geschützt und dürfen in keinem Fall verletzt werden.
Das ist übergeordnetes Recht und gilt für alle Narren.

  • Werner Widmer
  • 21.12.09 | 15:02 Uhr

Herr Schlegel,
Viele reden vom EMR und dem Minarettverbot. Können Sie mir die Argumentationsschiene dazu zeigen? Irgendwie sehen ich da keine Behinderung einer Religionsausübung.
Wie gesagt ich bin von der Gruppe, welche Atomenergie als gut bezeichnet, daran glaubt und möchte mein MR zum Bau einfordern.
Was ist der Unterschied zwischen einer Gruppe von Atomenergiebefürwortern und einer Religionsgemeinschaft? Beide meinen die Wahrheit auf ihrer Seite zu haben.
Werni

  • Hanspeter Bühler
  • 21.12.09 | 12:18 Uhr

Menschenrechte und Demokratie gehen Hand in Hand. Eines ohne das andere funktioniert nicht. Wer Menschenrecht predigt sollte ein gewisses Mass an Demokratieverständnis mitbringen. Den islamischen Männern hörige hier lebende islamische Frauen jeglicher Provenienz, vor allem auch konvertierte Christinnen, die ein Kopftuch tragen, wissen meistens auch nicht, dass im Koran kein Wort steht von solchen Äusserlichkeiten. Die Überzeugung Kopftücher zu tragen ist nicht die relevante Frage, sondern die in diesem Zusammenhang bestehende Unwissenheit darüber. Es ist aber ein Symbol "Ich bin Muslimin."

  • Christian Müller
  • 21.12.09 | 08:50 Uhr

Die Déclaration des Droit de l'homme et du Citoyen, die Joe Lang und viele anrufen und heute der selbstbestimmten Demokratie entgegen- oder vorsetzen wollen, verhinderte ja gerade nicht das Abgleiten der Französischen Revolution in Diktatur und Terror (und später die Installation eines imperialen Kaiserreichs). Gesetze - und werden sie auch noch so feierlich proklamiert - wenden sich nie selber an. Man frage die Einwanderer aus den ehemaligen Kolonien und Bewohner der französischen Banlieus nach dem Wert der abstrakten Menschenrechte, die sie seit der Französischen Revolution besitzen.

  • Markus Schneider
  • 20.12.09 | 19:47 Uhr

In den ganzen Demokratiediskussionen geht vergessen, dass eine Abstimmung nicht die Wahrheit oder Gerechtigkeit bestimmt, sondern lediglich klarstellt, wer in der Mehrheit und deshalb STÄRKER ist. Es wird niemals einen Staat geben, der von Wahrheit und Gerechtigkeit geleitet sein wird, da jeder diese Begriffe interpretiert. Gesetze und Vorstellungen ändern sich.

Dass die Abstimmungsverlierer jetzt fremde Richter anrufen wollen bedeutet nur, dass sie sich der Macht des Stärkeren nicht beugen wollen und deshalb zu einem noch Stärkeren gehen wollen, der ihnen gegen ihre Mitbürger helfen soll.

  • Christine Joos
  • 20.12.09 | 10:25 Uhr

J. Lang zitiert A. Suter.

Da "Freiheit & Gleichheit" per se nur dem Individuum zugestanden werden kann, das als Individuum autark sein Leben lebt, ist sein Widerspruch keiner, sondern die Ergänzung zweier Tatsachen: Mit der politischen Partizipation wird "Freiheit & Gleichheit" zugunsten der Demokratie z.T. an die Gemeinschaft abgegeben, was ein historisch gewachsenes Kollektiv darstellt. Dieses Kollektiv (Demokratie) ist nicht das Privileg Einzelner, sondern Aller, mit der Einschränkung, dass das Individuum zur Gesellschaft wird, die sich ihr zugunsten immer wieder gewollt einschränkt.

  • Rainer Selk
  • 20.12.09 | 10:17 Uhr

In Orwell's »1984« war »Neusprech« ein zentrales Werkzeug um die Massen zu kontrollieren. Eine quasi Sprachreform auf ganzer Linie. Die Sprache wurde stark vereinfacht, Worte wurden »ausgemerzt« und assoziative Bedeutungen der Worte sollten verschwinden. So sollte, z.B., aus den Wörtern »gut, besser, genial«, »gut, plusgut, doppelplusgut« gemacht werden.
Worte wie »Demokratie, Moral, Freiheit und Gerechtigkeit« gab es in »1984« nicht mehr. Sie wurden in dem Begriff »Undenk« zusammengefasst etc.

Man lese selbst nach + vergleiche, wo wir heute stehen!!!

  • Sabrina Scherrer
  • 20.12.09 | 01:58 Uhr

2/„Die Linken erinnern sich an Rechtsstaatl., ... dient“ Wo Sie recht haben, haben Sie recht. So wie sich manche „Rechte“ plötzlich an „Menschenrechte“ erinnern, wenn sie gegen „Frauenunterdrück.“ in anderen Rel. kämpfen. Lassen wir doch endlich diese überholten Links-Rechts-Denkschemata.
Seit langem interessiert mich Ihre Meinung (als jmd. mit trad. Ausrichtung) zu meinem Beitrag (2.-oberster): http://www.drs3.ch/www/de/drs3/154930.minarett-verbot-schweizer-muslime-sind-schockiert-sagt-uns-eure-meinung.html

PS:Kenne Männer, die abstimmen OBWOHL ihnen polit. Verständnis weitgehend fehlt...

  • Sabrina Scherrer
  • 20.12.09 | 01:54 Uhr

1/@M.Steiner,Da Sie selber wohl ein sehr trad.Rollenbild haben, ist es nur natürlich, dass sich in Ihrer Umgebung Frauen finden, die ebenso denken wie Sie.Frauen stimmen nicht ab;wieso sind dann aber ausgerechnet Frauen für die erhöhte Staatsverschuldung verantwortlich??In der ganzen westlichen Welt manifestiert sich die Verantwortungslosigkeit als propagiertes Lebenskonzept für beide Geschlechter Hr. Steiner (Ja,wie hat alles angefangen?Huhn oder Ei?).Nun, wir CH-Frauen sind wohl wirklich weniger politisch (als CH-Männer oder z.B. EU-Frauen).Ursachen hier darzulegen, bräuchte zu viel Platz.

  • Sabrina Scherrer
  • 20.12.09 | 01:53 Uhr

2/ sich damit?)? Persönlich ist es mir sowieso sympathischer als die Pseudo-Kultur der Nacktheit unserer Breiten. Ob Lang nach ´68 fragwürdige Aktivitäten betrieb,weiss ich als Jahrgang ´82 nicht;ich bezog mich jeweils nur auf den Artikel. Meine Bildungslücke: APO’s?

PS: Gerechtigkeit in Reinform wird tatsächlich nie erreicht werden. Aber kann eine Gesellschaftsordnung/Gesetzgebung, welche nach dem maximalen Gleichschritt von Rechten und Pflichten strebt (bzw. nicht nur danach strebt sondern auch umsetzt), nicht zu einem subjektiv als gerecht empfundenen Zustand führen?

  • Sabrina Scherrer
  • 20.12.09 | 01:52 Uhr

1/ @R.Selk, „Isl.-kreisen in keinster Weise um die Rechte der Frauen geht“ – Haben Sie verstanden, dass ich so denke? Wir scheinen öfters Missverständnisse zu haben. Ich versuchte eine Lanze für die Appenzellerinnen zu brechen (bin ich selber) gegen die falsche Behauptung der Unterdrücktheit. Inwiefern Sie das Bsp. mit nicht-abst. islamischen Frauen auf meinen Beitrag beziehen, verstehe ich nicht. Aber: Muslimas, die ein Kopftuch tragen wollen aus rel. Gründen;wieso sollte man Ihnen die Mündigkeit absprechen und sie „zwangsbefreien“ (übrigens meist von linken Feministinnen;solidarisieren Sie

  • Carolus Magnus
  • 19.12.09 | 16:57 Uhr

NEUSPRECH: Das «moderne Verständnis von Freiheit und Gleichheit» beinhaltet genau das Gegenteil. Es ist nicht fortschrittlich, sondern droht in Mittelmäßigkeit Richtung Mittelalter abzugleiten. Die Freiheiten werden mehr und mehr eingeschränkt und die Gleichheit wird dermaßen religiös zelebriert und EU-formatiert, dass nach Piercings und Hirschgeweih wohl demnächst die, bei afrikanischen Ureinwohnern tragenden Unterlippenteller auch bei uns demnächst mode(rn) werden;aus purer Notwendigkeit heraus, sich der unerträglichen Gleichheit und Gleichmacherei zu entziehen.

http://www.sackstark.info

  • Rainer Selk
  • 19.12.09 | 14:53 Uhr

Sabrina Scherrer
dass es rechtskonservativen Islamistenkreisen in keinster Weise um die Rechte der Frauen geht - Stimmt auch. Nur jene islamischen Frauen können nicht mal abstimmen. Die gehören nach Scharia 'hinter den Herd oder ins Grab' - wie liberal und tolerant! Da hatten selbst die Appenzellerinnen damals mehr Freiheit.
Was Linke als 'modern' versus 'ewig Gestrigen' verstehen, haben wir nach 1968 zur Zeit der Mao Bibel und APO Opas hinreichend und diskreminierend von Lang + Co. vernommen. Nur: diese Sprüche verfangen nicht. Jetzt muss 'das demokratische Bein' her. Mehr als burlesk!

  • Matthäus Steiner
  • 19.12.09 | 13:09 Uhr

die ich kenne, die kennen sich in der Politik nicht aus, weil es sie gar nicht interessiert und gehen auch nicht stimmen. Sie überlassen es der Männerwelt, den Staat zu gestalten. Ist es Zufall,dass seit dem Frauenstimmrecht,die Staatsschulden der Schweiz immer mehr zunehmen?

Die Linken erinnern sich immer nur an die Rechtsstaatlichkeit, wenn es ihnen dient. Wenn die Sozialisten wie Hitler, Trozki, Stalin, Mao, PolPots, ect Millionen von Menschen umbringen, wo ist dann die Rechtsstaatlichkeit, wo wenn sie zusammen mit dem BR lügen?!

Diesen Joe Lang kann man einfach NIE ernst nehmen!

  • Peter Schlegel
  • 19.12.09 | 09:12 Uhr

Frau Schäfer,

Herr Lang und meine Wenigkeit in die Nähe der RAF und anderer linksextremer Terroristen zu rücken, ist eine respektlose Diffamierung und entbehrt jeglicher Grundlage!

Nebenbemerkung: Gerade in wirtschaftspolitischen Fragen bin in mit Herr Lang alles andere als einig. Hier hat er aber recht!

Die Argumentation von Lang ist alles andere als linksextrem. Es ist eine liberale, bürgerliche Argumentation im Sinne der liberalen Gründerväter der Schweiz.

Die Argumentation der "Welt"woche ist nationalistisch-konservativ und widerspricht den liberalen Grundsätzen der Schweiz!!!

  • Sabrina Scherrer
  • 18.12.09 | 21:58 Uhr

@P.Schlegel

"der politischen Unterdrückung der Frauen in AI"
Diese Beurteilung müssen sie schon den Appenzellerinnen überlassen und dass es eben auch (nicht wenige) Frauen gegeben zu haben scheint, die sich nicht unterdrückt fühlten deswegen. Das klingt ähnlich wie wenn pseudoemanzipierte Feministinnen einer selbstbewussten Muslimin das Kopftuch verbieten, weil sie ja so unterdrückt sei. Wir sollten alle wieder lernen, dass jeder Mensch ein Selbstdefinitionsrecht hat, dass es zu respktieren gilt.
"dass es denn Rechtskonservativen in keinster Weise um die Rechte der Frauen ging" - Stimmt!

  • Rainer Selk
  • 18.12.09 | 21:25 Uhr

Wenn sich 'Liberalität' anmasst, über dem Volkswillen zu stehen, wird es brisant. Pilatus fragte schon: was ist Wahrheit und daraus folgt: was ist Gerechtigkeit? Die wird es im 'reinsten Sinne' nie geben, was wir jeden Tag hautnah erleben. 'Spielregeln' sind immer ein Stück weit Ausfluss des Zeitgeistes. Es gilt, sich zu entscheiden zw. geschichtlicher Erfahrung und einem sogenannten 'suberliberlalen', eigentlich sozialitischen Sumpf-Theoriedenken, dass zu massiver umverteilender fauler Ausnützung führt! Liberale als 'Herren der Welt'? Nei aber au!!

  • Sabrina Scherrer
  • 18.12.09 | 15:12 Uhr

2) Ich gebe Ihnen recht, dass vor allem die Person Jo Lang angegriffen wurde, sagt einiges über mangelnde Argumente. Ebenfalls ist es richtig, dass eine mod. Demokratie auf zwei gleich starken Beinen stehen sollte (Rechtsstaat und D-Demokratie).
„das liberale Bein das Recht, sich notfalls dem demokratischen Bein entgegenzustellen“
Nur so oder gilt es auch umgekehrt?Wenn ja, wann?
Anmerk.: Nicht alle Appenzellerinnen waren begeistert, ob der Einmischung des Bundesg. + hätten die Landsgemeinde gerne so erhalten wie zuvor. Frauen aus meiner Familie begründeten es mit dem Prinzip Freiwilligkeit

  • Sabrina Scherrer
  • 18.12.09 | 14:58 Uhr

@Peter Schlegel
Dass auch die Direkte Demokratie (Demokr.=VolksHERRSCHAFT) zu einem Instrument des Machtmissbrauchs (eines Teils des Volkes über einen anderen Teil; sozusagen eine „Volkselite“) taugt, hat er an einigen Bsp. schön aufgezeigt.
Und wann passiert dies? Wenn der Herrschende (Teil des Volkes) in selbstherrlicher Manier nur SEINE Freiheit/Rechte im Kopf hat (was auch bei uns natürlich schon häufiger vorgekommen ist; bzw. wenn der Herrschende seine mit dem Recht einhergehende Pflicht vergisst), anstatt die Gerechtigkeit für alle (so wie es ein echter Herrscher muss).

  • Peter Schlegel
  • 18.12.09 | 13:46 Uhr

Frau Schäfer,

"Warum gab es in AI so lange kein Frauenstimmrecht? Ganz einfach, weil es die sehr selbstbewussten und wehrhaften Innerrhödlerinnen nicht brauchten, da die Meinung, welche der Mann auf dem Landsgemeindeplatz schlussendlich vertrat, zu Hause gemeinsam beschlossen wurde."

Das ist nun wirklich eine plumpe Erklärung und eine masslose Verharmlosung der politischen Unterdrückung der Frauen in AI.

Ihre Aussage zeigt aber klar, dass es denn Rechtskonservativen beim Minarett-Verbot in keinster Weise um die Rechte der Frauen ging!

  • M. Adrian W.
  • 18.12.09 | 13:40 Uhr

Herr Lang liegt richtig mit seiner Aussage, dass Demokratie und Liberalismus sich manchmal widersprechen und eine moderne Demokratie auch ein starkes liberales Bein benötigt. Es darf nicht zu einer Diktatur der Mehrheit kommen.

Es wäre aber schön, wenn Herr Lang (und seine sozialistischen grün-roten Freunde) dies nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern auch in anderen Bereichen so handhaben würden. Man kann ja nicht einfach nur dann etwas gutheissen, wenn es gerade zum Argument passt. Aber dies ist eine andere Geschichte :-)

Aber, und die Frage hat schon Carl Popper gestellt - wie geht

  • Renato Collina
  • 17.12.09 | 23:42 Uhr

Gar nicht so schlecht, Jo Lang's Analyse. Wo er recht hat, hat er recht. Mit seinen Folgerungen und Forderungen bin ich ebenfalls einverstanden.

Was mir noch fehlt: er sollte diese Massstäbe auch an unsere muslimischen Mitbewohner anlegen. Man ersetze in seinem Text nur "Nichtchristen" durch "Nichtmuslime":
Zitat
"Zwischen der Schwierigkeit, den Souverän für Nichtchristen, Frauen und Zugewanderte zu öffnen, und der Leichtigkeit, Menschen, insbesondere Andersgläubige, zu diskriminieren, gibt es einen engen Zusammenhang."

  • Felix Bärlocher
  • 17.12.09 | 19:43 Uhr

"Sie hassen den Souverän wie der Teufel das Weihwasser."

Nach dem Aufstand des 17. Juni

Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands

In der Stalinallee Flugblätter verteilen

Auf denen zu lesen war, daß das Volk

Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe

Und es nur durch verdoppelte Arbeit

Zurückerobern könne. Wäre es da

Nicht doch einfacher, die Regierung

Löste das Volk auf und

Wählte ein anderes?

Bertold Brecht (1953)

  • Bernhard Zueger
  • 17.12.09 | 19:08 Uhr

Josef Lang ist ein Linksextremer, wie Jean Ziegler, der Kommunist Josef Zysiadis, GsoA Andreas Gross usw. Sein politischer Werdegang spricht Bände.
Leute wie er hatten das Sagen im Sozialistischen „Paradies“ zu Zeiten des eisernen Vorhangs; sie träumen immer noch von Marx und Lenin. Sie sind gegen die Demokratie, für allumfassende Regelungen und staatliche Eingriffe. Diese Ideologen sind realitätsfremd, gegen das gemeine Volk und gegen die Demokratie.
Sie hassen den Souverän wie der Teufel das Weihwasser.

  • Hugo Reichmuth
  • 17.12.09 | 18:36 Uhr

Sehr geehrte Frau Schäfer,

Ich stimme zwar selten überein mit der Meinung des Herrn Schlegel. Es wäre aber ein Verlust, wenn nicht auch Leute wie er hier diskutieren würden. Dies ist ein Diskussionsforum. Es braucht auch die andere Seite, um zu diskutieren. Für das Sich-an-die-Schulter-klopfen kann ich auch an eine SVP-Veranstaltung gehen und Verbrüderung feiern.
Sie haben ein Lang'sches Demokratieverständnis.
Du reste: Sie habe ein abenteuerliches Frauenbild. Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie das Frauenbild der Taliban gut finden? Die Taliban tun auch nur, was ihre Frauen wollen...

  • Daniel Graf
  • 17.12.09 | 15:57 Uhr

Guter Text. Aber zurück zur Realität, Minarettinitiative, konkrete Probleme und so; Wenn linke Parteien bezüglich "Wertediskussion" sich endlich an der libralen Mehrheit(!) der Muslime und nicht an den Forderungen weniger religiöser Fanatiker orientieren würden, gäbe es weder eine Minarett-, Burka- oder Turnstunde-Diskussion. Wenn das Minarett in dieser Welt zum Menschrecht hochstilisiert wird, hat man tatsächlich den Bodenkontakt verloren. Ich drehe das ganze Mal um: Wenn Politiker eine Abstimmung so verschlafen, muss man ihrer Urteilfähigkeit zweifeln. Und besser Kontrollieren.

  • Karin-Maria Schäfer
  • 17.12.09 | 13:57 Uhr

Warum gab es in AI so lange kein Frauenstimmrecht? Ganz einfach, weil es die sehr selbstbewussten und wehrhaften Innerrhödlerinnen nicht brauchten, da die Meinung, welche der Mann auf dem Landsgemeindeplatz schlussendlich vertrat, zu Hause gemeinsam beschlossen wurde.
Ansonsten brauchen wir in unserer vernünftigen bürgerlichen Eidgenossenschaft weder Langs noch Schlegels, deren Fähnchen sehr gerne bei den Palästinensern, deren Freunden, den RAFs, und anderen linken Terroristen weht

  • Peter Schlegel
  • 17.12.09 | 11:28 Uhr

Bernhard Zueger:
Heinz Kost:
C. Christ:
Ernst Frischknecht:

Euren Kommentaren ist zu entnehmen, dass ihr Nationalrat Lang inhaltlich nichts entgegenzusetzen habt! Kein einziges Argument von Lang konntet ihr entkräften!

Ihr greift nur die Person Josef Lang an oder wettert pauschal gegen "Linke" und "Liberale".

Lang hat völlig recht:

"Eine moderne Demokratie steht auf zwei gleich starken Beinen. Dabei hat das liberale Bein das Recht, sich notfalls dem demokratischen Bein entgegenzustellen. In einem demokratisch-liberalen Gemeinwesen darf auch der Volkssouverän nicht alles."

  • Peter Fritz
  • 17.12.09 | 11:16 Uhr

"Dabei hat das liberale Bein das Recht, sich notfalls dem demokratischen Bein entgegenzustellen."
Und wie sieht es mit dem Recht des rechten Beines aus, sich dem Linken entgegenzustellen? Dieses verschweigen Sie wohlweislich - obwohl Sie doch gerade in diesem Aufsatz so sehr auf die "Gleichheit der Rechte für Alle" pochen.

Typisch Grün und Typisch Links - die "gleichen Rechte für Alle" will man halt nur denen zugestehen, die auch "gleich" denken wie sie selbst, Andersdenkende werden diffamiert und ausgegrenzt - wo ist noch der Unterschied zu den Vorgängen in den 1930ern in BRD und Österreich?

  • Ernst Frischknecht
  • 17.12.09 | 10:13 Uhr

Josef Lang, ich finde seine Kometare absolut daneben, mehr Zeit möchte ich zu dieser Person nicht aufbringen!!!!!!!!

  • Carsten Christ
  • 17.12.09 | 09:49 Uhr

Ihr Linken könnt noch so lange eure Kommentare in diese ehrliche und volksverbundene Zeitung schreiben. WIR, die Nichtlinken werdet Ihr damit genauso wenig herumkriegen wie umgekehrt. Also gebt es auf. Ihr vergesst immer noch, dass ein Grossteil des Volkes nicht blöd ist!

  • heinz kost
  • 17.12.09 | 09:05 Uhr

was dabei herauskommt wenn man "links liberalen" kräften mehr macht zugesteht hat man in der vergangenheit zur genüge gesehen, als historiker sollte man eigentlich zu besseren schlüssen kommen vor allem wenn man die vergangenheit analysiert

  • Bernhard Zueger
  • 17.12.09 | 08:03 Uhr

Wenn Menschen wie Josef Lang mich vertreten habe ich ein sehr sehr schlechtes Gefühl. Ich mag diesen Ultra-Linken nicht und kann seine Weltanschauung nicht teilen. Leute seines Schlages vertreten die bürgerliche Schweiz und rechtschaffene Leute, die sich redlich und mit Arbeit in der Privatwirtschaft durchsetzen und „am Leben erhalten“ müssen, keineswegs.

 
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