Zehn Tage nach der Volksabstimmung über das Minarettverbot fällt es manchen Verlierern noch immer schwer, den demokratischen Entscheid zu akzeptieren. Abhilfe erhoffen sich die schlechten Verlierer von fremden Richtern. Sie beschwören das «Völkerrecht», um die Volksrechte zu begrenzen. Was von einer Aura unhinterfragbarer Weisheit und leuchtender Moral umgeben zu sein scheint, erweist sich bei näherer Betrachtung als ziemlich profane Angelegenheit. Das Völkerrecht ist nicht Ausfluss einer höheren Vernunft oder Gerechtigkeit, sondern das Gesetz kriegerischer Siegernationen. Es wird von Technokraten ohne demokratische Debatte laufend neu entworfen und immer uferloser angewendet. Lesen Sie die Titelgeschichte unseres Bundeshauskorrespondenten Urs Paul Engeler.
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Was predigen die Imame in den rund 200 Schweizer Moscheen? Wie beeinflussen sie ihre Gläubigen? Wie viele von ihnen schüren Hass und Gewalt? Fragen, die heute mehr Schweizer interessieren denn je. Seit zwei Jahren liegt eine Studie zu diesen Themen beim Sicherheitsausschuss des Bundesrates. Der zuständige Bundesrat, VBS-Chef Ueli Maurer, hat sich bis jetzt geweigert, die Öffentlichkeit über die Untersuchung zu informieren. Mit gutem Grund. Denn der Bericht «Islamistische Imame», welcher der Weltwoche vorliegt, fördert Bedenkliches zutage: «Es ist nicht möglich, genau zu sagen, wie viele Imame extremistische und gewalttätige Propaganda betreiben», steht in dem vertraulichen Papier, das Urs Gehriger gelesen hat. Den Nachrichtendiensten fehlen die rechtlichen Mittel, um sich überhaupt einen Überblick zu verschaffen. Fazit: Der Bundesrat tappt genauso im Dunkeln wie der Rest des Volks.
Am 25. November berichtete der National Enquirer, Tiger Woods gehe mit einer gewissen Rachel Uchitel fremd. Als Beatrice Schlag über die Golflegende mit dem bisher makellosen Image zu schreiben begann, berichtete die Daily Mail bereits über sechs Frauen, die angeblich mit ihm verbandelt waren. Bei Redaktionsschluss war Ehefrau Elin nach unbestätigten Gerüchten bereits ausgezogen, der Geliebtenreigen mit zwei Pornodarstellerinnen und einer britischen TV-Moderatorin angereichert. Deutlich weniger zahlreich sind einleuchtende Antworten auf die Frage, warum ein Ausnahmetalent wie Woods für schnellen Sex Familie, Ruf und Karriere riskiert.
Um die Zukunft des Schweizer Finanzplatzes wird gerungen wie selten zuvor. Kaum hatte Patrick Odier, als Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung oberster Branchenvertreter im Land, die Idee lanciert, die Zunft müsse zukünftig auf nichtdeklarierte Gelder per Selbstdeklaration durch den Bankkunden verzichten, erwuchs ihm Widerspruch von seinem Kollegen Ivan Pictet. Für den Genfer Privatbankier ist das «absolut undenkbar». Die ehemaligen Weltwoche-Redaktoren Claude Baumann und Ralph Pöhner haben knapp drei Dutzend Köpfe gebeten, für ein Buch mit dem Titel «Neustart» Überlebensstrategien für den Schweizer Finanzplatz zu entwickeln. Wir drucken exklusiv einige Stimmen ab.
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