Über den perfekten Espresso haben wir schon geschrieben (Nr. 47/2008) und deklariert, dass wir Anhänger der italienischen Art sind und Kaffee mit einer richtigen Siebträgermaschine brühen. Wir sind da etwas heikel, Espresso, der vakuumverpackt verschweisst ist, kommt uns nicht in die Küche. Dem neuen Kaffeevollautomaten Jura Impressa Z7 wollten wir aber eine Chance geben, immerhin ist das Roger Federers Koffeinmaschine.
Wir haben gestaunt, als wir die Maschine geliefert bekamen. Neben dem Gerät im klassischen Jura-Design kamen noch ein separater Tassenwärmer hinzu sowie ein Kühlgerät, das die Milch für Cappuccino und Co. auf konstanten 4 Grad hält. Diese Kombination können wir für kleine Büros sehr empfehlen. Bei uns zu Hause zog sichtbar Jura ein. Nach den ersten kritischen Bemerkungen zum Platzbedarf fand die bessere Hälfte Gefallen daran, ihre Riesentasse unter die Maschine zu stellen und den ersten Milchkaffee des Tages abzuwarten. Die siebenjährige Tochter fand heraus, welche Taste schön aufgeschäumte Milch für eine grosse, heisse Ovomaltine hergibt. Die Jura wurde zum vollwertigen Familienmitglied.
Der Härtetest aber war ein wirklich guter Espresso. Wir haben mit verschiedenen Bohnen experimentiert, und die Z7 bekommt mit der richtigen Mahlgrad-Einstellung mit hoher Zuverlässigkeit eine schöne crema und einen guten Espresso hin, auch wenn die klassische Siebträger-Maschine hier überlegen bleibt. Ein Nachteil der Z7 ist, dass weniger als 25 ml nicht geht, Kaffee-Taliban sehen aber 20 ml als perfektes Mass für einen Espresso an. Die Stärke der Z7 ist die automatische Herstellung von Milchmischgetränken. Mit der bis auf 153 Millimeter höhenverstellbaren Cappuccino-Düse kann man auch grosse Latte-macchiato-Gläser bewirtschaften. Ein Knopfdruck, und die Jura schäumt die programmierte Menge Milch auf, wartet und lässt dann den Kaffee einlaufen. Das ist immer wieder schön anzusehen.
Die Z7 ist eine echte Schweizerin, freundlich, sauber und zuverlässig. Schaltet man sie ein, wird man im Display mit «Willkommen bei Jura» begrüsst. Hat sie einen Kaffee gemacht, erscheint «Bitte schön». Und bestellt man zwei aufs Mal, wird orthografisch korrekt «2 Espressi» angezeigt. Spühl- und Reinigungsvorgänge gehen automatisch, nur Kaffeesatz und Restwasser muss man selbst wegschütten.
Kurz, die Jura Z7 hat sich selbstverständlich in unseren Alltag eingefügt. Nur eines hätten wir uns gewünscht: eine frei programmierbare Taste für unseren Espresso macchiato.













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