«Bis heute hat kaum ein islamisches Land zwischen Marokko und Brunei eine demokratische Staatsform.» Robert Müller
Im 14. Jahrhundert stehengeblieben
Nr. 44 – «Allah und die Windmühlen»; Christian Huber über den Vormarsch des Islam in Europa
Gerade die Libyen-Frage zeigt, dass die gesellschaftliche Entwicklung der islamischen Länder im 14. Jahrhundert, der Zeit der Kreuz züge, stehengeblieben ist. Bis heute hat kaum ein islamisches Land zwischen Marokko und Brunei eine demokratische Staatsform. Die meisten von ihnen werden mit dem Schwert und als autokratische, totalitäre Feudalherrschaften mit der Scharia geführt. Unsere abendländische Kultur hat sich in den letzten 600 Jahren weiterentwickelt, und die Kirchenmacht konnte mit der Säkularisierung gebrochen werden. Als Bürger bin ich stolz darauf, dass wir darüber abstimmen können, ob wir unsere Landschaft mit kulturfremden Elementen belasten wollen oder nicht. Minarette oder die Vermummung der Frau erträgt unser kleinräumiger kulturhistorischer Raum nicht.
Robert Müller, Freienwil
Der beste und zugleich sachlichste Beitrag über die gesamte Tragweite der schleichenden Islamisierung in Europa – zurückgeführt auf die Trägheit und schiere Dekadenz und die Übersättigung unserer Lebenskultur. Christian Huber war sicher nie ein extremer Überfremdungskritiker, sondern ein Pragmatiker, der immer einen Konsens angestrebt hat. Sein Charakter dürfte sich im Ruhestand kaum geändert haben. Deshalb ist sein Artikel glaubwürdig – und gleichzeitig erschreckend.
Hanspeter Bühler, Weiach
Einwanderer aus fremden Kulturkreisen müssen sich an die hier geltenden Gesetze anpassen. Ohne Wenn und Aber. Leider geben jedoch Entscheide – selbst aus dem Bundesgericht –falsche Signale. So wird Bigamie (nur von Männern, nicht aber von Frauen) in der Schweiz geduldet wie auch Ehen mit minderjährigen Mädchen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Es wird tatsächlich erwogen, Teile der islamischen Scharia anzuerkennen. Diese Tendenz ist gefährlich und sendet falsche Signale. Einwanderer sind hier willkommen, das beweist der relativ hohe Ausländeranteil. Aber jene, die unsere Lebensweise verhöhnen, unsere Gastfreundschaft missbrauchen und unsere Werte missachten, sollten über eine Rückkehr ins Heimatland nachdenken bzw. einen anderen Ort auswählen, wo sie nach ihrem Gusto glücklich sein können. Res Zaugg, Kefikon
Dass weder die grosse Masse noch die Mehrheit unserer Politiker die schleichende Gefahr einer Fussfassung des Islam in Europa und in der Schweiz sieht, überrascht mich nicht. Was mir hingegen bedenklich scheint, ist die Tatsache, dass unsere «religiöse Obrigkeit» mehrheitlich den «Puck» auch nicht klar sieht, geht es doch hier klar um einen «Religionskrieg». Um einen modernen (und raffinierten) zwar, aber eben doch. Als engagierter Christ mache ich in Selbstkritik: Würden wir Christen die Bibel so leben, wie unsere Brüder und Schwestern des Islam den Koran umsetzen, dann wäre – ohne Gesetzesverbote – die ganze Minarett-Sache nie zum Thema aller geworden.
Kurt Bühlmann, Gland
Es sollte selbstverständlich sein, dass Minarette verboten werden. Wir brauchen doch in der Schweiz keine Wachtürme. Das Minarett galt früher als Beobachtungsposten und Wachturm. Ich frage mich oft, was von einem Minarett alles verkündet wird, und denke nicht, dass es sich um das Wetter handeln wird, wenn ich Zitate von islamischen Oberhäuptern lese. Das Minarett zerstört daher ohne Zweifel das friedliche Zusammenleben. Den Gegnern der Minarett-Initiative gehen die Argumente aus, und daher wird momentan das Plakat des Komitees in einigen Städten verboten. Es hat soeben eine neue Dimension der Zensur angefangen. Ich kenne dies nur von korrupten Ländern, dass Plakate verboten werden, wenn sie eine Meinung ausdrücken. Der Islam wächst und wächst in der Schweiz pausenlos, dies zeigt auch das Plakat auf. Ein bekannter Imam sagte einst: «Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.» Der Islam kündet also von selbst die Welteroberung an. Robin Spiri, Schönenberg
Im Zusammenhang mit der Minarett-Initiative wird der Schweizer Stimmbürger einmal mehr zu mehr Toleranz aufgefordert – dies gegenüber einer Religion, welcher Toleranz fremd ist. Die Christen in den muslimischen Ländern müssen diese Intoleranz nicht selten mit dem Tod bezahlen, was im «christlichen» Europa allerdings kaum zur Kenntnis genommen wird. Economie- suisse und SVP-Nationalrat Peter Spuhler warnen vor einer Zustimmung zur Initiative. Sie befürchten Schwierigkeiten beim Export in muslimische Länder. Dies bestätigt, dass die Schweiz bei Drohung mit wirtschaftlichen Nachteilen rasch einknickt und die «Tugend» des vorauseilenden Gehorsams verinnerlicht hat. Früher waren wir ein Volk von Hirten, heute sind wir ein Volk von Schafen. Fazit: Die Ausübung ihrer Religion sei den Muslimen unbenommen; dazu braucht es keine Minarette. Toleranz gegenüber Intoleranz jedoch ist falsch und auf die Dauer verhängnisvoll. Philipp Largiadèr, Riehen
Nicht mehrheitsfähig
Nr. 44 – «Unsere Armee»; Editorial von Roger Köppel
Roger Köppel propagiert «eine starke Guerilla-Miliz» nach afghanischem Vorbild. Die vier wichtigsten Gründe, warum dies völlig falsch ist: 1. Die Vorstellung, dass die Städter von Zürich und Lausanne, ähnlich wie die Mudschaheddin, entbehrungsreich jahrelang in den Bergen kämpfen würden, ist nicht plausibel. 2. Der Guerillakrieg ist äusserst verlustreich und dauert in der Regel Jahre oder Jahrzehnte. 3. Köppel postuliert de facto die Abschaffung der Armee. Ein Vorschlag, der gemäss allen Umfragen nicht mehrheitsfähig ist. Die Schweiz kann sich eine zeitgemässe Armee leisten. Aus finanziellen Gründen eine Guerilla-Taktik zu postulieren, ist unüberlegt und fahrlässig. 4. Die westliche Völkergemeinschaft, die in Afghanistan aktiv ist, will die Schweiz nicht besetzen oder ein anderes Regime einsetzen (wie früher die Engländer und Russen); man kämpft nicht «gegen Afghanistan». Der Kampf der Nato richtet sich gegen die Taliban, welche auch al-Qaida Gastrecht für Ausbildungscamps gewährten. Der Kampf gegen die militanten Islamisten entscheidet sich sehr wohl (auch) am Hindukusch. Eine Niederlage gegen die Taliban hätte auch verheerende Auswirkungen für die Schweiz. Rudolf Läubli, Köniz
Von der Einheitspresse verschwiegen
Nr. 44 – «‹Mach mir einen Pass, du Sau!›»; Andreas Kunz über den Farbanschlag auf das Zürcher Migrationsamt
Was viele kritische Beobachter längst ahnten und die ideologischen Einheitsmedien immer tabuisieren, zeigt der Autor sachlich und faktenbezogen auf. «Bei hundert Telefonanfragen, die ich täglich beantworte, werde ich in jedem zweiten Fall beschimpft»; erschreckende Aussagen wie die von dieser Beamtin des Zürcher Migrationsamtes erfährt man als hellhöriger Bürger leider aus den meisten Ausländer- und Migrationsbüros unserer Verwaltungsstellen. Das Schlimmste ist und bleibt, dass solche realen Umgangsformen vieler Migranten von der Tages- und Wochenend-Einheitspresse verschwiegen werden. Beschweren sich anderseits Ausländer beim Ombudsmann des Kantons, können die fettgedruckten Schlagzeilen der linken Presse nicht dick genug sein. Rolf Bolliger, Orpund
Ohne Umschweife auf den Punkt
Nr. 44 – «Die drei medialen Musketiere»; Kurt W. Zimmermann über Medien
Wer schafft es, einen schon durch die Überschrift neugierig zu machen? Wer kann in knappen Sätzen und ohne Umschweife auf den Punkt kommen? Wer kann direkt und unverblümt sein und doch nicht Pro und Kontra aus den Augen verlieren? Wer hat nur 1,5 Spalten zur Verfügung und kann alles sagen, was gesagt werden muss, und bringt das zudem frisch und amüsant rüber? Wer kommt zum Schluss immer wieder auf den Titel zurück und bringt in einem Mini-Resümee dem Leser neue Einsichten? Das kann nur Kurt W. Zimmermann mit seiner Medienkolumne sein! Ich verbeuge mich zutiefst. Fredy Riner, Zeihen
Öffentlich inszenierte Grabrede
Nr. 44 – «‹Das ist er!›»; André Müller über den Kunst-Provokateur Christoph Schlingensief
Dass Schlingensief am Ende seines kurzen Lebens die eigene Grabrede öffentlich zelebriert, ist seine Sache. Dass er aber dafür ein kulturgesättigtes Publikum findet, das ihm frenetisch Beifall spendet, ist dekadent. Ein sogenannter Künstler, der seinen vergänglichen Ruhm fast ausnahmslos seinen provokativ verfälschten Inszenierungen von grossen Werken wirklich genialer Meister verdankt, hat kaum Anspruch, von der Nachwelt nicht schnell vergessen zu werden. Das sieht Schlingensief selbst schon richtig, wenn er glaubt, seine in einem kulturübersättigten Zeitgeist schaumgeborenen Leistungen würden dem nächsten rituellen Modeschrei zum Opfer fallen und sich im Nichts auflösen. Willy Fasler, Thun













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