Als 2006 in Genf der Uno-Menschenrechtsrat installiert wurde, feierte die offizielle Schweiz dies als Grosserfolg der helvetischen Diplomatie (die andere Schweiz ahnte das Unheil nahen). Seither machen Abgesandte aus 47 Ländern, die gemäss Satzung allesamt die «höchsten Standards» erfüllen müssen, um in den Rat gewählt zu werden, sich Sorgen um die Lage der Menschenrechte. Unter den menschenrechtlichen Musterstaaten figurieren Nationen wie Kuba, Russland, Pakistan, China, Saudi-Arabien und auch zwölf schwarzafrikanische Modelldemokratien.
Diese 47 Garanten der umfassenden Integrität des Individuums zeigen sich in einem aktuellen Report mit immerhin 24 Kapiteln bestürzt über die grauenhaften Zustände in der Schweiz, über die hierzulande grassierende Gewalt gegen Juden, über die Minarett-Abstimmung, über die Polizeibrutalität in den Gefängnissen oder über die Tatsachen, dass Soldaten ihre Dienstwaffe zu Hause lagern dürfen und dass damit auch Suizide vollzogen werden. Skeptiker mögen sich fragen, was ein Waffen- und Suizidverbot mit Menschenrechten zu tun hat; offene Menschen werden seufzen und neue Gesetze fordern; der Steuerzahler erkundigt sich, wie teuer der Rat der Guten ist.
Die Ächtung kostet 6 Millionen Franken
Zusammen mit dem Hochkommissariat für Menschenrechte, das im feudalen Palais Wilson als Sekretariat fungiert und rund 7000 Leute beschäftigt, verfügen die Wächter über 2,9 Prozent des Uno-Budgets (58 Millionen Dollar) und über direkte Länderbeiträge von 120 Millionen Dollar. Die Schweiz finanziert diese Institutionen dreifach – via Uno-Kasse fliessen 0,8 Millionen, dazu zahlt sie einen freiwilligen Beitrag von 3,7 Millionen und steuert noch rund 2 Millionen aus dem «Gastland»-Kredit bei und lässt sich die Belehrungen so Jahr für Jahr über 6 Millionen Franken kosten.
Um eine finanzielle Gesamtbetrachtung zu erstellen, müssen zudem die Folgekosten beachtet werden, die sich aus der Umsetzung der Uno-Forderungsliste ergeben. Wie die Zahlen der bereits existierenden «Fachstellen» und Kommissionen zeigen, werden nochmals Multimillionen nötig sein, um die Schweiz rechtlich auf Weltniveau zu bringen.
PS: Kuba und China und über hundert andere Uno-Staaten zahlen gar keine freiwilligen Beiträge.













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