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Die besten Gemeinden der Schweiz

Feusisberg ist der attraktivste Ort der Schweiz. Eine umfassende Rangliste zeigt erstmals, wo die Lebensqualität im Land am höchsten ist und wo man besser nicht hinziehen sollte.

Vom Armenhaus zum Erfolgsmodell: Feusisberg SZ mit Blick auf den Zürichsee. Bild: Patrick Rüegg (Panorama Resort & Spa)

Das Projekt schien monströs, schier unmöglich, doch es gelang. Vor über sechs Monaten setzte sich Wirtschaftsredaktorin Carmen Gasser das Ziel, ein Gemeinde-Rating zu entwickeln, welches es in dieser Form schweizweit noch nie gegeben hat. Denn für dieses Vorhaben mussten Tausende von Daten aus über 2700 Gemeinden ausgewertet werden. Unter der Leitung des Ökonomen Donato Scognamiglio von der Universität Bern nahm sich das Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI dieses Monsterprojekts an. Vier Monate und Hunderte von Arbeitsstunden später hielt unsere Redaktorin das Ergebnis in der Hand. In welchem Ort es sich wirklich zu leben lohnt und wo man besser nicht hinzieht.

Die Rangliste sämtlicher ausgewerteten 854 Gemeinden mit über 2000 Einwohnern können Sie unter www.weltwoche.ch/gemeinderating nachlesen.

 

Wir freuen uns, dass in dieser Ausgabe gleich zwei profilierte Schweizer Wirtschaftsgrössen das aktuelle Geschehen kommentieren. Der Tessiner Investor und ehemalige Mitbesitzer der Weltwoche, Tito Tettamanti, schreibt über die Hausdurchsuchungen bei Schweizer Banken durch das italienische Finanzamt. Wir hätten in diesem Kampf gute Karten in der Hand, sagt der Unternehmer.

Hans Vontobel, 92, Ehrenpräsident der Zürcher Bank Vontobel, analysiert seine achte Wirtschaftskrise. Keine sei so intensiv gewesen wie die derzeitige. Trotzdem gelte es das hohe Ansehen der Schweizer Banken im Ausland zu nutzen.

Ihre Bücher tragen Titel wie «Mondscheintarif», «Herzsprung» oder «Höhenrausch». Sie schrieb sechs Romane und erreichte jeweils die Spitze der Bestseller-Ranglisten. Die deutsche Schriftstellerin und Journalistin Ildikó von Kürthy hat eine Art literarisches «Sex and the City»-Format erfunden mit einer Gesamtauflage von rund fünf Millionen verkauften Exemplaren, was sie zur erfolgreichsten deutschen Autorin der Gegenwart macht. Ihre Bücher, die von den Lebenswirren junger Frauen handeln, wurden in dreissig Sprachen übersetzt, es gab eine Verfilmung, weitere Leinwandfassungen sind in Arbeit. Wir haben die 41-jährige Hamburger Autorin vor allem deshalb in Berlin zum Interview getroffen, um uns mit ihr über Frauen und Beziehungen zu unterhalten. Das Gespräch fand am frühen Nachmittag im schmucken Restaurant «Borchardt» statt. Ausgangsfrage war: Können sich Frauen eigentlich in Männer verlieben? Von dort aus wurden die wesentlichen Themen behandelt: Sind Affären immer schlecht? Funktionieren Beziehungen, in denen Männer die Hosen anhaben? Von Kürthy war an einem Punkt der Diskussion sichtlich irritiert, so dass sie dem Journalisten riet, doch selber Frauenromane zu schreiben.

         Mit dieser Ausgabe führen wir die neue Rubrik «Kostenkontrolle» ein. Wechselnde Autoren aus der Inland- und der Wirtschaftsredaktion werden jede Woche ein wachsames Auge auf unsinnige Ausgaben der öffentlichen Hand werfen. Den Auftakt macht unser Bundeshausredaktor Urs Paul Engeler. Er vergleicht Kosten und Nutzen der sechs Millionen Franken, welche die Schweiz jährlich für den Menschenrechtsrat der Uno ausgibt.

Ihre Weltwoche

Kommentare

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  • Bernhard Zueger
  • 10.11.09 | 11:41 Uhr

Das ist mit Sicherheit die beste und glaubwürdigste Bewertung.
Warum?
Haben Sie schon eine Bewertung von Missen gesehen, wo alle Missen des ganzen Landes bewertet wurden?
Oder zum Beispiele ein Städtevergleich, wo nicht nur ein paar Städte willkürzlich herausgegriffen und verglichen wurden, sondern wo alle Städte (ab einer gewissen Grösse) gegenüber gestellt wurden?
Und das alles mit messbaren Latten. Ob's passt oder nicht.
Es gibt an jedem Ort Vor- und Nachteile, schöne Standorte und hässliche Löcher.
Trotzdem, Kompliment für die Arbeit und das Resultat

  • Marc Eckle
  • 07.11.09 | 14:59 Uhr

Als ich die vorangehenden Kommentare gelesen habe, musste ich schmunzeln! Denn ich habe genau das Selbe gedacht!
Dieses Ranking könnte für den Wettbewerb unter den Gemeinden interessant sein bzw. als Benchmark für den Bund.
Aber für die Bevölkerung also die für die "Wohnenden" bleibt wohl das Bilanz-Ranking das Aussagekräftigste.

  • Henry Rehmann
  • 06.11.09 | 17:29 Uhr

Ich gehe davon aus, dass die Firma IAZI die "Dynamik" (whatever the hell that means!) als ein Positivum bewertet hat. Höchstwahrscheinlich würden 90% der Bevölkerung dies aber NEGATIV sehen.

Und dann liegt da noch Fällanden an 5. Stelle. Du meine Güte ! Auf der Schattenseite des Zürichberg. 2 stark befahrene Strassen und eine unübersichtliche Kreuzung. That's it. Diese Studie scheint ein absoluter "Fett-Schuss" zu sein.

  • Peter Schlegel
  • 05.11.09 | 11:27 Uhr

"Vier Monate und Hunderte von Arbeitsstunden später hielt unsere Redaktorin das Ergebnis in der Hand."

Und das Ergebnis ist leider unbrauchbar!

Da wurde offensichtlich ein riesiger Aufwand für nichts betrieben. Alles andere als effektiv und effizient!

  • Hugo Reichmuth
  • 05.11.09 | 11:17 Uhr

Herr Züger,

Dass Basel in der Hochkonjunktur-Jahren viel getan hat, um möglichst hässlich auszusehen, bestreite ich nicht.

Leider führt Profitgier und Bevölkerungsdruck zur Verbetonierung der Landschaft. Dass die hohen Mietpreise weniger betuchte Alteingesessene vertreibt, ist auch klar. Ob die steuerflüchtigen Neuankömmlige irgend ein Interesse am Dorfleben haben, bezweifle ich.

Wenn man Zug betrachtet, weiss man auch, was in Schwyz bald ablaufen wird. Tiefe Steuern sind wünschenswert, aber die Nebenwirkungen werden manchen Durchschnittsbürger vertreiben.

  • Peter Schlegel
  • 05.11.09 | 11:07 Uhr

Bei den Lebensunterhaltskosten wird die Steuerbelastung viel zu stark gewichtet.

Die Höhe der Mieten oder die Höhe der Krankenkassenprämien müssten zwingend auch berücksichtigt werden. Dort gibt es riesige Unterschiede zwischen den Kantonen respektive zwischen Stadt und Land.

Eine kleine Randbemerkung, Frau Gasser. Der Grossteil der schweizer Bevölkerung sind Mieter und nicht Hauseigentümer...

  • Peter Schlegel
  • 05.11.09 | 10:59 Uhr

Weiter werden gewisse Aspekte, die stark zur Lebensqualität beitragen völlig ausgeklammert.

Luftqualität oder Lärmbeslastung spielen für die Mehrheit der schweizer Bevölkerung eine wesentlich wichtigere Rolle als die von der "Welt"woche gewählten Kriterien.

Qualität der Schulen, Infrastruktur (z.B. öffentlicher Verkehr), Freizeitangebot werden auch weitgehend nicht berücksichtigt.

Die Distanz in km zum nächsten Zentrum sagt nichts aus. Entscheidend ist doch die Zeitdauer in Minuten, die man mit ÖV oder Auto benötigt!!!

  • Bernhard Zueger
  • 05.11.09 | 10:40 Uhr

Hugo Reichmuth
„Dass die Ausserschwyzer Schlafgemeinden mit ihrer dürftigen Infrastruktur und zubetonierten Hängen am meisten Lebensqualität versprechen sollen, ist schon sehr gewagt.“

Das ist zumindest eine unqualifizierte Aussage und daneben.

Schlafgemeinden oder Schlafquartiere kann man vielleicht Schlieren oder Zürich Schwamendingen bezeichnen.

Die Ausserschwyzer Gemeinden am Zürichsee sind recht autonom, politische selbstständige Gemeinden mit sehr guten Infrastrukturen und an schöner Lage. Von aussen betrachtet kann ein Schwyzer auch behaupten, ein Basler-Quartier z.B. sei völlig trist mit schlechter Lebensqualität…

  • Peter Schlegel
  • 05.11.09 | 10:27 Uhr

Allein ein kurzer Blick auf die 20 aufgeführten Faktoren zeigt, dass dieses Ranking nicht für viel ist. Hier nur ein paar Beispiele:

1. Es fehlen Angaben zur Gewichtung der Kriterien (Richtig, Werni!)

2. "Kurzfristige Bevölkerungsveränderung von 2006 auf 2007". Sagt überhaupt nichts über die Lebensqualität aus! Ausserdem ist die Zeitspanne völlig willkürlich gewählt.

3. Zahlreiche Faktoren beeinflussen sich gegenseitig, respektive sind von einander abhängig. Z.B. Steuerbeslatung und Einkommen oder Bautätigkeit und Bevölkerungsentwicklung usw

  • Hugo Reichmuth
  • 05.11.09 | 09:40 Uhr

Zuerst: Herzlichen Dank für die Zusatzinfo!
Zu den Kriterien: Städte sind die wirtschaftlichen Motoren des Landes und zahlen mit ihre Infrastruktur und ihrer zubetonierten Umwelt einen Preis für diese Tatsache. Dass in solchen Ballungszentren auch viele gescheiterte Existenzen zu finden sind, ist systembedingt. Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten.
Dass Trittbrettfahrer in diesem Ranking gut abschneiden, ist naheliegend. Frage: Wo wäre denn Süd-Zürich (SZ) OHNE Zürich? Dieses Ranking harzt gewaltig, aber mit 600 Zeichen lässt sich schlecht argumentieren.

  • Redaktion Weltwoche online
  • 05.11.09 | 09:11 Uhr

Die Kriterien des Rankings sind hier ersichtlich:

http://www.weltwoche.ch/index.php?id=536493

  • Werner Widmer
  • 05.11.09 | 07:57 Uhr

Die Gewichtung der Kritierien sollte bekannt gemacht werden.

  • Hugo Reichmuth
  • 04.11.09 | 21:21 Uhr

Dass die Ausserschwyzer Schlafgemeinden mit ihrer dürftigen Infrastruktur und zubetonierten Hängen am meisten Lebensqualität versprechen sollen, ist schon sehr gewagt. Es würde mich interessieren, wie man auf dieses abenteuerliche Ranking gekommen ist. Vielleicht die Tatsache, dass man dort pro Zimmer Wohnraum um die 1000.- Fr. + zahlen darf? Oder dass aufgrund der Mietpreise diese Gemeinden ethnisch gesäubert (= keine Ureinwohner) sind?
Rankings wie diese sind subjektiv und Auftraggeber-orientiert. Was heisst "attraktiv"? Attraktiv für reiche Schmarotzer? Immobilienmakler? Blinde?

 
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