Vor einem Jahr frohlockte unsere Wirtschaftsredaktion: «La crise n’existe pas», stand auf dem Titelbild dieser Zeitung. Genau am Tag, als die Ausgabe ausgeliefert wurde, musste der Staat allerdings einen Teil der UBS übernehmen, um sie vor dem Untergang zu retten. Doch die Steuergelder wurden nicht zur Sanierung einer havarierten Firma ausgegeben. Sie dienten der Rettung des Landes, weil sich die Finanzmärkte damals in einem kriegsähnlichen Zustand befanden. Jetzt sind Pierre Heumann und René Lüchinger der Frage nachgegangen, wie der Finanzplatz Schweiz gestärkt werden könnte. Ihre Recherchen zeigen einen dringenden Handlungsbedarf, um die Attraktivität des Standortes Schweiz zu verbessern.
Für spezielle Anlässe trägt er ein besticktes Sennenchutteli. Seine Handymelodie ist der «Schacher Seppli». Urs Althaus aus Altdorf, erstes schwarzes Model, das es in den siebziger Jahren auf das Cover des amerikanischen Männermagazins GQ schaffte, ist in seiner Heimat fest verwurzelt. Seit seiner Rückkehr aus den USA lebt Althaus in einem alten Hotel über dem Urnersee. Rassismus, sagt er, habe er in Uri nie kennengelernt. Er hat keine Zweifel daran, wer ihn im vergangenen März in Flüelen bewusstlos geschlagen und ihm den Kiefer gebrochen hat: Es kann nur eine Clique mit Migrationshintergrund gewesen sein. Ein Gespräch mit dem Ex-Model und Schauspieler über sein Leben zwischen Highlife und Pleiten und seine Liebe zur Innerschweiz anlässlich des Erscheinens seiner Biografie in Buchform.
Der amerikanische Journalist Christopher Caldwell schreibt regelmässig für die linksliberale Financial Times und das konservative amerikanische Wochenblatt Weekly Standard. Nachdem wir in der letzten Ausgabe sein neues Buch «Reflections on the Revolution in Europe» besprochen haben, drucken wir diesmal auszugsweise wichtige Passagen ab und interviewen den Autor. Caldwell legt eine negative Bilanz der europäischen Ausländerpolitik vor. Ohne in schrillen Alarmismus zu verfallen, legt er dar, dass durch die Zuwanderung weder die Wirtschaft angekurbelt noch der Sozialstaat gerettet wird. Im Gespräch gab sich Caldwell zudem als gelegentlicher Weltwoche-Leser zu erkennen. Namentlich erinnern konnte er sich an Hanspeter Borns im letzten Jahr publizierte grosse Reportage über Belgien.
Dass die Wirklichkeit manches Klischee übertrifft, bewies das Eidgenössische Büro für Gleichstellung von Mann und Frau. Als unser Redaktor Peter Keller das Bundesamt zum Thema Lohnungleichheit befragen wollte, waren die Zuständigen abwesend und die Anwesenden nicht zuständig. Weder die Direktorin noch ihre Stellvertreterin noch eine der fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kamen ihrer Informationspflicht nach. Auf mehrmaliges Nachhaken meldete sich schliesslich der Soziologe Alberto Meyer, gemäss Stellenbeschreibung «Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit». Er sei jedoch nicht berechtigt, zu inhaltlichen Fragen Auskunft zu geben. Ganz anders Monika Bütler: Die HSG-Professorin für Volkswirtschaft nahm sich Zeit für ihre differenzierte Stellungnahme – am Sonntagnachmittag.
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