Thilo Sarrazin

«Was man sich leisten kann»

Seine Aussagen über Türken und Araber in Berlin entfachten in Deutschland einen Sturm der Entrüstung. Was aber hat der deutsche Bundesbanker Thilo Sarrazin wirklich über Migranten und Einwanderer gesagt? Eine nüchterne Nachbetrachtung.

Von Rene Lüchinger

Als der Mann aus Berlin wegging, weinte man ihm Krokodilstränen nach. Sicher, der altsprachlich gebildete Thilo Sarrazin, der in Volkswirtschaft promoviert hat und politisch in der SPD beheimatet ist, besitzt das, was man gemeinhin ein loses Mundwerk nennt. Und er ist einer, der dieses im politischen Nahkampf einzusetzen pflegt, wenn es seinen politischen Zielen nutzt. So etwa, als er im Juni 2008 als amtierender Finanzsenator ausrief: «Für fünf Euro pro Stunde würde ich jederzeit arbeiten gehen.» Ein Satz, der Sarrazins damaligen Chef, Berlins ebenfalls sozialdemokratischen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, auf die Palme brachte und Sarrazin eine «dunkelgelbe Karte» einbrachte, so der Tagesspiegel – schliesslich hatte die Bundes-SPD damals einen Mindestlohn von 7.50 Euro propagiert. Fünfzig Prozent mehr, als der Hüter des Berliner Staatssäckels für angemessen hielt.

Videokommentar von Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel zum Fall Sarrazin

Man kann für die Knausrigkeit des Finanzsenators der chronisch klammen Bundeshauptstadt aber durchaus Verständnis aufbringen, schliesslich mühte er sich in den sieben Jahren in diesem Amt nach Kräften, einen stattlichen Schuldenberg von 59 Milliarden Euro abzutragen und die Neuverschuldung zu stoppen, und er tat dies dort, wo das Protestgeheul in Deutschland erfahrungsgemäss am lautesten zu erschallen pflegt: im Sozialbereich. 2007 führte das Wirken des strengen Hüters der Staatskasse immerhin zum ersten Mal in der Geschichte des Landes Berlin zu einem Haushaltsüberschuss. Als Thilo Sarrazin dann Ende April 2009 in den Vorstand der Deutschen Bundesbank nach Frankfurt wechselte, flötete die Süddeutsche Zeitung bedauernd zum Abschied: «Ach, sagen sie jetzt in Berlin, er wird uns fehlen, und dass diese Stadt so einen harten Hund doch braucht.»

Nun hat er wieder zugebissen. In einem Interview räsonierte er über seine Lieblingsstadt an der Spree und über die Türken in Berlin. Seit Interview-Fetzen häppchenweise über die News-Ticker und Online-Dienste verbreitet worden sind, bewahrheitet sich eine alte deutsche Empfindlichkeit: Deutliche Worte bergen im nördlichen Nachbarland nämlich stets das Risiko der öffentlichen Steinigung. Und wenn diese eine Minderheit wie die türkische ins Visier nehmen, empört sich die selbsternannte Garde der Political Correctness im Lande.

So auch jetzt: Von Reputationsschaden für die Bundesbank ist die Rede, Rücktrittsforderungen stehen im Raum, die SPD-Mitgliedschaft Sarrazins soll überprüft werden, und selbst der in solchen Fällen fast obligate Nazivergleich fehlt nicht.

Dabei kennt wohl kaum einer der öffentlich Empörten das Blatt, in dem die Worte des Thilo Sarrazin abgedruckt sind. Lettre International, Europas Kulturzeitung, ein grossformatiges Hochglanzheft, das doppelt so viel kostet, wie Deutschlands Sozialdemokraten als Mindestlohn den Ärmsten im Land zu geben bereit sind. In diesem Blatt also hat Sarrazin auf fünf engbedruckten Seiten, die jeder Leserführung spotten, seine Gedanken zum Besten gegeben, und ein Leser muss schon einiges Durchhaltevermögen aufbringen, um dem Wortschwall des Bundesbankers bis zum bitteren Ende zu folgen (Der Blog «Zölibat & Mehr» hat mitterweile den gesamten Text des Interviews veröffentlicht). Denn Thilo Sarrazin liefert über weite Strecken kein Interview, sondern einen Monolog, unterbrochen nur durch ein paar als Fragen getarnte Zwischenrufe des Lettre-Chefredaktors Frank Berberich.

Es ist durchaus folgerichtig, dass dieser sein Gegenüber reden liess, schliesslich titelte der oberste Schriftleiter für sein aktuelles Heft: «Berlin auf der Couch», und zu diesem Thema hat einer wie Sarrazin schliesslich einiges zu sagen. Und weil den Interview-Marathon kaum jemand wirklich gelesen hat, fragt man sich: Was um Himmels willen hat dieser scharfzüngige Mann denn über die Lippen gebracht, dass nun in Deutschland wieder einmal Flugzeit herrscht für Debatteure?

Thilo Sarrazin hat viel gesagt. Zu Berlin etwa, auf die Einstiegsfrage des Lettre-Chefs:


Wie würden Sie die Etappen der Entwicklung Berlins seit 1989 beschreiben?

Am 8. November 1989 gab es zwei Berlins, eins im Westen, eins im Osten. Ostberlin war eine Grossstadt von 1,3 Millionen Einwohnern, mit einer veralteten Industrie, die sich nach dem Mauerfall grösstenteils auflöste. Es war das Zentrum der DDR. In Berlin lebten Hunderttausende, die dem Regime zugetan waren und für es arbeiteten, wie man heute noch an den Wahlergebnissen bestimmter Stadtteile ablesen kann. Daneben gab es das Berlin der DDR-Subkultur, das von den Intellektuellen über Bärbel Bohley und das Neue Forum bis zum Underground des Prenzlauer Bergs reichte. Das war Ostberlin. Westberlin war von dynamischer Wirtschaft weitgehend entleert, es gab Ausnahmen wie Schering und den Siemens-Turbinenbau, doch die Schicht der Spitzenmanager war verschwunden, die Topentwickler der Unternehmen waren weg, es gab vor allem verlängerte Werkbänke, die von üppigen Subventionen lebten. Das hatte Folgen für die Bevölkerungsstruktur. Auch der immense jüdische Aderlass konnte nie kompensiert werden. Dreissig Prozent aller Ärzte und Anwälte, achtzig Prozent aller Theaterdirektoren in Berlin waren 1933 jüdischer Herkunft. Auch Einzelhandel und Banken waren grossenteils in jüdischem Besitz. Das alles gab es nicht mehr, und das war gleichbedeutend mit einem gewaltigen geistigen Aderlass. Dazu kam der Weggang des klassischen, leistungsorientierten Bürgertums. Hermann Josef Abs, Vorstand der Deutschen Bank, wohnte bis 1945 im Berliner Westend. Unauffällig hatte er seine Familie im Herbst 1944 nach Remagen im Rheinland geschafft, wo er 1940 ein Landgut gekauft hatte; er selbst war nach Hamburg entschwunden. Der Siemens-Vorstand hatte im Oktober 1944 beschlossen, die Führung heimlich nach München zu verlegen. Später gab es zwar ein gewisses Innehalten dieses Verlagerungsprozesses, aber nach 1961 hat er sich wieder beschleunigt. Die wirtschaftliche Leistungselite Industrie, Verlage, Medien hat Berlin verlassen. Von Kunst und Kultur ist manches geblieben. Die Berliner Subventionswirtschaft, die ein notwendiger Teil der Wirtschaft und Politik der Stadt bis 1989 war, hat es geschafft, für all das, was staatlichen Subventionen zugänglich war – wie die Freie Universität, Theater –, möglichst viele Mittel ranzuholen. Doch es ist ein Unterschied, ob man sich am Markt durchkämpft oder in einem geschützten Bereich angesiedelt ist, wo man komfortabel von staatlichen Mitteln lebt. Die leistungsorientierten Berliner gingen weg. Das war ein kontinuierlicher Prozess. Es kamen die Achtundsechziger und alle, die Berlin eher als Lebensplattform suchten. Menschen, die gerne beruflich aktiv waren, wurden ersetzt durch solche, die gerne lebten. Dieser Austausch führte zu einer gewissen Stagnation. Berlin war immer hip und toll, barbusige Frauen im Tiergarten konnte man schon 1975 bestaunen.

Thilo Sarrazin hatte sich ganz offensichtlich in Fahrt geredet. Mit Gespür für die kleinen und grossen Veränderungsprozesse zwischen Tiergarten und Prenzlauer Berg entblösst er den schleichenden Zerfall der einstigen Reichshauptstadt. Unangenehm viel- leicht für die so schön auf staatlichen Subventionen gebetteten Berliner, aber sicherlich keine falsche Analyse. Dass es auch anders hätte gehen können, sagt Sarrazin an einer anderen Stelle seines Berlin-Monologs:

1990/91 hatte man eine Vision von der Wiederentstehung Berlins der zwanziger Jahre, doch Berlin ist weder Industriezentrum noch Bankenzentrum; ein intellektuelles Zentrum schon, aber nicht mit dem Gewicht der zwanziger Jahre. Die Drehscheibenfunktion zwischen Ost und West wurde nicht von Berlin übernommen, sondern von Wien. Die Wiener haben das alte k. u. k. Vorfeld wiedergewonnen und profitieren von den einstigen Verhältnissen. Österreich hat mehr internationale Organisationen für sich gewonnen, seine Banken sind zügig in den Osten hineingegangen. Wien war eine dynamische Stadt, die sich am kapitalistischen Markt behaupten musste, in Berlin sass ein verfetteter Subventionsempfänger, der durch Entzugsschmerzen erst wieder an die Wirklichkeit gewöhnt werden musste.

Dazu kommt wieder eine wachsende Kreditaufnahme.

Ich habe sieben Jahre Energie darauf verwandt, den städtischen und staatlichen Apparat im Land Berlin finanziell an das anzupassen, was man sich leisten kann, und ich hatte Erfolg. Die jetzige Phase ist schwieriger, und ob der politische Wille weiterhin so vorhanden ist wie in den letzten sieben Jahren, muss man abwarten.

Sie sprechen so sanftmütig und wohlwollend, wie Sie nie zuvor gesprochen haben.

Die Stadt hat eine überdimensionierte Infrastruktur für 4,5 Millionen Menschen, das sieht man an der Breite der Strassen. Die Stadt hat einen produktiven Kreislauf von Menschen, die Arbeit haben und gebraucht werden, ob es Verwaltungsbeamte sind oder Ministerialbeamte. Daneben hat sie einen Teil von Menschen, etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden, zwanzig Prozent leben von Hartz IV und Transfereinkommen; bundesweit sind es nur acht bis zehn Prozent. Dieser Teil muss sich auswachsen. Eine grosse Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, ausser für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht, die einmal in den subventionierten Betrieben Spulen gedreht oder Zigarettenmaschinen bedient hat. Diese Jobs gibt es nicht mehr. Berlin hat wirtschaftlich ein Problem mit der Grösse der vorhandenen Bevölkerung.

Als Thilo Sarrazin auf die Einwanderungs- und Migrationspolitik in der Hauptstadt zu sprechen kommt, fasst er nicht nur ein heisses Thema, sondern auch eine Problematik an, die in anderen urbanen Zentren innerhalb und ausserhalb Deutschlands ebenfalls virulent ist. Diese Aussagen sind es, die aus einem angriffigen Interview schliesslich eine Causa Bundesbank machen und Sarrazin ein zweites Mal eine gelb-rote Karte, diesmal des Notenbankchefs Axel Weber, und eine faktische Degradierung im Vorstand der Währungshüter einbringen. Dass sich diese Auseinandersetzung zu einer «Kabale unter Bundesbankern» auswächst, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vergangenes Wochenende titelte, hat freilich weniger mit Sarrazins Wortwahl als mit dem Ego seines Chefs Weber zu tun. Der nutzte die Gunst der Stunde, um den stets «leicht näselnden» Sarrazin mit seinem «Hang zur Besserwisserei», so urteilte der Spiegel, zurückzubinden. Und so vereitelte diese Männerfeindschaft zweier Währungshüter, dass diese emotionsgeladenen Fragen hätten vorurteilsfrei in der deutschen Öffentlichkeit diskutiert werden können. Fragen wie diese:

 

Es müsste ein Bewusstsein davon geben, dass man auch im Sinne symbiotischer Anerkennung etwas für die Integration leistet.

Das sehe ich anders. man muss aufhören, von «den» Migranten zu reden. Wir müssen uns einmal die unterschiedlichen Migrantengruppen anschauen. Die Vietnamesen: Die Eltern können kaum Deutsch, verkaufen Zigaretten oder haben einen Kiosk. Die Vietnamesen der zweiten Generation haben dann durchweg bessere Schulnoten und höhere Abiturientenquoten als die Deutschen. Die Osteuropäer, Ukrainer, Weissrussen, Polen, Russen weisen tendenziell dasselbe Ergebnis auf. Sie sind integrationswillig, passen sich schnell an und haben überdurchschnittliche akademische Erfolge. Bei den Ostasiaten, Chinesen und Indern ist es dasselbe. Bei den Kerngruppen der Jugoslawen sieht man dann schon eher «türkische» Probleme; absolut abfallend sind die türkische Gruppe und die Araber. Auch in der dritten Generation haben sehr viele keine vernünftigen Deutschkenntnisse, viele gar keinen Schulabschluss, und nur ein kleiner Teil schafft es bis zum Abitur. Hinzu kommt das Problem: je niedriger die Schicht, umso höher die Geburtenrate. Die Araber und Türken haben einen zwei- bis dreimal höheren Anteil an Geburten, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Grosse Teile sind weder integrationswillig noch integrationsfähig. Die Lösung dieses Problems kann nur heissen: kein Zuzug mehr, und wer heiraten will, sollte dies im Ausland tun. Ständig werden Bräute nachgeliefert: Das türkische Mädchen hier wird mit einem Anatolier verheiratet, der türkische Junge hier bekommt eine Braut aus einem anatolischen Dorf. Bei den Arabern ist es noch schlimmer. Meine Vorstellung wäre: generell kein Zuzug mehr, ausser für Hochqualifizierte, und perspektivisch keine Transferzahlungen mehr für Einwanderer. In den USA müssen Einwanderer arbeiten, weil sie kein Geld bekommen, und werden deshalb viel besser integriert.

Sind für das Scheitern nicht beide Seiten verantwortlich?

Die Integration hat Stufen. Die erste Vorstufe ist, dass man Deutsch lernt, die zweite, dass man vernünftig durch die Grundschule kommt, die dritte, dass man aufs Gymnasium geht, dort Examen macht und studiert. Wenn man durch ist, dann braucht man gleiche Chancen im öffentlichen Dienst. So ist die Reihenfolge. Es ist ein Skandal, dass die Mütter der zweiten, dritten Generation immer noch kein Deutsch können, es allenfalls die Kinder können, und die lernen es nicht wirklich. Es ist ein Skandal, wenn türkische Jungen nicht auf weibliche Lehrer hören, weil ihre Kultur so ist. Integration ist eine Leistung dessen, der sich integriert. Jemand, der nichts tut, muss ich auch nicht anerkennen. Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für siebzig Prozent der türkischen und für neunzig Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin. Viele von ihnen wollen keine Integration, sondern ihren Stiefel leben. Zudem pflegen sie eine Mentalität, die als gesamtstaatliche Mentalität aggressiv und atavistisch ist. Die Türkei ist das Land, wo man heute noch bestraft wird, wenn man vom Völkermord an den Armeniern redet. Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um fünfzehn Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung. Ich habe dazu keine Lust bei Bevölkerungsgruppen, die ihre Bringschuld zur Integration nicht akzeptieren, und auch, weil es extrem viel Geld kostet und wir in den nächsten Jahrzehnten genügend andere grosse Herausforderungen zu bewältigen haben.

Welchen Traum hätten Sie von Berlin?

Ich würde aus Berlin eine Stadt der Elite machen. Das würde voraussetzen, dass unsere Massenuniversitäten nicht weiterhin massenhaft Betriebs- oder Volkswirte, Germanisten, Soziologen ausbilden, sondern konsequent Qualität anstreben. Die Zahl der Studenten sollte gesenkt und nur noch die Besten sollten aufgenommen werden. Dazu müssen wir die Universitäten von Massenbewältigung auf Qualität umtrimmen, das kostet Geld und Kapazität, aber es würde talentierte und hochmotivierte Studenten in die Stadt bringen. Das bedeutete, Ausgaben umzuschichten. Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, dass Berlin die Ausbildungsstätte ganz Deutschlands bleiben muss. Dazu gehört, den Nichtleistungsträgern zu vermitteln, dass sie ebenso gerne woanders nichts leisten sollten. Ich würde einen völlig anderen Ton anschlagen und sagen: Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest sollte woanders hingehen. Dann würde klar, dass man eine Stadt der Elite möchte und nicht eine «Hauptstadt der Transferleistungen».

«Berlin auf der Couch», so lautete der Titel der Lettre-Ausgabe, in der Chefredaktor Berberich das Interview platzierte. Am Schluss aber lag der Interviewte auf der Couch. Inzwischen demonstrieren Migranten vor der SPD-Zentrale, ein Neuköllner namens Salim Harmanci hat Anzeige wegen Beleidigung erstattet. Selbst der Lettre-Chef scheint mittlerweile sein eigenes Interview vor potenziellen Lesern schützen zu wollen: Die Anfrage der Weltwoche um Nachdruck wurde negativ beschieden. Je höhere Wellen diese Kontroverse schlägt, desto wichtiger wird, dass all die Empörten lesen können, was Sarrazin wirklich gesagt hat. «Man möchte meinen, die deutsche Meinungs-Besitzer-Szene habe sich in einen Käfig voller Feiglinge verwandelt», sagte der Philosoph Peter Sloterdijk dem Magazin Cicero. Gewisse türkische und arabische Milieus zeigten eine «unleugbar vorhandene Integrationsscheu».

Kommentare

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  • fabio rechsteiner
  • 28.10.09 | 21:52 Uhr

@Taxilomax
Ich wusste gar nicht dass sie Humor haben!
Die Lösungen sind ja hinlänglich bekannt wie z.B. in vorauseilender PC in der Schule zur Weihnachtszeit das Krippenspiel oder Schulweihnacht abzusetzen.
Es gab keinerlei Forderungen seitens der muslimischen Eltern - aber sicher ist sicher. Solche Anflüge von Feigheit setzen genau die Falschen Zeichen.
Wie ist das mit der Dispens vom Schwimmunterricht? In einem bekannten Fall hat nicht einmal der Richterspruch ein Einlenken bewirkt - die Kinder besuchen noch stets nicht den Unterricht - und was nun? Etwa gut zureden?

  • Taxilomax
  • 28.10.09 | 08:41 Uhr

Blind ist wer Zustände nicht mehr richtig deuten kann. Die Zustände in der alten Schweiz bezüglich der 'Islamisierung' sind überschaubar und auftretende Probleme werden ad hoc von den zuständigen Polizeidirektionen und Schulbehörden gelöst.

Dumm ist derjenige, der blind irgendwelche Geschichten (wie gestern im 'Club') aus dem Ausland für die Schweiz übernimmt und meint, den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben.

Die von Ihnen angesprochene 'linke' Politik ist vom Stimmvolk getragen. Ihr abgewählter ehemaliger alt BR Cr. CB hat es halt verpasst, in 'sein' Ausländergesetz noch ein paar 'Islamisten'-Widerhaken einzubauen. Aber ev. hat er ja auf seiner Reise durch Nordkorea mitbekommen, was für Probleme wirklich zu lösen sind und hält sich darum so merkwürdig im Hintergrund.

  • shankara
  • 27.10.09 | 21:18 Uhr

@Taxilomax

Und sobald man zu blind ist, um klar wahrzunehmen, was für eine suizidale Politik von links betrieben wird, schreibt man nur noch Müll!

  • Taxilomax
  • 27.10.09 | 15:36 Uhr

Und sobald man (WeWo) merkt, dass die Zustände in der kleinen und heimeligen Schweiz nicht mehr für die Hetschriften reichen, holt man sich Anschauungsmaterial aus dem Ausland.

  • Schweizerin
  • 25.10.09 | 12:44 Uhr

Ausländerfeindlich?? Wo bleibt eigentlich endlich ein Gesetz gegen Inländerfeindlichkeit??
Ereignis an einem Sonntag Nachmittag.
Ein 7-jähriger Schweizer fährt auf einem öffentlichen Platz mit seinem Velo im Kreis. Es kommen 5 8-12jährige Ausländer (leider alle aus islamischen Familien zum Teil Dunkelhäutig) und bedrrängen den kleinen Schweizer. Dann beschimpfen sie ihn: "Du kleiner Scheiss Schweizer, wir ficken deine Mutter und machen dich fertig, wenn du es erzählst!"
Kommen solche Agressionen und Feinlichkeiten aus den Familien , die übrigens allesamt von der örtlichen Fürsorge leben?
Uebrigens sobald ein Immigrant mit provisorischer Aufenthaltsgenehmigung ein weiteres Kind zeugt, verlängert sich seine aufenthaltsdauer (inkl. Sozialhilfe) um weiter drei Jahre. so erklärt sich wohl unter anderem die enorme Geburtenrate dieser Bevölkerungsschicht.
Es schreit geradezu nach Beendigung dieses MIssbrauchs.

  • sen.
  • 25.10.09 | 08:20 Uhr

@shankara

Wenn Sie die Geburtenrate anschauen müssen Sie nicht mehr lange darauf warten. Die Sozialhilfe steht bei diesen Leuten weit oben im Forderungskatalog. Das ist die zweite Seite. Und die dritte ist das Bildungsniveau. Die Leute erziehen ihre Kinder hier oft nach der Kartoffelmethode: Die wachsen von alleine. Wann und wie sollen diese Leute dann die hocheintwickelten Maschienen bedienen. Das Ende nähert sich rasant.

  • shankara
  • 25.10.09 | 07:24 Uhr

Es gibt zwei Methoden einen Genozid zu erzielen: 1. Mit Gewehrsalben - was aber zu offensichtlich ist, sodass sich das Volk wehren wird, und 2. indem man ein Volk so lange mit anderen, sich nicht integrierenden Völker vermischt, bis es seine eigene Identität verliert - das ist auch die tabouisierte Konsequenz der Multi-Kulti-Lüge!

Es gibt sehr dunkle Mächte in dieser Welt, welche die Völker ausschalten wollen und daran arbeiten, aus den Völkern eine grosse, gleichgeschaltete Masse zu gestalten, alles im Namen der Multi-Kulti-Lüge.
Eine identitäts- und orientierungslose Masse kann man besser manipulieren.

Das Ziel dieser Zustände ist die globale Weltregierung - hier wird vorarbeit geleistet.

Die links-grünen Parteien sind Instrumente dieser ganzen Enwicklung, oft ohne dies selber zu wissen. Dumm und blind wie sie sind, lassen sie sich intrumentlalisieren und merken nicht, dass sie sehr dunklen Mächten und sehr unschönen Endziele dienen.

Via politischen Korrektheit soll die Offensichtlichkeit dieser destruktiven Entwicklung tabouisiert werden.
Herr Sarrazin hat den grossen Mut gehabt, dieses Tabou zu brechen, das wird ihm von oben nicht verziehen, doch das Volk, dass die Multi-Kulti-Misere jeden Tag erfährt und wahrnimmt, weiss es besser und wird hoffentlich reagieren.

Es braucht noch mehr solcher mutigen Sarrazins, die die Multi-Kulti-Lüge aufdecken und zum kippen bringen, sonst wird das Abendland schleichend aber sicher untergehen, auch die CH!

  • petter
  • 23.10.09 | 15:19 Uhr

Korr. Sloterdijk.

  • petter
  • 23.10.09 | 15:17 Uhr

Ich bin angenehm überrascht, dass der Ringier gehörende Cicero diese Meinung von Sloterijk darstellt.
Wenn das so weitergeht kann man den Cicero wieder kaufen.

  • petter
  • 23.10.09 | 15:13 Uhr

Wasder Mann sagt hat er ja beobachtet und ist richtig. Das Verpetzen von Sarrazin durch die Presse ist halt eine Folge der nach wie vor vorhandenen SChatten der deutschen neueren Geshichte.Dass ihn sein Chef Weber verurteilt ist nichts als die übliche political correctness.
Hätten nur wir in der SChweiz wenigstens einmal einen glaubwürdigen Wirtschaftsprofessor, der sich objetiv über die Schäden der Einwanderung äussert. Aber die haben alle Angst und sind die politisch Korrektesten.

  • sen.
  • 23.10.09 | 13:56 Uhr

@mediabuehler

Alle diese Leute schielen nach Brüssel, nach New York , wo sie dann weiterwurschteln können und dabei gut verdienen. Denken Sie bitte an den ehemaligen Aussenminister Deiss, der nun offiziell nominiert ist. Diese Leute wissen nicht was Charakter und Rückgrat ist. Die biegen sich wie der Wind weht. Leider sind die anderen Politiker auch nicht besser. Ehrlichkeit sucht man nicht in der Politik, sonst ist man verloren. Nur finden Sie noch einen zweiten wie Vaclav Klaus. Sie müssen mit Lupe suchen. Die Welt ist voll mit Cohn-Bendit, Gross und Konsorten. Im Forum können Sie ungefähr die Zahl der Scheinheiligen abschätzen.

  • mediabuehler
  • 23.10.09 | 11:33 Uhr

Es ist schon sehr bedenklich wie Teile der deutschen Politik auf ehrliche, fundierte - wenn auch - provokative Aussagen reagieren. Mit dieser bodenlosen charakterlosen Vogel Strauss-Haltung schaden diese dem Staatswesen Deutschland nachhaltig.

Bedauerlich ist, dass auch hier in der Schweiz Leute wie Kreis, Markwalder und andere Wischiwaschi-Parlamentarier, leider auch Leute aus dem Bundesrat die Schweiz verkaufen - nur um den Linken und Netten zu Gefallen zu sein. Wer diesbezüglich die Wahrheiten offenbart ist gleich ein Ewiggestriger, ein Rechtextremer oder ein Fremdenfeind. Dabei haben wir schon lange festgestellt, als Eltern, Lehrpersonal, Zugpersonal etc., dass ähnliche Zustände - vor allem in den Agglomerationen - um sich gegriffen haben. Integration beginnt bei denjenigen die hierher kommen und nicht umgekehrt.

  • Tankred
  • 23.10.09 | 00:00 Uhr

Es gibt hier Leute die würden selbst ein SPD-Mitglied als "rechtsnational" einstufen, sobald dieses es wagt die Tatsachen beim Namen zu nennen....
Islam ist Friede! Wers nicht glaubt wird geköpft!

  • sen.
  • 22.10.09 | 20:58 Uhr

Die Ausführungen von Sloterdijk etwas ausführlicher. Es lohnt sich zu lesen.

http://www.cicero.de/97.php?ress_id=6&item=4386

  • lucena
  • 22.10.09 | 19:19 Uhr

@Schweizerin ... das SP-D-mitglied Sarrazin hat die linke heuchlerbande bereits tüchtig aufgemischt.

  • Schweizerin
  • 22.10.09 | 19:11 Uhr

Sehr geehrter Herr Sarrazin,
bitte kommen S iein die Schweiz und helfen Sie uns, damit die verlogene jetzige Regierung unseres Landes nicht Berlin-Verhältnisse schafft.

Schlussendlich finden Leute, wie Sie, die sachlich und unemotional die Dinge beim Namen nennen, gegen den linken Miefauf breiter Ebene Gehör.

Wir brauchen ohnehin fähige Bankenkapitäne hier in der Schweiz (UBS hat noch Potential)

  • sen.
  • 22.10.09 | 18:29 Uhr

@lucena
Gerade gestern abend wollte mich eine Dame von der NZZ überreden, mein seit Jahren nicht mehr erneuertes Abonnement zu aktualisieren. Ich habe meine Einwände vorgebracht, die die Dame nicht entgegnen konnte. Schliesslich will sie meine Argumentation an den Chefredaktor weiterleiten. Ob das Nützt? Kaum. Interessant ist, dass intelligente Leute die Kehrtwende der Zeitung nicht merken. Schade.

  • kurtkoblet
  • 22.10.09 | 17:49 Uhr

ims schwiiiz gebs gai probläm häi - äsch ben vollintägriärt häi.
fähre än 3är bmw, super äih. alles gänitiv variabäl äih.

  • Windrider51
  • 22.10.09 | 17:48 Uhr

In Neuhausen am Rheinfall sitzt seit zwei Tagen eine Flüchtlingsfamilie (8 Personen) vor dem Rathaus, um für eine grössere Wohnung zu protestieren. Grund dafür ist die Weigerung des Sozialamtes, die Mietkosten für eine 7-Zimmer-Wohnung in einem Doppel-EFH zu übernehmen.

Soweit die Ausgangslage.

Nichts erfährt man, von woher diese Flüchtlinge stammen (Mutter trägt Kopftuch), wie lange sie schon hier sind, und wo die Kinder geboren wurden. Und der Umstand, dass sie Sozialhilfe beziehen, deutet auch nicht unbedingt auf eine (zuschussfreie) Erwerbstätigkeit hin.

Mag sein, dass ein vorschnelles Urteil der Familie Unrecht tut. Aber was uns die Medien (und die Behörden) alles verschweigen, lässt eben an Uebles denken und so ist es nicht verwunderlich, wenn die arbeitende Bevölkerung solche Vorfälle eben ziemlich ungnädig registriert.

Da hat der gute Thilo Sazzarin eben doch recht: wer sich nicht um seine eigenen Leute kümmern kann, soll auch nicht noch mehr davon in die Welt setzen. (Tönt brutal, aber die Wahrheit kann halt brutal sein).

  • lucena
  • 22.10.09 | 15:15 Uhr

@sen. ... die ringiergesellschaft mit blick und franka meyer ist eine schande für den medienmarkt.

das blatt windet sich wie ein wurm und ist zu allem bereit, was sich versilbern lässt.
gleichzeitig tritt diese degenerierte gesellschaft als moralische instanz auf.
der blick wird jedoch nicht mehr ernst genommen.

das echte problem sind medien, wie die NZZ, denen man vertraut (hat), während sie linke politik unterstützten.

das verhältns der NZZ zur leserschaft ist mit
dem verhältns vonWidmer-Schlumpf zur SVP zu vergleichen:

die trennung is wohl unvermeidbar.

  • sen.
  • 22.10.09 | 14:49 Uhr

@lucena
1. Die meisten Leute (hoffentlich immer weniger) lesen nur den primitiven Blick.
2. Blick ist links wie keine andere Zeitung.
3. Wir können das alles nicht verhindern.
4. Hoffentlich werden die Wahlen in 2011 unsere Erwartungen erfüllen. Allerdings haben wir noch viel Ueberzeugungsarbeit zu leisten.
5. Die "Magistraten" müssen wieder in ihr Büros zurück. Sie haben zu grosse Anziehungskraft. Wenn ein Bundesrat sich in der Masse zeigt kann man sehen wie die Leute reagieren (der Gott hat uns besucht!!).
6. Leider sind die Journalisten im Fernsehen ebenfalls linkslastig und eine echte Diskussion verhindern. Paradebeispiel war die Sendung mit Urs Schwaller).

  • lucena
  • 22.10.09 | 14:07 Uhr

@sen. ... meine erwartungen an medien ...

- welche die misswirtschaft in einem sozialamt jahrelang unterstützen
- welche die ruinierung der sozialwerke jahrelang dulden
- welche den import von kriminalität schützen, und
- welche bürger diffamieren, die sich dagegen wehren

sind bei null,null angelangt.

das ziel ist, dass sich personen und parteien von den medien nicht länger eine meinung aufzwingen lassen.

dasselbe gilt für den staat: die zensurabteilung des herrn kreis ist zu schliessen und das ARG ist abzuschaffen (das StGB is vollauf genügend).

  • sen.
  • 22.10.09 | 12:18 Uhr

Es sollen noch weitere zig Tausend Leute auf die Idee kommen, dass es nicht funktioniert. Leider informieren sich die meisten Leute durch Mainstream-Zeitungen mit den bekannten Konsequenzen: Verblödung bis alle verblödet werden.

  • Boozy
  • 22.10.09 | 09:44 Uhr

Ich war selbst einige Jahre in einer Primarschulkommission in einer von den 10 grössten Schweizer Städten; was man da als unbefangenes Mitglied einer Laienkommission zu hören und sehen kriegte, bestätigt nur die Aussagen Sarazzins. Dass gute 2/3 der Kinder praktisch keine Deutschkenntnisse haben und ihnen verminderte Lernziele attestiert werden ist das eine, das andere sind Eltern, welche kaum bis gar nicht Deutsch sprechen, obwohl sie schon seit Jahren hier sind. Ich hatte erlebt, wie die Mutter (mit Schleier) nur teilnahmslos am Tisch sass, weil sie kein Wort verstand und der Vater in gebrochenem Deutsch zu erklären versuchte, wieso seine Kinder eine Woche zu spät in die Schule kamen nach den Sommerferien (kranke Grossmutter, Probleme am Zoll, nicht lesbares ausländisches Arztzeugnis, Flug falsch gebucht etc.). Also bitte: solche Leute nehmen uns nicht ernst und haben 0 (null) Integrationswille, Dispens für Turnunterricht, Klassenlager und und und. Ich wage zu behaupten, dass das hochgelobte Multikulti der Sozialisten und Gutmenschen kläglich gescheitert ist...

  • digitaltraveler
  • 22.10.09 | 00:58 Uhr

Als Nachschlag - das Wunschbild unserer Multikulti-Fanatiker - alles den grossen Brüdern in der EU - hier in DE - nachmachen - dann kommts schon gut.
http://www.youtube.com/watch?v=LG1VH6hTIeo

  • digitaltraveler
  • 22.10.09 | 00:41 Uhr

Wie verlogen oder auch feige die Mainstream-Medien sind liess sich ja in der Fernsehsendung "Hart aber Fair" welche nach dem Anlaufen dieses "Skandals" zu den Aussagen Sarrazin's über die Flimmerkiste ging.
Während die Sendung lief wurden die Resultate der on-line abgegebenen Zuschauer-Wertung (Ja, Sarrazin's Aussagen gehen i.O - Nein, Sarrazin's Aussagen sind Falsch) bekannt gegeben und man verkündete, dass die Ja- und Nein-Stimmen sich ziemlich die Waage halten.
Auf dem On-Line-Portal dieses TV-Senders stand es jedoch gleichzeitig mit 84% Ja gegen 13% Nein.
Nach der offensichtlichen Falschmeldung wurden die Wertungen auf dem Portal entfernt.
Man könnte fast meinen......

  • petter
  • 21.10.09 | 23:12 Uhr

Der Sloterdijksatz kann tel quel für die Schweiz übernommen werden. Die Analyse von Sarrazin ist ausgeglichen und vermutlich genau.

 
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