Im Promi-Kochduell des Boulevardmagazins «Glanz & Gloria» kämpfte Christa Rigozzi um das «Goldene Rüebli». Dabei zeigte die Miss Schweiz 2006, dass sich ein Model nicht zwangsläufig von Salat und Nature-Jogurt ernährt: Sie tischte ihren Gästen Rindsbraten mit Polenta auf. Für das Tessiner Fernsehen moderiert Rigozzi mittlerweile die Kochsendung «I Cucinatori». Umso erfreuter waren wir, dass sie sich für unsere Titelgeschichte über den Siegeszug der Schweizer Küche abbilden liess. Der Fotograf Dan Cermak inszenierte Rigozzi als laszives Fondue-Heidi. Wobei die Tessinerin das Nationalgericht nicht nur für die Linse präsentierte – sie griff nach dem Shooting auch herzhaft zu.
Auf unserer Website können Sie aus zwanzig Gerichten Ihr Lieblingsessen wählen und erhalten Gratis-Rezepte für die fünf Leibspeisen der Weltwoche-Leser.
Berner Platte, Capuns oder Risotto alla ticinese? Jetzt abstimmen unter www.weltwoche.ch/schweizerkueche
Wer ist unser Feind? Und wie soll ihm begegnet werden? Diese Fragen soll der neue Sicherheitspolitische Bericht (SIPOL B) beantworten, den VBS-Chef Ueli Maurer Anfang Jahr in Auftrag gegeben hat. Nun liegt der Entwurf vor und stösst bei der ersten Aussprache im Bundesrat auf massiven Widerstand. Urs Gehriger hat das unveröffentlichte Papier studiert und stellte fest: Das Bedrohungsbild bleibt konfus. Obwohl ein militärischer Angriff auf die Schweiz praktisch ausgeschlossen wird, soll die Armee für die höchste Eskalationsstufe beim Einsatz militärischer Gewalt gewappnet bleiben. Militärische Auslandeinsätze hingegen werden herabgestuft.
Als Mikael Krogerus seinem Freundeskreis mitteilte, er wolle in zwei Wochen zehn Bücher lesen, gab es zwei Reaktionen: Die einen sagten, das geht nicht. Die anderen sagten: «Und was machst du sonst so?» Unser Autor begann meistens morgens nach dem Frühstück. Wenn das Buch spannend war, las er es im Stehen in der U-Bahn, viel auf dem Klo und vor allem abends im Bett. Der schwerste Brocken war zum Glück der erste («2666»). John Grisham las sich von allein, die Krimis (Joy Fielding und Charlotte Link) waren spannend und luden zum Querlesen ein, auch wenn die Personen durcheinandergerieten und das langweilige Ende von Grisham den Journalisten noch drei Bücher später nervte. Bei Loetscher musste er ständig an den Protagonisten von Peter Stamm denken und bei Cecelia Ahern an seine Cousine. Dan Brown wiederum erinnerte ihn an den Anfang, ein bisschen wie Bolaño für Leute mit Leseschwäche. Als Krogerus mit seiner Arbeit fertig war, hatte er eine Woche lang 39 Grad Fieber.
Der deutsche Bundesbanker Thilo Sarrazin (SPD) sprach in einem Interview über sein Berlin und die Türken. Äusserte pointierte Ansichten über Immigranten und Assimilation. In Deutschland ein heikles Unterfangen und angesichts der Islam-Debatte, die auch in der Schweiz an Intensität zunimmt, aktueller denn je. Kaum war das Interview gedruckt, hagelte es Proteste und Rücktrittsforderungen. Was aber hat der Sozialdemokrat gesagt, was Politiker und eine empörte Öffentlichkeit in Rage brachte?
Ihre Weltwoche
Kommentare