Das Verbot eines Plakats zur Minarett-Initiative der SVP in mehreren Schweizer Städten hat für heftige Debatten um Meinungsfreiheit, Zensur und Islam gesorgt. Unsere Titelgeschichte von letzter Woche («Rot-grüner Wächterrat») löste eine Flut von Leserbriefen aus, die meisten zustimmend. Doch die öffentliche Diskussion bleibt, bei aller Erregung, merkwürdig befangen. Hinter der Minarett-Initiative steht die drängende Frage, wie es mit der Islamisierung der Schweiz steht. Wie viele Muslime leben hier? Wie radikal sind sie? Ist der Islam mit Demokratie und Rechtsstaat überhaupt vereinbar? Recherchen zum Thema gestalteten sich eher schwierig. Es liegen wenige Daten vor, Betroffene verweigerten die Aussage oder zogen sie wieder zurück. Dennoch gibt es Indizien für eine schleichende Islamisierung, wie sie auch in andern europäischen Ländern zu beobachten ist. Unser Titelblatt zeigt, dass die Kernfragen anderswo längst gestellt werden: Wir greifen bewusst eine Titelgeschichte des Hamburger Nachrichtenmagazins Der Spiegel auf, um die Diskussion in diesem Sinne schwerpunktmässig vertiefen: Auf unserer Website haben wir ein umfangreiches Dossier zum Thema bereitgestellt, es ist zu finden unter www.weltwoche.ch/islam. In der aktuellen Ausgabe lesen Sie den Kommentar von Roger Köppel, die Kolumne von Christoph Mörgeli («Grossmuftis und andere Nazis»), die Titelgeschichte, die Islam-Kritik von Alice Schwarzer, ein Interview mit dem Muslimen-Vertreter Hisham Maizar sowie eine Analyse des Korans.
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Jahrzehntelang war Hugh Hefners Playboy Mansion in Los Angeles mit der berühmten Lustgrotte eine Art Disneyworld für Männerfantasien. Seit der Reality-Show «The Girls of the Playboy Mansion» träumen die Frauen mit. In Briefen aus aller Welt dienen sie dem Playboy-Herausgeber ihre Bereitschaft an, sein Leben und sein Bett mit ihm zu teilen. «Ich könnte hier hundert Frauen haben», sagte der 83-jährige Hausherr im Gespräch mit Weltwoche-Autorin Beatrice Schlag. Aber schon bei sieben, so seine Erfahrung, «wird es unübersichtlich». Deutlich begeisterter als auf Fragen nach dem alltäglichen Leben im Mansion reagierte der Mann, der unsere Reporterin im roten Seidenmantel und in schwarzen Pyjamahosen empfing, auf die Erwähnung seiner Rebellion gegen das alte Männerbild: «Ich war nie ein Macho, weil ich das kreuzdumm fand.»
Robert Kagan zählt in Washington zu den bekanntesten Neokonservativen. Er ist Seniorpartner der einflussreichen Denkfabrik Carnegie Endowment for International Peace, schreibt vielbeachtete Beiträge für renommierte Blätter wie die Washington Post oder Commentary. Auf Einladung des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung referierte Kagan vergangene Woche in Zürich über «Die Rückkehr der Geschichte». Der Spezialist für internationale Politik warnt vor der Gefahr, dass die Werte des Westens vom Herrschaftsanspruch autokratischer Regimes bedroht werden. Pierre Heumann nutzte die Chance, um mit dem Politologen über den Iran, den Islam und die Wahlschlappen der Linken in Europa zu sprechen.
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