Wirtschaft

Sinnlose Entwicklungshilfe

Weltweit werden immer mehr Gelder für Entwicklungshilfe gesprochen trotz Rezession. Afrikanische Ökonomen fordern, die Hilfszahlungen einzustellen. Die Milliarden würden mehr Schaden anrichten als nützen.

Von Carmen Gasser

Last statt Lust: Spenden erzeugen eine Kultur der Verantwortungslosigkeit. Illustration: Wesley Bedrosian

Auf der Agenda der mächtigsten Politiker der Welt steht neuerdings ein Thema ganz weit oben: die Entwicklungshilfe. Am letzten G-20-Gipfel in Pittsburgh verkündeten die Regierungschefs ihre Solidarität mit den ärmsten Ländern der Welt und versprachen, zusätzliche Hilfe zu leisten. Trotz riesigen Löchern in den eigenen Budgets machen die Politiker rund um den Globus immer mehr Gelder für Entwicklungshilfeprojekte frei. Bereits beim letzten G-20-Gipfel im April hatten die Regierungschefs 100 Milliarden Dollar mehr zur Verfügung gestellt, um armen Ländern zu helfen.

Auch in der Schweiz tobt seit geraumer Zeit ein Kampf um die Aufstockung der Entwicklungshilfe-Gelder. Im Dezember letzten Jahres beschloss das Parlament, den jährlichen Beitrag der Schweiz, gemessen in Prozentpunkten des BIPs, von 0,4 auf 0,5 Prozent zu erhöhen. Wenige Monate später jedoch schoss der Bundesrat dazwischen. Kassenwart Hans-Rudolf Merz hatte sich bei seinen Bundesratskollegen mit der Forderung durchgesetzt, die Zahlungen derzeit nicht aufzustocken, da angesichts der Wirtschaftskrise Ebbe in der Staatskasse sei. Am 12. Oktober geht das Tauziehen in eine weitere Runde, wenn die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats darüber diskutiert.

Ob auf globaler Ebene oder in der Schweiz: Stets gehen alle Akteure, wenn es um Entwicklungshilfe geht, von ein und derselben Prämisse aus: Mehr Geld bewirkt auch mehr. Die zentrale Frage hingegen, ob Entwicklungshilfe überhaupt etwas bewirkt oder ob vielleicht sogar das Gegenteil der Fall sein könnte – wovon mittlerweile diverse Ökonomen ausgehen –, wird ausser Acht gelassen. Es scheint, Entwicklungshilfe hat für Regierungen noch immer den Charakter von Ablasshandel, bei dem es vor allem darauf ankommt, Altruismus, Mitleid und Grosszügigkeit zu zeigen. Eine florierende Hilfsbranche gibt Geld, zeigt christliche Nächstenliebe und vermeidet damit, sich wirklich mit den Ursachen der Misere auseinanderzusetzen. Politiker zeigen Betroffenheit, ebenso ihre Wähler. Moralisch überlegen und ethisch unangreifbar ist derjenige, der immer mehr Geld für Entwicklungshilfe fordert.

In den sechziger Jahren hatte man weltweit damit begonnen, systematisch in Entwicklungshilfe-Projekte zu investieren. Seither wurden die Gelder jährlich konstant erhöht. Überwies die Schweiz Anfang 1960 noch 15,1 Millionen Franken, war es 1990 bereits 1 Milliarde. Dieser Betrag verdoppelte sich bis 2008 auf über 2 Milliarden. Weltweit sind in den vergangenen fünfzig Jahren mehr als 2 Billionen Dollar Hilfe von den reichen an die armen Länder geflossen. Der Grossteil davon nach Afrika.

Dennoch ist das Ergebnis gelinde gesagt ernüchternd. Den meisten Afrikanern südlich der Sahara geht es heute schlechter als am Ende der Kolonialzeit. Ihr durchschnittliches Einkommen ist gesunken, während es überall sonst auf der Welt gestiegen ist. Ob Unterernährung oder Analphabetenrate, ob Kindersterblichkeit oder Bevölkerungswachstum: Afrika fällt, einigen relativen Fortschritten zum Trotz, bei all diesen Kennzahlen immer weiter hinter den Rest der Welt zurück. Nur in den Elendsstatistiken steht der Schwarze Kontinent an der Spitze: Lebten damals nur 10 Prozent der Einwohner unter der Einkommensgrenze von zwei Dollar, so sind es heute 70 Prozent. Manchmal scheint es fast, als existierte Afrika ökonomisch schon gar nicht mehr: Sein Anteil am Welthandel macht gerade noch etwas mehr als ein Prozent aus, halb so viel wie 1960.

 

«Spenden-Unwesen der Rockstars»

Immer neue Gründe werden dafür gesucht, weshalb Afrika in der Armutsfalle sitzt und anscheinend nicht herausfindet. Der Ex-Weltbank-Ökonom Paul Collier beispielsweise sieht vor allem in der Topografie, der unterschiedlichen ethnischen Herkunft der Bevölkerung und der Ressourcenknappheit die Gründe für Afrikas Armut. Dem gilt es, entgegenzuhalten, dass Afrika keineswegs seit je in der Armutsfalle ist und schon gar nicht knapp an Ressourcen. Vor vierzig Jahren waren die meisten afrikanischen Länder reicher als die asiatischen und hatten dank ihrer immensen Rohstoffe auch die bessere Ausgangslage. Südkorea etwa konnte 1960 dem goldreichen Ghana nicht das Wasser reichen, heute ist es volkswirtschaftlich vierzigmal stärker als das westafrikanische Land. Vietnam kannte man in den sechziger Jahren noch nicht als Kaffeeproduzenten, während Uganda einer der grössten war. Heute gehört Vietnam zu den Marktführern und exportiert siebenmal mehr Kaffee als das ostafrikanische Land. Selbst die reiche Schweiz ist, verglichen mit vielen afrikanischen Ländern, arm an Ressourcen (im 19. Jahrhundert war deshalb die Schweiz noch das Armenhaus Europas). Es stellt sich also die Frage: Weshalb entwickelte sich die Schweiz, die keine Entwicklungshilfe-Gelder erhielt, im Gegensatz zu Nigeria, das seit Jahrzehnten am Entwicklungshilfe-Tropf hängt? Und: Weshalb gehörte Nigeria, sechstgrösster Ölexporteur der Welt, noch vor 25 Jahren zu den 48 reichsten Ländern der Welt und ist heute eines der 25 ärmsten?

Die Entwicklungshilfe sei daran schuld, sagt die Intellektuelle Axelle Kabou. In ihrem mittlerweile in Afrika berühmten Buch «Weder arm noch ohnmächtig» kritisierte sie bereits Anfang der neunziger Jahre die Entwicklungshilfe-Industrie. Die Ökonomin ist in Kamerun geboren und hat in Paris Ökonomie und Kommunikationswissenschaften studiert. Lange war sie im Business der Barmherzigkeit. Sie hat Entwicklungsprojekte koordiniert und afrikanische Präsidenten beraten. Nach ihrem Ausstieg aus diesem Gewerbe verfasste sie ihre Streitschrift. Dafür erntete die heute 54-Jährige einen Sturm der Entrüstung, man beschimpfte sie als Verräterin, die ihre Seele an Europa verkauft habe. Denn mit ihrer These, die Afrikaner seien selbst schuld an ihrem Elend, weil sie die Modernisierung verweigern, brach sie ein Tabu. «Die schwarzen Eliten glauben immer noch», schrieb Kabou, «der Rest der Welt müsse als Kompensation für erlittenes Unrecht ihren Kontinent retten.» Eine Reihe afrikanischer Intellektueller stimmen mittlerweile in ihren cri de colère, ihren Aufschrei des Zornes, mit ein, wie Roger Tagri, George Ayittey, Chika Onyeani, Andrew Mwenda oder James Shikwati.

Und es war erneut eine Frau, die kürzlich mit ihrem Bestseller die Debatte über den Sinn der Entwicklungshilfe neu belebte. Wegen der aus Sambia stammenden Ökonomin Dambisa Moyo verlieren mittlerweile nicht nur NGO-Vertreter die Contenance, sondern auch Entwicklungshilfe-Papst Bob Geldof. Moyo hat den Rockveteranen an einem wunden Punkt getroffen. Der Titel «Dead Aid» karikiert die von Geldof ausgerichteten Live-Aid-Konzerte, bei denen Millionen Menschen gegen das Elend in der Dritten Welt protestierten. Die Dame arbeite nun mal bei der amerikanischen Grossbank Goldman Sachs, sagte Geldof unlängst in Berlin in ein Mikrofon, und die Bank habe «gerade die Welt ruiniert». In der Tat war Moyo viele Jahre für das amerikanische Institut tätig, ebenso wie für die Weltbank, die sie nun genauso heftig kritisiert wie «das Spenden-Unwesen der Rockstars, die auf diese Weise nur Publizität erlangen möchten». «Wir wollen Antworten von afrikanischen Leadern hören, nicht von Prominenten», sagte sie unlängst im Interview mit der Weltwoche (Nr. 24/09). Eine Milliarde Afrikaner wollten nicht fürs Entertainment verwendet werden. Spenden nütze nichts, aber schade viel.

Falsche Impulse

«Die Hilfe untergräbt die Entwicklung eines unbestechlichen und den Interessen der Bevölkerung dienenden Staatsapparates», sagt der ugandische Journalist Andrew Mwenda. Auch er studierte in Europa Entwicklungspolitik, auch er arbeitete für die Weltbank, auch er stieg aus, als er merkte, wie verlogen das Hilfsgeschäft war. Wann immer seine Tiraden gegen afrikanische Regierungen zu heftig wurden, musste er diese mit Gefängnisaufenthalt bezahlen. Entwicklungshilfe verhindere dringend nötige Reformen, die primären Nutzniesser seien afrikanische Regime, ausländische Helfer und internationale Organisationen. Selbst der Erlass von Schulden gebe die falschen Impulse, weil er schlechtes ökonomisches Verhalten belohne und eine Kultur der Verantwortungslosigkeit erzeuge, ist Mwenda überzeugt.

«Entwicklungshilfe hilft Tyrannen bei der Unterdrückung», schreibt der kenianische Ökonom James Shikwati. Er ist der Gründer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Inter Region Economic Network in Kenia und publiziert unter anderem in der FAZ oder dem Spiegel. «In den Industriestaaten wird immer der Eindruck erweckt, ohne Entwicklungshilfe ginge Afrika unter. Dem verheerenden Drang Europas, Gutes zu tun, lässt sich bisweilen leider nicht mit Vernunft begegnen. Wenn die Entwicklungshilfe eingestellt würde, wären die politischen Eliten das erste Opfer, weil ihre Machtstrukturen dadurch gesprengt würden. Die Frage nach einer eigenständigen afrikanischen Lösung wäre dann auf dem Tisch.» Hilfsorganisationen bezeichnet der Ökonom gar als Mittäter: «Eine Einstellung der Hilfe brächte an den Tag, dass die meisten internationalen Agenturen die afrikanische Misere genutzt haben, um Spenden zu sammeln, um sich einen humanitären Anstrich zu geben.»

 

Alarmzeichen für die Politik

Es stellt sich in der Tat die Frage, ob die vielen Fälle von Veruntreuung von EntwicklungshilfeGeldern Ausnahmen waren oder nur die Spitze des Eisbergs. Erst kürzlich hat die schwedische Entwicklungsministerin Gunilla Carlsson nach einem weiteren Veruntreuungsskandal Selbstkritik geübt und zu einer Debatte über den Zusammenhang von Korruption und Hilfe aufgerufen. Auslöser der Frustration und Konsternation der Ministerin war ein im Frühling aufgeflogener Betrugsfall in Sambia. Eine Untersuchung hatte gezeigt, dass im sambischen Gesundheitsministerium von Anfang 2008 bis Mai 2009 umgerechnet 7,5 Millionen Franken veruntreut worden waren. Ein bedeutender Teil dieses Geldes stammte aus Schweden. Zudem gibt es Hinweise dafür, dass es schon zuvor zu systematischer Veruntreuung gekommen war. Carlsson fordert dazu auf, der Wirklichkeit in die Augen zu sehen. Dies bedeute nicht, dass Korruption akzeptiert werden müsse. Vielmehr gelte es, über die Prämissen der Entwicklungshilfe zu debattieren und auch heikle Fragen zu stellen. Zum Beispiel ob Hilfeleistung vielleicht ein Teil des Problems Korruption sei und nicht ein Teil von dessen möglicher Beseitigung.

Auch in der Schweiz wurde kürzlich ein Bericht der Parlamentarischen Verwaltungskon-trolle veröffentlicht (siehe Weltwoche Nr. 38/09, «Grauzonen einer Partnerschaft»), der alarmierend ist. Untersucht wurden «Geldflüsse, Mittelverwendung und Abhängigkeitsverhältnisse» zwischen der Verwaltung und den Hilfswerken. Heraus kam, dass die Finanzmittel mit hoher Wahrscheinlichkeit zweckentfremdet werden und notwendige Kontrollen fehlen. Diese Ergebnisse müssten eigentlich ein Alarmzeichen sein für die Politik, könnte man meinen. Bisher allerdings hat der Bericht erstaunlich geringe Reaktionen hervorgerufen.

Kommentare

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  • Carsten Christ
  • 16.01.10 | 05:32 Uhr

Wow, welch eine Redeschlacht hier!

Es ist ganz einfach so, dass die Gelder niemals dort ankommen, wo sie etwas bewirken würden (Korruption und Mafiastrukturen).

DESHALB NUR NOCH HILFE ZUR SELBSTHILFE!

So einfach ist das.

  • Schlemihl
  • 14.10.09 | 19:51 Uhr

@Larry:

"Das stimmt eben gerade nicht: Die Arbeit der subventionierten NGOs wird nicht überprüft."

Du hast ja hier schon viel Unsinn behauptet, aber das übertrifft alles! NGOs müssen klare Bedingungen erfüllen, damit sie Geld erhalten!

Sie müssen weiter klar gelegen können, wie das Geld verwendet wurde!

Und sie werden von der DEZA kontrolliert!

Informiere dich erst bei seriösen Quellen bevor du einen derartigen Unsinn behauptest!

  • Larry
  • 14.10.09 | 15:51 Uhr

"Der Erfolg und die Effizienz von staatlicher Entwicklungshilfe wird laufen kontrolliert! Auch ob das Geld richtig eingesetzt wird, wird laufend überprüft!"

Das stimmt eben gerade nicht: Die Arbeit der subventionierten NGOs wird nicht überprüft. Zur Erinnerung:

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-38/artikel-2009-38-grauzonen-einer-partnerschaft.html

  • Chonsaram
  • 14.10.09 | 15:04 Uhr

@Schlehmil,

Soll der Relationenvergleich mit dem Gesamtbundeshaushalt ein Argument dafür sein, warum die Effektivität des Ausgabenpostens Entwicklungshilfe weniger wichtig ist? Müssen wir als Steuerzahler eine gewisse Verschwendungsquote unserer Steuergelder einfach akzeptieren weil es sich nur um "kleine" Beträge handelt?

Oder weil die Motivation hinter dieser Verschwendung im Grunde eine moralische hehre Absicht war?

Die Deza hat zwar nur 500 Mitarbeitende aber finanziert einen grossen Teil der Budgets und Gehälter von verschiedenen "Nichtregierungsorganisationen" auch als NGO bekannt. Diese NGO agieren also als Subakkordanten im Auftrage der DEZA. Andere Bundesämter führen jeweils öffentliche Ausschreibungen durch wenn bezahlte Aufträge an Subakkordanten ausgeschrieben werden. Wann hat die DEZA das letzte mal eine solche öffentliche Ausschreibung durchgeführt?

Beim WeWo Artikel über die Verwendung der Tsunamihilfsgelder hat sich so weit ich weiss die DEZA geweigert zu den Vorwürfen in der WeWo Stellung zu nehmen, ob sie von Frau Gasser für diesen Artikel um eine Stellungsnahme angefragt wurden kann ich nicht sagen. Mag sein das die WeWo nicht die Publikation ist wo die Erfolge der Schweizer Entwicklungshilfe gross angepriesen werden, aber lieber Schlehmil, in welcher anderer Publikation wird dann das sonst gemacht? Hast du da ein paar konkrete Links wo man nachlesen kann, wos Menschen dank CH-Hilfe nachhaltig besser ging, in Afrika?

  • Schlemihl
  • 14.10.09 | 13:54 Uhr

Wir geben rund 1,5 Mrd. Franken pro Jahr für Entwicklungshilfe aus. Das ist rund 1% der gesamten Staatsausgaben. Einfach um mal die Relationen aufzuzeigen.

Die DEZA hat rund 500 Mitarbeitende. Der Departementsbereich Verteidigung alleine 10'000. Die armasuisse nochmals rund 1000. Es kommt die Ruag dazu. Einfach um die Relationen aufzuzeigen.

  • Schlemihl
  • 14.10.09 | 13:50 Uhr

@Chonsaram:

"Genau darum geht es um bei diesem Artikel, lieber Schlehmil, um die konkreten Resultate?"

Falsch! Darum geht es in diesem Artikel eben gerade nicht. Die konkreten Erfolge der Entwicklungshilfe werden systematisch ausgeblendet.

Ich habe hier konkret mehrere Erfolge erläutert.

Der Artikel ist völlig einseitig und unausgewogen, eine reine Schwarz-weiss-Malerei. Es wimmelt nur so von falschen Behauptungen, Klischees und Vorurteilen (vor allem gegenüber Afrika!).

Ich habe hier mehrere Behauptungen von Frau Gasser als falsch entlarvt!

Es gibt sinnvolle und weniger sinnvolle Formen der Entwicklungshilfe, erfolgreiche und weniger erfolgreiche, wirksame und weniger wirksame.

Der Erfolg und die Effizienz von staatlicher Entwicklungshilfe wird laufen kontrolliert! Auch ob das Geld richtig eingesetzt wird, wird laufend überprüft! Das DEZA gibt dir da sicherlich gerne Auskunft! Davon erwähnt Frau Gasser kein Wort.

"Jede Staatliche Ausgabe muss daran gemessen werden, ob sie das vorher definierte Ziel auch wirklich erreicht, und ob man nicht mit weniger Mitteleinsatz dasselbe Ziel hätte effektiver errreichen können."

Das macht das DEZA ja eben gerade. Deine Forderung ist erfüllt!

Sie hält es auch nicht nötig eine Stellungsnahme der Kritisierten einzuholen, wie es sich für seriösen Journalismus gehören würde!

  • Chonsaram
  • 14.10.09 | 11:41 Uhr

"Als nationalkonservaties Blatt sind ihr jegliche Zahlungen ans Ausland ein Dorn im Auge"??? Wie bitte lieber Schlemihl? Als Steuerzahler sind auch mir jegliche Auszahlungen meiner Regierung aus der Staatskasse ein Dorn im Auge, wenn ich nicht klar nachvollziehbare Beweise dafür erkenne das mit diesen Gelder auch das vorgängig definierte Ziel erreicht wird. Und zwar genau dieses Ziel und nicht irgend ein anderes!!! Mir ist klar das viele Menschen in der Schweiz und in Afrika eine Arbeitstelle haben, WEIL sie in der Entwicklungshilfe arbeiten, und das dies für die betroffenen zwangsläufige ein positives Resultat ist, aber dies alleine rechtfertigt ja noch nicht das Zerstäuben meiner Steuergelder. Jede Staatliche Ausgabe muss daran gemessen werden, ob sie das vorher definierte Ziel auch wirklich erreicht, und ob man nicht mit weniger Mitteleinsatz dasselbe Ziel hätte effektiver errreichen können. Das gilt für Rüstungsausgaben, Bildungsausgaben, Agrarasubventionen genauso wie für Entwicklungshilfegelder. Nur weil gemäss Bibel geben seliger machen soll, ist das noch kein Grund das Geben zum Selbstzweck zu machen. Ich bezahle keine Steuern um mich und die Nation seliger zu machen, sondern weil ich konkrete Resultate für konkrete Ausgaben sehen will. Genau darum geht es um bei diesem Artikel, lieber Schlehmil, um die konkreten Resultate? Wo sind sie?

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 23:26 Uhr

@chateau (petter):

Was Mugabe betrifft bin ich mit dir einverstanden.

Von Südafrika hast du keine Ahnung. Du hast offensichtlich nicht mitbekommen, wie Zuma seine neue Regierung besetzt hat.

Die Mehrheit der wichtigen Posten wurden von "Nicht-Schwarzen" besetzt, die nicht Mitglied des ANC sind.

Informiere dich zuerst, bevor du derartigen Unsinn verbreitest!

  • petter
  • 13.10.09 | 22:39 Uhr

Der Gegenrassismus in Afrika. Ich verwende dieses so oft missbrauchte Wort nicht gerne.
Aber ein wesentlichrer Grund, weshalb es in Afrika nicht genügend aufwärts, ja vielerorten abwärts geht, ist der umgekehrte Rassismus.
Zehntausende weisser Fachkräfte haben den Kontinent verlassen. Der Exodus findet immer noch statt in Südafrika.
Die Präsidenten und die Wirtschaftsfachleute wissen und bedauern es. Aber wenn man nicht zum ANC oder zu dessen erweitertem Sympathisantenkreis gehört und nicht schwarz ist, ist man out.
So bröckeln die Wirtschaften langsam aber sicher ab. Eine andere Lösung ist die von Mugabe. Die weissen Farmer werden mit Gewalt vertrieben und enteignet. Die Ländereien werden jetzt "afrikanisch" bewirtschaftet und gehören jetzt Mugabe und seinem Clan. Wohl bekomms.
Die Hungersnot ist jetzt da, wo es vorher seit Menschengedenken immer genug gab.

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 15:29 Uhr

Bilanz:

1. Die demokratischen Staaten im südlichen Afrika (Südafrika, Namibia, Botswana) schneiden im Grossen und Ganzen besser ab als Italien oder Griechenland!

2. Rund 40% der afrikanischen Staaten schneidet besser oder vergleichbar ab wie die aufstrebenden Schwellenländer Brasilien, Mexico, Indien, Thailand oder China!

3. Staaten wie Argentinien, Indonesien oder das von Frau Gasser gelobte Vietnam gefinden sich ungefähr im afrikanischen Durchschnitt!

4. Die Mehrheit der afrikanischen Staaten schneidet klar besser ab als Russland!

5. Bei den 5 am schlechtesten bewerteten Staaten befindet sich mit Somalia nur einer aus Afrika!

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 15:21 Uhr

@mediabuehler:

"die durch und durch korrupten Regierungen Afrikas, inkl. Südafrikas"

Das ist ein Klischee und eine Verallgemeinerung, die man so nicht stehen lassen kann!

Transparency International ist die führende Organisation weltweit zum Thema Korruption. Sie beurteilt jährlich die Korruption in den einzelnen Staaten und kommt zu einem anderen viel weniger klaren Ergebnis:

Hier einige Werte (Rating von 0 bis 10):

1 Dänemark 9.3
1 Schweden 9.3
5 Finnland 9.0
5 Schweiz 9.0

14 Deutschland 7.9
18 USA 7.3
28 Spanien 6.5

36 Botswana 5.8
41 Mauritius 5.5
47 Kapverden 5.1
54 Südafrika 4.9
55 Seychellen 4.8

55 Italien 4.8
57 Griechenland 4.7

61 Namibia 4.5
62 Tunesien 4.4
67 Ghana 3.9
72 Swaziland 3.6

72 China 3.6
72 Mexico 3.6

80 Burkina Faso 3.5

80 Brasilien 3.5
80 Thailand 3.5

85 Senegal 3.4
85 Madagaskar 3.4

85 Indien 3.4

92 Algerien 3.2
92 Lesotho 3.2
96 Benin 3.1
96 Gabun 3.1
96 Mali 3.1
102 Tansania 3.0
102 Ruanda 3.0

109 Argentinien 2.9
121 Vietnam 2.7
126 Indonesien 2.6
134 Ukraine 2.5
141 Philippinen 2.3
147 Russland 2.1

176 Afghanistan 1.5
177 Haiti 1.4
178 Burma 1.3
178 Irak 1.3
180 Somalia 1.0

Total 180 bewertete Staaten

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 14:43 Uhr

Der "Welt"woche geht es gar nicht um eine konstruktive Diskussion um den "Leistungsausweis der Entwicklungshilfe".

Als nationalkonservatives Blatt sind ihr jegliche Zahlungen ins Ausland ein Dorn im Auge. Deshalb versucht sie die "Entwicklungshilfe" als Ganzes zu verunglimpfen.

@Taxilomax:

Danke für deine sachlichen Anmerkungen.

@mediabuehler:

Man muss die Leistungen der Entwicklungshilfe viel differenzierter betrachten als dies die "Welt"woche tut!

  • mediabuehler
  • 13.10.09 | 09:48 Uhr

Ach ja, für jene die nach wie vor an das Märchen der Entwicklungshilfe glauben:

Woyle Soyinka, ein Mann der es sicher wissen muss, und nur ein Schwarzafrkaner darf das überhaupt sagen, weil man als "Weisser" sofort in die Kategorie "Rassenhasser" eingestuft wird, sagt es übrigens klar aus:

(Zitat)
Seit 1960 sind schätzungsweise 500 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe in Richtung Schwarzer Kontinent gepumpt worden. Heute ist jedoch vielerorts das Lebensniveau noch unter das der späten Kolonialzeit gefallen. Der kenianische Wirtschaftswissenschaftler James Shikwati plädiert deshalb für ein sofortiges Ende jeder Entwicklungshilfezahlungen. Sie habe Korruption nur gefördert und gleichzeitig zu einer Entmündigung geführt.

  • Taxilomax
  • 13.10.09 | 09:46 Uhr

Und da gibt es halt nur die eine Möglichkeit, die Schätze der einzelnen Länder wieder der eigenen Bevölkerung zurückzubringen:

Chavez, Morales und ev. Correa machen es gerade in Südamerika vor.

  • mediabuehler
  • 13.10.09 | 09:38 Uhr

Taxilomax
Sie sagen es und bringen es auf den Punkt: Wir beziehen billige Rohstoffe und verkaufen dann "veredelte" Güter zurück. Von Waffen rede ich schon gar nicht. Neu ist auch China diesbezüglich im Vormarsch. Das bringt Afrika immer mehr in die wirtschaftliche Abhängigkeit.

Afrika sollte selber ihre Produkte verarbeiten können: Bodenschätze, Kaffee, Erdnussprodukte, Soja, Fischprodukte - auf eigene Rechnung - und diese dann mit guter Rendite zu Weltmarktpreisen auf den Markt bringen.

Der "Westen" und China agieren auf eine hässliche und zynische Weise indem Afrika weiterhin mit der sogenannten Entwicklungshilfe eingedeckt wird, die eigentlich das Gegenteil bewirkt.

Klar, das intelligente, aufgeklärte Schwarzafrikaner wie James Shikwati, Woyle Soyinka usw. den Teufelskreis unterbinden wollen. Aber die durch und durch korrupten Regierungen Afrikas, inkl. Südafrikas, stecken mit dem Westen und China unter einer Decke. Ein abscheuliches Szenario. Wir Schweizer stecken in diesem Sumpf mitdrin, man muss nur einmal sehen wohin die Gelder des DEZA fliessen.

  • Taxilomax
  • 13.10.09 | 08:15 Uhr

Ich denke, man sollte unterscheiden zwischen Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe.

Sobald diese Unterscheidung gemacht ist, kann man loslegen, mit der Kritik an der Entwicklungshilfe. Man sollte aber immer die eigenen nationalen Entwicklungshilfen im Auge behalten und auch dort mit den gleichen Ellen messen.

Solange der Marktzugang von afrikanischen Produkten aller Art erschwert wird oder subventionierte Produkte aus den entwickelten Länder die afrikanischen Produkte konkurrenzieren, kann kein Markt entstehen und die protektionistischen (entwickelten) Länder sind zu 'Strafzahlungen' (Entwicklungshilfe) verpflichtet.

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 00:21 Uhr

@Larry:

In den letzten 2 Jahren hat sich die politische Situation in Westafrika stark verbessert!

Nochmals, Zuma hat durch seine Regierungszusammensetzung viel Geschick und Intelligenz an den Tag gelegt! Da könnte sich so mancher europäischer Regierungschef ein Beispiel nehmen!

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 00:18 Uhr

@shankara:

Mit Entwicklungshilfe habe ich nichts zu tun! Wenn du in der Lage wärst korrekt zu lesen, hättest du auch mitbekommen, dass ich hier die Entwicklungshilfe auch regelmässig kritisiere-

Aber diese Schwarz-weiss-Malerei wie sie die "Welt"woche betreibt, hat nichts mit der Realität zu tun!

Dieser Artikel wimmelt von falschen Behauptungen und ist völlig undifferenziert!

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 00:14 Uhr

@Qiwi:

Offensichtlich sind dir die Argumente ausgegangen, dass du mich hier persönlich angreifen musst.

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 00:13 Uhr

@shankara:

"Afrika ist noch sehr sehr irrational und weit weg davon, sich selber zivilisieren zu wollen"

Auch das, eine völlig falsche und rassistische Verallgemeinerung!!! Afrika generell als unzivilisiert zu bezeichnen zeigt massive Unwissenheit über diesen Kontinent auf!

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 00:10 Uhr

@Qiwi:

"Die afrikanische Unfähigkeit und das Unvermögen Verantwortung zu übernehmen"

Das ist eine falsche und rassistische Verallgemeinerung!

"Länder wie Taiwan, Korea etc. waren vor 60 Jahren ärmer als viele afrikanische Staaten."

Völlig falsch! Vor 60 Jahren gab es mit Ausnahme von Liberia noch gar keine unabhängigen afrikanischen Staaten (Geschichte scheint nicht deine Stärke zu sein!) Auch in den 60er Jahren ging es Taiwan und Südkorea wesentlich besser als der grossen Mehrheit der afrikanischen Staaten!

Ausserdem sind während des Kalten Krieges massive Hilfszahlungen aus dem Westen nach Südkorea und Taiwan, die als Bollwerk gegenüber Nordkorea und China galten, geflossen!!!

  • Larry
  • 12.10.09 | 19:00 Uhr

"Gerade in vielen westafrikanischen Staaten wie Liberia, Sierra Leone, Elfenbeinküste, in denen während Jahren bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten, hat sich die Lage in den letzten Jahren stark verbessert!"

Bei der Elfenbeinküste ist es genau das Gegenteil: lange herrschte Frieden und der Krieg brach 2002 aus. Der Friede (seit 2007) ist genau wie in Liberia und der Sierra Leone höchst prekär.

"Aus diesem Grund zieht das Argument, afrikanische Staaten seien aufgrund von Korruption und fehlender Rechtsstaatlichkeit "ärmer" als andere Staaten, nicht!"

Doch, das gilt für den Vergleich mit den Industrienationen. Natürlich spielen noch andere Faktoren eine Rolle, die den Unterschied erklären.

"Rund 2 Drittel der Südafrikaner haben ANC gewählt"

Weil diese eine hegemoniale Partei ist. Es gibt leider noch keine echte, ähnlich starke Opposition. Dies ist eindeutig kein Zeichen von Pluralismus.

"Habe ich auch nie behauptet."

Sie haben angedeutet, Afrika sei auf äussere Hilfe angewiesen. Die CH entwickelte sich ohne Hilfe.

"Da lachen ja die Breitmaulnashörner!!!!!"

Sollen sie meinetwegen.

  • shankara
  • 12.10.09 | 17:57 Uhr

@Schlemihl

Sagen sie mal, arbeiten sie für die Entwicklungshilfe, verdienen sie ihr Brot damit - so wie sie sich hier verdächtig übertrieben für die Entwicklungshilfe einsetzen, so wie sie vollkommen falsche Informationen und Zusammenhänge von sich geben, müsste ihre Existenz von der Existenz der Entwicklungshilfe abhängen - sind sie sicher, dass sie kein staatlich bezahlter Entwicklungshelfer sind, der vor kurzem Vater von Drillinge geworden ist, sodass sie nun um ihren Arbeitsplatz und somit um die Existenz ihrer Familie bangen?

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 16:48 Uhr

@Chonsaram:

Offensichtlich hast du meine Beiträge hier nicht wirklich gelesen!!! Ich habe nie behauptet die Verbesserung des Bildungswesens sei NUR auf die Entwicklungshilfe zurückzuführen gewesen.

Im Gegenteil, ich war derjenige der immer betont hatte, das es in Afrika sehr fähige Leute gebe und mich gegen die Pauschalurteile über Afrika gewehrt hatte!!!

Nur die Behauptung von Frau Gasser lautet ja, dass die Entwicklungshilfe alleine dafür verantwortlich sei, dass es Afrika schlecht gehe. Diese Behauptung kritisiere ich!!! Ich bin einverstanden damit, wenn man die Entwicklungshilfe kritisch hinterfragt, aber sie alleine für die Armut in Afrika verantwortlich zu machen, ist lachhaft!

Ich betone hier immer wieder, dass es eben historische Gründe gibt, weshalb es Afrika schlechter geht als anderen Regionen.

Und ich betone auch immer, dass die Afrikaner seit ihrer Unabhängigkeit eben schon sehr viel erreicht haben!

  • Chonsaram
  • 12.10.09 | 16:34 Uhr

@ Schlehmihl

Vermutlich sind all die zerstörten russischen Panzer, Lastwagen, MIG's die ich 1994 auf der Schrotthalde ausserhalb Asmara gesehen habe auch Teil der Entwicklungshilfe gewesen, die während der Äthiopischen Besatzungszeit unter Entwicklungshilfe für die Provinz Eritrea abzubuchen gewesen sind. Jeder Franken Entwicklungshilfe für die Versorgen der eigenen Bevölkerung erlaubte es dem DERG und Mengistu Haile Mariam um so mehr Geld in die Kriege mit seinen Nachbarn und den unruhigen Provinzen zu stecken. Wenn man der Schweiz vorwirft das unsere wirtschaftliche Kooperation mit Nazideutschland den Krieg unnötig verlängert habe, wie kann man dann die Tatsache ignorieren, dass die Entwicklungshilfe für ein Terrorregime wie das von Major Mengistu auch zwangsläufig dessen Existenz und Kriege verlängert. Mit dem einzigen Unterschied das die Schweiz damals von Nazis umzingelt war und keine andere Wahl hatte, während wir bei der Entwicklungshilfe sehr wohl die Wahl haben, ob und wem wir helfen!

  • Chonsaram
  • 12.10.09 | 16:21 Uhr

@ Schlehmihl Analphabetenrate seit 1960: ich glaube gerne das es seit 1960 eine Veränderung und sogar eine Verbesserung der Analphabetenrate in Afrika gegeben hat. Aber wo sind die Beweise das dies NUR dank der grossherzigen Hilfe von weissen Besserwissern geschehen ist?

Ein Land wie Eritrea beweist das es auch eine fähige Einheimische Regierung fertigbringt mit den eigenen Resourcen und Mitteln eine Verbesserung der Situation
ihrer Bürger zu erreichen. Ist es nicht auch rassistisch anzunehmen das die Afrikaner es OHNE unsere wohlmeinende Hilfe gar nicht schaffen können ihren Bürgern ein besseres Leben zu bieten?

Angesichts der gigantischen Geldflüsse die in den letzten 40 Jahren nach Afrika geflossen sind, müsste es doch an überzeugenden handfesten Leistungsausweisen der Entwicklungshilfe nicht mangeln. Wo sind diese?

  • Chonsaram
  • 12.10.09 | 16:09 Uhr

@Schlemihl, Absolut richtig, dieser Konflikt hat uralte Ursachen und die Entwicklungshilfe der Schweiz ist sicher nicht DER Grund warum es zum Völkermord kam. Aber wenn die Schweiz in der bosnischen Republik Srbska unter Karadcizc und Mladic aktiv Aufbauhilfe für ein Regionalradionetz geleistet hätte, dann wäre vermutlich auch in der Schweiz gewisse Fragen aufgeworfen worden.

Die Frage in Ruanda lautete: Warum haben die gutbezahlten Schweizer DEZA Mitarbeiter nicht bemerkt das sie jahrelang mit Leuten zusammengearbeitet haben die rassistische Mordpläne hegten und still und heimlich dran waren diese Pläne in die Tat umzusetzen. Oder kürzer gefragt: Wie blind und naiv darf Entwicklungshilfe sein ohne selbst mitschuldig zu werden?

  • Qiwi
  • 12.10.09 | 16:07 Uhr

@Schlemihl

Was für eine Arbeit führen Sie denn aus nebst professionellem Forumzuspammen mit falschen Informationen?

Sie als sozial-romantischer Afrikaexperte der ersten Stunde sind eine wahre Quelle der Absurditäten und realitätsfremden Anschauungen.

Da Sie es aber trotzdem besser wissen erübrigt sich jedes Diskutieren. Bitte gehen Sie doch stellvertretend für uns alle (die bösen ausbeuterischen Kapitalisten) nach Afrika Busse tun.

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 15:44 Uhr

@Chonsaram:

Den Konflikt zwischen Hutu und Tutsi gab es schon seit Jahrzehnten und wurde durch die Kolonialherren noch verschärft.

Die Entwicklungshilfe für diesen Konflikt verantwortlich zu machen ist abstrus und historisch falsch!

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 15:38 Uhr

@Chonsaram:

"Hier noch ein interessanter Link zum Vergleich der Analphabeterate:"

Schau dir mal die Zahlen für das Jahr 1960 an! Dann siehst du in welch katastrophaler Lage das Bildungssystem in den afrikanischen Staaten am Ende des Kolonialismus war!

Und welche Fortschritte die Afrikaner in den letzten Jahrzehnten gemacht haben!

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 15:32 Uhr

@Chonsaram:

"Eritrea das fast keine Entwicklungshilfe erhalten hat, aber heutzutage eine um 23 % Punkte tiefere Analphabetenquote erreicht hat. Wie konnte das bloss passieren OHNE Hilfe von aussen?"

Eritrea hat nur 5 Millionen Einwohner und ist erst seit rund 15 Jahren unabhängig. Pro Kopf und Jahr hat Eritrea ebenso viel Entwicklungshilfe erhalten wie andere Staaten. Vor 1993 war Eritrea Teil Äthiopiens. Die Entwicklungshilfe wurde unter Äthiopien ausgewiesen. Das heutige Eritrea hat aber mit profitiert! Du solltest dich erst etwas über die Länder informieren, bevor du mit derartigen Behauptungen daher kommst!

"Wozu braucht ein Land wie Nigeria das für Milliarden Erdöl exportiert und dessen Dikatoren Millionen beiseite geschafft haben, ausländische Entwicklungsgelder zum Aufbau eines funktionierenden Bildungssystems?"

Wem gehört das Öl in Nigeria? Wer verdient vor allem am nigerianischen Öl? Ausländische Unternehmen wie Shell! Der Grossteil der Gewinne aus der Erölförderung bleibt nicht in Nigeria!

Ausserdem hat Nigeria 140 Millionen Einwohner. Da baut man nicht einfach so schnell aus dem Nichts ein Bildungssystem auf! Kommt dazu dass während der Kolonialzeit keine nigerianischen Lehrkräfte ausgebildet wurden.

  • shankara
  • 12.10.09 | 14:41 Uhr

@Schlemihl

Man merkt, dass sie Afrika sehr idealisieren und sehr wenig über das wahre Afrika jenseits der Metorpolen wissen!

"Jemand der behauptet in Afrika gäbe es heute noch Menschenopfer, ist wohl nicht wirklich eine glaubwürdige Quelle."

Dann schauen sie mal hier nach:
http://www.youtube.com/watch?v=TzIfK-_y5Js

Sogar vor den Fussballspielen wird Hexerei eingesetzt und Tiere geopfert:
http://www.spiegel.de/video/video-10194.html

Afrika ist noch sehr sehr irrational und weit weg davon, sich selber zivilisieren zu wollen - und wo kein Wille ist, ist auch kein Weg, egal wieviel Geld man hineinsteckt!

  • Chonsaram
  • 12.10.09 | 13:32 Uhr

@Schlehmil Wenn eine Schwerpunktland über Jahrzehnte von der DEZA intensiv betreut wird, und ein Vertreter der DEZA an Ministersitzungen regelmässig teilnimmt, und es diese so betreute Regierung plant und organisiert dann einen Völkermord, hat das mit Entwicklungshilfe sehr wohl etwas zu tun. Lesen sie doch mal das Buch von Lukas Bärfuss "100 Tage", oder diesen Artikel aus dem NZZ Folio?

http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/eae262c0-64e2-4eb4-a12c-2cf3ba42ffb3.aspx
Hier ein Ausschnitt:

Seit 1963 sind über 400 Millionen Franken aus Bern nach Rwanda geflossen. Andere Staaten wie etwa Belgien, Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland waren gar noch grosszügiger. Rwanda bezog, wenn man Statistiken Glauben schenken darf, während Jahren pro Kopf weltweit mit von den höchsten Entwicklungshilfebeiträgen. Und die Resultate liessen sich sehen: Gut ausgebaute Strassen wanden sich durch die Hügel, Drähte für Telefon und Elektrizität überzogen das Land, Baumsprösslinge und frisch gebaute Terrassen verhinderten die Bodenerosion, und eine Unzahl neu....

  • Qiwi
  • 12.10.09 | 13:28 Uhr

@Schlemihl

Schuld an der Armut Afrikas haben mittlerweilen die Afrikaner.

Die afrikanische Unfähigkeit und das Unvermögen Verantwortung zu übernehmen / zu wollen ist ein direktes Resultat der Entwicklungshilfe.

Länder wie Taiwan, Korea etc. waren vor 60 Jahren ärmer als viele afrikanische Staaten.

Die einzigen Leute die die Entwicklungshilfe in der heutigen Form verteidigen sind die afrikanischen Diktatoren, die Wohlfühl-NGO's (Hallo Strukturerhaltung und Arbeitsplatzsicherung) und Jean Ziegeler.

Die Afrikaner würden gut daran tun Ihre Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Dies anstelle der Bevormundung der Leute, die sich ihres Wohlstandes wegen schämen und mit missionarischem Eifer Milliarden in die Korruption pumpen.

  • Chonsaram
  • 12.10.09 | 13:22 Uhr

Hier noch ein interessanter Link zum Vergleich der Analphabeterate: http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=49

  • Chonsaram
  • 12.10.09 | 13:21 Uhr

@Schlemihl 1. Nigeria. Wozu braucht ein Land wie Nigeria das für Milliarden Erdöl exportiert und dessen Dikatoren Millionen beiseite geschafft haben, ausländische Entwicklungsgelder zum Aufbau eines funktionierenden Bildungssystems? Beschreibt nicht das nachfolgende Zitat des kenianischen Ökonomen Shikwati nicht treffend diesen Vorgang wie Entwicklungshilfe die Demokratie ausbremst?

"Kein afrikanischer Bürger würde einen korrupten Politiker unterhalten, wenn er selbst dafür bezahlen muss. Wenn ein Dieb in Nairobi vom Mob erwischt wird, bevor die Polizei kommt, kann er tot sein. Die Menschenmenge nimmt den Diebstahl persönlichen Eigentums nicht hin. Vergleichen Sie das mit den großen Korruptionsskandalen in diesem Land, in denen Politiker Millionen Dollar beiseitegeschafft haben. Wie viele Menschen steinigen Politiker oder regen sich über die Korruption auf? Niemand, weil es nicht ihr Geld ist. In gewisser Weise hat der korrupte Politiker ja die Steuerzahler in Europa oder Amerika bestohlen. Wenn unsere Regierungen aber auf unser Steuergeld angewiesen sind, wird kein Afrikaner mehr akzeptieren, dass die Politiker unser Geld stehlen. In diesem Sinne würde es der Demokratie helfen, wenn die Zahlungen von Hilfsgeldern eingestellt würden."

2. Senegal. Wie erklären sie sich das Eritrea das fast keine Entwicklungshilfe erhalten hat, aber heutzutage eine um 23 % Punkte tiefere Analphabetenquote erreicht hat. Wie konnte das bloss passieren OHNE Hilfe von aussen?

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 12:50 Uhr

"(im 19. Jahrhundert war deshalb die Schweiz noch das Armenhaus Europas). Es stellt sich also die Frage: Weshalb entwickelte sich die Schweiz, die keine Entwicklungshilfe-Gelder erhielt, im Gegensatz zu Nigeria, das seit Jahrzehnten am Entwicklungshilfe-Tropf hängt?"

Werte Frau Gasser, das ist also wirklich oberpeinlich!

Vielleicht werfen Sie mal einen Blick in die Geschichte von 1848 bis 1960 der beiden Staaten!!! Vielleicht stellen Sie dann einen Unterschied fest! Nigeria war während 100 Jahren britische Kolonie! Die Schweiz nicht!

Tut mir leid, Frau Gasser ich muss es so deutlich sagen. Dieser Artikel ist leider einmal mehr völlig stümperhaft!

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 12:41 Uhr

@Chonsaram:

Der Völkermord in Ruanda hat nun rein gar nichts mit der Entwicklungshilfe zu tun.

Die Ursachen für diesen Konflikt liegen ganz klar in der Kolonialzeit! Ein typisches Beispiel für einen Konflikt, der durch die willkürliche Grenzziehung der Kolonialherren entstanden ist!

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 12:38 Uhr

@Chonsaram:

Ich bin zwar weder klarer Gegner noch Befürworter der Entwicklungshilfe, kann dir deine Fragen aber trotzdem beantworten:

Wenn du die früheren Kommentare gelesen hättest, hättest du schon einige Erfolgsreslutate aufgelistet gesehen. Aber ich wiederhole gerne nochmals zwei für dich:

1. Bildungswesen in Nigeria: Dieses war nach dem Ende des Kolonialismus in erbärmlichen Zustand. Gerade mal 10% der Leute konnte Lesen und Schreiben. Die Entwicklungshilfe hat viel zum Bau von Schulen und der Ausbildung von Lehrern beigetragen. Heute können 70% der Nigerianer und Nigerianerinnen lesen und schreiben.

2. Gesundheitswesen und Ernährungslage im Senegal: Nach dem Ende des Kolonialismus starben ein Drittel der Kinder im Senegal in den ersten fünf Lebensjahren. Heute stirbt nur noch jedes neunte Kind in den ersten 5 Lebensjahren. Das liegt auch an der wesentlich besseren Gesundheitsversorgung. Zahlreiche Spitäler wurden durch Entwicklungshilfegelder finanziert!

Man könnte problemlos Hunderte solcher Beispiele aufzählen!

Die generelle Behauptung Entwicklungshilfe sei sinnlos und bringe nichts ist falsch! Es braucht eine viel differenzierte Betrachtungsweise!!!

  • Chonsaram
  • 12.10.09 | 11:08 Uhr

Frage an alle Befürworter der Entwicklungshilfe:

Nach all den Jahren in denen Millionen an Entwicklungshilfegeldern in Afrika versickert sind, würde ich gerne von euch erfahren wo genau den die Erfolgsresultate sind? Konkret, welches afrikanische Land steht heute besser da DANK Entwicklungshilfe? Hätte dieses Land denselben Erfolg auch ohne Entwicklungshilfe erreicht? Wie erklärt ihr euch das Ruanda eines der Schwerpunktländer Schweizer Entwicklungshilfe war, und trotzdem einen Völkermord beging, oder vielleicht gerade deswegen? Die Logik der Entwicklungshilfebefürworter scheint mir immer diesselbe zu sein, weil 500 Millionen noch keinen Erfolg gebracht haben, muss es zwangsläufig mit noch mehr Geld besser werden. Warum glaubt ihr das Afrikaner unfähig sind, sich selber zu helfen?

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 10:18 Uhr

@shankara:

"Es hat keinen Sinn ihnen hier Gegenargumente zu liefern"

Du scheinst offensichtlich keine Gegenargumente zu haben!

"sie wollen es einfach nicht wahrhaben, dass Afrika nicht der arme, verklärte, geplünderte Kontinent ist, der vorwärts kommen will, aber nicht darf."

Doch, das sehe ich auch so! Hier sind wir uns einig! Insbesondere während des Kolonismus wurde Afrika massiv ausgebeutet und ausgeplündert! Aber die Entwicklungshilfe ist sicherlich nicht die Hauptschuldige an der Armut in Afrika!!!

"Wie schon geschrieben, ich kenne die Infos aus erster Hand, von jemanden, der Afrika von allen Seiten kennt. Ich glaube kaum, dass sie da mithalten können."

Jemand der behauptet in Afrika gäbe es heute noch Menschenopfer, ist wohl nicht wirklich eine glaubwürdige Quelle.

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 10:10 Uhr

@Larry:

Gerade in vielen westafrikanischen Staaten wie Liberia, Sierra Leone, Elfenbeinküste, in denen während Jahren bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten, hat sich die Lage in den letzten Jahren stark verbessert!

"Letztere sind freilich auch keine Referenz."

Richtig! Aus diesem Grund zieht das Argument, afrikanische Staaten seien aufgrund von Korruption und fehlender Rechtsstaatlichkeit "ärmer" als andere Staaten, nicht!

"Meine Einschätzung betr. Qualität der Präsidenten wird von sehr vielen (vermutlich der Mehrheit) Südafrikanern (aller Hautfarben) geteilt."

Rund 2 Drittel der Südafrikaner haben ANC gewählt, im Wissen, dass bei einem Wahlsieg des ANC Zuma Präsident wird. Zudem hat Zuma bei der Verteilung der Ministerien sehr geschickt und intelligent gehandelt: Er hat teilweise parteilose Finanz- und Wirtschaftsexperten von allen Bevölkerungsgruppen in die Regierung geholt!

"Die CH bekam nie Entwicklungshilfe."

Habe ich auch nie behauptet. Trotzdem ist die Schweiz als Exportnation stark vom Ausland abhängig!

"Ich bin kein Isolationist, sondern für Freihandel und kulturellen Austausch."

Da lachen ja die Breitmaulnashörner!!!!!

  • shankara
  • 12.10.09 | 00:59 Uhr

@Schlemihl

Es hat keinen Sinn ihnen hier Gegenargumente zu liefern - sie wollen es einfach nicht wahrhaben, dass Afrika nicht der arme, verklärte, geplünderte Kontinent ist, der vorwärts kommen will, aber nicht darf.

Wie schon geschrieben, ich kenne die Infos aus erster Hand, von jemanden, der Afrika von allen Seiten kennt. Ich glaube kaum, dass sie da mithalten können.

  • Larry
  • 12.10.09 | 00:27 Uhr

"Warlords sind heute vor allem im Somalia das Problem"

Das ist bei weitem nicht das einzige Beispiel: Burundi, DR Kongo, Sudan, Nigeria, Liberia, Sierra Leone, usw. Neuerdings auch gar das ziemlich entwickelte Côte d'Ivoire.

  • Larry
  • 12.10.09 | 00:22 Uhr

"Zahlreiche afrikanische Staaten schneiden betreffend Rechtsstaatlichkeit und Korruption wesentlich besser ab als die von Frau Gasser so gelobten Staaten wie Brasilien, Indien, China oder Russland."

Letztere sind freilich auch keine Referenz.

"Völlig falsch! Demokratien und Rechtsstaatlichkeit haben sich in Südafrika verfestigt!"

Meine Einschätzung betr. Qualität der Präsidenten wird von sehr vielen (vermutlich der Mehrheit) Südafrikanern (aller Hautfarben) geteilt.

"ein Isolationist wie du "

Ich bin kein Isolationist, sondern für Freihandel und kulturellen Austausch.

"Auch die Schweiz ist vom Ausland abhängig"

Die CH bekam nie Entwicklungshilfe.

"Ein Problem von Afrika südlich der Sahara ist, dass (ausser in Südafrika) kaum Grundkapital vorhanden ist."

Quatsch, viele afrikanische Staaten haben einen äusserst reichen Bodenschatz. In Ländern wie z.B. Kenya gibt es ziemlich viele sehr reiche Leute. Und auch die ärmere Bevölkerung spart, wie de Soto nachgerechnet hat.

"Auch das ist eine Spätfolge des Kolonialismus."

Falsch, das hat mit schlechten Rahmenbedingungen zu tun: zuviel Bürokratie, zuviel Reglementierungen, mangelnder Schutz des Privateigentums, usw. Lesen Sie Hernando de Soto, The Mystery of Capital.

"Enteignungen sind in den meisten afrikanischen Staaten äusserst selten!"

Es kommt gar nicht dazu, weil die Hindernisse jede Entstehung solchen Eigentums bereits im Keim ersticken.

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 22:56 Uhr

@shankara:

"Es gibt auch andere Kolonien, die in einem schlechten Zustand entlassen worden sind, denen es aber heutzutage viel besser geht, die den Sprung zum Schwellenland geschaffen haben, ohne dass überhaupt Entwicklungshilfe geleistet wurde, alleine weil sie diesen Sprung WOLLTEN!"

Afrika ist nicht mit anderen Kolonien vergleichbar!!!

Die Lateinamerikanischen Staaten wurden bereits mitte des 19. Jahrhunderts unabhängig, sie sind also über 3 mal so alt als die afrikanischen Staaten. Zudem wurden die Lateinamerikanischen Staaten von europäischen Einwandern gegründet, die teilweise über viel Kapital verfügten.

In Asien wurden keine so willkürlichen Grenzen gezogen wie in Afrika! Es wurde auch rücksicht auf bestehende Staatsgebilde genommen, siehe Thailand oder Malaysia oder auf ethnische Gruppen.

Zudem gab es in keinem anderen Kontinent eine Massenversklavung wie in Afrika, wo teilweise ganze Generationen verschifft wurden!

"die den Sprung zum Schwellenland geschaffen haben, ohne dass überhaupt Entwicklungshilfe geleistet wurde"

Das stimmt mit Sicherheit nicht! Oder kannst du mir ein Beispiel nennen? Auch in den indischen Subkontinent, nach Südostasien, Lateinamerika oder Osteuropa flossen Milliarden von Entwicklungshilfe!!!

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 22:17 Uhr

@shankara:

Sorry, shankara

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 22:15 Uhr

@shakana:

"Afrikaner sehr Sippen- und Stammfixiert ist, sodass er, wenn er mal Macht hat, andere Sippen und Stämme schlimmer behandelt, als dies die Weissen gemacht haben - das ist ein Factum!"

Das ist eine falsche Verallgemeinerung! Staaten wie Botswana oder Ghana beweisen das Gegenteil!

"Wusstst du, dass die meisten afrikanische Diktatoren, jedes Jahr heimlich X gestohlene Kinder opfern, weil sie glauben, dass sie via dieser Hexerei ihre Macht erhalten - Afrika ist noch sehr weit weg rationell zu sein?!"

Wo hast du denn dieses rassistische Märchen her?!!!

"Kindersterblichkeiten und Analphabetismus sind keine Barometers, die gross etwas über den Lebensstandard aussagen - um so mehr Kinder überleben, um so grösser mag der Hunger am Schluss in der Region sein"

Deine Argumentation ist völlig widersprüchlich! Hunger und Kindersterblichkeit stehen in einem proportionalen Verhältnis zueinander: je mehr Hunger, desto grösser die Kindersterblichkeit. Und umgekehrt. Unter- oder Mangelernährung sind die Hauptursachen für Kindersterblichkeit!

Bsp.: In Senegal haben Hunger und Kindersterblichkeit in den letzten knapp 50 Jahren nach dem Ende der Kolonialzeit massiv abgenommen! Das trifft auf praktisch jedes afrikanische Land zu!!!

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 22:06 Uhr

@Larry:

"Sobald einer zu reich wird, wird er vom Staat (oder irgend einem Warlord) einteignet."

Du verwechselst hier offensichtlich Afrika mit Russland. Enteignungen sind in den meisten afrikanischen Staaten äusserst selten! Ausnahmen wie Simbabwe gibt es natürlich, dass stimmt. Warlords sind heute vor allem im Somalia das Problem, wo es keinen funtionnierenden Staat gibt und Warlords das Geschehen kontrollieren!

Einmal mehr schliesst du aus Einzelfällen auf ganz Afrika südlich der Sahara!

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 22:02 Uhr

@Larry:

"Aber das wichtigste ist nicht die Demokratie, sondern der Liberalismus und der Rechtsstaat und diese sind auf dem afrikanischen Kontinent leider eine ausgesprochene Rarität."

Zahlreiche afrikanische Staaten schneiden betreffend Rechtsstaatlichkeit und Korruption wesentlich besser ab als die von Frau Gasser so gelobten Staaten wie Brasilien, Indien, China oder Russland. Ich habe das schon mehrmals aufgezeigt!

"Wenn man sich die Präsidentenwahlen anschaut, dann kann man nur feststellen: es geht seit Mandela eindeutig bergab und zwar rasant."

Völlig falsch! Demokratien und Rechtsstaatlichkeit haben sich in Südafrika verfestigt!

"Aha, also doch: Nur der Westen kann Afrika entwickeln, Afrikaner können das nicht alleine. Wer ist hier der eigentliche Rassist?"

Deine Argumentation wird immer absurder! Selbst ein Isolationist wie du sollte realisiert haben, dass wir in einer globalisierten Welt leben. Auch die Schweiz ist vom Ausland abhängig;etwa jeder zweite Schweizer Franken wird im Ausland verdient.

Ein Problem von Afrika südlich der Sahara ist, dass (ausser in Südafrika) kaum Grundkapital vorhanden ist. Auch das ist eine Spätfolge des Kolonialismus. Das hat aber nichts mit den Fähigkeiten der Afrikaner zu tun!

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 21:50 Uhr

@chateau (petter):

Afrikanische Einwanderer zahlen klar mehr in unsere Sozialversicherungen und in unser Gesundheitswesen ein als sie beziehen!

Nimm diese Tatsache endlich mal zu Kenntnis!

  • petter
  • 11.10.09 | 18:11 Uhr

Also, nach Erfahrungen bezüglich Korruption der marokkanischen Oberschicht, deren versteckter oder auch offener Sklaven- und Menschenhandel, der Hysterie, Unehrlichkeit und Unfähigkeit der algerischen Revolutionäre und der tunesischen Korruption und habe ich
Afrika gemieden und werde es weiter meiden. Diese Erfahrungen habe ich vor 20-40 Jahren gemacht und geändert hat sich da nichts.
Marokko ist immer noch korrupt, Algerien schafft es immer noch nicht, trotz ungeheuren Einnahmen aus Erdoel und Gas seinem Volk zu helfen
und Tunesien hat gerade wieder seinen Diktator bestätigt.
Was mich an Afrika immer mehr stört ist das Eindringen der Afrikaner in immer mehr unserer Lebensbereiche. DRS kann man fast gar nicht mehr anschauen. Da wimmelt es von Schwarzen. Tausende Schwarzer treiben sich ungesetzlich in manchen Schweizer Städten herum und Scheinehen mit Schwarzen mit dummen weissen (drogenabhängigen Hühnern)sind häufig geworden.Jeder Bünzli-Fussballclub meint Schwarze seien nötig für den Erfolg.
Ich meine jeder soll da bleiben wo er herkommt. Ich habe vor vielen Jahren beschlossen, nie mehr nach Afrika zu reisen. Als Europäer hinterlässt man da nur einen falschen Eindruck, ungewollt.

  • petter
  • 11.10.09 | 17:38 Uhr

Also Schlehmil ist wirklich auf eine löbliche Ausnahme, Botswana,gestossen.
Leider ist Botswana d i e Ausnahme, die meine Thesen bestens bestätigt.

Es ist wie Ayn Rand meinte. Es gibt nur Schaffende und Plünderer.
Die Plünderer sind die Empfänger von Entwicklungshilfe, Sozialleistungen, IV-Renten (jene die nicht gesundh.geschädigt sind) und Prämienermässigungen. Die Schaffenden sind jene Dummen, die vom Staat (nett/links) gezwungen werden, dies zu finanzieren.
Deshalb hat jeder Steuerhinterzieher heute mein Verständnis.
Als einer der grössten Finanzmanipulanten wird Couchepin in die Schweizer Geschichte eingehen, mit seinem Grossbetrug an der AHV z.G.IV.

  • Larry
  • 11.10.09 | 11:49 Uhr

"Es geht um Arbeitsplätze für Entwicklungshelfer, und es geht um politischen Einfluss und um Rohstoffe. China ist ein gutes Beispiel. In Afrika stellt China Schecks aus wie kein anderes Land. Das ist der Grund, warum eine Reihe anderer Staaten afrikanische Länder nun geradezu anbetteln, Entwicklungshilfe anzunehmen. Es ist wie ein Wettbewerb zwischen den Geberstaaten, die ihren Einfluss bewahren wollen. Im Gegensatz zu den westlichen Staaten verdeckt China seine Interessen aber nicht mit schönen Worten wie Demokratie oder gute Regierungsführung. China sagt geradeheraus: Wir wollen euer Öl, hier ist das Geld. Chinas Direktheit hat geholfen, das ganze Fiasko der Entwicklungshilfe offenzulegen."

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EAAA8CB14DE444D8FAEAB11891185C79F~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  • Larry
  • 11.10.09 | 11:48 Uhr

"Die Arbeitsgruppe südliches Afrika, der zahlreiche prominente SVP- und FDP-Mitglieder angehörten, schrieb die Afrikaner hätten nicht das "kulturelle Niveau" für eine Demokratie..."

Es ist schon so, dass bei hohem Analphabetismus es keine richtig funktionierende Demokratie geben kann. Aber das wichtigste ist nicht die Demokratie, sondern der Liberalismus und der Rechtsstaat und diese sind auf dem afrikanischen Kontinent leider eine ausgesprochene Rarität.

"Die Südafrikaner haben ihm das Gegenteil bewiesen!!!"

Wenn man sich die Präsidentenwahlen anschaut, dann kann man nur feststellen: es geht seit Mandela eindeutig bergab und zwar rasant.

"Diese Vorurteile und die katastrophalen Folgen des Kolonialismus sind die Hauptursachen für die Not in Afrika."

Quatsch, ohne Kontakt zum Westen wäre Afrika unendlich viel rückständiger.

"Das Hauptproblem Afrikas ist, dass die nötigen Investitionen aus dem Westen fehlten."

Aha, also doch: Nur der Westen kann Afrika entwickeln, Afrikaner können das nicht alleine. Wer ist hier der eigentliche Rassist?

Dass niemand in Afrika (mit wenigen Ausnahmen) investieren will, auch nicht die Afrikaner selbst, hat seinen guten Grund: das Privateigentum wird nicht geschützt. Sobald einer zu reich wird, wird er vom Staat (oder irgend einem Warlord) einteignet.

"Sie tun das teilweise heute schon mit Erfolg!"

Quatsch: sie sind alleine an den Rohstoffen interessiert.

  • shankara
  • 11.10.09 | 02:23 Uhr

@Schlemihl
Was ich hier geschrieben habe, sind Erfahrungen eines links stehenden Menschen, der 30 Jahre in der Entwicklungshilfe gearbeitet hat, die meisten davon in Afrika, dort auch die ganze Zeit gelebt hat und sogar mit einer Afrikanerin verheiratet ist.

Du bist geschäftlich in Afrika unterwegs - das ist nicht das wahre Afrika!

Es ist eine Tatsache, dass der Afrikaner sehr Sippen- und Stammfixiert ist, sodass er, wenn er mal Macht hat, andere Sippen und Stämme schlimmer behandelt, als dies die Weissen gemacht haben - das ist ein Factum!
Wusstst du, dass die meisten afrikanische Diktatoren, jedes Jahr heimlich X gestohlene Kinder opfern, weil sie glauben, dass sie via dieser Hexerei ihre Macht erhalten - Afrika ist noch sehr weit weg rationell zu sein?!

Kindersterblichkeiten und Analphabetismus sind keine Barometers, die gross etwas über den Lebensstandard aussagen - um so mehr Kinder überleben, um so grösser mag der Hunger am Schluss in der Region sein, egal ob diese nun schreiben und lesen können.

Gerade weil Botswana diesen Sprung geschaffen hat - ein Beweis, dass derjenige kann, der will - sollte man das restliche Afrika sich selber überlassen - wer will, wird dann auch springen.

Es gibt auch andere Kolonien, die in einem schlechten Zustand entlassen worden sind, denen es aber heutzutage viel besser geht, die den Sprung zum Schwellenland geschaffen haben, ohne dass überhaupt Entwicklungshilfe geleistet wurde, alleine weil sie diesen Sprung WOLLTEN!

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 02:00 Uhr

Korrektur:

"one man, one vote - Prinzips"...

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 02:00 Uhr

Leider herrschen gegenüber Afrikanern hier in Europa und den USA immer noch viele falsche Klischees und Vorurteile. Afrikaner gelten fälschlicherweise als faul, erfolglos, unzuverlässig,...

Ich bin seit Jahrenzehnten geschäftlich in Afrika tätig und sage klar: Es stimmt nicht!

Beispiele:

- Die Arbeitsgruppe südliches Afrika, der zahlreiche prominente SVP- und FDP-Mitglieder angehörten, schrieb die Afrikaner hätten nicht das "kulturelle Niveau" für eine Demokratie...

- Blocher behauptete vor 20 Jahren Südafrika werde nach der Einführung des "one man, one vote im Chaos versinken. Die Südafrikaner haben ihm das Gegenteil bewiesen!!!

Diese Vorurteile und die katastrophalen Folgen des Kolonialismus sind die Hauptursachen für die Not in Afrika. Das Hauptproblem Afrikas ist, dass die nötigen Investitionen aus dem Westen fehlten. Afrika ist von den globalen Handelströmen weitgehend ausgeschlossen.

Afrika sich selbst zu überlassen, wäre das Dümmste was wir machen könnten. Die gleichen Leute, die die Entwicklungshilfe nach Afrika aufgeben möchten, sind die ersten, die über Flüchtlinge aus Afrika jammern!

Wir müssen in Afrika investieren! Die Afrikaner als gleichberechtigte Handelspartner betrachten! Es wird sich lohnen! Wenn es der Westen nicht tut, werden es China oder Indien machen (Sie tun das teilweise heute schon mit Erfolg!)

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 01:43 Uhr

Der Artikel zum Thema Entwicklungshilfe der "Welt"woche ist einmal mehr völlig einseitig! Natürlich ist es richtig die Entwicklungshilfe gründlich zu hinterfragen!

Nur, die Experten - auch die afrikanischen Experten - sind sich über den Nutzen der Entwicklungshilfe uneinig!

Die "Welt"woche erwähnt natürlich nur diejenigen Experten die in ihr rechtskonservatives Weltbild passen!

Die Behauptung Afrika gehe es heute schlechter als am Ende der Kolonialzeit ist völlig falsch!!!

Die Fakten:

1. Beispiel Kindersterblichkeit:
Senegal: 1960: 31% -> 2005: 12%

2. Beispiel Analphabetismus:
Nigeria: 1960: 90% -> 2005: 30%

3. Beispiel BIP:
Botswana: 1960: 80$/Einwohner -> 2005: 6500$/Einwohner

Diese Zahlen zeigen klar, dass diese afrikanischen Staaten in einem katastrophalen Zustand in die Unabhängigkeit entlassen wurden. Dank der Entwicklungshilfe und dank fähigen Leuten in den Ländern selbst, ist die Situation heute wesentlich besser!

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 01:29 Uhr

@chateau (petter):

Verschon uns mit dem Müll, den dein braunes Hirn zusammenspinnt!!!

"Nur, in Afrika liegt kein einziges solches Land."

Du hast so keine Ahnung! Botswana ist dasjenige Land, dass das grösste Wirtschaftswachstum in den letzten 40 Jahren weltweit aufwies! Und Botswana liegt in Afrika!!!

"die Infrastruktur, die von den Kolonialisten aufgebaut worden waren, zu vernachlässigen und zu zerstören."

Du hast so keine Ahnung! Die afrikanischen Staaten wurden in katastrophalen Zustand in die Unabhängigkeit entlassen. Mittlerweile hat sich einiges verbessert, auch dank der Entwicklungshilfe!

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 01:24 Uhr

@shankara

"denn wenn der Afrikaner mal mächtig wird, dann wird er zur rücksichtslosen Bestie - man schaue die afrikanischen Diktatoren an."

Das ist eine rassistische Verallgemeinerung, die völlig falsch ist! Es gibt auch in Afrika Demokratien!!!

"denn die jetztigen Grenzen sind willkürlich von den Kolonisten gezogen worden, ohne Rücksicht auf Stammesgrenzen, ect."

In diesem Punkt stimme ich mit dir überrein! Die Kolonisten haben teilweise gut funktionnierende afrikanische Staatswesen völlig zerstört!

  • petter
  • 10.10.09 | 23:52 Uhr

Es ist ganz einfach. Es gibt Dutzende Länder, die es geschafft haben, aus der Armut herauszukommen, Industrien aufgebaut haben, jetzt Exporterlöse erzielen, die Schulen verbesserten, ein rentables und Arbeitsplätze schaffendes Touristengeschäft aufgebaut haben.

Nur, in Afrika liegt kein einziges solches Land. Und das soll nichts mit den Eigenschaften von Rassen zu tun haben? Verzell du das am Fährimaa...

Fast ausnahmslos ist es afrikanischen Staaten gelungen, die Infrastruktur, die von den Kolonialisten aufgebaut worden waren, zu vernachlässigen und zu zerstören. Südafrika als Grossförderland von Kohle ist es gelungen, die Kohleanlieferung aus dem eigenen Land so zu vernachlässigen, dass es in eine Energiekrise stürzte und die Grubenindustrie mangels Elektrizität die Förderung von Gold und anderen Grundstoffen zeitweise einstellen musste.

  • shankara
  • 10.10.09 | 20:39 Uhr

Da mein Vater 30 Jahre in der Entwicklungshilfe in der dritten Welt arbeitete, die meisten davon in Afrika, weiss ich folgendes aus erster Hand:

Die Afrikaner haben viel lieber einen weissen als einen schwarzen Chef über sich, denn wenn der Afrikaner mal mächtig wird, dann wird er zur rücksichtslosen Bestie - man schaue die afrikanischen Diktatoren an.

Die Weissen sollen sich gänzlich aus Afrika zurückziehen, dh: Sich nirgends mehr in Afrika einmischen, auch nicht mit Entwicklungshilfe - es wird einpaar Jahre Blut fliessen, dann wird in Afrika wieder Ruhe und Frieden einkehren, denn die jetztigen Grenzen sind willkürlich von den Kolonisten gezogen worden, ohne Rücksicht auf Stammesgrenzen, ect.

Die Weissen müssen auch aufhören, die ganze Zeit afrikanische Diktatoren zu unterstützen, damit sie an günstige Ressourcen kommen - auf der einen Seite tut man Afrika ausbeuten, auf der anderen Seite schickt man dann Entwicklungshilfe - das ist maximal verlogen!

Die Entwicklungshilfe ist ein Desaster, sie hilft überhaupt Nichts, denn solange der Afrikaner nicht selber einen Effort macht, sich aus seiner Mentalität der "Hauptsache ich habe heute was zu essen, der morgige Tag sorgt für sich" heraus zu entwickeln, kann man soviel Geld nach Afrika fliessen lassen, wie man will, es versickert im Nichts.

Es bringt nichts, dort Kinder impfen zu lassen, die dann an Hunger sterben werden - Afrika muss sein Schicksal selber in die Hand nehmen, nicht wir Weissen!

  • Enriched Uranium
  • 09.10.09 | 21:26 Uhr

@larry

doch. entwicklungshilfe ist schon das richtige wort. schauen sie doch mal, wie sie geholfen hat, die bürokratie und die ngos zu entwickeln!

  • sen.
  • 09.10.09 | 13:27 Uhr

mediabuehler 09.10.09 10:59

Nicht zuhören wollen. Das ist ein riesengrosser Unterschied. Solange wir die Steuer zahlen gibt es genügend Geld zu verteilen. Nicht vergessen, dass diese Helfershelfer politisch in der Mitte und meistens links von der Mitte stehen. Ohne einen starken Staat würden sie wie die Mäuse in der Kirche leben. Dashalb plädiere ich seit langem dafür, dass wir wenigstens ein Jahr lang keine Steuer zahlen. Vom Staat Sparübungen zu erwarten ist so eine Illusion wie die Sistierung der Entwicklungshilfe. Erst dann wird erspart wenn der Staat zu wenig Geld hat zu verteilen.

  • mediabuehler
  • 09.10.09 | 10:59 Uhr

Das Problem ist offenbar, dass unsere westlichen Politiker entweder nicht die Wahrheit wissen wollen oder nicht zuhören können.

  • Larry
  • 09.10.09 | 10:33 Uhr

"Seit 1960 sind schätzungsweise 500 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe in Richtung Schwarzer Kontinent gepumpt worden. Heute ist jedoch vielerorts das Lebensniveau noch unter das der späten Kolonialzeit gefallen. Der kenianische Wirtschaftswissenschaftler James Shikwati plädiert deshalb für ein sofortiges Ende jeder Entwicklungshilfezahlungen. Sie habe Korruption nur gefördert und gleichzeitig zu einer Entmündigung geführt."

"Der Begriff Entwicklungshilfe geht am Kern der Sache vorbei. Wer einem anderen hilft, will die Lage des anderen verbessern. Diejenigen, die sogenannte Entwicklungshilfe leisten, verfolgen aber ihre eigenen Interessen. Es geht um Arbeitsplätze für Entwicklungshelfer, und es geht um politischen Einfluss und um Rohstoffe."

"Die Entwicklungshilfe lässt die politische Industrie expandieren, und sie hemmt die produzierende Wirtschaft, wo die Talente gebraucht werden."

"In gewisser Weise hat der korrupte Politiker ja die Steuerzahler in Europa oder Amerika bestohlen. Wenn unsere Regierungen aber auf unser Steuergeld angewiesen sind, wird kein Afrikaner mehr akzeptieren, dass die Politiker unser Geld stehlen. In diesem Sinne würde es der Demokratie helfen, wenn die Zahlungen von Hilfsgeldern eingestellt würden."

"Ohne ausländische Hilfsgelder müssten die Regierungen sich um eine wirtschaftliche Entwicklung sorgen, die im Lande selbst entsteht."

Damit wäre eigentlich alles gesagt.

  • sen.
  • 09.10.09 | 09:37 Uhr

mediabuehler
Wie in der WW bereits mehrmals dargestellt wurde geht es bei der Entwicklungshilfe gar nicht um die armen Afrikaner, sondern um die weissen Beamten, die dabei gut verdienen.

  • mediabuehler
  • 09.10.09 | 09:22 Uhr

http://www.faz.net/s/RubF0E4F4ECFDD24816BC0C6759093E04F7/Doc~E851850F73E9C4FCBB4EB5D59424F431D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
und
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EAAA8CB14DE444D8FAEAB11891185C79F~ATpl~Ecommon~Scontent.html

sind zwei Links von Schwarz-Afrikanern die es wissen. Würde ein Weisser das schreiben, würde er von den Linken gelyncht... (metaphorisch gemeint)

Empfehlenswert zu lesen und aufschlussreich.

  • sen.
  • 09.10.09 | 07:38 Uhr

Schlemihl
Wenn irgendetwas ein Unsinn ist (nach Ihrem Gusto), dann diese Aussage ganz bestimmt. Bevor Sie andere belehren wollen informieren Sie sich an einer authentischen Stelle.

  • Schlemihl
  • 09.10.09 | 01:15 Uhr

@Schweizerin

Vielleicht informierst du dich erstmal wie IV, Arbeitslosenversicherung, Gesundheitskosten finanziert werden und welche Summen für die einzelnen Bereiche ausgegeben werden!

Übrigens Ausländer sind ein Segen für unsere Sozialversicherungen. Das gilt auch fürs Gesundheitswesen!

  • petter
  • 08.10.09 | 22:23 Uhr

Nachsatz zu Merzens Rede:".............In diesem Zusammenhang freue ich mich, Ihnen die Kandidatur des ehemaligen Bundespräsidenten Joseph
Deiss als Präsident der 65. Session der Uno-Generalversammlung bekanntzugeben."

Jetzt werden wir uns auch noch an der UNO GV lächerlich machen mit Deiss!
Weshalb haben die keinen besseren gefunden, z.B. Jean Ziegler?
Bei dem weiss man wenigstens zum voraus, dass er seine Heimat gründlich mit Dreck bewerfen will. Das kann er wenigstens.

  • petter
  • 08.10.09 | 19:14 Uhr

Zwei Bemerkungen von Merz vor der UNO-GV am 24.9.2009

1."Was die Schweiz betrifft, so werden wir unser Engagement in der Entwicklungshilfe trotz knapper werdenden Mitteln aufrechterhalten."
Falsch und schade. Dem fehlt ein Abonnement der WW.

2."Die G20 ist zu einer Bühne für die Diskussion globaler Themen geworden.Diese Entwicklung darf nicht auf Kosten anderer Staaten oder Institutionen wie der UNO gehen. Der G20 fehlt es an Legitimität und an transparenten Strukturen, die nötig wären, um Sanktionen zu beschliessen.Die Mitglieder der G20 selber werden nicht alle der gleichen Prüfung unterzogen......."
Richtig und eigentlich ziemlich mutig für einen Merz. Gratuliere.

  • petter
  • 08.10.09 | 19:06 Uhr

NGO's: Es ist halt so schön ein guter Mensch zu sein.............
mit dem Geld der anderen.
Schliesst doch endlich den Deza-Laden, den korruptionsfördernden...........

  • Schweizerin
  • 08.10.09 | 18:06 Uhr

Wir klagen über manglende Mittel (Steuergelder) fürs IV-Defizit, Krankenkassenlöcher, Jugendarbeitslosigkeit, etc. und werfen gleichzeitig Milliarden in die Entwicklungshilfe (Steuergelder!).

Da läuft doch etwas ganz falsch...

  • Lohmann
  • 08.10.09 | 10:23 Uhr

@Kaspu
@Schlemihl

Ihr habt völlig recht. Dieser Artikel von Frau Gasser ist leider einmal mehr völlig unbrauchbar. Es fällt auf, dass in allen Artikeln von Frau Gasser zu diesem Thema gewisse "Textbausteine" immer identisch sind. Womöglich hat das damit zu tun, dass sie von der "Zeit" abschreibt. Es ist bereits der dritte Artikel von Frau Gasser zu diesem Thema und er bietet inhaltlich rein gar nichts Neues. Er gibt meist die gleiche Klischees wieder.

@Enriched Uranium
Dein Kommentar ist Müll. Lass das doch bleiben, wenn du inhaltlich nichts zum Thema beitragen kannst.

@kurtkoblet
Deine Argumentation ist wirr und völlig unlogisch!

  • kurtkoblet
  • 08.10.09 | 10:13 Uhr

how about "impoverished soil" _?
uran scheint mir zu hoch gegriffen, da werden ja energien frei.
sachlage: menschen mit krücken werden bemitleidet, aber über die strasse helfen, ist man sich zu fein, gell?
nun kann es ziel einer jeden kultur sein, wieder laufen ohne krücken zu lernen....soll...darf dies (beinbruch,brille, arten von kurierbaren , zeitlichen behinderung etc.) sein ?
die diskussion führt auch in's asylwesen, denn hier geht's besser, man kriegt ja was. wegschauen und geben ist besser wie diskutieren und notfalls korrigieren.
afrika als arme wie bergregionen in der schweiz hinzustellen. zumal wir ja das (sic) reichste land der welt sind. wir haben unsere schuldigkeit getan und gegeben - uns kann man nix vorwerfen.
eine klassische schmerzfreie sozimeinung oder übermenschenattitüde. neben kosten enstehen auch emotionen - diese sind primär im inland zu behandeln. als staatsangestellter mit garantierten 65salärjahren in unkündbarer stellung ist dies schwer vorstellbar.
und für gutmenschen hat's ja auch in afrika platz - selber gesehen.
nur gehen diese wenn's eng wird schnell wieder nach hause in die "böse" schweiz.

  • Enriched Uranium
  • 08.10.09 | 00:49 Uhr

@schlemihl, 08.10, 00:11

...darum flüchten Europäer nach Afrika, nicht wahr?

Sie offenbaren eine absolut rassistische und elitäre Haltung gegenüber schwarzen Menschen. Aber ich weiss schon: Sie schreiben doch immer gegen die Ungerechtigkeiten der Welt, gegen die Schere zwischen Arm und Reich, gegen Ausbeutung - Sie MüSSEN doch ein guter Mensch sein!! Nur ein verbohrter, engstirniger Konservativer kann kritisch sein! Pfuii!! Sie sind ein guter Mensch!! Ha! Das sagt Schlemihl über Schlemihl! Ich muss ein böser Mensch, ja geradezu ein Teufel sein, nicht wahr!?

  • Schlemihl
  • 08.10.09 | 00:17 Uhr

@Kaspu:

Besten Dank für diesen Hinweis. Es fällt auch auf, dass Frau Gasser Phrasen aus früheren "Welt"woche-Artikeln von ihr zu diesem Thema einfach wiederholt.

Es ist offensichtlich, dass Frau Gasser wenig Ahnung von diesem Thema und insbesondere von der Lage in Afrika hat.

Es ist sicherlich richtig, dass man die Konzepte der Entwicklungshilfe überdenkt. Aber dazu bedarf es einer korrekten, sinnvollen Analyse. Und die liefert Frau Gasser mitnichten!

  • Schlemihl
  • 08.10.09 | 00:11 Uhr

Beispiel Analphabetismus:
Auch hier war die Lage am Ende der Kolonialzeit katastrophal. Kaum jemand konnte in diesen Staaten Lesen und Schreiben. Heute sieht die Lage wesentlich besser aus! Auch dank der Entwicklungshilfe!

Nigeria 1970: 80% -> 2005: 30%

  • Kaspu
  • 08.10.09 | 00:03 Uhr

Die Qualität dieses Artikels ist schon sehr fragwürdig. Ein flüchtige "Recherche" im Internet zeigt folgendes: Frau Gasser schreibt fast wörtlich gewisse Stellen aus einem alten "Zeit" Artikel ab (siehe cri de colère)http://pdf.zeit.de/2007/01/EWP-Shikwati.pdf

Dies lässt eigentlich nur eine mögliche Schlussfolgerungen zu:
Frau Gasser versteht nichts von der Materie. Sonst müsste Sie sich ja nicht bei anderen inspirieren lassen. Mit solchen Artikeln erweist die Weltwoche den kritischen Stimmen (ich zähle mich dazu) zur Entwicklungshilfe einen Bärendienst.

  • Schlemihl
  • 08.10.09 | 00:03 Uhr

"Den meisten Afrikanern südlich der Sahara geht es heute schlechter als am Ende der Kolonialzeit."

Frau Gasser, hören Sie doch endlich auf diese erwiesenermassen falsche Aussage immer wieder zu verbreiten!

Die Lage in den allermeisten afrikanischen Staaten war am Ende der Kolonialzeit miserabel.

Beispiel Kindersterblichkeit:
Die Kindersterblichkeit hat sich in den meisten afrikanischen Staaten fast halbiert seit den 60er Jahren! Auch dank der Entwicklungshilfe!

Beispiele:
Tansania: 1960: 24% -> 2005: 12%
Senegal: 1960: 31% -> 2005: 12%

 
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