Intern

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Mit seinem Verbot eines Plakats, das für die Initiative zum Verbot der Minarette wirbt, hat der Kanton Basel-Stadt das Thema unfreiwillig zuoberst auf die politische Agenda gehoben, knapp zwei Monate vor der Abstimmung am 29. November. Andere Städte überlegen sich ebenfalls, ob sie das Plakat untersagen wollen. Die Vorgänge erstaunen. Statt die politische Auseinandersetzung über ein legitimes Thema zu suchen, drängt der Staat in die Rolle eines Oberzensors. Noch erstaunlicher ist, dass grosse Medienhäuser wie Ringier und der Tages-Anzeiger sich eiligst in Selbstzensur üben und auf einen Abdruck des Inserats verzichten. Im Zeichen der politischen Korrektheit scheint sich eine neue Lust am Verbieten breitzumachen, elementare demokratische Grundrechte werden von den neuen Gesinnungsrichtern ausser Kraft gesetzt.

Seit bald zwei Jahren ist Eveline Widmer-Schlumpf Justizministerin. Der tosende Applaus, unter dem die Bündnerin ins Amt gewählt worden war, hat sich verflüchtigt. In der Asylpolitik türmen sich die Probleme, die Personenfreizügigkeit hat sich anders entwickelt als von ihr prognostiziert. Ausgerechnet der Hollywoodstar Roman Polanski, der mit seiner Verhaftung in Zürich weltweit für Schlagzeilen sorgte, hievte die unscheinbare Bündnerin nun erneut ins Rampenlicht. Inlandredaktor Andreas Kunz benutzte die Gelegenheit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Was taugt die am Anfang hochgejubelte Bundesrätin wirklich?

Die Weltbank will mehr Geld. «Angesichts der verheerenden Folgen der globalen Rezession», sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick, «besonders in armen Staaten, braucht die Weltbank eine bessere finanzielle Ausstattung.» Dabei hatten die 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte bereits bei ihrem Gipfel im April in London beschlossen, der Weltbank 100 Milliarden Dollar mehr zur Verfügung zu stellen, um armen Ländern zu helfen. Die Debatte ist stets die gleiche, um wie viel die Gelder aufgestockt werden sollen. Doch die zentrale Frage, ob diese überhaupt etwas bewirken oder nicht sogar schaden, wird ausgeklammert. Unsere Autorin Carmen Gasser befasst sich in ihrem Artikel mit dieser elementaren Frage und lässt afrikanische Ökonomen zu Wort kommen, die erklären, warum sie den sofortigen Stopp von Entwicklungshilfeprojekten fordern.

Nächste Woche wird die Boulevardzeitung Blick im alten, grossen Format mit neuem Layout neu lanciert. Das seit Jahren serbelnde Blatt nimmt einen weiteren Anlauf, um aus der Verlustspirale auszubrechen. Die Chancen sind intakt. Wir haben den Termin zum Anlass genommen, mit dem Chef von Ringier Schweiz, Marc Walder, ein etwas grundsätzlicheres Gespräch über die Zukunft der Zeitungen und der Medien zu führen. Es geht um technische Fragen, aber auch um den politischen Auftrag grosser Verlagshäuser. Walder, der als behutsamer, schwer fassbarer Manager gilt, will zurück zum kernigen, emotionalen Boulevard. Ob das dem asketisch veranlagten Mineralwassertrinker gelingt, bleibt abzuwarten.

Ihre Weltwoche

Kommentare

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  • Christine
  • 14.10.09 | 23:39 Uhr

Besten Dank, Gallus. Das Foto werde ich mir später ansehen (ich vermutete beim Anklicken ein Bild).

Da ich mich fragte, wie ohne Zähne Blätter verspiesen werden, googelte ich noch etwas weiter, bildlos, http://www.20min.ch/news/wissen/story/19617845
und fand, dass sie wahrscheinlich die Blattfasern einfach schlucken.

So. That's all about spiders for this year.

  • petter
  • 14.10.09 | 19:45 Uhr

Diese Theorien. Die Bevölkerungsdichte der Schweiz liegt bei ca. 500 Personen/ km2. Alles andere ist Spiegelfechterei oder Sofismus.

  • Christine
  • 14.10.09 | 16:33 Uhr

Ist die Ameise das Lebewesen, das evolutionstechnisch gesehen am reinsten ist? Die Ameise soll einen nuklearen Gau überleben können und nach ihm ihr Leben weiter führen können. Sind wir Menschen nur Nachahmer, die sich ihre Entwicklung zusammengestohlen haben? Wenn man bedenkt, dass wir fähig sind, logisch, stringent zu denken, Ameisen in dem Sinne jedoch nicht, muss man darauf kommen, dass wir von den anderen lernen und nicht sie von uns. Ist der kämpferische Einsatz unserer Heerscharen (der Djihad sei nur erwähnt, weil wir es hier vom Islam haben) den Ameisen abgeschaut?

Item.

Nein, lieber Gallus, von vegarischen Spinnen habe ich noch nichts gehört. Dass mir vor diesen Vielbeinern leicht graut hat wahrscheinlich eher mit den schnellen Beinen zu tun als mit der Aussicht, von ihnen gefressen zu werden.

Wie angenehm ist doch das Eichhörnchen, das an den Nüssli rumknabbert statt an den Knochen toter Leichen. Was essen denn die vegetarischen Spinnen? Rüebli?

  • Gallus
  • 14.10.09 | 15:45 Uhr

Ameisen oder Termiten, das wäre vermutlich die ideale Gesellschaft für einige. Vermutlich wissen sie nicht, dass die Ameisen in einer Kolonie alles Schwestern sind.

"Folglich kann jede Gattung und jedes Individuum innerhalb dieser Gattung nur an sich selbst und seine eigenen Nachkommen denken. (Warum und wie es begann, über seine Nachkommen nachzudenken, ist eine andere Sackgasse der Evolution, aber wir überspringen diesen Punkt vorläufig). Es ist natürlich offen, wie diese Art von Evolutionsgesetz ein soziales, opferbereites System aus sich selbst heraus formen kann."

das ist natürlich Unsinn.

" Im Gegenteil, alle Lebewesen essen die Nahrung, die für sie bestimmt ist und führen die Aufgaben aus, die Allah ihnen zugewiesen hat. Denn "... Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst..."

Hast du von den vegetarischen Spinnen gehört?

  • Christine
  • 14.10.09 | 15:12 Uhr

Ameisen, Gallus, wir sind Ameisen :-(

"Die Ameisen, eine der sozialsten Gruppen innerhalb der Gattung der Insekten, leben in Gesellschaftsformen, die Kolonien genannt werden und außerordentlich gut organisiert sind. Ihre Organisation ist von solch fortschrittlicher Ordnung, dass man sagen könnte, dass sie in dieser Hinsicht eine Zivilisation ähnlich der der Menschen haben.

Die Ameisen kümmern sich um ihre Babys, beschützen ihre Kolonien und kämpfen, während sie ihre Nahrung produzieren und speichern. Es gibt sogar Kolonien, die schneidern oder sich mit Landwirtschaft oder Viehzucht befassen. Diese Tiere mit ihrem starken Kommunikationsnetz sind derart überlegen, dass sie hinsichtlich sozialer Organisation und Spezialisierung mit keinem anderen Organismus verglichen werden können."

http://www.harunyahya.de/bucher/wissenschaft/ameise/ameise02.php

  • Gallus
  • 14.10.09 | 00:55 Uhr
  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 23:47 Uhr

".. fast dreimal so hohe Bevölkerungsdichte.. das ist ja verrückt.."

Für die Koreaner offensichtlich kein Problem!

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 23:46 Uhr

Auch in Japan gibt es Gebirge, Vulkane und Inseln die kaum bewohnt sind. In Israel sind grosse Teile des Landes Wüstengebiete.

Selbst wenn man nur das Mittelland nimmt ist die Bevölkerungsdichte geringer als in Belgien, den Niederlanden oder Japan.

Nimmt man in Japan nur die Insel Honshu ist der Wert noch wesentlich höher. Das gleiche gilt, wenn man nur England betrachtet und beispielsweise das schottische Hochland und die schottischen Inseln weglässt. Oder schau dir mal nur den Ruhrpott in Deutschland an.

"Einige Kulturen lieben die Nähe zueinander mehr als andere."

So stark unterscheidet sich die belgische oder holländische oder englische Kultur in diesem Bereich wohl kaum von der schweizerischen!

  • Christine
  • 13.10.09 | 23:36 Uhr

Schönen Abend allerseits.

.. fast dreimal so hohe Bevölkerungsdichte.. das ist ja verrückt..

  • Christine
  • 13.10.09 | 23:30 Uhr

Sind die 182 mit oder ohne Berge gerechnet? Sicher m i t ..

Kommt die soziokulturelle Komponente hinzu: Einige Kulturen lieben die Nähe zueinander mehr als andere. Fragt sich bloss, was bei Bevölkerungsdichte und Nähe was bedingt hat: Das Bedürfnis der Nähe die Dichte oder die situationsbedingte Dichte die Nähe. Dichtestress, wie beschrieben in meinem Link, trifft nicht auf alle Kulturen zu.

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 23:17 Uhr

Bevölkerungsdichte (Einwohner/km2:

Singapur 6482
Malta 1266
Bahrein 1027
Bangladesh 1023

Taiwan 640
Südkorea 496
Niederlande 397
Belgien 340
Japan 337

Indien 333
Israel 305

Grossbritannien 247
Deutschland 230
Italien 192
Luxemburg 183

Schweiz 182

Es gibt rund 60 Staaten weltweit, die eine (teilweise massiv) höhere Bevölkerungsdichte haben als die Schweiz. Auch erfolgreiche Industrienationen.

Siehe Südkorea, Japan, Niederlande, Belgien: alle fast doppelt bis fast dreimal so hohe Bevölkerungsdichte!

  • Christine
  • 13.10.09 | 23:12 Uhr

"Ist dort auch kein Problem!". Ja, also, jetzt wird's knapp, lieber Schlemihl!

Mein sinnvolles Argument, Schlemihl, ist der Ellbogen im Mund des gequetschten Huhns, das grad noch heraus bringt: Ing Japng st's noch engr!

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 23:06 Uhr

Es gibt viele Staaten, die eine wesentlich höhere Bevölkerungsdichte aufweisen als die Schweiz, ja selbst als das schweizer Mittelland.

Werft mal einen Blick nach Holland oder Japan. Ist dort auch kein Problem!

Ihr habt ganz offensichtlich keine sinnvollen Argumente, weshalb 10 Millionen Einwohner für die Schweiz ein Problem wären.

  • Christine
  • 13.10.09 | 23:05 Uhr

Schlemihl, bis zu 10 Mio. Einwohner wären kein Problem? Wo ziehst Du denn die Grenze? Ich z.B. kann zahlenmässig nur schwer eine Grenze ziehen, ich weiss aber, dass Legebatterien mit Null Platz pro Huhn ungesund sind für das Huhn. Zusammenmosten geht zwar immer, doch es fragt sich, wie eng. Bist Du wie ich veranlagt, leidest Du, wenn Du zusammengepfercht wirst.

"Die hohe Bevölkerungsdichte und die fortschreitende Landschaftszerstörung führen zudem zu einem psychisch belastenden Gefühl der Enge (Dichtestress). Dies wird mehr und mehr mit aggressivem Verhalten oder auch mit Apathie und Resignation kompensiert."

"Die Wohnbevölkerung der Schweiz darf nicht mehr weiter wachsen. Längerfristig ist eine deutliche Abnahme der Bevölkerungszahl anzustreben.
Zur Erreichung dieses Ziels sind Massnahmen auf zwei Ebenen möglich:
Geburtenentwicklung;
Wanderungsbewegungen (Migration)."

http://www.ecopop.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=250&Itemid=286

  • Christine
  • 13.10.09 | 22:46 Uhr

"Gelassen plaudernd beim Gesundheitsspaziergang".. Ach, Petter, Du machst mich lachen mit Deinen humorvollen Einschüben.

Dabei weiss ich, und das sei nicht verharmlost, dass einigen die Galle überläuft angesichts der Zuwanderung.

  • petter
  • 13.10.09 | 19:50 Uhr

Gallus: Es genügt auch wenn Sie sagen: SChlehmilisch

  • Gallus
  • 13.10.09 | 17:00 Uhr

"DIE SCHWEIZ HAT NOCH PLATZ FUER WEITERE 1,4 BIS 2,1 MILLIONEN MENSCHEN."

idiotisch

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 15:38 Uhr

Nochmals,

Frau Lezzi hat völlig recht!

Bis zu 10 Millionen Einwohner wären für die Schweiz überhaupt kein Problem!

  • Gallus
  • 13.10.09 | 15:06 Uhr

"DIE SCHWEIZ HAT NOCH PLATZ FUER WEITERE 1,4 BIS 2,1 MILLIONEN MENSCHEN."

idiotisch

  • Schlemihl
  • 13.10.09 | 14:35 Uhr

@chateau (petter):

Frau Lezzi hat völlig recht!

  • petter
  • 13.10.09 | 13:46 Uhr

Apropos Wahlsieg Mouvement Citoyen Genèvois:

Zitat der Woche (aus Sonntagszeitung)

"DIE SCHWEIZ HAT NOCH PLATZ FUER WEITERE 1,4 BIS 2,1 MILLIONEN MENSCHEN."

Maria Lezzi, Die Chefin des Bundesamts für Raumentwicklung gestern im Interview mit der "Zürichsee-Zeitung".

- o h n e k o m m e n t a r-

  • petter
  • 13.10.09 | 13:41 Uhr

eidgenosse, danke für den Hinweis.Ich will nichts lächerlich machen, aber sagen Sie mir doch in welcher Sprache oder Dialekt sprach Gott? War das vor oder nach der Sintflut? Vor oder nach dem Turmbau von Babel?
Sie verstehen, ich hab da Mühe.

  • petter
  • 13.10.09 | 13:36 Uhr

Heute sind die Wahlen von Genf in Frankreich ein Thema. Sie wundern sich, dass ihr Opportunismus, immer mehr Frontaliers in die SChweiz zu schicken und immer mehr Franzosen Schweizer Doppelbürger werden zu lassen, einen solchen Sturm entwickelt und verursacht hat. Sie sind offenbar getäuscht worden durch die offensichtliche "Francophonie" der Presse (teils in franz.Hand), des Fernsehens, eines Berner Teils und der Intellektuellen und Kommunisten.

Ich kann Toni Brunner nur empfehlen, endlich einen Stage in der Westscheiz und im Tessin einzuschalten, statt im Toggenburg zu hocken. Die grauen Wolken, herrührend aus der Personenfreizügigkeit und der laisser-faire Politik vis-à-vis der Grenzgänger, bzw. des Gewerbes und des Handels in der Schweiz, könnten dräuend und blitzschlagend werden.*
Es gibt da noch die Grenzgängerschwerpunkte Kreuzlingen/Konstanz,
Rheintal/Lustenau, und natürlich Basel. Die Autokolonnen nach Franreich nach Arbeitsschluss sehe ich sehr oft.
In Kreuzlingen kommt hinzu, dass regelmässig neue Asylantenscharen eintreffen, völlig neu eingekleidet (mit Geschmack), gut genährt und sich gelassen plaudernd unterhaltend bei ihrem morgendlichen Gesundheitsspaziergang an der arbeitenden Schweizer Bevölkerung vorbei.
Die Telefonkabine im Bahnhof ist dann absolut belagert. Die Erfolgsmeldung, in der Schweiz zu sein muss in Afrika möglichst rasch verbreitet werden, auf dass noch mehr kommen, Frau Widmer-Schlumpf.
*Rechts von der SVP sind die Bürger!

  • petter
  • 13.10.09 | 13:21 Uhr

mediabühler: Einverstanden. Aber ist bei Ihrem Gedanken nicht der Wunsch der Vaters des Gedankens.
Tatsache ist, dass sich Deutschland inferior fühlt in Europa.Wenn die Deutschen sich mit den Franzosen vergleichen, dann schwingen sie wirtschaftlich weit obenaus.Der franz.M'Präsident Fillion gab es zu, letztes Jahr. "La France est en faillite."
Deutschland ist noch nicht konkurs und jetzt mit FDP/CDE/CSU besteht eine leise Hoffnung, dass die Bücher wieder etwas in Ordnung kommen. Jetzt sind 20 der 27 EU-Staaten NICHT mehr im Limit von Brüssel bez. der Staatsverschuldung.
Item, da Deutschland mit seinem Einverständnis(verlorener Krieg) höchstens die zweite Geige und wenn England muckt, die dritte Geige in Europa spielt ist das für (sehr) viele Deutsche unakzeptabel. Mal schauen was daraus wird. Mein Vertrauen haben sie nie.

  • eidgenosse
  • 13.10.09 | 09:36 Uhr

@petter

will dich ja nicht bedrängen und freue mich wenn du das AT ab und an dir zu gemüte führst.
kurzes resumé zu den erwähnten kapiteln (=rätsels lösung)

der erstgeborne von abraham war ismael (=heutige araber) und bruder von isaak (=heutige juden=volk gottes); beiden nachkommen hat gott seinen segen gesprochen, dass sie ein grosses volk werden: nur eine unterscheidung hat er gemacht (tja seine wege und gedanken sind nicht die unseren)
zu ismael: 1. Mos 16,11 Du bist schwanger und wirst einen Sohn bekommen, den du Ismaël, 'Gott hört', nennen sollst, denn Jahwe hat dein Jammern gehört. 12Er wird ein Wildesel von Mann sein, im Streit mit allen und von allen bekämpft. Und er wird seinen Brüdern auf der Nase hertanzen."
zu isaak: 1.Mos 17,19 Aber Gott sagte: "Nein, deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären, den du Isaak, Lacher, nennen sollst. Ihm und seinen Nachkommen gilt mein Bund für alle Zeiten. 20Doch auch wegen Ismaël habe ich dich erhört. Ich werde ihn segnen und fruchtbar machen, und er wird sehr viele Nachkommen haben. Zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich mache ihn zum Vater eines großen Volkes. 21Aber meinen Bund richte ich mit Isaak auf, den Sara dir im nächsten Jahr um diese Zeit schenken wird."

soviel zur ursachenklärung

  • mediabuehler
  • 13.10.09 | 09:23 Uhr

Petter
Die sogenannten Neutürken haben anfangs des 20. Jh. eine bedeutende Anzahl deutscher Offiziere in die türkische Armee geholt, die diese auf deutsche "Werte" aufbauen sollten. Das haben diese dann auch getan.

Ich bin nach dem 1. Weltkrieg und noch mehr nach dem 2. Weltkrieg der unumstösslichen Überzeugung, dass deutsche Truppen auf fremden Territorien - und sei es tausendmal in sogenannten Friedensmissionen oder "Verteidigung des Westens am Hindukusch" - überhaupt und grundsätzlich nichts verloren haben.

Scholl-Latour, der unumstrittenermassen die grössten globalen Geschichtskenntnisse hat unter den Medienschaffenden, sagt das gleiche. Schade nur, dass "Die Linke" in D offenbar die einzige Partei darstellt, die sich gegen diese politischen und strategischen Fehleinschätzungen stellt.

Im Grunde kann man in D keine der etablierten Parteien wählen, weil man sich als Wähler ja mitschuldig macht an den Toten die jeder Konflikt nach sich zieht.

  • petter
  • 12.10.09 | 21:46 Uhr

Auch in Basel gibt es zehntausende Grenzgänger. Da aber Basel schon zu Multikulti ist (Plakatverbot), wird da kaum Protest daherkommen wie in Genf und im Tessin.*
In Kreuzlingen wird die Schweiz überschwemmt mit Deutschen. Sie sind überall. Gebaut wird wie verrückt. Mir entzieht sich wo die alle arbeiten.
Natürlich sind sie im Gastgewerbe, in den Spitälern und sonst überall.
Kreuzlingen hat noch nie einen solchen Bauboom erlebt. Bald wird die letzte Wiese überbaut sein mit den üblichen Blöcken mit sog. Eigentumswohnungen.
Es ist für die Einheimischen, die nicht daran verdienen, zum davonlaufen.

Es ist möglch, dass in der Schweiz erstmals soziale Unruhen zum Vorschein kommen. Leider hat die SVP geschlafen und diese Probleme nicht ernst genug genommen. Jetzt kommen neue Parteien, die das tun. Vielleicht muss der Toni Brunner aufwachen, denn gerade die Probleme der Ueberfremdung wären sein eigentliches Thema Nr. 1 in der heutigen Zeit.
Die Sozen haben sich abgesichert mit 200 Inspektoren(neuen Funktionären), die Lohndumping in den Betrieben, vor allem im Bau, aufdecken sollten..
*Bern schläft auch da, währenddessen die Italiener fragwürdige Kontrollen der Reisenden (zwecks Aufdeckung von Geldtransporten!) durchführen.
Die faulen Politsäcke suhlen sich gerne im Steuergeld des Finanzsektors, aber wehren tun sie sich nicht dafür!
Es könnten rauhe Zeiten kommen und niemand spricht es an. Höchstzahlen bei Arbeitslosen, bei IV-Rentenausgaben, bei Zuwanderung, bei der KK.

  • petter
  • 12.10.09 | 21:32 Uhr

Interessante Entwicklungen in Genf. Der Riesenerfolg der Bürgerpartei in Genf mit dem Thema "Frontalier" soll natürlich, wie immer heruntergeschwätzt, verniedlicht werden. In Frankreich wurde in den Nachrichten gebracht, das Wort "Racaille" (Gesindel/Abschaum) würde in der Schweiz verwendet, um die Grenzgänger zu bezeichnen. Das ist hart, aber insofern interessant, als eben dieses Wort von Präsident Sarkozy gebraucht worden ist. Aber nicht für Grenzgänger, sondern für Gesindel, das die Quartiere unsicher machte.
Die neue Bewegung will innert 45 Tagen das Bettelvolk aus Genf hinaus...............
Sieht man noch nach Süden, in den Tessin, mit 50'000 Grenzgängern, die den Tessinern die Jobs wegnehmen (wohl durch Dumping, kaum wegen der Qualifikation ),dann könnte es an Schweizer Grenzen heiss hergehen.
Einige in Bern, auch mit Namen Couchepin, werden bald rote Köpfe haben. Das Belügen der Bevölkerung vor der Abstimmung Personenfreizügigkeit könnte ein Rohrkrepierer werden.
Der Genfer von der MCG sagte richtig, die Politik vertrete ihre Interessen nicht mehr.
Natürlich wird der alte Sermon gebracht, ohne fremde gehe die Welt unter. Man brauche sie unbedingt. Das ist die grösste aller Lügen.
Hätte man eine Politik mit moderater Einwanderung und weiter mit Kontingenten gemacht stünde die "Berner" Politik jetzt nicht vor der Pleite.
Merke: Je mehr Einwanderung, desto mehr Einwanderung folgt, so sicher wie das Amen in der Kirche.

  • petter
  • 12.10.09 | 19:48 Uhr

Mediabühler.Den Musa Dagh habe ich vor etwa 60 Jahren gelesen. Ein wirklich fesselndes Buch, aber eben nur ein Buch.
Die Filmdokumente und Fotos, die inzwischen über den Völkermord bekanntgeworden sind, lassen keine Zweifel offen an der Brutalität der Türken. Ein Teil der Armenier wurde zielbewusst in die Syrische Wüste geführt. Da verdursteten sie.Weiteres Zutun der Türken war nicht nötig.
Interessant an dem Fall Völkermord an Armeniern ist die deutsche Logistik dahinter. Vielleicht haben da die deutschen zum ersten Mal so richtig geübt. Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, sagte mal einer. Hat etwas.
Nicht zu vergessen ist die Ausrottung der Herreros in "Deutsch-Südwestafrika"
Ja, der Tod ist tatsächlich ein Meister aus Deutschland.

  • petter
  • 12.10.09 | 19:41 Uhr

eidgenosse: Danke für den Text. Da er lange ist, werde ich ihn später vielleicht lesen.
Doch eines voraus. Alle diese schönen Geschichten mit Abraham und so sind............Geschichten. Die kann man glauben oder nicht. Ich halte nicht viel davon. Es sind bis zur Unkenntlichkeit veränderte Historien.
Wenn ich mich so richtig amüsieren will, so lese ich manchmal eine Passage in einer alten Zürcher Bibel, altes Testament.
Die Brutaliäten darin sind mindestens so stark wie Killerspiele. Nichts Neues auf dieserErde.

  • mediabuehler
  • 12.10.09 | 14:36 Uhr

Erdogan stellt Armenien nach dem Verhandlungschaos gestern neue Bedingungen. Die unendliche Ungerechtigkeit die den christlichen Armeniern seit dem 1. Weltkrieg durch die Türken zugefügt worden ist, später von der UDSSR, sollte man etwas besser kennen, als das offenbar die Vermittler in dieser Sache tun. Ich rate allen die sich etwas tiefer mit dem Hintergrund beschäftigen möchten sich das eindrückliche Tatsachenhintergrund-Werk von Franz Werfel "Die vierzig Tage des Musa Dagh" in ihrer Gemeindebibliothek zu beschaffen. Offenbar haben Politiker wenig oder gar keine Geschichtskenntnis und scheinen sich nur ihrer persönlichen Eitelkeit in der Öffentlichkeit hinzugeben.

  • petter
  • 12.10.09 | 12:41 Uhr

Nachtrag zum Fall "CERN": Einer der beiden Marokkaner, der jüngere Bruder, wurde vom Staatsanwalt gegen Terrorismus in Frankreich frei gelassen. Er soll mit den Attentatsplänen nichts zu tun haben

Erstaunlich ist einmal mehr, dass unsere europäischen Geheimdienste, und Frankreich hat da seit jeher eine breite Erfahrung, nicht in der Lage waren, die Angelegentheit aufzudecken, obwohl die Attentatspläne gegen franz. Einrichtungen gemacht worden waren.

Einmal mehr ist es die "Effizienz" des amerikanischen Geheimdienstes, der den Brüdern auf die Spur kam. Da kann man nur gratulieren und einmal weniger auf die USA schimpfen.

PS. Die Frage stellt sich bei jedem Fall neu: Was haben Muslime gegen uns, dass sie soweit gehen und irgendeine Vernichtungsmaschinerie basteln mit der eindeutigen Absicht, zu töten? Wer kennt das Rätsel?

Aber das hat gar nichts mit Minaretten zu tun,selbstverständlcih.

  • sun fun
  • 12.10.09 | 12:13 Uhr

listen schleimi

du kannst an dir selber beobachten wie ihr immer gleich argumentiert, ideolische ecke blabla, ich bin ein stinknormaler schweizer der viel steuern bezahlt und manchmal wagt zu fragen wo den das geld hingeht, die ausländer die arbeiten und sich integrieren wollen, sind herzlich willkommen bei uns, ich bin sehr stolz auf unser land und wehre mich einfach dagegen, dass der staat immer mehr aufgaben übernimmt und jetzt gar am ende das denken noch für mich übernehmen will, das schlimme ist du glaubst wirklich was du sagst, nur denke ich, du siehst nicht, dass auch sehr negative folgen daraus enstehen

  • Schlemihl
  • 12.10.09 | 11:19 Uhr

@sun fun:

Dass du Muslime mit zähnefletschenden Hunden vergleichst zeigt klar wie vorurteilsbezogen zu argumentierst und aus welcher ideologischen Ecke du ganz offensichtlich kommst!

  • sun fun
  • 12.10.09 | 10:33 Uhr

@schlemihl

du kommst mir vor wie der hundebesitzer der von weit weg ruft: er macht nüt, er macht nüt! wenn der hund zähnefletschend auf mich zurennt. sei mir nicht böse aber du bist der letzte auf den ich mich verlassen würde, ein prachtexemplar eines gutmenschen

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 21:36 Uhr

@Windrider51:

"auch der bärtige Mann, immer wieder ins Bild gedrückt, war die personifizierte Drohung, so zumindest meine Wahrnehmung."

Ohhh, ein bärtiger Mann der in der Arena bös dreinschaute! Das ist aber ein tolles Argument! Aber solche Argumente sind typisch für die Islamophoben! Ich habe es schon mehrmals betont hier. Es handelt sich um eine irrationale unbegründete Angst vor den schweizer Muslimen! (Oder eben vor "bösen Männern" mit Bärten...)

  • Schlemihl
  • 11.10.09 | 21:32 Uhr

@Windrider51:

"Und so komme ich eben zum Schluss, dass die EU so ziemlich das anti-demkratischste ist, war sich derzeit auf dem europäischen Kontinent tummelt."

Ich sags ja: Du ziehst die falschen Schlüsse, weil du offensichtlich schlecht informiert bist!

Du scheinst offensichtlich die undemotratischen Verhältnisse in Weissrussland oder Russland nicht zu kennen. Alle osteuropäischen Staaten, die heute in der EU sind, sind heute wesentlich demokratischer und rechtsstaatlicher als sie vor dem EU-Beitritt waren! Und alle osteuropäischen EU-Staaten sind wesentlich demokratischer als die osteuropäischen Nicht-EU-Staaten!

  • HenryVIII
  • 11.10.09 | 17:08 Uhr

@ schlemihl

Mag sein, dass das in Jakarta so war. Viel eher aber glaube ich dass Du diesbezüglich eine verzerrte Wahrnehmung hast.

Mir blieben nur die Bilder auf diversen TV-Stationen von Beirut, Cairo und Anderen Städten. Und da waren die Strassen und Plätze mit Menschenmassen überdeckt.

  • Windrider51
  • 11.10.09 | 15:00 Uhr

Schlemihl, Du magst Deine Quellen haben, ich die meinen. Ich kann Dich aber insofern beruhigen, dass ich mir meine Meinung erst bilde, nachdem ich verschiedene unabhängige Quellen miteinander verglichen habe.

Und so komme ich eben auch zu meinen Meinungen, die nicht falsch sein müssen, weil ich explizit nicht vor Ort war.

Das betrifft die Aktivitäten der Moslems genau so die das Gebahren rund um die EU.

Und so komme ich eben zum Schluss, dass die EU so ziemlich das anti-demkratischste ist, war sich derzeit auf dem europäischen Kontinent tummelt.

Und wenn ich an die Friedfertigkeit des Islams glauben soll, dann passen aber die hasserfüllten Gesichter der türkischen Moslems in der letzten Arena-Sendung so gar nicht ins friedliche Konzept, auch der bärtige Mann, immer wieder ins Bild gedrückt, war die personifizierte Drohung, so zumindest meine Wahrnehmung.

Was auch noch unterstrichen wird durch die unterschwellige Drohung, die Minarett-Initiative gefährde den religiösen Frieden in der Schweiz. Wo bitte kann den der Friede gestört werden, wenn alle friedlich sind ?

  • Schlemihl
  • 10.10.09 | 18:44 Uhr

@Windrider51:

Ich war zu diesem Zeitpunkt 09/11 in Jakarta. Nochmals, die Leute waren tief betroffen. Gejubelt haben eine paar wenige Extremisten!

Du ziehst die falschen Schlüsse aufgrund mangelnder Information! Jeder der sich einigermassen seriös informiert, weiss, dass eine kleine Minderheit gejubelt hat und auch nur eine kleine Minderheit lautstark gegen die Karikaturen protestiert haben.

Leider ist diese mangelnde Information weit verbreitet. Siehe Falschinformationen der SVP über die EU, über Rumänien und Bulgarien und eben den Islam.

  • sen.
  • 10.10.09 | 16:42 Uhr

@Windrider51

So ist es mit den linken Genossen. Alles, was nicht von ihnen kommt ist Mist, Unsinn Unwahrheit und Plattitüde. Alles von ihnen kommt ist die Wahrheit und die Quelle der Weisheit. Nur wir Dummen merken es nicht.

  • TejanoJose
  • 10.10.09 | 00:38 Uhr

@Windrider51 - hold your horses und wisch Dir den Schaum von den Lippen.

Wie Du richtig bemerkt hast leben wir in einer Demokratie! Und jeder kann sagen und denken was er will!

  • petter
  • 09.10.09 | 21:12 Uhr

Unsere lieben harmlosen und vergötterten Muslime haben zugeschlagen:
In Frankreich wurden heute zwei Muslime verhaftet, die am Cern in Genf Nuklearspionage betrieben, die zu Al Kaida Verbindung hatten und schon angezeigt haben, dass sie beabsichtigen ein Attentat zu begehen, mindestens eines.
Genf ist natürlich ein Muslimen- und evtl. Islamistenpflaster mit den Brüdern Ramadan (Schweizer Bürger), die in geringerem oder stärkerem Umfang die Steinigung von Frauen nicht ablehnen.
Mit einem Steinigungsmoratorium wollten sie der Sache die Schärfe nehmen.
Da wäre ein Minarettbauverbot doch ein symbolkräftiges Zeichen um zu sagen, bis hierher und nicht weiter. Aber die Apologeten werden es schon richten und die Initiative, vereint mit Rot-Grün bodigen.
Zuerst muss bei denen wohl eine Bombe losgehen...........................

  • Irin
  • 09.10.09 | 20:36 Uhr

@TejanoJose
Ja die Weltwoche bewegt, die Gemüter! Gut so. Ein Blatt das bewegt lebt gesund. Die Zugriffe und die vielen Kommentare auf dieser Seite sprechen für sich :-)

Ein gekränkter und persönlich beleidigter Mitarbeiter geht mit Getöse definitiv von Bord und merkt nicht, dass er für seinen ehemaligen Arbeitgeber noch Werbung macht.

Gute Werbung wirkt selten sympathisch. Sie muss aufregen und zu Diskussionen animieren. Das Minarett Plakat ist ein gutes Beispiel. Auch wenn gewisse Städte den Aushang verbieten, wurde es dennoch durch sämtliche Medien bekannt.

  • Windrider51
  • 09.10.09 | 20:17 Uhr

TejanoJose,

nimmst Du den Müll im Tagi etwa ernst? Ist die persönliche Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters das Evangelium ?

Wir leben hier (noch) in einer Demokratie, wo wir denken und sagen dürfen, was wir wollen.

Und auf einmal soll der Tagi, ein paar gender-verseuchte obskure Büros in Basel oder irgend welche völlig irrelevante Kreise vorgeben können, was zu denken ist und vor allem, worüber zu diskutieren ist.

Der Islam ist eine steinzeitliche, menschenverachtende und totalitäre Erfindung und über deren Ausbreitung (mittels Herrschafts-Symbolen u.a.) hier in unserem Land sollen wir nicht mehr diskutieren dürfen ?


Hast Du sich nicht mehr alle ?

  • TejanoJose
  • 09.10.09 | 20:05 Uhr
  • Windrider51
  • 09.10.09 | 18:50 Uhr

Und woher weisst Du, Schlemihl, dass es eine Minderheit war ?

Genau so gut kann ich behaupten, ich hätte alle 180 Millionen jubeln sehen.

Tatsache ist aber, dass die Moslems das Unbehagen über die Karikaturen sicht-, hör- und fühlbar artikuliert haben.

Ihr Unbehagen über 09/11 (und andere Sauereien) haben sie dann aber vornehm distinguiert ausdrückt.

Ich nehme mir die Freiheit, daraus meine Schlüsse zu ziehen.

  • Schlemihl
  • 09.10.09 | 18:13 Uhr

@HenriVIII:

Fernsehbilder sagen ja extrem viel aus. Eine kleine Minderheit hat gejubelt. Von den über 180 Millionen Muslimen in Indonesien hat kaum jemand gejubelt.

  • HenryVIII
  • 09.10.09 | 16:36 Uhr

@ Schlemihl

"war die Bestürzung über die Anschläge in New York mindestens so gross wie in Europa. Dies gilt auch für andere islamische Staaten!!! "

Dank meinem intakten Langzeitgedächtnis erinnere ich mich noch sehr genau an die Fernsehberichterstattung der jubelnden und grölenden Massen in den arabischen/muslimischen Ländern.

  • petter
  • 09.10.09 | 13:13 Uhr

windrider51: SChön das Beispiel aus England. Aber Leute wie SChlemhil haben einen anderen Standpunkt.................um einen anderen Standpunkt zu haben.
Der hat noch nicht einmal begriffen, dass das Synonym für Terrorist Islamist ist. Da ist Hopfen und Malz verloren, so sehr die hirnwindigen Argumente zu unterhalten vermögen. Bis zu einem gewissen Grad.TS ts ts...

  • Schlemihl
  • 09.10.09 | 10:59 Uhr

@Ginestra:

"durch Einwanderung und Massenvermehrung zur vorherrschenden Religion wurden,"

Schauen wir uns doch mal die Fakten an: Deutschland hat einen Anteil von 4% Muslimen, GB von 3%.

In Frankreich besteht der Anteil 8%. Diese stammen fast ausschliesslich aus den ehemaligen französichen Kolonien und aus Algerien. Die Probleme, die F hat, haben ihre Ursprünge in der Kolonialpolitik.

  • Miggu,dasKnechtli
  • 09.10.09 | 09:09 Uhr

@Ginster

Die durch Einwanderung und Massenvermehrung entstandenen sozialen Unruhen haben ihre Ursachen nicht in der Religion, sondern bei den wirtschaftlichen Verhältnissen und räumlichen Gegebenheiten.
Zuerst das Fressen und dann die Moral.

  • Ginestra
  • 09.10.09 | 07:13 Uhr

"Die meisten Muslime sind ausgezeichnet integriert in der Schweiz! Sie verhalten sich absolut korrekt und halten sich an unsere Gesetze!
...
Die Muslime sind äusserst rücksichtsvoll und zurückhaltend!"

Das stimmt ja im Moment, aber gehen Sie einmal in den Kosovo oder in die Türkei, nach Berlin Kreuzberg, in die Banlieus und andere Gebiete in denen der Islam durch Einwanderung und Massenvermehrung zur vorherrschenden Religion wurden, dann reden wir noch einmal über rücksichtsvoll und zurückhaltend. Das soll nicht heissen, dass andere Religionen und Kulturen besser sind. Die Indianer in Nordamerika können ihnen auch etwas über die Ausbreitung fremder Kulturen erzählen...

  • Schlemihl
  • 09.10.09 | 01:25 Uhr

@Windrider51:

Was ist so schlimm an einem Minarett?
Inwiefern schadet ein Minarett der Schweiz?

Die meisten Muslime sind ausgezeichnet integriert in der Schweiz! Sie verhalten sich absolut korrekt und halten sich an unsere Gesetze!

Während andere wesentlich kleine Religionsgemeinschaften grosse Tempelanlagen in der Schweiz gebaut haben, haben die Muslime während Jahrzehnten auf den Bau von Minaretten verzichtet. Deshalb haben wir in der Schweiz nur 4 Minarette.

Die Muslime sind äusserst rücksichtsvoll und zurückhaltend!

Deine Argumentation beruht einzig und allein auf Vorurteilen!

Siehe:

"Es werden gewaltige Sauereien verübt mit ausdrücklichem Bezug auf den Koran, und niemand in der Moslem-Welt scheint sich daran zu stören.

Aber wegen ein paar harmlosen Zeichnungen flippt die halbe Moslemwelt im Kollektiv aus."

  • Windrider51
  • 09.10.09 | 00:42 Uhr

Schlemihl, es gibt kein "Recht auf Minarette".

Es gibt ein Recht auf freie Glaubensausübung und das hat, auch bei den Moslems, nichts mit dem Minarett zu tun.

Ich bin ein liberal denkender und handelnder Mensch. Es kommt mir nicht in den Sinn, irgendjemandem irgendetwas vorschreiben zu wollen. Aber das Image, das der Islam in unseren Breitengraden hat, ist nunmal nicht ganz unbegründet nicht das beste. Und das sicher nicht nur aufgrund von Missverständnissen und ähnlichem.

In allen Regionen, wo der Anteil der Moslems an der Gesamtbevölkerung grösser ist oder wird, nehmen die Probleme zu. Das ist leider eine Tatsache. Nimm doch die Sendung "Hart aber fair" zum Thema Sarrazin. Es wurde nur darüber debattiert, was man dürfe oder nicht. Widerlegt wurden die Aussagen Sarrazin's nicht, weil sie leider zutreffen.

Ich würde gerne glauben, dass die Moslems in der Schweiz ganz anders "ticken".

Wenn es die Moslems ernst meinen, müssten sie jetzt deutlich vernehmbar sagen: wir verzichten auf die Minarette, bis das Vertrauensverhältnis so intakt ist, dass es möglich ist, Minarette ohne Hintergedanken zu bauen.

Das ist keine Zumutung, das ist Standard. Ich war beruflich viel in der Fremde, während längerer Zeit. Und mir war immer bewusst, dass Intergration eine Bringschuld ist: ich bin neu dazu gekommen, ich will mit Euch leben, also habe ich mich einzufügen.

Und mit dieser Einstellung hat es immer geklappt.

Wieso versuchen das die Moslems bei uns nicht ?

  • Schlemihl
  • 09.10.09 | 00:13 Uhr

@Windrider51:

"Es werden gewaltige Sauereien verübt mit ausdrücklichem Bezug auf den Koran, und niemand in der Moslem-Welt scheint sich daran zu stören.

Aber wegen ein paar harmlosen Zeichnungen flippt die halbe Moslemwelt im Kollektiv aus."

Du hast so keine Ahnung, mein Guter! In Indonesien, dem mit Abstand bevölkerungsreichsten islamischen Staat war die Bestürzung über die Anschläge in New York mindestens so gross wie in Europa. Dies gilt auch für andere islamische Staaten!!!

Selbst in Teheran haben nur ein paar wenige Hundert gegen die Karikaturen protestiert. Und Teheran hat 8 Millionen Einwohner...

Es war nur eine kleine Minderheit der Muslime, die ausgeflippt ist!

Du nimmst hier wieder einmal eine völlig falsche Verallgemeinerung vor!!!

  • Schlemihl
  • 09.10.09 | 00:02 Uhr

@Irin:

"Habe auch viel Zeit in Aegypten verbracht und spreche arabisch."

Dir ist sicherlich bekannt, dass die klare Mehrheit der Muslime nicht arabisch spricht! Erst recht nicht in der Schweiz! Hier kommt die grosse Mehrheit der Muslime aus dem BALKAN oder der TÜRKEI! Das sind völlig andere Kulturräume als der arabische Raum!

Es ist das gute Recht deines Ex-Mannes die Meinung zu vertreten, dass es das Minarett zur Ausübung der Religion nicht braucht. Es gibt aber andere, sehr gemässigte Muslime in der Schweiz die anderer Meinung sind! Und sie haben ein Recht auf Minarette!

"früher oder später soweit kommen, das der Islam auch in der Schweiz die Herrschaft übernehmen."

Das ist reine Hysterie!!!

Betreffend Burka: Die grosse Mehrheit der Musliminnen weltweit hat noch nie eine Burka getragen!!! Dies gilt erst recht für die Schweiz!!!

  • Windrider51
  • 08.10.09 | 23:44 Uhr

.. und seine Getreuen um sich schart.

Zu lebhaft sind noch die Erinnerungen an die Karikaturen. Gut, sie brauchten immerhin 4 Monate, um den spontanen Protest zu organisieren, aber als sie dann soweit waren: gute Nacht, Zivilisation.

Bei allen anderen Schandtaten, die von Moslems verübt wurden, hörte und sah man aber weit und breit nichts von Protesten. Es werden gewaltige Sauereien verübt mit ausdrücklichem Bezug auf den Koran, und niemand in der Moslem-Welt scheint sich daran zu stören.

Aber wegen ein paar harmlosen Zeichnungen flippt die halbe Moslemwelt im Kollektiv aus. Ich verstehe das nicht.

Und solange ich das nicht verstehen kann, will ich keine Minarette in der Schweiz.

  • Windrider51
  • 08.10.09 | 23:30 Uhr

Einen Leckerbissen für die Islamversteher habe ich hier (leider nur in englisch, aber dafür sehr aufschlussreich:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1218990/Worshippers-abandon-church-slapped-council-noise-ban.html

Es geht bei der Minarett-Initiative gar nicht darum, irgend ein Problem zu lösen. Es geht darum, den Moslem-Vertretern zu zeigen, dass alles seine Grenzen hat. In Deutschland bespielsweise folgt bald nach dem Minarettbau der Ruf nach dem Muezzin. Und in der Regel wird der dann, vielfach gegen den Willen der Bevölkerung, auch mit juristischen Mitteln durchgesetzt. Unsere Dhimmi-Richter und -Politiker haben doch längst keine Standpunkte mehr, auf deren "Es gibt keinen Muezzinruf" würde ich nicht einmal einen Hosenknopf wetten.

Das Gefährliche an den Moslems ist die "Gewaltentrennung", mit der sie in der Oeffentlichkeit agieren. In Zeiten wie dieser, kurz vor der Abstimmung, ist die Weichspül-Fraktion am Drücker;da wir relativiert, was das Zeug hält (zur Zielerreichung dürfen Moslems lügen, betrügen, bescheissen und ähnliches mehr) und wenn die Fakten dann geschaffen sind, kommt die Hardcore-Fraktion und fordert, und fordert, und fordert .....

Ich bin mir darüber im Klaren, dass viel Muslime ganz zufrieden in unserer Gesellschaft leben wollen und das auch tun sollen und dürfen.

Ich bin mir aber nicht im Klaren darüber, was passiert, wenn wieder ein Bärtiger Zeter und Mordio brüllt und seine Getreuen zu irgendwelchen Untaten um sich schart.

  • Irin
  • 08.10.09 | 22:58 Uhr

@Schlemihl

Du verstehst gar nichts vom Islam. Hast keine Ahnung. Ich beschäftige mich schon über 30 Jahren mit dem Islam und war mit einem Moslem verheiratet. Habe auch viel Zeit in Aegypten verbracht und spreche arabisch. Ich spiele mich auch nicht als Expertin auf. Gestern führte ich mit meinem ehemaligen Mann ein Gespräch über die Minarett Iniatitive. Er war ersten sehr wütend, dass die Plakate in gewissen Städten verboten wurde. Es verletze das Recht auf Meinungsäusserung. Und er gehe in die Moschee beten und nicht ins Minarett. Er ist der Meinung, dass es in der Schweiz keine Minarette brauche. Und wie ich schon geschrieben habe, es stehe nichts im Koran. Zur Zeit von Prophet Mohammed gab es nämlich noch keine Minarette.

Ich gebe also nur wieder, was mir ein praktizierender Moslem gesagt hat. Mir ist es egal wie die Moslems ihre Religion leben. Aber sie leben nicht in den Minaretten. Wir leben ja auch nicht im Kirchturm ;-)

Hysterisch bin ich keinesfalls. Doch wenn wir es weiterhin zulassen, dass uns von den naiven Linken und Leuten wie dir, fremde Kulturen aufdrängen lassen, wird es früher oder später soweit kommen, das der Islam auch in der Schweiz die Herrschaft übernehmen.

Es gibt eben noch Leute, die weiter als bis zum Nasenspitz denken :-)

  • Schlemihl
  • 08.10.09 | 22:28 Uhr

@Irin:

Die Muslime haben das recht ihre Religion so auszuleben wie sie es für richtig halten, wenn sie damit niemanden schädigen.

Es kann nicht sein, dass selbsternannte Islamexpertinnen wie du den Muslimen vorschreiben, was sie zum Ausleben ihrer Religion brauchen und was nicht.

Das Plakat zeigt ein völlig falsches negatives Bild der Muslime in der Schweiz dar und verallgemeinert dieses falsche negative Bild! Die vier Elemente des Rassismus sind klar erfüllt.

"Ich habe keine Lust, einmal ein Burka zu tragen."

99% der Musliminnen in der Schweiz tragen keine Burka! Deine Reaktion ist völlig hysterisch!!!

  • Irin
  • 08.10.09 | 14:38 Uhr

Da hat der Fehlerteufel zugschlagen;-) Es soll heissen:

- in Frage gestellt...
- Zur Zeit des Propheten...
- Die entstanden...
- ausüben..
- architektonisch..

  • Irin
  • 08.10.09 | 13:36 Uhr

Die Moslems beten nicht im Minarett, sondern in der Moschee. Und die werden in der Schweiz keinesfalls in Frage gesellt. Genauso wie die Ausübung der Religion!

Zu Zeit des Propheten Mohammed gab es noch keine Minarette. Die enstanden erst später um Beachtung zu finden. Genau wie bei den Kirchtürmen und ihren Glocken, die es zur Zeit von Jesus Christus auch nicht gab. Es sind reine Machtsymbole.

Kein Moslem wird in seiner Ausübung der Religion eingeschränkt, wenn es kein Minarett gibt. Genauso wie Christen ihre Religion ohne Kirchturm ausübern können.

In Aegypten müssen Kirchen archidektonisch angepasst werden. Die Gebäude kann man nur mittels Symbol - Halbmond oder Kreuz) erkennen.

Das Plakat sieht düster und bedrohlich aus. Rassismus kann ich hier nicht sehen. Es stellt einfach die mögliche Zukunft der Schweiz dar, wenn wir nicht aufhören unsere eigene Kultur zu schützen. Ich habe keine Lust, einmal ein Burka zu tragen.

  • petter
  • 08.10.09 | 12:17 Uhr

mediabühler, Sie enttäuschen mich. Es ist wohl auch für geschulte Muslime eine neue Erkenntnis, dass Minarette ein Must sind für die Religionsausübung. Aber bitte, wie Sie denken wollen...........
Manchmal ist es erfreulich wie Muslime, in diesem FAll ein Direktor, Imam und Chef einer SChule in Aegypten erklärte, der Niqab sei verboten an der Schule. Bei diesem Tuch handele es sich um Tradition, "il n'a pas de lien avec la religion ni de près ni de loin.".
Bei Minaretten ist es dasselbe. Kein Muslim soll behindert werden bei der Religionsausübung. Aber unser Empfinden in der SChweiz ist über das Bedürfnis, Minarette zu bauen, zu setzen.
Oder wollen Sie, dass die 500'000 Muslime in der Schweiz Ihnen bald noch mehr vorschreiben?Die Baugesetze sind zu ändern. Nie wurden sie in Hinsicht auf Minarette ausgestaltet.
Bitte doch ein Blick nach Franreich, England und Holland werfen.

  • Schlemihl
  • 08.10.09 | 11:11 Uhr

Werter mediabuehler,

Es stört mich, dass du immer von "dem Islam" sprichst und nicht von islamischen Fundamentalisten.

Es gibt im Islam sehr wohl Toleranz gegenüber anderen Religionen. Man muss sich nur mal anschauen wie viele christliche Kirchen in islamischen Staaten stehen.

"Die Ziele des Islam - aller Richtungen - sind klar: eine islamische Weltordnung."

Auch diese Aussage ist so nicht korrekt! Das ist das Ziel der islamischen Fundamentalisten, die ihre Heilige Schrift wörtlich nehmen.

Genau gleich wie christliche Fundamentalisten, die die Bibel wörtlich nehmen, eine christliche Weltordnung wollen. Siehe USA, wo christliche Fundamentalisten massiven Einfluss auf die Wissenschaft und die Schule ausüben.

Und auch in der Schweiz gibt es leider solche Tendenzen. Siehe Rundschau im SF von gestern...

  • Schlemihl
  • 08.10.09 | 11:03 Uhr

Werter mediabuehler,

Jede Religion ist grundsätzlich vor der Aufklärung stehengeblieben. Religion und Aufklärung sind Gegensätze. Es gibt in der Bibel dutzende von Passagen, die einem aufgeklärten Rechtsstaat fundamental widersprechen.

In Europa haben wir es dank der mehr oder weniger aufgeklärten Gesellschaft einigermassen geschafft Kirche und Staat voneinander zu trennen. Aber selbst in der Schweiz ist das nur zum Teil gelungen (Siehe Verbot des Freidenker-Plakats oder die Bemühungen evangelikaler Gruppierungen den Lehrplan in Schulen abzuändern).

Im christlichen Afrika oder in Lateinamerika sieht das hingegen ganz anders aus. Und auch die katholische Kirche ist ja nicht gerade ein Hort der Aufgeklärtheit.

Ob eine Gesellschaft aufgeklärt ist oder nicht, liegt nicht in erster Linie an der Religion.

  • mediabuehler
  • 08.10.09 | 09:40 Uhr

Grundsätzlich sind Minarette islamische Wahrzeichen des Glaubens. Das ist an und für sich in Ordnung. Nur ist der Islam formell gemessen an der Akzentuierung der Äusserlichkeiten vor der "Aufklärung" stehen geblieben, oder seit dem Mittelalter sogar rückwärtsgerichtet. Viel Gutes bringt der Islam für die Welt nicht - auch nach sachlichen Erwägungen. Gerade der Islam ist sicher keine Religion mit grossartiger Tolenz gegenüber Andersgläubigen. Die Ziele des Islam - aller Richtungen - sind klar: eine islamische Weltordnung.

Eine Betonierung der islamischen Wahrzeichen ist sicher nicht wünschenswert - ob das mit einer Minarett-Initiative unterbunden werden sollte kann sicher diskutiert werden.

 
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