Zugegeben, es war ein etwas langer Anlauf für ein Interview. Die Weltwoche-Redaktoren Urs Paul Engeler und Roger Köppel trafen den neuen FDP-Bundesrat Didier Burkhalter, nach gewissen Verwirrungen zwischen dem Freisinn, dem Schweizer Fernsehen und der Weltwoche, am Ende doch noch zum Gespräch. Erschwerend kam hinzu, dass die Berner Innenstadt wegen der Ankunft des russischen Präsidenten wie ein Hochsicherheitstrakt abgeriegelt war, so dass das Treffen in der Parteizentrale und nicht im Bundeshaus stattfinden musste. Der neue Innenminister gab den einfühlsamen Gastgeber. Wofür er politisch steht und was er wirklich will, das lesen Sie auf in unserem grossen Interview.
Die weibliche Evolution hat einen weiten Weg hinter sich. Während sich unsere affenhafte Urmutter noch ganz allein um ihren Nachwuchs kümmerte und es Monate dauerte, bis überhaupt ein anderer das Baby berühren durfte, bringen Frauen wie Madonna und Angelina Jolie ihre Kinder nicht einmal mehr selbst zur Welt. Die menschliche Natur ist flexibel. Unser Wissensredaktor Kai Michel hat viele Bücher und Studien zum Thema gelesen. Sein Fazit: Die Psyche der Frau wird immer noch von Verhaltensmustern bestimmt, die sich über Jahrtausende hinweg bewährt haben. Gerade in Sachen Mutterliebe.
Wer wäre nicht gespannt auf eine Begegnung mit ehemaligen Mitgliedern einer Schweizer Geheimorganisation? Im idyllischen Krauchthal BE fanden sich schliesslich drei ältere Herren ein, die jahrelang als Kader des militärischen Netzwerkes P-26 wirkten. Ihr Auftrag lautete, den nationalen Widerstand aufzubauen, sollte die Schweiz von einer fremden Armee besetzt werden. Achtzehn Jahre nach Auflösung der P-26 hat der Bundesrat die Vete- ranen von ihrer Schweigepflicht entbunden. Bei Kalbsleber, Rösti und einem Glas Weiss-wein lockerten sich die Zungen, und die Erinnerungen flossen. Unser Redaktor Peter Keller traf keine helvetischen James Bonds an. Vielmehr besorgte, manchmal rührende Patrioten, die in ihrer Freizeit die Rettung der Schweiz übten.
Als Kultur- und Gesellschaftschef Philipp Gut ein Treffen mit Gunter Sachs im Kurort Baden-Baden plante, fragte er dessen Sekretär, wie lange die Fahrt ungefähr dauere. «Kommen Sie per Zug?» «Nein, mit dem Auto.» «Dann kommt es auf die Motorisierung an.» «Sie können von rund 200 PS und italienischem Temperament ausgehen.» «Allerhand», entfuhr es dem Sekretär, «bei einem Kulturjournalisten hätte ich eher einen rostigen Deux Chevaux erwartet.» Pünktlich traf unser Mann im Nobelhotel «Brenner’s» ein. Gunter Sachs, Mathematiker, Playboy-Legende und vierfacher Grossvater, führte in einem privaten Rundgang durch seine neuste Fotoausstellung. Mit einer digitalen Handkamera nahm er jedes Bild für den Besucher auf. Bald wurde klar, dass Kunst und Leben bei Gunter Sachs untrennbar verbunden sind: Beide sind eine fortgesetzte Verneigung vor der weiblichen Schönheit. Nach der Besichtigung stärkte sich Sachs an der Hotelbar. Dann lud er zum Essen. Neben ihm sass seine Frau, gegenüber Pierre Brice («Winnetou»).
Ihre Weltwoche













Kommentare