Interview mit Bundesrat Didier Burkhalter

«Ich weiss, wie es geht»

Wie freisinnig ist der neue FDP-Bundesrat Didier Burkhalter? Für welche Schweiz kämpft er in der Politik? Ein Kreuzverhör mit dem neuen Neuenburger Innenminister, der vor schwierigen Aufgaben steht.

Von Urs Paul Engeler und Roger Köppel

«Meine Schwiegermutter, ich gebe es zu, ist nicht begeistert von der EU»: Bundesrat Burkhalter. Bild: Keystone

Herr Bundesrat, ich habe am letzten Donnerstag einen Telefonanruf der Fernseh-«Arena» bekommen, man müsse mich, Originalton, «wieder ausladen» aus der Sendung, in die man mich tags zuvor eingeladen hatte, weil der neue Bundesrat nicht mit mir auftreten wolle. Die Weltwoche sei . . .

. . . nehmen Sie zuerst einen Kaffee, meine Herren . . .

. . . die Weltwoche sei zu kritisch gegenüber dem Freisinn. Haben Sie ein Problem mit kritischen Journalisten?

Mag sein, dass die FDP so etwas gesagt hat, aber ich habe kein Problem mit kritischen Journalisten. Im Gegenteil. Soweit ich den Fall verstanden habe, glaubte das Parteisekretariat, Sie seien auf einer Liste möglicher Experten und man könne noch darüber diskutieren. Die wussten nicht, dass Sie schon eingeladen waren. Ich selber habe nichts entschieden, wirklich nicht. Ich hatte 45 Interviews und am Donnerstag einen Event in Neuenburg, so konnte ich mich gar nicht mit der «Arena» beschäftigen.

Roger Köppels Videokommentar zu seiner Arena-Ausladung

FDP-Generalsekretär Stefan Brupbacher bestätigte mir gegenüber, der neue Bundesrat wünsche nicht, mit mir zusammen aufzutreten. Möglicherweise hätten ihn dazu auch Leute aus seinem Umfeld gedrängt. Es fielen die Namen Couchepin und Pelli [Bundesrat und Parteipräsident, Anm. der Redaktion]. Tags darauf behauptete der Generalsekretär, er habe den Entscheid getroffen. Etwas stimmt hier nicht.

Nein, das ist falsch. Die FDP und Herr Brupbacher widersprechen Ihrer Darstellung. Ich kannte Sie nicht persönlich, wie hätte ich Sie da ausladen lassen können? Und ich kann Ihnen versichern, dass ich gerne mit Ihnen in der «Arena» diskutiert hätte. Aus dem Sekretariat habe ich vernommen, die «Arena» habe Experten einladen wollen, Sie aber, Herr Köppel, seien kein Experte, sondern fast schon ein Politiker.

Sie hätten das Missverständnis am Freitag mit einem Anruf beheben können.

Ich hätte das machen können, aber im Bundesrat war die Departementsverteilung, ich konnte nicht einmal zum Mittagessen gehen und musste nachher an ungezählte Interviews plus eine Sendung fürs Lokalfernsehen. Ich rede gerne mit Kritikern. Sonst sässen wir ja nicht hier.

Umfrage der Woche: Was halten Sie von Bundesrat Burkhalter?

In einem Zeitungsinterview haben Sie gesagt, das Parteisekretariat der FDP führe Ihre Agenda. Halten Sie das für eine gute Führungsstrategie?

Die Kollegen im Sekretariat diskutieren mit mir, aber ich habe einfach nicht mehr die Zeit, meine Agenda selber zu führen.

Man sagt den welschen Bundesräten nach, sie hätten ein royalistisches Verständnis ihres Amts.

Es ist doch längst bewiesen, dass ich offen bin für alle. Von mir aus können wir nächste Woche zusammen in die «Arena» gehen. Wenn Sie wollen, ich bin dabei.

Sie haben sich als Parlamentarier für eine Stärkung der Rolle des Bundesrats in der Informationspolitik eingesetzt. Im Klartext: Sie wollen, dass die Informationen stärker von oben nach unten gesteuert werden.

Achtung, es geht nicht um alle Informationen des Bundesrates, sondern vor allem um die Informationen vor Abstimmungen. Oft ist es ja so, dass der Bundesrat nicht so glücklich darüber ist, was aus dem Parlament vorgelegt wird. Für die Bevölkerung ist dann nicht unbedingt klar, was die Behörden denken. Es ist sehr wichtig, dass alle Positionen offengelegt werden, das Pro, das Kontra, aber eben auch die Position des Bundesrates und der Behörden, die eine dritte Position einnehmen.

Entspricht das unglaublich einseitige Abstimmungsbüchlein des Bundesrates zur IV-Vorlage Ihrer Vorstellung einer guten Informationspolitik?

Ist es so einseitig? Es gibt doch Raum für die Gegnerschaft, aber der Standpunkt der Behörden steht im Vordergrund. Den sollen sie äussern können, und zwar deutlich. Schlimm fände ich, wenn die Behörden den Leuten sagten, was sie zu denken hätten. Das ist aber nicht meine Position.

Nun wird in diesem Abstimmungsbüchlein von einer Sanierung gesprochen, aber eine Sanierung der IV ist es nicht. Die rund 16 Milliarden Schulden der IV werden mit keiner Silbe erwähnt. Die in Aussicht gestellte Mehrwertsteuererhöhung bringt die Neuverschuldung, aber nicht den Schuldenberg weg. Da werden die Stimmbürger brandschwarz angeschwindelt

Ich fordere die Vollständigkeit der Information. Es darf keine Behördenpropaganda geben. Die wichtigsten Argumente und Angaben gehören in die Broschüre.

Wenn Sie Ihr Amt antreten, übernehmen Sie 16 Milliarden IV-Schulden, je nach Rechnung. Wie bringen Sie diese Altlasten weg?

Mit der neuen IV-Vorlage werden sie teilweise saniert. Es braucht die 5. IV-Revision, aber auch die 6. Es ist mir klar, dass noch sehr viel getan werden muss.

Mit einem Ja zur IV-Vorlage verschwinden die jährlichen Defizite, aber die alten Schulden bleiben. Was ist zu tun?

Theoretisch kann die Situation bereinigt werden. Es hängt davon ab, wie die sechste IV-Revision ausfällt. Die Bevölkerung muss wissen: Jetzt stimmen wir erst über eine Teilsanierung ab, die allerdings notwendig ist. Weitere Anstrengungen sind nötig im Rahmen der 6. Revision.

Wir reden von Einsparungen in der Höhe von zwei Milliarden Franken pro Jahr, gerechnet auf acht Jahre. Wie wollen Sie das schaffen?

Das wird die 6. IV-Revision allein nicht bringen. Da sind auch alle vorgängigen Sanierungsmassnahmen mitentscheidend.

Verbürgen Sie mit Ihrem Namen, dass die befristete Steuererhöhung für die IV nach sieben Jahren nicht weitergeführt wird?

Das ist die Absicht, das will ich. Wenn es aus unerfindlichen Gründen doch anders kommen sollte, muss ein neues Gesetz gemacht werden. Auch mir ist klar, dass viele temporäre Abgabenerhöhungen in der Schweiz irgendwann verewigt werden. Ich habe die IV-Vorlage als Parlamentarier aber nur unter der Bedingung geschluckt, dass die Erhöhung befristet bleibt.

Es muss Ihren freisinnigen Instinkten zuwiderlaufen, wenn marode Sozialwerke durch Abgabenerhöhungen geheilt werden sollen.

Ich glaube an das Sanierungskonzept, aber manchmal ist es schwierig, den Leuten ein Konzept zu vermitteln. Wir müssen etwas Verständnis für die Politik haben. Man kann nicht alles in kurzer Zeit erreichen. Manches braucht lange . . .

. . . in anderen Zeiten und Welten gab es Fünfjahrespläne, die nie eingehalten wurden. Aber noch ein Punkt zur IV: Das entscheidende Problem liegt doch darin, dass in den letzten Jahren der Begriff Krankheit systematisch ausgedehnt wurde. Scheinkrankheiten werden staatlich bezahlt. Sind Sie bereit, diese Missstände aufzudecken und zu beheben?

Ich habe das schon intensiv diskutiert. Die Neurenten sind bereits strengeren Bedingungen unterworfen worden. Die alten Renten anzupacken, ist viel schwieriger. Ich habe ein klares Ziel: Ich möchte mehr Leute in die Arbeit zurückbringen. Ich strebe keinen Sozialabbau an, ich will bessere Integration. Wir treffen keine Massnahmen gegen die Leute. Es gibt gute Ansätze, die Leute in den Arbeitsprozess einzugliedern, indem man ihnen das entsprechende Vertrauen gibt. Die Menschen sollen nicht das Invalidenetikett bekommen, irgendwann glauben sie sonst selber dran. Unser System produziert Invalide. Das ist falsch.

Eine ähnlich verfahrene Lage präsentiert sich bei der AHV. Was ist da Ihr Plan?

Erstens: die IV-Abstimmung. Die bringt eine Entlastung. Zweitens: die 11. AHV-Revision, die ist nicht so einfach. Drittens: Wir müssen einen Konsens suchen, um eine Art Schuldenbremsesystem in der Versicherung selber zu installieren. Ich möchte da nicht zu präzis werden, sonst wächst der Widerstand. Mein Ziel: Es soll nicht mehr so verkrampft über das Alter gesprochen werden, sondern wir sollten alles daran setzen, diesen Mechanismus herzustellen, der zu einer fast automatischen Sanierung der AHV führen könnte. Das wäre die beste Lösung.

Die Erhöhung des AHV-Alters ist kein Tabu mehr?

Wir sollten uns in der Diskussion nicht auf die Altersfrage versteifen, sondern alle Verantwortlichen dazu bringen, an einer nachhaltigen Gesundung der AHV mitzuarbeiten. Es ist gut möglich, dass eine Flexibilisierung des Bezugsalters eine Folge unserer Bemühungen sein wird, aber wenn wir uns schon zu Beginn auf Zahlen festlegen, gibt es zu viele Neinsager. Ich sage nicht: AHV mit siebzig. Ich sage: Wir wollen eine gesunde AHV.

Haben Sie das schon durchgerechnet, oder ist das eine Skizze?

Es ist eine Skizze.

Wann müssen für die Mutterschaftsversicherung die Lohnabgaben erhöht werden?

Das weiss ich nicht. Aber wahrscheinlich werden sie erhöht.

Wenn man Ihnen so zuhört, hat man den Eindruck, Sie wollen alle Probleme durch mehr staatliche Eingriffe lösen . . .

. . . halt, die von mir angesprochenen Integrationsmassnahmen in der IV sind nicht staatlich.

Trotzdem: Wir stehen vor einer Grundsatzfrage: Leute, die nicht unbedingt etwas leisten wollen, gehen heute zur IV. In den neunziger Jahren entwickelten wir uns, plakativ gesagt, von einer Leistungsgesellschaft hin zu einer Versorgungsgesellschaft durch den Staat. Sind Sie für eine Rückkehr zur Leistungsgesellschaft?

Ich bin einverstanden, aber es gibt gefährliche Aspekte. Ich scheue etwas zurück vor allgemeinen Aussagen, die ganze Bevölkerungskreise diffamieren könnten.

Aber Sie müssen doch sagen können, wo Sie die Akzente setzen.

Wir setzen bereits andere Akzente, weitere Konsolidierungen sind geplant.

Wir haben den Eindruck, gerade der Freisinn fährt einen Wischiwaschi-Kurs. Ja zu mehr Leistung, aber auch Ja zu mehr Versorgung.

Sie wollen zu einseitige Antworten. In den Grundsätzen sind wir uns einig: Leistung muss sich lohnen. Aber es gibt viele Leute, die einfach nicht mehr leisten können, da muss man drücken, drücken, drücken. Und aufpassen, dass man nicht zu viel Druck macht, sonst werden sie auch deswegen krank. Haben die Unternehmen alles gemacht, um Angestellte vor der Invalidität zu bewahren? Nein. Es ist eben nicht nur ein Problem der Politik, sondern der Gesellschaft.

Aber die Politik hat die Anreize geschaffen, die es für Firmen lohnenswert machten, Stellenabbau über die IV zu finanzieren.

Es ist komplexer.

Sind Sie dafür, dass man die Schweizer Grossbanken verkleinert, um das Klumpenrisiko für die Schweiz abzubauen? Alles, was zu gross ist, um bankrottzugehen, ist zu gross.

Einverstanden. Alles, was zu gross ist, muss verkleinert werden, aber unsere Grossbanken sind nicht zu gross.

Wie bitte?

Die Grossbanken sind dann zu gross, wenn die inneren Proportionen nicht mehr stimmen, wenn das Eigenkapital und die Liquidität zu gering sind. Als internationale Unternehmen sind sie nicht zu gross. Die Grösse unserer Banken bringt der Schweiz sehr viel. Wir dürfen diese Banken nicht verlieren durch eine unbedachte Politik.

Aber wenn die UBS Managementfehler in den USA macht, muss heute der Schweizer Steuerzahler hinstehen, denn ein Bankrott dieser Bank würde die Schweiz in den Untergang reissen.

Ich gebe Ihnen recht, es war keine gute Sache, dass der Staat bei der UBS einsteigen musste. Aber es kam gut heraus. Es war eine gute Investition.

Aber das Problem ist doch, dass sich die Schweiz einen Untergang der UBS nicht leisten kann. Faktisch hat der Staat die Haftung übernommen. Das können Sie als Marktwirtschaftler unmöglich verteidigen.

Es stimmt. Aber ich glaube nicht, dass die Verkleinerung eine Lösung ist. Die Banken müssen selber fähig sein, solche Krisen auszuhalten. Wenn wir die UBS oder die CS verkleinern, schwächen wir die Schweiz. In den achtziger Jahren wäre vielleicht eine CS untergegangen, hätte sie kein florierendes Auslandgeschäft gehabt. Das war eine Immobilienkrise damals, jetzt herrscht eine andere Krise. Heute ist wichtig: Die Banken müssen über genügend Eigenkapital und genügend Liquidität verfügen. Ich bin da sehr liberal: Die Grossbanken sollten selber ein System finden, wie sie sich untereinander aufstellen, damit einzelne Banken Konkurs gehen können, ohne das ganze System mitzureissen.

Das ist eine fromme Hoffnung. Die Gewährleistung eines funktionierenden Marktes ist eine politische Aufgabe.

Die Banken gehen doch schon in diese Richtung. Die Banken haben ein Interesse daran, das private System zu erhalten. Im Übrigen finde ich es eine schlechte Angewohnheit in der Schweiz, alle politischen Visionen als fromme Hoffnung zu belächeln. Nochmals: Die Banken wollen keine Überregulierung, deshalb haben sie ein Interesse, das Problem selber zu lösen.

Haben wir eigentlich eine grosse Wirtschaftskrise? Oder wurde übertrieben?

Die Krise ist nicht so gross, wie es behauptet wurde. Es gab ungemütliche Situationen und Risiken. Wir können schnell aus der Krise herauskommen, wenn wir es gut machen. Wir müssen an unsere Innovationskraft glauben. Die besten Länder sind die, die am meisten in die Innovationsfähigkeit investieren.

Dann kamen die 30 000 Demonstranten, die am letzten Samstag in Bern aufmarschierten, zu spät?

Es gibt immer Leute, die demonstrieren. Wir vergessen leicht, wie ausserordentlich gut die letzten Jahre waren. Wir mögen da und dort grosse Auftragseinbrüche in der Industrie verzeichnen, aber das Niveau war extrem hoch. Es lief lange fantastisch, fast zu gut. Die Situation ist problematisch, aber es ist kein Weltuntergang. Wir müssen das Positive sehen.

Soll der Staat bei den Banken die Boni regeln?

Nein. Ich bin für mehr Aktionärsrechte, aber nicht zu viel. Die Verwaltungsräte müssen die Verantwortung tragen können. Ich bin aber für die Finma-Weisungen.

Glauben Sie an Konjunkturpakete?

Ich glaube an Wirtschaftspolitik mit einem kleinen Politikanteil. Solange sich die Massnahmen innerhalb der Schuldenbremse bewegen, ist es annehmbar. Grundsätzlich halte ich die Wirkung von Konjunkturpaketen für überschätzt. Ich finde gute Reformen in der Krise wichtig. Durch die Revision des Forschungsgesetzes haben wir Stellen halten können. Freihandelsabkommen sind ebenfalls zu begrüssen.

Muss ein drittes Konjunkturpaket kommen?

Das wird nicht viel bringen. Wir können versuchen Massnahmen einzuleiten, die vielleicht die Jugendarbeitslosigkeit mildern.

Das ist Beschäftigungspolitik, die Sie aus liberaler Sicht nie gutheissen dürften.

Ich muss natürlich aufpassen, was ich sage, weil ich bereits für den Bundesrat spreche. Ich äussere in diesem Interview persönliche Meinungen, die nicht unbedingt dem entsprechen, was das Gremium später verabschieden wird. Zweitens: Ich bin ein Mannschaftsspieler und will meine persönlichen Meinungen und Ansichten nicht in den Vordergrund rücken, weil ich dadurch nur den Prozess behindere, der zum Ziel führt. Mich interessiert das Ziel. Mich interessiert nicht unbedingt meine Person.

Westschweizer Journalisten schildern Sie als einen Menschen, der seine inneren Überzeugungen nicht gern offenbart. Sie wollen, heisst es, Ihren Handlungsspielraum nicht unnötig einengen.

Das ist richtig.

Aber das Publikum muss doch wissen, wofür ein neuer Bundesrat kämpft.

Ich verstehe diese Kritik. Mein Hauptziel ist, dass wir Fortschritte hinlegen in der exekutiven Politik. Mein Leistungsausweis kann sich, glaube ich, sehen lassen. Ich weiss, wie es geht. Selbst dort, wo ich in der Minderheit war, habe ich nie verloren. Ich kann Lösungen erarbeiten. Dazu braucht es Vertrauen. Und Vertrauen kann ich nur dann schaffen, wenn ich meine Person nicht zu sehr nach vorne dränge. Zurückhaltung ist wichtig.

Ihre Partei war in den letzten Jahren mitverantwortlich für einen stetigen Ausbau des Staates; auch in den nächsten drei Jahren unterstützt der Freisinn Vorschläge, die zu einer Steigerung der Abgabenquote von heute 50 auf über 53 Prozent führen werden. Wie können Sie so etwas mit Ihren liberalen Instinkten vereinbaren?

Ich kann mit dieser feindseligen Gegenüberstellung von staatlich und privat nicht viel anfangen. Ich habe immer für eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor gekämpft.

Also für mehr Staat?

Nein. Ich finde die Auseinandersetzung Staat versus Nichtstaat wichtig, aber sie ist nicht alles. Wichtig ist: Was wird entschieden? Wer entscheidet, ist nebensächlich. Heute haben wir sicherlich zu viel Staat, da gebe ich Ihnen recht.

Haben Sie schon Kürzungsvorschläge?

Das werde ich nicht sagen. Alles, was ich jetzt andeute, wird ja sofort gegen mich verwendet.

Es heisst, Sie seien ein EU-Turbo, aber Sie trauen sich nicht, es offen zuzugeben.

Das stimmt nicht. Was ist ein EU-Turbo? Ich habe das hundertfach verneint. Dieses Vorurteil klebt zu Unrecht an mir.

Weshalb soll die Schweiz nicht in die EU?

Weil der bilaterale Weg besser ist. Wir haben sehr profitiert von den bilateralen Abkommen, das müssen Sie zugeben.

Bei den Personenfreizügigkeitsabkommen wurde das Volk nach Strich und Faden angeschwindelt. Es hiess, in einer Wirtschaftskrise sinke die Zuwanderung, ausserdem würden die arbeitslosen Ausländer nach Hause gehen. Beides traf nicht ein. Wir haben ungebremste Zuwanderung und steigende Arbeitslosenzahlen bei Ausländern, welche das Schweizer Sozialsystem belasten.

Das glaube ich nicht.

Es ist eine Tatsache und ein Grund dafür, dass die Leute den Bilateralisten nicht mehr glauben. Der Bilateralismus wird als bilateraler Beitritt empfunden: Wir schleichen uns in die EU. Ohne darüber offen zu debattieren. Was entgegnen Sie?

Es stimmt nur zum Teil. Wir schleichen nicht, wir nähern uns der EU an und verlieren einen Teil unserer Autonomie. Aber wir entscheiden das selber.

Die Schweiz begeht Selbstmord aus Angst vor dem Sterben?

Das ist Polemik. Wir verdanken dem Bilateralismus sehr viel. Selbst im Ausland ärgert man sich darüber, dass die Bilateralen für die Schweiz so viel brachten.

Personenfreizügigkeit kann nur funktionieren, wenn die Sozialwerke heruntergefahren werden, sonst haben wir, wie jetzt, eine Zuwanderung in den Sozialstaat.

Das stimmt. Unser System darf nicht zu attraktiv sein. Die Gefahr ist gross, wenn alle europäischen Sozialsysteme sehr unterschiedlich sind. Aber es geht in die andere Richtung.

Sie sind für den bilateralen Weg, weil man so der EU beitreten kann, ohne offen darüber debattieren zu müssen.

Das verneine ich. Ich bin überzeugter Bilateralist.

Was sagt die aus Vorarlberg stammende Familie Ihrer Frau zur EU?

Meine Schwiegermutter, ich gebe es zu, ist nicht so begeistert über die EU. Sie hat den Eindruck, Brüssel entscheide zu viel.

Sie teilen diese Einschätzung nicht?

Nein.

Bundesrat Maurer hat gesagt, «Atalanta» sei gestorben, auch die weiteren Auslandeinsätze der Schweizer Armee müssten gestoppt werden. Sie sind ein Befürworter von Auslandeinsätzen der Armee. Ist für Sie diese militärische Offensive jetzt beendet?

Ich würde nicht von militärischer Offensive sprechen. Wir haben in der Verfassung den Auftrag, Auslandeinsätze zu unternehmen im Interesse der Schweiz. «Atalanta» ist ein Sonderthema, aber der Verfassungsauftrag wird davon nicht berührt. Natürlich können wir eine Diskussion darüber führen, ob wir diesen Verfassungsauftrag ändern wollen.

Deutschland hat seit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ein akutes Sicherheitsproblem im Terrorismus. Hat der uralte Schweizer Grundsatz «Mischt euch nicht in fremde Händel ein» für Sie keine Bedeutung?

In dieser Absolutheit würde ich den Satz nicht unterschreiben. Wir müssen schauen, was wir im Rahmen der Weltgemeinschaft tun können. Gerade heute, wo sich zahlreiche Fronten gegen die Schweiz formieren, sollte man sich nicht einigeln. Herr Maurer sieht es ähnlich. Auch er möchte definieren, welche Auslandeinsätze im Interesse der Schweiz liegen. Ohne Dogmatismus.

Trotz dem fragwürdigen Auslandeinsatz Ihres Amtskollegen Merz haben Sie sich für eine Stärkung des Schweizer Bundespräsidentenamts ausgesprochen. Warum?

Unsere Institutionen sind gut, aber wir sind zu langsam. Es braucht mehr Effizienz gegenüber dem Ausland. Unser Präsidium ist zu sehr nach innen gerichtet. Eine bessere Koordination der Auslandeinsätze unserer Minister würde schon helfen.

Sollen Bundespräsidenten im Ausland verhandeln?

Nein, aber ich glaube, der Bundespräsident muss eine Figur sein, die die Schweiz gegenüber dem Ausland besser vertreten kann. Diese Diskussion müssen wir jetzt führen. Sonst heisst es in zehn Jahren, wir hätten es damals verpasst.

Wenn Sie Anfang Jahr im Bundesrat gesessen wären, hätten Sie unter dem Druck der USA die 200 Kundendossiers der UBS herausgegeben und die Schweizer Rechtsordnung ausgehebelt?

Ich hätte mich für die Schweizer Rechtsordnung eingesetzt. Sie muss bis zuletzt verteidigt werden. Pragmatismus kommt am Schluss, nicht am Anfang.

Hören wir hier Kritik am Bundesrat heraus?

Die Schweiz sollte mehr Widerstand leisten. Ich habe immer betont, die Doppelbesteuerungsabkommen müssen gut für die Schweiz sein. Die OECD-Regeln sind nicht so schlecht, aber wir dürfen nicht leichtfertig nachgeben.

In Interviews haben Sie Ihre Faszination für den Action-Schauspieler Clint Eastwood erwähnt. Eastwood verkörperte mundfaule Revolverhelden, die im Ernstfall das Recht mit der 45er-Magnum durchsetzen. Lebt der Konsenspolitiker Burkhalter mit Eastwood seine tiefsten, unerfüllten Machtfantasien aus?

Sie suchen etwas zu weit. Ich bin nicht so komplex. Eastwoods beeindruckendster Film handelt von den Amerikanern und den Japanern im Zweiten Weltkrieg. Die gleiche Schlacht wird aus doppelter Perspektive erzählt. Dieses Einfühlungsvermögen ist unglaublich.

Kommentare

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  • Schlemihl
  • 30.09.09 | 12:44 Uhr

@Wunder:

Nochmals, sinnvoll und aussagekräftig sind nur relative Fehlerangaben!

Es geht hier nicht um "verstehen", das sind stochastische Fakten!

Und seriöse repräsentative Umfragen stimmen in der Regel sehr gut!

  • Schlemihl
  • 30.09.09 | 12:41 Uhr

@Werni:

"Gschämig ist eben das Verhalten der Staatsbetriebe. Aber für Sie sicher in Ordnung."

1. Im Vergleich zu gewissen Privatunternehmen verhalten sich die "Staatsbetriebe" doch relativ anständig.

2. Wir können gern über eine Privatisierung der Swisscom oder der Post diskutieren.

"Die PKK dieser Betrieb sind ja auch so toll."

PKK? Ich nehme an du meinst damit die "Partiya Karkerên Kurdistan" (Arbeiterpartei Kurdistans)...

  • werni425
  • 30.09.09 | 11:42 Uhr

Schelmihl,
Und wem gehört die Swisscom? Wer sagt wo es lang geht? Wer ist Mehrheitsaktionär?

Gschämig ist eben das Verhalten der Staatsbetriebe. Aber für Sie sicher in Ordnung. Die PKK dieser Betrieb sind ja auch so toll. Der Steuerzahler darf sie wieder füllen.

Und ob Swisscom wie Post eine Nachfolgeorganisation sind.


Werni

  • Wunder
  • 30.09.09 | 11:20 Uhr

@Schlemihl
Doch, doch ich verstehe die statistischen Konzepte dahinter schon. Leider bin ich aber trotzdem nicht bereit mit dir einer Meinung zu sein.

Die Fehlerzahlen sind sehr wohl aussagekräftig. Nämlich im selben Verhältnis wie auch die Resultate selbst Aussagekraft haben. Aber es stimmt fast: Die Aussagekraft der Resultate ist im realen Leben eben auch recht klein.

Verstehe es wenn du kannst und sonst lass es - bis zum nächsten Fight - bleiben.

  • Schlemihl
  • 30.09.09 | 09:35 Uhr

Aber aber Werni

Was ist denn daran "gschämig", wenn ich dich auf einen Fehler aufmerksam mache. Auch du kannst noch lernen...

Ausserdem gibt es nciht EINE Nachfolgeorganisation der PTT!

"Das TT ist immer gehört noch dem gleichen Verein wie das P"

Schon mal was von Swisscom gehört?

  • werni425
  • 30.09.09 | 07:26 Uhr

Schullehrer Schlemihl,
Es war aber die PTT, die die Leute in die IV abschob. Und heute ist es die Nachfolgeorganisation. Aber es ist natürlich ausserordentlich wichtig. Das TT ist immer gehört noch dem gleichen Verein wie das P und wird von Sozis geführt und erhält gesamtschweizerisch ausserodentlich viele Subventionen als auch verdeckte und kaschierte Zahlungen . Wobei ich damit keine Probleme habe aber Sie mit den Subventionen an die Bauern.

Gschämig

Werni

  • Schlemihl
  • 29.09.09 | 18:33 Uhr

@Wunder:

Du scheinst offensichtlich die statistischen Methoden, die diesen Umfragen zu Grunde liegen nicht zu kennen oder nicht zu begreifen.

Die absoluten Zahlen hängen nur von der Grundgesamtheit ab und sind als Fehlerzahlen völlig unaussagekräftig!

- Dass die Union wesentlich stärker ist als die SPD!!!
- Dass wesentlich mehr Österreicher der EU gegenüber positiv eingestellt sind als negativ!!!

Bei diesen Aussagen gibt es überhaupt keinen Spielraum für Spekulationen!!!

  • Schlemihl
  • 29.09.09 | 18:27 Uhr

@Werni:

Du lebst offensichtlich immer noch im letzten Jahrtausend!

Die PTT gibt es seit 12 Jahren nicht mehr!

  • werni425
  • 29.09.09 | 13:33 Uhr

Hiddendragon,
Es muss ja relativ leicht sein eine IV zu bekommen. Im Zeitalter der Resourcensparung sollten die IV Renten eigentlich weniger werden. Es werden aber mehr, in einer Gesellschaft, die seit Menschengedenken am gesündesten ist und die kürzesten Anwesenheitszeite am Arbeitsplatz hat.

Und die SBB als auch PTT haben bewiesener Massen, wie andere Unternehmer auch, die IV als Hilfe für Entlassungen gebraucht.

Werni

  • Hiddendragon
  • 29.09.09 | 10:58 Uhr

Ach Herr Köppel, so einfach ist es: "Leute die nicht unbedingt etwas leisten wollen, gehen heute zur IV" . Ist es wirklich so einfach - alles Scheinivalide ? Und wie war und ist es mit den Firmen die Personalabbau mit Hilfe der IV "sozialverträglicher" machen ? Wozu noch Sozialpläne wenn doch der Staat zahlt ?

  • Wunder
  • 29.09.09 | 08:29 Uhr

@Schlemihl
DOCH. Eben die absoluten Zahlen zeigen die horrende Ungenauigkeit solcher Umfragen viel deutlicher, weil es eben für viele Leute erst dann plastisch wird. Es gibt überhaupt keinen Unterschied in der Aussage von absoluten und relativen Zahlen. Aber absolute Zahlen sind eben anschaulicher, wie dein Aufschrei schön illustriert.

  • Schlemihl
  • 28.09.09 | 20:19 Uhr

@Wunder:

Falsch!

Bei solchen Umfragen kannst du nicht mit absoluten Werten argumentieren. Es ist völlig unbedeutend, ob 2% 2 Mio, 20'000 oder 20 Mio Wahlberechtigte entsprechen!

Solche Umfragen können eben sehr wohl aussagekräftige, vernünftige und sinnvolle Aussagen liefern! Z.B.:

- Dass die Union wesentlich stärker ist als die SPD!!!
- Dass wesentlich mehr Österreicher der EU gegenüber positiv eingestellt sind als negativ!!!

Bei diesen Aussagen gibt es überhaupt keinen Spielraum für Spekulationen!!!

  • Wunder
  • 28.09.09 | 16:39 Uhr

@Schlemihl
Hier liegt genau das Problem. Die Statistik dahinter im fachlichen Sinn ist schon in Ordnung. Aber was aus den Resultaten gemacht wird (nicht nur in den Medien, auch zB von dir bezüglich EU) ist problematisch.

Man stelle sich vor: Knapp eine Woche vor den Wahlen liegt man 1.5 bis 2 Mio. Wahlberechtigte daneben! Solche Zahlen für Werbung und Stimmungsmache zu verwenden ist schlimm.

Aus dieser Haltung heraus kommen dann auch Aussagen wie "17%, 19% oder 21% (...) macht den Braten nicht feisser". In diesen Statistiken ist immer soviel Luft für Spekulationen drin, dass sie geradezu zu Missbrauch auffordern.

  • Schlemihl
  • 28.09.09 | 15:07 Uhr

@Wunder:

Also, ob jetzt 17%, 19% oder 21% der Österreicher den EU-Beitritt eine schlechte Sache finden, macht den Braten auch nicht feisser. Die Aussage ist klar!

  • Schlemihl
  • 28.09.09 | 15:05 Uhr

@Wunder:

"Neuester Anschauungsunterricht liefern die Umfragen im Vorfeld der deutschen Wahlen, die für sämtliche Parteien falsche Daten lieferten."

DAS STIMMT ÜBERHAUPT NICHT!

Bei seriösen Umfragen wird immer der Fehler mit Signifikanzniveau ausgewiesen (in der Regel +/- 2%)! Ausserdem wurden die Umfrageresultate meist auf ganze Prozent gerundet, was den Fehler nochmals im Extremfall um ein halbes Prozent erhöhen kann.

Zudem wurde bei diesen Umfragen auch immer darauf ausgewiesen, wie hoch der Anteil der Wähler ist, die sich noch nicht entschlossen haben. Und dieser Anteil war bis zuletzt relativ hoch!

DAS PROBLEM IST, DASS DIE LEUTE (LEIDER AUF VIELE MEDIEN-VERTRETER!!!) SOLCHE UMFRAGEWERTE NICHT WIRKLICH RICHTIG LESEN KÖNNEN!

VIELE MEDIENVERTRETER GEBEN DIE UMFRAGERESULTATE AUCH VÖLLIG UNGENÜGEND AN DIE LEUTE WEITER!

Bei den letzten Umfragen der "Forschungsgruppe Wahlen e.V." kam man auf folgende Resultate:

Union: 36% => Abweichung 2,2%
SPD: 25% => Abweichung 2,0%
FDP: 13% => Abweichung 1,6%
Linke: 11% => Abweichung 0,9%
Grüne: 10% => Abweichung 0,7%

Diese Abweichungen liegen alle im Rahmen. Die Umfrageresultate stimmten relativ gut mit den Wahlresultaten überein!!!

  • Schlemihl
  • 28.09.09 | 15:04 Uhr

@Wunder:

"Dass du die 10% den Befürwortern zuschlägst ist logisch aber sicher nicht haltbar."

DU hast von 53% "Kritischen" gesprochen und damit diese 10% einfach zu den 43% hinzugezählt.

Ich habe nie von 57% "Befürwortern" gesprochen!!!

  • Wunder
  • 28.09.09 | 12:47 Uhr

...deine Haare werden sich wahrscheinlich sträuben, nicht streuben. Excüsi

  • Wunder
  • 28.09.09 | 11:15 Uhr

@Schlemihl

Wenn sich deine Haare streuben ist das nicht so schlimm. Ob ich die falschen Schlüsse daraus ziehe oder du ist offensichtlich nur subjektiv zu beantworten.

Um einer EU beizutreten bedarf es halt mehr als nur "die Frage nicht beantworten zu können oder zu wollen"! Dass du die 10% den Befürwortern zuschlägst ist logisch aber sicher nicht haltbar. Übrigens: Ich finden die EU auch nicht eine schlechte Sache;aber für die SCHWEIZ wäre ein Beitritt katastrophal. Also nicht einmal mich würde man in der Umfrage unter den 19% finden. Und genau diesen Sachverhalt, Fragen missbräuchlich zu stellen lehne ich an solchen Umfragen ab. Nur logisch und konsequent, dass Passanten, die so befragt werden aufhören zu antworten und ihres Weges ziehn. Das Kreuzchen danach bei den 10% zu setzten ist dann eine Formalität, ein kleines Details aus der "Übungsanlage" für nicht beantwortete Fragen.

Mir ist bewusst, dass dies eine Beurteilung aus der Sicht eines Skeptikers ist;aber die Resultate dieser Umfragen werden ja oft genug im Nachhinein Lügen gestraft, bzw. sie erweisen sich als komplett falsch. Neuester Anschauungsunterricht liefern die Umfragen im Vorfeld der deutschen Wahlen, die für sämtliche Parteien falsche Daten lieferten.

Selbstverständlich wirst du jetzt aufheulen und sagen, dass man dies nicht vergleichen könne usw. Es ist einfach so: Jede Umfrage mehr, die falsche Resultate oder Prognosen liefert lässt einen vorsichtiger bis schliesslich ablehnend werden.

  • mediabuehler
  • 27.09.09 | 10:14 Uhr

Nicht alles was Burkhalter antwortet entspricht auch meiner Einstellung. Er muss aber als neuer Bundesrat so diplomatisch wie möglich antworten, und das macht er vortrefflich. Zu eindeutige Stellungsnahmen sind in der Schweiz nicht beliebt, und zu starke Persönlichkeiten sind gut beraten sich etwas zurückzunehmen - sonst werden sie geköpft.

  • Schlemihl
  • 25.09.09 | 16:43 Uhr

@Wunder:

"immer hin denken aber doch 53%, dass die EU insgesamt mehr Nachteile als Vorteile bringt!"

TOTAL FALSCH!

1. Du hast offensichtlich die Umfrage nicht wirklich gelesen!
2. Du ziehst völlig falsche Schlüsse daraus! HAARSTRÄUBEND!

47% sind in Österreich der Meinung, dass die EU-Mitgliedschaft Vorteile bringt. 43% teilen diese Meinung nicht! 10% konnten oder wollten diese Frage nicht beantworten.

Dass heisst aber nicht, dass die 43% der Meinung sind die EU bringe mehr Nachteile als Vorteile. Sondern darunter sind eben auch Leute, die der Meinung sind es gebe zwar keine Vorteile aber auch keine Nachteile, d.h. durch die EU-Mitgliedschaft habe sich nichts geändert.

Und nochmals, nur 19% der Österreicher/innen finden die EU-Mitgliedschaft eine schlechte Sache. In den meisten anderen EU-Staaten sind es noch wesentlich weniger!

  • Schlemihl
  • 25.09.09 | 16:33 Uhr

"1'000 ist selbst für grosse Staaten wie die USA eine genügende Zahl."

Richtig Larry!

"Da habe ich weniger Bedenken, das sind absolute Profis."

Richtig Larry!

Die Umfrage ist absolut professionell!

  • Larry
  • 25.09.09 | 14:32 Uhr

"bevor ich den Stichprobenplan von Gallup nicht gesehen habe"

Da habe ich weniger Bedenken, das sind absolute Profis. George Gallup war der grosse Pionier der wissenschaftlich geführten Meinungsumfragen, genau jener, der rausgefunden und bewiesen hat, dass man mit einem representativen Muster von 1'000 Personen zu zuverlässigeren Ergebnisse kommt, als mit viel grösseren, jedoch weniger representativen Umfragen.

  • Wunder
  • 25.09.09 | 13:30 Uhr

@Larry

Du hast natürlich recht. Statistisch gesehen würde diese Stichprobe schon genügen. Aber bevor ich den Stichprobenplan von Gallup nicht gesehen habe, bin ich eben ziemlich skeptisch....

  • Larry
  • 25.09.09 | 12:12 Uhr

"Auch wenn die etwas über 1000 befragten Personen nicht allzu viel über die Österreicher im Allgemeinen aussagen können"

Falsch, 1'000 ist selbst für grosse Staaten wie die USA eine genügende Zahl. Das Problem der von Schlemihl immer wieder zitierten "Eurobarometer"-Umfragen ist der Auftraggeber: die EU-Kommission. Das Ergebnis einer Meinungsumfrage kann durch tendenziöse Fragestellungen orientiert werden.

  • Wunder
  • 25.09.09 | 11:24 Uhr

Sorry: Narzissmus - mit Doppel-s

  • Taxilomax
  • 25.09.09 | 10:18 Uhr

"Wie freisinnig ist der neue FDP-Bundesrat Didier Burkhalter? Für welche Schweiz kämpft er in der Politik?"

Heute aus der Presse:
"SVP-Nationalrätin Yvette Estermann schreibt in ihrem Blog, dass sie mit Gebeten gegen die Krise kämpfe. Die Wirksamkeit des Gebets sei bewiesen."

Bitte, bitte, liebe Weltwoche, schaut auch Euren Vertretern im Parlament etwas auf die Finger. Das wird ja immer schlimmer.

  • Wunder
  • 25.09.09 | 09:25 Uhr

@Schlemihl

"Nur 19% der Österreicherinner und Österreicher ist mit der EU unzufrieden. " ...sagt eine Umfrage des Gallup-Institutes, welche die Umfrage im Auftrag der EU durchführt.
Traue nur jenen Statistiken, die du selber gefälscht oder gebogen hast. Und trotzdem gibt dieselbe Umfrage auch folgendes erschütternde Ergebnis:

"Auf die Frage, ob die EU-Mitgliedschaft Österreichs insgesamt gesehen Vorteile hat, antworteten 47 Prozent der 1.015 Befragten mit einem "Ja"."

Auch wenn die etwas über 1000 befragten Personen nicht allzu viel über die Österreicher im Allgemeinen aussagen können; immer hin denken aber doch 53%, dass die EU insgesamt mehr Nachteile als Vorteile bringt!

Wenn das mal kein Grund ist wieder auszusteigen.

  • Wunder
  • 25.09.09 | 08:46 Uhr

@Schlemihl

"Ich würde mich auch gern etwas zurückhalten, aber in der "Welt"woche steht leider derart viel Unsinn, dass das nicht möglich ist."

Das ist doch eben das Problem von selbstverliebten Sich-wichtig-nehmern. Sie können sich einfach nicht zurückhalten. Aber es gibt Hoffnung: Neurosen können heute behandelt werden. Bei Narzismus kann man es wenigstens versuchen.

  • Larry
  • 25.09.09 | 01:34 Uhr

"Du hast offensichtlich nicht mitbekommen, dass wir ein 2-Kammer-Parlament haben mit 2 völlig gleichberechtigten Kammern."

Und Sie haben offensichtlich nicht mitbekommen, dass beide Kammern einem Gesetz zustimmen müssen, damit es vom Parlament angenommen wird.

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 21:44 Uhr

Sorry Atlanta! Weder die eine noch die andere Kammer des schweizer Parlaments hat das Hochwasser bei euch verursacht... nicht dass hier noch eine diplomatische Krise entsteht und Merz wieder ausrücken muss...

@swift: "Atalanta" wurde aber im Ständerat klar und deutlich angenommen!

  • Tankred
  • 24.09.09 | 21:34 Uhr

Leute die es offenbar normal finden, dass Versprechen (hier: MwSt-Erhöhung ist befristet) nicht eingehalten werden, sondern lediglich einer Abstimmungsvorlage zum Durchbruch verhelfen
sollen, verdienen nichts besseres als von der Politik nach Strich und Faden belogen und ausgenommen zu werden. Das Schlimme daran ist, solche Zeitgenossen merken gar nicht, wie sie täglich "verseckelt" werden. Einfach zum schreien. Und dann anderen vorwerfen, nichts von Demokratie zu verstehen... Weit haben wir es gebracht.

  • Taxilomax
  • 24.09.09 | 20:16 Uhr

"Ich hoffe schwer es wurde nicht "Atlanta" versenkt."

In Atlanta herrscht Hochwasser! Was für ein Zufall.

  • Taxilomax
  • 24.09.09 | 20:16 Uhr

"Ich bin wirklich erstaunt, dass es für diese Interview zwei Gesprächspartner brauchte. "

Der neue BR redet ja nicht mit RK. Darum brauchte es einen Anstands-WauWau.

  • swift
  • 24.09.09 | 20:06 Uhr

Ich hoffe schwer es wurde nicht "Atlanta" versenkt.
Das hätte Obama wahrscheinlich nicht so gern.

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 20:03 Uhr

@swift:

Du hast offensichtlich nicht mitbekommen, dass wir ein 2-Kammer-Parlament haben mit 2 völlig gleichberechtigten Kammern.

Und nur eine Kammer hat "Atlanta" versenkt.

  • swift
  • 24.09.09 | 19:45 Uhr

Das wird dem neuen BR aber nicht gefallen. Das demokratisch gewählte Parlament versenkt den Atalanta Einsatz. Sehr guter Entscheid.

  • swift
  • 24.09.09 | 18:47 Uhr

Es bleibt zu hoffen, dass der neue BR nicht bei seiner Haltung bleibt. EU Beitritt ist kein Thema sein.

  • hammerhai
  • 24.09.09 | 18:20 Uhr

Schlecht geköppelt

Dieses Interview ist leider völlig missraten.

Köppel und sein Engerling interessieren sich nicht wirklich für den Interviewpartner. Sie scheinen ihrer Glaubensgemeinschaft nur ihre Wadenbeisserqualitäten unter Beweis stellen zu müssen. Schade eigentlich..

Aber Köppel als Pächter der WW pflegt lieber seine Profilierungsneurose statt zu schreiben was ist!

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 17:45 Uhr

@Schweizerin:

"Oesterreich undDeutschland wollen bereits wieder austreten."

So ein Unsinn! Eine klare Mehrheit der Österreicher und Deutschen ist sehr zufrieden mit der EU-Mitgliedschaft. Nur eine kleine Minderheit will austreten.

Nur 19% der Österreicherinner und Österreicher ist mit der EU unzufrieden. In Deutschland sind es gar nur 10%!!!

Stell hier nicht völlig falsche Behauptungen auf!!!

  • HenryVIII
  • 24.09.09 | 17:40 Uhr

@ Taxi

"Mich interessiert eh nicht, was du sagst!"

Dies trifft vor allem auf Dich und ganz besonders auf den Schleimi zu.

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 17:23 Uhr

@Wunder:

Ich würde mich auch gern etwas zurückhalten, aber in der "Welt"woche steht leider derart viel Unsinn, dass das nicht möglich ist.

@enrico01:
@eidgenosse
@vivendi:

Ich habe mich bei meiner Kritik immer auf eine bestimmte Textstelle bezogen und meine Kritik begründet.

Ihr scheint mir inhaltlich nichts entgegenzusetzen zu haben...

@swift:

Welche Fragen sind denn gut, wo wurde gut nachgefragt? Begründung?

  • TejanoJose
  • 24.09.09 | 16:41 Uhr

Das grosse Interview: ca. 50 Fragen und 10% handeln ueber die Nichteinladung resp. Ausladung von Hr. Koeppel aus der Arena. Die Gewichtung der Fragen scheint mir etwas verschoben.

Der neue Bundesrat hat sich trotz oder gerade wegen der doch sehr agressiven Fragestellung sehr gut geschlagen.

„Verbürgen Sie mit Ihrem Namen, dass die befristete Steuererhöhung für die IV nach sieben Jahren nicht weitergeführt wird?“
Brauchen die Herren Koeppel und Engeler etwas Nachhilfeunterricht wie die Direkte Demokratie funktioniert?

@enrico01, vivendi, eidgenosse:
Im Gegensatz zu Euch hatte sich Schlemihl zum Artikel geaussert.

  • swift
  • 24.09.09 | 16:30 Uhr

Gut gemacht Roger Köppel und Urs Paul Engeler. Gut gefragt und nachgehackt.
Die antworten sind im Grunde nichts sagend. Nichts Konkretes. Ich hoffe das bleibt nicht so.

  • eidgenosse
  • 24.09.09 | 15:32 Uhr

@taxi

ja, wie kann ich ihnen (noch) helfen

  • eidgenosse
  • 24.09.09 | 15:31 Uhr

@vivendi

doch weisen Sie diese zurück wie das Wunder.
vermutlich haben sie nicht mitbekommen, dass auch ich mit schlemihlschen bürgern nicht gleicher meinung bin.
ich meinte damit eigentlich, dass wir unsere duldung dieser ergüsse als entwicklungshilfe für anders-bemittelte anschauen dürfen.

  • Taxilomax
  • 24.09.09 | 15:02 Uhr

"Die Auflage der «Weltwoche» brach abrupt ein, als sie vom ehemaligen Chefredaktor Roger Köppel auf SVP-Kurs gesteuert wurde."


@eidgenosse
"wir sind ein soziales land und daher haben wir allen zu helfen, die sich nicht selber helfen können.
somit betreiben wir nicht nur mit EDA entwicklungshilfe, sondern auch von bürger zu bürger...."

@schlemihl
weiter so!

  • Taxilomax
  • 24.09.09 | 14:58 Uhr

"Und dann gibt es solche die beides sind und erst noch Chefredaktor und Besitzer (=Unternehmer) einer Wochenzeitung (okay die Mehrzahlform ist hier ev. falsch)."

Besitzer einer Zeitung?

"Als das Blatt im Herbst 2003 begann, den umstrittenen rechten Politiker Christoph Blocher und seine Schweizerische Volkspartei offen zu unterstützen, und Köppel einen Wahlaufruf für Blocher verfasste, wurde die Weltwoche zum Gegenstand öffentlicher Kritik."

  • Taxilomax
  • 24.09.09 | 14:33 Uhr

Halt, oh Wunder, der wichtigste bin ich: isch bin der roa.

Ich kenne einen Autoexperten, der ist wirklich ein Experte, weil er das Auto in- und auswendig kennt. Für jedes Problem hat er eine Lösung, die dann auch im Verkehr verhebet.

Experten in der Poliltik sind Quacksalber und Laveri, die alles - im nachhinein - eh besser gewusst haben wollen und knallbunt in einer der politischen Farben daherkommen und irgendeinen gefärbten Stuss erzählen.

Und wenn ein bunter Vogel mit einem Quacksalber zusammen kommen, dann entsteht ein solches Interview, bei dem beide Parteien nur das eine sagen wollen - es sich aber nicht getrauen:

"Mich interessiert eh nicht, was du sagst!"

  • vivendi
  • 24.09.09 | 14:09 Uhr

eidgenosse: ich will nicht geholfen werden! Oder darf man unerwünschte Hilfe nicht zurückweisen?

  • Wunder
  • 24.09.09 | 11:18 Uhr

@Schlemihl
Von wegen wichtig nehmen: Ich finde du nimmst dich deutlich zu wichtig. Von den etwa ersten 15 Einträgen hier im Forum hast du etwa 10 geschrieben - irgendwie etwas streberhaft und aufdringlich. Übrigens Quantität ist sichtlich nicht immer auch Qualität...

Bezüglich Experte vs. Politiker: Immerhin gibt es Politiker, die auch Experten sind und anscheinend auch umgekehrt. Und dann gibt es solche die beides sind und erst noch Chefredaktor und Besitzer (=Unternehmer) einer Wochenzeitung (okay die Mehrzahlform ist hier ev. falsch).
Und dann gibt es auch noch die Kategorie von Personen - und zu denen zähle ich dich, die von sich halten, dass sie alle diese Funktionen locker innehaben könnten, es besser machen würden und deshalb denken sie könnten alles richtig beurteilen. Dabei sind sie ja nur einfache Forumteilnehmer in einer kleinen, unbedeutenden Wochenzeitschrift. Diese Erkenntnis muss hart sein (aber du wirst wohl kaum davon geplagt).

  • Schweizerin
  • 24.09.09 | 11:07 Uhr

Der Bundesrat braucht seine Meinung bei Abstimmungen nicht explizit auszudrücken. Das Abstimmungsbüchlein reicht (so einseitig, wie es ohnehin schon ist). Ansonsten soll sich derSouverän unbeeinflusst von der Exekutive (sie soll den Willen des Volkes und nicht seinen eigenen Willen ausführen!!) entscheiden können.

Die Tatsache, dass das Volk bei den letzten Bilateralen (Freizügigkeit und die Folgen) massiv belogen wurde, muss auch von Herrn Burkhalter eingestanden werden, da er sonst jetzt schon wie Calmy-Rey tönt: "Nein das stimmt nicht..."

Das Volk will nicht in die EU!!! Oesterreich undDeutschland wollen bereits wieder austreten. Was braucht es noch, bis der Bundesrat endlich wieder den Willen des Souveräns ausführt und respektiert???

  • eidgenosse
  • 24.09.09 | 10:58 Uhr

halt vivendi, enrico01

wir sind ein soziales land und daher haben wir allen zu helfen, die sich nicht selber helfen können.
somit betreiben wir nicht nur mit EDA entwicklungshilfe, sondern auch von bürger zu bürger....

  • vivendi
  • 24.09.09 | 10:33 Uhr

Ich bin wirklich erstaunt, dass es für diese Interview zwei Gesprächspartner brauchte. Man hätte sich das ersparen können, indem man einfach die Kommentare von Schemihl publiziert. Der weiss nicht nur eine Antwort auf jede ungestellte Frage, der kann die Antworten auch noch in seinem eigenen Sinn (und stellvertretend für alle Leser) vorverdauen oder sie gleich "gewaltig in die Hosen gehen lassen". Bravo Schlemihl, solche Bürger brauchen wir ... aber wenn möglich nicht hier.

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 10:17 Uhr

Ich habe einmal mehr einen guten Eindruck von BR Burkhalter.

Er war argumentativ und vom Sachwissen her dem Duo Köppel/Burkhalter überlegen! Das Kreuzverhör ging gewaltig in die Hosen!

  • enrico01
  • 24.09.09 | 10:14 Uhr

@Schlemihl
gähn, ihre Kommentare zu lesen ist reine Zeitverschwendung

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 10:12 Uhr

"...dass die Leute den Bilateralisten nicht mehr glauben."

Eine völlig unbelegte und falsche Behauptung von Köppel/Engeler:

Die Bevölkerung hat sich mehrmals klar für die Bilateralen ausgeprochen! Das sind die Fakten!

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 10:07 Uhr

"Ich kann mit dieser feindseligen Gegenüberstellung von staatlich und privat nicht viel anfangen. Ich habe immer für eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor gekämpft."

Damit hat der die Staatshasser Köppel und Engeler schachmatt gesetzt!

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 09:59 Uhr

"Verbürgen Sie mit Ihrem Namen, dass die befristete Steuererhöhung für die IV nach sieben Jahren nicht weitergeführt wird?"

Eine derart unsinnige Frage kann nur jemand stellen, der offensichtlich nicht weiss, dass in solchen Fragen nicht der Bundesrat das letzte Wort hat sondern das Parlament und allenfalls das Volk.

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 09:53 Uhr

"Sie aber, Herr Köppel, seien kein Experte, sondern fast schon ein Politiker."

Diese Aussage trifft den Nagel voll und ganz auf den Kopf!

Köppel als Experten zu bezeichnen ist lächerlich, er ist ein SVP-Parteipolitiker!

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 09:46 Uhr

"Ich kannte Sie nicht persönlich, wie hätte ich Sie da ausladen lassen können?"

Köppel überschätzt sich einmal mehr selbst, wenn er glaubt, dass ein unbedeutender Chefredaktor einer unbedeutenden Wochenillustrierten in der Romandie bekannt sei.

Wie schon gesagt: Nehmen Sie sich nicht so wichtig, Herr Köppel!

  • Schlemihl
  • 24.09.09 | 09:44 Uhr

". . . nehmen Sie zuerst einen Kaffee, meine Herren . . ."

Völlig richtig! Herr Köppel, trinken Sie zuerst mal einen Kaffee und nehmen Sie sich nicht so wichtig!

  • Tankred
  • 23.09.09 | 23:47 Uhr

Als "Dirty Harry" führte Eastwood einen S&W M29. Der ist aber im Kaliber .44Mag.
Wir wollen doch da korrekt sein :-)

  • kurtkoblet
  • 23.09.09 | 22:52 Uhr

gutgemeint, ehrlich...herzig! aber eben: FDP...steht für jeden etwas und versuchen etwas recht zu machen, geliebt zu werden.
dass kann doch weder das konzept noch der stil sein ????!!!!!
man kann sich weitere abwägende und absitzende jahre schon erahnen.
hier gehört eine fristlose auflösungder FDP auf den tisch 2.) bundesratswahlen vorgezogen (mistrauensvotum wie BRD, geht dass?) und
wer nicht aktiv mitmacht , soll seinen garten zuhause bewässern.
dann wäre aber bern leer, tagespauschale müsste weiterhin bezahlt und entschieden würde und wird sowieso nix.
deshalb hat man jedem BR eine kleinen terassengarten in die wohnung gelegt. tragikomik pur.

 
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