Intern

Weshalb steigen die Gesundheitskosten? Dafür wird eine ganze Reihe von Gründen genannt. Der Lebensstandard steige, der Fortschritt in der Medizin ermögliche neue (teure) Behandlungsmethoden, die Behandlung der Alten sei kostenintensiv. Doch Zweifel sind erlaubt. Denn das Wachstum der Gesundheitskosten ist kein Naturgesetz. Sie könnten gesenkt werden, ohne dass Abstriche an der Qualität des Gesundheitssystems gemacht werden müssen. Voraussetzung wäre ein Ende der Verschwendung in Apotheken, Arztpraxen und Krankenkassen. Dann könnten auch die Prämien reduziert werden. Pierre Heumann zeigt in einem zweiteiligen Beitrag zahlreiche Sparmöglichkeiten auf.

Aus dem Reisetagebuch unseres Autors Wolfram Knorr, der den deutschen Bundeswahlkampf besuchte: «Freitag, 11. 9.: Kundgebung mit Angela Merkel in Stuttgart. Schien problemlos, die Kanzlerin auf dem Marktplatz. Doch der Platz war abgesperrt, ich brauchte eine Akkreditierung, die ich nicht hatte. ‹Wo kommen Sie denn her?› — ‹Aus Zürich.› — ‹Habt ihr nicht eigene Probleme?› Musste Identitätskarte abgeben, weil Herren vom BKA meine Sicherheit überprüfen mussten. Dauerte eine halbe Stunde. Samstag, 12. 9.: Rauf nach Nürnberg. Wo ist Merkendorf bei Gunzendorf? Nach langen Erkundungen mit Bahn und Bus hingefunden. Bei Guttenberg keine Akkreditierung nötig, äusserst freundlicher Empfang. Sonntag, 13. 9.: Zu Seehofer in Aubing, 11 Uhr, der Fotograf und ich waren eine halbe Stunde früher im Zelt. Ich setzte mich auf eine Bank, eine Blaskapelle spielte, und schon wurde mir eine Mass Bier vor die Nase gedonnert. ‹Moment, könnt ihr mir ein Kleines bringen?› Der junge Mann in Lederhose, weissem Hemd und Wadenhaltern glotzte mich an: ‹A Hoalbs? A ge, wo kommst’n her?! Hier gibt’s nur a Mass. Aus Züri kummst? Ja mei.› Damit zog er von dannen; an der Theke sprach er mit einer Kollegin im Dirndl und deutete auf mich: Ein seltenes Exemplar, vermutlich nicht einmal ‹a Preiss›.»

 

Als Weltwoche-Redaktor Alex Baur im Februar 2007 Margrit Zopfi erstmals traf, ahnten beide noch nicht, dass sie eine Lawine lostreten würde. Emotionslos erzählte Zopfi, damals Controllerin beim Zürcher Sozialamt, über die desolaten Zustände im Fürsorgealltag. Doch Baur brauchte konkrete Fälle – die ihm Zopfi nach längerem Zögern schliesslich lieferte, in anonymisierter Form. Die Berichte lösten ein Erdbeben im Fürsorgebereich aus, gaben den Anlass zu tiefgreifenden Reformen und führten zum Rücktritt der Zürcher Sozialvorsteherin Monika Stocker (GP). Nun stehen Margrit Zopfi und ihre Kollegin Esther Wyler vor Gericht, weil sie das Amtsgeheimnis verletzt hätten. Sie bestreiten das nicht, fordern aber trotzdem einen Freispruch. Warum es so weit kommen musste, lesen Sie hier.

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Kommentare

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  • Taxilomax
  • 23.09.09 | 18:02 Uhr

OK, wenn schon, denn schon:

Ich bin Toupetjohnny.

  • Taxilomax
  • 23.09.09 | 18:02 Uhr

"Ich würde doch sagen, dass diese 90 % Sozis, denen die Hochschulausbildung von den arbeitenden (und somit dummen) SVP-Anhängern und ..."

gut gesagt, erstaunlich!

"Den Italiener, der nach dreissig Jahren immer noch nicht deutsch kann?"

Wenn er eingebürgert wurde, klar. Aber ich nehme an der wählt lieber Berlusconi und ist Italiener geblieben!


"Wer, ausser einem Aushilfsjob bei McDonalds nur Studiengänge aufzuweisen hat, hat nun doch wirklich keine Ahnung wie Werte erarbeitet werden. "

Hej, hej. McDo verarbeitet nur Schweizer Produkte. Und diese Werte wollen wir doch schon ein bisschen hochhalten. Und wer am Albanifest Hunderte Besoffener Kunden mit einem Lächeln bedienen kann.... upps, habe ich mich jetzt geautet?

  • sun fun
  • 23.09.09 | 15:29 Uhr

lieber lohmann, die analyse von dem was wir wollen scheint mir ein wenig weit her geholt, deine svp-psychose solltest du gelegentlich mal behandeln lassen

  • Lohmann
  • 23.09.09 | 15:07 Uhr

@sun fun
@Larry
@chateau-petter

Es ist klar, dass ihr eine möglichst ungebildete Schweizer Gesellschaft möchtet, dann würde der SVP-Wähleranteil steigen.

  • petter
  • 23.09.09 | 15:01 Uhr

90% usw.
Ich würde doch sagen, dass diese 90 % Sozis, denen die Hochschulausbildung von den arbeitenden (und somit dummen) SVP-Anhängern und den Unternehmern immer noch finanziert wurde, schon allein aufgrund ihres "intellektuellen" Herkommens - zweifellos auch nach intensivem Marxstudium - mehr als unglaubwürdig sind, behaupten sie doch die wahren Vertreter des Proletariats zu sein.
Welches Proletariat meinen sie denn? Den Italiener, der nach dreissig Jahren immer noch nicht deutsch kann? Schon eher die ganze Funktionärswelt der Staatsangestellten, Lehrer, Sozialarbeiter, RAV-Mitarbeiter, dann Therapeuten, Psychologen, Journalisten, Politiker-.
Wer, ausser einem Aushilfsjob bei McDonalds nur Studiengänge aufzuweisen hat, hat nun doch wirklich keine Ahnung wie Werte erarbeitet werden. Ja, im Verteilen von Geld, das anderen gehört, da liegt ihre wahre Meisterschaft.

  • sun fun
  • 23.09.09 | 14:27 Uhr

danke für die lückenlose auflistung eurer linken führungsgrössen und erfolgreichen unternehmern, euch reicht es höchstens zur dritten und vierten führungsebene in einem unternehmen, deswegen ist eine politische laufbahn die logische folge um sich zu verbessern

  • Larry
  • 23.09.09 | 13:24 Uhr

"Über 90% der Mitglieder der SP-Fraktion hat einen Hochschulabschluss."

Klar, das sind jene, die am meisten vo, Bildungssozialismus profitiert haben und zugleich vom staatlichen Bildungsapparat am längsten hirngewaschen wurden.

  • Lohmann
  • 23.09.09 | 13:16 Uhr

@sun fun:

Über 90% der Mitglieder der SP-Fraktion hat einen Hochschulabschluss. Viele hatten oder haben ausgezeichnete Stellungen in der Privatwirtschaft. Sie haben es sicherlich aus finanziellen Gründen nicht nötig Politik zu betreiben.

Einige SVP-Bauern im Parlament wohl schon eher. Diese leben ja mehrheitlich vom Staat: Subventionen + ca. 100'000 für Parlamentstätigkeit.

Fakt ist, die SP ist heute keine Arbeiterpartei mehr sondern eine Intellektuellenpartei und diese haben nun mal meistens überdurchschnittlich hohe Einkommen. Die Arbeiterschicht wählt heute zu einem grossen Teil SVP.

Wählerbefragungen haben ausserdem gezeigt, dass bei Kaderpersonen in der Privatwirtschaft die SP nach der FDP den zweithöchsten Wähleranteil hatte.

  • Taxilomax
  • 23.09.09 | 12:56 Uhr

@sunfun

Das sehen Sie absolut richtig. Dafür können die Linken grosse Staatsmänner vorweisen.

Wie auch immer, ich wiederhole mich:

Die Schweiz wird von Bauern und Rechtsanwälten regiert. Und das sind ja alle erfolgreiche Unternehmer.

  • sun fun
  • 23.09.09 | 10:48 Uhr

@lohmann

es schleckt ja keine geiss weg, dass ihr linken in der privatwirtschaft keine "leuchten" vorweisen könnt, natürlich müsst ihr dann solche behauptungen aufstellen, ihr habt ja nichts anderes...

zähle mir doch einfach ein paar von euren erfolgreichen unternehmern auf, danke!

 
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