Sein Gesicht wirkte zuletzt wie eine Totenmaske. Der einst blendend aussehende, global erfolgreiche Entertainer, Tänzer, Musiker und Sänger Michael Jackson (1958 - 2009) schien sich in eine missratene Mischung aus Walt-Disney-Elfe und Diana Ross zu verwandeln. Was für ein Mensch unterzieht sich einem solchen Umgestaltungsprozess? Welche Rückschlüsse auf Jacksons Charakter sind aus dessen hochoperiertem Gesicht abzuleiten? Chefredaktor Roger Köppel und der frühere Weltwoche-Gesellschaftschef Simon Brunner, im Kurzurlaub von seinem MBA-Programm in Lausanne, trafen den renommierten Schweizer Schönheitschirurgen Christoph Wolfensberger, um über Michael Jackson und die Bedeutung der Schönheitschirurgie zu diskutieren. Wolfensberger weiss, wovon er spricht: Er kannte den Superstar persönlich, aber auch dessen plastischen Chirurgen Steve Hoefflin.
Darf eine Firmenchefin in der Krise schwanger werden? Diese simple Frage stand am Anfang der Berichterstattung der Weltwoche zum Fall Jasmin Staiblin, Schweizer Länderchefin des Technologiekonzerns ABB. Eine Frage, die eine intensiv geführte Debatte nach sich zog, für stundenlange Diskussionen bei Abendessen und viele empörte Leserbriefe sorgte. «Klar darf sie das», sagen die einen, «das ist doch gar keine Frage.» Unverantwortlich, meinen die anderen, Frauen müssten sich eben für eine Sache entscheiden. Wirtschaftsredaktor Pierre Heumann hat sich des Falls Jasmin Staiblin nochmals angenommen, und Chefredaktor Roger Köppel geht in seinem Editorial auf einen weiteren wichtigen Aspekt der Thematik ein.
Sieben Jahre herrschte im Tessiner Strassenbau ein durchorganisiertes Kartell. In wöchentlichen Sitzungen hielten sich die Unternehmen Aufträge zu überhöhten Preisen zu. Der Betrug beläuft sich auf mehrere Dutzend Millionen Franken. Nun hat die Stadt Lugano Klage erhoben: Sie will die zu viel bezahlten Millionen zurück. Recherchen von Peter Keller zeigen, wie pikant die Geschichte ist: Auch FDP-Präsident und Bundesrats-Aspirant Fulvio Pelli ist in die Affäre verwickelt. Als ehemaliger Verwaltungsratspräsident der Tiefbaufirma Costra SA.
Die Weltwoche war schon skeptisch, als die NZZ am Sonntag im Juli 2006 eine intensive Kampagne gegen die Swissfirst-Bank des Unternehmers Thomas Matter lancierte. Im Zuge des Trommelfeuers wurde die Bank kaputtgeschrieben, Matter zwischenzeitlich angeklagt. Die Journalisten wurden mit Auszeichnungen und Beförderungen belohnt. Schritt für Schritt zeigte sich, dass die Vorwürfe nicht stimmten. Alle Klagen gegen Matter wurden fallengelassen, die Zeitungen mussten sich entschuldigen. Kürzlich ist auch die letzte Klage im Dossier Swissfirst vor Gericht klar zugunsten Matters abgewiesen worden. Interessant ist, wie schwer sich die NZZ am Sonntag-Journalisten noch immer tun, ihre Fehlleistungen zuzugeben. Die Stiftung Zürcher Journalistenpreis, welche die Falschrecherchen prämierte, weigert sich, den Preis rückwirkend abzuerkennen, und behauptet wider besseres Wissen, es sei nicht erwiesen, wer recht habe. Die angebliche Bankenaffäre erweist sich als Medienskandal. Unsere Recherchen machen das Ausmass deutlich. Ihre Weltwoche













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