Intern

Mit der Euro-Pride und dem Christopher Street Day ist eben ein Kundgebungs-Marathon der Homosexuellenbewegung zu Ende gegangen. Nächste Woche kommt «Brüno» in die Kinos, die Tunten-Satire des Guerilla-Komikers Sacha Baron Cohen («Borat»). Wir nehmen die Grossereignisse zum Anlass einer kritischen Bilanz. Die Schwulen, einst verkannt, verfemt, rechtlos, haben eine ebenso rasante wie umfassende Emanzipation hinter sich. Längst geben sie in vielen Bereichen den Ton an. In Polizei und Armee ist «Homosexualität» Pflichtstoff – in der Schule soll sie es werden. Schwulsein ist von einer sexuellen Neigung zu einer Art Weltanschauung geworden. Man kann kaum noch von einer Minderheit reden.

In der Weltwoche Nr. 22 begründete Van-Gogh-Biograf Matthias Arnold, wieso er mindestens zwei der an der grossen Basler Ausstellung gezeigten Bilder für Fälschungen hält. Die Weltwoche lud die Verantwortlichen des Basler Kunstmuseums ein, Arnolds Thesen zu widerlegen. Direktor Bernhard Mendes Bürgi verzichtete darauf, «an Pressedebatten teilzunehmen über für uns nach wie vor nicht stichhaltige Fälschungsthesen». Immerhin äusserte sich das Museum zu Arnolds detaillierten Argumenten bezüglich des Bildes «Jardin à Auvers» mit der Antwort: «Die Behauptungen von Matthias Arnold sind für uns gegenstandslos.» Hanspeter Born erläutert in dieser Ausgabe, wie er zur Überzeugung kam, dass auch das allgegenwärtige Plakatbild «Ernte in der Provence» kein Werk van Goghs ist: Plumpe malerische Fehler und van Goghs Korrespondenz disqualifizieren das Bild. Born weist nach, dass — entgegen den Behauptungen des Van-Gogh-Museums — das Plakatbild nie im Besitz der Familie van Gogh war. Wir haben dem Basler Kunstmuseum den Artikel zur Stellungnahme vorgelegt. Die Antwort: «Auch Ihren erneuten Fälschungsverdacht betreffend ‹Ernte in der Provence› können wir nicht nachvollziehen. Wir verzichten auf Ihr Angebot, ein Statement oder einen Artikel unsererseits zu dieser Thematik zu verfassen.»

 

Als Martin van Creveld 1964 zur israelischen Armee wollte, erlebte er eine böse Überraschung. Weil sein Jahrgang 1946 geburtenstark war, gaben sich die Offiziere ausserordentlich wählerisch – und nahmen Anstoss an der Hasenscharte des Möchtegernsoldaten. Heute ist der gebürtige Holländer sicher: Diese Beleidigung veranlasste ihn dazu, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der Kriege zu seinem Metier zu machen. Heute gilt der Israeli als einer der weltweit führenden Militärhistoriker. Mit Pierre Heumann diskutierte van Creveld seine unkonventionellen Ansichten zur Atombombe und zu Anti-Terror-Strategien.

Er war ein treuer Anhänger Ajatollah Chomeinis und wurde von ihm zum ersten Präsidenten der Islamischen Republik gemacht. Doch Abolhassan Bani Sadr hat längst mit dem iranischen Regime gebrochen. Aus seinem Exil in Paris erklärt er, weshalb das System der Mullahkratie tot ist. Trotz Zensur und massiver Behinderung der Medien erhält die Weltwoche täglich viele E-Mails aus dem Iran. Wir veröffentlichen laufend ausgewählte Zuschriften auf www.weltwoche.ch/iran

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Kommentare

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  • chateau
  • 08.07.09 | 13:20 Uhr

Keine Ahnung von der Entwicklung der Verhältnisse in den durch die Polizei nicht mehr zugänglichen(ausser mit ganz massivem Aufgebot) 500 Zonen in Frankreich haben viele (die meisten) der Nichtinformierten.
Das kommt jetzt auch in der Schweiz, langsam aber sicher.
Nur nebenbei: Wie sieht ein Kügelidealer an der Langstrasse aus?
Was sagte kürzlich ein Blogger hier über die "schwarzen" Verhältnisse abends in Lausanne?
Weshalb bringt unsere tüchtige Bundesrätin namens Widmer-Schlumpf Recht und Gesetz bei den abgewiesenen Asylbewerbern und Asylanten nicht zur Anwendung und rapportiert regelmässig über die erfolgreiche zahlenmässige Rückführung nichtberechtigt Anwesender?
Weshalb kommen nach wie vor tausende aus Afrika in die Schweiz, und dies über sichere Drittländer?
Weshalb lassen es unsere Regierung und die Inhaber des Gewaltmonopols zu (Politik, Gerichte,Polizei usw.), dass tausende Schwarzer, aber natürlich
auch anderer "Provenienzen" die Verslumung gewisser Häuser, Strassen und bald schon ganzer Quartiere bewerkstelligen?

  • Taxilomax
  • 08.07.09 | 09:03 Uhr

Hat hier jemand schwarzen Humor?

  • Schlemihl
  • 07.07.09 | 23:31 Uhr

@chateau:

"Sogar auf NZZ online habe ich an einem dieser Tage mehr Schwarze als Weisse oder Chinesen gezählt."

Wenn du nichts Besseres zu tun hast als auf NZZ online die Anzahl Menschen nach Rassenzugehörigkeit zu zählen, dann tust du mir endgültig leid!

Aber für einen Rassisten wie dich ist die Rassenzugehörigkeit natürlich das allesentscheidende Kriterium...

"Ich lebe in Europa und will sie nicht überall vor die Nase gesetzt erhalten."

Dein Problem! Auf braune Idioten nimmt man zurecht keine Rücksicht!

  • Christine
  • 07.07.09 | 23:08 Uhr

"Auf einmal sind sie weg.." :-)) Und diese Zählerei auf allen Kanälen und das Hin- und Hergehupfe, und am Schluss sitzen sie einem vor der Nase oder werden einmontiert und jetzt haben wir die Ueberschwemmung :-) Ahh, Chateau, exgüsi, ich kugele mich hier vor lachen, das ist so lustig geschrieben.

PS: Dass Du den Multikulti ansprichst, Chateau, und Deinem Frust über die "gestohlene Identität", wenn ich das mal so sagen darf, Ausdruck verleihst, erkenne ich, und ich will das keineswegs ins Lächerliche ziehen.

  • chateau
  • 07.07.09 | 22:44 Uhr

Mir geht die Jacksonmania schon auf den Wecker. Auf allen Kanälen feiern die Schwarzen ihren "Held".
Bald einmal sieht man keine Weissen mehr auf den europäischen Kanälen.Das ist keine grosse Uebertreibung.
Sogar auf NZZ online habe ich an einem dieser Tage mehr Schwarze als Weisse oder Chinesen gezählt.
Es ist so. Schwarze drängen sich in einer unglaublichen Vielfalt in unsere Medien. Ich lebe in Europa und will sie nicht überall vor die Nase gesetzt erhalten.
Ich sehe grundsätzlich keine neueren amerikanischen Filme mehr an.
Da wird in beschissener Weise in jeden Film irgend ein Schwarzer einmontiert. Für Amerika ja verständlich. Die müssen an ihren Schwarzen Wiedergutmachung leisten.
Aber dass die Medienlölen dieses Theater hier auch mitmachen stört mich enorm.
Eigenartig ist doch, dass die Häufigkeit der Abbildungen von schwarzen Personen eklatant ist. Keine andere nichteuropäische Gruppe wird derart
oft in den Medien dargestellt. Gilt sogar manchmal für die WW.
Ich erwarte schon die Simpels, die Rassist rufen.
Ich meine aber dass man die einseitige mediale Ueberschwemmung zur Kenntnis nehmen und sich dagegen wehren sollte.Und man muss es auch sagen, wenn es einem nicht passt.

  • Christine
  • 07.07.09 | 09:42 Uhr

PS: Taxi, das war jetzt subjektivobjektiv in einem Aufwisch. Und zwar sehr gelungen: Keiner kann widersprechen.

  • Christine
  • 07.07.09 | 09:40 Uhr

Den Roger Federer mag man einfach. Auch wenn einem Tennis nichts sagt und die Presse zur Zeit einen anderen würdigt: Das kann seiner Beliebtheit keinen Abbruch tun.

  • Schlemihl
  • 07.07.09 | 00:53 Uhr

Gut gibts den Federer National, nicht war chateau.

Dann habt ihr Nationalisten endlich mal was zu feiern...

  • Christine
  • 06.07.09 | 16:42 Uhr

Da spricht jemand, der sein Budget im Griff hat.

Eigentlich sehr dumm, dass wir nicht die Krummen genommen haben. Sie hätten zu einem guten Preis den gleich guten Gurkensalat abgegeben:

Gurke schälen.
Mit der Raffel dünnste Scheiben raffeln.
Salzen.
Ziehen lassen.
Auspressen.
Etwas Oel und Essig darüber giessen.
Mit Gabel locker mischen.
In der Mitte bis an den Rand hin 4 Prisen Paprika schön darüber streuseln.
Servieren.
Essen.
Ham ham.

  • Taxilomax
  • 06.07.09 | 13:45 Uhr

"Es clasht, weil Subjektiv auf Objektiv trifft und ich objektiv zu wenig weiss."

@christine

immer schön objektiv subjektiv bleiben. oder wars subjektiv objektiv?

"(Schumacher, Delon, Aznavour, Milch-Müller, Hallyday, Horten, der Ikeaboss und andere)"

Aber die sind ja nicht nur wegen den Steuern hier, oder chateau? Reich allein macht ja nicht glücklich! Warum sind Sie denn nicht mehr in der Schweiz, chateau?

Leider wohnte MJ nicht in der Schweiz! So müssen wir halt nun jedes Jahr nach LA pilgern.

A propos Gurken: Wie teuer waren die Gurken vor ca. 3 Jahren in der Migros? Immer so zwischen 2 und 4 Mäuse. Und jetzt? 1.50 - sogar im Winter. Der EU sei dank! Und hätten WIR die krummen EU-Gurken genommen, so wären sie beinahe gratis (0.70) gewesen.

  • chateau
  • 06.07.09 | 13:13 Uhr

NZZ und Federer: Für die NZZ scheint es wichtiger zu sein diesen, sich häufig peinlich benehmenden weder schwarzen schon gar nicht weissen amerikanischen Musiker zu feiern ( schon sein mehreren Tagen), als Federer National den
verdienten Raum auf ihren Titelseiten einzuräumen.
Jetzt hat der David (Schweiz) diesen besoffenen Goliath (USA) gedemütigt.
Das konnten sie bei der UBS (aus diesem kleinen und unbeutenden Ländchen Schweiz)
nicht dulden und deshalb wollen sie die UBS, die dannzumal führende Vermögensverwaltungsbank vernichten.
Sowohl die USA- und die Englandtenniswelt haben die richtige Ohrfeige erhalten. Und von Becker, dem Gernegross aus der Besenkammer, muss man jetzt auch nicht mehr reden.
Federer ist der Grösste und hoffentlich bezahlt er seine Steuern nicht in der Schweiz. An seiner Stelle müsste er zumindest versuchen, die gleichen Vorteile wie ausländische Pauschalbesteuerte (Schumacher, Delon, Aznavour, Milch-Müller, Hallyday, Horten, der Ikeaboss und andere),
zu beanspruchen. Ich würde es ihm nicht nachtragen, wenn er die
Perversität unserer Steuergesetze ad absurdum führen würde.

  • Christine
  • 06.07.09 | 11:09 Uhr

Ja damals, 1988, als die Komik Ernst machte..

  • gutemine
  • 06.07.09 | 09:35 Uhr

NEWS-NEWS-NEWS-NEWS-NEWS-NEWS-NEWS-NEWS-NEWS-NEWS-NEWS

An alle EU-Gurken-Fans!

"Nun gibt es sie nicht mehr, die EU-Gurke. Ein Nachruf.":
http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/100-sekunden-wissen/2606.sh10090011.html

  • Christine
  • 05.07.09 | 21:24 Uhr

Schlemihl, zu allen 5 Punkten ja:
1) ich weiss, dass Arabien nicht gleich Islam ist
2) wahrscheinlich, ich kenne die religiösen Schriften zu wenig
3) ich weiss, dass er verschieden ausgeprägt gelebt wird
4) bei Indonesien und Pakistan spielte vielleicht auch der Familien-Bonus mit (Bhutto und Sukarno)
5) ich weiss, wir hinkten schlimmer als Hinkelstein, bis das Ziel erreicht war

Du versuchst, objektiv in Deiner Analyse zu sein, und ich bin subjektiv in meiner Ansicht betreffend Fanatismus, Unterdrückung, Verschleierung und Scharia. Mit diesen Kritikpunkten setzen sich auch die Medien auseinander, sie entbehren also trotz der Subjektivität auch nicht unbedingt der Objektivität. Der Beizug von Vergleichen sollte nicht gemacht werden, wenn damit eine Relativierung am Kritisierten angestrebt wird.

PS: Ich komme immer in den Würgegriff bei diesem Thema, Schlemihl: Es clasht, weil Subjektiv auf Objektiv trifft und ich objektiv zu wenig weiss.

  • Schlemihl
  • 05.07.09 | 12:36 Uhr

@Christine:

1. Islam kann nicht mit Arabien gleichgesetzt werden. Die Mehrheit der Muslime sind eben keine Araber. Sie leben in Indonesien, Pakistan, Bangladesh, dem Iran, der Türkei,...

2. Fanatismus und Unterdrückung der Frauen findet man leider in jeder Religion. Man kann sogar sagen, dass dies Merkmale von Religionen im Allgemeinen sind! Auch in der Bibel finden sich reihenweisen äusserst frauenfeindliche Stellen. Schau dir mal an, was die katholische Kirche für ein Frauenbild verbreitet und wie Frauen im christlichen Afrika oder Lateinamerika unterdrückt werden.

3. Der Islam ist eine sehr vielseitige Religion mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Den Islam generell als frauenunterdrückend und fanatisch zu bezeichnen ist falsch!

4. Die Türkei, Pakistan und Indonesien, drei der bevölkerungsreichsten islamischen Staaten hatten bereits eine Frau als Regierungschefin oder Staatsoberhaupt. In den USA, Frankreich, Russland, Mexiko, Brasilien, stand noch nie eine Frau an der Spitze des Staates!

5. Die meisten islamischen Staaten hatten das Frauenwahlrecht vor der Schweiz eingeführt!

  • Christine
  • 05.07.09 | 07:52 Uhr

"Birdiebird - a word - wie leicht ..

Wie leicht er pfeift - vielleicht ..

Für Dich?"


http://www.youtube.com/watch?v=OYA16z2-xFg

  • Christine
  • 04.07.09 | 11:29 Uhr

@Zara

Ja, es stimmt.

"Warum eigentlich sollte sich jemand nicht das Leben nehmen dürfen?"

"Der Hinterbliebenen wegen."

Der Mann einer Bekannten nahm sich völlig überraschend für seine Angehörigen das Leben. Seine Frau ist verzeifelt.

  • Christine
  • 04.07.09 | 00:06 Uhr

Eine schöne Melodie auf die Nacht:

http://www.youtube.com/watch?v=N-ANKxsSZRs

  • Christine
  • 03.07.09 | 21:17 Uhr

Eine schöne Moschee in der Schweiz.

Wen könnten schöne Bauten nicht begeistern! Die schönste Moschee, die ich kenne, und ich kenne nur eine ;-), ist die Alhambra in Granada. Ein Prachtbau mit vielen versteckten Heimlichkeiten, von denen mir eine in Erinnerung geblieben ist: Der flache Teich vor den Ballustraden der Frauengemächer diente dem Herrscher aus dem gegenüberliegenden Gebäude heraus als Spiegel zur heimlichen Betrachtung seiner Frauen, wie sie der Brüstung entlang lustwandelten oder sich verweilten. Die Alhambra, die an ein Märchen aus 1001 Nacht erinnert, ist eine faszinierende Baute, um die sich leicht solche 1001 Nach Märchen schmieden lassen.

Du weisst wohl nicht, dass ich hier schon bekundet habe, dass mich der Islam (vielleicht auch die arabische Kultur?) fasziniert, ich aber gleichzeitig auch eine tiefe Abneigung dagegen verspüre: Der Fanatismus, die Unterdrückung der Frauen, die Verschleierung, die Scharia, nein, das muss so nicht auch noch unterstützt werden, wenn es in unsere Kultur hinein getragen wird.

  • Christine
  • 03.07.09 | 21:00 Uhr

@Schlemihl. Für uns Normalsterbliche sind natürlich die Aussagen in den Medien, Blogs, Leserbriefen, etc. schon Indikatoren für die Befindlichkeit der Bevölkerung.

Migration ist zweifelsohne etwas "natürliches" und selbstverständlich von Vorteil. Nur schon der Blutauffrischung wegen. Da gehe ich völlig mit Dir einig. Es wurde immer schon ein- und ausgewandert, wessen Eltern sind nicht auch von irgendwo anders her. Das Problem liegt in der Massierung. Einzelmigration lässt sich integrationsmässig problemlos lösen. Massenmigration nicht, sie tendiert zu Absonderung und Gruppenbildung und damit tendenziell zu Parallelgesellschaften.

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 18:12 Uhr

@chateau:

1. Auch andere Religionsgemeinschaften in der Schweiz haben separate Grabstätten.

2. Auch andere Religionsgemeinschaften haben Sonderwünsche: Keine Schule am Samstag, kein Schwimmunterricht, keine Lagerteilnahmen,...

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 18:07 Uhr

Damit wir uns richtig verstehen, ich finde es richtig, dass Mormonen und Buddhisten Tempelanlagen bauen dürfen, aber ich hätte auch nichts gegen eine grosse schöne Moschee in der Schweiz mit tollen Minaretten. Das wäre eine echte Bereicherung!

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 18:01 Uhr

@chateau:

Wenn Mormonen, Buddhisten oder andere Religionsgemeinschaften riesige Tempelanlagen bauen, dann scheint niemand ein Problem zu haben.

Wenn aber Muslime ein Mini-Türmchen von 3 Meter Höhe bauen wollen, dann gilt das plötzlich als provokanter Bau.

Das Problem sind nicht die Muslime! Das Problem ist, dass Teile der schweizer Bevölkerung Vorurteile gegenüber Muslimen hat und dass gewisse politische Kreise diese Vorurteile ausnutzen!

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 17:54 Uhr

@ Christine:

6. Religiöser Unfrieden: Wie viele strenggläubige Muslime leben denn in der Schweiz? Die klare Mehrheit ist ebenso unreligiös wie die Mehrheit der Christen hier...

7. Schulverweigerung: Es gibt christiliche Gruppierungen in der Schweiz, bei denen die Mädchen seit Jahrzehnten keinen Schwimmunterricht besuchen, die Kinder kein Skilager, keine Landschulwoche besuchen. Da werden seit Jahrzehnten Ausnahmen gemacht und niemand sagt etwas. Aber wenn das bei Muslimen vorkommt, dann geht das Theater los...

8. Bevölkerungsdichte: Dieser Punkt kommt immer wieder und ich habe schon mehrmals aufgezeigt, dass es zahlreiche Industriestaaten gibt, die eine weit grösserer Bevölkerungsdichte als die Schweiz haben und damit keine Probleme haben!

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 17:45 Uhr

@Christine:

2. "Mord in Holland": Das ist ein tragischer Einzelfall. Auch ohne Einwanderung würden in Holland Morde stattfinden. Deraus jetzt auf ein generelles Problem zu schliessen, wäre falsch.

3. Bootsflüchtlinge Italien: Davon ist in erster Linie Lampedusa betroffen. Das die Probleme dort ausgeartet sind, liegt vor allem an der fragwürdigen Politik der italienischen Regierung.

4. Die Probleme in Frankreich, Grossbritannien und Holland sind zu einem grossen Teil Spätfolgen der Kolonialpolitik dieser Staaten.

5. Die Hauptursache der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland, liegt sicherlich nicht bei den Einwandern! Tatsache ist: In Zeiten hoher Einwanderung hatte Deutschland eine tiefere Arbeitslosigkeit als in Zeiten tieferer Einwanderung. Das gleiche gilt übrigens auch für die Schweiz!

Das Hauptproblem des Exportweltmeisters Deutschland ist, dass die deutsche Wirtschaft sehr stark auf die Entwicklungen der Weltwirtschaft reagiert. Und die befindet sich eben zur Zeit in einer Rezession.

  • chateau
  • 03.07.09 | 17:33 Uhr

Christine: Das Problem mit einem grossenTeil der Zuwanderer ist, dass sie zwar von allen "goodies" der SChweiz, also von allen wirtschaftlichen,
gesellschaftliche und kulturellen Vorteilen profitieren wollen aber gleichzeitig an so etwas wie einer Geheimgesellschaft herumdökterlen und versuchen, unseren Staat zu unterminieren. Falscher Alarm. Nein, denn wir wissen gar nicht was an den Versammlungsorten (Moscheen)geredet wird. Eines wird sicher nicht gesagt: Die Einwanderer sollten die erfolgreichen Teile unserer Kultur nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern den Gebern, also den Einheimischen auch enstprechend dankbar sein.
Diese Dankbarkeit könnte sich darin äussern, dass sie auf zu verschmerzende Sonderwünsche wie das Tragen der Burka, das Beharrren auf getrennten Schwimmunterricht oder gar die Verweigerung dessen,
den provokanten Bau von Minaretten, separate Grabstätten (ohne die Verschmutzung durch christliche Leichen) verzichten.
Das ist beiliebe nicht viel verlangt.
Ich stelle fest, dass ich wieder einmal dieselbe Gruppe beschreibe, die offensichtlich als einzige Probleme macht oder noch machen wird.
Diese Gesellschaft ist geschlossen, schweigsam, versteckt, heimlich und dank solcher Verhaltensweisen suspekt, ob zu Recht oder nicht bleibe dahingestellt.Ihr Verhalten ist nicht adequat und deshalb auffällig und fragwürdig.

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 17:24 Uhr

@Christine:

Du vermischt hier verschiedene Problemstellungen. Die einen haben mit Flüchtlingsbewegungen zu tun, andere mit mangelnder Integration und noch andere gar nichts mit Migration.

1. Sozialer Unfrieden: Wenn man den "Indikator" sozialer Unfrieden überhaupt messen kann, dann sicherlich nicht anhand von Blogs, Leserbriefen, usw...

Studien zeigen seit langem, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Unmut über die Migranten besonders gross ist, auch wenn die Einwanderung und die Probleme in Wirklichkeit kleiner sind. In solchen Zeiten sind Einwanderer eben gern mal die Sündenböcke!

Untersuchungen und auch Abstimmungsergebnisse zeigen, dass gerade in denjenigen Regionen mit hohem Ausländeranteil der Unmut gegenüber Migranten sehr klein ist, währenddem in Regionen, die kaum von Einwanderung betroffen sind, das Gegenteil der Fall ist.

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 16:43 Uhr

@Christine:

Generell:

Natürlich verursacht Migration gewisse Probleme. Die Frage ist, wie gross sind diese wirklich und wie sehr werden sie einfach von gewissen Kreisen aufgebauscht und ob die Migration wirklich die Hauptursache für diese Probleme ist.

Es gibt zahlreiche Leute (auch in diesem Forum), die die Einwanderung gerne für alle Probleme verantwortlich machen wollen (siehe chateau und seine lächerlichen Gesundheitskosten-"Theorien")!

Alle diese Staaten die du aufgezählt hast, haben in der Vergangenheit und auch heute noch massiv von der Einwanderung profitiert!!! Dies geht oft vergessen.

Es ist unbestritten, dass Einwanderung gesamthaft betrachtet mehr Vorteile als Nachteile hat!!!

  • Christine
  • 03.07.09 | 13:27 Uhr

.. Fortsetzung:

- Parallelgesellschaften in Frankreich und Holland, mit eigener Gesetzgebung
- Integrationsprobleme in der Schule, zum Teil Schulverweigerung
- Zunehmende Arbeitslosigkeit (Deutschland beklagt das vor allem), und zwar nicht durch mangelnde Arbeit, sondern durch Unvermittelbarkeit von nicht ausgebildeten Zuwanderern. Sie müssen vom Sozialnetz aufgefangen werden.
- Religiöser Unfrieden. In Europa wurde er verschärft durch die Zuwanderung von strenggläubigen Muslimen. Was erwähnt werden muss, ist, dass der 11.9.01 zudem den Fokus auf diese Religionsgruppe gelenkt hat.

In der ganzen Diskussion spielt die Bevölkerungsdichte wahrscheinlich auch eine Rolle. Bei uns mit 200/km2 sehr dicht im Vergleich mit 3/m2 in Australien, sowie der Anteil an der Bevölkerung (bei uns 20%).

Also es gibt schon Probleme, Schlemihl, mit denen sich Europa konfrontiert sieht. Dass es sie zu lösen versucht, kannst Du den Bemühungen der Länder entnehmen: Nochmals Sarkozy mit dem Burkaverbot in Frankreich und den darauf folgenden Drohungen. Das hat mit Migration und sozialem Unfrieden zu tun.

  • Christine
  • 03.07.09 | 13:24 Uhr

Der soziale Unfrieden, Schlemihl, als wichtigster Indikator, der europaweit durchdringt, und das kannst Du in Blogs, in Leserbriefen, in Artikeln, in den Medien, in der Presse, überall zur Kenntnis nehmen, hat a u c h mit Migration zu tun, ja wird sogar durch Migration selber bekundet und kann als Auswirkung nicht nur der Finanzkrise zugeschrieben werden. „Auch“ deshalb, weil ich andernorts Liberalmind in seiner Analyse ebenfalls zustimmen konnte.

Um einige Punkte zu nennen, wodurch würdest denn Du die Probleme als entstanden sehen, wenn nicht auch durch Migration?:

- Wohin mit den Bootsflüchtlingen? Italien hat ein Problem.
- Hin- und Herschieben von Flüchtlingen innerhalb der EU: Keiner will sie.
- Hass- und Hetzreden in England durch Zugewanderte: Aufhetzung gegen den Westen, stattfindend im Westen.
- Mord in Holland, Van Gogh. Salman Rushdi musste einer Fatwa wegen flüchten. Van Gogh wurde in seinem Land ermordet.

Fortsetzung..

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 10:50 Uhr

@Christine:

Schwarzenbach hatte bereits vor 40 Jahren - in sehr ähnlichen Worten wie du heute - behauptet, die Einwanderung hätte katastrophale Folgen für die Schweiz und die Schweiz würde untergehen, wenn man nichts tun würde, usw...

40 Jahre später wissen wir, Schwarzenbach hatte unrecht.

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 10:46 Uhr

@Christine:

NENN DOCH MAL EIN KONKRETES "RIESIGES PROBLEM", das durch die Migration entstanden ist oder sein soll!!!

Du kommst hier mit schönen Redewendungen daher, hast aber noch kein KONKRETES Problem genannt.

Italien hat wesentlich grössere Probleme als die Migration: Korruption, Mafia, Berlusconi,...

Was sind die konkreten Probleme in Holland? Wie gravierend sind sie?

  • Christine
  • 03.07.09 | 10:10 Uhr

Schönen weiteren Tag noch, habe zu tun.

  • Christine
  • 03.07.09 | 09:57 Uhr

Ja, der mit der Plattenverschiebung ist der Hammer.

Hab ich schon gewusst. ;-)

  • Christine
  • 03.07.09 | 09:56 Uhr

Hö ö. Nicht abgeschrieben. Miini Idee.

Schau Dir einfach Europa an: Holland, Deutschland, England, Italien, und dann sag mir, Schlemihl, dass da keine kulturellen Rahmen gesprengt werden, keine riesigen Probleme rund um die Migration entstanden sind und die Formen der Demokratie im Veständnis der Leute strapaziert werden. Ich sage nochmal: Es muss irgendwie bewältigt werden. Was hast Du dagegen?

Die Welt i s t in Bewegung, Schlemihl. Natürlich habe ich über die Schweiz gesprochen, aber auch mit Einbezug Europas. Das Thema ist an sich viel zu vielschichtig, als dass ich es voll erfassen, geschweige denn hier darlegen könnte. Im Grundsatz aber habe ich mit meinem Vor-Posting recht. Davon bin ich überzeugt.

Dass Herr Schwarzenbach von mir abgeschrieben haben könnte, wage ich zu bezweifeln.

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 09:49 Uhr

@Christine:

Aber mein absoluter Favorit kommt erst noch:

"eines viel grösseren Problems, das durch Werte-Verschiebung ähnlich der Erdbeben bei Plattenverschiebung entstanden ist."

Du weisst ja sicher, meine Liebe, dass sich die Platten seit Millionen von Jahren verschieben.

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 09:42 Uhr

@Christine:

"unserer Demokratie, an welche nun kulturfremde Anforderungen gestellt werden, mit denen wir jahrhundertelang nicht konfrontiert wurden"

Als gute Demokratin weisst du ja sicher wie lange der Schweizer Bundesstaat existiert, oder? Jahrhundertelang?

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 09:33 Uhr

@Christine:

"rasante Entwicklung in der Migration"

"ganze Völkerströme fliessen"

Aber klar Christine, gemäss SVP-Superhirn Schlüer haben wir im Jahr 2010 einen Muslimen-Anteil von 9%, und im Jahr 2050 einen von 144%. So rechnet man bei der SVP.

Die Realität ist die. Heute haben wir 2009 und der Anteil der Muslime ist in den letzten zehn Jahren kaum angewachsen und immer noch unter 5%!


"der gewohnte, kulturelle Rahmen wird gesprengt"

Ohhhhh, das hört sich aber sehr gefährlich an, meine liebe Christine.

Wo hast du das abgeschrieben? Von einem SVP-Inserat? Oder war es eine Wahlprospekt der Schweizer Demokraten? Oder stammt es noch aus der Zeit der "Nationalen Aktion gegen Überfremdung" oder der Republikaner.

Genau den gleichen Unsinn hatte schon Schwwarzenbach in den 70er Jahren verbreitet und dabei genau die gleiche Wortwahl benutzt.

  • Christine
  • 03.07.09 | 09:31 Uhr

"Drum lasst’s uns werfen, Brüder,
nach hinten auf den M..ist,
sonst läuft’s uns aus dem Rüder,
das X vor jedem Ist"

Capicst?

  • Schlemihl
  • 03.07.09 | 09:09 Uhr

@chateau:

Dass ein Rassist und Sexist wie du auch noch ein Schwulenhasser ist, überrascht mich nicht wirklich...

  • Christine
  • 03.07.09 | 07:47 Uhr

.. Fortsetzung

Durch die rasante Entwicklung in der Migration, wo ganze Völkerströme fliessen, ändert sich die Bevölkerungsstruktur eines Volkes auf seinem Territorium, und der gewohnte, kulturelle Rahmen wird gesprengt. In diesem Prozess stehen wir mitten drin, und wir sehen uns in und mit unserer Demokratie, an welche nun kulturfremde Anforderungen gestellt werden, mit denen wir jahrhundertelang nicht konkrontiert wurden, überfordert. Wie wir überfordert sind, sehen wir am Gezänk, das auch mit ohnmächtiger Wut sich äussert, sei das nun das Minarett oder neustens das Burka-Verbot in Frankreich (Holland mit Mord oder England mit seinen Aufruhren seien hier nicht erwähnt). Minarett und Burka sind nur das kleine Zeichen eines viel grösseren Problems, das durch Werte-Verschiebung ähnlich der Erdbeben bei Plattenverschiebung entstanden ist.

Es muss irgendwie bewältigt werden.

  • Christine
  • 03.07.09 | 07:45 Uhr

@Chateau.
"Wann wird solches in der Schweiz endlich einmal kompetent diskutiert?"

Ich sehe die Problematik im Wesen unserer Demokratie, die Meinungsfreiheit, Wahl- und Bürgerfreiheit gewährt. Unser Volk, das n i c h t einen homogenen Willen, sondern einen Willen pro Individuum aufweist, hat sich über Jahrhunderte darin üben und gewöhnen können, jedem einzelnen Willen im Rahmen des Gesetzes Gehör zu verschaffen: Die bekundeten Mehrheits-Willen müssen in unserer direkten Demokratie durchgesetzt werden können. Damit hat sich unser Volk immer auseinander gesetzt im Wissen darum, dass einige verlieren und andere gewinnen werden, so wie es in einer Demokratie üblich ist. Dieses Gewähren und Geniessen von Freiheiten hat sich jedoch i m m e r im Rahmen gewohnter, gewachsener kultureller und christlicher Werte abgespielt: Innerhalb dieses Rahmens war es ein vergleichsweise leichtes, demokratisches Geben und Nehmen auszuüben, weil ebendieser kulturelle Rahmen, in dem sich alles bewegte, nicht gesprengt wurde.

Fortsetzung..

  • chateau
  • 02.07.09 | 21:35 Uhr

Die Langenthaler Funkti0närstrottel im Bauamt haben das Minarett bewilligt. Trotz vielen Protesten. Die Muslime oder Islamisten lachen sich kaputt.
Nachdem Sarkozy zum besten gegeben hat, dass die Burka in Frankreich nicht willkommen sei, reagierten algerische Al-Kaidabosse ungehend mit massiven Drohungen gegen Frankreich.
Wann lernen gewisse Schweizer, dass es Grenzen gibt für Muslime und dass ein Minarett ein politisches und nicht religiöses Signal ist.
Wann wird solches in der SChweiz endlich einmal kompetent diskutiert?

  • chateau
  • 02.07.09 | 21:07 Uhr

Dass die Natur ca. 5% der Menschen schwul produziert ist nun mal Tatsache. Dass Schwule, Lesben und zugewandte Ort ein permanentes Aufsehen produzieren, ist nicht intelligent.
Sie sollen unter sich bleiben, bitte, und unter sich ihre Freuden ausleben. Das wär's dann.
Ihre auffälligen Demonstrationen
sind überflüssig bis degoutant.Für uns normale, die eindeutige Mehrheit.

 
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