Debatte «Homosexualität als Religion»

Handschellen in Rosarot

Schwule Tiere, schwule Offiziere, schwule Polizisten, Euro-Pride- und Gay-Paraden: Was als berechtigter Protest begann, ist zum schrillen Kult geworden. Neu werden auch Schulen bearbeitet, als «letzte heterosexuelle Bastion». Die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte. - Durch den Wiederabdruck dieses Texts in der «Welt» vom 17. Oktober 2009 ist in Deutschland eine lebhafte Debatte in Gang gekommen.

Von Philipp Gut

Warme Diskussionen: Sacha Baron Cohen (Mitte) als «Brüno». Bild: Ascot Elite

Dieser Text erschien erstmals in der Weltwoche Ausgabe 27/2009 vom 2. Juli 2009. Durch einen Abdruck in leicht veränderter Form in der «Welt» vom 17. Oktober 2009 wurde nach der Schweiz auch in Deutschland eine lebhafte Online-Diskussion zum Thema lanciert:

Es ist Donnerstag, der 25. Juni 2009. Im Chinese Theatre in Los Angeles verrichtet man die letzten Handgriffe. Am Abend soll hier erstmals «Brüno» gezeigt werden, der neue Film von und mit Sacha Baron Cohen («Borat»). In die Vorbereitungen platzt die Nachricht vom Tod Michael Jacksons. Trauernde Fans strömen auf den Hollywood Walk of Fame, um dem verstorbenen Musiker ihren Respekt zu erweisen. Jacksons Stern, das Ziel der Menge, ist unmittelbar vor dem Kino in den Boden eingelassen. Scheinwerfer, Lautsprecher, Tribünenbauten für das «Brüno»-Spektakel verunmöglichen den Zugang.

Michael Jacksons Handynummer

Doch damit nicht genug: Jackos Ableben (Seite 45 und 54) zwingt die Verantwortlichen zu einem Eingriff in den Film. Hastig schneiden sie eine Szene heraus, die an diesem Tag nicht goutiert würde. Sie zeigt den stockschwulen Titelhelden, wie er – auf einem Mexikaner reitend – Jacksons Schwester LaToya interviewt. Ob er ihren iPod haben könne, fragt Brüno. Die Schöne bleibt für ihn bloss Mittel zum Zweck: Er will die Telefonnummer ihres Bruders. Er will Michael.

Mit dem Vorfall von Hollywood hat die Wirklichkeit einen Film eingeholt, über den seit Wochen heiss bis warm diskutiert wird. In der Schweiz startet «Brüno» am kommenden Donnerstag. Und auch hier gibt die Tunten-Satire, wie überall, bereits vor der Premiere zu reden. Die Meinungen der Voraus-Interpreten gehen merkwürdig auseinander: Während die einen den Film für eine «beleidigende» Attacke auf die Schwulen halten, sehen die andern in ihm eine «Entlarvung der Homophobie».

Gemeinsam ist den gegensätzlichen Einschätzungen, dass sie unglaublich politisch korrekt sein wollen und ja nichts Böses über die Schwulen sagen.

Man könnte die Sache auch etwas unverkrampfter betrachten. Wäre es nicht möglich, dass «Brüno» mit satirischen Mitteln die Realität zur Kenntlichkeit entstellt? Kann es sein, dass sich der Film zu Recht über das seit Jahren anschwellende Theater um Schwule, Lesben und die Bedeutung sexueller Veranlagungen in der Öffentlichkeit lustig macht? Nichts gegen persönliche Vorlieben, aber die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte.

Brüno würde vermutlich vom Tanz um den «goldenen Kugelsack» sprechen. Wir wollen es etwas nüchterner halten. Unsere These lautet: Es ist ein irritierender Kult um die Schwulen entstanden, Homosexualität ist zu einer Art Religion geworden. Wer sich outet, wird zum leuchtenden Märtyrer einer bekennenden Kirche. Wer sich dem Kult widersetzt, den trifft der Bannstrahl. Wie in allen Glaubenssystemen gilt auch hier: Wer die Stirn runzelt, gehört nicht dazu. Die Schwulenparty will nicht gestört werden.

Das erstaunt, auch vor dem Hintergrund der Geschichte. Die moderne Homosexuellenbewegung ist jung, in diesen Tagen hat sie ihr vierzigjähriges Jubiläum gefeiert. Kaum eine andere Emanzipationsbewegung hat in so kurzer Zeit so viel erreicht. Von Ächtung und Diskriminierung kann keine Rede mehr sein. Einst verlacht und verfolgt, üben Homosexuelle heute selbstverständlich alle erdenklichen Bürgerrechte aus.

Gefördert vom Staat

Besonders akzeptiert sind sie in der Schweiz. Im Jahr 2005 hat der Souverän mit 58 Prozent der Stimmen sogar ja gesagt zu den eingetragenen Partnerschaften – in der weltweit einzigen Volksabstimmung zum Thema.

Doch die rechtliche Gleichstellung macht bloss einen Teil des triumphalen Aufstiegs aus. Die Anerkennung, die Homosexuelle geniessen, geht weit darüber hinaus. Der Staat fördert sie, die Gesellschaft buhlt um ihre Gunst. Die Schwulen bestimmen heute, wie über Schwule zu denken und zu sprechen ist.

Und vor allem, worüber man nicht sprechen darf. Der Punkt scheint erreicht, wo die Propagierung des eigenen Lebensstils auf Kosten der Meinungsäusserungsfreiheit ins Intolerante kippt. Jüngstes Beispiel ist der Fall von Carrie Prejean, die den Titel einer Miss California wegen kritischer Äusserungen zur Homoehe abgeben musste (Weltwoche Nr. 26, 25. 6. 09).

Längst haben die Schwulen den Spiess umgedreht. Belege dafür drängten sich in den letzten Tagen und Wochen geradezu auf. In Berlin zogen am Samstag aus Anlass des Christopher Street Day Zehntausende von Lesben und Schwulen zum Brandenburger Tor, angeführt vom schwulen Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Riegelt man für diskriminierte Minderheiten ganze Innenstädte ab?

Ähnliches gilt von der Euro-Pride in Zürich. Das Hochamt der internationalen Homogemeinde dauerte vom 2. Mai bis zum 7. Juni, länger als einen Monat. Dabei überboten sich öffentliche Hand und private Sponsoren mit Unterstützungsleistungen. Entsprechend ging der Dank der Veranstalter an unzählige Stellen: ans Stadtpräsidium, an den Stadtrat, das Präsidialdepartement, das Polizeidepartement, das Amt für Bewilligungen, die Elektrizitätswerke, an Grün Stadt Zürich, die Wasserwerke, das Tiefbauamt, an Schutz und Rettung, die Zürcher Aids-Hilfe, an Zürich Tourismus sowie an den Regierungsrat, die Kantonalverwaltung, den Lotteriefonds (er überwies 100 000 Franken), die Standortförderung und die Greater Zurich Area. Unter den Sponsoren waren British Airways, Campari, Coca-Cola, Nivea, Red Bull, die SBB und andere mehr.

Zum Kult um die Schwulen gehört die Anbiederung. Sacha Baron Cohen hat als PR-Gag zur Lancierung seines Films in den Niederlanden den Rotlichtbezirk von Amsterdam in «Pink Light District» umbenannt. Doch auch hier hinkt die Satire der Wirklichkeit hinterher. Zum 25-Jahr-Jubiläum der Bewegung (1994) strahlte New York das Empire State Building zwei Tage lang in den Farben Rosa und Fuchsia an. Tel Aviv stellte vergangenen Monat anlässlich der Gay Pride Parade auf Regenbogenbeleuchtung um. Und auch Zürich übt sich in chamäleonhafter Anpassung. Die Stadt hisste – neben dem Schweizerkreuz und dem Züri-Wappen – während der Euro-Pride die Homofahne.

 

Das weltoffene Patronat führte Pink Cop

Die Liste lässt sich verlängern. Im Zürcher Zoo fanden Führungen zu schwulen Tieren statt. Die SP, die Partei der lesbischen Stadtpräsidentin Corine Mauch, warb mit dem Zungenbrecherspruch «Wir sind Partei für lesBischwule Anliegen». Besonders hervor tat sich die Stadtpolizei. Sie schaltete ganzseitige Inserate, die rosa gepolsterte Handschellen zeigten. Darunter der Text: «Willkommen zur Euro-Pride 2009. Wir sorgen für Sicherheit, damit Zürich eine weltoffene, tolerante Stadt bleibt.»

Bei solchen Auftritten liess es die Stadtpolizei nicht bewenden. Unter ihrem Patronat führte Pink Cop, der Verein homosexueller Polizistinnen und Polizisten in der Schweiz, eine «internationale Fachtagung» durch. Der Titel hiess, so selbstredend wie selbstbezogen: «Polizei und Homosexualität». Die schwulen Ordnungshüter fordern, «dass alle Schweizer Polizeikorps» das Thema «Homosexualität in den eigenen Reihen bereits in der Grundausbildung behandeln – wie es die Stadtpolizei seit Jahren betreibt».

Ermutigt, eingeladen, aufgefordert durch «an und für sich positiv eingestellte Medien und die Öffentlichkeit» (Euro-Pride-Magazin), kann die Homosexuellen-Lobby fast jedes Anliegen durchsetzen. Sogar eher konservativ ausgerichtete Institutionen wie die Polizei oder das Militär stehen stramm, wenn der Ruf zur Schwulenförderung ertönt. Seit dem 1. Januar 2009 verfügt die Schweizer Armee über einen entsprechenden Befehl. Der einfühlsame Umgang mit homosexuellen Kameraden ist «Pflichtthema» in der Kaderausbildung. Sehr zur Freude der Queer Officers Switzerland. Der schwule Offiziersverein geht der Armeespitze mit «Engagement» zur Hand, um «die Ausbildungseinheiten mitzugestalten und die höheren Kader zu beraten und zu unterstützen».

Ideologie der Homosexualität

Selbst vor Kindern und Schulen machen die schwulen Pressure-Groups nicht halt. «Die Schule ist ein Ort, an dem Homosexualität nur beschränkt Zutritt hat – vielleicht eine letzte heterosexuelle Bastion?», klagten die Initianten der Euro-Pride. «Die Thematisierung von Fragen zur sexuellen Orientierung» müsse «sowohl mit der allgemeinen Sexualerziehung als auch fächerübergreifend im jeweiligen Kontext in allen Altersstufen behandelt werden». Von der Unterstufe bis zum Militär, vom Erstklässler bis zum Armeeoffizier: «Homosexualität» soll lebensbegleitender Pflichtstoff werden.

Solche Forderungen unterscheiden sich von der rechtlichen Gleichstellung, eine Selbstverständlichkeit in jedem liberalen Gemeinwesen. Es geht auch längst nicht mehr darum, ob Schwule und Lesben ihre Sexualität praktizieren dürfen. Was hier zum Ausdruck kommt, ist etwas anderes. Wir haben dem Phänomen religiöse Züge attestiert, der konservative amerikanische Autor Dinesh D’Souza spricht von einer «Ideologie».

Ein Vergleich mit der Antike erhellt, was damit gemeint ist. Unter den alten Griechen gab es viele Schwule, darunter so berühmte wie Sokrates. Doch das bedeutete nicht, dass der Philosoph die Welt durch eine rosa Brille betrachtete. Sokrates war auf selbstverständliche Weise schwul, aber er hätte nie beabsichtigt, die Schule, den Staat, die Armee daran zu messen.

Wo ist der Punkt, an dem der berechtigte Protest gegen Unterdrückung, Verkennung und Diskriminierung umschlägt in peinliche Propaganda für persönliche Vorlieben? Wie sehr interessiert es uns eigentlich, wer welchen sexuellen Praktiken nachgeht und warum? Kommt als Nächstes die Latexfraktion? Oder beglücken uns die Tierliebhaber mit ihren Vergnügungen? Exhibitionismus wird zum Massenphänomen.

Lesbische Bundesrichterin? Halleluja!

Homosexualität ist Weltanschauung und politisches Programm geworden. Eine Nebensächlichkeit drängt sich ins Zentrum. Homosexuelle Politiker wie Klaus Wowereit oder Corine Mauch werden nicht nach ihren Überzeugungen und Taten beurteilt, sondern nach ihren sexuellen Präferenzen. «Enttäuscht sind viele Schwule und Lesben darüber, dass Obama bisher keine offen homosexuelle Person in sein Kabinett berufen hat, doch nun fokussieren sich die Hoffnungen auf die anstehende Ernennung eines neuen Mitglieds des Obersten Gerichts», meldete kürzlich ein Schweizer Onlineportal. Es stünden zwei Lesben im Gespräch. Halleluja!

Eigentlich haben die Homosexuellen mit der rechtlichen Gleichstellung und der gesellschaftlichen Akzeptanz ihre Ziele erreicht. Sie befänden sich in einer «sehr privilegierten Lage», die Politik sei ihnen «sehr wohlgesinnt», heisst es im Begleitheft zur Euro-Pride. Die Gegnerschaft sei «unbedeutend».

Wenn Schwule und Lesben derart «privilegiert» sind, wofür kämpfen sie dann noch? Die Frage stellt sich, ob und wozu es die politische Homosexuellenbewegung und ihre Kundgebungen überhaupt noch braucht. Selbst deren Protagonisten scheinen mittlerweile Zweifel an der Notwendigkeit ihres Tuns zu hegen.

Das legt eine Bemerkung zur Petition der Familienlobby nahe, welche die Euro-Pride einzuschränken suchte. Die Veranstalter zeigten sich «dankbar» für die «homophobe Initiative». Endlich liess sich wieder ein Gegner ausmachen – sei er auch noch so «unbedeutend» –, der dem ziellos gewordenen Aktivismus den Anschein der Berechtigung verlieh. Das Beispiel zeigt: Die Opferrolle, mit der Lesben und Schwule noch immer kokettieren, passt nicht mehr. Ihre Demonstrationen sind zu hohlen Ritualen gutmenschlicher Bekenntnisse geworden, die nichts kosten. Wer hingeht, kann sich besser fühlen eine Gratistoleranz.

«Es ist ein Privileg, zu so mutigen und engagierten Frauen und Männern zu sprechen, die für die Menschenrechte einstehen, auch wenn es in Strömen regnet», rief eine Rednerin an der Euro-Pride in die spärliche Menge. Sich dabei verregnen zu lassen, war der Gipfel der Courage.

 

«Wir sind alle schwul»

Geradezu ein Gemeinplatz ist geworden, dass der schwule Lifestyle weite Teile des öffentlichen Lebens dominiert. «Beim Schweizer Fernsehen sind Homosexuelle im Vorteil», titelte der Blick vor zwei Jahren. Und verwies auf schwule Moderatoren wie Kurt Aeschbacher, Sven Epiney, Patrick Rohr, Charles Clerc, Dani Fohrler und Christian Franzoso. Das Magazin widmete den Homosexuellen eine Doppelnummer. «Wir werden alle immer schwuler», wurde festgestellt. Schwule Kultur habe «nicht nur die Hoheit in Mode- und Designfragen, schwule Kultur hat uns heterosexuelle Männer (und Frauen) in fast allen Lebensbereichen beeinflusst».

Wenn alle schwul sind, ist niemand mehr schwul. Die Minderheit gibt längst den Ton an. Umgekehrt erstaunt es, dass Lesben und Schwule Ehen schliessen und selbst Kinder adoptieren wollen (und sich so die letzten Eigenheiten der Heterosexualität aneignen).

Vielleicht wäre es hilfreich, die Unterschiede nicht weiter zu verwischen. «Politische Korrektheit schafft Tabus, fördert die Verdrängung und behindert das Denken», sagte Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) am Christopher Street Day 2001.

Schliesst den Hosenladen

Frühere Generationen dachten freier. Thomas Mann, selbst homoerotisch veranlagt, sah die Homosexualität durchaus unsentimental: «Sie ist ‹freie› Liebe im Sinn der Unfruchtbarkeit, Aussichtslosigkeit, Konsequenz- und Verantwortungslosigkeit. Es entsteht nichts aus ihr, sie legt den Grund zu nichts, ist l’art pour l’art, was ästhetisch recht stolz und frei sein mag, doch ohne Zweifel unmoralisch ist.» Sie «irrlichteliere», schweife «nach allen Seiten». Ihr fehle «die Treue».

Nach der erfolgreichen Emanzipation der Schwulen dürfte man eigentlich erwarten, dass die Homosexuellenbewegung etwas lockerer wird. Welche Bedeutung hat die penetrante, ja das öffentliche Leben bedrängende «Sichtbarkeit» noch?

Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskret behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum.

Kommentare

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  • Micha Tobler
  • 25.10.09 | 08:21 Uhr

Früher taten die Schwulen so, als seien sie hetero. Und die Heteros taten so, als glaubten sie es ihnen. Wünscht sich Philipp Gut diese "gute" alte Zeit zurück?

  • shankara
  • 23.10.09 | 12:16 Uhr

Ein Barometer, der anzeigt, ob eine Kultur am sinken ist, ist die Verbreitung und Normalisierung der Homosexualität. Alle Hochkulturen waren davon betroffen, nun auch unsere abendländische Kultur.

Der Homosexuelle und der Macho haben beide das gleiche Problem: Die Ausreifung der männlichen Energien. Der Macho hängt seine "Männlichkeit" an die grosse Glocke, weil er selber im Innersten weiss, dass diese im Defizit ist, und der Homosexuelle meint indirekt, er wolle doch gar kein wahrer Mann sein - beiden fehlt es an ausgereifter männlicher Energie.

Die Tatsache, dass es an wahrer Männlichkeit fehlt, zeigt sich noch an vielen anderen Fronten:
An einer übertriebenen materiellen, oberflächlichen und hedonistischen Gesellschaft, in der keine ewigen Werte mehr verteidigt werden.
An der Masslosigkeit der Frauen, die nur noch Forderungen stellen, egal wie übertrieben, dämlich und fehl am Platz diese sind, während dem die Männerwelt eingeschüchtert dieser Masslosigkeit keine Grenzen mehr zu setzten weiss.
In der Politik, wo nur noch ein Ducken stattfindet und keine klaren Grenzen mehr gesetzt und eingehalten werden.

In den Linken Parteien herrscht das grösste Defizit an wahrer Männlichkeit - kein Wunder sind die meisten Mitglieder dort "Frauen", impotente "Frauenversteher" oder Homosexuelle, kein Wunder, wird doch Schwäche, Naivität und Feigheit mit Toleranz verwechselt, kein Wunder ist deren Politik suizidal, kein Wunder sind sie die grössten Feinde der Schweiz!

  • Dowanda
  • 23.10.09 | 08:58 Uhr

Eine Frage: Welche Diskussion und wo? Dieser Artikel ist zu 99 % eine lokale "Welt"- und "Berliner Morgenpost"-Erscheinung - das gleiche gilt für die Debatte zu. Der Beweis? Unter news.google.at "Homosexualität" und "Philipp Gut" eingeben und die links zählen.

  • humankind
  • 19.07.09 | 09:50 Uhr

@ enrico01

Überschlagen Sie sich nicht beim hyperventilieren und ihrem humorlosen Geschwätz. Brüno a.k.a. Baron Cohen als Extremkomiker wird dieses Witzchen locker wegstecken. Mir Judenfeindlichkeit vorzuwerfen ist wohl der Witz des Tages!

@ Jeanna

Ihnen ist offenbar jedes Mittel recht, um ihre Homophobie auszuleben! Was Sie da daherphantasieren und mir unterstellen, ist verleumderisch und entbehrt jeglicher Grundlage! Ich an ihrer Stelle würde mich dringend in Behandlung begeben, um ihre krankhafte Paranoia und ihr illegalen Unterstellungen zu behandeln.

Es bleibt dabei, der Artikel von Gut ist zutiefst homophob und bedient sämtliche Clichés der Schwulenhasser!

  • Jeanna
  • 18.07.09 | 13:01 Uhr

@enrico01:
"humankind" ist "liberalmind" ist "salinger" ist "philosopher" ist "Bergmann" ... ein und dieselbe Person und treibt seit Mooonaaaten hier sein Unwesen.
Ich habe diese Foren seit einiger Zeit definitiv verlassen, lese aber gelegentlich noch. So ist mir auch nicht entgangen, wie dieser omnipräsente, unterirdisch primitive, herrische (!) verbale Amok- und Rundumschläger (auch !) Sie andernorts bereits diffamiert hat (u.a. "01 steht wohl für Ihren IQ"). Ich nenne sowas "Forenpest".

Das einzig Unverständliche ist, weshalb ein Forenbetreiber so jemanden toleriert. Gilt übrigens auch für den ständig geifernden Blut- und Boden-Rassisten "chateau".

  • enrico01
  • 18.07.09 | 08:48 Uhr

@humankind
ist ja erschreckend welches Fazit sie schlussendlich über Herrn Cohen ziehen. Nachdem ich einige ihrer Ergüsse gelesen habe, dachte ich nicht dass sie aus der Nazi-Ecke kommen, aber ihre Judenfeindlichkeit muss mich das doch vermuten lassen. Oder ist ihre Formulierung betreffend raffgieriger Juden als Kompliment gemeint?
Ich zitiere:
humankind 08.07.09 19:58
Schlussendlich ist es Kommerz pur und Cohen wird sich, wie jeder clevere Jude, die Taschen füllen.

  • shoggi83
  • 16.07.09 | 13:28 Uhr

Ich finde den Artikel einseitig. Als Recherche taugt er nicht. Aber wenn Sie, Herr Gut, mit ihm Ihre persönliche Meinung kundtun wollten, respektiere ich das.

  • hadrianus
  • 13.07.09 | 22:52 Uhr

Kult der Heterosexualität besteht aber, und wie! Wird in den Medien ein Mann vorgestellt, heisst es gleich: "verheiratet, 3 Kinder" - oder "ledig", oder "verlobt" oder "geschieden" oder ähnlich. Der Lebensstatus Schwuler wird nie so genau präzisiert. Also ist es eine Ehre, verheiratet, Familienvater zu sein, oder verlobt oder geschieden. Muss das immer betont werden etwa damit niemand denkt, der Vorgestellte könnte eventuell schwul sein?

  • Heinz Moll
  • 10.07.09 | 17:12 Uhr

Also, ich habe noch selten so einen überflüssigen Seich gelesen. Bei Zeile 25 habe ich gähnend aufgehört. Schade für den Platz.

  • Thomas Läubli
  • 09.07.09 | 20:39 Uhr

@Betschart: Auch für Sie ist Sex und Sexualität offenbar dasselbe, wenn Sie in Ihrem Zusammenhang die Hosenladen-Metapher erwähnen. So gesehen wäre ja schon das blosse Anschauen eines schönen Gesichtes oder das Reden über schöne Menschen ein sexueller Akt. Ich möchte nicht wissen, wie leicht erregbar Sie sind, dass Sie wie auch Herr Gut auf solche Absurditäten kommen.

Sexualität manifestiert und artikuliert sich im Alltag oft unbewusst. Ich habe schon weiter vorne geschrieben, dass es unverantwortlich wäre, nicht über Sexualität zu sprechen (bzw. im Zeitalter von Aids nicht über Sex). Als homosexueller Jugendlicher (bzw. sobald man entdeckt, dass man so ist, wie man ist) ist man auf Vorbilder angewiesen, man will wissen, dass man nicht der einzige ist und man hat auch ein Recht darauf, dass Mitschüler darauf sensibilisiert werden, z.B. das Wort «schwul» nicht immer im Zusammenhang mit einer bestimmten Tierart hören zu müssen.

Der Spruch "Sexualität ist Privatsache" ist ja offensichtlich falsch. Die heterosexuelle Ehe ist ja schon lange Sache des Staates. In der Diskussion um Scheinehen beginnt der Staat ja sogar in den Schlafzimmern herumzuwühlen. Für Männer und Frauen gibt es getrennte Toiletten. Es werden überall Geschichten von Adam und Eva, Romeo und Julia, Tristan und Isolde verbreitet. Der Opernball wie das Sechseläuten zelebrieren die Geschlechtertrennung. Wer behauptet, dass Sexualität Privatsache sei, ist ein Heuchler.

  • humankind
  • 09.07.09 | 10:58 Uhr

@ Betschart

Mit ihrem Zitat:

"Mit der Schwulen Heirat verlangt unser Staat ein öffentliches Bekenntnis zur Sexualität..."

bringen sie ein fest zementiertes Cliché und eine Diskriminierung von Homosexuellen auf den Punkt: Ihre Reduzierung auf ihre Sexualität! (es ist übrigens keine Heirat sondern eine Partnerschaft mit weniger Rechten aber wie immer gleichen Pflichten). Bei einer traditionellen Heirat würde es Ihnen und der Mehrheit wohl kaum in den Sinn kommen, das gleiche zu sagen:... seht her wir treibens hetero miteinander...!?

Wieso heiraten oder verpartnern sich Paare? Doch aus LIEBE ! und nicht weil sie auf irgendeine Sexualität reduziert werden wollen! Liebe ist ein Menschenrecht und wohl das höchste und friedlichste Gefühl zu dem Menschen fähig sind! Da einen Unterschied machen zu wollen, ob ein Paar hetero oder homo ist, wäre in der Tat diskriminierend!

Niemand, der bei Sinnen ist, würde doch in der Tat annehmen Schwulen gehe es immer nur um Sex genauso wie das niemand für Heteromänner behaupten wollte!

Genau aus diesem Grund ist es eben wichtig, dass sich schwule und lesbische Paare immer wieder outen, um diese Clichés in den Köpfen abzubauen und zu zeigen, dass wir schlussendlich nicht viel anders sind als andere Paare, die sich lieben!

Solange sich eine Gesellschaft noch stört und aufhält, dass zwei Menschen gleich welchen Geschlechts sich lieben, stimmt etwas nicht. Kriege, Hunger, Unterdrückung usw. wären es mehr Wert sich aufzuregen!

  • Betschart
  • 09.07.09 | 08:57 Uhr

Mindestens Guts letzten Absatz ist zuzustimmen: Sexualität ist eine Privatsache; man läuft auch nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum. Unsere westliche Gesellschaft verlangt immer mehr öffentliche Bekenntnisse bez. seiner eigenen Sexualität: mit wem machen Sie es? wie? wie häufig? Diesem germanisch-angelsächsischen Modell des öffentlichen Bekenntnisses seiner Sexualität steht das französische der Verschwiegenheit gegenüber. On le fait, on le fait plus souvent, mais on n'en parle pas. Während Clinton fast und Gouv. Sanford total über ihre ausserehelichen Affären stolperten, wusste halb Paris über Mitterrands aussereheliches Kind. Mais on se tait. Mit der schwulen Heirat verlangt unser Staat ein öffentliches Bekenntnis zu seiner Sexualität. In Frankreich hat man den PACS. Dieser steht nicht nur Schwulen offen, sondern auch Heterosexuellen im Konkubinat, Alten sowie dem katholischen Pfarrer und seiner Köchin. Der französische Philosoph Foucault, selbst prominenter Schwuler und an AIDS gestorben, wusste, dass hinter dem Diskurs um die Sexualität nur das Streben nach Macht steht. Deshalb propagierte er in seinen letzten Jahren ein Verhältnis zur Sexualität, das sich an der Antike orientierte und nicht am Christentum. Die heftige Diskussion um (Homo-)Sexualität ist nichts Anderes als der Beweis, dass die christliche Sexbesessenheit immer noch unser Bedenken beherrscht, ob nun homophil oder homophob.

  • Max Rockatansky
  • 08.07.09 | 22:02 Uhr

Wo bleibt eigentlich philosopher?

Der könnte sicher alle Probleme auf dieser Welt mit einem Chlapf an Gring lösen!

Merkwürdig, wie still es um diesen ausgesprochen geistreichen und differenziert "denkenden" Schreiberling geworden ist...

  • digitaltraveler
  • 08.07.09 | 21:30 Uhr

@humankind
Nach deiner Leseart sind ja alle die nicht der Homosexuellenbewegung laut applaudieren, Neonazis & Rechtsextreme.
Daher möchte ich bescheiden um deine Meinung zu Pim Fortuyn, geistiger Ziehvater von Geert Wilders (ja genau DER) fragen.
Fortuyn war ja nicht nur katholisch und in seinem innersten stockkonservativ sondern stand auch offen zu seiner Homosexualität.

  • Max Rockatansky
  • 08.07.09 | 21:11 Uhr

Hey, dieser Artikel hat soeben über 20'000 Clicks bewirkt, zweifellos ein absoluter Rekordwert, von dem die Konkurrenz nur träumen kann!! Das gibt sicher den Pulitzer-Preis für Herrn Gut, bravo!

  • Thomas Läubli
  • 08.07.09 | 20:43 Uhr

@Boozy: Ich könnte zu jedem von Ihnen erwähnten politischen Beispiel ein Gegenbeispiel finden. André Marty wirkt auf mich persönlich neutral. Dass Geert Wilders eine peinliche Figur ist, die wie Ulrich Schlüer Werbung (!) für einen extremistischen Islam macht, müsste einem intelligenten Menschen doch einleuchten. Kultur ist in den meisten Medien ebenfalls ein Fremdwort. Das Neue Bürgertum, das im Ggs. zum Alten Bürgertum keine gesellschaftliche Verantwortung mehr übernehmen will, hat das Zepter längstens übernommen. Die Zeitungslandschaft wurde durch Gratiserzeugnisse zerstört - der heutigen Jugend will man offenbar suggerieren, dass (journalistische) Leistung gratis zu haben ist und damit nicht viel wert. Geistiges Eigentum im Bereich der Kunst (Urheberrecht) wird obsolet - Künstler leben ja schliesslich von Luft und Liebe. Man muss sich nicht wundern, wenn das Leistungsprinzip bei unserer Jugend verpönt ist...

P.S.: Nun musste ich mir heute doch noch die Printausgabe der «Weltwoche» kaufen, um mir ein Bild zu machen. Das einzig Interessante fand ich das Interview mit dem Militärexperten. Dass im Artikel «Papi und Papi» auch noch Schwulenexperte Daniel Regli (ich halte jetzt den Nazi-Vergleich mal zurück) zu Wort kommen darf, zeigt mir, dass die Weltwoche sich dem undifferenzierten, holzschnittartigen rechtsbürgerlichen Mainstream angegliedert hat.

  • humankind
  • 08.07.09 | 19:58 Uhr

Es bleibt dabei, das Gut Pamphlet ist nichts als peinlich und zutiefst homophob! Man muss es hier nochmals sagen - der Tenor ist fatal -...nehmt euch ein Beispeiel an Thomas Mann, führt wieder Scheinehen und pflegt die Doppelmoral, macht Fau und Kinder unglücklich... geht wieder zurück in eure Klosetts und bindet uns eure Lebensweise nicht auf die Nase... und bitte ja keine Aufklärung mehr an den Schulen... zehnmal höhere Suizidrate von adoleszenten Schwulen hin oder her... Das passt alles zur Weltwoche!

Brüno ist angelaufen - offensichtlich populär bei hetero Teenies. Das Kino voll mit Gymnasiasten und ihren Altersgenossen. Cohen ist offensichtlich Kult. Er lässt keine Clichés aus und überzeichnet und überreizt alles bis ad extremis, wie üblich bei ihm. Schlussendlich ist es Kommerz pur und Cohen wird sich, wie jeder clevere Jude, die Taschen füllen.

  • Boozy
  • 08.07.09 | 19:34 Uhr

Ich habe tatsächlich für meine lustige Metapher Ross-Reiter eine Warnung erhalten und Boozer ist ebenso mein üblicher Nick, leider war der in diesem Forum schon vergeben, deshalb Boozy ;)

Wenn Du meine Abstammung kennen würdest, würdest Du mich wohl kaum in die rechtsextreme Ecke stellen, aber Du weisst ja über alles besser bescheid...

Kurz zur Auffrischung:
http://sheet.zoho.com/view.do?url=http://www.parlament.ch/d/dokumentation/statistiken/Documents/wa-nr-nationalratswahlen-waehlerstimmen-1919.xls

Die Rep. gibts seit ende der 70gern nicht mehr, FPS und AP sind ein und dieselbe Partei, Herr Polit Revisionist, bitte immer schön bei den Brötchen bleiben, resp. hast Du noch die NA vergessen! Der Zuwachs von 99-07 lässt sich dann aber mit Deiner Argumentation nicht mehr begründen, kommen die Wähler dann eher aus dem linken oder mitte Spektrum? Interessant wäre auch noch in Erfahrung zu bringen, woher überhaupt die Wähleranteile der SD und FPS kamen?

Bezeichnend für deine Posts sind im allgemeinen, dass Du niemals Argumente anführst, sondern beleidigend und (vermeintlich) allwissend Deine Meinung kund tust, nicht gerade zuträglich für einen offenen Diskurs.

Ich bin gespannt auf Deinen nächsten "fundierten" Monolog...

  • humankind
  • 08.07.09 | 17:11 Uhr

Für undifferenzierte Pöbelei und patronisierende Belehrungen und persönliche Beleidigungen gibt es auf diesem Forum nur eine Verwarnung -boozer - das zweite Mal wird man ausgeschlossen! (Sie wissen genau von was ich spreche!)

Es ist mir zuwider hier den Polit Revisionisten aus dem rechtsextremen Lager überhaupt zu erwidern, die meinen dieser Hetzer Wilders könne man jetzt schönreden und als Mainstream bürgerlich bezeichnen! Das gleiche mit der SVP! Man schaue sich nur die Entwicklung der Parteienlandschaft und die Vertretung im Parlament über die letzten 20 Jahre an! Die SVP ist seit 1991 hauptsächlich nach ganz rechts gewachsen und hat 4 Parteien rechts von ihr - Freiheitspartei, Autopartei, Republikaner, Schweizer Demokraten - die 1991 noch 15 Sitze im Parlament hatten und ca. 11% Wählerstärke ausmachten vollständig integriert, inkl. dem Personal. Es wäre wohl damals niemandem in den Sinn gekommen, diese Parteien als bürgerlich zu bezeichnen. Die Rhetorik und Politsprache der SVP unterscheidet sich heute in nichts von diesen rechtsradikalen Parteien! s. Schlüer als früherer Assistent von Republikaner Schwarzenbach.

Also nun zu palavern eine NZZ sei linksliberal und ein TA links ist absoluter Quatsch; genau wie zu behaupten eine FDP und CVP seien links. Politologen sind sich mehrheitlich einige, dass eine SVP nicht mehr zum bürgerlichen Spektrum gehört und bestenfalls eine rechtspopulistische Protestpartei ist!

  • eptinger
  • 08.07.09 | 14:23 Uhr

Geert Wilder ist ein Rechtspopulist, kein Rechtsradikaler. Sein politisches Programm handelt vor allem vom Islam, nicht von Schwulen.

Die SVP, die in der Frühzeit dieses Forums schon genannt wurde, wird meist als rechtsbürgerliche/-konservative/-populistische Partei bezeichnet. Auch die SVP ist keine rechtsradikale Partei. Christoph Blocher und Ueli Maurer mögen vielleicht Positionen vertreten, die einige (mich zuweilen eingeschlossen) irritieren. Sie sind aber keine Nazis.

Boozy hat "recht"; die fehlende Differenzierung der Medien zwischen den in Mitteleuropa nun mal fein gefächerten politischen Strömungen ist durchaus zu kritisieren.

Um meine Aussagen einordnen zu können: Ich selbst würde meine politische Position irgendwo im linksliberalen Bereich einordnen, das ist heutzutage aber schwierig. Je nach Dossier kann ich durchaus auch eine rechtsbürgerliche Position vertreten.

  • Boozy
  • 08.07.09 | 12:56 Uhr

Humandkind, Du bist echt süss, danke, dass Du meine Meinung zementierst, dass jede Haltung ein bisschen rechts von der Mitte gleich als Rechtsradikal abgestempelt wirst, einmal mehr diskreditierst Du Dich selbst.

Hast Du schon mal von Rechtsradikalen gehört, die Israel unterstützen?

http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost/JPArticle/ShowFull&cid=1244371097500

Bevor Du wieder mal irgendwelche Unwahrheiten herausposaunst, wäre eine kleine Denkpause angebracht, oder können das die Linkspopulisten definitiv nicht mehr? Langsam frage ich mich, ob Du nicht wohl eher zum Schwarzen Block gehörst, oder ein alter RAF Romantiker bist?

Ach ja, hier ist nicht ein Schwulenforum, sondern das WeWo Forum, schon aufgefallen?

Du als Politgott kannst mir dann bestimmt erklären, wieso druchs Band hindurch jegwelche Rechte Gesinnung als Rechtsradikal betitelt wird? Wunschdenken gewisser sozialistischer Gutmenschen, oder was?

  • humankind
  • 08.07.09 | 11:34 Uhr

Aus welcher Ecke da geschossen und polemisiert wird, ist jetzt immerhin jedem klar! Dass Rechtsradikale sich nun auch noch auf einem Schwulenforum tummeln müssen, um ihre Ideologien zu verbreiten, muss bei einem unredigierten WeWo Forum auch nicht erstaunen. Dass hier versucht wird einen Rechtsextremen wie Wilders ins bürgerlich konservative Lager hinüberzuschreiben, ist wohl nichts mehr als eine weitere bewusste Provokation!

Dass man damit Homosexuelle absichtlich provoziert, ist wohl auch klar. Gerade aus dieser ideologischen Ecke kommen doch ständig die widerlichsten und unerträglichsten Hetzerein, Rassismus und Stigmatisierungen von Minderheiten. Rassismus und jegliche Form von bewusster pauschalisierender Ausgrenzung einer Minderheit müssen Schwule verurteilen, da sie als angreifbare Minderheit jederzeit wieder selber Opfer solcher Angriffe werden können.

  • Boozy
  • 07.07.09 | 23:55 Uhr

@Thomas Läubli

"Homo" benutze ich hauptsächlich deshalb, um die 1500 Zeichen haushälterisch zu verwalten, um nicht wie andere hier mit 5-fach Posts das Forum vollzuspamen.

Die NZZ hat sich längst in das linkspopulistische Lager verabschiedet, als kürzlich die Partei von Geert Wilders die Wahl in Holland gewonnen hatte, lautete der Titel zuerst "Rechtsextreme gewinnen in Holland" o.Ä., später wurde er dann auf "Rechtspopulisten..." geändert. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es seit einigen Jahren gemäss den Medien keine konservative Parteien mehr gibt? Nur noch rechtsextreme und rechtspopulisten, das sagt doch schon eigentlich alles.

Wenn CB mit der türkischen Regierung spricht und (leider) das "Armenien Problem" relativiert, geht ein Donnergrollen durch die Medien, wenn eine MCR verschleiert und grinsend dem Holocaustleugner MA die Hand schüttelt wird applaudiert.

Dass ein André Marty seine antiimperialistische und antiisrealische Keule quasi täglich in der TS schwingen kann, können Sie bestimmt schon morgen wieder bestaunen.

Als bei den Schäfchen Plakaten ein Afrikanischer Schriftsteller den (gemäss Godwin's Law) fatalen Nazivergleich in der Rundschau zog, gönnte sich Frau Hasler ein knappes Lächeln à la "gehen Sie da nicht ein wenig hart ins Gericht...?"

Hätte ich genug Geld übrig, dann würde ich von Gfs eine repräsentative Journaille Umfrage in Auftrag geben, das politische Spektrum stimmt bei weitem nicht mit der Realität überein.

  • Thomas Läubli
  • 07.07.09 | 22:04 Uhr

@Boozy: Ich persönlich habe nichts gegen das Kürzel «Homo» - ich verwende es selber gelegentlich - es haben sich aber auch schon Leute beklagt, dass man sie als «Hetis» bezeichnet.
Was den «Homo-Bonus» betrifft, mögen Sie ein klein wenig recht haben - so wie Obama den «Schwarzen-Bonus» hat - je nach Gesellschaft kann die Pro-Einstellung aber wieder um 180 Grad drehen. (Abgesehen davon, dass Kathrin Martelli mit ihrem neuen Outfit lesbischer aussieht als Frau Mauch - es sind eben Klischees.)
Die Vorteile eines Homo-Outings einer öffentlichen Person wären: (1) Den Medien zuvorkommen, dass man ein Verschweigen nicht als Unaufrichtigkeit auslegen kann und (2) dasjenige sichtbar machen, was bei Heteros ohnehin dazu gehört. (Michelle Obama und Silvia Blocher, um zwei Beispiele zu nennen, verstecken sich ja auch nicht und geniessen die Medienpräsenz.)
Was die linkspopulistischen Medien betrifft, so finde ich diese kaum. Die «Arena» und TeleZueri sind ohne rechtskonservative Gäste nicht denkbar. Den neoliberalen Tagi kann man seit der Ära Hartmeier nicht mehr in die linke Ecke stellen. Die NZZ ist klar rechts (zumindest bei den innen- und wirtschaftspolitischen Kommentaren). Und der ganze Gratisblätterwald lebt vom Sensationsjournalismus und repräsentiert die bürgerliche Spassgesellschaft? Wo sind die linken Meinungsmacher geblieben?

  • pereit_pony
  • 07.07.09 | 19:08 Uhr

@the rock: Sogar die Unverbesserlichsten lassen sich eines besseren bekehren. Hier der Beweis:

http://www.myvideo.ch/watch/4790586

  • eptinger
  • 07.07.09 | 18:36 Uhr

Hab mir jetzt eine iPhone Home Icon für dieses Forum eingerichtet. He, gell am Mittwoch kommt Brüno. Schau ich mir also definitiv an, der soll komisch sein. Wir sollten wirklich mal alle grillen gehen - ne Wurst oder so. Sorry.

  • Max Rockatansky
  • 07.07.09 | 17:54 Uhr

Pony, da muss sogar ich sagen: Homophob.

  • pereit_pony
  • 07.07.09 | 16:48 Uhr

Der einzige der sich im Closet rumtreibt, ist dieser hier:

http://www.youtube.com/watch?v=cupnsUDyjuA

Bei dem ist man sich nicht so sicher, ob nicht sogar Kinder auf der Beuteliste waren;-) Das nennt man Bezug zur Aktualität, gell!!!

  • humankind
  • 07.07.09 | 16:38 Uhr

Jetzt wissen wir wenigstens wo sich dieser Typ pereit-pony aufhält und seine unterdrückten Homophantasien ausleben muss, da er sich sonst nirgendwohin getraut und offensichtlich im Closet lebt!

Solche Orte sind sowenig repräsentativ für Schwule generell, wie Autobahnpuffs und Swinger- und Saunaclubs, Strassenstrich usw. für Heteros generell repräsentativ sind.

Und emanzipierte Schwule frequentieren kaum solche schmuddeligen Orte. Im Cyber Space Age und einer stark ausgebauten Club- und Barszene treffen die sich an ganz anderen Orten.

Solche von pereit-pony süffisant erwähnten Treffs, sind längst überholt und werden bekanntermassen hauptsächlich von Verheirateten und Bisexuellen frequentiert, die ihren temporären Hormonschub sich sonst nirgendwo anders abzureagieren getrauen und meist ein von Gut als Modell gepriesenes Doppelleben führen!?!

  • Max Rockatansky
  • 07.07.09 | 13:06 Uhr

Die Liste jener, die sich in dieser Gesellschaft benachteiligt, diffamiert und ausgeschlossen fühlen, ist lang:

- zu dicke Menschen
- zu dünne Menschen
- zu grosse Menschen
- zu kleine Menschen
- glatzköpfige Menschen
- Behinderte
- Ausländer
- Farbige
- Arbeitslose
- Sozialhilfe- und IV-Bezüger (Scheininvalide!)
- u.v.a.m.

Diese Liste liesse sich beinahe beliebig fortführen, jeden Tag. Ich persönlich bin zum Beispiel dem Rassismus schmerzhaft direkt ausgesetzt, zum Teil täglich. Doch ich werde meinem Gegenüber deshalb ganz sicher nicht mit Begriffen wie "Nazisau, alle Schweizer sind Nazis, intolerantes, rassistisches Schweizerpack" etc. auf den Pelz rücken, denn damit vergräze ich nur all die anderen Schweizer, die eben nicht rassistisch sind ("Was, in unserem Land nennt der uns Dreckschweizer?? Der soll doch nachhause gehen!").

Man muss mit Ungerechtigkeiten leben lernen- auch wenn's hart klingt. Gring ache u düre!

  • pereit_pony
  • 07.07.09 | 11:28 Uhr

Wer mehr über die aufgeklärten Homosexuellen in Erfahrung bringen möchte, dem lege ich Feldforschung im Raum des Autobahnparkplatz Büsisee auf der A1 ans Herzen. Da wird nicht nur Safersex gross geschrieben, sondern man erhält auch Einblick in die zuvor zitierten und äsuserst wertvollen Beiträge im Bereich Kultur usw.

  • humankind
  • 07.07.09 | 09:43 Uhr

Hier nochmals die Dissertation für alle die lesen wollen und können und nicht nur darauf aus sind Schwule "abzuklatschen", anzupöbeln genau wie die 16 jährigen aus Küsnacht!

*****

Identitätsentwicklung schwuler Jugendlicher. Eine Befragung deutschsprachiger junger Schwuler in der schwulen Szene sowie im Internet
Dissertation zur Erlangung der Würde eines Doktors der Philosophie
vorgelegt der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel (2007)

Das Coming-out, d. h. der Prozess der Bewusstwerdung der eigenen Homose-xualität, erfolgt in der Regel zwischen dem 14. und 17. Lebensjahr. In dieser Lebensphase leiden die meisten schwulen Jugendlichen an Einsamkeit und erheblichen Identitätsproblemen. Der Schritt in die Gewissheit, schwul zu sein, ist heute mit dem gleichen Ausmaß an negativen Gefühlen wie Unsicherheit und Furcht verbunden wie vor 30 Jahren. Sich in Familie und Schule zu outen wird als erheblicher Stressfaktor wahrgenommen. Fast die Hälfte der 15-25jährigen Interviewpartner hat bisher dem eigenen Vater die eigene Homosexualität nicht mitteilen können, von der geouteten Hälfte des Samples muss über ein Viertel längerfristig damit leben, von diesem wegen des Schwulseins abgelehnt zu werden.

  • humankind
  • 07.07.09 | 09:39 Uhr

Die Pubertät schwuler Jugendlicher unterscheidet sich erheblich von jener der heterosexuellen Jugendlichen. Die statistische Verteilung homo- und heterose-xueller Gleichaltriger und die Diskriminierung homosexueller Lebensformen im Alltag führen dazu, dass das Experimentieren mit Liebe, Sexualität und Part-nerschaft später beginnt und durch die mangelnden Möglichkeiten, Liebesbe-ziehungen einzugehen und öffentlich zu leben, gewisser Maßen lange Zeit unvollständig bleibt: Den ersten festen Freund haben die Teilnehmer im Median mit 19,2 im Gegensatz zu 16,8 Jahren für die erste feste Freundin bei hetero-sexuellen Jugendlichen.

  • humankind
  • 07.07.09 | 09:39 Uhr

humankind 07.07.09 01:02
Homophobe Gewalt ist allgegenwärtig und äußert sich vor allem auf der ver-balen Ebene. 56% haben üble Nachrede Gleichaltriger erlebt, 39% den Rück-zug von Freunden. 38% erlebten Beschimpfungen in der Öffentlichkeit und 28% in der Schule.

Die Schule ist ein homophober Ort. In weniger als 20% der Fälle erleben die Schüler, dass LehrerInnen Schwule verteidigen, wenn sie zur Zielscheibe von Witzen und Verächtlichmachung werden. Die Umsetzung des Themas in den Unterricht und die Offenheit der LehrerInnen für homosexuelle Lebensweisen wird in vielen Fällen als verbesserungswürdig erlebt.
Psychosoziale Probleme liegen v.a. auf dem Feld der Liebe und Sexualität sowie den sozialen Beziehungen. Am häufigsten genannt werden Partner-schaftsprobleme/Liebeskummer (54%), Einsamkeit (47%), Sorgen wegen AIDS (40%), Kennenlernen anderer Schwuler (37%), Unzufriedenheit mit dem Sexu-alleben (34%) sowie Outing in der Familie (33%). Für drei Viertel aller Teilneh-mer ist zumindest einmal im Leben Selbstmord ein Thema gewesen, jeder Zwölfte hat bereits einen oder mehrere Suizidversuche hinter sich.

  • Boozy
  • 07.07.09 | 08:56 Uhr

@humankind

Du bist echt nur noch peinlich, ich zitiere hier Dich (2 Seiten zurückblättern) "Da sind die Schwulen, wie immer, Jahre voraus und praktizieren seit über 25 Jahren safe Sex. Darum sind die Neuansteckungen bei HIV in den westlichen Industrieländern auch mehrheitlich Heterosexuelle! Das darf und muss auch mal gesagt werden!"

und dann wieder DU:"Am häufigsten genannt werden (...) Sorgen wegen AIDS (40%)"

Könntest Du Dich in Deinem Rumgepöbel mal auf eine Meinung festlegen?

Ach ja, Deine von Dir zitierte "Studie" ist 10 Jahre alt, es wurden lediglich 353 Einzelinterviews gemacht, also bitte, wenn das irgendwie repräsentativ sein soll? Lächerlich, echt.

Abgesehen davon, auch Hetero-Jugendliche haben mühe, mit dem Erwachsenenwerden und der eigenen Sexualität klar zu kommen.

Aber nur zu, pöbel ruhig weiter, das ist Wasser auf die Mühlen der Heterophilen; an Deiner Stelle würde ich die Gebrüder Grimm posthum Anzeigen, weil die Massgeblich die Heterophilie unterstützt hatten. Kaum ein Märchen wo nicht ein Prinz eine Prinzessin erlöst, sie dann Kinder haben und glücklich bis an ihr Lebensende zusammen sind...

  • Max Rockatansky
  • 07.07.09 | 07:36 Uhr

@Läubli: Der mit dem "Chlapf a Gring" kam aber nicht von mir- ich nehme an, das haben auch Sie bemerkt.

@boozy: Sehr schön, dass jemand Neil Postman zitiert! Die klassischen Printmedien befinden sich in einer geradezu historischen Krise- wie nur schon die Entwicklungen beim Werd-, Ringier- und auch dem Weltwoche Verlag in den letzten Monaten sowohl auf redaktionell-personeller Ebene- als auch im Bereich der Auflagen beweisen. Die kommerziell orientierten Printmedien sind im Zeitalter des Crossover-Journalismus auf Gedeih und Verderb auf Skandale und Skandälchen angewiesen- folglich sind diese Skandale nicht selten auch inszeniert- was jetzt aber nicht zum falschen Schluss führen sollte, dass sie damit inhaltlich ihre Legitimation verlieren! Die WEMF zeigt alljährlich einmal auf, wer das Rennen um die Gunst der Leser jeweils gewonnen hat- und wer nicht. Das hat natürlich einen direkten Einfluss auf die Aufmachung und die redaktionelle Gewichtung einer Story, wie ja nur schon die Click Rate von diesem Artikel beweist- über 17'000 Mal angeclickt: Das ist ein Rekordwert!

  • humankind
  • 07.07.09 | 01:22 Uhr

Journi Gut:

...selbst vor den Schulen machen die schwulen Pressuregroups nicht halt...!

schon mal etwas von einer 10 mal höheren Suizidrate von adoleszenten Schwulen gehört Gut??? wohl kaum! aber hier gross rumpalavern!

  • humankind
  • 07.07.09 | 01:12 Uhr

Hier ein kleiner Ausschnitt aus einer Diss der Uni Basel über die Identitätsfindung adoleszenter Homosexueller. Dies zeigt allein schon wie schwierig, einsam und total anders die sexuelle Sozialisation von schwulen Jugendlichen verläuft. Schon die Anfangshürden liegen viel höher als für sog. "normale" Heranwachsende!

*****

Identitätsentwicklung schwuler Jugendlicher. Eine Befragung deutschsprachiger junger Schwuler in der schwulen Szene sowie im Internet
Dissertation zur Erlangung der Würde eines Doktors der Philosophie
vorgelegt der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel (2007)

Das Coming-out, d. h. der Prozess der Bewusstwerdung der eigenen Homose-xualität, erfolgt in der Regel zwischen dem 14. und 17. Lebensjahr. In dieser Lebensphase leiden die meisten schwulen Jugendlichen an Einsamkeit und erheblichen Identitätsproblemen. Der Schritt in die Gewissheit, schwul zu sein, ist heute mit dem gleichen Ausmaß an negativen Gefühlen wie Unsicherheit und Furcht verbunden wie vor 30 Jahren. Sich in Familie und Schule zu outen wird als erheblicher Stressfaktor wahrgenommen. Fast die Hälfte der 15-25jährigen Interviewpartner hat bisher dem eigenen Vater die eigene Homosexualität nicht mitteilen können, von der geouteten Hälfte des Samples muss über ein Viertel längerfristig damit leben, von diesem wegen des Schwulseins abgelehnt zu werden.

  • humankind
  • 07.07.09 | 01:05 Uhr

Die Pubertät schwuler Jugendlicher unterscheidet sich erheblich von jener der heterosexuellen Jugendlichen. Die statistische Verteilung homo- und heterose-xueller Gleichaltriger und die Diskriminierung homosexueller Lebensformen im Alltag führen dazu, dass das Experimentieren mit Liebe, Sexualität und Part-nerschaft später beginnt und durch die mangelnden Möglichkeiten, Liebesbe-ziehungen einzugehen und öffentlich zu leben, gewisser Maßen lange Zeit unvollständig bleibt: Den ersten festen Freund haben die Teilnehmer im Median mit 19,2 im Gegensatz zu 16,8 Jahren für die erste feste Freundin bei hetero-sexuellen Jugendlichen.

  • humankind
  • 07.07.09 | 01:02 Uhr

Homophobe Gewalt ist allgegenwärtig und äußert sich vor allem auf der ver-balen Ebene. 56% haben üble Nachrede Gleichaltriger erlebt, 39% den Rück-zug von Freunden. 38% erlebten Beschimpfungen in der Öffentlichkeit und 28% in der Schule.

Die Schule ist ein homophober Ort. In weniger als 20% der Fälle erleben die Schüler, dass LehrerInnen Schwule verteidigen, wenn sie zur Zielscheibe von Witzen und Verächtlichmachung werden. Die Umsetzung des Themas in den Unterricht und die Offenheit der LehrerInnen für homosexuelle Lebensweisen wird in vielen Fällen als verbesserungswürdig erlebt.
Psychosoziale Probleme liegen v.a. auf dem Feld der Liebe und Sexualität sowie den sozialen Beziehungen. Am häufigsten genannt werden Partner-schaftsprobleme/Liebeskummer (54%), Einsamkeit (47%), Sorgen wegen AIDS (40%), Kennenlernen anderer Schwuler (37%), Unzufriedenheit mit dem Sexu-alleben (34%) sowie Outing in der Familie (33%). Für drei Viertel aller Teilneh-mer ist zumindest einmal im Leben Selbstmord ein Thema gewesen, jeder Zwölfte hat bereits einen oder mehrere Suizidversuche hinter sich.

  • humankind
  • 07.07.09 | 00:52 Uhr

Man darf sich mit Verlaub fragen, was diese pöbelnde Horde hier zu suchen hat! Selber will man nicht schwul sein... und hat somit keine Ahnung von was man palavert ..und hat angeblich nichts gegen Schwule...aber doziert hier ellenlang was Schwule zu tun und nicht zu tun und lassen haben!

Ich kann mich nur wiederholen. Solange diese billigen Clichés und Stigmatisierungen und inakzeptablen Belehrungen in trashigen Berichten, wie dem von Gut, herumgeboten werden, wird man sich wehren müssen!

Homophobie pur:.... Hosenladen zu Schwule... Schnurre halte... ja nicht darüber reden.... Thomas Mann als Beispiel nehmen...und wieder Scheinehen eingehen und ganze Familien unglücklich und leidend machen... Ein so dümmlicher und homophober Bericht kann wirklich nur in einer Weltwoche abgedruckt werden. Jedes andere Blatt würde sich wohl weigern solchen chauvinistisch sexistischen Schmarren abzudrucken!

  • Boozy
  • 07.07.09 | 00:30 Uhr

@humankind

Sehr fein, mit Deiner Aussage diskreditierst Du Dich als pöbelnder Schwuler gleich selbst. Manchmal schmerzt es, wenn man den Spiegel vorgehalten hält, gell? :p

  • Boozy
  • 07.07.09 | 00:24 Uhr

@Thomas Läubli

Wunderbar, hier im Forum gibts tatsächlich noch Leute, die ein grosses Mass an sachlichkeit und höflichkeit an den Tag legen!

Gestatten Sie mir, dass ich den lieben alten Postman zitiere: "Problematisch am Fernsehen ist nicht, dass es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, dass es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert." Man müsste somit wohl eher von Medialisierung der Politik sprechen, nicht umgekehrt. Natürlich macht sich die Politik die Wirkung der Medien zunutze. Interessant an dieser Tatsache ist nun, dass die Medien en gros links(-populistisch) sind, kein Wunder, die meisten Journis kommen aus einem akademischen Milieu, Matura-Uni-Journi, kein Plan wie man einen Nagel einschlägt ;)

Mit Verlaub: "Homo" ist keinesfalls abwertend, und gewisse Kreise schmücken sich meiner (bescheidenen) Ansicht nach gerne damit. Erstaunlicherweise wird die Homoflagge durch die Medien bei Westerwelle niemals so hoch gehalten? Könnte ich mit meiner Vermutung bezüglich linkspopulistischen Medien wohl doch Recht behalten?

Fraglich an einem "Outing" einer in der Öffentlichkeit stehenden Person ist, was dieser Mensch damit zu bezwecken erhofft? Würden die Nachteile überwiegen, würden sich alle davor hüten, das an die grosse Glocke zu hängen. Ich glaube schon, dass man heutzutage von einem "Homo-Bonus" sprechen kann.

  • humankind
  • 07.07.09 | 00:06 Uhr

@ T. Läubli

Ich kann Ihnen nur voll zustimmen! Dass wir uns überhaupt mit dieser Horde von Homophoben auseinandersetzen, zeigt ja bereits wie tolerant und geduldig wir sind. Obschon es natürlich reine Zeitverschwendung ist, sich mit solchen pöbelnden Idioten auseinanderzusetzen. Diese sind sowenig repräsentativ für irgendeine mehrheitsfähige Meinung oder Gruppe, wie die feigen Schläger von München repräsentativ für die Jugendlichen allgemein sind!

  • Thomas Läubli
  • 06.07.09 | 23:20 Uhr

@Boozy: Ich muss den Begriff «Boulevardpresse» mittlerweile leider sehr weit fassen (ich erachte im übrigen auch die causa Roland Nef als reine Presse-Schlammschlacht) und halte nichts von der Amerikanisierung der hiesigen Medien. Für mich sind solche Schlammschlachten Ausdruck einer Politisierung der Medien, was dazu führt, dass die Leute in der Öffentlichkeit mittlerweile mehr Zeit damit verbringen, sich gegen mediale Anwürfe zu verteidigen statt ihre Arbeit seriös erledigen zu können. Der Boulevard ist die heutigen "Brot und Spiele". Weil man keine Stories mehr hat, greift man eben zur Aufblähung und Drama-Queenisierung von banalen Themen. Philipp Gut ist hierzu ein gutes Beispiel.

Und nochmals: Natürlich ist Ihre Aussage, dass sich Homos gerne selber auf Ihre eigene Sexualität reduzieren, peinlich. Herr Wowereit kann auch nichts dafür, wenn man von seinen 999999 Sätzen, die er in der Öffentlichkeit gemacht hat, immer nur den einen zitiert. Frau Mauch kann auch nichts dafür, wenn Herr Mörgeli im SonnTalk die sexistische Aussage tätigen darf, wonach ihre sexuelle Orientierung das Interessanteste an ihrer Persönlichkeit sei. Die Reduktion auf die sexuelle Orientierung kommt letztlich aus der homophoben Ecke.

  • Thomas Läubli
  • 06.07.09 | 22:54 Uhr

@Max Rockatansky: Wenn Sie jetzt auch noch mit dem "Chlapf an Grind" kommen, kann ich Ihnen nur sagen: Sie passen zu Ihren 16-jährigen Schweizer Kollegen in München!
Es ist höchste Zeit für ein spezifisches Antidiskriminierungsgesetz für sexuelle Minderheiten...

  • Boozy
  • 06.07.09 | 22:51 Uhr

@Thomas Läubli

Ich bin kein Adept der Klatschpresse, mir gehen die Royalgeschichten, sowie die Potenz irgendwelcher Scheintoten am Allerwertesten vorbei.

Apropos Kritik: Stellen Sie sich rein hypothetisch vor, Berlusconi würde keine kecken 18-jährige Mädchen abschleppen, sondern hübsche D&G Burschen, schön mit Müskelchen bepackt; wäre diese Schlammschlacht nun Homophob? Oder könnten eventuell noch andere Motive hinter der Anhimmelung gewisser Politiker für ihre Neigungen stecken?

Mitnichten ist meine Aussage peinlich, wenn ich hier gewisse Schreiberlinge lese, dann sind wir wohl von einer Homoquote nicht mehr soweit entfernt... ;)

@humankind

eine Korrelation zwischen Homo = erfolgreich etc, resp. Hetero = Pöbel, Fundi, Depp usw kann ich beim besten Willen nicht erkennen, Du solltest wohl mal vom hohen Ross absteigen [2009-07-07 gelöscht durch Moderator]

@philosopher

Wieso sich so echauffieren? Andere als Trolle abzustempeln ist ja wohl das max(imum) an Gesprächsverweigerung...? Bis anhin war ich der Meinung, "Crétin" würde nach französischer Orthographie geschrieben? Ein Fremwörtchen hier und dort gibt einem Posting nicht mehr Gehalt, deutsch ist meist idiotensicher ;)

Und nicht vergessen: immer zuerst schön vor der eigenen Türe kehren, damit hat man oft am meisten Erfolg.

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 22:51 Uhr

Oder, um mich kurz zu fassen: In Zukunft wird zunehmend auch die Toleranzfähigkeit von Minderheiten auf den Prüfstand gestellt werden- und nicht nur jene der Mehrheit.

Das ist der Unterschied zum letzten Jahrhundert, philosopher, humankind und brüno2.

Und wenn ich da so Eure Kommentare betrachte... wird uns das noch einige Überraschungen bescheren...

Da heisst es warm anziehen Jungs!

  • Christine
  • 06.07.09 | 22:39 Uhr

"gopfertellisiech" .. ;-)

War interessant. Guet Nacht.

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 22:33 Uhr

In den letzten vierzig Jahren hat sich die Mehrheit aktiv mit der Rolle von Minderheiten auseinandergesetzt- zu recht. Man hat sich geradezu den Kopf zerbrochen, was wohl die Mehrheit über die Minderheiten denkt. Man hat seit 1968 einen gesellschaftlichen Öffnungsprozess- der eindeutig absolut notwendig war- beschritten, mit dem Ziel, Minderheiten, egal welcher Provenienz, besser zu integrieren und ihnen dabei dieselben Rechte zugestanden- was ebenfalls notwendig war- wie sie dem Rest der Gesellschaft zustehen.

Nur einen Fehler hat man dabei gemacht- und zwar während vier Jahrzehnten: Man hat sich nie Gedanken darüber gemacht, was die Minderheiten von der Mehrheit denken.

Und genau das geschieht heute langsam: Was denken die Minderheiten von der Mehrheit?

Die Frage muss gestellt werden dürfen- und wenn nicht, haben wir es mit einem umgekehrt reaktionären Verhaltensmuster zu tun. Dito mit der Kritik. Ob's ins "politisch korrekte" Weltbild passt oder nicht.

"Wenn Freiheit etwas bedeutet, dann den Menschen das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell

Wenn Du damit Mühe hast, tust Du mir leid, philosopher.

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 22:20 Uhr

Wer sagt denn hier, dass ich für alle Heteros schreibe: Ich verwehre mich explizit gegen die Vorwürfe von brüno2 und humankind!

Abgesehen davon glaube ich nicht, dass dieser Thread hier in irgendeiner Weise reprädentativ für die gelebte Wirklichkeit ist.

Es geht auch nicht um die Homosexualität, sondern um die Wahrnehmung derselben in Grossteilen der Öffentlichkeit, philosopher- genau das besagt ja der Artikel.

Oder, schlimmstenfalls- was auch nicht verwunderlich wäre unter den gegebenen Umständen- um die Wahrnehmung der Medien, was die Schwulen anbelangt. Das wäre allerdings ein ganz anderes Thema.

Aber auf Provokationen reagiere ich auf Provokationen. Egal von welchem Pseudonym (und hier vermute ich mal, das ein und dieselbe Person mehrfach postet).

Und mit dem Begriff Homophobie, der mitunter verdächtig inflationär gebraucht wird, kann ich nur dann etwas anfangen, wenn er auch wirklich berechtigt ist- wenn er aber einfach dazu missbraucht wird, jedwede Form von (berechtigter) Kritik unisono abzuwehren, philosopher, dann verliert er meiner Ansicht nach jede Wirkung und verkommt zur leeren Worthülse.

Da wir ja schon so schön bei Vorwürfen sind: Warum sollte ich mir von einem Schwulen vorschreiben lassen, wie ich über Schwule zu denken und zu schreiben habe? Oder ist nur das Umgekehrte erlaubt?

Alle Welt spricht von Homophobie- aber merkwürdigerweise niemand von Heterophobie... beides gibt es aber, wie man hier drinnen sehen kann.

  • philosopher
  • 06.07.09 | 21:55 Uhr

Paranoia Paradise kann man da nur sagen! Offensichtlich ein schwerer Fall von Wahrnehmensstörung und von Grössenwahn. Ich würde mich mal in Behandlung begeben, bevor man diesen Durchgeknallten vom Forum ausschliesst!

Wenn ein so Durchgedrehter sich anmasst für die Mehrheit der Heteros hier zu schreiben, dann ist die Wahrnehmung wohl massivstens gestört. Der Wahnsinn geht ja noch weiter, der will auch den Homosexuellen noch vorschreiben was sie zu tun und lassen haben!

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 21:47 Uhr

Abgesehen davon sollte man gopfertellisiech endlich einmal davon absehen, sich hinter einem Opferstatus zu verstecken, um dann hinterrücks gegen alles zu feuern, was nicht so ist, wie man selbst!

Nein und nochmals nein: Ich werde mich dem Heterosexuellenhass NICHT beugen.

Nie und nimmer!

So, und nun verlasse ich diesen peinlichen Thread und begebe mich dahin, wo die Wirklichkeit ist.

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 21:43 Uhr

Aber aber, philospher: Humankind liegt ja immer goldrichtig.

Von Philosophie keine Spur- wenn, dann obejktiv und nicht nach Beliebigkeiten kritisieren!

Chlapf a Gring wäre bei humankind genauso angebracht.

Was humankind hier betreibt, ist purster Heteosexuellenhass- UND DAGEGEN WEHRE ICH MICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • philosopher
  • 06.07.09 | 21:34 Uhr

Was hat eigentlich dieses Arschloch und Pseudo von Mad Max hier verloren? Jedes Forum hat seine Trollen, auch wenn sie den ganzen Tag intoxiniert sind und nur provozieren, beleidigen und proleten. Die kotzüblige Patronisiererei dieses Spinners trieft nur so von Homophobie.
Dieses armen Kretins geht es immer nur um das gleiche: sie provozieren wie Zweijährige und wollen à tout prix beachtet werden. Nicht mal ein altmodischer: Chlapf a Gring, kann da Abhilfe schaffen, man muss sie ignorieren und ins Leere laufen lassen!

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 21:01 Uhr

Sag mal, (in)humankind: Aus welchem Loch kommst Du eigentlich gekrochen? Eigentlich finde ich Dich in Deinem unverhohlenen Heterosexuellenhass schon fast putzig und süss, hach... ;-) Auch Deine Selbstüberhöhung- und Deine schon fast pathologische Fähigkeit zur Projektion sind bemerkenswert! Hier noch ein Sprüchlein extra für Dich, Süsser:

„Alles Schlechte und Minderwertige, das man bei sich selbst nicht sehen mag, hat ganz gewiss der andere und darum muss man ihn kritisieren und bekämpfen.“ C. G. Jung

Kannst ja mal damit beginnen, probeweise Dynamit (oder noch besser: Semtex) um Deine Taille zu binden... und dann, später einmal, irgendwo, *pum!* alle, aber wirklich alle heterosexuellen Männer in die Luft zu sprengen!

Und dann, ja dann... gibt es nur noch die schwule Herrenrasse, Herrenmenschen wie Dich, Du schwuler Gott, ach..!!

  • humankind
  • 06.07.09 | 20:27 Uhr

Neid und Missgunst waren schon immer die Triebfeder der Schweizer... und hier ist es nicht anders... dass Schwule durch ihre erschwerte Sozialisation, durch ihre i.d.R. bessere Ausbildung, ihre Kreativität und ihre Tüchtigkeit erfolgreicher und sozialkompetenter sind, nimmt man ihnen nun auch noch übel!

Dieses Forum ist zwar nicht repräsentativ, zeigt aber deutlich wo die Clichés, Stigmata, der Neid und die Missgunst hocken!

So primitve , selbstdisqualifizerende Aussagen wie... solange sie mich in Ruhe lassen, lasse auch ich sie in Ruhe...sonst krachts! ...sagen viel aus, wie unsichere kleine Würmer viele junge Heteros sind... du schwul I dir haue uff d'Frässe... und ob das Schwule beeindrucken würde... lol! Das sind wirklich arme Schweine, die sich zu solchen Aussagen hinreissen lassen.. und keine Angst ihr seit so potthässlich, dass kaum ein Schwuler euch je beachten würde!

Träumt eure Fantasien vom Analsex mit Weibern weiter. Drei Viertel der hetero Pornos beeinhalten Analsex, weil dies die Hetero Männer wollen und ihren Fantasien entspricht. Nur ficken ihre Vorbilder von Rocco Siffredi bis Joe Black Long Dick alle die Weiber ungeschützt in den Arsch. Da sind die Schwulen, wie immer, Jahre voraus und praktizieren seit über 25 Jahren safe Sex. Darum sind die Neuansteckungen bei HIV in den westlichen Industrieländern auch mehrheitlich Heterosexuelle! Das darf und muss auch mal gesagt werden!

  • Thomas Läubli
  • 06.07.09 | 20:26 Uhr

@Boozy: Sie nerven sich wohl nur, wenn die Klatsch- und Boulevardpresse ab und zu mal über Homos berichtet. Das Busenwunder auf Seite 3 oder die endlosen Hetero-Geschichten im Hochadel, aus Hollywood, Anthony Quinns Potenz mit 80 Jahren, Woody Allens Heirat der Adoptivtochter, die Eskapaden Berlusconis etc. ist aber völlig in Ordnung. Also wenn Sie bitte kritisieren, dann tun Sie das konsequent.
Dass gewisse Leute sich angeblich nur über Ihre sexuelle Orientierung definieren würden, ist ebenfalls eine peinliche Aussage. Was können wir dafür, wenn Herr Wowereit auf einen Satz von 1000 anderen, die er mal gesagt hat, festgenagelt wird? Was können wir dafür, wenn der Blick von den Paraden nur "schräge Vögel" abbildet (abgesehen davon, dass eine Parade ohne bunte Verkleidungen und Travestien wohl langweilig wäre - man sollte dann nur nicht glauben, dass die Betreffenden 365 Tage im Jahr so rumlaufen)? Was können wir dafür, wenn gewisse Leute aus Nachrichten über Darkrooms und Werdinseli auf den "Schwulen per se" schliessen?

@baron77: Homosexualität ist klassenlos. Sie finden Sie auch in den unteren Schichten - mit Reichtum hat das nichts zu tun.
Wenn ich jedoch befürchten muss, von Ihnen "abgeklatscht" zu werden, wie Sie das in den letzten Zeilen andeuten (z.B. weil ich Sie flüchtig angeschaut habe und Sie daraus schon eine Anmache konstruieren), dann ist tatsächlich höchste Zeit für ein spezifisches Antidiskriminierungsgesetz für sexuelle Minderheiten.

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 19:13 Uhr

Isch guet eptinger: Alle zusammen an einem Feuerchen.

Gut, Sorgen mache ich mir lediglich um (in)humankind: Da kriegen wir es wohl bald mit einem fanatischen, schwulen Selbstmordattentäter zu tun... *pumm!*

Ja, ich kehre jetzt diesem Thread hier auch den Rücken zu- und begebe mich wieder in die normale Welt, in der es sowohl Heteros, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, und vieles andere mehr gibt.

Und das ist auch gut so!

  • baron77
  • 06.07.09 | 19:09 Uhr

Die "Regenbogengesellschaft" hat es nun erreicht, was sie will.
Uiii!, man darf ja nicht mehr Homosexuelle, oder sogar Schwule sagen, sonst könnte man mit einer Anzeige, wegen Diskriminierung rechnen. In einigen europäischen Staaten ist es schon soweit.

Das ist heute die neue "Politelite",verglichen, wie es damals in der DDR, Sowjetunion war und heute noch in China ist.

Beide wohnen zusammen in einer gut-situierter Wohnung (Luxuswohnung) leisten sich eine Limousine, verdienen beide sehr gut, können sich chice Klamotten kaufen. Das ist die heutige Gesellschaft der Gleichgeschlechtlichen, eben die Regenbogenlobby!

So lange sie mich in Ruhe lassen, lasse ich sie auch in Ruhe, sonst kracht es!

  • Boozy
  • 06.07.09 | 17:22 Uhr

@humankind

Mir geht dieses Homogeplänkel auch ab und an auf die Nerven; wenn ich ehrlich bin, dann interessiert es mich keinen Deut, wer es mit wem, wie und wo treibt.

Um es mal derb auszudrücken: Angenommen ich stehe auf Blondinen mit dicken Titten, muss ich das jedem unter die Nase reiben?

Wenn sich irgendein B-Promi oder möchtegern Weltpolitiker als Homosexuell outet, dann wird applaudiert; wie wäre das Echo wohl wenn sich ein ebensolcher als "Blondinen mit dicken Titten"-Liebhaber outen würde?

Ich kenne nicht wenige Homosexuelle persönlich, vielen merkt man das gar nicht an, respektive die verhalten sich ganz normal (normal nicht im Sinne von Heterokonform, sondern von ganz normal-normal), andere legen ein penetrantes Tuntengehabe an den Tag, nervig sowas, echt.

Ein Macho der sich bei jeder Frau umdreht, pfeift und sich nur auf den Ausschnitt fixiert kriegt von mir auch nur ein bemitleidenswertes Lächeln.

Eigentlich ist es ja tragisch, dass sich gewisse Leute offenbar nur noch über ihre sexuelle Gesinnung definieren können, was meiner Ansicht nach nicht für einen grossen Intellekt spricht.

  • Christine
  • 06.07.09 | 17:10 Uhr

Ja, Eptinger, und der Gurkensalat dazu ist im "Intern" schon angerichtet.

Peace and gravy (copyright von Rohr)

  • humankind
  • 06.07.09 | 17:07 Uhr

und nochmals: Auch ein rechtskonservatives Blettli wie die Weltwoche meint jetzt noch mit einem tendenziösen Berichtli über Schwule punkten zu können! ...erstaunlich was Schwulen heute selbstverständlich an Bürgerrechten zugestanden wird... schon allein dieser Satz sagt alles! Homophob bis zum Abwinken!

Dann:..Schwule Hosenladen und Fresse zu... niemand soll und will wissen, dass ihr schwul seit... nehmt euch Thomas Mann als Beispiel.. und geht wieder eine Scheinehe eine... und macht bitte ganze Familien unglücklich mit eurer Doppelmoral...!

Offenbar hat die Familienliga ein paar dutzend Gratsiabos bestellt, dass man nun auch noch den bigotten Fundis auf deren kranken Hirnwindungen schreibt!

Die rekordverdächtige Hitzahl scheint das Experiment zu bestätigen. Schwule Theman ziehen bei der neugierigen Leserschaft. Aber sicher nicht wegen dem Realitätsbezug oder Wahrheitsgehalt sondern aus den gleichen Gründen wie jeden Tag eine Rekordzahl "glanz und gloria" reinzieht aber alle vehement abstreiten, dass sie wowas je anschauen würden... Offenbar halten viele Heteros nach Guidance Ausschau und den neusten Trends, die ihnen die Schwulen wie immer zu bieten haben.

Nur werden sie ab der homophoben, tendenziösen Schreibe Gut's enttäuscht wieder abwandern!

  • eptinger
  • 06.07.09 | 16:59 Uhr

@Max, humankind, digitaltraveler, Andrej, Larry und alle anderen: Lasst uns doch einfach mal ein Lagerfeuer anmachen, ein Stück Fleisch grillen und über Gott und die Welt quatschen. Vielleicht finden wir dann raus, dass der jeweils andere gar nicht so verkehrt liegt ;) oder wir sogar Nachbarn oder Arbeitskollegen sind. Das ist mein letzter Post hier, in diesem Sinne: Peace und nehmt's easy.

  • humankind
  • 06.07.09 | 16:55 Uhr

Die Heuchler und Hochstapler entlarven sich immer selber:

...ich habe eigentlich nichts gegen Schwule...(mad max) aber masse mir an wie Schwule sind, zu sein haben, was sie sagen dürfen und was sie nicht sagen dürfen...!

Und wehe Betroffene melden sich hier zu Wort und sagen was Sache ist, dann wird ausgerastet, unterstellt und sich als lachhafter paranoider Hysteriker entlarvt!

Was an meinen Posts intolerant sein soll, kann jeder geistig normale Leser selber beurteilen.

Es gibt immer diese krankhaften, streitsüchtigen Blogtrolls, die so unterbeschäftigt sind, dass sie nichts anderes zu tun haben, als zu provozieren und zu lügen und Zeugs zu unterstellen, das nie jemand gesagt hat!

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 15:43 Uhr

(in)humankind, intolerantes: Sag doch einfach was Du uns gegenüber wirklich empfindest:

DU HASST HETEROSEXUELLE; DU BIST EIN HETEROSEXUELLENHASSER!!!

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 15:37 Uhr

@Andrej: Wenn Du (in)humankind gefallen willst, musst Du schwul sein. Für ihn gibt's nur Schwule (gut) und Fundis, Machos, Faschisten und Heterölis (ganz, ganz schlecht).

Das ist seine Art, schwule Toleranz auszudrücken. Er betreibt genau das, was sich in der Psychologie Projektion nennt. Nur merkt er's nicht: Schliesslich ist er schwul und deshalb (wohl alleine) ein besserer Mensch.

Man sollte sich verneigen vor dem Absoluten! WIr sollten zu ihm hochschauen wie zu einer Gottheit: Ich glaube kaum, dass Herr Gut erwartet hat, auf eine dermassen überzeugende Entsprechung seiner Gedanken zu stossen.

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 15:31 Uhr

Obwohl die Zweieltern-Familie (gemeinhin Ehe mit einem oder mehreren Kindern genannt) mit einer Scheidungsquote von nahezu 50 Prozent nicht mehr als Erfolgsmodell unserer Zivilisation betrachtet werden kann- und sich unter Heteros nur noch bedingter Beliebtheit erfreut- wollen Schwule ausgerechnet dieses Auslaufmodell zu ihrer ureigenen Lebensform küren.

Sollen sie doch- die Scheidungsanwälte wird's freuen- und all die Kinder- und Erwachsenenpsychologen, Psychiater etc., ein wahres Freudenfest!

Man kann von Schwulen ja nicht immer verlangen, sie würden die Trends setzen- manchmal seckeln sie ihnen auch hinterher, hahaha!

  • Andrej
  • 06.07.09 | 14:52 Uhr

@humankind. Da gibst du jetzt aber nur wieder dem Autor Recht, wenn du jemanden wie mich, der in einem Punkt eine abweichende Meinung vertritt, als versteckten Fundi bezeichnest.
Ich habe die Frage des Kinder"kriegens" durch Schwule auch schon oft und eingehend mit meiner Freundin (der Mutter meines Kindes) diskutiert. Sie ist in dieser Beziehung ziemlich schwul, d.h. absolut deiner Meinung (mit den gleichen Argumenten).
Ich jedoch kann nicht anders, als "Schwule und Kinder" als inkonsequentes "No go" zu betrachten. Steht zu dem, was ihr seid, verzichtet jedoch auf das, was natürlicherweise nicht geht...
Ansonsten: Keep on schwüling:-))

  • humankind
  • 06.07.09 | 14:41 Uhr

@andrej - ja und was soll das denn? Die Welt leidet an Überbevölkerung und wird sich bis in 30 Jahren verdoppeln? Also um die Angst, dass die Menschheit ausstirbt, kann es wohl nicht gehen. Also dann ist ein verstecktes Fundi anliegen. Kinder dürfen nur von traditionellen Eltern aufgezogen werden... und ob das noch etwas mit der Realität zu tun hätte! Schau mal die Scheidungs- und Bevölkerungsstatistik an! Es gibt heute bereits viel mehr Singlehaushalte als traditionelle Familienhaushalte! sog. Patchworkfamilien sind immer mehr. Also hört mir bitte auf mit der Heuchelei!

Ich kenne mehrere schwule Paare die einerseits Kinder aus einer früheren Beziehung haben oder Kinder mit einer Leihmutter gezeugt haben! Na und? Das sind ganz sicher nicht schlechtere Eltern als der traditionelle Durchschnitt, das kann ich bestätigen!

Und die konservative Mehrheit will ja den Schwulen und Lesben ihre Sozialkompetenz und Empathie absprechen, indem sie ihnen verbietet Kinder zu adoptieren! Offenbar immer noch wegen dem kranken Zeugs aus der Mottenkiste, dass schwule Eltern die Sexualität ihres Kindes beeinflussen könnten...! Hört mir bitte auf mit so Zeugs und werdet erwachsen!

  • Andrej
  • 06.07.09 | 14:31 Uhr

@humankind. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich finde die Schwulenbewegung eigentlich pretty cool und sexy. Habe auch null Mühe einzugestehen, wenn ein Mann attraktiv aussieht. Und in der Tat: Dies ist bei Homos tatsächlich überdurchschnittlich oft der Fall: gepflegt, Sinn für Ästhetik etc. Gebe mir ja auch alle Mühe, es euch gleich zu tun;-)
Nur in Sachen "Kinderkriegen" bin ich halt "stand"haft. In dieser Beziehung geht "de Foifer und s Weggli" oder besser gesagt "de Foifer und s Wienerli" gar nicht.

  • humankind
  • 06.07.09 | 14:23 Uhr

...nur braucht Rita längst Markus nicht mehr zur Zeugung... sie kann Rita für sich allein mit einem Spender (mit besserem Erbgut als Markus...lol!) oder Rita kann auch invitro mit Holger oder Horst; sehr wohl möglich, dass sie Holger und Horst süsser und netter findet als Markus... Holger u/o Horst können auch invitro mit Rita als Lesbe oder mit Rita als Leihmutter!

Das ist doch das wovor ihr Angst habt, dass es euch nicht mehr braucht Heteromännlein! Emanzipiert euch halt und nehmt euch ein Vorbild an vielen Schwulen, die Charme, Klasse, Gepflegtheit, guten Geschmack und Kultur haben und darum für viele Frauen attraktiver und begehrenswerter als manches Heteröli!

  • Andrej
  • 06.07.09 | 14:10 Uhr

Dass Schwule nicht mehr diskriminiert werden, ist eine feine Sache. Wie der Autor jedoch richtig feststellt, können die Begehrlichkeiten schnell mal überhand nehmen. Es ist nicht gerade konsequent, wenn Schwule darauf pochen, Kinder bekommen, d.h. adoptieren zu können. Das ist in etwa so konsequent, wie wenn ein Sportmuffel darauf pocht, den Pokal für einen Marathonsieg zu erhalten. Es ist ja schliesslich sein Entscheid, ob er trainieren will oder nicht. Aber ohne Training gibts keinen Pokal. So muss das sein. Oder um einen allgemein gültigen Rechtsgrundsatz zu zitieren: Gleiches soll nach Massgabe seiner Gleichheit gleich behandelt werden, ungleiches soll ungleich behandelt werden. Und in Sachen Kinderkriegen sind Holger und Horst halt nicht gleich, wie Rita und Markus.

  • humankind
  • 06.07.09 | 14:06 Uhr

Forts.

Dazu kommen ihr allgemein aufgeklärterer und realistischer Bezug zu Paarbeziehungen. Nicht unter demselben Druck durch Gesellschaftsnormen wie die Heteros haben sie möglicherweise zukunftsträchtigere Beziehungsmodelle errungen, die nicht mehr auf vordergründiger, Zwangstreue bis ans Lebensende beruhen muss, was in der Realität bei der grossen Mehrheit der traditionellen Ehen kaum eingehalten wird aber dann regelmässig zu heuchlerischen Dramen und unnötigen Scheidungen führen muss. Das heisst nicht, dass Treue auch für Schwule nicht wertvoll ist aber sie muss auf Gegenseitigkeit bestehen und nicht auf Zwangsverordnung!

In dieser Beziehung könnten viele Heteropaare durchaus von schwulen Paarbeziehungen lernen. Sind sie doch oft viel realisitscher und menschlicher als eine zwangsweise verordnete Abhängigkeit und Unfreiheit.

Es wäre viel intelligenter solche Aspekte zu diskutieren, anstatt nur mediensüffisant Clichés und arrogante Werturteile über Schwule abzugeben. Schwule sind genau so unterschiedlich und heterogen wie Heteros auch. Schon rein darum sind solche Berichtlein reine, verzweifelte Versuche Aufmerksamkeit und Auflagenzahlen zu steigern!

  • humankind
  • 06.07.09 | 13:56 Uhr

Es sind vorallem die Medien, die seit ein paar Jahren auf den schwulen Trip gekommen sind und nicht "die" Schwulen (was es ja so nicht gibt...). Das beweist ja die Zugriffszahl auf dieses Forum, das alles frühere mit Abstand in den Schatten stellt. Dass ein rechtskonservatives Blatt wie die Weltwoche, hier mit einem tendenziösen, bis zur Lächerlichkeit aufgeplusterten Beiträgchen auch noch ihre Auflagezahl pushen will (und muss...) ist schon fast tragisch(komisch). Da muss man dann "seiner Klientel" nach dem Mund reden ...Schwule Hosenladen zu, Schnurre halte und zurück in die Thomas Mannschen Scheinehen und das Elend der Doppelmoral und Bigotterie! ...das ringt Schwulen nicht mal ein müdes Lächeln ab...!

Das Geschreibe Gut's muss natürlich tendenziös sein, sonst wirkt es nicht! Nur hat es, wie hier mehrfach aus Betroffenenkreisen ausgeführt, nichts mit der Realitätzu tun! Es ist wohl eher subkutaner Neid gewisser Heterokreise, die Angst davor haben, ihre eigene Lebensrealität überholt und in Frage gestellt zu sehen!

Homosexuelle sind seit langem Trendsetter in vielen Lebensaspekten: Kultur allgemein: Mode, Musik, Literatur, Design, Medien usf. wären wohl arm dran, ohne das kreative Potential Schwuler. Dazu sind sie i.d.R. gut ausgebildet und haben gute Jobs, sind kaufkräftig, bezahlen viel Steuern und konsumieren überdurchschnittlich. Als Konsum- und Werbegruppe sind sie längst eine wichtige Gruppe und umhegt.

  • eptinger
  • 06.07.09 | 12:48 Uhr

@humankind Das ist ja genau das, was ich sage. Nie wird die Mehrheit der Menschen homosexuell sein. Ich werte das nicht. Ob alle Menschen, die sich als schwul bezeichnen, entsprechende Gene in sich tragen, kann ich nicht beurteilen. Berichte nach denenzufolge, genetische Faktoren eine Rolle spielen, hab ich mit Interesse gelesen und kann ich auch nachvollziehen. Jedoch gehe ich auch davon aus, dass das genetische Muster einiger bekennender Homosexueller "genetisch unauffällig" ist. Es ist indes bekannt, dass die Genforschung noch am Anfang steht und es als erwiesen gilt, das menschliches Verhalten nicht nur durch biologisch-genetische Faktoren, sondern auch durch verschiedene sozio-demografische Faktoren in der Entwicklung bestimmt wird. Ich muss davon ausgehen, dass es Leute gibt, die glauben schwul zu sein, es aber nicht sind. Weiter habe ich versucht, ein utopisches Szenario zu zeichnen, wie eine Gesellschaft gestrickt sein müsste, in der Homosexuelle die Erde dominieren. Utopien sind Gedankenmodelle, die in der Regel nicht eintreten. In meiner Utopie habe ich gezeichnet, dass das gegenwärtige gesellschaftliche Gefüge radikal umgebaut werden müsste, um sie wahr werden zu lassen. Ich schreibe hier auf Grund meiner Freude, kontroverse Themen zu diskutieren, mit spannenden Denkmodellen zu versehen und den Dingen auf den Grund zu gehen. Ich bin kein Reaktionär, kein Demagoge und auch kein Chauvinist. Weder bin ich bigott, gläubig noch befinde ich mich auf einem Kreuzzug.

  • eptinger
  • 06.07.09 | 12:31 Uhr

@humankind Gilt Ihre Kritik generell allen Befürwortern dieses Artikels oder ist es schlicht der Ton, der die Musik ausmacht? Ich kann die Beobachtung von Philipp "gut" nachvollziehen und zähle mich trotzdem nicht zu den unten aufgezählten Gruppen. Der Artikel greift nicht die Homosexualität an sich an, sondern stellt die Bewegung in Frage. Aus meiner Sicht ist das auch durchaus legitim und eine Diskussion wert. Sind wir ehrlich; alle die wir hier unsere Kommentare veröffentlichen, spielen dem Urheber des Artikels in die Hände. Je populärer - ob negativ oder positiv - der Beitrag, umso wahrscheinlicher ist es, dass weitere folgen. Und: Jeder Zeitungsartikel ist in einem gewissen Masse symptomatisch. Kann es nicht doch möglich sein, dass Teile der Gesellschaft - nennen wir sie eine Minderheit - gewisse Aspekte der vorgetragenen Kritik teilen, und sich vielleicht die Schwulenbewegung, die nach Aussage verschiedener Artikelgegner längst ein Massenphänomen geworden ist, welches die Heterosphäre über kurz oder lang dominierend wird, reformieren sollte, sich an den neuen Gegebenheiten anpassen sollte? In der Adaptation liegt die Stärke jeder Ideologie (und die Schwulengemeinschaft ist ideologisch). Jede revolutionäre Kraft verliert irgendwann ihren reformistischen Schwung und wird ihrerseits reaktionär, mauert sich gegen Opposition ein, grenzt sich ab - um irgendwann auf dem Müllhaufen der Geschichte zu enden.

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 12:22 Uhr

...und das 80 Prozent aller Ehen zerrüttet sein sollen: Da wäre noch eine Quelle zu nennen- einfach der Seriosität wegen.

  • Max Rockatansky
  • 06.07.09 | 12:19 Uhr

Vieleicht hat der Artikel selbst die Art der Kommentare beeinflusst wie ein Kompass.

Es gibt einen Unmut gegenüber der "erfolgreichen Homosexualisierung der Gesellschaft", wie das Tages Anzeiger Magazin einst titelte. Den wegzudiskutieren bringt nichts, er ist nun mal da.

Analog zum (in)humankind habe ich hier als Heterosexueller festgestellt, dass Homosexuelle gegenüber Heterosexuellen keineswegs so tolerant sind, wie sie immer wieder betonen- aber genaus das von ihrem Gegenüber bedingungslos abverlangen. Andrerseits: Die beiden Kommentatoren bilden im Bezug auf ihre projektiven Äusserungen wohl selbst innerhalb der Homosexuellen eine Minderheit- eine Minderheit innerhalb einer Minderheit also. Nimmt man die Komentare dieser beiden Exoten zum Anlass, sich in ferner Zukunft eine homonormative, matriarchalische Gesellschaft vorzustellen, dann denke ich, würden die Heterosexuellen mindestens genauso schlecht behandelt, diskriminiert, und ausgeschlossen werden, wie vor noch nicht allzu langer Zeit die Homoxexuellen in der sog. heteronormativen Gesellschaft mit patriarchalen Strukturen. Hier schliesst sich der Kreis: Eine Mehrheit behandelt Minderheiten immer stiefmütterlich.

Das Gesetz der Mehrheit ist, war und wird nie Gerechtigkeit für alle bringen. Möglich ist nur grösstmögliche Gerechtigkeit. Alles andere ist eine Utopie.

  • humankind
  • 06.07.09 | 12:05 Uhr

@ eptinger

Homosexualität wird vererbt und ist somit genetisch bedingt, nur dass darüber Klarheit besteht und nicht wieder die Fundis von der Familienlobby mit ihren Ansteckungs- und Anlerntheorien kommen. Es hat schon immer und wird immer irgendwo zwischen 5 -10% Homosexuelle Menschen geben - Kinsey ist in der bisher grössten statistischen Erhebung auf 8% gekommen. Homosexuell wird niemand freiwillig und aus Spass sondern man ist es oder man ist es nicht. Also deswegen wird die Menschheit nicht aussterben; im Gegenteil wir sind mit einer Bevölkerungsexplosion konfrontiert mit einer potentiellen Verdoppelung auf 12 Mia in 30 Jahren. Der Versuch der Fundis die Schwulen, weil sie angeblich nicht reproduzieren, als Gefahr für die Menschheit abzustemplen, ist reine bigotte Demagogie und Dummheit!

In der Schweiz ist schwulen und lesbischen Paaren die Adoption von Kindern verboten. Dieser Zustand ist diskrimierend! Eine nicht unbedeutende Anzahl Paare wären aber dazu bereit ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen und Kinder zu adoptieren. Etliche schwule Paare haben bereits eigene Kinder mit Leihmüttern. Die Gegner argumentieren mit den angeblich idyllischen Zuständen in sog. "normalen" Mutter-Vater Familien. Bald 50 % der Ehen werden geschieden und ca. 80% der Ehen sind angeblich zerrüttet. Homosexuelle Paarbeziehungen sind heute mindestens so stabil und diese haben mindestens so viel Liebe Sozialkompetenz und Stabilität an ein Kind zu vergeben.

  • humankind
  • 06.07.09 | 11:42 Uhr

Dieses Forum gibt doch einiges wieder, was in den Köpfen so an Clichés und Stigmatisierungen herumgeistert. Von den unverbesserlichen offen homophoben Pflichtmeldungen der bigotten Fundis der "Familienliga" bis zu den Wichtigtuern wie madmax ... ich habe eigentlich nichts gegen Schwule... und aber... solange sie die Fresse halten und nicht auffallen, sind sie ja ganz ok... und wehe sie getrauen sich Tacheles zu reden... dann kann die Welt gut auf diese Schwulen verzichten... genau diese Heuchler sind die schlimmsten, die sich hier erdreisten über Abermillionen von Einzelsozialisationen und Lebensgeschichten von Homosexuellen pauschalisierend zu richten und ihnen quasi noch vorschreiben, wie sie sich zu äussern und zu verhalten hätten! Entlarvend dann die Unterstellungen und Stigmatisierungen sobald man diese Schreiberlinge für deren kranken, patroisierenden Quatsch kritisiert und entlarvt... was erdreistet sich diese Schwuchtel mich zu kritisieren... die Welt braucht solche nicht... !

Obschon dieses Forum tendenziöse und homophobe Wichtigtuer anzieht und demzufolge weder repräsentativ noch als seriös zu betrachten ist, ist es trotzdem wichtig, dass Betroffene hier zu Wort kommen und nicht nur dumme Clichés breitgetreten werden!

Solange den Homosexuellen die verfassungsmässig garantierte rechtliche Gleichstellung nicht vollständig gewährt wird, ist Diskriminierung eine Realität! Wer alle Pflichten hat muss auf gleichen Rechten bestehen!

  • eptinger
  • 06.07.09 | 11:33 Uhr

@ Thomas Läubli und Forum: Meine Theorie besagt etwas anderes. Ich pflichte Ihnen bei, dass physische, vielleicht auch genetische, Faktoren bei der Bestimmung der sexuellen Orientierung eine Rolle spielen könnten. Ich wähle bewusst den Konjunktiv, da ich es nicht weiss. Ich vermute, dass die Evolution eine Überpräsenz von - physiologisch bestimmter Homosexualität - nicht zulassen würde, da diese über kurz oder lang in der Ausrottung der menschlichen Art mündet. Homosexuelle werden also schon aus evolutionärbiologischer Sicht immer eine Minderheit bleiben. Es sei denn, die Gesellschaft findet Modelle, bei denen Homosexuelle auf alternativen Wegen Kinder zeugen können oder ein gesellschaftsumspannendes Leihmuttersystem errichtet wird. Damit diese jedoch geschehen kann, wäre nach meiner Ansicht eine kolossale Umwälzung der heutigen modernen Zivilisation in einem revolutionären Masse erforderlich, wie es in Romanen nach dem Muster von "WIR" beschrieben ist oder von den frühen Bolschewisten angestrebt wurde: die Errichtung einer auf Aufzucht ausgerichteten Zweckgesellschaft, in der die biologischen Bande zwischen Mutter und Kind zugunsten einer Ideologie gekappt werden. Ich gebe zu, eine kühne Theorie, ein wildes Gedankemodell, jedoch durchaus bedenkenswert - und keineswegs schwulenfeindlich zu deuten. In keiner Weise. Vergessen wir nicht, dass auch Magazine wie die Weltwoche Auflage machen müssen; wenn es sein muss mit einem emotionalen Reizthema wie diesem.

  • gutemine
  • 06.07.09 | 08:04 Uhr

Sokrates war nicht schwul, sondern lebte seine homoerotischen Neigungen, wie es für den freien Bürger der griechischen Polis üblich war, in Form der Liebe zu wesentlich jüngeren Knaben aus. Das müsste eigentlich auch unser Dr. Phil. I. Philipp Gut wissen. Wahrscheinlich weiss er es auch. Doch in konservativ-reaktionären Kreisen, die er sich nun mal vorgenommen hat zu bewirtschaften, gehört das Herumwedeln mit Grössen aus der klassischen Antike zwecks moralischer Belehrung (schaut mal was für ein vorbildlicher Schwuler Sokrates war, im Gegensatz zu unseren "entarteten" Zeitgenossen), begleitet von Ah!s und Oh!s und "ist unser Redner nicht ein grausam gebildeter Typ?" halt zum mehr oder weniger plumpen rhetorischen Repertoir.

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 22:46 Uhr

Gerechtigkeit? Neulich kam der Vorstand der nationalen Vereinigung der Zündholzbriefleinsammler e. V. zu mir und beschwerte sich:

"Max, wir Zündholzbriefleinsammler werden unterdrückt!"

"Ist nicht wahr!", antworte ich ihm zutiefst schockiert, "ja, von wem denn, um Himmelsgottswillen??"

"Von der Gesellschaft;von der Mehrheit, ich sag's Dir!"

"Ja, aber um alles in der Welt: Was zum Teufel wollt Ihr denn- ich meine, wer sollte Euch denn das Zündholzbriefleinsammeln verbieten?"

"Sammeln dürfen wir- aber nicht zündeln! Dabei fackeln wir so gerne Häuser ab!"

"Häuser..?" Ich blicke ihn scheel von der Seite an.

"Ja, Häuser..! Das muss doch erlaubt sein!"

Ich bin erst mal baff. Aber genau genommen hat er recht: Alle sollten immer alles können dürfen, was sie wollen. Die Betonung liegt hier auf dem Wort "alles".

Oder?

  • Patricia
  • 05.07.09 | 22:37 Uhr

Und genau mit solch äusserst primtiven Aussagen, wie brüno2 es im zweiten Absatz macht, tut er seinen lieben Genossen bestimmt keinen Gefallen und beeindruckt überhaupt nicht.

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 21:55 Uhr

Brüno und humankind wollen uns einfach sagen, dass die gottverdammten Heteros gottverdammt intolerant sind.

Herr Gut, vielen Dank für diesen Artikel: Ich denke, Sie haben ins Schwarze getroffen!

Ich werde meine Meinung über Schwule grundsätzlich überdenken müssen.

Dann drehen wir das Rad der Zeit eben wieder ein bisschen zurück- dieses Mal auf Kosten gewisser Minderheiten.

  • brüno 2
  • 05.07.09 | 20:20 Uhr

Es muss einige Heteros unheimlich ärgern, dass sie die "Vorherrschaft" den Frauen und Homos abgeben mussten und nicht mehr ungeniert "schwule Sau" usw sagen können wie früher - wir lassen uns halt nichts mehr gefallen und daran müsst ihr euch gewöhnen.
Der Gipfel der Ungerechtigkeit muss für gewisse heterosexuelle Männer aber sein, dass laut einer Studie homosexuelle Männer im Durchschnitt sogar grössere Schwänze haben als heterosexuelle - selbst die Frauen hätten also mehr Spass mit uns im Bett.
Aber eigentlich habe mich nur hierher verirrt, weil ich den Artikel über Homosexualität lesen wollte - und hab nur einen armseligen Text vorgefunden und zum Teil ebensolche Kommentare.
Ich bin nun aber trotzdem gespannt auf weitere Reaktionen - einen gewissen Unterhaltungswert hat ja der Schlagabtausch hier - oder nicht?

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 19:13 Uhr

Ich würde noch schnell repetieren:

- Faschist
- Macho
- Homophob

Gut, jetzt habe auch ich es begriffen: Es gibt Schwule, auf die die Welt eindeutig verzichten kann.

Philipp Gut wurde soeben bestätigt.

Schade.

  • humankind
  • 05.07.09 | 17:42 Uhr

klar jetzt müssen wir uns noch von den Heten vorschreiben lassen, wie und was wir zu empfinden haben und wie und wie oft wir uns melden und ausdrücken dürfen!

Es gibt Blogger wie Larry, die sich auf einen Dialog einlassen und gelebte Erfahrungen anderer zumindest debattieren. Auf die eingleisigen Belehrungen und Zurechtweisungen von Pseudomachölis wie mad max können wir bestens verzichten!

Solange die verfassungsmässige garantierte Gleichstellung für Gays nicht Realität ist, werden wir zurecht von Diskriminierung sprechen dürfen, ohne gleich in die hysterische Ecke gestellt zu werden. Die meisten Gays haben gute Jobs und bezahlen mehr Steuern als der Durchschnitt und unterstützten damit auch Familien mit Kindern! Wer alle Pflichten hat und nicht die gleichen Rechte ist dieskriminert! Wir sind keine Bürger zweiter Klasse!

  • Patricia
  • 05.07.09 | 17:41 Uhr

Homosexuelle brauchen sich ab der Diskriminierung ihnen gegenüber nicht zu wundern, so lange sich sich so unmöglich darstellen, wie sie es jeweils mit Vorliebe an der Street Parade tun. Aber ich finde ja die Street Parade an sich unmöglich.

Vermutlich ist der grösste Teil von ihnen gar nicht homosexuell, sondern geht nur einer grossen Modeerscheinung der heutigen Zeit nach. Und liebt die Gruppenzugehörigkeit. Es ist die reinste Schnapsidee. Aber man muss ja unbedingt en vogue sein und alles ausprobieren.

Ansonsten habe ich nichts gegen sie (solange mich die Frauen in Ruhe lassen). Im Gegenteil: ich habe einige wirklich sehr nette Arbeitskollegen, die homosexuell sind.

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 17:29 Uhr

...Mann, humankind: Kannst ja ganz schön in die Tasten hauen! Sind zwar immer wieder dieselben Tasten- Andersdenkende sind eh' alles homophobe Faschisten- aber immerhin legst Du hier eine ausgesprochen bemerkenswerte Energie an den Tag! Du solltest Dein persönliches Schicksal- an dem Du natürlich nicht teilnehmen kannst, weil Du ja ständig schikaniert, terrorisiert und verfolgt wirst von militanten Heterosexuellen- das zumindest glaube ich aus Deinen Zeilen lesen zu können- nicht mit dem allgemeinen Zustand der Gesellschaft verwechseln solltest. Das ist ein insgesamt nicht gerade empfehlenswerte Mischung.

Ich habe einige schwule Kumpels- aber von denen redet komischerweise keiner so wie Du...

Es ist übrigens auch keiner der Meinung, seine Sexualität sei die bessere als irgendeine andere- und genau das klingt im letzten Absatz Deines schaumigen Postulates leider durch!

Wenn Du könnstest, würdest Du mich wohl bald mit Bomben und Raketen bekämpfen, nicht wahr..?

Das ist genau das, was ich meine: Und nun komm mir nicht schon wieder damit, Du, als bedauernswertes Opfer einer offenbar mit allen Mitteln bekämpften Minderheit trügest absolut nichts zu Deiner eigenen Intergration bei: Mehr Selbstbewusstsein, junger Mann!

  • humankind
  • 05.07.09 | 17:12 Uhr

...Moralapostel und Ideologen.... genau! Krethi und Plethi, die keine Ahnung haben was es heisst homosexuell zu sein, sich zurechtzufinden in dieser Welt als Heranwachsender, das Leid und die Isolation, Einsamkeit und Ausgrenzung bis man zu sich findet... wollen sich darüber auslassen. So schnell salopp noch ein Kommentärchen zu den Schwuchteln, sie einteilen wie es einem grad im Moment so schön passt, je nach eigener Gemütslage...

no thanks! Das brauchen wir nicht! Schwule sind keine Exoten und schon gar nicht geeignet die Spalten in einem zweifelhaften Blatt wie der Weltwoche zu füllen für eine verbogene Story!

Wir wollen absolut totale Gleichstellung und Gleichbehandlung und nichts anderes! Mit allen Vor- und Nachteilen, Rechten und Pflichten! Um dorthin zu kommen, brauchen wir keine zotigen Geschichten, die Vorurteile und Clichés zementieren. Ich verurteile diesen kommerzegeilen Typen Baron Cohen, der sich nun auch noch versucht an den Schwulen zu bereichern mit seinem geschmacklosen Schund!

Um das geht es doch auch, um den Neid an den Schwulen, die allein durch ihre eigene Geschichte und Sozialisation in der Regel viel sensitiver, sozialkompetenter und besser ausgebildet und kreativer sind und meist auch viel mehr leisten müssen, um anerkannt zu werden! Das ist die Realität und nicht irgendwelche putzigen, zotigen Storys!

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 16:44 Uhr

"Der Plattitüden und sorry Dummheiten mehr von Nichtbetroffenen, die keine Ahnung haben wovon sie reden..."

Schlimm wird es erst dann, wenn gewisse Kreise in geradezu diktatorischer Manier die Deutungshoheit über gewisse Themen für sich alleine beanspruchen. Früher nannte sich dieser faule Trick moralischer Imperativ. Der bekannte Soziologe Richard Sennett warnte in diesem Zusammenhang einmal vor "einer Diktatur der Minderheiten".

Wohin diese Deutungshoheit die sozialliberalen Rechthaber wie z. B. humankind hingeführt hat, zeigt sich ja mittlerweile an der Urne und den letzten Europawahlen.

Man wird es nie allen recht machen können- aber auf diese Moralapostel und Ideologen kann ich ehrlich gestanden langsam ganz gut verzichten.

  • Larry
  • 05.07.09 | 15:50 Uhr

Max Rockatansky hat vollkommen Recht: Minderheiten werden von der Mehrheit immer auf eine gewisse Weise diskriminiert und marginalisiert werden. Die Frage, die sich stellt, ist: Wie (mit welchen Mitteln) sollen sich die betroffenen Minderheiten wehren. Legitim ist aus liberaler Perspektive der Kampf gegen gesetzliche Diskriminierungen. Nicht legitim sind hingegen Forderungen gegenüber dem Staat, er solle positiv zugunsten der Minderheit intervenieren. GEFÄHRLICH sind Forderungen, er solle indivuelle Freheiten "zum Schutz" der Minderheiten einschränken.

  • Larry
  • 05.07.09 | 15:41 Uhr

"Es gibt keine: Die Schwulen, die Ausländer, die Heteros usw. - in erster Linie sind das alles individuell sehr unterschiedliche Menschen, die in Teilaspekten irgend einer Gruppe zugerechnet werden können. 95% der Gays entsprechen überhaupt nicht dem schrillen Bild von Teilnehmern an irgendwelchen Paraden und wehren sich zurecht, wenn dieses Bild als Cliché für "die Schwulen" hinhalten muss."

Weshalb die "gay prides" auch vollkommen kontraproduktiv sind.

  • Larry
  • 05.07.09 | 15:35 Uhr

"Adolszente Schwule bis 25 verüben 10 mal öfters Suizid, weil sie mit ihrer Sexualität nicht zurecht kommen und gemobbt, diskriminiert und teilweise gewalttätig angegriffen werden. Eine offene Lebensweise ist für viele Gays in vielen Berufsgruppen immer noch schweierig, ohne gemobbt und ausgegrenzt zu werden."

Interessant wäre zu wissen, ob das immer so gewesen ist. Gewisse ältere Personen sind der Meinung, dass die Lage sich VERSCHLIMMERT hat, gerade WEGEN des sozialen Drucks seitens der militanten Homoorganisationen, die Homosexuelle zum "coming out" aufrufen - in völliger Ignoranz dessen, dass nicht jeder die dafür notwendige Charakterstärke besitzt.

  • humankind
  • 05.07.09 | 15:32 Uhr

Der Plattitüden und sorry Dummheiten mehr von Nichtbetroffenen, die keine Ahnung haben wovon sie reden...

...liegt in den Händen der Minderheiten selbst, wie die Gesellschaft mit ihnen umgeht...

solche stigmatisierenden Dummheiten gehören dank der Politpropaganda und der Polemik der rechtsradiaklen SVP wieder zum allgemein akzeptierten Umgangston! und das kann man nicht genügend monieren!

Es gibt keine: Die Schwulen, die Ausländer, die Heteros usw. - in erster Linie sind das alles individuell sehr unterschiedliche Menschen, die in Teilaspekten irgend einer Gruppe zugerechnet werden können. 95% der Gays entsprechen überhaupt nicht dem schrillen Bild von Teilnehmern an irgendwelchen Paraden und wehren sich zurecht, wenn dieses Bild als Cliché für "die Schwulen" hinhalten muss. Niemand hat das Recht im Namen einer Minderheit per se zu reden oder etwas in Anspruch zu nehmen.

Gerade mit diesen Pauschalisierungen und Stigmatisierungen müssen wir aufpassen und uns dagegen wehren. Differenziertes Denken wäre angesagt und eben nicht die Verdummungstaktik der Proletensprache der Rechten: Schwarz weiss, ..kriminelle Ausländer... und wir Schweizer.

Gut insinuiert auch zu unrecht, dass Schwule links und grün seien. Er beschränkt sich bewusst auf Mauch und Wowereit. Dass auch Westerwelle (FDP) und Ole von Beust (CDU) offen schwul sind und auch in den SVP Reihen halboffene Schwule (Fuchs, SVP BE) vertreten sind, wird verschwiegen! Differenzieren anstatt stigmatiserien!!

  • Larry
  • 05.07.09 | 15:25 Uhr

"@Larry: Es gibt keine Überpräsenz schwuler Trendthemen"

Hab' ich etwa das Gegenteil behauptet?

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 14:53 Uhr

Humankind- Dein Veto in aller Ohren: Wie eine Gesellschaft mit Minderheiten umgeht, liegt nicht zuletzt auch in den Händen der betreffenden Minderheiten selbst! Es gibt Minderheiten, die ernähren sich geradezu von ihrem Opferstatus- und schlagen hemmungslos Kapital daraus- auf Kosten der Mehrheit, versteht sich.

Wir leben in einer Zeit unseliger Wirren- noch zusätzlich beschleunigt durch die Wirtschaftskrise. Folglich werden alle- wie beim Ringel Ringel Reihe-Spiel- wenigstens einmal-, wenn nicht sogar mehrfach, in die Opferrolle schlüpfen können.

Es wird immer Benachteiligte geben, immer Unterdrückte, immer Mehrheiten und immer Minderheiten- so what? Es wird NIE ein Zeitalter der totalen Gerechtigkeit für alle geben- so hart das auch klingen mag.

Das soziale Klima ist ohnehin an allen Ecken und Enden agressiv und aufgekratzt- und zwar so stark wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Unsere Gesellschaften gehen allmählich merkwürdige- und mitunter gefährliche Wege. Der Entdecker des LSD's, Albert Hofmann, hat einmal von einem drohenden Zusammenbruch der geistigen und wissenschaftlichen Dimension in unserer Zeit gesprochen.

Manchmal fürchte ich, dass er damit recht gehabt hat.

  • humankind
  • 05.07.09 | 14:29 Uhr

@ mad max und forum

Wenn man hier nur aus Langeweile die Spalten füllt, um zehn mal festzustellen... ich habe ja gar nichts gegen Schwule ....aber... dann sollte man's lieber bleiben lassen. Für das ist das Thema zu wichtig.

Es geht ja hier nicht nur um Schwule sondern um das Thema, wie geht eine Gesellschaft mit ihren Minderheiten um! Und das soll und muss ein Dauerthema sein, gerade in einem vierkulturigen und viersprachigen Land wie der Schweiz! Die Menschheitsgeschichte ist eine einzige Tragödie wenn es um Stigmatisierung, um Sündenbockabstemplung und um Verfolgung von Minderheiten geht. Weil sich die Gays organisiert und gewehrt haben, darf man heute nicht mehr unbesehen auf ihren herumtramplen. Dafür werden jetzt Ausländer pauschal stigmatisiert und als Kriminelle und Sozialschmarotzer beschimpft. Gerade in einer wirtschaftlichen Krise, die mehr Verlierer bringt, nimmt die Tendenz zur Ausgrenzung und Stigmatisierung von Minderheiten zu. Daher müssen wir alle wachsam sein und uns gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung wehren! Die ersten radikalen Voten gegen Schwule, nicht nur von den bigotten Fundis, mehren sich bereits wieder! ...Unnützes Leben, da nicht reproduktiv... und solcher Schwachsinn... und ob sich Schwule nicht auch reproduzieren könnten... Es geht nicht darum die einen gegen die anderen auszuspielen aber Gays müssen in jeder Beziehung gleichberechtigt werden, um auch ihre soziale Verantwortung ggü der Gesellschaft voll wahrnehmen zu können.

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 14:08 Uhr

Mir fehlt eigentlich der Antrieb, um allzuviel über Homosexuelle zu schreiben- da ich nichts gegen sie habe. Folglich fehlt mir auch alles Sektiererische, um meinem Standpunkt- den ich im Folgenden noch kurz erläutern werde- Nachdruck zu verleihen.

Rein sachlich betrachtet, leben wir tatsächlich in einer heteronormativen Gesellschaft- doch im homosexuellen Kontext wirkt das immer wie ein Vorwurf. Ein Vorwurf für was? Manchmal klingt das fast so, als ob Homosexualität per se die bessere Sexualität wäre- und genau daran stosse ich mich: An dieser Hierarchisierung der sexuellen Identitäten. Als Angehöriger einer sexuellen Mehrheit- wofür ich absolut nichts kann, wie gesagt: Heterosexualität ist genausowenig heilbar, wie Homosexualität- fühle ich mich hier zu Unrecht angegriffen- ergo verteidige ich mich, und nichts anderes.

Mehr Bescheidenheit täte manchen Homosexuellen ganz gut- genauso wie vielen Heterosexuellen.

  • humankind
  • 05.07.09 | 13:17 Uhr

Schon der Satz im Trailer ist dumm und diskriminierend:

...Die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte...

Wie wenn schwul sein ansteckend sei oder einer Lifestylelaune entsprechen würde... Wie Kinsey beweisen hat, waren schon immer 5 - 10% der Menschen homosexuell und bis zu einem Drittel hatten bisexuelle Erfahrungen. Das war schon immer so! Die jahrhunderte dauernde Verfolgung und Kriminalisierung von Homosexualität kennen wir. In der Mehrheit der Länder dieser Erde wird Homosexualität immer noch verfolgt und kriminalisiert. In 9 Ländern steht darauf immer noch die Todesstrafe! Viele mussten sich in Scheinehen flüchten, um nicht verfolgt und ausgegrenzt zu werden. Wollen wir etwa dahin zurück??

Von Gleichberechtigung kann auch in liberalen Ländern wie der Schweiz noch lange nicht die Rede sein! Den Schwulen und Lesben verbietet man Adoption und impliziert damit wieder, sie seien Menschen zweiter Klasse. Obschon viele Beziehungen von Gays mindestens so stabil sind wie die der Heteros die mittlerweile bei einer Scheidungsrate von gegen 50% angelangt sind. Dazu sind 80% der Ehen zerrüttet. Immer mehr schwule Paare haben jetzt eigene Kinder mit Leihmüttern, da sie nicht adoptieren dürfen. Indem sie nicht adoptieren dürfen, entzieht man ihnen einmal mehr das Recht sich sozial und menchlich zu engagieren und sich besser zu integrieren. Viele Gays wären materiell in der Lage zu adoptieren und sind mindestens so liebevolle Eltern wie Heteros!

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 12:41 Uhr

Nachtrag: "Heterophobie gibt es auch- nur darf man das im Zuge der "politischen Korrektheit" nicht sagen- weil man sich damit ja sofort der HOMOphobie verdächtig macht!

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 12:39 Uhr

Alle Welt spricht von Homophobie- und sofort ducken sich Heterosexuelle schuldbewusst weg, wenn dieser Begriff fällt- doch von Heterophobie war merkwürdigerweise noch nie die Rede! Aus welchem Grund eigentlich? Selbstverständlich lieben alle Schwulen die Heteros von ganzem Herzen, wie auch nur schon gewisse Entwicklungsstufen innerhalb der Frauenbewegung während der Siebzigerjahre beweisen, in der gewisse Exponentinnen allen ernstes versucht haben, die Sexualität zu einem politischen Entscheid hochzustilisieren!

Heterophobie gibt es auch- nur darf man das im Zuge der "politischen Korrektheit" nicht sagen- weil man sich damit ja sofort der Heterophobie verdächtig macht!

Was spricht dagegen, wenn sich v. a. heterosexuelle Männer wieder auf ihre ureigene Sexualität besinnen? Das muss ja nicht zwangsläufig auf Kosten der Homosexuellen gehen! Für was denn auch?

  • humankind
  • 05.07.09 | 11:48 Uhr

Forts.

Und so Sätze von Gut wie: "..Früher verlacht und verhöhnt, üben heute Homosexuelle wie selbstverständlich alle erdenklichen Bürgerrechte aus..."

... ja müssen wir uns etwa noch auf den Knien bedanken, dass uns endlich längst fällige, von der Verfassung vorgegebene Rechte gewährt werden???!!! - Unfassbar diese Geisteshaltung!

Und das Credo lautet doch: Nehmt auch Thomas Mann als Beispiel... zurück in den Mief , die Verlogenheit, Heuchelei und Doppelmoral des frühen 20 Jhs. ?! Eine Scheinehe eingehen wo alle Beteiligten seelisch leiden oder daran zugrunde gehen. Ja nicht darüber sprechen!

Wie sieht das denn heute im Alltag aus: Am Montag schlagen die Heteros jedes Detail ihres Wochenendes breit, die Schwulen sitzen still dabei und dürfen schweigen... das will man doch: das Privatleben von Gays hat im Beruf keinen Platz! Das ist arrogant, zynisch und menschenverachtend so hirnloses Zeugs hier zu schreiben!

Die Kommentare zeigen ganz deutlich, dass die Gays sehr wohl auf der Hut sein müssen, denn ihre hart erkämpften Rechte Richtung Gleichberechtigung sind immer noch nicht in Stein gemeisselt und es gibt subkutan eine grössere homophobe Haltung als sie das selber wahrhaben wollen!

  • humankind
  • 05.07.09 | 11:38 Uhr

Ein grosser Teil der gegen 20 teilweise offen homophoben Kommentare hier, zeigt ja ziemlich genau wo die Probleme liegen und dass die in den letzten Wochen erschienen Berichte in den Schweizer Medien zur Homosexualität und der Europride nicht mehr ist als einander abgeschriebenes, tendenziöses, zynisches Gelabber und Clichés sind. Mit der Realität und der Lebenssituation der grossen Mehrheit der Gays hat das sehr wenig zu tun!

Adolszente Schwule bis 25 verüben 10 mal öfters Suizid, weil sie mit ihrer Sexualität nicht zurecht kommen und gemobbt, diskriminiert und teilweise gewalttätig angegriffen werden. Eine offene Lebensweise ist für viele Gays in vielen Berufsgruppen immer noch schweierig, ohne gemobbt und ausgegrenzt zu werden. Die Lebenserwartung von schwulen Männern ist immer noch fast 20 Jahre tiefer als der von hetero Männern und das hat nichts mehr mit Aids zu tun sondern mit den Folgekrankheiten von Diskriminierung, Ausgrenzung Mobbing etc. die zu vermehrten Depressionen, Alkoholmissbrauch und Suizid führen. Sich im arroganten Stil von oben herab über immer noch dringend notwendige Aufklärung an den Schulen lustig zu machen, ist in höchstem Masse zynisch!

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 11:25 Uhr

@Brüno 2: "Heteromänner verkommen immer mehr zum Schlusslicht der Gesellschaft - Zeit, dass sie sich ernsthaft anstrengen, sonst sind sie bald das, was früher Schwule und Lesben waren: eine Randgruppe." Besser könnte man die Gedanken von Philipp Gut gar nicht mehr bestätigen- mussten Sie lange über diesen Satz nachdenken? Ich mag solche Schwule wie Sie- explizit Sie- gar nicht!

Ich bin heterosexuell- und das ist auch gut so!

  • Max Rockatansky
  • 05.07.09 | 11:16 Uhr

Zum Glück ist Heterosexualität auch nur eine heilbare Krankheit.

  • Giftzahn
  • 05.07.09 | 07:40 Uhr

@Thomas Läubli
Soll ich mein Kopfschütteln in Worte fassen? Ihre sogenannte Anwort ist eine Aufzählung zur üblichen Rechtfertigung. Meine klare Antwort haben Sie doch schon in meinem ersten Statement. Warum soll ich von meiner Meinung abweichen? Nur weil Sie den "Sächsilüüte"-Umzug ach gar so schrecklich finden?

  • digitaltraveler
  • 05.07.09 | 03:32 Uhr

@Thomas Läubli
Auf meine erste Replik gehen Sie nicht ein - habe ich etwa ins Schwarze getroffen?
Ist es neuerdings obligatorisch jede Person der man zum ersten mal begegnet diese zuallererst nach eventuellen sexuellen Veranlagungen zu fragen um diesen dann in eine entsprechende "Schublade" abzulegen?
Was verlangen denn die Schwulen & Lesben? Sie verlangen dass ihre Partnerschaften den heterosexuellen Beziehungen gleich gestellt sind.
Habe ich dem wiedersprochen? Nein.
Meine 1. Aussage steht hierzu ebenfalls in keinem Wiederspruch.

  • digitaltraveler
  • 05.07.09 | 03:21 Uhr

@brüno 2
Betreffend kultivierter & friedlicher: Leider keine Eigenschaften die nur Schwulen vorbehalten ist: Googeln Sie mal den Namen Ernst Röhm.

  • Thomas Läubli
  • 04.07.09 | 21:01 Uhr

@Jan Novotny: Sie sind offenbar lernresistent. Ich habe unten ausgeführt, dass die Flucht eines Homosexuellen in eine heterosexuelle Ehe jene Werte untergräbt, die Sie offenbar hochhalten: Verantwortungsgefühl und Aufrichtigkeit. Thomas Mann ist hierfür ein gutes Beispiel.

@Giftzahn: Ich sehe, Sie geben angesichts meiner Worte klein bei. Keine Antwort ist auch eine Antwort.

@Larry: Es gibt keine Überpräsenz schwuler Trendthemen, zumal ich gar nicht weiss, was solche Themen überhaupt sein sollten. Der unterschwellig Homophobe hat ein Problem mit dieser Präsenz - einem "Normalo" ist solches egal.

@eptinger: Bei der Homosexualität gibt es noch andere Faktoren: hormonelle Beeinflussung im Mutterleib und frühkindliche psychische Entwicklung. Wenn zudem ein (nicht-aktives) Gen eine Rolle spielt, das von der (nicht-homosexuellen) Mutter weitergegeben wird, kompliziert sich Ihre Theorie. Sexuelle Orientierung ist schliesslich keine Vorliebe wie die für Erdbeereis.

@digitaltraveler: Ich habe auf einen Widerspruch in Ihrer Aussage hingewiesen. Den versuchen Sie jetzt offenbar zu überspielen.

  • Milton Jr
  • 04.07.09 | 20:48 Uhr

Voellig einverstanden mit dem Artikel! Eine kleine Korrektur: Es gab auch in Kalifornien eine Volksabstimmung ueber homosexuelle Partnerschaften. Am 4. November 2009 wurde die Proposition 8 angenommen, ein Verfassungszusatz, welcher nur Ehen zwischen Mann und Frau zulaesst. Die Ex-Miss Kalifornien hat also die Mehrheitsposition vertreten, und deswegen den Titel verloren, der Gipfel der Intoleranz!

  • Jan Novotny
  • 04.07.09 | 11:29 Uhr

In der Schwulenbewegung potenzieren sich Trends, die in der ganzen Gesellschaft zu beobachten sind: Verantwortungsverweigerung, Selbstmitleid und eine fordernde Haltung gegenüber allem und jedem. Diese Entwicklung gibt Anlass zu grösster Besorgnis, sexuelle Ausrichtung hin oder her.

  • Jan Novotny
  • 04.07.09 | 11:28 Uhr

Dass Thomas Mann – trotz seinen eigenen homoerotischen Neigungen – die Ausweglosigkeit des homosexuellen Lebensstils erkannte, spricht für seine Grösse. Die heutigen Schwulenaktivisten sollten sich von seiner Aufrichtigkeit inspirieren lassen.

  • eptinger
  • 04.07.09 | 10:37 Uhr

@brüno 2: Es sind doch genau Äusserungen, wie von Ihnen gelesen, die Verschwörungstheorien Auftrieb verleihen. Fakt ist: Heteros und andere sexuelle Orientierung leben in einer Symbiose;Ohne konventionelle Sexualität keinen Nachwuchs und ohne Akzeptanz von Schwulen keine Untermauerung der freiheitlich-demokratischen Idee.

  • Giftzahn
  • 04.07.09 | 10:01 Uhr

@Brüno 2
Zit.: " Heteromänner verkommen immer mehr zum Schlusslicht der Gesellschaft (...) sonst sind sie bald ... eine Randgruppe."

Wenn Sie sich schon kultivierter als Heteros bezeichnen, dann unterlassen Sie doch solche penetrante Selbstbeweihräucherungen und primitive Unterstellungen. Aggressivität finde ich in Ihren Zeilen und nicht auf der Strasse.

  • brüno 2
  • 04.07.09 | 09:17 Uhr

Herr Gut schreibt, dass "von Diskriminierung keine Rede mehr sein kann" - machen Sie den Selbsttest: spazieren Sie Hand in Hand mit einem Mann durch eine schweizer Stadt - Sie werden erstaunt sein was da alles Unangenehmes auf Sie zukommt!
Der Alltag ist nach wie vor heterosexuell dominiert und oft unerträglich: all die krankhaft aggressiven, massiv gewalttätigen Männer - es sind ausschliesslich heterosexuelle Männer, die in der letzten Zeit vermehrt Schockmeldungen der Gewalt produzieren, schwule Männer sind friedlicher, kultivierter. Heteromänner verkommen immer mehr zum Schlusslicht der Gesellschaft - Zeit, dass sie sich ernsthaft anstrengen, sonst sind sie bald das, was früher Schwule und Lesben waren: eine Randgruppe.

  • Larry
  • 04.07.09 | 09:00 Uhr

"Unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte sind keineswegs gefährdet, nur weil Philipp Gut von der Weltwoche die Überpräsenz schwuler Trendthemen in der Öffentlichkeit beklagt."

In der Tat, sie wären es dann, wenn ein Philipp Gut diese Überpräsenz nicht mehr beklagen dürfte.

  • eptinger
  • 04.07.09 | 00:07 Uhr

Vorneweg: Das enorme Dilemma der schwulen Idee ist gleichzeitig ihr grösster limitierender Faktor: Ohne die klassische biologische Sexualität, die nun mal nur mittels zwei gegensätzlichen Geschlechtern funktioniert, stirbt sie im Gegensatz zur Heterosexualität früher oder später aus. Schon aus diesem evolutionärbiologischen Grund muss der Vorwurf einer homosexuellen Verschwörung zurückgewiesen werden. Nie würde die Natur Mechanismen zulassen, die die Reproduktion der menschlichen Art auf diesen Weg verunmöglichen. Die Minderheit der homosexuellen Bewegung l(i)ebt, weil die heterosexuelle Mehrheit für regelmässigen Nachwuchs sorgt. Ist ein Fakt. Die erwärmten Gemüter, die dieser Artikel verursacht hat, dürfen sich getrost wieder abkühlen. Unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte sind keineswegs gefährdet, nur weil Philipp Gut von der Weltwoche die Überpräsenz schwuler Trendthemen in der Öffentlichkeit beklagt. Es ist sein gutes Recht, dies zu tun. Genauso, wie es das gute Recht von jedem Mann und jeder Frau ist, die sexuelle Orientierung auszuleben, die gefällt.

  • digitaltraveler
  • 03.07.09 | 22:40 Uhr

@Thomas Läubli
Warum sollte es mich interessieren ob jemand schwul/lesbisch ist?
Warum sollte es Sie interessieren? Schon mal was von Privatsphäre gehört? Vielleicht gehören Sie zu den Zeitgenossen die einen Kick davon kriegen herauszufinden ob jemand eine spezielle sexuelle Veranlagung hat - ich nicht.

  • Thomas Läubli
  • 03.07.09 | 20:44 Uhr

@digitaltraveler: Wenn es Ihnen angeblich egal ist, wieso stört es sie dann überhaupt?

@Giftzahn: Waren Sie noch nie an der Streetparade? Peinlichkeit ist eine Frage des Betrachters - ich persönlich finde das Sechseläuten als Demonstration der Hochfinanz und der Chauvinisten peinlich.
Es nähme mich Wunder, wie Sie reagieren, wenn Sie auf der Strasse zwei Händchen haltenden Männern begegnen. Natürlich kann man der Meinung sein, dass Küssen und Händchen-Halten überhaupt nicht an die Öffentlichkeit gehört. Dann muss man aber ehrlich sein und dazu stehen, dass man für die Iranisierung der Gesellschaft eintritt.
Vermutlich haben Sie auch gemeint, dass Sex nicht an die Öffentlichkeit gehört, worin ich Ihnen zustimme. Die Sexualität kann das aber gar nicht sein. Sie manifestiert sich überall: Der Geschäftsmann nimmt seine Ehefrau an Firmenanlässe mit. An Familienanlässen und Klassenzusammenkünften zeigt sich, wer mit wem vergeben ist. In der Schule wird getuschelt: «Lara, wie gefällt dir der Toni?» - «Marco, warum errötest du unter der Dusche?» In der Badi: «Ist das Ihr Goof, der dort mit Steinen wirft?» Gewisse Frauen bevorzugen einen schwulen Arbeitskollegen am Arbeitsplatz. Schwule Militärs und Polizisten haben in gewissen Fällen Strategie-Vorteile, da Sie gewisse heterosexuelle Muster durchschauen. Etc. etc.
So hat die Offenlegung der Sexualität in der Öffentlichkeit ihre Vor- und Nachteile, ob homo oder hetero. Man kann spezifische Vorteile nutzen oder verdrängen...

  • vadem3cum
  • 03.07.09 | 17:32 Uhr

Der Artikel von Philipp Gut weist auf einige interessante Symptome eines Medien- und Kulturphänomens hin, welches zurzeit in der ganzen westlichen Hemisphäre enorme Aufmerksamkeit geniesst. Dass dies, wie jegliche akzentuierten Phänomene, kritisch zu hinterfragen ist, zu Satiren wie dem Film 'Brüno' animiert und teilweise auch aneckt, ist verständlich.

Ich finde es aber äusserst fragwürdig, dieses kulturelle Phänomen und seine Berechtigung mit der Anti-Diskriminierungs- und Rechtdebatte aufzuwiegen. Zumal die Medien - ob global oder lokal, intellektuell oder tabloid - auch ihren Teil zur Präsenz von homosexuellen Themen in der Öffentlichkeit beitrugen. Bei Gut klingt es fast schon, als sie dies alles Teil einer grossen Homoverschwörung.

Die grossen Paraden haben wohl ihren Sinn als primäres Instrument der Emanzipationsbewegung verloren. Als kulturelles Phänomen - vielmehr wohl einer Subkultur als für die gesamte Community sprechend - haben sie aber gleichwohl ihre Berechtigung, auch eine historische.

Die Legitimierung von homosexuellen Anliegen nun mit einem Hinweis auf die erreichten Rechte anzweifeln zu wollen, finde ich sehr gefährlich. Auch wenn auf dem Papier viel erreicht wurde, bleibt noch viel Arbeit zu leisten - als Teil einer umfassenden Aufklärung, aber auch als Prävention gegen Diskriminierung und Gewalt. In der Schule, am Arbeitsplatz, in Familien, in den Gemeinden, in der Öffentlichkeit.

  • hier39
  • 03.07.09 | 13:43 Uhr

Es muss für die Weltwoche-Journalisten besonders frustrierend sein, dass ein weiteres Feindbild breite Anerkennung findet.

  • PeneSanders
  • 03.07.09 | 10:18 Uhr

Billige Art der Provokation, weder intelligent noch zum Schmunzeln. Weltwoche eben. Heute hauen die Journis vom Förrlibuck die Schwulen in die Pfanne, gestern taten sie es mit den alleinerziehenden Müttern. Und morgen unterwandern angeblich Demenzkranke oder Velofahrer die Schweiz.

  • Giftzahn
  • 03.07.09 | 10:05 Uhr

Ich verstehe nicht, warum hier einige Kommentatoren am Artikel von Philipp Gut zu bemängeln haben. Kein vernünftiger Mensch mit heterosexueller Neigung geht fast nackt und schrill an Strassenumzüge, um seine Neigung der Öffentlichkeit kund zu tun. Solche Auftritte irritieren den "Normalo". Umsomehr damit noch die Forderung verbunden ist, wir sollen für solche peinliche Auftritte und deren Akteure Verständnis zeigen.

Lebt Eure Neigungen dort aus, wo sie hingehören - Zuhause. Wir wollen nämlich gar nicht wissen, wer schwul, lesbisch oder hetero ist. Damit tut Ihr den vielen Schwulen und Lesben keinen gefallen, die ihre Sexualität als ihre Privatsache sehen..... und diese werden von uns allen akzeptiert.

Probleme haben höchstens diejenigen, die bei jeder Gelegenheit hinausposaunen: "Ich bin schwul, also akzeptiert mich und diskriminiert mich nicht."

  • digitaltraveler
  • 03.07.09 | 00:54 Uhr

Ob jemand nun schwul/lesbisch ist, der SM-Szene angehört oder weiss der Geier noch welche Veranlagungen hat ist mir im Prinzip schnurzpiepegal. Ich sehe es jedoch nicht ein, warum man mir dies fast täglich irgendwie unter die Nase reiben muss.

  • Thomas Läubli
  • 03.07.09 | 00:02 Uhr

Mit seinem Artikel zur «Homosexualisierung» drückt Philipp Gut nichts anderes aus als sein Gefühl, dass er sich von einer Minderheit bedrängt und bedroht fühlt. Nicht umsonst zitiert er die absurde Formulierung der «Homosexualisierung» aus der evangelikalen Ecke, als ob es sich dabei um etwas Ansteckendes handelt. Die Erwähnung des «offenen Hosenladens» deutet auch darauf hin, dass er zwischen Sex und Sexualität nicht unterscheiden kann. So käme er auch nicht auf die Idee, man müsste Kinder und Jugendliche in der Schule vor der Aufklärung darüber schützen, wozu einige von ihnen von Natur aus veranlagt sind. Es ist die natürlichste Sache der Welt darüber zu sprechen.

Dass überhaupt Homosexualität ein öffentliches Thema ist, ist ein grosser Fortschritt gegenüber jenen Zeiten, in denen das damals politisch korrekte Schweigen darüber sogar tödlich sein konnte. Wenn Gutmenschen wie Philipp Gut sich die Zeiten der Intoleranz zurück wünschen, muss man ihnen klar die rote Karte zeigen.

Interessant ist übrigens das Beispiel Thomas Mann: Ich bezweifle, dass diese Familie besonders glücklich war. Wir wissen nicht, was es im Tagebuch mit den Schwärmereien über den vormännlichen Körper des Sohnes Klaus, der sich später das Leben nahm, genau auf sich hat. Nicht nur Klaus Mann war übrigens homosexuell. Bei Lichte betrachtet ist die Flucht eines homosexuell veranlagten Menschen in eine bürgerliche Ehe das Zeichen von Verantwortungslosigkeit - nicht zuletzt auch der Ehefrau gegenüber.

  • Larry
  • 02.07.09 | 22:13 Uhr

Es ist mit den Homosexuellen genau wie mit allen anderen Minderheiten: Der Staat hetzt sie gegen die Mehrheit auf und braucht sie zur Unterdrückung und zur Knechtung der Bürger. Homosexuelle-Verbände sind an vorderster Front, wenn es z.B. darum geht, die Meinungsäusserungsfreiheit zu beschränken.

  • kurtkoblet
  • 02.07.09 | 21:15 Uhr

ein hoch auf die verschupften, gem. jener, ein"0815" höchstens ein verängstigter und unterdrückter , nicht ge"outeter" ist. denn, die welt muss ja schwul und rosa sein.
komisch die lesben machen ihr ding, privat, eigen und ohne grossen aufstoss. wie geht das ? hat's mit selbstverwirklichung , alles ausleben (auf kosten anderer=aids) und gleichgültigkeit gegenüber dem sozialen (keine familien= keine verantwortung) zu tun? neeeeeeeeeinnnnnnn!!!!!
einmal mehr lässt sich die mehrheit von einer minderheit beinflussen und der politischen korrektheit zu liebe laufen halt ein paar rosabrüder mehr rum. wehe, wer etwas bemerkt ist ein faschist , unterdrücker und xenophob obendrein. danke. dem ist so! hiermit fordere genetische rechte und reformation dessen ein. somit erledigt sich sache von selbst: denn was nützten diese brüder genetisch und sei es noch so heiter? muss alles immer heiter sein, oder darf's auch ein bisschen funktionell werden ? rentabilität zwischen SF(aeschbacher) und dem stapi von berlin ? sinnlos!
dann gehen wir doch alle nach hause und lassen uns von den tuntis aushalten. lederhosen marsch ,vorwärts.

  • queer.ch
  • 02.07.09 | 20:13 Uhr

Für diesen Artikel muss man auch etwas Verständnis aufbringen: auch die Weltwoche wollte natürlich über das Mainstream-Thema "Brüno" berichten. Mainstream jedoch geht in dieser Zeitschrift wie immer nur, wenn man die diametral entgegen der gesellschaftlichen Meinung - eben den Mainstream - berichtet. Der berühmte Weltwoche-Schlag gegen den Mainstream-Journalismus.

Mein Kommentar dazu unter diesem Link: http://www.queer.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=330:weltwoche-live&catid=1:vermischtes&Itemid=56

Freundliche Grüsse

Oliver Eschler

  • Dowanda
  • 02.07.09 | 16:17 Uhr

@vegemite
Ich Ihnen recht mit Ihrer Einschätzung. Sagen Wowereit und Mauch nichts, heisst es sie stehen nicht dazu. Sagen sie was, heisst es, sie trügen ihr Privatleben zur Schau. Die Empfindlichkeiten bei manchen Heteros und auch manchen Homos (da gibts ja auch Grabenkämpfe) sind da schon seltsam. Wenn ein Moritz Leuenberger mit seiner Partnerin zu einem Empfang geht, ist das halt so. Wenn Corinne Mauch mit ihrer Partnerin zu eienm Empfang geht, heisst es sie soll ihre Sexualität nicht zur Schau stellen. Ja, wie jetzt?!

Der Artikel jedoch spricht auch ein paar berechtigte Punkte an:
Es gibt in der Community auch kritische Stimmen, die der Meinung sind, weniger an Gedöns und dafür mehr Substantielles - aber sich halt weniger gut verkaufen lässt - wäre angebracht.
Es ist auch doof, wenn jemand wegen homofeindlicher Aussagen sofort an den Pranger gestellt wird. Es gibt bei uns Lesben bzw. bei den Schwulen soviel Männer- bzw. Frauenfeindlichkeit, das man in "unserem" Keller auch nicht allzu tief graben darf. Da sollte man auch mal vor der eigenen Türe kehren, bevor man Ideologiemaulkörbe verteilt.

  • vegemite
  • 02.07.09 | 15:37 Uhr

Der Autor gehört meiner Meinung einer etwas typischen Gruppierung an, die zwar nichts gegen Schwule an sich haben, die ganze Sache aber nicht "shoved down his throat" will.

Diese Auffassung is heikel. Wenn Herr Wowereit oder Frau Mauch nicht von ihrer Sexualität sprechen würde, würde es Gerüchte geben und man würde ihnen nach sagen, dass sich nicht zu ihrer Neigung stehen würden und etwas verheimlichen würden.

Jetzt, da sie darüber sprechen, wirft man ihnen vor, das Rampenlicht zu suchen...

Ich finde die Aufruhr um Brüno lächerlich. Vor allem der Aufschrei der durch einige Schwulenorganisationen geht, Brüno sei zu "Klischee-schwul". Lehnt euch zurück und geniesst bitteschön, die ganze Sache ist doch eh nur Komik...

Die Schwulenparaden in Westeuropa haben tatsächlich ihre "raison d'être" verloren. Sie haben nicht viel mit der Akzeptanz von Schwulen in hiesigen Gefilden zu tun.

Mit dem Thomas Mann-Zitat tritt leider ein altes Vorurteil an den Tag. Schwule fehlen die Treue etc. Wieso erstaunt es Sie, wenn Schwule Ehen schliessen und Kinder adoptieren wollen? Das ist nicht eine Annäherung an einen "Hetero-lifestyle", aber vielmehr ein Bedürfnis nach Sicherheit, Liebe und Sorge, das ja eigentlich sehr menschlich ist, oder?

  • Dowanda
  • 02.07.09 | 13:18 Uhr

Testfrage an all diejenigen, die der Meinung sind, dass Schwulsein nicht abnormal sondern eine Laune der Natur und man(n) sich deshalb nicht so haben müsse von wegen immer noch diskriminiert.
Wenn jemand Sie beim Sport oder beim Autofahren, weil sie z.B. den Ball nicht erwischen oder zu langsam einparken, fragt: "Bisch schwul oder was?". Fassen Sie das dann als Irrtum oder als Schmähung auf?

  • swissness
  • 02.07.09 | 13:13 Uhr

Hallo Herr Gut,

Hauptsache ist ja wohl, dass Sie es mit Ihrem Artikel auf die Titelseite der Weltwoche dieser Woche geschafft haben. Herzliche Gratulation!

Damit haben Sie jedoch genau zu dem Übel beigetragen, dass Sie selbst in Ihrem Artikel beklagen :-)

Wenigstens sind wir Schwule einmal mehr für eine unterhaltsame Schlagzeile gut und helfen, den Abverkauf am Kiosk zu unterstützen, dank einer gelungenen Bildwahl ;-)

  • Conservativ
  • 02.07.09 | 12:57 Uhr

Keine Ahnung, an wen gerichtet odobenus da rumtrötzelt, ich kann's nicht sein...Aber ich finds schon bedenklich, wie dogmatisch und intolerant odobenus Heterosexualität reduziert auf schwulenhassende Halbstarke aus dem - wie er sagt - Morgenland und auf Pornofilmkonsumenten...die ganze Spannbreite heterosexueller Normalität, Kreativität, Zärtlichkeit und Lebensfreude scheint er nicht zu kennen oder auch nur kennen zu wollen....sein Beitrag erinnert mich an die intoleranteste homosexuelle Subkultur, die es je gegeben hat: Hitlers braune SA-Truppen in der Weimarer Republik, einschlägig bekannt Ende 20er/Anfang30er Jahre....

  • odobenus
  • 02.07.09 | 12:28 Uhr

Die Forderung nach Aufklärung in Schulen soll sich gegen die Unterdrückung von Schwulen wenden. Insbesondere durch Schüler aus dem Morgenland wird die Situation wieder deutlich repressiver. Was ist das beliebteste Schimpfwort an Schulen?

Nun dürfen Herr Gut und "Conservativ" raten.

Und wieso nennen sie sich konservativ wenn doch Schwule spießbürgerlich und biedermeierlich seien?

Und wie kommen sie dazu Menschen auf die sexuelle Geschlechtsorientierung zu reduzieren? Ist das unter "Conservativen" so üblich? Oder doch schon fast revolutionär?

Kommen Sie eigentlich auch auf die Idee, dass offen heterosexuelle schrille Menschen, die sich mit ulkigen Outfits wie oben auf dem Bild in der Öffentlichkeit zeigen, damit für die heterosexuell orientierten Menschen repräsentativ seien?

Stellen Sie sich Schwule so vor wie die, die Sie heimlich in den Pornofilmchen sehen wenn die Frau im Sanatorium ist, weil sie ihre Migräne nicht mehr aushält?

  • Conservativ
  • 02.07.09 | 12:22 Uhr

Tschöss...das war ein wirklich guter Artikel, schlicht und ergreifend gut, ich meine das ohne jede Ironie.
Ich verstehe nur eins nicht: was soll das heissen, einige Homofunktionäre sähen die Schule als letzte Heterobastion? Bedeutet das jetzt, dass Erwachsene mit einer erwachsenen Sexualität anfangen in den Schulen um Kinder und Heranwachsende herumzuschnüffeln um "Anzeichen" von Homosexualität zu entdecken und dann wie die Zeugen Jehovas loszumissionieren???
Schwul ist eh kulturell dominanter spiessbürgerlicher Mainstream, so eine Art regenbogenfarbener Biedermeier, Doppelmoral inklusive...

  • odobenus
  • 02.07.09 | 11:59 Uhr

Überhaupt solche peinliche Farb- und Sexvorliebenzuschreibungen wie "rosa Handschellen", wären zum lachen wenn sich nicht in dieser Zeitung stünden. Hat der Autor eigentlich jemals real existierende Schwule, die nicht prominent sind und nicht über erhöhtes schauspielerisches Talent verfügen, getroffen?

  • odobenus
  • 02.07.09 | 11:51 Uhr

@ Dowanda

"Der Schwulenhasser hasst den Schwulen, weil er die eigene
Unzulängleichkeit spürt."

Der Autor vielleicht, weil er ein wohlständiges, langweiliges verklemmtes Leben führt und der Ghetto-Schwulenhasser, weil er sowohl finanziell als auch sexuell unerfolgreich ist. Wahrgenommen wird nur das, worauf man neidisch ist. Das habe ich schon alles erlebt. Hat man z.B. - wie ich - seit seinem halben Leben den gleichen Freund, dann liegt dies daran, dass Konflikte mit dem anderen Geschlecht gescheut werden. Wer promisk lebt, ist nicht beziehungsfähig. Wäre ich beruflich sehr erfolgreich, dann würde dies an meiner vermeintlichen Bevorzugung im Beruf liegen, wäre ich hingegen arm, dann läge dies auch an der Homosexualität...

Einfach vollkommen egal.


"Mögliche Problemfelder gibts genug - und das ist der niederste Zaun um jemanden zu suchen, der in der Futterkette scheinbar tiefer steht als man selber." Genau. Nur Heteros sollen das Recht haben, sich in der Öffentlichkeit zu küssen oder auch nur zu zeigen.

"Des weiteren wird den Mitmenschen ja vor allem eines übel genommen: Glück und Erfolg." Nur scheinbar. Wer schwul ist und arm und sehr intensiver Diskriminierung ausgesetzt ist, ist ein "schwules Opfer", dass zum Abschuss freigegeben ist. Wer es nicht ist, sollte es zuminindestens in den Augen des Homophoben werden. Nur würde jemand mit einem Bildungsgrad, der über dem eines Rappers oder Imams liegt, so offen dies nicht mehr ausdrücken.

  • odobenus
  • 02.07.09 | 11:43 Uhr

@eisen
"Noch immer werden junge Schwule schikaniert, noch immer muss man als Schwuler verächtliche Bemerkungen hören ( besonders von im Rassismusartikel geschützten Personen!)... "

Da ist dann wer dann schuld in den Augen des Schwulenhassers? Genauso wie beim Antisemitismus das Opfer, nehme ich an. Wer wohl sonst?


"... und noch immer sind Schwule im Rassismusgesetz nicht genannt. "
Sind eben keine Angehörigen einer terroristische Religionsgesellschaft, die sich gern rassistisch angegriffen fühlt.


"Jeder ... Moslem kann aufgrund vonder Moslem kann aufgrund von Art. 261bis 1 StGb klagen, Schwule müssen sich alles gefallen lassen."

Gibt es etwa einen schwulen Koran in dem steht: "tötet die Ungläubigen wo ihr sie trefft.."?


"Dabei leisten die Schwulen leisten nachweisbar mehr für unsere Gesellschaft, vor allem in den Gebieten Kunst, Wirtschaft und Sozialwesen und nehmen nachweisbar soziale Einrichtungen viel weniger in Anspruch als Heteros."

Der Schwulenhasser bezahlt gerne Steuern für die eingeschleusten Exikutoren seines Hasses. Die Drecksarbeit überlässt man lieber anderen. Und finanzielle Rationalität oder überhaupt Rationalität sind nicht sache von Homophoben.

Schwule Eltern haben z.B. auch Kinder, die bessere Schulleistungen erbringen, sind weniger gewalttätig...
Aber Kinder adoptieren sollen sie doch bitteschön nicht dürfen, weil da natürlich Homosexualität keine Privatsache mehr ist. Je nach Gusto eben.

  • Dowanda
  • 02.07.09 | 11:41 Uhr

@odobenus
Der Schwulenhasser hasst den Schwulen, weil er die eigene Unzulängleichkeit spürt. Mögliche Problemfelder gibts genug - und das ist der niederste Zaun um jemanden zu suchen, der in der Futterkette scheinbar tiefer steht als man selber.
Des weiteren wird den Mitmenschen ja vor allem eines übel genommen: Glück und Erfolg. Wenn Menschen nun durch ihre sexuelle Orientierung alleine den Verdacht erwecken, glücklicher oder erfolgreicher zu sein als man selber (als ob das automatisch so wäre ... heilige Einfalt) - einfach weil sie anders sind und sich vielleicht Dinge leisten können, die man sich selber nicht leisten kann ... dann ist Schluss mit lustig.

  • odobenus
  • 02.07.09 | 11:34 Uhr

Der Schwulenfeind stellt Homosexualität als zentrale Eigenschaft heraus. Nicht der Schwule. Wäre dem nicht so, dann müssten sich verklemmte Möchtegernheterosexuelle, die den "perversen" Wünschen ihrer Gattin nicht gerecht werden, immer darauf verweisen, dass Schwule stören, weil sie als Nichtheterosexuelle sichtbar sind und gegen den heterosexistischen Alltagskonsens rebellieren.

Wenn ich solche Artikel lese, dann wird es noch lange Zeit dauern bis die Gleichstellung erkämpft ist und Schwule nicht mehr als Schwule Sonderlinge, die sich verleugnen sollen, was der Homophobe selbst natürlich wieder leugnet, wahrgenommen werden, sondern wie jeder andere auch.

Was interessiert sich eigentlich der Autor und andere Homophobe so sehr für das Privatleben von Schwulen wenn es doch so privat ist. Und warum interessiert er sich für vermeintliche oder wirkliche Exibitionisten auf öffentlichen Veranstaltungen? Kann er sich dabei sexuell gar nicht mehr zurück halten und gehen dann trotz der Knöcherigkeit die Pferde durch?

  • odobenus
  • 02.07.09 | 11:27 Uhr

Was stört sie denn daran, dass Schwule sich bei demonstrativen Veranstaltungen nicht mehr verstecken müssen? Fühlen sie sich dann defizitär?

Warum hasst der Schwulenhasser den Schwulen? Findet er sein Leben so missraten, dass er den Schwulen kein eigenes gönnt? Das Problem der an Homophobie leidenden Menschen ist, dass sie keinerlei Einsicht in ihr Leiden haben. Sie projizieren ihr eigenes sexualisiertes Geltungsbedürfnis auf andere. Wer unbedingt dem anderen Geschlecht hinterherlaufen will, kann auch, weil Sexualität ja Privatsache ist, aufhören Sonderrechte aufrecht zu erhalten. Nur geht es genau darum, dass solchelei Leute ihre Forderung nach Restigmatisierung, in modernisierter Form Ausdruck verleihen, indem sie gerade die Forderung nach Gleichstellung aller Menschen - frei von sexueller Orientierung - in ihr Gegenteil verkehren und den Opfern der Diskriminierung vorwerfen, doch die arme Mehrheit mit ihrer bloßen Anwesenheit zu stören.

Wieso hält sich so jemand überhaupt in den freieren Teilen der Welt auf? Im Iran wird der Schwulenhasser immerhin nur mit den Objekten des Hasses bei einer Steinigung konfrontiert. Was hält die Herren also in der freien Welt?

  • Dowanda
  • 02.07.09 | 11:24 Uhr

Einiges von dem, was Sie beschreiben trifft den Kern. Die zunehmende Herausstellung einer einzigen Eigenschaft "Homosexualität"
und die alleinige Sicht durch diesen Katalysator ist eine unerwünschte Entwicklung. Ich weiss wovon ich rede, ich bin selber lesbisch und kenne auch den internen "Gruppendruck".
Ich bin also über weite Strecken bei ihnen … von ein paar Holprigkeiten abgesehen (z.B. Zürich flaggt jeden Tag anders. Tag des Baumes, Tag des Buches, Tag des wasweissichwas. Die Führungen zu den
Schwulen Viehern im Zürcher Zoo gibt’s seit Jahren und die Bahnhofstrasse
wurde für Demos der Tamile Tiger-Sympathisanten am 1. Mai 2008 gesperrt … ne kleinere Minderheit in Prozent, oder?)
Aber man will nicht pingelig sein.
Jedoch dieses unselige Zitat von Thomas Mann … An Geistlosigkeit kaum zu überbieten. Wenn mir nämlich heutzutage ein Vorurteil entgegenschlägt, dann vor allem das: Eure Beziehungen
sind ja eh nicht vollwertig, ihr wartet ja nur darauf das Ihr mal "ordentlich zugeritten werdet". Ich zitiere wörtlich.
Nein, darauf warte ich nicht. Ich will nur, ohne die Regenbogenfahne zu
schwingen, mit meiner Freundin, in unsere Dorfpizzeria essen gehen können oder zu einem Betriebsabend eingeladen sein auch.
Mit Ihrem Mann-Zitat werfen Sie aber auf Ihren Artikel exakt das Licht, dass von politisch korrekten Homos geschwenkt wird => Nämlich das er von einem homophoben Mann
mit unterentwickeltem Selbstvertrauen mit verdrängten erotischen Phantasien geschrieben wurde.

  • sun fun
  • 02.07.09 | 11:08 Uhr

@odobenus

"wo ich hinschaue sehe ich im alltag audringlichste heterosexualität"

da kann ich nur sagen: schön das alles in normalen bahnen verläuft

  • Enriched Uranium
  • 02.07.09 | 11:05 Uhr

nebenbei bemerkt, no. 2:

Die Schwulen et. al. geniessen viel zu viel Aufmerksamkeit als Interessengruppe.

  • Enriched Uranium
  • 02.07.09 | 11:03 Uhr

nb: wenn es nicht gerade um einen exaltierter Schwulen geht, kommt man mit diesen Leuten ganz prima aus. ja, warum denn auch nicht?

  • Enriched Uranium
  • 02.07.09 | 11:02 Uhr

@ eisen

Homosexuelle suchen weit über Mass die Oeffentlichkeit und müssen rechnen, angegriffen zu werden. Schwulsein ist m. E. zwar nicht widernatürlich, aber eher eine Laune der Natur. Das war's und deswegen brauchen HS nicht dauernd solchen Krach zu veranstalten. Wir Heteros profilieren uns ja auch nicht in aller Oeffentlichkeit damit, das andere Geschlecht zu mögen. Und genau unter dieser Zurschaustellung und Hirnwäsche leiden jene Schwule, die es einfach sind und basta.

  • eisen
  • 02.07.09 | 09:30 Uhr

Sie liegen mit Ihrer Analyse der Situation völlig daneben. Natürlich sind diese kindischen Selbstdarstellungen von Euro Pride und CSD nicht eben positiv zu bewerten, aber eine Religion sind sie nicht und Gefahr bedeuten sie nicht. Noch immer werden junge Schwule schikaniert, noch immer muss man als Schwuler verächtliche Bemerkungen hören ( besonders von im Rassismusartikel geschützten Personen!) und noch immer sind Schwule im Rassismusgesetz nicht genannt. Jeder Jugoslawe oder Moslem kann aufgrund von Art. 261bis 1 StGb klagen, Schwule müssen sich alles gefallen lassen. Dabei leisten die Schwulen leisten nachweisbar mehr für unsere Gesellschaft, vor allem in den Gebieten Kunst, Wirtschaft und Sozialwesen und nehmen nachweisbar soziale Einrichtungen viel weniger in Anspruch als Heteros. Ich kann Ihnen nachweisen: Schwule gründen Firmen, machen Erfindungen, schaffen Arbeitsplätze, übernehmen Verantwortung auch in Politik und vor allem als Kulturschaffende und all dies überproportional zu Ihrem Anteil an der Bevölkerung. Sogar ihre Partnerschaften dauern minds. solange wie jene der Heteros! Deswegen werden Sie von den an darbenden Medien auch mehr und mehr beachtet. Was haben Sie dagegen? Wir leben immer noch in einer dominanten HETEROGESELLSCHAFT!

  • Onlineredaktion
  • 02.07.09 | 09:17 Uhr

Test

  • odobenus
  • 02.07.09 | 07:15 Uhr

Statt vermeintlicher Querdenkerei altbekannte homophobe Unterstellungen.

Leider lässt der Autor jedwede Gesetze der Logik außer Acht. Besonders absurd ist die entstellende Stelle, die sich auf die Schule bezieht. Es wird etwas angegriffen, was nur ein Produkt homophober Paranoia ist. Die Schulen sind hochgradig sexualisiert und zwar heterosexualisiert und es werden schwule Jugendliche massivst unterdrückt, was zu Selbstverleugnung, verschlechterter Leistungsfähigkeit, Gewalt bis hin zum Suizid führen kann.

Die Schwulenbewegung will diesen unhaltbaren Zustand an den Schulen beenden.

Auch die Widersprüchlichkeit fällt dem Autor scheinbar nicht auf. Einerseits soll Homosexualität nicht "sichtbar" sein und andererseits gäbe es keine Diskriminierung. Wo ich hinschaue sehe ich im Alltag aufdringlichste Heterosexualität. Wo hält sich der Autor auf, um stattdessen das Gegenteil festzustellen? Und was stört ihn daran?

Und wieso sollten Schwule sich in Zukunft wieder so verhalten wie Th. Mann, der zeitlebens aufgrund der Diskriminierung mit seiner Homosexualität haderte und sich selbst kasteite?

Der peinliche Hinweis auf die Großzügigkeit der heterosexuellen Mehrheit, Homosexuellen sogar Bürgerrechte zuzugestehen, ist mehr als peinlich. Schon einmal über das Familien-, Erb- und Steuerrecht Informationen eingeholt? Wohl kaum. Ebensowenig über die Hassverbrechen gegen Schwule.

 
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