Seit am French Open in Paris Rafael Nadal und Novak Djokovic, die beiden grössten Konkurrenten von Roger Federer, aus dem Turnier geflogen waren, war unser Redaktor Andreas Kunz vor lauter Nervosität praktisch arbeitsunfähig. Zur Beruhigung schickten wir ihn für das Finalwochenende nach Paris. Hinter den Kulissen des Grand-Slam-Turniers erlebte Kunz, wie Federer seinen historischen Triumph bewerkstelligte. Vor allem aber spürte er überall den grossen Respekt, der dem Schweizer Star entgegengebracht wird.
Seit fünf Jahren schreibt Daniel Ammann über das Strafverfahren gegen den Zürcher Bankier Oskar Holenweger, welcher der Geldwäscherei für Drogenkartelle beschuldigt wird. Er machte publik, dass die Bundesanwaltschaft einen kolumbianischen Drogenbaron als bezahlten Spitzel engagiert und einen deutschen Polizisten als verdeckten Ermittler auf Holenweger angesetzt hatte. Jetzt zeigt Ammann auf, dass die Strafverfolgungsbehörden des Bundes wichtige Akten vertuschen. Sie belegen, dass Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalpolizei die Kontrolle über den Fall Holenweger schon früh entglitt.
Er präsidiert einen der bedeutendsten Wirtschaftsverbände der Schweiz und leitet seit 25 Jahren einen grossen Industriebetrieb. Roger Köppel traf den 57-jährigen FDP-Politiker Johann Schneider-Ammann in den Wandelhallen des Bundeshauses. Thema war sein Plan, der strudelnden Exportindustrie mit staatlichen Kreditbürgschaften unter die Arme zu greifen. Aus der politischen Diskussion ergaben sich andere Themen. So erfuhren wir, wie schwierig, aber auch faszinierend es ist, die Nachfolge in einem Familienunternehmen zu regeln. Der millionenschwere Berner Baumaschinenhersteller berichtete von seinem Vater, einem Tierarzt, der sich ohne Krankenkassen im freien Markt durchschlagen musste und zum Vorbild des Sohns avancierte. Noch intimer wurde das Gespräch, als es um die Nachttischlektüre des Politikers ging.
Mit Erfolgsautorinnen einen Interviewtermin abmachen ist alles andere als einfach. So auch im Fall von Dambisa Moyo, die mit ihrem Bestseller «Dead Aid» mittlerweile die Liste der New York Times erklommen hat. Der Mail-Verkehr dauerte, nachdem der Verlag endlich ihre E-Mail-Adresse herausgerückt hatte, ewig. Damit nicht genug. Die Erfolgsautorin kam eine halbe Stunde zu spät zum Treffen mit unserer Redaktorin Carmen Gasser in London, ging dafür aber eine halbe Stunde früher. Immerhin gab die Afrikanerin im teuren Deux-Pièces, in hochhackigen Pumps und mit dezentem Lidschatten, ein tadellos strukturiertes Interview. Frage, Antwort, keine Abschweifungen oder langweilige Erzählungen. Vierzig Minuten später wirbelte sie zum nächsten Interview; zu spät, versteht sich.
Direkt aus der Redaktion senden wir ab sofort den Weltwoche-Videokommentar. Roger Köppel und weitere Autoren kommentieren in drei bis vier Minuten die Themen der Woche. Der Beitrag wird montags um 15 Uhr auf unserer Homepage aufgeschaltet. Alle Videos finden Sie unter www.weltwoche.ch/videokommentar.
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