Interview mit Dambisa Moyo

«Entwicklungshilfe ist tödlich»

Die Erfolgsautorin Dambisa Moyo erzählt, wie sie es von Afrika aus in die Welt der Hochfinanz geschafft hat, wie ihr Buch «Dead Aid» sie veränderte und weshalb Afrika aufgrund der Entwicklungshilfe heute ärmer ist als noch vor fünfzig Jahren.

Von Carmen Gasser

«Ich habe die durschnittliche Lebenserwartung Sambias bereits überschritten»: Entwicklungshilfe-Kritikerin Moyo. Bild: Bohdan Cap

Frau Moyo, klären Sie mich auf: Wie viel Bücher muss man verkaufen, um auf der Bestsellerliste der New York Times zu landen?

Ich habe keine Ahnung. Jemand sagte mir, es müsste eine ganze Menge sein. Ich weiss nur, dass in London innert der letzten drei Wochen 20 000 Bücher verkauft wurden.

Hat Sie der Erfolg des Buches überrascht?

Als wir «Dead Aid» veröffentlichten, waren wir nicht sicher, ob sich irgendjemand für ein Buch über Afrika interessieren würde mitten in einer Kreditkrise. Aber die Leute wollen offensichtlich wissen, wie es mit Afrika weitergehen soll.

Wann fingen Sie an, sich mit dem Thema Entwicklungshilfe auseinanderzusetzen?

Ich bin eigentlich schon mein ganzes Leben lang darüber frustriert, was in Afrika passiert. Während meiner Tätigkeit bei der Weltbank und später bei Goldman Sachs beschäftigte ich mich intensiv mit Afrika, verfasste unzählige ökonomische Studien zu diesem Thema. 2006 dann bekam ich von einem Verlag den Auftrag, ein Buch über Entwicklungshilfe zu schreiben. Da überlegte ich nicht lang, auch wenn es anstrengend war, da ich Vollzeit arbeitete.

Sie haben Ihren Job geschmissen und treten derzeit weltweit in Vorträgen und Seminaren gegen die Entwicklungshilfe auf. Hat Sie Ihr Kreuzzug verändert?

Ich habe viele Freunde aus der NGO-Gemeinschaft verloren. Das war eine bittere Enttäuschung für mich. Wenn es eine Lektion gibt, dann jene, dass es viele Leute gibt, die versuchen, den Status quo in Afrika beizubehalten, da sie sonst ihre Daseinsberechtigung verlieren.

Sie kritisieren in Ihrem Buch, dass Entwicklungshilfe ein Teil der Unterhaltungsindustrie geworden ist. Was ist falsch, wenn sich Rockstars wie Bono oder Bob Geldof für Afrika einsetzen?

Wie würden sich beispielsweise die Amerikaner fühlen, wenn sie angesichts der Kreditkrise nichts von Obama hören würden, aber die ganze Zeit von Michael Jackson? Wir wollen Antworten von afrikanischen Leadern hören, nicht von Prominenten. Eine Milliarde Afrikaner will nicht fürs Entertainment verwendet werden. Wir wollen zur globalen Wirtschaft gehören.

Können Sie denn persönlich aufgrund Ihrer Vergangenheit mitreden, wenn es um Armut geht?

Ich hatte sehr viel Glück und bin sehr komfortabel in einer urbanen Gegend aufgewachsen. Erst wenn man älter wird, realisiert man, welche Herausforderung es ist, in Afrika zu leben. In der Schweiz können Sie auswählen, in welche Schule Sie gehen, welche Arbeit Sie machen wollen, in Afrika nicht.

In welchem Alter realisierten Sie, dass Sie in einem der ärmsten Länder der Welt leben?

Wenn man in Sambia aufwächst, realisiert man nicht, dass es ausserhalb des eigenen Landes so viel Reichtum gibt. Wir haben zwar Serien wie «Dallas» und «Denver-Clan» im Fernsehen gesehen, aber nie geglaubt, dass es so etwas wirklich gibt. Man merkt allerdings sehr früh, dass gewisse Dinge knapp sind. Häufig gab es kein Wasser oder keinen Strom. Doch jeder war davon betroffen.

Ihre Eltern schafften den Aufstieg aus bitterster Armut.

Obwohl meine Grosseltern als Minenarbeiter keine Ausbildung hatten und in sehr ländlichen Gegenden wohnten, drängten sie ihre Kinder dazu, eine Ausbildung zu machen. Das war sehr aussergewöhnlich. Denn zu jener Zeit war Sambia noch eine Kolonie, und die Engländer hielten die Schwarzen davon ab, eine Ausbildung zu machen. Mein Vater studierte Medizin an der Universität von Kalifornien, meine Mutter konzentrierte sich auf das Bankengeschäft. Beide kamen nach dem Studium zurück nach Sambia. Meine Mutter war die erste Frau in einer Bank und wurde Verwaltungsrätin der führenden Bank von Sambia.

Von welchem Job träumten Sie als Kind?

Ich wollte Hostess werden, denn ich liebte die Uniformen und sah die Hostessen in all diese grossartigen Länder fliegen.

Dennoch schafften Sie es nach Harvard und Oxford. Wie beschwerlich war der Weg?

Meine Eltern haben mir immer eingebläut, dass ich alles schaffen kann, wenn ich es will. Sie haben nie gesagt, dass ich etwas nicht könne, nur weil ich eine Frau sei oder schwarz oder aus Afrika. Heute wache ich in der Früh auf und sage mir jeden Tag, dass ich die glücklichste Person auf der Welt bin.

Hatten Sie es denn als Schwarze härter?

Es ist hart, es gab ständig neue Herausforderungen. Für ein Stipendium in Harvard oder an der Oxford-Universität bewirbt sich die halbe Welt. Und ich habe keine Geburtsurkunde. Meine beste Freundin hat eine. Ihr Vater stammt aus Sambia, ihre Mutter aus Deutschland. Ich habe zwei schwarze Elternteile und deshalb keine Urkunde.

Sie wissen aber schon, wie alt Sie sind?

Ich habe die durchschnittliche Lebenserwartung Sambias bereits überschritten. Die liegt bei 37 Jahren. Mehr verrate ich Ihnen nicht.

Wie waren die Reaktionen auf Ihr Buch?

Ich habe viel Unterstützung von afrikanischen Präsidenten bekommen, die allesamt sagten, dass das, was ich behaupte, richtig ist. Erst kürzlich traf ich die Präsidenten von Ruanda und Senegal und deren Minister zu einem Gespräch. Ebenso Kofi Annan, Mitarbeiter des IWF und der Weltbank, und viele Parlamentsmitglieder, beispielsweise aus Schweden und Norwegen. Die extremsten Reaktionen kamen von der NGO-Gemeinschaft. Die Leute sind sehr aggressiv mir gegenüber und verärgert. Sie sagten doch tatsächlich, dass Babys sterben würden wegen dem, was ich sage.

Die afrikanischen Regierungen haben Sie eingeladen, obwohl Sie diesen den Geldhahn zudrehen wollen mit dem Stopp der Entwicklungshilfegelder?

Sprechen Sie mit irgendeiner afrikanischen Regierung. Alle sind total genervt von diesen NGOs, die ständig vorbeikommen, ihnen ihre Agenda aufdrücken, mit ihren Plänen und Vorstellungen. Es ist ein Alptraum für die meisten Politiker.

Was ist falsch an der Entwicklungshilfe?

Als Anfang der sechziger Jahre die Entwicklungshilfe startete, waren ihre Ziele, das Wirtschaftswachstum zu steigern und die Armut zu reduzieren. Doch alle Programme haben hinsichtlich dieser Messgrössen versagt. In den vergangenen fünfzig Jahren sind mehr als zwei Billionen Dollar Hilfe von den reichen an die armen Länder geflossen. Dennoch steht Afrika heute schlechter da als vor fünfzig Jahren. Lebten damals nur 10 Prozent der Einwohner unter der Einkommensgrenze von zwei Dollar, so sind es heute 70 Prozent. Während der letzten dreissig Jahre sank das Wirtschaftswachstum jährlich um 0,2 Prozent.

Entwicklungshilfe wirkt also so, wie es einst Karl Kraus über die Psychoanalyse sagte: Sie ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält?

Exakt. Die Frage ist nicht, warum diese Länder nicht weiter sind, trotz der jahrzehntelangen Entwicklungshilfe. Die Antwort ist: wegen ihr. Das fundamentale Problem ist, dass die Entwicklungshilfe keine Jobs geschaffen hat, sondern das Gegenteil bewirkte, sie zerstörte. Entwicklungshilfe produziert Inflation, Schulden, Bürokratie und Korruption. In ein solches Land wollen Unternehmer nicht investieren und dort Jobs schaffen. Machen Sie ein Land abhängig von Hilfe, dann nehmen Sie die Karotte weg und den Prügel: Niemand wird bestraft, wenn er nicht innovativ ist, denn die Hilfe fliesst trotzdem. Und niemand wird belohnt, wenn er sich anstrengt.

Die asiatischen Länder haben Afrika rechts überholt, und das, obwohl es Asien in den Sechzigern schlechter ging als Afrika. In Malawi, Burundi und Burkina Faso war das Pro-Kopf-Einkommen vor dreissig Jahren höher als in China. Was lief dort anders?

Wir haben gesehen, welche Konzepte die Armut in China, Indien, Südafrika und Botswana vermindert haben. Diese Länder haben auf den Markt als Motor für Wirtschaftswachstum gesetzt. Sie erhielten immer nur zeitlich begrenzt Entwicklungshilfegelder. China oder Indien sind nicht wie Afrika abhängig davon geworden.

Sie konstatieren in «Dead Aid», dass Entwicklungshilfe die Korruption fördert . . .

. . . nicht nur ich. Eine Weltbank-Studie belegt, dass 85 Prozent der Gelder für andere Dinge verwendet werden als vorgesehen. Ein Grossteil ging an korrupte Diktatoren wie Mobutu, Idi Amin oder Mugabe, wie Larry Diamond, ein Wissenschaftler, feststellte. Ein hochrangiger Mitarbeiter des IWF warnte vor zwei Jahren davor, dass die Demokratische Republik Kongo total korrupt sei. Was passierte? Wenig später erhielt Kongo vom IWF den grössten Kredit, den je ein afrikanisches Land erhalten hat. Kongos Präsident Mobutu soll fünf Milliarden an Entwicklungshilfegeldern gestohlen haben. Nachdem er eine Zinsreduktion für die Schulden des Landes verlangt hatte, leaste er eine Concorde, um seine Tochter zur Heirat an die Elfenbeinküste zu fliegen.

Wie erklären Sie sich das Phänomen, dass der Westen gerne Potentaten unterstützt?

Entwicklungshilfegelder gibt es gratis. Die Vergabe ist an keine Auflagen gebunden, und die Kontrollen sind äusserst schwach.

Dennoch. Nicht jedes Entwicklungsprogramm der Vergangenheit versagte. Schauen Sie sich den Marshallplan an oder die Osthilfe.

Der Marshallplan lief fünf Jahre. Jeder wusste, dass die Geldquelle nicht für immer sprudelt. In Afrika hingegen ist sie ohne Ende. Schauen Sie sich die Bailout-Pläne in Osteuropa an. Jedermann weiss, dass das Geld nur für eine gewisse Zeit fliesst. Gleichzeitig erwartet man von den Ländern, dass sie neue Arbeitsplätze schaffen, ihre Märkte öffnen. Von Afrika wird das nicht erwartet. Afrikanische Politiker sehen Entwicklungshilfegelder als permanentes Einkommen an, sie können sich auf die Gelder aus dem Westen verlassen, müssen nicht eine andere Quelle finden wie europäische Politiker, die Steuern auftreiben müssen.

Geografische Gründe, ethnische Probleme oder den Kolonialismus als Grund für die Armut Afrikas lassen Sie nicht gelten?

All diese Probleme bestehen in Afrika, ja. Aber sie rechtfertigen nicht, dass es einem ganzen Kontinent schlechtgeht. Es gibt viele Länder, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie Afrika. Die Schweiz beispielsweise hat ein geografisches Problem, da sie keinen Zugang zum Meer hat. Indien war eine Kolonie und hat ein Wirtschaftswachstum von 10 Prozent pro Jahr. In vielen Ländern werden wie in Afrika auch ethnische Konflikte ausgetragen.

Sie plädieren für Radikalmassnahmen?

Entwicklungshilfe ist tödlich. Sie gehört innert einer Übergangsphase von fünf Jahren abgeschafft. Ich bin offen für eine Diskussion, wie lange diese Übergangsphase sein soll. Wichtig ist jedoch, dass die Politiker wissen, dass es kein Geld mehr gibt. Es ist nicht wünschenswert, dass sich die afrikanischen Regierungen zurücklehnen und auf Entwicklungshilfegelder warten.

Schlimmstenfalls kann dieses Vorgehen zu mehr Armut, Genozid oder Krieg führen.

Ich kann Ihnen garantieren, wenn es mit der Entwicklungshilfe so weitergeht, werden sich die Bedingungen drastisch verschlechtern in Afrika. Wohin hat die Entwicklungshilfe geführt? In den Neunzigern gab es in Afrika mehr Kriege als auf der ganzen Welt zusammen. In den letzten sechs Monaten allein sind vier weitere Kriege ausgebrochen. Es gibt Millionen von Menschen in Afrika, die heute ärmer sind als noch vor fünfzehn Jahren. Über 60 Prozent der Bevölkerung sind unter 24 Jahre alt. Diese Leute wollen arbeiten. Sie haben aber keine Möglichkeiten, da Entwicklungshilfe verhindert, dass Jobs geschaffen werden.

Durch die weltweite Wirtschaftskrise wird Afrika noch mehr geschwächt?

Afrika ist sicherlich davon tangiert. Erstens wegen der Entwicklungshilfegelder, die schaden. Und zweitens, da die Rohstoffpreise zurückgegangen sind. Allerdings gehen die Prognosen des IWF für Afrika noch immer von einem Wachstum von 3 Prozent aus. Denn es gibt durchaus positive Effekte. China investiert in grossem Umfang in Afrika. Und das ist gegenüber all den anderen Ländern doch sehr beachtlich.

Wenn keine Entwicklungshilfe, was dann? Die Kräfte des freien Marktes reichen kaum.

Die guten Nachrichten sind, dass afrikanische Politiker sehr viel tun können. Und diese Vorschläge entstammen nicht meinem Gehirn, sondern sie wurden bereits teilweise umgesetzt und funktionieren. Der Fokus sollte auf dem Handel liegen. Ich empfehle, die Zeit nicht mehr damit zu verschwenden, dass Afrika an WTO-Verhandlungen geht, denn Faktum ist, dass Europa seine Märkte für afrikanische Produkte nicht öffnen wird. Afrika verliert jedes Jahr 500 Milliarden durch Handelsembargos. Die EU schützt ihre Märkte am meisten. Jede Kuh aus der EU wird pro Tag mit 2,5 Dollar gesponsert. Das ist mehr, als über eine Milliarde Menschen jeden Tag zum Leben hat. Also sollte sich Afrika auf jene Länder konzentrieren, von denen wir wissen, dass es eine Nachfrage nach unseren Produkten gibt. Wie China beispielsweise.

Sie schreiben in «Dead Aid», die Chinesen seien die Freunde Afrikas. Was macht China zum neuen Verbündeten Afrikas?

Die Chinesen haben in zehn Jahren das erreicht, worin der Westen sechzig Jahre versagt hat. Sie haben eine Infrastruktur aufgebaut und weit über 100 000 Jobs geschaffen. Allein im Jahr 2004 investierte China 900 Millionen Dollar in Afrika, die USA nur 10. China kaufte Kupfer- und Kobaltminen im Kongo, Eisen- und Platinminen in Südafrika, Textilfabriken in Lesotho, kaufte sich mit 20 Milliarden in Afrikas grösste Bank ein, beteiligte sich für 3 Milliarden Dollar an einem nigerianischen Ölfeld. Mittlerweile stammen 30 Prozent der Rohölimporte Chinas aus Afrika. China baute Strassen in Äthiopien, Pipelines im Sudan, Elektrizitätswerke in Ghana. Man baute 30 Spitäler, 100 Schulen, 2000 Studenten erhalten jedes Jahr Stipendien für chinesische Universitäten.

Haben Sie nicht Angst, dass am Ende des Tages halb Afrika in chinesischer Hand liegen könnte, mit dem Nebeneffekt, dass die Umwelt zerstört wurde?

Kein Grund, nicht das Richtige zu machen. Wenn Afrikaner schlussendlich ein besseres Leben haben, weil Chinesen nach Afrika kommen, sollte man sie willkommen heissen. Afrikanische Mütter wollen ihre Kinder ernähren. Kann der Westen dabei helfen? Kann er Jobs kreieren? Nein. Die Chinesen hingegen schon. Vielleicht haben wir in fünfzig Jahren keine Demokratie mehr. Doch man muss darauf fokussieren, was heute ist. Es bringt nichts, jemandem, der sechs Kinder ernähren muss, zu sagen, er solle diesen Baum nicht umhacken. Armut ist ein grösserer Feind der Umwelt als Wirtschaftswachstum.

Welche Massnahmen empfehlen Sie noch?

Afrikanische Länder könnten Staatsanleihen emittieren, welche Private und Institutionelle kaufen. Diese Bonds haben eine überdurchschnittlich hohe Verzinsung und sind daher attraktiv für Anleger. Am Ende der Laufzeit bekommt man das investierte Geld zurück. Ghana und Gabun haben bereits je einen Bond emittiert. Über sechzehn weitere afrikanische Länder haben bereits ein Kredit-Rating.

Ich bin mir nicht sicher, wie attraktiv ein afrikanischer Bond für Investoren ist. Das Risiko eines Ausfalls ist doch gross, nicht?

Einmal mehr gilt auch in diesem Punkt: Afrikanische Länder dürfen sich nicht auf Europa konzentrieren, das ist sinnlos. Denn Europa weiss nicht, wie man afrikanische Risiken einpreist. Man muss diese Bonds in China oder dem Mittleren Osten auflegen. Ein chinesischer Diplomat sagte mir unlängst, dass sich nur der Westen darüber beklagt, dass die Kapitalmärkte schlecht laufen, weil sie kein Geld mehr hätten. China jedoch habe Geld und würde sich umsehen, wo es investieren kann. Sollten afrikanische Regierungen Bonds emittieren wollen, hätte China Interesse daran.

Warum hat man das bislang nicht gemacht?

Die Weltbank ist schuld daran.

Weshalb?

Wenn alle afrikanischen Länder Geld von den Kapitalmärkten leihen würden, und nicht von der Weltbank, würde diese ihr Geschäft verlieren, ihre Berechtigung. Ein Freund aus Ghana erzählte mir, dass man dort einen Bond emittieren wollte. Als die Weltbank davon erfuhr, schrieb sie einen sehr unfreundlichen Brief an die Regierung mit der Aufforderung, dass man das nicht tun solle.

Die Weltbank trifft also Mitschuld an der Misere Afrikas?

Der IWF, die Weltbank und viele dieser grossen, multinationalen Organisationen sagen zwar die richtigen Dinge, tun aber das Falsche. Sie sprechen von freiem Handel und Privatisierung, doch anstatt diese Länder zu ermutigen, mehr Handel zu betreiben, einen Privatsektor aufzubauen und mehr ausländische Investoren zu gewinnen, geben sie den Ländern einfach Geld. Geld, das schlussendlich versickert.

Können wir als Private denn etwas tun, um Afrika zu unterstützen?

Die Leute glauben, dass Afrika anders funktioniert als der Rest der Welt. Dabei gilt für Afrika wie für alle anderen Länder, dass die Leute Arbeit wollen, Infrastruktur, Gesundheitsvorsorge. Sie als Schweizer können diesen Menschen Geld leihen, damit sie sich ein Geschäft aufbauen können. 25 Dollar reichen schon, die dann allerdings zurückbezahlt werden müssen. Die Grameen Bank in Bangladesch hat enorm gute Resultate erzielt und das Leben vieler verändert. Doch die Initiative zu diesem Projekt hätte nicht ein Mann aus Bangladesch ergreifen sollen, sondern die Weltbank.

Was halten Sie als Schwarze von Obama?

Obama hat einen harten Job vor sich. Aber er ist sehr innovativ. Ich hoffe, sein Ansatz für Afrika sei es ebenso. Er ist ein weiteres Beispiel dafür, was Afrikaner schaffen können, wenn man sie nur lässt.

Manche kritisieren, er agiere mehr wie ein Weisser als wie ein Schwarzer.

Er ist erst hundert Tage im Amt, bitte, geben Sie dem Jungen eine Chance. Sein Land steckt mitten in einer Finanzkrise, die Arbeitslosenquote wird auf 10 Prozent hochschnellen. Es ist zu früh, um irgendwelche Aussagen zu machen.

Zum Schluss: Glauben Sie daran, dass sich in Afrika etwas zum Besseren ändern wird?

Ich bin besorgt darüber, dass der Veränderungsprozess nicht schnell genug geht, um den Kontinent zu verändern. Aber immerhin gibt es Anzeichen, die positiv sind, da Länder wie Südafrika, Botswana oder Ghana wirtschaftlich grosse Fortschritte gemacht haben, aufgrund ihrer Orientierung hin zu den Kapitalmärkten.

Kommentare

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  • SchweizerPolitik
  • 28.08.09 | 21:37 Uhr

Dambisa Moyo sieht die Lage fast richtig, aber ich möchte bei dem Thema Mikrokredits widersprechen. Sie ist naiv wenn Sie denkt mit Mikrokredits mehr zu erreichen. Beispiel Indien;
Sobald eine MarktChain erfolgreich ist, wird Sie von den internationalen Firmen kopiert eliminiert und abgeändert grossmaschig eingeführt. Die kleinen werden eliminiert.
Bsp Cola;
Die Jahrhundert alte Tradition der Kokosmilch- Verkäufer wurde - wird in Indien eliminiert. Die Händler werden Vertraglich verpflichtet statt Kokosmilch Cola zuVerkaufen, dafür erhalten Sie Fix monatlich 3000 rupees (70 CHF), auch wenn niemand cola kauft. Die Händler denken kurzfristig und verpflichten sich. Sobald aber der gesamte Kokosmarkt der Region brach liegt, zahlt Cola kein Fixgeld mehr. Ein ganzer Wirtschaftszweig wurde eliminiert und zugunsten einer internationaler Firma umgewandelt... So funktionierts

  • Schlemihl
  • 25.06.09 | 21:59 Uhr

@Larry:

Lern doch endlich mal lesen!

Niemand hat hier Zuma gehuldigt!

Tatsache ist dass auch in anderen Demokratien fragewürdige Personen in die Regierung gewählt werden. Siehe Berlusconi, Bush und Blocher!

  • Larry
  • 22.06.09 | 21:10 Uhr

"Ich habe nur diejenigen Fakten genannt"

Sie haben aus dubiosen Quellen zitiert, die sie Sie nicht einmal zu zitieren getrauen.

Wie ist das jetzt mit Zuma?

"SZ: Wie denken Sie über die Korruptionsvorwürfe gegen den ANC-Chef Jacob Zuma?

Dandala: Es geht nicht um Zuma alleine, seine Probleme mit der Justiz sind ja kein Einzelfall. Der ANC hat eine zweifelhafte Kultur der Korruption aufblühen lassen. Für uns sieht es so aus, dass die Staatsanwälte die Vorwürfe gegen Zuma nur deshalb fallengelassen haben, weil sie dem Druck des ANC nicht standhalten. Die Partei missbraucht den Staat für ihre Zwecke. Das muss aufhören."

http://www.sueddeutsche.de/politik/289/465875/text/

Zudem hat er keinerlei schulische Ausbildung, ist bekannt für seine knallharte Methoden während der Apartheid, ist in einer dubiosen Sexaffäre verwickelt usw. usf.

Das sind die Staatsmänner, denen unsere Schlemihls und Lohmänner hier enthusiastisch huldigen.

  • Schlemihl
  • 22.06.09 | 16:36 Uhr

@Larry:

"schludig"???

Ich habe niemanden verleumdet oder diffamiert. Ich habe nur diejenigen Fakten genannt, die nationalkonservative Kräfte gern unter den Teppich schieben...

Wie ist das jetzt mit Zuma? Hat er sich der Korruption schuldig gemacht?

Kannst du nur Andeutungen machen oder auch klare Aussagen?

  • Larry
  • 22.06.09 | 13:41 Uhr

"es hat keinen Sinn"

Mit jemanden zu debattieren, der sich besonders übler Diffamierung und Verleumdung schludig gemacht hat und dies erst noch bestreitet, jawohl.

  • Schlemihl
  • 22.06.09 | 12:36 Uhr

@Larry:

"Blocher hat sich nie der Korruption schuldig gemacht, Ihr Vergleich ist völig danaben."

Hat sich denn Zuma der Korruption schuldig gemacht, Larry?

"Sie haben bewiesen, dass Sie keinen Text korrekt lesen und verstehen können."

Das sagt ausgerrechnet unser guter Larry. Aufgrund seines beschränkten Leseverständnisses bedeutet die Aussage "other, including Kgalagadi and white 7%", dass der Anteil der Weissen 7% betrage.

Lohmann, es hat keinen Sinn mit Larry, sein Leseverständnis und sein logisches Denkvermögen sind nicht wirklich gut ausgeprägt....

  • Larry
  • 22.06.09 | 12:16 Uhr

"Du hast mich zitiert und dich klar auf meine Aussage bezogen!"

Ihre Aussage bezog sich in der Tat zum politischen Zustand Südafrikas. Die einseitige Erwähnung der Parlamentswahlen war natürlich eine Verzerrung.

"Ich hatte nie behauptet Blocher sei korrupt"

Hab ich auch nie behauptet. Wobei Ihre jüngste - rein rhetorische - Frage betref. seine Südafrika-Geschäfte schon in diese Richtung geht.

"tu mir doch den Gefallen und versuch zumindest mal korrekt zu lesen, was andere schreiben."

Genau, tun Sie das.

  • Lohmann
  • 22.06.09 | 11:32 Uhr

Larry,

tu mir doch den Gefallen und versuch zumindest mal korrekt zu lesen, was andere schreiben.

Ich hatte nie behauptet Blocher sei korrupt, nur dass er als Staatsmann fragwürdig sei.

  • Lohmann
  • 22.06.09 | 11:13 Uhr

@Larry

Du hast mich zitiert und dich klar auf meine Aussage bezogen! Und ich sprach klar von den Parlamentswahlen.

Also wenn du sonst irgendeinen Müll schreibst, der sich nicht auf meine Aussage bezieht, musst du mich auch nicht zitieren!

Aber ich nehme zur Kenntnis, dass du mit meiner Aussage betreffend Parlamentswahlen einverstanden bist.

Und mit Blochers Südafrika-Geschäften, ist da immer alles sauber gelaufen???

  • Larry
  • 22.06.09 | 10:06 Uhr

"Zuma ist als Staatsmann nicht fragwürdiger als Berlusconi, Bush oder Blocher."

Blocher hat sich nie der Korruption schuldig gemacht, Ihr Vergleich ist völlig danaben.

"Ich sprach von "den vierten friedlichen, freien und demokratischen Wahlen". "

Und ich von der Präsidentenwahl.

  • Lohmann
  • 21.06.09 | 20:35 Uhr

Larry,

Zuma ist als Staatsmann nicht fragwürdiger als Berlusconi, Bush oder Blocher.

Ich sprach von "den vierten friedlichen, freien und demokratischen Wahlen". Dabei kann es sich nicht um die Wahl des Präsidenten durch das Parlament handeln. Aber soviel Geschichts- und Staatskundekenntnisse von Südafrika darf man von dir ja nicht verlangen.

  • Larry
  • 21.06.09 | 20:15 Uhr

"Du hast ganz offensichtlich das politische System in Südafrika nicht ganz begriffen. Es gibt dort keine Präsidentenwahlen durch das Volk. Der Präsident wird durch das Parlament gewählt."

Habe ich etwa das Gegenteil behauptet?

"Du hast hier schon mehrmals bewiesen, dass du keine Ahnung von Afrika hast"

Sie haben bewiesen, dass Sie keinen Text korrekt lesen und verstehen können.

  • Lohmann
  • 21.06.09 | 19:42 Uhr

Larry,

Du hast ganz offensichtlich das politische System in Südafrika nicht ganz begriffen. Es gibt dort keine Präsidentenwahlen durch das Volk. Der Präsident wird durch das Parlament gewählt.

Oder kannst du mir begründen inwiefern die Parlamentswahlen in Südafrika nicht frei, demokratisch oder friedlich abliefen.

Du hast hier schon mehrmals bewiesen, dass du keine Ahnung von Afrika hast und dein "Wissen" von fragwürdigen ultrakonservativen "Quellen" abschreibst ohne die Inhalte wirklich zu begreifen...

  • Larry
  • 21.06.09 | 18:33 Uhr

"Dieses Jahr fanden zum vierten Mal friedliche, freie und demokratische Wahlen statt."

Klar, und ein grosser Staatsmann wurde gewählt…

http://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Zuma#Korruptionsvorw.C3.BCrfe

  • Lohmann
  • 21.06.09 | 18:10 Uhr

Mit Erstaunen und Besorgnis stelle ich fest, dass es immer noch ein grosser Teil der Europäer den afrikanischen Staaten keine erfolgreich Entwicklung ohne "Führung der Weissen" zutraut. Obwohl Staaten wie Botswana seit Jahrzehnten das Gegenteil beweisen.

Die "Arbeitsgruppe südliches Afrika" prägte gar den Begriffe der "Neokolonialisierng" Afrikas.

Vor 20 Jahren behauptet Christoph Blocher Südafrika werde bei einer Abschaffung der Aparheid und der Einführung von freien Wahlen im Chaos versinken. Die Südafrikaner haben ihn eines besseren belehrt. Dieses Jahr fanden zum vierten Mal friedliche, freie und demokratische Wahlen statt.

Nächstes Jahr finden in Südafrika die Fussball-Weltmeisterschaften statt. Auch hier, bei der kleinsten Verzögerung wurden Stimmen lauf, man solle die WM Südafrika "wegnehmen". Dabei ist man in Südafrika ein Jahr vor der WM sehr gut im Fahrplan.

  • Schlemihl
  • 21.06.09 | 01:21 Uhr

@Larry:

"Die betroffenen Personen könnten Sie nun einklagen und Schadenersatz einfordern."

Da habe ich jetzt aber Angst, mein guter Larry!

Alle Aussagen, die ich zitiert habe, stammen aus dem asa-Bulletin, der Protea, dem Interview mit Blocher und können problemlos belegt werden.

Ausserdem werden sich die betroffenen Personen hüten, das Ganze wieder aufzuwärmen. Schliesslich haben sie in den letzten Jahren krampfhaft versucht ihre asa-Mitgliedschaft und die Inhalte der oben genannten Publikationen möglichst geheimzuhalten. Das gleiche gilt für ihre Beziehungen zu ehemaligen Mitgliedern des Apartheid-Regimes und des südafrikanischen Geheimdienstes sowie die Frage, welche Güter genau sie und ihre Unternehmen nach Südafrika exportiert haben.

  • Larry
  • 21.06.09 | 00:46 Uhr

""The current white population of Botswana is much lower than that of her surrounding neighbours, and many of these are not permanent residents.""

Dies hat niemand bestritten, sie gehen am Thema völlig vorbei.

Sie beantworten meine Fragen in den zentralen Punkten nicht und versuchen in peinlicher Weise auf Nebenschauplätze auszuweichen. Fazit: Den Tatbestand der Diffamierung haben Sie eindeutig begangen. Die betroffenen Personen könnten Sie nun einklagen und Schadensersatz einfordern.

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 23:53 Uhr

@Larry:

Auch deine zweite Quelle scheinst du nicht wirklich gelesen zu haben:

http://books.google.com/books?id=w-As3bE0eCYC&pg=PA33

"The current white population of Botswana is much lower than that of her surrounding neighbours, and many of these are not permanent residents."

Also Larry, lern erstmal deine "Quellen" richtig zu lesen, bevor du hier deinen Unsinn verbreitest...

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 23:36 Uhr

@Larry:

Du solltest erst mal lernen deine Quellen richtig zu lesen!!!

http://www.intute.ac.uk/sciences/worldguide/html/834_people.html

"other, including Kgalagadi and white 7%"

Das heisst nicht, dass die Weissen 7% der Bevölkerung ausmachen. Sondern Kgalagadi, Yei, Subiya, Mbukushu, Herero, Khoi, Weisse, Couloureds, Inder und weitere machen zusammen 7% aus.

  • Larry
  • 20.06.09 | 20:41 Uhr

"Du bist also genau wie die asa der Meinung, dass ohne die ach so tolle europäische Kultur kein Erfolg möglich sein!"

Der Liberalismus und der Kapitalismus sind Ergebnisse der westlichen Kultur, das ist ein Fakt. Dies zu bestreiten ist politischer Korrektismus, wie er für einen hirngewaschenen Linksaussen wie Sie halt typisch ist.

"Das Asa-Bulletin verteidigte übrigens den "Immorality Act". Dieser verbot unter Androhung von Gefängnisstrafen jegliche sexuellen Beziehungen zwischen Schwarzen und Weissen."

Quelle?

"Rechtfertigung zeigte"

Rechtfertigung kann man nicht zeigen, ziegen kann man höchstens Verständnis. Statt in oberpeinlicher und irreführender Weise zu paraphrasieren, sollten Sie korrekt mit Quelle zitieren.

  • Larry
  • 20.06.09 | 20:33 Uhr

"Die meisten Neokonservativen im den USA sind Ultrakonservative."

Sog. "Neokonservative" sind überhaupt keine Konservative, sondern Kollektivisten (stehen dem Faschismus sehr nahe).

"Deine Quellen werden immer lächerlicher. Jetzt kommst du schon mit Touristen-Guides."

Dieser wird von Einheimischen erstellt und die wissen sehr wohl Bescheid (auf jeden Fall mehr als Sie). Die Aussage wird von anderen Quellen bestätigt, z.B. hier: http://books.google.com/books?id=w-As3bE0eCYC&pg=PA33

Zudem bestätigt diese akademische Website, dass die Weissen 7% der Bevölkerung ausmachen: http://www.intute.ac.uk/sciences/worldguide/html/834_people.html

Sie liegen somit falsch auf der ganzen Linie.

"Es gibt mehrer wissenschaftliche Studien zum Verhältnis Schweiz-Südafrika. Die asa wird immer als klar Pro-Apartheid-Organisation entlarvt."

Solche pseudowissenschaftliche Studien, von Linksaussen wie Sie erstellt, beweisen rein gar nichts.

"die "Schwarzen hätten nicht das kulturelle Niveau für eine Demokratie"."

Interessant: Ihr Zitat ist in der indirekten Form geschrieben, stammt also nicht direkt aus dem Bulletin. Somit meine Frage: Quelle? Und warum genieren Sie sich so, diese anzugeben?

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 15:40 Uhr

@Larry:

Das "asa-Bulletin" kritisierte auch die Entkolonialisierung Afrikas nach dem Zweiten Weltkrieg und rief zu einer "europäischen Neokolonialisierung zur Rettung des sterbenden Afrika" auf.

Und die asa zog gegen das Wahlrecht der Schwarzen ins Feld, gegen das "One man, one vote"-Prinzip.

1989 BEHAUPTETE BLOCHER IN EINEM INTERVIEW MIT DER SCHWEIZER ILLUSTRIERTEN: ""EIN MANN, EINE STIMME" WÜRDE SÜDAFRIKA ÖKONOMISCH UND SOZIAL INNERT KÜRZESTER ZEIT IN EIN CHAOS STÜRZEN"

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 15:33 Uhr

...möglich sei!

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 15:32 Uhr

@Larry:

"Die Tatsache, dass der erste Präsident, Seretse Khama, eine weisse Frau geheiratet hat und positiv zur europäischen Kultur eingestellt war, ist zentral!"

Mit dieser Aussage hast du dich klar geoutet, Larry. Du bist also genau wie die asa der Meinung, dass ohne die ach so tolle europäische Kultur kein Erfolg möglich sein!

Die Heirat von Khama und einer weissen Engländerin hatte übrigens zur Folge dass die beiden Apartheid-Staaten Südafrika und Zimbabwe Botswana massiv unter Druck setzten. Südafrika drohte gar in Botswana einzumarschieren.

Das Asa-Bulletin verteidigte übrigens den "Immorality Act". Dieser verbot unter Androhung von Gefängnisstrafen jegliche sexuellen Beziehungen zwischen Schwarzen und Weissen. Rechtfertigung zeigte die asa auch für den "Bantu Education Act". Dieser verordnete, dass Schwarze nur getrennt von Weissen unterrichtet werden sollten.

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 15:17 Uhr

@Larry:

In der Ausgabe des asa-Bulletins vom Februar 1998 steht:

"Für einen Schwarzen ist ein Mitglied der Opposition nicht nur ein Mensch, der andere Ansichten hat. Er ist ein tödlicher Feind, der umgebracht werde muss."

Damit beharrt die asa selbst im Jahr 1998 noch auf ihrem rassistischen Standpunkt, die "Schwarzen hätten nicht das kulturelle Niveau für eine Demokratie".

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 15:10 Uhr

@Larry:

Es gibt mehrer wissenschaftliche Studien zum Verhältnis Schweiz-Südafrika. Die asa wird immer als klar Pro-Apartheid-Organisation entlarvt. Nimm diese historischen Fakten endlich mal zur Kenntnis!

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 15:04 Uhr

@Larry:

Die meisten Neokonservativen im den USA sind Ultrakonservative.

Deine Quellen werden immer lächerlicher. Jetzt kommst du schon mit Touristen-Guides. Der Tourismus ist überigens der einzige Sektor in Botswana wo die Weissen wirklich etwas Einfluss haben.

  • Larry
  • 20.06.09 | 13:29 Uhr

Auch die Tatsache, dass der erste Präsident, Seretse Khama, eine weisse Frau geheiratet hat und - ganz im Gegensatz zu den meisten Potentaten Schwarzafrikas - positiv zur europäischen Kultur eingestellt war, ist zentral.

  • Larry
  • 20.06.09 | 13:28 Uhr

"Alle hatten aber eines gemeinsam: Sie verteidigten das Apartheid-Regime und sie redeten die Menschenrechtsverletzungen des Apartheid-Regimes schön."

Ich sehe, Sie können Ihre Verleumdungen nicht dokumentieren. Sie sollten sich wirklich schämen.

"Die asa pflegte ausgezeichnete Kontakte zu Apartheid-Hardlinern und lud sie auch immer wieder zu Seminaren ein!"

Z.B.?

"Allerdings muss man bei der Entwicklungshilfe unterscheiden zwischen HUMANITÄRER SOFORTHILFE und einer LANGFRISTIGEN ENTWICKLUNGSHILFE."

Das hat Moyo auch getan.

"Das ultrakonservative American Enterprise Institute for Public Policy Research (AEI)"

Das AEI ist nicht ultrakonservativ, sondern neokonservativ. Zudem arbeitet der Autor des Artikels nicht für das AEI, sondern das CATO Institute: http://www.cato.org/pub_display.php?pub_id=9399.

"Die Behauptung der der weisse Bevölkerungsanteil betrage 7% ist absolut lächerlich."

Nicht Quantität ist hier wichtig, sondern Qualität: "The white population is small but influential, and tending to be focused in the main urban centres or in tourist areas."

http://www.africatravelguide.com/quick-facts-botswana

Auch die Tatsache, dass der erste Präsident, Seretse Khama, eine weisse Faru geheiratet hat und - ganz im Gegensatz zu den meisten Potentaten Schwarzafrikas - gegenüber der europäischen Kultur positiv eingestellt w

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 12:20 Uhr

@Larry:

Das ultrakonservative American Enterprise Institute for Public Policy Research (AEI) ist nun wirklich keine seriöse Quelle.

Die Behauptung der der weisse Bevölkerungsanteil betrage 7% ist absolut lächerlich.

Aber das AEI nimmt es mit den Fakten ohnehin nicht so genau. Es hatte vor dem Irak-Krieg auch behauptet, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen.

Heute hat das AEI selbst in den USA ein massives Glaubwürdigkeitsproblem!

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 12:11 Uhr

@digitaltraveler:

Fakt ist, dass die Wirtschaft Botswanas beim Abzug der Briten völlig am Boden war und das Land total verarmt!

Richtig, die Diamantenvorkommen hatten natürlich einen massgeblichen Einfluss am wirtschaftlichen Einfluss des Landes. Aber Bodenschätze allein garantieren noch lange keinen Wirtschftsaufschwung. Es gibt genügend Beispiele von Staaten, die über zahlreiche Bodenschätze verfügen, aber keinen Nutzen daraus ziehen können.

Es braucht eben auch verantwortungsvolle Politiker. Gemäss Experten schneidet Botswana betreffend Korruption heute besser ab als Italien.

Mit dem Beispiel Botswana wollte ich aufzeigen, DASS ES AUCH IN AFRIKA WIRTSCHAFTLICH ERFOLGREICH UND DEMOKRATISCHE STAATEN GIBT!

Mit den Grundaussagen von Frau Moyo bin ich grösstenteils Einverstanden.
Allerdings muss man bei der Entwicklungshilfe unterscheiden zwischen HUMANITÄRER SOFORTHILFE und einer LANGFRISTIGEN ENTWICKLUNGSHILFE.

Was die langfristige Entwiklungshilfe betrifft bin ich mit ihr einverstanden.

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 11:54 Uhr

@Larry:

Ich sage nicht, dass alle Mitglieder der asa Rassisten sind oder waren. Es gab verschiedene Gründe für eine Mitgliedschaft:

1) Wirtschaftliche Gründe: Bekämpfung der Sanktionen gegen Südafrika. Zahlreiche Mitglieder waren Unternehmer, die nach Südafrika exportierten, z.B. Christoph Blocher, und die ein Problem mit den Sanktionen gegen Südafrika hatten.

2) Ideologische Gründe: Viele sahen Südafrika als Bollwerk gegen den Einfluss der Sowjetunion im südlichen Afrika. Andere vertraten auch klar rassistisches Gedankengut!

Alle hatten aber eines gemeinsam: Sie verteidigten das Apartheid-Regime und sie redeten die Menschenrechtsverletzungen des Apartheid-Regimes schön.

Die asa pflegte ausgezeichnete Kontakte zu Apartheid-Hardlinern und lud sie auch immer wieder zu Seminaren ein!

  • Larry
  • 20.06.09 | 11:51 Uhr

"Quelle: Bulletin der asa"

Nummer?

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 11:43 Uhr

@Larry:

Quelle: Bulletin der asa

Weiter stand in diesem besagten Bulletin, dass die Entkolonialisierung ein Fehler war und dass die afrikanischen Staaten wieder kolonialisiert werden sollten.

  • Larry
  • 20.06.09 | 09:11 Uhr

Interessant ist auch dies:

"Bis 1990 wurde die asa von ihrem Mitgründer Blocher präsidiert. Ab 1992 leitete Jacques-Simon Eggly, Genfer Nationalrat der Liberalen Partei der Schweiz (LPS) und Inlandredaktor des Journal de Genève, das asa-Präsidium. Im Patronatskomitee der asa sassen in den achtziger Jahren
diverse prominente FDP-Nationalräte – u. a. die Präsidentin des Westschweizer Hofer-Klubs Geneviève Aubry (Nationalrätin von 1979-1995), Felix Auer (1971-1991) und Ulrich Bremi (1975-1991) –, Berner alt Regierungsräte der SVP sowie alt Korpskommandant Paul Gygli."

Dies sind mit Bestimmtheit keine rassistische oder rechsextreme Politiker. Ihre widerliche Diffamierungen und Verleumdungen sind abolut inakzeptabel. Sie sollten sich dafür schämen.

  • Larry
  • 20.06.09 | 09:09 Uhr

"Die Inhalte im Bulletin und die Tätigkeiten der asa zeigen aber ein ganz anderes Bild!"

Z.B.?

"Sie hat regelmässig Seminare veranstaltet und prominente Apartheid-Politiker eingeladen."

Sie hat gemässigte Politiker eingeladen, die einen friedlichen,
schrittweisen und evolutionären Wandel befürworteten.

"Die asa hat in ihrem Bulletin, aber auch in der Protea behauptet, die Apartheid sei die einzig richtige und mögliche Lösung für Südafrika. Sie hat dies unter anderem damit begründet, dass "die Schwarzen nicht das kulturell Niveau für eine Demokratie" hätten und dass "die Schwarzen auf der Stufe von Jägern und Sammlern stehengeblieben" seien."

Quelle?

"Siehe auch hier:…"

Diese Quelle entlarvt ihre Äusserungen ganz klar als massive Diffamierung. Von Verteidigung des Apartheid-Prinzips steht überhaupt nichts, im Gegenteil: Lauter Zitate, welche gegen dieses Prinzip ausgerichtet sind.

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 00:53 Uhr

"...kulturelle Niveau..."

  • Schlemihl
  • 20.06.09 | 00:50 Uhr

@Larry:

Ich kenne diese Aussagen. Das hat die asa von sich selbst behauptet. Die Inhalte im Bulletin und die Tätigkeiten der asa zeigen aber ein ganz anderes Bild!

Die asa war eine klare Pro-Apartheid-Organisation! Sie hat regelmässig Seminare veranstaltet und prominente Apartheid-Politiker eingeladen.

Die asa hat in ihrem Bulletin, aber auch in der Protea behauptet, die Apartheid sei die einzig richtige und mögliche Lösung für Südafrika. Sie hat dies unter anderem damit begründet, dass "die Schwarzen nicht das kulturell Niveau für eine Demokratie" hätten und dass "die Schwarzen auf der Stufe von Jägern und Sammlern stehengeblieben" seien.

Ich denke das sagt alles!

Siehe auch hier:
http://www.dissertationen.unizh.ch/2006/merkofer/diss.pdf%20

  • Larry
  • 20.06.09 | 00:45 Uhr

"Ohne scharfe Auflagen wo und wie Gelder zu verwenden sind, inklusive unabhängiger Kontrollen (Check & Balance)"

Wichtig ist vor allem Moyos Erkenntnis, dass wirtschaftliche Entwicklung nur marktwirtschaftlich, d.h. über den Privatsektor erreicht werden kann.

  • digitaltraveler
  • 19.06.09 | 23:56 Uhr

@Schlemihl
Bin zwar seit längerem nur passiver Leser möchte aber zu Ihren Bemerkungen und im speziellen zu Botswana noch folgendes Sagen:

1. Sie haben insofern Recht, dass die Bevölkerung in Botswana siel selbstbewusster sind als in vielen anderen Afrikanischen Staaten.

2. Sie haben insofern Unrecht, dass Botswana's wirtschaftlicher Aufschwung wegen des Abzugs der Kolonialmacht zustande kam. Der Grund für die Stabilität liegt schlicht und ergreifend bei der Tatsache, dass die erheblichen Bodenschätze (vor allem Diamanten) erst nach der Unabhängigkeit von GB gefunden wurden. Wo ausreichend Geld fliesst, verantwortungsvoll eingesetzt wird und keine Kleptokraten wie Mobutu, Mugabe, Abacha et al sich bereichern und/oder Unsummen in hirnrissigen Gross-Projekten verschleudern, profitiert auch das ganze Land von diesen Einkommen.
Leider sind die wenigsten Afrikanischen Staaten mit pragmatischen und verantwortungsvollen Politikern gesegnet.

3. Frau Moyo's Aussagen mögen zwar in gewissen Kreisen auf harsche Kritik stossen, aber die Grundaussage ist richtig.
Geld im Giesskannenprinzip zu verteilen lässt keine Pflanzen wachsen. Ohne scharfe Auflagen wo und wie Gelder zu verwenden sind, inklusive unabhängiger Kontrollen (Check & Balance), "verdampft" die Kohle ohne Wirkung zu zeigen. Die Grameen Bank zeigt wie selbst mit verhältnismässig kleinen Summen ein wirtschaftliches Vorwärtskommen ermöglicht wird. Ein "Big-Push" würde dramatische Folgen mit sich bringen.

  • Larry
  • 19.06.09 | 23:49 Uhr

"Falsch!"

Sie liegen falsch:

"Botswana, previously the Protectorate of Bechuanaland, gained independence from Great Britain in 1966. Her new president, Seretse Khama, a descendant of the local Bamangwato chiefs, received his education at South Africa’s Fort Hare University and Oxford’s Balliol College. In 1948, he married a white woman, Ruth Williams, who clerked at Lloyds in London. […]

While most regimes in post-independence Africa sent their white populations packing, Khama and his successors strove for racial harmony. As a result, Botswana benefited greatly from the human and financial capital of her large white community, which totals 7 percent of the overall population. It is surely a sign of Botswana’s relative comfort with racial diversity that on April 1, 2008, Ian Khama, the first-born son of the country’s founder, took over the reigns of power in Botswana, thus becoming the first half-white leader of an African democracy."

http://www.american.com/archive/2008/may-05-08/botswana-and-zimbabwe-a-tale-of-two-countries/

  • Larry
  • 19.06.09 | 23:26 Uhr

"informieren Sie sich doch einmal über die Positionen, welche die asa damals vertrat, bevor Sie "Diffamierung" schreien..."

"Diese Aussage ist belegt und hat rein gar nichts mit Diffamierung zu tun!"

"Die Arbeitsgruppe will der weltweiten, mindestens zum Teil zentral gesteuerten und häufig arglos weiterverbreiteten Desinformation über das südliche Afrika in unserm Land
entgegentreten und Informationslücken ausfüllen. Wir unterstützen die Anstrengungen der gemässigten Politiker aller Hautfarben im südlichen Afrika nach einem friedlichen,
schrittweisen und evolutionären Wandel. Vor allem aber geht es uns darum, die immense strategische und rohstoffpolitische Bedeutung des südlichen Afrika für das Ueberleben eines freien Europa bewusst zu machen."

NR Christoph Blocher, asa-Gründer und Präsident u. Hans Wächter, Divisionär z.D., Rundbrief 1982

"Sie [die asa] besteht aus Wissenschaftern, Politikern, Militärs und Journalisten und wird präsidiert von Nationalrat Dr. Christoph Blocher, Meilen. Als eine in jeder Beziehung unabhängige schweizerische Organisation verfolgt sie das Ziel, die oft einseitige, teils ideologisch motivierte Berichterstattung über das südliche Afrika durch sachliche Hintergrundberichte zu ergänzen und die Vorgänge in dieser aufgrund ihres Rohstoffreichtums und ihrer Lage an der Kaproute strategisch äusserst wichtigen Region in der Welt in grössere Zusammenhänge zu bringen."

Stand jeweils auf der Titelseite des seit 1982 publizierten Bulletin.

  • Schlemihl
  • 19.06.09 | 17:06 Uhr

@Larry:

Die asa hat die Apartheid verherrlicht! Lies mal die Artikel von Schlüer in der "Protea", der Publikation der asa.

Diese Aussage ist belegt und hat rein gar nichts mit Diffamierung zu tun!

  • Schlemihl
  • 19.06.09 | 17:04 Uhr

@Larry:

Falsch! Der wirtschaftliche und politische Einfluss der Weissen seit der Unabhängigkeit lässt sich in keinster Weise mit Zimbabwe vergleichen. Diese beiden Staaten haben eine völlige andere Geschichte!

Botswana war seit seiner Unabhängigkeit immer ein demokratischer Staat. Ganz im Gegensatz zu Zimbabwe, das zuerst ein Apartheid-Staat war und heute eine Diktatur.

Das britische Protektorat Beschuanaland galt im Gegensatz zu Rhodesien unter den Weissen als wertloses Wüstengebiet. Es haben sich kaum weisse Siedler niedergelassen. Weisse hatten nach der Unabhängigkeit auch nur geringen wirtschaftlichen Einfluss.

Es ist mir schon klar, dass es nicht in deine IDEOLOGISCHE VORSTELLUNG passt, dass ein AFRIKANISCHER STAAT OHNE DIE "SUPER-WEISSEN" ERFOLGREICH SEIN KANN.

Übrigens: Es leben heute etwa 15'ooo Weisse in Botswana. Das sind weniger als 1%. Die Angaben im CIA Factbook sind sehr veraltet und ungenau.

  • Manipulierter Propagandakritiker
  • 19.06.09 | 14:10 Uhr

Zitat Larry:

"Die ASA war eine der wenigen ehrenhaften Organisation, welche die leninistische Gefahr im südlichen Afrika erkannte und sie beim Namen nannte."

Wow, mit einer solchen wahnsinnig intelligenten Äusserung übertreffen Sie sogar noch so manchen Welwoche-Journi...

Tja, hatten wir es nicht einmal vor ein paar Monaten im Zusammenhang mit Che Guevara davon, dass gewisse Leute aus ideologischen Gründen bestimmte dunkle Kapitel nicht wahrhaben wollen? Also, informieren Sie sich doch einmal über die Positionen, welche die asa damals vertrat, bevor Sie "Diffamierung" schreien...

  • Larry
  • 19.06.09 | 13:12 Uhr

"Wieviele weisse Siedler leben denn in Botswana seit der Unabhängigkeit?"

Auch wenn es nur 3% sind, sie spielen eine zentrale wirtschaftliche Rolle, wie auch früher in Zimbabwe (seit deren brutalen Enteignung geht es dort bergab). Zudem profitiert Botswana von seiner Zugehörigkeit zum Wirtschaftsraum südliches Afrika, welcher von Südafrika dominiert wird.

"die Apartheid-verherrlichende asa"

Diese Aussage erfüllt ganz klar den Tatbestand der Diffamierung.

  • Schlemihl
  • 19.06.09 | 12:22 Uhr

@Larry:

Wieviele weisse Siedler leben denn in Botswana seit der Unabhängigkeit?

Du scheinst die Situation in Botswana überhaupt nicht zu kennen. Botswana wurde eben erst dann wirtschaftlich erfolgreich, nachdem die Weissen das Land verlassen hatten! Mitte der Sechziger Jahre als Botswana unabhängig wurde, war es eines der ärmsten Länder der Welt. Heute hat es Südafrika überflügelt!

Und die Apartheid-verherrlichende asa war also deiner Meinung nach eine ehrenhafte Organisation. Und die rassistischen Artikel, die Schlüer in der Protea veröffentlichte, waren sicherlich deiner Meinung nach auch ehrenhaft...

  • Larry
  • 19.06.09 | 10:10 Uhr

"Da hatten sie wahrscheinlich nicht ganz unrecht. Denn wer, wenn nicht die vielen Entwicklungshelfer, Medizinalpersonen, Angehörige internationaler Organisationen und NGOs soll sich um die kranken oder halbverhungerten Babys kümmern, bis die "Investoren" genug investiert haben und der Lebensstandard soweit gestiegen ist, dass die Leute sich selbstverantwortlich helfen können? Oder will man diese Babys als Kollateralschaden der neuen Non-Entwicklungshilfe-Politik sterben lassen?"

Niemand, auch nicht Moyo, kritisiert die humanitäre Hilfe. Hier geht es lediglich um die Entwicklungshilfe.

"China als menschen- und umweltfreundlicher Investor"

Hat niemand behauptet. Chinas Investitionen - anders als die westliche Entwicklingshilfe - brachten Afrika einen grossen Nutzen, das ist Tatsache.

"sollte man an dieser Stelle auch an die vielen idealistischen Helfer denken"

Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert.

"Was in Afrika wirklich fehlt, ist Bildung in den breiten Bevölkerung."

Falsch, wirtschaftliche Entwicklung kam immer vor der Bildung, denn diese muss zuerst finanziert werden.

  • Larry
  • 19.06.09 | 09:58 Uhr

"Vielleicht nimmst du dir mal die Mühe und liest was Blocher als Präsident der Arbeitsgruppe Südliches Afrika (asa) und sein Schreiberling Schlüer in ihrer Publikation "Protea" zu Afrika und der Apartheid verbreitet haben, bevor du hier rummeckerst!!!"

Die ASA war eine der wenigen ehrenhaften Organisation, welche die leninistische Gefahr im südlichen Afrika erkannte und sie beim Namen nannte.

  • Larry
  • 19.06.09 | 09:50 Uhr

"Im Gegensatz zu dir argumentiere ich auf der Basis von Fakten!"

Botswana und Südafrika sind keine representative Länder für Schwarzafrika: der Wirtschaftsraum südliches Afrika ist eine Ausnahme aufgrund der weissen Siedler.

  • Schlemihl
  • 19.06.09 | 00:43 Uhr

@chateau:

Du hast offensichtlich nicht begriffen um was es hier geht. Aber deine Ausführungen sind einmal mehr im gleichen Mass lächerlich wie amüsant.

@Werni:

Im Gegensatz zu dir argumentiere ich auf der Basis von Fakten! Dir scheinen einmal mehr die Argumente zu fehlen...

  • Enriched Uranium
  • 18.06.09 | 12:13 Uhr

@ constanze 14.06.09 15:13


"...die nicht aus Gewinnsucht, Karrieregründen, Sesselkleberei, Eitelkeit oder anderen niedrigen Motiven arbeiten"

Dem ist sicherlich so. Ich will auch gar nicht alle Entwicklungshelfer so beurteilen. (Bspw.: Wassersucher der GEORG FISCHER AG)


"Das Problem in Afrika ist die Mentalität."

Um politisch korrekt zu sein, diese Aussage ist rassistisch (aber nicht weniger wahr). Trotzdem, unsere dauernde Entwicklungshilfe lähmt doch gerade Afrika im grossen Masse. Es ist nicht zu bestreiten, dass es Projekte gibt, die helfen, das würde ich so nie in Abrede stellen - aber: jetzt müssen uns wir doch einmal hinsetzen und uns fragen was 30 Jahre und ungezählte Milliarden überhaupt gebracht haben. Schon aus diesem Grunde muss man doch einsehen, dass die Entwicklungshilfe als solche ausgedient haben soll.

Ein weiterer Punkt: "Afrikas zur wirtschaftlichen Kolonie Chinas werden." Im Gegensatz zu Europa haben die Amerikaner verstanden, was sich abspielt: Es ist ein Krieg. Ein Wirtschaftskrieg, den wir nicht ungeschlagen den Chinesen überlassen sollten. Denn Europa wäre sehr gut beraten, Afrika als Partner ins Boot zu holen statt die Chinesen machen zu lassen. Eines dürfte Ihnen doch auch klar sein: Wenn Chinesen erstmal dort zu sagen haben - bei allem Respekt für die Chinesen - dann - und Sie dessen sicher sein - herrscht ein anderer Wind; es ist klar: Die Chinesen interessieren sich überhaupt nicht für Afrikaner sondern nur fr sich selbst.

  • chateau
  • 17.06.09 | 15:49 Uhr

Also bitte keine chinesischen Zahlen ernst nehmen.Die liefern alle Zahlen so wie es IHNEN nützt. Beispiel.
China hätte als nun akzeptierter Handelspartner und Hauptlieferant von Schrottwaren ab 2003 ohne Probleme einräumen und bekanntgeben können, dass es jährlich einige Tonnen Gold kauft. Das hat China nicht gemacht. Erst 2009 räumt China ein dass es die Goldreserven um 75% erhöht hat und zwar auf 1050 Tonnen (etwa 10 Tonnen mehr als die Schweiz !). In all den Jahren hat das World Gold Council, dessen Zahlen weltweit verbreitet werden(gesponsert von der Goldindustrie mit $10 pro Unze)mit grösster Ueberzeugung die Chinakäufe nicht nur nie erwähnt, sondern andere Organisationen wie www.Gata.org versucht lächerlich zu machen, als diese letztere immer wieder auf einen Grosskäufer wie China hinwies.
China ist bereit alles zu lügen und zu verdrehen, was China nützt.China hat nur ein einziges Ziel: Die Weltherrschaft. Und sie sind tatsächlich dazu in der Lage mit ihrer ungeheuren Beharrlichkeit, mit dem Zielbewusstsein, mit ihrer areligiösen totalitären Beherrschung des Volkes. Dieses Verhalten werden sie auf die ganze Welt ausdenen, so man sie lässt. Man wird sie lassen, sobald Amerika fertig ist.
In Yekaterinburg wird in diesen Tagen der Tod des US$ eingeläutet und vorbereitet, obwohl man wegen der eigenen Währungsreserven diese nicht mit Antidollargeschwätz entwerten will. BRIC Staaten und zugewandte Orte.

  • werni425
  • 16.06.09 | 16:37 Uhr

Schelmihl,
Ich glaube keiner Statistik ich ich nicht selbst faelscht. Sie wissen schon. Und wenn nur 10% iregendwelcher Tabellen stimmen wuerde, waere die Welt schon lange tot. Glauben Sie ruhig den Zahlen, aber werden Sie nicht boese, wenn es nicht alle tun. Ihre Kenntnisse sind beeindruckend.
Werni

  • Schlemihl
  • 16.06.09 | 15:43 Uhr

@Werni:

Gut haben wir Werni, der Akkusativ-Kenner...

Ja, mein Guter, dir scheinen die Argumente ausgegangen zu sein. Die Fakten sprechen eben eine klare Sprache...

  • werni425
  • 16.06.09 | 11:28 Uhr

Gut haben wir Schlemihl, der Afrikakenner.
Bin mir leid bei soviel Statistik, die wohl interpretiert werden kann und muss, zu erwidern. Was sagte Churchill?
Werni

  • Schlemihl
  • 15.06.09 | 00:20 Uhr

Korruption:

Korruptions Index gemäss Transparency international (bester Wert 10):

Botswana 5,8
Südkorea 5,6
Südafrika 4,9
Italien 4,8
Namibia 4,5
Ghana 3,9
China 3,6
Mexico 3,6
Brasilien 3,5
Indien 3,4
Senegal 3,4
Indonesien 2,6
Russland 2,1

Die afrikanischen Staaten schneiden betreffend Korruption nicht generell schlechter ab als viel gelobte Staaten wie Indien, China oder Brasilien.

Im Gegenteil Botswana und andere schwarzafrikanische Staaten schneiden sogar besser ab als Berlusconi-Italien und übertrumpfen Lateinamerika und viele asiatische Staaten deutlich.

Auch bei der Korruption lässt sich die Lage in Afrika nicht verallgemeinern. Das Vorurteil, afrikanische Staaten seien generell korrupt, stimmt nicht!!!


Es ist übrigens auffallend, dass alle 5 skandinavischen Staaten auch betreffend Korruption in den Top Ten zu finden sind, d.h. dass es dort extrem wenig Korruption gibt!

Ein weiteres Indiz für den Erfolg des skandinavischen Modells!!!

  • Schlemihl
  • 14.06.09 | 23:53 Uhr

Frau Moyo erwähnt im Interview mehrmals zurecht, dass es sehr wirtschaftlich sehr erfolgreiche afrikanische Staaten gibt.

Frau Gasser nimmt dies leider nicht zur Kenntnis und kommt immer wieder mit Indien und China, die so wahnsinnig erfolgreich sein sollen.

Botswana ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine erfolgreiche Entwicklung eines afrikanischen Staates. Botswana wurde in katastrophalem Zustand in die Unabhängigkeit entlassen. Heute hat es China und Indien bei weitem überflügelt.

Die Fakten:

BNE/Kopf in US$ 1965:
Indien 110
China 100
Botwana 80

2007:
Botwana 5840
China 2230
Indien 950

Es gibt zahlreiche weitere afrikanische Staaten, die ein höheres BNE/Kopf haben als China und Indien. Aber dass afrikanische Staaten erfolgreich sein können, passt so gar nicht in das Weltbild vieler Europäer!

  • Schlemihl
  • 14.06.09 | 18:28 Uhr

Einmal mehr stellt die Weltwoche FALSCHE Behauptungen auf!!!

Carmen Gasser: "...obwohl es Asien in den Sechzigern schlechter ging als Afrika. In Malawi, Burundi und Burkina Faso war das Pro-Kopf-Einkommen vor dreissig Jahren höher als in China."

VÖLLIG FALSCH:

1. Liebe Frau Gasser, wir leben heute im Jahr 2009, das heisst vor 30 Jahren hatten wir das Jahr 1979 und nicht die 60er Jahre.

2. Es stimmt nicht, dass es in den 60ern Asien schlechter ging als Afrika. Die Zahlen der Weltwoche belegen dies klar!!!

3. Es stimmt auch nicht, dass das Pro-Kopf-Einkommen in Malawi, Burundi und Burkina Faso höher war als in China!!!

Die Zahlen:

Pro-Kopf-Einkommen in US$ 1965 :
Indien 110
China 100
Burkina Faso 90
Burundi 70
Malawi 60

1979:
Burkina Faso 260
Indien 220
China 210
Burundi 180
Malawi 170

Es ist einmal mehr eine Katastrophe wie die Weltwoche die Fakten bewusst oder infolge mangelhafter Recherche verdreht!

  • Schlemihl
  • 14.06.09 | 18:10 Uhr

@kurtkoblet:

Dein Vergleich der afrikanischen Staaten mit der Schweiz ist absolut lächerlich! Das Problem der afrikanischen Staaten ist doch nicht der fehlende Meeranschluss und die fehlenden Rohstoffe.

Schau dir mal eine Afrika-Karte an. Dann stellst du fest, dass die Mehrheit der afrikanischen Staaten einen Meeranschluss hat.

Im Gegensatz zur Schweiz waren die afrikanischen Staaten bis in die 60er oder 70er Jahre Kolonien. Die meisten sind erst seit rund 40-55 Jahren unabhängig! Ausserdem wurden ja in der Schweiz auch nicht eine halbe Generation versklavt!

Bevor du solche Vergleiche anstellst solltest du dich zuerst mal etwas informieren und dein Hirn einschalten!

  • Schlemihl
  • 14.06.09 | 16:04 Uhr

@Unriched Uranium:

Vielleicht nimmst du dir mal die Mühe und liest was Blocher als Präsident der Arbeitsgruppe Südliches Afrika (asa) und sein Schreiberling Schlüer in ihrer Publikation "Protea" zu Afrika und der Apartheid verbreitet haben, bevor du hier rummeckerst!!!

  • constanze
  • 14.06.09 | 15:13 Uhr

@Enriched Uranium

Dass bei der Entwicklungshilfe Missstände und Missbrauch vorkommen, wurde schon ausgiebigst thematisiert, gerade von der WeWo. Ich wollte in diesem Zusammenhang einmal darauf hinweisen, dass es in den Entwicklungshilfe-Organisationen sehr viele Menschen gibt, die nicht aus Gewinnsucht, Karrieregründen, Sesselkleberei, Eitelkeit oder anderen niedrigen Motiven arbeiten, sondern weil sie wissen, dass das wenige, das sie tun können, immer noch besser ist als gar nichts.

Das Problem in Afrika ist die Mentalität. "An der Biegung des grossen Flusses" von V.S. Naipaul zeigt dies sehr anschaulich. Die grosse Masse in Afrika wird sich nie und nimmer zu emsigen, sparsamen und disziplinierten Arbeitern und Geschäftsleuten mausern gleich den Chinesen oder teilweise den Indern. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass grosse Teile Afrikas zur wirtschaftlichen Kolonie Chinas werden. Die Chinesen sind die besten und schlauesten Geschäftsleute der Welt, das müssten Sie eigentlich wissen! (Ich bin übrigens eine grosse Bewundererin der chinesischen Kultur und der pragmatischen Lebens- und Überlebenskunst dieses Volkes) -

  • Enriched Uranium
  • 14.06.09 | 12:14 Uhr

Endlich. Eine Afrikanerin muss uns sagen, was falsch läut. Wir dürfen ja nicht kritisieren.

  • Enriched Uranium
  • 14.06.09 | 12:13 Uhr

@ constanze 13.06.09 15:39

Ach, Constanze; wenn Sie doch nur so kritisch mit der aktuellen Entwicklungshilfe wären, wie mit dieser Frau Moyo.

  • Enriched Uranium
  • 14.06.09 | 12:10 Uhr

@ Schlemihl 12.06.09 20:19

Hätten Sie nur einen Deut aufgepasst, dann würden Sie nicht solchen Quatsch u. a. über Ch. Blocher sagen. Ich empfehle Ihnen, die entsprechenen Passagen des Hrn. Ch. B.'s nachzulesen. Zuhören und richtig lesen ist halt schon schwierig, nicht wahr?

  • constanze
  • 14.06.09 | 10:15 Uhr

@chateau

Afrika hat wahrscheinlich überhaupt keine guten Freunde, nicht einmal unter seinen eigenen Politikern! Dass eine korrupte Oberschicht sich schamlos die Taschen vollstopft mit allem was sie in die Hände kriegt, ist ja wirklich nichts neues. Dass es kaum einer wagt, dieser Gesellschaftsschicht auf die Finger zu klopfen, ist verständlich, denn bekanntlich lebt man danach nicht mehr lange oder muss das Land verlassen.
Es fragt sich bloss, ob dies unter einer neoliberal ausgerichteten Wirtschaft ohne jegliche humanitäre Hilfe besser würde.

Wenn einige Stars sich mit humanitären Aktionen schmücken, sollte man an dieser Stelle auch an die vielen idealistischen Helfer denken, die sich nicht in den Medien produzieren, aber vor Ort wertvolle Arbeit unter oft schwierigen Bedingungen leisten.

Was in Afrika wirklich fehlt, ist Bildung in den breiten Bevölkerung. Die Leute wissen oft nicht einmal Bescheid über Geburtenverhütung, von medizinischen Grundkenntnissen ganz zu schweigen. Wird der "Investor" das richten? Ich bezweifle es!

Ms. Moyos Plädoyer wird als Rechtfertigung für den vollständigen Ausverkauf Afrikas herhalten müssen, ob das nun ihre Absicht war oder nicht.

  • chateau
  • 13.06.09 | 16:08 Uhr

Mit meinen Investitionen in Südafrika habe ich allein wegen des Verfalls des Rand 30% verloren. Wären meine Investitionen nicht in Gold- und Uranminen würde ich aussteigen.
Afrika hat in Amerika und Europa die falschen Freunde. Beispiel Der soeben verstorbene Bongo, Präsident von Gabon ist auch einer dieser Geldfresser, unendlich reich und mit grossen Häuserkomplexen in Paris und mindestens 30 Bankkonten, der bei einer Bevölkerung von 1,5 Mio. Einwohnern alles Geld aus Rohöl in den Sack seiner Familie gesteckt hat.
Der Mann ist so reich (wie viele andere afrk. Potentaten), dass er 1981 die Wahl von Chirac(!!!!) finanziell unterstützt hat.Also, eine kleiner schwarzer Präsident eines kleinen Landes "kauft sich" den M'Präsidenten Frankreichs, der grande Nation.
Die Dame sagt eines richtig.
Diesen Bono und den Geldof habe ich auch schon kritisiert. Aber eine der schlimmsten Machenschaften der USA inkl. der schweizerischen Nationalbank war und ist die Manipulation des Goldpreises, nach unten.
Hunderttausende Minenarbeiter (ein gesuchter Job) wurden entlassen, weil Minen, mangels Rentabilität geschlossen werden mussten.

  • constanze
  • 13.06.09 | 15:39 Uhr

"Sie sagten doch tatsächlich, dass Babys sterben würden wegen dem, was ich sage. "

Da hatten sie wahrscheinlich nicht ganz unrecht. Denn wer, wenn nicht die vielen Entwicklungshelfer, Medizinalpersonen, Angehörige internationaler Organisationen und NGOs soll sich um die kranken oder halbverhungerten Babys kümmern, bis die "Investoren" genug investiert haben und der Lebensstandard soweit gestiegen ist, dass die Leute sich selbstverantwortlich helfen können? Oder will man diese Babys als Kollateralschaden der neuen Non-Entwicklungshilfe-Politik sterben lassen?

Ich habe Ms. Moyos Buch nicht gelesen und bin nicht im Entwicklungshilfebereich tätig. Dennoch finde ich ihre Thesen etwas naiv. China als menschen- und umweltfreundlicher Investor, der neue gute Freund Afrikas? Wenn das nur kein böses Erwachen gibt! Wenn der westliche Kapitalist sich selber am nächsten ist, so ist es der chinesische noch mehr (die plattgewalzten Regenwälder Borneos lassen grüssen) -

Besonders pikant: Ms. Moyos Eltern konnten höchtswahrscheinlich mit Entwicklungshilfegeldern studieren und letzlich sozial aufsteigen.

Fazit: Die Tatsachen, dass die Frau Schwarzafrikanerin ist und als Bänkerin bei mehreren mittlerweile verkrachten Banken gearbeitet hat macht sie nicht ohne weiteres glaubwürdig.

Ihre Thesen passen einfach einigen Leuten sehr gut in den Kram. Witzig ebenfalls, dass die studierte Kapitalistin die Verkaufszahlen ihrer Bücher nicht kennen will (Heuchlerin)

  • Schlemihl
  • 12.06.09 | 20:26 Uhr

@Dom W:

Eine kritische Auseindersetzung mit der Entwicklungshilfe findet schon seit einiger Zeit in zahlreichen Medien statt.

Selbst "Blick am Abend" hat schon vor einigen Tagen über das Buch von Frau Moyo berrichtet. Und dieser Artikel bot inhaltlich wesentlich mehr als das schlecht geführte Interview und die miserabel geschriebene Biographie in der Weltwoche.

  • Schlemihl
  • 12.06.09 | 20:19 Uhr

Frau Moyo hat sehr viel Interessantes mitzuteilen. Leider kommt das in diesem sehr schlecht geführten Interview kaum zur Geltung.

Das Problem ist, dass viele Europäer (z.B. Christoph Blocher) und Amerikaner die Afrikaner als unfähig betrachten und der Meinung sind, dass sie ausschliesslich selbst Schuld seien an ihrer Armut. Völlig FALSCH!

Andere sehen in den Afrikanern nur Hilfsbedürftige. Auch das ist schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents.

Wir sollten die Afrikaner endlich als gleichberechtigte Handelspartner betrachten!

  • Dom W
  • 12.06.09 | 19:02 Uhr

Diese Art von Information durch Medien finde ich, gerade in unserer Zeit, sehr bereichernd. Ein kritischer Artikel, durch den die Leute anfangen selbst zu denken und Dinge aus einem anderen Blickwinkel erfassen.
Und genau dies schätze ich so an der Weltwoche! Sie trauen sich Dinge zu sagen, die wohl von so manchen nicht gehört werden wollen- dem selbst denkenden Leser zuliebe!
Soll man von der politischen Haltung dieses Blattes halten was man will, aber jeder muss zugeben, dass solche Stimmen in der heutigen Medienlandschaft nur allzu selten sind, leider.

Weiter so, WELTWOCHE!!!

  • kurtkoblet
  • 12.06.09 | 08:43 Uhr

ansatz verständlich und , hut ab, von einer schwarzen solche kritik zum urkontinent zu hören ist mindestens irritierend.
moralische hilfen (wie obig gesagt) ohne kontrolle und auflagen ist und war ein ettiket der jeweiligen hilfen. wie viele organisationen (kirche und vorallem private) sind nur da aufgrund ihres apparates der gemästet werden muss.
die motiviation in afrika ist an einem kleinen ort, wurden sie doch bis 50er jahre per kolonisatoren kontrolliert und dann, alleine gelassen.
was scheinbar halbwegs funktioniert für alle ist namibia (ex deutsche kolonie = zufall?).
härte und selbstständigkeit hat , bitte korrigieren, hat auch die schweiz (keine rohstoffe, kein meeranschluss, keine irgendwelche geopolitischen vorteile) auch zu etwas gebracht. mehrheitlich sind halt die klagenden gesichtern in den jeweiligen werbungen stärker wie ein " ja aber wofür denn?" = 80 % missbrauch.....!

 
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