Zum Interview in London erscheint Dambisa Moyo zu spät. Mit Jetlag, wie sie sagt, denn sie kommt gerade aus New York von einer Vortragsreihe. Seitdem es die Afrikanerin mit ihrem ersten Buch, «Dead Aid» (erschienen im Penguin-Verlag), auf Anhieb in die Bestsellerliste der New York Times geschafft hat, ist sie ständig unterwegs. Doch trotz Müdigkeit gibt Moyo glasklare Antworten, schweift nie ab vom Thema und ist mit Herz und Seele dabei. Die Afrikanerin, geboren und aufgewachsen in Sambia, verliess das Land 1990 nach einem Putschversuch. Als promovierte Ökonomin hat sie an den Eliteuniversitäten Harvard und Oxford studiert und zwei Jahre für die Weltbank gearbeitet. Die letzten acht Jahre war Dambisa Moyo bei der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs tätig. In ihrem Buch geisselt sie die Auswüchse der Entwicklungshilfe und macht diese für die wirtschaftliche Misere in Afrika verantwortlich. Ihr nächstes Buch ist bereits in Arbeit: In «How the West Was Lost» beschreibt sie die wirtschaftspolitischen Fehler, die zur weltweiten Finanzkrise geführt haben.













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