Editorial

Deutschland

Zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik: viel Lob und ein Ratschlag.

Von Roger Köppel

In seinem ausgezeichneten Buch «A Mighty Fortress» geht der amerikanische Harvard-Historiker Steven Ozment der Frage nach, warum die Deutschen in ihrer Geschichte den Wert der Ordnung und der Disziplin immer höher eingestuft haben als die Freiheit. Was den Deutschen oft als Charakterfehler ausgelegt wird, deutet der Geschichtsforscher als das Ergebnis einer geografisch und damit geopolitisch schwierigen Mittellage des Landes im Zentrum Europas. Die deutschen Gebiete waren über Jahrhunderte Durchmarschzonen fremder Armeen und Beutejäger. Anders als die Insel England oder die vom Alpenriegel geschützte Schweiz, eine Art Ballenberg-Republik mit Hanglage, war Deutschland an mehreren Grenzen offen, verwundbar und nie abschliessend definiert, ein prekäres, instabiles, von aussen belauertes Gebilde. Die Deutschen haben gemäss Ozment das Prinzip der individuellen Freiheit nicht abgelehnt, aber aufgrund ihrer Geschichte fürchteten sie sich eher vor Anarchie als vor Tyrannei. Sie mussten schmerzhaft erfahren, dass nicht die Freiheit an sich, sondern unter gewissen Umständen eben Disziplin und eine sorgfältig aufrechterhaltene Ordnung einem Land und seinen Bürgern die Freiheit sichern.

Die Schweizer schauen mit einer Mischung aus Hochmut und Minderwertigkeitsgefühl auf ihren Nachbarn im Norden. In letzter Zeit verstärkten sich die Irritationen. Es begann mit einer anschwellenden Zuwanderung und einer immer merkbarer werdenden Präsenz von Deutschen im Land. Auf einmal ertappten sich auch die gebildeten Stände bei Überfremdungsängsten und Skepsis gegenüber Ausländern. Hinter vorgehaltener Hand gaben Mediziner, Anwälte, Manager und Geisteswissenschaftler, ja sogar Schriftsteller zu bedenken, dass sie für die neue leistungsfähige und oft für einen geringeren Lohn arbeitende Konkurrenz aus Deutschland nicht nur bedingungslose Liebe empfinden. Die Ressentiments zum Kochen brachten schliesslich die Interventionen des deutschen Finanzministers Steinbrück und seines Kollegen Müntefering, der die Schweiz am liebsten mit einer Eingreiftruppe beglückt hätte. Es ist verständlich, dass man sich im Kleinstaat über solche Einlassungen aufregte, dennoch war das auch vom Bundesrat geschürte Geheul im Grunde ein Ablenkungsmanöver. Im Steuerkonflikt Deutschland – Schweiz sind, wenn schon, nicht die deutschen Forderungen das Problem, sondern die vorauseilenden Kapitulationen der Schweizer Regierung.

In diesem Mai feiert die Bundesrepublik Deutschland ihr 60-jähriges Bestehen. Auf den Trümmern des Hitlerregimes, in einer apokalyptischen Ruinenlandschaft, deren Bilder noch heute eine kranke Faszinationskraft ausstrahlen, wurde eine stabile und erfolgreiche Demokratie errichtet. Ihre neue Verfassung, die sie provisorisch «Grundgesetz» nannten, gaben sich die Deutschen in einer Abstimmung des Parlamentarischen Rates am 8. Mai 1949 um 23 Uhr 55 mit 53 zu 12 Stimmen. Es war die Geburtsstunde einer Republik, an deren Dauerhaftigkeit nicht einmal die Verfassungsväter glauben mochten. Der halbierte Schrumpfstaat, der aus Not auf Prachtentfaltung verzichtete, erwies sich als Erfolgsmodell. Mit einer beeindruckenden Energie und mit bemerkenswerter Leidensfähigkeit schufteten und krampften sich die Deutschen zurück an die Weltspitze. Anfang der sechziger Jahre überholten sie mit ihrem Bruttosozialprodukt die Engländer. Mitte der siebziger Jahre konnten sie sich bereits wieder den Luxus eines aus dem Ruder laufenden Sozialstaats leisten. Dass die BRD nebenher auch noch die EU fast im Alleingang finanzierte und seit bald zwanzig Jahren die Kosten der Wiedervereinigung schultert, verstärkt den Respekt, den man als vom Krieg verschonter Schweizer den Deutschen entgegenbringen muss.

Die Bundesrepublik kann stolz auf ihre Geschichte zurückblicken. Die «verspätete Nation» (Helmuth Plessner) hat ihren Rückstand eindrücklich wettgemacht. Zwei grosse Herausforderungen sind zu bestehen. Innenpolitisch haben sogar die Sozialdemokraten erkannt, dass ihr Wohlfahrtsstaat nicht mehr finanzierbar ist. Der drohende Kollaps, der mit Abgabenerhöhungen hinausgeschoben wird, bedeutet eine enorme Belastung für den privaten Sektor. Es ist kein Zufall und für die Merkel-Regierung an sich ein Alarmzeichen, wenn jährlich noch immer bis zu 30 000 gut bis hervorragend qualifizierte Deutsche in die liberaler organisierte Schweiz abwandern.

Das Problem liegt darin, dass sich niemand an den Umbau herantraut. Als einer der wenigen unversehrten Traditionsbestände hat der deutsche Sozialstaat zwei Weltkriege und die Wiedervereinigung überlebt. Er ist, ähnlich wie die direkte Demokratie in der Schweiz, ein hochempfindlicher Strang der nationalen Identität. Reformen können, wenn überhaupt, nur mit grösster Behutsamkeit vorangebracht werden. Möglicherweise hat sich die CDU-Kanzlerin vor allem deshalb so stark nach links bewegt, um sich später mit mehr Rückendeckung den unvermeidlichen Sozialreformen zuzuwenden.

Aussenpolitisch entdeckt sich Deutschland neu als Mittelmacht. Noch immer stark verwurzelt im westlichen Bündnis, beginnt sich die BRD seit Schröder etwas freier zwischen den Blöcken zu bewegen. Obschon im bürgerlichen Lager heftig kritisiert, ist diese Strategie eigentlich gar nicht schlecht. Deutschland ist aufgrund seiner geografischen Lage geradezu prädestiniert, eine vermittelnde Rolle zwischen den Grossmächten einzunehmen. Mit Russland verbinden die Deutschen jahrhundertealte Beziehungen. Sie sind es sich als Kosmopoliten gewohnt, möglichst weitgefächerte Aussenbeziehungen zu unterhalten. DerAlarmismus der Amerikaner ist unberechtigt, wenn sich ihre deutschen Freunde ein paar Millimeter aus der Umarmung lösen.

Als Schweizer möchte man den Deutschen zum Geburtstag zurufen, sie sollten sich in Zukunft eher mehr als weniger an dem für ihre Finanzpolitiker so irritierenden Nachbarn im Süden orientieren. Nach ihrer grössten militärischen Niederlage, 1515 in Marignano, gaben die Eidgenossen alle aussenpolitischen Ambitionen auf und konzentrierten sich auf die Pflege ihres Wohlstands und ihres Staates. Es war die Stunde null der europäischen Grossmacht Schweiz und der Anfang des Kleinstaats in den Alpen, der sich mit Geschick zu einem der attraktivsten Standorte der Welt entwickelte. Deutschland als eine Art Magna Helvetia, liberal, stark in Wirtschaft und Wissenschaft, zurückhaltend bis abstinent, was das politische Eigengewicht in der Welt betrifft? Berlin sollte darüber nachdenken.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren

  • chateau
  • 13.05.09 | 20:20 Uhr

Wie der US$ bachab ging:
(Purchasing Power)
Von 1945 bis 1969 56%
Von 1971 bis 2009 81%
In 76 Jahren, von 1933 bis 2009 94%

So ähnlich ist es mit dem Schweizer Franken.

Als bestes Mittel dagegen ist wohl einmal mehr Gold/Silber-Metall.

Und jetzt geht dann noch an die Kürzung der Pensionen. Die AHV hinkt der effektiven (nicht zu verwechseln mit der offiziellen) Teuerung hinterher.

Das ganze aufgeblasene Kreditwesen, die Geldmengenausweitung, die eklatante Schuldenwirtschaft werden dem Fränkli weiterhin Schwindsucht verordnen.
Dieses beschissene Papiergeld ist letztendlich nicht einmal das Papier wert.

  • HenryVIII
  • 13.05.09 | 19:57 Uhr

@ liberalmind
Bin mit Deinem Beitrag betr. die Wechselkursproblematik/Manipulation des Renmimbi völlig einverstanden. Einschliesslich des ganzen Rattenschwanzes an Konsequenzen.

FYI: I don't know Sir F !

  • liberalmind
  • 13.05.09 | 19:16 Uhr

Akkurater Steckbrief des WOZ Teams - Henry VIII (Sir Falstaff) - Ich nehm an, die WeWo weiss, dass der Mist aus den Büros an der Hardturmstrasse 66 abgesandt wird... der vermeintliche Pyrrhussieg den die Spontis meinen mit ihren troyanischen Pferden an ihren Treffen feiern zu können, ist höchstens ein lächerlicher Rohrkrepierer. Eben bereits ein heller Kindergärteler checkt woher und wohin der Hase läuft! Lächerlich!

  • liberalmind
  • 13.05.09 | 17:53 Uhr

weiter 2:

und noch das: Die US Goldpoltik der letzten 10 Jahre war erfolgreich und hat ihren Auftrag erfüllt:

Das BIP Wachstum war ca. 3,5% per annum

Die Inflation 2,1% per annum

was will man noch mehr!

  • liberalmind
  • 13.05.09 | 17:50 Uhr

weiter:

Jetzt kommt dann das Lied der US Schuldenfinanzierung durch China und Japan. Beide Länder sind geradezu angewiesen einen Teil ihrer Überschüsse in den sicheren USA anzulegen. Die Refinanzierung der US Staatsschulden, die sich immer noch auf einem relativ bescheidenen Niveau befinden, angesichts der Krise, wird auch weiterhin kein Problem sein.

Dann das ewige Gschwätz mit der Nullsparquote der Amis. Die Amis investieren ihr Geld und lassen es seit Jahrzehnten nicht auf einem Konto. Entscheidend ist der Net Worth pro Haushalt und der ist zB höher als in der Schweiz! Die Schweiz hat bekanntlich die höchste Hypothekarverschuldung pro Kopf der Welt! Und dann die Leier mit den Konsumschulden. Diese betragen nicht mal 5% der verfügbaren Einkommen!

Und das ewige Geleier über die US Geldpolitik, die transparent für die ganze Welt auf dem Tisch liegt. Ganz im Gegensatz zu China wo so ziemlich alles nur manipuliert ist. Komisch, dass sich darüber niemand aufregt. US Bashing ist halt chicer. Dass sich die Weltwirtschaft in den letzten Jahrzehnten in jeder Beziehung massiv verändert hat und heute ganz andere Finanzierungsquellen vorhanden sind und eine Geldpoltik natürlich heute ganz anders aussieht als vor 50 Jahren begreifen natürlich Laien nicht. Daher sind diese ewigen mühsamen Vergleiche mit der Zeit der grossen Depression mit dem Goldstandard müssig und untauglich.

  • HenryVIII
  • 13.05.09 | 17:49 Uhr

@liberalmind

Nein, nein philomarkbergmind ist nicht ein (1) blogger.
Es handelt sich um das Schattenredaktionsteam der trotzkistischen WOZ. Angeführt wird das Kollektiv vom Regenwaldkommunisten Zara (self-description) und seinem servilen Echo, der "Führerin links" Jeanna. Dazu, je nach Thema oder Tageszeit noch einige zusätzliche Leibeigene.

Man beachte nur die über-langen Beiträge, die Uhrzeit der Publikation, die "Links" zu den unzähligen esoterischen und ideologisch vergifteten sites, welche manchmal Monate oder Jahre zurück liegen.

Dies alles braucht einen APPARAT und SYSTEM und Computer-Power und Zugriff zu Archiven, etc.

Da dieses WeWo Forum wohl das Einzige ist ohne "Gatekeepter" a.k.a als Zensor, und zudem bürgerliche und helvetische Werte vertritt, versucht dieses WOZ-Team seit Jahren diese hier vertretenen Werte zu zertreten und so die Deutungshohheit in diesem Forum sich zu erkämpfen.

  • liberalmind
  • 13.05.09 | 17:38 Uhr

In ein paar Stunden wird hier wieder die Seite gekehrt und die hunderte von überflüssigen Posts hier in den Abfall gekehrt.

Ob es hier noch ein normal tickendes Publikum hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Angesichts der Zumüllerei hier, ist das eher zu bezweifeln.

Hier ein paar Kontrapunkte zu dem ewigen Schmarren, der hier deponiert wird:

- Was Globalisierung bedeutet und wie es die Welt verändert hat, wird totel verdrängt. China hat seit über einem Jahrzehnt einen PEG seiner Währung RMB zum USD und weigert sich seit Jahren seine Währung floaten zu lassen. Dadurch hat sich China total unverhältnissmässige komparative Vorteile im Welthandel gesichert! Die riesigen Handels- und Ertragsbilanzüberschüsse Chinas und die Währungsreserven der BoC, die weit über 1000 Milliarden $ betragen, hätten den Wechselkurs des Yuan zum $ mindestens verdoppelt oder noch wesentlich mehr. Wenn jemand die Geldpoltik manipuliert hat, dann sicher China. Seit über 10 Jahren Wachstumsraten weit über 10% und manipulierte, viel zu tiefe Zinsen! Die USA Basher werfen das immer einseitig den USA vor und komischerweise nicht China, das einen Raubtierkapitalismus par excellence unter dem Deckmäntelchen der Kommunistischen Partei führt! Arbeiterausbeutung und Kinderarbeit noch und noch 12 Stunden Tage 7 Tage die Woche etc. Dass die Welt auf das protektionistische China das Recht hat eine Antwort zu geben, ist ja offensichtlich!

  • Gallus
  • 13.05.09 | 17:32 Uhr

@liberalmarknewman
Arbeitest Du eigentlich bei der Post? the postings keep coming and coming and coming....

http://www.youtube.com/watch?v=ZgQGbD47aZA

  • HenryVIII
  • 13.05.09 | 17:29 Uhr

"Bei staats- und kapitalfreien Subsistenzgesellschaften im Regenwald, der Tundra und der Arktis gibt es das eben nicht. Diese Kleinstkollektiven sind von Natur aus stabiler und nachhaltiger."

Und der Regenwaldkommunist Zara (self-description) serviert uns dann
ein Essen aus Regenwürmern und Moos.

Wir können's kaum erwarten bis es endlich so weit ist.

  • liberalmind
  • 13.05.09 | 17:19 Uhr

jeder Kindergärteler ist tatsächlich schlauer als die Häfelischüler hier und hätte die Verlogenheit der Dauerzumülltruppe unter dem Namen: zarajeannagalluseleonora usw. längst durchschaut. Vorallem wäre jeder Kindergärteler nicht so total verblödet und würde hier monatelang immer und immer wieder den gleichen hanebüchenen Stuss von sich geben und noch die Impertinenz haben, andere zu zwingen den Dreck zu glauben!

  • Zara Zarathustra
  • 13.05.09 | 16:59 Uhr

Philomarkbergmind, Du kannst diesen Blödsinn noch hunertmal runterbeten, Du wirst der Einzige bleiben, der diesen Blödsinn glaubt.
Ganz einfach deshalb, weil etliche Schreiber hier uns kennen und auch niemand derart naiv ist wie Du, mit vier Nicks anzutreten mit einem Schreib-"Stil", den jeder Häfelischüler als identisch erkennt.

  • liberalmind
  • 13.05.09 | 16:27 Uhr

Womit einmal mehr der Beweis erbracht wäre, dass es sich eben bei jeannazaraeleonoragallus um die gleiche Person handelt, wieso würde sich denn die sonst wieder zum x-ten mal für den anderen wehren.... so dumm und verlogen.... was die mir für andere Pseudonyme andichtet, geht ins gleiche Kapitel.

Und tatsächlich, dieses sinnlose Copy- Paste-Gesindel hier könnte man tatsächlich anderweitig beschäftigen oder zumindest nach Iran abschieben, deren Lieblingsdestination. Wer täglich dutzend- bis hundertfach kein gutes Haar an unserem freiheitlichen System lässt und das System grundsätzlich ablehnt, der verdient es nicht in einem der reichsten, freiheitlichsten Länder zu leben und von den Früchten harter Arbeit anderer zu profotieren.

Jetzt ist man beim Copy Pasten zum x-ten mal wieder bei Prechter und den Kondratieff Zyklen angelangt. Nächstens kommt wieder Nostradamus und dann sicher noch Uriella, die uns alle vor dem Weltuntergang retten wird!
Und der andere kopiert sich die Finger Wund mit seinen vor Jahrzehnten verstorbenen Comic-Helden der Oesterreicher Schule und hofft immer noch als Lebensziel mal das Ehrenkreuz des Österreichischen Sparkassenvereins zu erlangen...

Da schau ich mir lieber den Eurovision Song Contest nochmals an, denn das hat, obschon White Trash pur, direkt Niveau gegenüber dem Esoterikgeschwafel hier!

  • Zara Zarathustra
  • 13.05.09 | 15:56 Uhr

"Entweder wir können es und dann können es wir auch im Rahmen der Zivilisation oder wir können es nicht und dann können wir auch nicht unseren "aus Einsicht erfolgten" Weggang aus dieser Zivilisation bestimmen."

Richtig, Larry. Entweder wir können oder wir können nicht (wollen). Hängt auch von der Aufklärung ab. Und wenn wir wissen, dass das Aufklären-wollen determiniert ist, heisst das noch lange nicht, dass man deswegen mit der Aufklärung aufhören sollte. Im Gegenteil.

  • Larry
  • 13.05.09 | 15:12 Uhr

"das können wir nicht, solange wir…"

Entweder wir können es und dann können es wir auch im Rahmen der Zivilisation oder wir können es nicht und dann können wir auch nicht unseren "aus Einsicht erfolgten" Weggang aus dieser Zivilisation bestimmen.

"und Funktionäre die Ursache"

Natürlich sind nicht nur die Funktionäre Ursache. Ohne breite Unterstützung können die nicht viel anrichten.

  • Jeanna
  • 13.05.09 | 15:09 Uhr

@philomarkbergmind:
Es ist Ihnen völlig unbenommen, sich an einen Ihrer EIGENEN Ratschläge zu halten, der da mehr als einmal lautete:
““"Jeder Denkende macht nur noch einen Bogen um diesen Blog. Alles andere wäre Zeitverschwendung““".

  • liberalmind
  • 13.05.09 | 14:48 Uhr

...aus Einsicht kaum... aber freiwillig gehen wäre tatsächlich das beste was diesem Blog passieren könnte... an die zarajeannagalluseleonora Misantrophen- Sippe, den austriaphilen Copy-Paste-Weltmeister Larry könnte ihr grad mit einpacken...!

  • Zara Zarathustra
  • 13.05.09 | 14:41 Uhr

""Aus Einsicht" können wir uns auch im Rahmen der Zivilisation von den Wellen emanzipieren."

Nein, das können wir nicht, solange wir am kapitalistischen Grösst-Kollektivismus (Zivilisation) festhalten und glauben, Manie und Depression der Masse sei Wirkung und Funktionäre die Ursache.
Eine Empanzipation wird so niemals möglich sein.

  • Jeanna
  • 13.05.09 | 14:02 Uhr

Sich von Determinismen – indivuellen sowie – gesellschaftlich relevanten - und ihren „gestalterischen Gegebenheiten“ und daraus resultierenden - auch "zeitgeistigen" - Folgedynamiken emanzipieren ? Einfach so ... emanzipieren? Wie soll das denn funktionieren ? Gerade in einem Betrachtungs- und Beurteilungssystem auch die Zivilisation / den Fortschritt – oder was alles so dafür gehalten wird - etc. betreffend. Man lese z.B. Watzlawick: „Die erfundene Wirklichkeit. Beiträge zum Konstruktivismus.“

duckundweg

  • Larry
  • 13.05.09 | 13:35 Uhr

"Korrekter wäre: "Entweder gehen wir aus Einsicht ....""

Das ändert an meiner Bemerkung nichts: "Aus Einsicht" können wir uns auch im Rahmen der Zivilisation von den Wellen emanzipieren.

  • Zara Zarathustra
  • 13.05.09 | 12:18 Uhr

Unsere Entscheidungen sind Teil der determinierten Wellen.
Freiwillig ist insofern tatsächlich der falsche Ausdruck. Korrekter wäre: "Entweder gehen wir aus Einsicht ...."

  • Larry
  • 13.05.09 | 12:12 Uhr

"Entweder gehen wir freiwillig dorthin "zurück" oder vorwärts, oder die Natur, das Gesetz katapultiert uns ungefragt dorthin."

Auch diese Aussage ist sozionomisch absurd, denn "wir" gehen ohnehin dorthin, wo uns die Wellen hinführen.

Sobald man davon ausgeht, wir könnten uns von diesen Wellen emanzipieren, so kann man geradeso gut sagen, dass wir dies innerhalb der Zivilisation tun können.

  • Zara Zarathustra
  • 13.05.09 | 11:33 Uhr

"Tatsache ist, dass die ZBs selbst eine Schöpfung der Boom/Bust-Zyklen sind ("wave IV phenomenon")."

Na also. Und Boom/Bust Zyklen sind eine Folge des "social mood".

Und dieser social mood hat in einer kapitalistisch-monsterkollektivistischen Zivilisation eben immer mal wieder verheerende Wirkung. Bei staats- und kapitalfreien Subsistenzgesellschaften im Regenwald, der Tundra und der Arktis gibt es das eben nicht. Diese Kleinstkollektiven sind von Natur aus stabiler und nachhaltiger.

Dies ist der Kern. Entweder gehen wir freiwillig dorthin "zurück" oder vorwärts, oder die Natur, das Gesetz katapultiert uns ungefragt dorthin.

  • Larry
  • 13.05.09 | 11:05 Uhr

"Ich dachte, in Deiner Argumentation sei es ruinös, auf Investitionen in Pleitefirmen zu verzichten."

Dass Sie so denken sagt einiges aus und es stimmt nicht gerade zuversichtlich.

  • Coubert
  • 13.05.09 | 11:02 Uhr

@Larry

"Niemand ist gezwungen, in die UBS zu investieren."

Ich dachte, in Deiner Argumentation sei es ruinös, auf Investitionen in Pleitefirmen zu verzichten.

  • Larry
  • 13.05.09 | 10:51 Uhr

Kurzer Auszug:

"Shoudn't we blame business? Firms such as Coutrywide went crazy making loans.

They did work overtime to feed the beast. But who ist the beast? Fannie and Freddie "own or guarantee about half of the nation's $12 trillion in mortgages." (AJC, 7/12) Other government agencies - Ginnie Mae (the Government National Mortgage Association) and the Federal Home Loan Banks - own or insure another $3 trillion worth. Together these government-created entities own or insure 75 percent of all U.S. mortgages! And the Federal Reserve System, wich Congress created, allows commercial banks to create way more mortgages than if they had to use real money. And the tax code, through deduction, forces taxpayers to subsidize mortgages. So the federal government is the prime instigator and facilitator of American citizens' mortgage indebtedness. Business simply lunged for the carrots that the government dangled in front of them."

  • Larry
  • 13.05.09 | 10:51 Uhr

"verwechselst Ursache und Wirkung"

Jetzt verwechseln aber Sie alles. Es ging hier um folgende Aussage:

"Zudem sind massenpsychologische Boom/Bust-Zyklen zentralbankunabhängig. Die Zentralbanker laufen der Massenpsychologie lediglich hinterher."

Tatsache ist, dass die ZBs selbst eine Schöpfung der Boom/Bust-Zyklen sind ("wave IV phenomenon"). Die politischen Rahmenbedingungen sind eben in der sozionomischen Theorie einbezogen (was ja gerade ihre Stärke ausmacht). Ohne ZBs und anderen Staatseingriffen könnte eine Welle V gar nicht stattfinden. Sozionomisch macht es gar keinen Sinn, sich zu fragen, was passiert wäre wenn es keine ZBs gegeben hätte (weil alles determiniert ist). Aber politisch und ökonomisch schon.

Und was den "späten" Prechter betrifft, so möchte ich auch auf den EWT von August 2008 hinweisen:

"Some Myths and Realities In the World of Politicized Finance"

http://forum.globalhousepricecrash.com/index.php?act=attach&type=post&id=6051

  • Zara Zarathustra
  • 13.05.09 | 10:01 Uhr

Sag' ich ja, Du steigst immer irgendwo am Schluss des Geschehens ein, verwechselst Ursache und Wirkung und vermagst die übergeordneten Ursachen nicht zu erkennen. Dabei hat sie (der späte) Prechter in "Socionomics" ausführlich dargelegt. Man müsste es einfach lesen, statt immer nur das Forum zuzuspammen und alles in Ego-Manier nach unten zu verdrängen.

http://www.elliott-today.com/socionomics.htm

Hier kannst Du nachlesen, weshalb die Greenspans niemals die übergeordnete Ursache sein können. Sie sind in erster Linie WIRKUNG auf die URSACHE namens "social mood", der in Dass die Funktionäre als WIRKUNG dann wiederum rückkoppelnd zu einer dem System untergeordneten Ursache werden, ist wohl klar.
Ein gewisses philosophisches Potential braucht es natürlich schon, das alles einigermassen erfassen zu können, ansonsten man eben dazu verdammt ist, immer nur an der Oberfläche zu kratzen und niemals den Kern anbohren zu können.

  • Larry
  • 13.05.09 | 09:44 Uhr

"Frag mal die UBS, ob Du ihre Bücher und Gläubigerwerte detailliert einsehen kannst."

Niemand ist gezwungen, in die UBS zu investieren.

  • Christine
  • 13.05.09 | 09:42 Uhr

Ja, stimmt, Coubi. S'verhebet nöd. Kommt einem aber auch nicht in den Sinn nachzufragen :-(

  • Larry
  • 13.05.09 | 09:41 Uhr

"noch die Machtfrage als Ursprung des Kapitalismus in seine Wissenschaft miteinbezieht"

Die Machtfrage wird von der österreichischen Schule sehr wohl einbezogen. Für uns relevant ist jedoch nicht irgendein Jahrtausende alte "Ursprung", sondern die Zeit, in der wir leben.

""wirklich gesunde Banken" haben in einem Dark Age nichts zu fürchten"

Meine Bemerkung betraf nicht diesen worst case, sondern der einer Depression, wie sie Prechter vorsieht.

  • Larry
  • 13.05.09 | 09:31 Uhr

"[T]he deep flaws in the Fed's manipulation of the banking system to induce and facilitate the extension of credit will bear bitter fruit in the next depression. Economists who do not believe that a prolonged expansionary credit policy has consequences will soon be blasting the Fed for "mistakes" in the present, whereas the errors that matter most reside in the past.

Regardless of whether this truth comes to light, the populace will disrespect the Fed and other central banks mightily by the time the depression is over. For many people, the single biggest financial shock and surprise over the next decade will be the revelation that the Fed has never really known what on earth it was doing." (S. 124)

"The Fed has become a slave to trends that it has already fostered for 70 years, to events that have already transpired. For the Fed, the mass of credit that it has nursed into the world is like having raised King Kong from babyhood as a pet." (S. 131)

  • Larry
  • 13.05.09 | 09:30 Uhr

Other governments and central banks have followed similar policies. The International Monetary Fund, the World Bank and similar institutions, funded mostly by the U.S. taxpayer, have extended immense credit around the globe. Their policies have supported nearly continuous worldwide inflation, particularly over the past thirty years. As a result, the global financial system is gorged with non-self-liquidating credit.
Conventional economists excuse and praise this system under the erroneous belief that expanding money and credit promotes economic growth, which is terribly false. It appears to do so for a while, but in the long run the swollen mass of debt collapses under its own weight, which is deflation, and destroys the economy. Only the Austrian school understands this fact. (S. 105)

"It is a principle that meddling in the free market can only disable it." (S. 124)

  • Larry
  • 13.05.09 | 09:28 Uhr

"a major SOCIETAL buildup"

Prechter macht in seinem Buch deutlich, dass er damit die politischen Rahmenbedingungen meint:

"How the Federal Reserve Has Encouraged the Growth of Credit…" (S. 100-102)

"[T]he fiat money system has encourged inflation via both money creation and the expansion of credit. This dual growth has been the monetary engine of the historic uptrend of stock prices in wave (V) from 1932. The stupendous growth in bank credit sind 1975 (…) has provided the monetary fuel for its final advance, wave V. The effective elimination of reserve requirements a decade ago extended that trend to one of historic proportion. (S. 102)"

"Following the Great Depression, the Fed and the U.S. government mebarked on a program, sometimes conciously ans sometimes not, both of increasing the creation of new money and credit and of fostering the confidence of lenders and borrowers so as to facilitate the expansion of credit. These policies both accomodated and encouraged the expansionary trend of the 'Teens and 1920s, wich ended in bust, and the far larger expansionary trend that began in 1932 and wich has accelerated over the past half-century. [Ff.]

  • Zara Zarathustra
  • 13.05.09 | 09:24 Uhr

Moskau einfach - oder wenn der "Zioschismus" zuschlägt in der versklavten westlichen Welt, die ihrem traurigen Ende entgegen stolpert:

""Wer weiterhin die Artikel von Politik-Global lesen möchte, muß sich zur Freischaltung angemeldet haben. Freigeschaltet wird aber nur, dessen Jahresbeitrag € 24 auf dem Konto eingegangen ist, eine Anmeldung alleine genügt also nicht.

Solidaritäts-Unterstützung darf auch gerne mehr als Euro 24 /pro Jahr sein. Es erfolgte am 12.5.2009 die Sperrung der alten .org und .net -Seiten wegen Volksverhetzung. Eine Regierung die die Wahrheit fürchtet, offenbart sich als Diktatur.

Die höheren Kosten jetzt sind bedingt durch ein kleines Büro und eine kleine Unterkunft in Moskau, denn zurück in die "BRD" werde ich wohl nicht mehr können.""

http://politikglobal.blogspot.com/

  • Coubert
  • 13.05.09 | 09:22 Uhr

@Christine

"Coubi: Die erste Regel im Kreditgeschäft? Wie hast Du sie genannt, "auf Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit prüfen? Eine Regel, die beidseitig gelten sollte. "

Frag mal die UBS, ob Du ihre Bücher und Gläubigerwerte detailliert einsehen kannst. Oder Deinen BVG-Kässeliverwalter, ob er sie im Detail kennt, bevor er dort Deinen Schtutz ablädt. Etc., etc., etc.

  • Coubert
  • 13.05.09 | 09:12 Uhr

"Blocher schreibt richtig: «Alle haben die Hochkonjunktur genossen»"

Klar. Und die Armen sollen Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben.
Reizend, unsere vergreiste Marie-Antoinette aus Herrliberg.

  • Zara Zarathustra
  • 13.05.09 | 09:10 Uhr

"Deflation requires a precondition: a major societal buildup in the extension of credit (and its flip side, the assumption of debt). Austrian economists Ludwig von Mises and Friedrich Hayek warned of the consequences of credit expansion, as have a handful of other economists, who today are mostly ignored."

Robert R. Prechter, "Conquer the Crash", S. 88-9"""

Richtig, Larry, "a major SOCIETAL buildup". Davor warnten aber keine Oesterreicher, sondern allenfalls jene Oesterreicher, welche die Hidden Engine kennen. Mises und Hayek wussten nichts von der Hidden Engine hinter den Zyklen, der Triebfeder, die die entsprechenden Funktionäre und Politiker hervorbringen MUSS. Aber wer als Oekonom weder die Hidden Enginge kennt, noch die Machtfrage als Ursprung des Kapitalismus in seine Wissenschaft miteinbezieht, der wird immer nur an der Oberfläche kratzen können und wie Mises, Hayek, Larry und Konsorten immer erst am Schluss des Geschehens einsteigen, bei irgendwelchen irrelevanten Detailabläufen.

Und klar, "wirklich gesunde Banken" haben in einem Dark Age nichts zu fürchten. Weil das ja klar ist, nicht wahr. Sonst noch was ?

  • Coubert
  • 13.05.09 | 09:09 Uhr

"Konkursrichter Ralph Kirschner entschied am Dienstag, dass die Schweizer Bank an der Finanzierung der Luxussiedlung Yellowstone Club mitgewirkt habe, ohne auf Kreditwürdigkeit und Verwendung zu achten."

"ohne auf Kreditwürdigkeit und Verwendung zu achten."
"ohne auf Kreditwürdigkeit und Verwendung zu achten."
"ohne auf Kreditwürdigkeit und Verwendung zu achten."
"ohne auf Kreditwürdigkeit und Verwendung zu achten."
"ohne auf Kreditwürdigkeit und Verwendung zu achten."

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Club-fuer-Superreiche-pleite--Entscheid-gegen-CS/story/19860150

Und merke: "Auf auf Kreditwürdigkeit und Verwendung zu achten" ist eine ruinöse Geschäftpolitik heutzutage.

  • werni425
  • 13.05.09 | 08:28 Uhr

Coubert,
Wo waren die Eigentümer? Die Institutionellen waren schon da und die hatten den Auftrag von uns möglichst viel in ihre Schatullen zu bringen. Jetzt sieht man's wie es ist. Pensionskassenunterdeckung ohne irgendwelche flüssigen Mittel abzuziehen. Und dann noch die Finanzschulden der spekulierenden Gemeinden und Städte. Es wird noch einiges kommen.

Backleasing von RhB Wagonmaterial z.B.

Blocher schreibt richtig:
«Alle haben die Hochkonjunktur genossen»

Werni

  • Larry
  • 13.05.09 | 07:38 Uhr

"Wo und wie soll's Verantwortung geben im Narrenreich der umgeschnallt bekommenen goldenen Fallschirme und einem hirnlos zelebrierten Primat der Gewinn- und Profitmaximierung."

Das Problem ist, dass die Unternehmen einerseits von Managern geführt werden, die zum Unternehmen kein Besitzumsverhältnis haben und andererseits die Regelungsdichte so stark geworden ist, dass sich die Manager nur noch an die Regelungen halten und immer wie mehr nach dem Prinzip handeln: was legal ist ist auch richtig. Oder wie es Thomas Matter in der WW treffend formuliert hat: "Wo die Richtlinien herrschen, erlahmt, ja verschwindet der gesunde Menschenverstand. "

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2008-44/artikel-2008-44-globalisierung-finanzplaetze-unter-kriegsrecht.html

  • Christine
  • 13.05.09 | 07:26 Uhr

"Die gesamte Weltwirtschaft ist am Vertrotteln, Sie Trottel!". Streiche wirtschaft, behalte Trottel. Jeder seinen eigenen. :-)

Coubi: Die erste Regel im Kreditgeschäft? Wie hast Du sie genannt, "auf Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit prüfen? Eine Regel, die beidseitig gelten sollte.

Bei Privatanlegern habe ich erlebt, wie die Gier greift und alle Vorsicht über den Haufen geworfen wird, wenn mit Gewinnen gelockt wird, egal wie offensichtlich unmöglich exorbitant die auch sein mögen. Die Leute haben Mi lli oo nen verloren. Wenn die Gier einmal gegriffen hat, wird zügellos alles ausser acht gelassen, was an Regeln aufgestellt wurde, um einen Absturz zu vermeiden. Hier ging es allerdings um gezielten Betrug, was aber nichts ändert am Verhalten der Anleger: Sie werden wie unmündige Kinder, verlassen sich blinden Auges auf die Versprechungen der Glücksbringer, Zwinker§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§Zwinker, und geben das Denken ab.

Schönen Tag.

  • Larry
  • 13.05.09 | 07:25 Uhr

"Ach! Die Banken waren schon so verarmt, dass sie sich in Selbstzerfleischung auf das billige Nationalbankgeld stürzen MUSSTEN und es unbesehen und ohne Kontrolle in irgendwelche wertlosen Immobilien stopfen MUSSTEN?"

"Es ist nicht die Gier, die das System antreibt, die Fehlsteuerung geht von den Zwängen des Billigkreditsystems aus: Wenn die Zentralbanken kostenloses Geld ausspucken, wäre es für echte Global Player ruinös, es nicht zu nehmen."

Peter Sloterdijk

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,611768,00.html

"nochmals für die Tauben"

Ja, nochmals:
Die Grossunternehmen werden heute nicht von Eigentümern, sondern von Managern geleitet. Auch das ist das traurige Ergebnis des Interventionismus.

Zudem wurden die Aktionäre auch vom Staat gerettet, sie sind keineswegs leer ausgegangen, wie in einer Marktwirtschaft üblich.

"Ein groteskes Verständnis von Risiko."

Wenn eine Bank ihre Guthaben zu 100% gedeckt hat, hat sie überhaupt nichts zu befürchten. Die Bank von Amsterdam hat mehrere Krise problemlos überstanden - ohne jegliche Staatshilfe.

  • Jeanna
  • 13.05.09 | 00:53 Uhr

Nun, Coubert, die Frage ist doch eigentlich die Frage nach der Verantwortung. Wo und wie soll's Verantwortung geben im Narrenreich der umgeschnallt bekommenen goldenen Fallschirme und einem hirnlos zelebrierten Primat der Gewinn- und Profitmaximierung.

  • Coubert
  • 13.05.09 | 00:40 Uhr

"Eine wirklich gesunde Bank hat nichts zu befürchten. Wenn sie mitgerissen wird, dann ist sie eben nicht gesund."

Ein groteskes Verständnis von Risiko.

  • Coubert
  • 13.05.09 | 00:31 Uhr

"Sie Trottel!"
Hoppala! Schon Beschimpfungen anstelle von Argumenten?

"Solange muss man warten können und das können eben nur die Reichen. "
Ach! Die Banken waren schon so verarmt, dass sie sich in Selbstzerfleischung auf das billige Nationalbankgeld stürzen MUSSTEN und es unbesehen und ohne Kontrolle in irgendwelche wertlosen Immobilien stopfen MUSSTEN?

Also, nochmals für die Tauben hier:
Wo waren die Eigentümer? WARUM haben die nicht dafür gesorgt, dass die allerste Regel des Kreditgeschäfts beachtet wurde?

  • Larry
  • 13.05.09 | 00:07 Uhr

"die Klugen kaufen die interessanten Teile des Geschäfts der Trottel billig zusammen, wenn die Party der Unvernunft vorbei ist"

Solange muss man warten können und das können eben nur die Reichen. Dass gerade Linke das übersehen, sagt einiges über deren Redlichkeit aus.

"Bemerkenswert ist natürlich, dass hier fast ein ganzer Markt (das globale Banking) vertrottelt ist."

Die gesamte Weltwirtschaft ist am vertrotteln, Sie Trottel! Und natürlich ist es alles andere als überraschend, es ist genau das, wovor die Ökonomen der österreichischen Schule schon seit bald einem JH warnen.

"Die zweitweise grotesken Ineffizienten der Märkte (the Madness of Crowds) sind ja historisch bestens belegt."

Genauso wie die Tatsache, dass Märkte aus Fehlern lernen. Die Marktwirtschaft ist ein permanenter Lernprozess, ein Entdeckungsverfahren, wie Hayek es treffend formuliert hat.

"Deshalb sollte man ihnen - wie Hyman Minsky richtig urteilte - die wirklich wichtigen Dinge nicht überlassen."

Ganz im Gegenteil: die wirklich wichtigen Dinge sind viel zu wichtig, als dass man sie dem Staat überlässt. Denn das die Bürokraten und Politikern ständig versagen, das ist mehr als erwiesen.

  • Larry
  • 12.05.09 | 23:58 Uhr

"Dass die Kranken die Gesunden mitreissen in den Abgrund ?"

Eine wirklich gesunde Bank hat nichts zu befürchten. Wenn sie mitgerissen wird, dann ist sie eben nicht gesund.

"Das widerleigt kein bisschen, dass viele Unternehmen sich nicht gezwungen sahen, sich am Hype zu beteiligen."

Ich will nicht bestreiten, dass z.B. die UBS schwere Fehler begangen hat, aber selbst wenn alle richtig handeln würden käme es zu Fehlinvestitionen, weil eben der Zins verfälscht wird.

"Zudem sind massenpsychologische Boom/Bust-Zyklen zentralbankunabhängig."

Falsch, sie sind die Folge der Kreditausweitung, welche die ZBs ermöglichen (oder früher andere Formen der Staatsintervention).

"Einfach "History's Hidden Engine" studieren auf Youtube."

"Deflation requires a precondition: a major societal buildup in the extension of credit (and its flip side, the assumption of debt). Austrian economists Ludwig von Mises and Friedrich Hayek warned of the consequences of credit expansion, as have a handful of other economists, who today are mostly ignored."

Robert R. Prechter, "Conquer the Crash", S. 88-9

"Ein Liberaler war er sowieso nicht."

Diesen Mist hatte ich bereits widerlegt, darauf komme ich nicht mehr zurück. Auf ein solch tiefes Niveau begebe ich mich nicht mehr als einmal.

  • Coubert
  • 12.05.09 | 22:46 Uhr

@Larry,Larry, Larry!

"Stellen Sie sich einmal vor, sie seien im Immobilienkreditgeschäft tätig und all' ihre Konkurrenten bieten "unvernünftig" tiefe Zinsen an. Was machen Sie? Entweder Sie machen es auch oder Sie können den Laden schliessen. Punkt Schluss."

Nein, die Klugen kaufen die interessanten Teile des Geschäfts der Trottel billig zusammen, wenn die Party der Unvernunft vorbei ist.

Bemerkenswert ist natürlich, dass hier fast ein ganzer Markt (das globale Banking) vertrottelt ist. Bemerkenswert, aber keineswegs völlig überraschend für denkende Menschen. Die zweitweise grotesken Ineffizienten der Märkte (the Madness of Crowds) sind ja historisch bestens belegt. Deshalb sollte man ihnen - wie Hyman Minsky richtig urteilte - die wirklich wichtigen Dinge nicht überlassen.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 22:24 Uhr

"Es geht hier um die USA, zumindest bis jetzt. Wenn dann die Zentraleuropa-Blase platzt, dann wird man sehen, dass vermutlich auch kleinere CH-Banken nicht mehr so glanzvoll aussehen. Und schon gar nicht, wenn eine CH-Grossbank Pleite gehen sollte."

Ja, und ? Soll das ein Argument sein ? Dass die Kranken die Gesunden mitreissen in den Abgrund ? Das widerleigt kein bisschen, dass viele Unternehmen sich nicht gezwungen sahen, sich am Hype zu beteiligen. Zudem sind massenpsychologische Boom/Bust-Zyklen zentralbankunabhängig. Die Zentralbanker laufen der Massenpsychologie lediglich hinterher.

Einfach "History's Hidden Engine" studieren auf Youtube.
Auch davon wusste Mises leider Gottes halt noch nichts.
Ein Liberaler war er sowieso nicht.

http://dermorgen.blogspot.com/2008/06/ludwig-mises-als-vlkischer-rassist.html

  • Larry
  • 12.05.09 | 22:17 Uhr

"Untergangspropheten, die vom Pessismismus leben"

Bin weder ein Untergangsprophet, noch sonstwie ein Pessimist.

  • liberalmind
  • 12.05.09 | 21:48 Uhr

Vorallem noch blamierender, wenn man der englischen Sprache nicht mal mächtig ist!!! Chef Copy Paster Larry.... lol!

Aber eben das übliche Paranoisten Stadl! Leider nicht mal komisch das Ganze; eben nur wirklich peinlich!

Eben wie Bob Hope sagte:

Untergangspropheten, die vom Pessismismus leben, empfinden jede Art von Zuversicht zwangsläufig als Existenzbedrohung

  • Larry
  • 12.05.09 | 21:44 Uhr

rüher oder später muß es zutage treten, daß die Konjunktur auf Sand gebaut war.

Denn früher oder später muß die Krediterweiterung durch Schaffung zusätzlicher Umlaufsmittel zum Stillstand kommen. Die Banken könnten, auch wenn sie wollten oder durch den stärksten Druck von außen dazu gezwungen würden, diese Politik nicht endlos fortsetzen. Die fortschreitende Vergrößerung der Umlaufsmittelmenge führt zu fortschreitenden Preissteigerungen. Inflation kann jedoch nur solange fortgehen, als die Meinung besteht, daß sie doch in absehbarer Zeit aufhören wird. Hat aber einmal die Überzeugung sich festgesetzt, daß die Inflation nicht mehr zum Stillstand kommen wird, dann bricht eine Panik aus."

Ludwig v. Mises, "Die Ursachen der Wirtschaftskrise"
http://freecitizen.info/bereiche/literatur/46/46?start=2

  • Larry
  • 12.05.09 | 21:42 Uhr

"Bei dem Zinssatze, der sich auf dem Markte vor dem Eingreifen der zusätzlichen Zirkulationskredit schaffenden Banken gebildet hatte, konnten nur solche Unternehmungen und Geschäfte rentabel erscheinen, für die die erforderlichen Produktionsmittel in der Volkswirtschaft verfügbar waren. Durch die Erweiterung des Kredits wird der Zinssatz ermäßigt, und nun erscheinen auch Geschäfte, die früher unrentabel schienen, rentabel;daß auch diese Geschäfte nun unternommen werden, ist es gerade, was den Aufschwung auslöst. Doch für sie ist die Volkswirtschaft nicht reich genug. Die Mittel, die sie beanspruchen, sind nicht verfügbar und müssen erst anderen Geschäften entzogen werden;wären sie verfügbar gewesen, dann hätte es nicht erst der Krediterweiterung bedurft, um Neues zu ermöglichen. Die Krediterweiterung kann den Sachgütervorrat nicht mehren;was sie bewirkt, ist nur eine andere Verfügung über ihn. Sie lenkt die Kapitalinvestition von der Richtung ab, die ihr der Stand des gesellschaftlichen Reichtums und die Lage des Marktes vorschreiben;sie läßt die Produktion Wege gehen, die sie nur hätte beschreiten dürfen, wenn der Wirtschaft ein Mehr an materiellen Gütern zugewachsen wäre. Der Aufschwung entbehrt mithin der festen Grundlage;er ist nicht Blüte, sondern Scheinblüte;er ist nicht durch Anwachsen des gesellschaftlichen Wohlstands entstanden, sondern dadurch, dass die Krediterweiterung dieses Anwachsen vor-täuscht. [Ff.]

  • Larry
  • 12.05.09 | 21:39 Uhr

"diejenigen Kapitalisten, die den Shareholdern kingsclub-mässig eine 25-Prozent Rendite als das Normale verkaufen"

Auch das ist freilich nur in einem durch Inflation völlig verzerrten Umfeld möglich.

"Die Raiffeisenbank sah sich beispielsweise nicht gezwungen"

Es geht hier um die USA, zumindest bis jetzt. Wenn dann die Zentraleuropa-Blase platzt, dann wird man sehen, dass vermutlich auch kleinere CH-Banken nicht mehr so glanzvoll aussehen. Und schon gar nicht, wenn eine CH-Grossbank Pleite gehen sollte.

"Schon gar nicht die Ausreden jener Kapitalisten, die den Staat dirigieren."

Meine Aussagen betreffen das Wirtschaftssystem. Dass die Banken als Lobby eine unrühmliche Rolle gespielt haben und immer noch spielen steht ausser Frage. Aber in einem liberalen Staat wären solchem unheilvollem Lobbyismus Riegeln gesetzt.

"Die Schweiz hat übrigens im Schnitt über die Jahre wesentlich tiefere Zinsen als die USA"

Sie hat tiefere REALZinsen, das hat mit hohen Ersparnissen zu tun. Da sieht man eben den Unterschied zwischen gesundem Kapitalismus und Inflationismus.

"Niemand hat die Amerikaner gezwungen, die Sparquote auf Null runterzufahren"

Klar, Propaganda in Schulen und Medien spielt auch eine grosse Rolle. Aber die Fed trägt die Hauptverantwortung.

  • Larry
  • 12.05.09 | 21:25 Uhr

"Billiges Geld ist nie ein Grund, die erste Regel des Kreditgeschäfts über Bord zu werfen"

Stellen Sie sich einmal vor, sie seien im Immobilienkreditgeschäft tätig und all' ihre Konkurrenten bieten "unvernünftig" tiefe Zinsen an. Was machen Sie? Entweder Sie machen es auch oder Sie können den Laden schliessen. Punkt Schluss.

Und das gilt im grunde für die ganze Wirtschaft: wenn die Konkurrenz vom billigen Geld profitiert, um auszubauen, Werbung zu betreiben, die Preise zu senken usw., dann müssen Sie mitmachen. Genau dieses Problem des zu tiefen Zinses (Bankszins, der unter dem natürlichen Marktzins liegt), der zu Investitionen führt, die im freien Markt nicht rentabel wären, ist das Herzstück der österreichischen Konjunkturzyklentheorie.

"Wo waren die Eigentümer? Warum sind sie nicht eingeschritten und haben dafür gesorgt, dass die erste Regel des Geschäfts beachtet wurde?"

Die Grossunternehmen werden heute nicht von Eigentümern, sondern von Managern geleitet. Auch das ist das traurige Ergebnis des Interventionismus.

  • Larry
  • 12.05.09 | 21:04 Uhr

"Ja gället dsi, Herr Notenbankchef Larry , sie hätten natürlich alles ganz anders gemacht"

Ich hätte gewiss nie einen solchen Posten einer verfassungswidrigen Institution angenommen. Das Problem ist sicher nicht dieser oder jener Notenbanker, sondern die Zentralbank als solche.

"müsste ich Verantwortung tragen und wäre mir der Schwere des verfassungsmässigen Auftrages bewusst"

Sie sind sich des "verfassungsmässigen Auftrages" scheinbar überhaupt nicht bewusst:

Art. I Sec. 8 Cl. 5

[Congress shall have Power ... ] To coin Money, regulate the Value thereof, and of foreign Coin, ...;

Art. I Sec. 10 Cl. 1

[No State shall ...] make any Thing but gold and silver Coin a Tender in Payment of Debts; ...

Von Zentralbank und Papiergeld steht nichts und was nicht in der Verfassung steht steht nicht in der Kompetenz des Bundes.

"Wer sich in panischer Manie ständig mit dem Negativen und den Abgründen befasst..."

Klar, wenn man selbst beruflich vom System erheblich profitiert, mag man nicht, dass andere es durchleuchten.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 16:49 Uhr

Tja, Larry, diejenigen Kapitalisten, die den Shareholdern kingsclub-mässig eine 25-Prozent Rendite als das Normale verkaufen, die sind allerdings gezwungen, jeden Wahnsinn mitzumachen. Die Raiffeisenbank sah sich beispielsweise nicht gezwungen und steht jetzt eben gesünder da als eine UBS oder eine Bayern-LB.

Die billigen Ausreden der Kapitalisten mag man nicht mehr hören.
Schon gar nicht die Ausreden jener Kapitalisten, die den Staat dirigieren.

Die Schweiz hat übrigens im Schnitt über die Jahre wesentlich tiefere Zinsen als die USA, ohne dass es zu diesem kriminellen und dämlichen Gebaren wie in den USA gekommen wäre.
Betrifft übrigens Unternehmen und Privatpersonen gleichermassen. Niemand hat die Amerikaner gezwungen, die Sparquote auf Null runterzufahren und die chinesischen Ersparnisse zu verprassen.
Die ganze Schuld dem Staat anhängen wollen, Null Eigenverantwortung. Sind wir schon so dekadent ?

  • Coubert
  • 12.05.09 | 16:48 Uhr

"Wenn eine Bank überleben will, muss sie das billige Geld der ZB nehmen, das ist ganz klar, sonst scheidet sie aus."

Unsinn. Solche "Gesetze" herrschen nur in der Welt der institutionellen Lemminge. Billiges Geld ist nie ein Grund, die erste Regel des Kreditgeschäfts über Bord zu werfen: "Kenne Deine Kunden". Diejenigen Banke, die sie beachtet haben trotz dem billigen Angebot an Schnaps, die sind gesund geblieben und ohne jede staatliche Hilfe überlebensfähig. Auch wenn jetzt die Gefahr besteht, dass sie von den unverantwortlichen Säufern auch in die Tiefe gerissen werden.

Wo waren die Eigentümer? Warum sind sie nicht eingeschritten und haben dafür gesorgt, dass die erste Regel des Geschäfts beachtet wurde?

  • liberalmind
  • 12.05.09 | 16:47 Uhr

Ja gället dsi, Herr Notenbankchef Larry , sie hätten natürlich alles ganz anders gemacht. Als Reaktion auf die geplatzte Immobilienblase sofort eine restriktive Geldpolitik durchgezogen, die Leitzinsen um 300 BP erhöht und die Chose den Bach runter gehen lassen...

Hör doch auf mit deinem Gedröhne! Hast Du wirklich nichts Erbauenderes, womit Du dich beschäftigen kannst?!? Wer sich in panischer Manie ständig mit dem Negativen und den Abgründen befasst... hat sie auch nicht mehr grad alle am richtigen Ort. Es gäbe bei Gott hunderte erbauendere Themen als hier den alles Besserwisser herauszukehren, den Du nicht mal selber glauben kannst, wenn Du noch bei Sinnen bist!

  • Larry
  • 12.05.09 | 16:35 Uhr

"Warum säuft der Markt denn jetzt nicht ? Jetzt, wo die FED-Bilanzsumme erstmals so richtig explodiert ?"

Weil die Allmacht der ZB nun endlich seine Grenzen gefunden hat. Viel zu viele haben an diese Allmacht geglaubt und die Behörden haben alles daran gesetzt, dass sie daran glauben. Andere, besser informiert, glaubten nicht richtig daran, mussten sich jedoch dem verzerrten Markt beugen und mitmachen, sonst wären sie ausgeschieden. Alleine Recht haben können sich nicht alle leisten.

  • liberalmind
  • 12.05.09 | 16:34 Uhr

Die Durchgeknalltheit dieses sextuplen Hermaphroditen von der Müllabteilung geht so weit, dass der Typ tatsächlich auch noch glaubt, die eigene Kleckserei hier werde gelesen und sei dazu noch von irgendwelcher Relevanz! und rät anderen sich Peinlichleiten zu ersparen... ! Wirklich tragisch, wer an solch paranoidem Grössenwahn leidet und eine Plage für die Menschheit! ...Ja und wenn ich mit x Pseudonymen bloggen würde, wie diese Paranoiatante, dann würde ich wohl die meisten anderen auch kennen... lol! Zu allem dazu noch total verblödet! Für wen hält der sich eigentlich?

  • Larry
  • 12.05.09 | 16:29 Uhr

"Die Bilanzsumme der FED erreichte bis vor ein paar Monaten niemals auch nur eine einzige Trillion"

Der Einwand gilt nicht, denn was die Fed heute macht war von den Banken vorausgesehen: sie wussten, dass sie eh interveniert. Sie ist bei jeder Krise systematisch interveniert und hat bei der Blasenaufblähung hingegen nicht reagiert. Erst als der $ zu kollabieren drohte hat sie reagiert und den Zins wieder erhöht und dann war es zu spät. Und genau diese Zinserhöhung hat dann die Blase zum Platzen gebracht.

  • Larry
  • 12.05.09 | 16:26 Uhr

"Kein Bankeigentümer war gezwungen, Kredite an Leute zu vergeben, die sie nicht kannten"

Wenn eine Bank überleben will, muss sie das billige Geld der ZB nehmen, das ist ganz klar, sonst scheidet sie aus. Übrigens haben sowohl die Bank als auch der Kunde profitiert, wirklicher Verlierer ist nur der Steuerzahler, der sich nicht wehren kann.

"Nur ein Idiot ohne Selbstregulation und -beherrschung sauft sich zu Tode, weil es im Denner viel Schnaps zu billigen Preisen gibt."

Der Dennerkunde wäre in diesem Fall nicht die Banken, sondern die Bankkunden, genauer: die Kreditnehmer. Diese waren z.T. Reiche, die mit dem billigen Kredit ein Ferienhaus kauften. Da das US-Konkursrecht die Haftung auf das Haus beschränkt, haben sie keinen Rappen verloren.

Die "Idioten" waren lediglich die kleineren Bankkunden, die auf Pump gelebt haben. Aber auch sie haben bis vot kurzem profitiert.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 16:16 Uhr

"Denn wer bei Discountangeboten nicht zugreift und sein letztes Hemd verspielt und versäuft, der scheidet aus! Das sagt die reine Lehre ...."

Ja, und die totale Leere ! ;-)

Warum säuft der Markt denn jetzt nicht ? Jetzt, wo die FED-Bilanzsumme erstmals so richtig explodiert ? Genau jetzt findet dieses Geld nicht einmal mehr den Weg in die M1-Geldmenge.
Niemand sieht sich gezwungen, den Zaster weiterzureichen. Der Money-Multiplier ist exakt zeitgleich abgestürzt. Auf dieser Grafik sehr schön zu bestaunen:

http://2.bp.blogspot.com/_nSTO-vZpSgc/ST7ujh4TtcI/AAAAAAAAD9M/uudLWS6Ss6k/s1600-h/M1-Mult.png

  • Coubert
  • 12.05.09 | 16:03 Uhr

Psst, Zara.

Der freie Markt darf nicht wie ein haltloser Säufer ausschauen. Denn wer bei Discountangeboten nicht zugreift und sein letztes Hemd verspielt und versäuft, der scheidet aus! Das sagt die reine Lehre ....

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 15:52 Uhr

"Soll das etwa Humor sein? Es geht hier um Trillionen."

Das ist leider falsch. Die Bilanzsumme der FED erreichte bis vor ein paar Monaten niemals auch nur eine einzige Trillion (deutsch: Billion).
Hingegen schufen die Privaten allein CDS von 60 Trillions.

  • Coubert
  • 12.05.09 | 15:47 Uhr

"... zwingt die Banken, den billigen Zins an die Kunden weiterzureichen. Jene Bank, die es nicht tut, scheidet aus."

Kein Bankeigentümer war gezwungen, Kredite an Leute zu vergeben, die sie nicht kannten (Verletzung der allerersten Bankregel) und in Immobilien zu stecken, die sie nie geprüft haben.

Nur ein Idiot ohne Selbstregulation und -beherrschung sauft sich zu Tode, weil es im Denner viel Schnaps zu billigen Preisen gibt. Hier heisst der Idiot Mr. Finanzmarkt.

  • Jeanna
  • 12.05.09 | 15:39 Uhr

Und wenn ich dem Drilling mit seinem "spiritus rector" Markb auch mal einen Rat geben darf ... am besten seinen eigenen (!) an andere:

Ja, machen Sie doch Ihren eigenen Blog auf. Dann können Sie Ihre Selbstgespräche dort führen. "Publikum" dürfte sich zwar in Grenzenhalten, aber gewisse Nachteile sind halt auch für unseren "Faktenblogger" in Kauf zu nehmen ... it's nothing but reality, stupid !

  • Larry
  • 12.05.09 | 15:31 Uhr

"ein wenig Zinssenkungen und eine bisschen Nationalbankgeld"

Soll das etwa Humor sein? Es geht hier um Trillionen.

"Wer hat sie gezwungen, diese Risiken einzugehen?"

(Von der ZB erzeugte) Inflation zwingt die Banken, den billigen Zins an die Kunden weiterzureichen. Jene Bank, die es nicht tut, scheidet aus.

  • Jeanna
  • 12.05.09 | 15:28 Uhr

Und mit buchstäblich zwanghaft bedingter Berechenbarkeit zeigt unser aller "Faktenblogger" - der andere Foristen schon des mehrfachen Abfall und Hässlicheres genannt hat - sein wahres Wesen ! Nun sind's mittlerweilen gemäss seinem Oberstübchen schon sechs, die alle ein und dieselbe Person sein sollen, aber unter verschiedenen Nicks posten ... sagt jedenfalls der gesperrte markb, der fröhlich unter 3 verschiedenen Nicks weiterhin "faktenbloggt".

Armer Kerl !

  • Larry
  • 12.05.09 | 15:28 Uhr

"Ohne Staat"

Freie Marktwirtschaft heisst nicht Anarchie. Der Staat muss das Eigentum, die Sicherheit und die Einhaltung des Rechts garantieren.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 15:15 Uhr

Du bist vielleicht ein grosses Kind, philomarkbergmind. Du kannst Deine lächerliche These noch hundertmal hier vortragen. Ein Grossteil der hier Schreibenden kennen Jeanna, Gallus und mich persönlich, und einige auch Eleonora. Also spar' Dir doch diese Peinlichkeiten.

  • liberalmind
  • 12.05.09 | 15:09 Uhr

Brauchen wir noch einen Beweis mehr, wie verlogen und paranoid dieser Typ ist?!! Hauptsache er und nur er mit seinen x anderen Pseudonymen postet hier hundertfach jede Woche.... wie die Welt auf diesen misantrophischen, pubertären Mist gewartet hätte... lol!

Zara Zarathustra 12.05.09 14:01
Bitte nicht das Forum missbrauchen und mit ellenlangen copy/paste-"Beiträgen" eindecken, und erst noch in englisch, was nicht jeder versteht. Das ist schlechter Stil und mangelnder Respekt gegenüber jenen, die hier eigene Beiträge schreiben und dadurch abgedrängt werden. Man kann das auch verlinken. Danke.

  • liberalmind
  • 12.05.09 | 15:02 Uhr

@ philosopher

Du vergeudest hier deine Zeit mit deinen fundierten Beiträgen. Hast Du noch nicht gemerkt, dass es immer der gleiche ist, der mit x Pseudonymen hier den Platzhalter der Mülldeponie spielt. Sobald ein Beitrag kommt, der etwas mit der Realität zu tun hat und dazu noch fundiert ist, dann wird die ganze Müllequipe aufgeboten - mittlerweile bedient er sich mindestens 6 Pseudonymen! - und müllt den Blog mit immer den gleichen Provokationen und der gleichen Proleterei zu. Was das mit freier Meinungsäusserung zu tun haben soll, bleibt mir ein Rätsel. Wenn noch Meinungen geäussert würden aber es geht diesem Chaoten nur um reine Provokation, der perpetuierten Äusserung von Menschenhass und Verachtung von allem was mit dem lebendigen, freiheitlichen Leben zu tun hat! Wollen wir uns mit solchem Abfall abgeben? Wohl kaum!

  • Coubert
  • 12.05.09 | 14:19 Uhr

"Als ob monetäre Zentralplanwirtschaft etwas mit freier Marktwirtschaft zu tun hätte."

Als ob eine stabile Selbstregulierung mit ein wenig Zinssenkungen und eine bisschen Nationalbankgeld gleich über den Haufen zu schiessen wäre.

Wo waren die Eigentümer? Warum konnten sie ihre Interessen nicht wahren? Wer hat sie gezwungen, diese Risiken einzugehen?

Oder auch: sauf' ich mich zu Tode, nur weil der Denner diese Woche den Schnaps in Aktion hat?

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 14:17 Uhr

Es gibt keine freie Marktwirtschaft, Larry. Ohne Staat, der erst das Kapital ermöglicht und die ersten Schulden ex nihilo in die Welt bringt, wird nie gewirtschaftet. Wo kein Staat ist, da ist Subsistenz, aber keine Wirtschaft. Eine Wirtschaft wird durch Kapital und Tributpflicht von den Herrschern via Staat erzwungen.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 14:12 Uhr

Ja, das mag Dir so erscheinen, Larry, weil Du PCM vermutlich nicht ausführlich gelesen hast und somit auch nicht wissen kannst, inwiefern sich seine Thesen von Heinsohn, Steiger, Minsky, Oppenheimer, usw. unterscheiden, respektive diese ergänzen, weiterführen und abrunden. Strobl hat ganz klar die Ausdrucksweise von PCM praktisch eins zu eins übernommen, und da wäre es angebracht gewesen, den Urheber zu erwähnen, wenn er schon eine ganze Anzahl anderer Figuren erwähnt. Er hat es vermutlich nicht gewagt, weil PCM eben zu radikal ist für die Mainstreammedien, wie es die FAZ nunmal ist. Erstaunlich genug schon, dass man Strobl dort überhaupt schreiben lässt. Andererseits aber auch kein Wunder, da man den Lesern nicht mehr mit Mainstream-Oekonomie kommen muss. Das interessiert niemanden mehr.

  • Larry
  • 12.05.09 | 14:04 Uhr

"Man kann das auch verlinken."

Der ganze Artikel ist aber wesentlich länger als dieses Zitat.

  • Larry
  • 12.05.09 | 14:03 Uhr

"Nicht so einfach ist es zu erklären, warum man einem solchen (Markt-)System soviel Vertrauen in die Selbst-Regelung durch die Eigentümer entgegenbringen soll."

Als ob monetäre Zentralplanwirtschaft etwas mit freier Marktwirtschaft zu tun hätte.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 14:01 Uhr

Bitte nicht das Forum missbrauchen und mit ellenlangen copy/paste-"Beiträgen" eindecken, und erst noch in englisch, was nicht jeder versteht. Das ist schlechter Stil und mangelnder Respekt gegenüber jenen, die hier eigene Beiträge schreiben und dadurch abgedrängt werden. Man kann das auch verlinken. Danke.

  • Larry
  • 12.05.09 | 13:58 Uhr

"Strobl hat erst im Kommentarbereich auf die Unterlassung hingewiesen, nachdem man ihn darauf aufmerksam gemacht hat. "

Er erklärt in seiner Antwort die Gründe für diese Unterlassung ist sie scheinen mir stichhaltig: PCM ist nicht der Efinder der Kettenbriefidee, sondern hat sie von Mishkin übernommen. Dass Strobl die deutschen PCM-Begriffe statt der Englischen Mishkins benutzt ist für einen einen Artikel in deutscher Sprache naheliegend.

"Er will nur eine ganz andere Lösung als PCM, nämlich einfach den ganzen Karren möglichst noch eine oder mehrere Runden weiterschieben."

Klar, dass er Keynesianer ist lässt sich aus dem Artikel leicht erblicken.

"weshalb der Kapitalismus nicht funktionieren kann. Es werden immer jene gewählt, die die Katastrophe den kommenden Generationen aufhalsen."

Deshalb sind Liberale auch Gegner der unbschränkten Demokratie und plädieren für limited government. Die Befugnisse des Staates müssen in der Verfassung eng und streng begrenzt werden. Der Fehler in der US-Verfassung liegt wohl bei der Wahl der Bundesrichter: man hätte diese den Gliedstaaten anvertrauen sollen.

  • Larry
  • 12.05.09 | 13:45 Uhr

The monetization of Treasury debt was illegal according to the Federal Reserve Act of 1913. It was not authorized. As a matter of fact, the use of government bonds for the purpose of backing Federal Reserve notes and deposits was explicitly ruled out. Stiff penalties were prescribed in case, and to the extent, the liabilities of a Federal Reserve bank could only be balanced through its portfolio of Treasury paper. Of course, Strong and his cohorts were aware that they were breaking the law. They argued that this policy was not official; that it was designed to meet an emergency; and it would be terminated as soon as the emergency has passed and the international gold standard was made operational once more. No doubt, this was one of those 'emergencies' that was invented to become permanent. Strong himself was instrumental in preventing the gold standard from becoming operational again by sterilizing gold that had come to the United States from European belligerents in payment for war supplies. It would be closer to the truth to say that central bankers have tasted the elixir of power, and liked it. They have become addicted to it. Never mind that it was forbidden fruit for them. They wanted to exhaust the entire cup. They knew that they could manipulate Congress to legalize retroactively the power they had illegally grabbed.

http://www.safehaven.com/article-5606.htm

  • Larry
  • 12.05.09 | 13:44 Uhr

Strong introduced illegal "open market operations" for the first time. He established the Open Market Investment Committee of the New York Federal Reserve Bank in 1922 under his own chairmanship. It conducted buying and selling, mostly buying, of Treasury bonds for the account of the Federal Reserve Bank of New York as well as some other Federal Reserve banks. The bonds purchased in the open market were paid for in the form of Federal Reserve notes and deposits created out of nothing for this specific purpose. The advent of open market operations of central banks has changed the landscape of world finance beyond recognition. It made official manipulation of bond and stock prices possible. It turned traditional virtues and vices upside down: thrift into vice, sharp trade practices into virtue.

  • Larry
  • 12.05.09 | 13:43 Uhr

"Wer genau informiert ist, weiss natürlich, dass es genau der Goldstandard war, der die grosse Depression in den USA geradezu herbeigeführt hat, da die Geldmenge nicht ausgeweitet werden konnte!"

Wiederholungen (sei es unter anderem Pseudo) ersetzen die Argumentation nicht. Schuld war die Schaffung der verfassungswirigen Federal Reserve, eigentlicher Staatsstreich (und Ergebnis einer Verschwörung zwischen den Bankhäusern Morgan und Rockefeller, mit Unterstützung der Regierung Wilson), die Abschaffung des klassischen Goldstandards vor dem ersten Weltkrieg und seine Ersetzung nach dem Krieg mit einem faulen Golddevisenstandard, die es den Zentralbanken ermöglichte, die Geldmenge zu inflationieren.

Murray Rothbard zeigt in seinem Buch sehr detailliert auf, wie Benjamin Strong, damaliger Governor der NY-Fed (und ehemaliger Morgan-Banker), seine Macht ausnutzte und missbrauchte, um einen künstlichen Akzeptenmarkt zu schaffen. Akzepte spielten bei den Blase den 1920er in etwa die gleiche Rolle wie heute die CDS und wurden massiv aufgetürmt. Strong hat auch die illegalen und fatalen Offenmarkt-Operationen eingeleitet:

[Ff.]

  • Coubert
  • 12.05.09 | 13:22 Uhr

"WIE HÄTTE IHR CRISIS MANAGEMENT IN DER AKTUELLEN KRISE AUSGESEHEN, WENN SIE DIE GESAMTVERANTWORTUNG FÜR DAS WELTFINANZSYSTEM UND DIE WELTWIRTSCHAFT TRAGEN MÜSSTEN?"

Um Himmels Willen! Da haben Leute Unsummen kassiert, um ein System in dummer Blindheit die Krise zu führen, und die gleichen Leute kassieren Unsummen, um es angeblich zu flicken, und ich soll mir gratis darüber den Kopf zerbrechen?

Was immer Markt ist, das kann es nicht sein.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 13:20 Uhr

Wie kommt eigentlich so ein Systemling dazu, sich (unter anderem) Philosopher zu nennen ?

  • Coubert
  • 12.05.09 | 13:14 Uhr

@philosopher

"Ist das eine Antwort auf meine Frage?"

Selbsverständlich ist sie das. Wenn massenhaft Unternehmensführer unter Aufsicht ihrer Eigentümer ihre allererste Geschäftsregel nicht mehr beachten, dann ist ein allerwichtigster Teil des Problems identifiziert.

Von wegen Frage: soll ich meine erstgestellte wiederholen oder ist die Aufmerksamkeitsspanne genug gross für 43 Minuten?

  • philosopher
  • 12.05.09 | 13:12 Uhr

@ Coubert und Forum

Meine absolut berechtigte Frage bleibt seit Monaten unbeantwortet und wird postwendend mit feigen Anschuldigungen und USA und Israel Bashing zugemüllt. Ob das etwas mit meiner Frage zutun hätte!


Ich und andere warten seit Monaten auf die Antwort:

WIE HÄTTE IHR CRISIS MANAGEMENT IN DER AKTUELLEN KRISE AUSGESEHEN, WENN SIE DIE GESAMTVERANTWORTUNG FÜR DAS WELTFINANZSYSTEM UND DIE WELTWIRTSCHAFT TRAGEN MÜSSTEN?

Wissen Sie, hier kritisiern und seine persönlichen Theorien über Geldpoltik abgeben kann hier jeder. Was in der Realität konkret gemacht wird, ist doch entscheidend. Ich persönlich hätte wohl kaum viel anders gehandelt, müsste ich Verantwortung tragen und wäre mir der Schwere des verfassungsmässigen Auftrages bewusst! Und dass der Mensch nie perfekt sein wird und immer wieder Fehler macht, sollte wohl auch jedem mit ein paar Jahren Lebenserfahrung bewusst sein!

  • philosopher
  • 12.05.09 | 13:08 Uhr

Der neue Freund der Schweiz Ahmedinejad hat 100 Schweizerinnen und Schweizer für ein Austauschjahr nach Iran eingeladen! Darunter wurden auch die strammsten Israel und USA Basher: jeannazaraeleonoragallus auserkoren! Dies hat soeben die Botschaft in Bern verlauten lassen! Nur wissen die noch nicht als was der Viererzwitter einreisen wird!? Transsexuelle werden bekanntlich meist mit der Todesstrafe durch Steinigung verurteilt. Das wird dann ein sehr kurzes Jahr werden. Um die im Iran verpönte Bloggersucht auszutreiben, werden nach Scharia Recht beide Hände abgehackt!

Recht schönen Aufenthalt kann man da nur wünschen!

  • Jeanna
  • 12.05.09 | 13:07 Uhr

@Philomarkbergmind:

Klar: Die "Neid"-Leier MUSSTE ja kommen ! Als ob auch nur irgend ein Zurechnungsfähiger neidisch wäre auf solch desaströses finanz- und marktwirtschaftliches Absaufen.

  • Jeanna
  • 12.05.09 | 13:02 Uhr

"""Es war aberwitzig, die angemessene Selbstregulation vom Markt zu erwarten."""

Klar. ABER: Genau dieses unantastbare Glaubensbekenntnis ist doch integrierter Bestandteil - Fundament gar - des vereinigten Wirtschaftstheologen-Evangeliums ... "the word to spread", quasi.

Toll: Selbstreguliert bis zum dominoartigen Kollaps.

Und dieselben hausieren schon wieder mit Glaubenssätzen und Patentrezepten.

  • philosopher
  • 12.05.09 | 12:59 Uhr

@ Coubert

Ist das eine Antwort auf meine Frage? Wohl kaum. Ausflüchte und unterschwelliger Neid, Pauschalisierungen und Stigmata ist alles was ich lese. Das reiht sich nahtlos ein in den Reigen der Steinzeitproleten, den lächerlichen Hochstaplermöchtegerndozenten über Geld- und Wirtschaftspolitik und den missgünstigen Neidern!

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 12:53 Uhr

Ja, Coubert, der Staat ist eben ein Vehikel der herrschenden Klasse.
In den USA eines der Israel-Lobby. Man werfe einen Blick in Geithners Terminkalender:

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=98444

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 12:47 Uhr

Systemrelevant ist in einer Demokratie doch schon eine Firma wie Opel, wie wir sehen. Relevant nämlich für Politiker, die wiedergewählt werden wollen. Deshalb werden sie auch diese Milliarden den Kindern und Kindeskindern anhängen. Und wiedergewählt werden.

O trauriges Geschlecht ....

  • Coubert
  • 12.05.09 | 12:42 Uhr

@Zara

Im einem müssen wir den Wolkenkuckucksheimern recht geben:
an der Krise ist der Staat schuld. Es war aberwitzig, die angemessene Selbstregulation vom Markt zu erwarten.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 12:38 Uhr

Wie das Crisis Management bei Pleiteunternehmen in einem kapitalistischen System aussehen müsste, ist doch wohl klar: Pleitefirmen und -Banken abwickeln oder verstaatlichen, Shareholder gehen leer aus. Aber wenn dem Obama seinem Geithner seine Berater an der Wallstreet und insbesondere bei den Bankstern von Goldman Sachs hocken, dann läuft das halt ein bisschen anders, nicht wahr.

  • Coubert
  • 12.05.09 | 12:35 Uhr

Ehe wir es vergessen:

" Coubert 12.05.09 12:06
@philosopher

Die Frage lautet heute: inwiefern unterscheiden sich "systemrelevante" Banken von staatlichen Banken?"

  • Coubert
  • 12.05.09 | 12:34 Uhr

@philosopher

Der Witz der Theses des freien Marktes ist doch der, das niemand diese das tragen muss, weil die Bankmanager die einfachste Regel des Bänkings im Interesse der Eigentümer (von dene sie ja kontrolliert werden) einhalten:

"KENNE DEINE KUNDEN"

Hypothekenfinanzierung heisst Regenschutz und Wanderschuhe: m.W. Arrrrbeit draussen im Feld.
Aber das Topmanagment hat halt lieber am Bildschirm an kruden Statistik-Modellen herumtöggeln lassen, in ihren feinen Brioni-Anzügen und John-Lobb-Schuhen, die auf Baustellen natürlich arg verschmutzt hätten werden können.

Es ist leider so einfach. Nicht so einfach ist es zu erklären, warum man einem solchen (Markt-)System soviel Vertrauen in die Selbst-Regelung durch die Eigentümer entgegenbringen soll.

  • Zara Zarathustra
  • 12.05.09 | 12:25 Uhr

Dass die Aussagen eines Philomarkbergmind wertlos sind, ist klar.
Einer, der mit vier Nicks antreten muss, hat ein gröberes Problem, und nicht nur mit sich selber.

Und @Larry: Strobl hat erst im Kommentarbereich auf die Unterlassung hingewiesen, nachdem man ihn darauf aufmerksam gemacht hat. Zudem argumentierte er eins zu eins mit PCM-Argumenten und Ausdrücken. Er will nur eine ganz andere Lösung als PCM, nämlich einfach den ganzen Karren möglichst noch eine oder mehrere Runden weiterschieben. Und das ist ja auch genau das, was die Politiker versuchen. Die fehlenden Neuschuldner im Kettenbrief staatlich zu ersetzen, respektive der nächsten Generation aufzubürden. Und die Eltern dieser bedauernswerten Kinder wählen genau solche Politiker.
Und genau dies ist ein Kernpunkt in PCMs These, dass die Demokratie ein Hauptgrund ist, weshalb der Kapitalismus nicht funktionieren kann. Es werden immer jene gewählt, die die Katastrophe den kommenden Generationen aufhalsen.

  • philosopher
  • 12.05.09 | 12:22 Uhr

@ Coubert

Ich und andere warten seit Monaten auf die Antwort:

WIE HÄTTE IHR CRISIS MANAGEMENT IN DER AKTUELLEN KRISE AUSGESEHEN, WENN SIE DIE GESAMTVERANTWORTUNG FÜR DAS WELTFINANZSYSTEM UND DIE WELTWIRTSCHAFT TRAGEN MÜSSTEN?

Wissen Sie, hier kritisiern und seine persönlichen Theorien über Geldpoltik abgeben kann hier jeder. Was in der Realität konkret gemacht wird, ist doch entscheidend. Ich persönlich hätte wohl kaum viel anders gehandelt, müsste ich Verantwortung tragen und wäre mir der Schwere des verfassungsmässigen Auftrages bewusst! Und dass der Mensch nie perfekt sein wird und immer wieder Fehler macht, sollte wohl auch jedem mit ein paar Jahren Lebenserfahrung bewusst sein!

  • Coubert
  • 12.05.09 | 12:21 Uhr

Das Kern-Problem der deutsche Steuerlandschaft:

"Deutsche Geringverdiener tragen höchste Last"

http://www.welt.de/finanzen/article3723322/Deutsche-Geringverdiener-tragen-hoechste-Last.html

All die superrreichen SVP Unterstützer, die Blospel&Co, das sind die, die dieses System (noch mit feudalistischer Befreiung bei der Erbschaftsteuer und den Sondersätzen für Erträge aus Dividenden und Kapitaleinkommen) auch in der CH einführen möchten. Was kümmern sie die Folgen. Sie sitzen in ihren Gated Communities, und ihre Erben sind weitgehend "entlastet".

  • Coubert
  • 12.05.09 | 12:08 Uhr

Und dann hätte wir also die neue Hymne der freien Märkte schon gefunden:

http://www.youtube.com/watch?v=0vzNpLQ_yck

  • Coubert
  • 12.05.09 | 12:06 Uhr

@philosopher

Die Frage lautet heute: inwiefern unterscheiden sich "systemrelevante" Banken von staatlichen Banken?

  • Coubert
  • 12.05.09 | 12:03 Uhr

Man muss sich mal vor Augen halten: der Staat wedelt mit günstigem Geld, und diese Horte des geballten Wirtschaftswissens vergessen alles Interesse ihrer Eigentümer. Ja die Eigentümer selbst sind unfähig Kontrolle auszuüben und die Gefahren zu erkennen, in die sie sich begeben.

Wenn das der Erkenntnishorizont der freien Märkte ist, und das die beste Regelgrösse sein soll, die wir kennen, dänn guet Nacht am Sächsi.

  • philosopher
  • 12.05.09 | 12:03 Uhr

@ Coubert

War Lehman Brothers systemrelevant oder nicht? Hindsight wohl doch! Es gibt keine ultimative Garantie für die Zukunft in dieser Hinsicht.

Aber wenn man etwas aus der Geschichte gelernt hat, dann hat man diesmal vermieden hunderte von Banken pleite gehen zu lassen und einen Totalkollaps zu provozieren. Die Mitglieder der Darwin Sekte hier, die direkt in die Steinzeit zurück möchten, hätten das begrüsst. Zumindest kann man diese pubertären Provokationen hier hunderte mal nachlesen...!

  • Coubert
  • 12.05.09 | 11:57 Uhr

"Die Meinung Staatsbanken würden langfristig besser arbeiten, als private Banken ist durch die Geschichte längst widerlegt."

Alle "systemrelevanten" Banke sind de facto staatliche Banken. Was sonst sollen wir für einen Schluss aus dieser Krise ziehen?

  • philosopher
  • 12.05.09 | 11:49 Uhr

Und noch was: Etwas zum Vorausdenken

Die Linken wollen jetzt mit einer Initiative die Banklizenz für die Postfinance erzwingen. Also quasi die ultimative Staatsbank, den Kantonalbanken übergelagert. Der Weg wäre vorgezeichnet. Viele potentielle Kreditnehmer, die anderswo abgelehnt würden, würden dann bei der Postfinance unterkommen und das Kreditportfolio somit bei Krisen viel anfälliger auf grosse Abschreiber. Dann natürlich zu Lasten der Steuerzahler. Die Meinung Staatsbanken würden langfristig besser arbeiten, als private Banken ist durch die Geschichte längst widerlegt. Es gab schon mal eine Eidgenössische Bank in der Schweiz, die ging bekanntlich in den 30er Jahren wegen transferbeschwerdeter Kredite mit Deutschland Konkurs! Voilà! Nur so zum Thema wir lernen nie etwas aus der Geschichte....?!?

  • Nove
  • 12.05.09 | 11:45 Uhr

"Den Dorn im eigenen Auge sieht man halt nicht. Das steht bekanntlich bereits in der Bibel!"

Genau. Gleich nach dem Gleichnis vom Kamel im Heuhaufen...

Wer den ersten Stein wirft, lieber philosopher, fällt oft in sein eigenes Glashaus...

  • philosopher
  • 12.05.09 | 11:34 Uhr

weiter:

Es waren die Staatsbanken, die damals masslos übertrieben haben und einige von ihnen sind untergegangen. Die Rettung der Kantonalbanken von Bern, Waadt und Genf hat den Steuerzahlern Milliarden gekostet! Was ist das schlussendlich anderes als Fannie Mae oder Freddie Mac? Nur bestehen die zwei Organisationen noch. Übrigens wenn man das Immobiliendebakel in der CH anfangs der 90er auf US Verhältnisse extrapoliert, ergibt sich eine Summe von 2'500 Milliarden $! Also, der Schweizer Immo-Crash damals war mindestens so schlimm wie der aktuelle in den USA! Nur hat die Schweiz halt wegen ihrer Kleinheit nicht globale Bedeutung. Es ist halt immer einfacher mit dem gestreckten Finger auf die anderen zu zeigen, was die wieder alles falsch gemacht haben. Den Dorn im eigenen Auge sieht man halt nicht. Das steht bekanntlich bereits in der Bibel!

  • philosopher
  • 12.05.09 | 11:28 Uhr

Von Niveau, Sachkenntnis und Analyse hier weit und breit keine Spur! Die allermeisten Beiträge zur aktuellen Banken- und Wirtschaftskrise sind absolut lächerlich und wenn sie nicht tatsächlich von Erwachsenen geschrieben wären, könnte man meinen, es seien Kindergärteler oder verblendete Mitglieder einer Sekte, die hier immer den gleichen Quatsch posten. Die impertinente Besserwisserei ist pathologisch und deshalb krankhaft. Da wird immer noch über Goldstandard fabuliert und genau die gleichen monieren doch tatsächlich man lerne von der Geschichte nie etwas...?! Wer genau informiert ist, weiss natürlich, dass es genau der Goldstandard war, der die grosse Depression in den USA geradezu herbeigeführt hat, da die Geldmenge nicht ausgeweitet werden konnte!

Die Impertinenz nimmt kein Ende und es gibt hier tatsächlich immer wieder die gleichen, welche die Arroganz haben und meinen, sie wüssten wie man eine Notenbank leitet und eine Geldpolitik definiere...?! Vielleicht sollte man sich erst mal im Klaren sein, was überhaupt der Auftrag einer Notenbank ist, bevor man hier ständig Abstrusitäten von sich gibt, die garantiert die Welt binnen zwei Wochen in den Totalkollaps stürzen würden!!

Und die gleichen, die immer mit dem gestreckten Finger Richtung USA zeigen, haben offenbar vergessen, dass auch die Schweiz anfangs der 90er eine geplatzte Immobilienblase vorzuweisen hatte. Damals waren es die privaten Banken die 40 bis 50 Milliarden problemlos wegstecken konnten.

  • mediabuehler
  • 12.05.09 | 10:54 Uhr

Gefällt mir, Deine Aussage, Gallus:
"Der Mensch lernt aus Fehlern mehr als durch Erfolge." Nur scheint der Mensch eben sogar durch prägnante Fehler nicht nachhaltig zu lernen.

Zum Beispiel die Deutschen, die noch vor 1 - 2 Generationen den schlimmsten Völkermord seit Menschengedenken verübt haben, rüsten schon wieder eifrig seine Truppen am Hindukusch, also auf fremdem Territorium, auf, und zwar absolut ohne Not und gegen den Willen des Volkes.

Die alte jüdische Bevölkerung Israels die durch das Dritte Reich am meisten zu leiden hatten, scheint vergessen in Bezug auf die palästinensische Vervölkerung vergessen zu haben, was es heisst drangsaliert, eingesperrt, verfolgt, übervorteilt, geschändet, vergewaltigt, verdrängt und massakriert zu werden.

Auch die Amis haben nie aus der Geschichte gelernt, denn weder Pakistan, Afganistan noch der Irak wird sich gemäss den Wünschen der USA anpassen lassen. Selbst Alexander der Grosse der beliebig "Menschenmaterial" verschleissen konnte, ist dort gescheitert.

Diese Liste kann beliebig fortgesetzt werden.

Und ob die Finanzbranche aus den nach wie vor aktuellen Turbulenzen der Finanzluftblaase nachhaltig lernt, wage ich zu bezweifeln. Die Geschichte lehrt uns leider Schoppenhauer ...

  • Nove
  • 12.05.09 | 10:37 Uhr

Eine satirisches Buch bewarb sich einst mit einem gefälschten "blurb" von Ayn Rand:

"This is similar to my works in that anyone who reads it is sure to be an asshole for at least a month afterward." -- Ayn Rand

"Goin' Galt" ist wieder in aller Munde. Der Denkfehler hier ist ein systemischer, der sich bespw. auch in dem in der Weltwoche kürzlich publizierten Essay von einem liebertären Herrn Bressard, aber eigentlich auch in der Kapitalismuskritk von Herrn Thielemann findet. Man verwechselt die positiven oder im Fall von Herrn Thielemann die negativen Konsequenzen einer freien Marktwirtschaft mit dessen Wesen. Die Codierung der freien Martkwirtschaft lautet rentabel/nicht rentabel. Kein Banker-Galt hat auf Bailout-Geld verzichet, mit der Begründung, dass damit die Innovationskraft des Finanzsektors gehemmt werde. Solange er Geld machen kann, steigt kein Galt aus und wenn er dies doch tut, dann werden ihm seine Konkurrenten ganz bestimmt nicht nachfolgen, sondern sich über seine Marktanteile hermachen. Der Markt ist der Markt und er funktioniert auch wie einer. Der Behauptung, dass der Markt ethisch sei, liegt die gleiche Überlegung zugrunde, die Kinder dazu bringt, der Sonne ein Lachen ins Gesichtlein zu malen. Der freie Markt hat auch keine Institutionen und wer ihm diese andichtet beweist, dass sein politisches Denken so eng mit der Idee des Staates verbunden ist, dass er gar nicht mehr realisiert wo dieser anfängt und aufhört.

  • gutemine
  • 12.05.09 | 08:42 Uhr

@Zarathustra,

für solche Formen der Selbstprimitivisierung des Denkens, wie sie vornehmlich in amerikanischen Talkshows von Fundamentalisten jeglicher couleure, seien sie nun evangelikal, atheistisch oder was auch immer, betrieben werden, habe ich eigentlich nur wenig übrig. Da lese ich dann schon lieber Schopenhauer. Aber danke, einewäg.

  • Larry
  • 11.05.09 | 23:34 Uhr

"Er hat nur vergessen, ihn zu erwähnen."

"Man muß sich auch überhaupt nicht auf den "Debitismus" versteifen, oder den Autor Paul C. Martin, um dem "Kettenbrief" auf die Spur zu kommen, daher auch nichts mit dem Mainstream "versöhnen". PCM hat die Analogie zweifellos im deutschsprachigen Raum populär gemacht, ab ca. 1985. Minsky hingegen prägte seinen eigenen Begriff des "Kettenbriefs" (im Amerikanischen: "Ponzi-System") bereits mehrere Jahre früher. In 1982 verteidigte er sich gegen Vorwürfe, es handle sich um eine "demagogische" Begriffswahl mit dem Satz: "Ponzi finance characterizes any investment program with a significant gestation period." - Und um Investitionen geht's im wesentlichen in einem wachstumsorientierten kapitalistischen System, der Konsum ist von eher zweitrangiger Bedeutung, weil aus ihm - aggregiert, d.h. sektoral betrachtet - keine zusätzlichen Gewinne fließen können. Der erste, der expressis verbis den Kapitalismus als Kette von Kreditverträgen auffasste, als Netz von Cash Flows, war Keynes in seiner Sicht "from the conference desk of a Wall Street banker". Ich benutze daher selbst den Begriff "Debitismus" nicht mehr."

Kommentar von Thomas Strobl, 29. April 2009, 13:37

  • Zara Zarathustra
  • 11.05.09 | 20:15 Uhr

Hallo Coubert

Ja, der Strobl hat es mittlerweile vom Gelben Forum bis in die FAZ geschafft. Er hat viel gelernt von PCM und stellt dort nun dessen Debitismus (der Kapitalismus ist ein Kettenbrief) vor. Er hat nur vergessen, ihn zu erwähnen.

http://faz-community.faz.net/blogs/chaos/archive/2009/04/27/wiederholt-sich-die-geschichte-das-will-ich-doch-gar-nicht-wissen.aspx

  • Zara Zarathustra
  • 11.05.09 | 20:07 Uhr

Danke, gutemine.

Hier Ayn Rand zur Religion:

http://www.youtube.com/watch?v=fTmac2fs5HQ&feature=related

  • Larry
  • 11.05.09 | 19:09 Uhr

"Wie heißt es bei Hayek, Popper und Dahrendorf immer so schön: Der Fortschritt wäre einer des Irrens und Entdeckens? Warum unser Wirtschaftssystem von einem solchen Fortschritt ausnehmen? Der „Irrtum" sollte mittlerweile offenkundig sein, aber wie steht's jetzt mit dem „Entdecken"?"

Marktwirtschaft ist ein Entdeckungsprozess und gerade dieser wird durch Interventionismus be oder gar verhindert.

  • Coubert
  • 11.05.09 | 18:38 Uhr

„Der Markt ist das beste Koordinationssystem für eine Vielzahl unwichtiger Entscheidungen", schreibt US Ökonom und Krisenguru Hyman Minsky."

http://faz-community.faz.net/blogs/chaos/archive/2009/05/11/autopoiesis-des-profit-virus.aspx

Und:
"Xenophon verdanken wir einen der frühesten Texte zur Ökonomie überhaupt, sieht man von den Rechenlegungen babylonischer und ägyptischer Palastwirtschaften ab, nämlich den sokratischen Dialog Oekonomikos, in dem sich Sokrates von dem Edelmann Isomachos erzählen lässt, wie man ein Haus gut führt. [...] Aber wichtiger ist der Ausklang des Dialogs. Das Gespräch mit Isomachos endet mit der Einsicht in die Tugend der Sophrosyne, der Selbstbeherrschung. Nur wer das Geheimnis dieser Tugend beherrsche, herrsche über Subjekte, die sich freiwillig unterwerfen. Wer es jedoch nicht beherrsche, der sei dazu verdammt, tyrannisch über Subjekte zu herrschen, die sich nicht freiwillig unterwerfen, und das sei ein Schicksal, schlimmer als das des Tantalos im Hades."

  • Larry
  • 11.05.09 | 18:30 Uhr

"Ayn Rand"

War übrigens ein grosser Fan von Mises. Umgekehrt war es anfänglich jedoch nicht der Fall:

"During the early 1950s, journalist Henry Hazlitt wrote, Mises and novelist/philosopher Ayn Rand were at his house for dinner. Rand snapped at one of Mises' comments, saying "You seem to regard me as just a little Jewish girl who doesn't know anything."

"Lu didn't mean it that way," Hazlitt said.

"I did mean it that way!" Mises replied.

Mises came to admire Rand, calling her "the most courageous man in America." Hazlitt told Rand about the remark, and she was delighted."

  • Larry
  • 11.05.09 | 18:13 Uhr

"Greenspan ist für mich ein schlechtes Beispiel."

Klar (mein 2. Zitat beweist dies eindeutig), aber seine Aussage bez. Gold aufbewahren stimmt trotzdem.

  • Gallus
  • 11.05.09 | 17:53 Uhr

Hallo BVG,
gelesen habe ich es noch nicht, aber vor ein paar Wochen bestellt (mit "The virtue of selfishness"). Ich bin darauf aufmerksam geworden durch Greenspan's "The age of turbulence" - natürlich terrible timing, aber trotzdem ein ausserordentlich interessantes und gut geschriebenes Buch. Man lernt eben mehr von Fehlern als von Erfolgen.
Cheers,
Gallus

  • Brunnenvergifter
  • 11.05.09 | 16:46 Uhr

Hallo Gallus

Hier gibt es sogar einen "Atlas Shrugged"-Index:
http://www.economist.com/finance/displayStory.cfm?story_id=13185404

Hast Du das Buch gelesen? Falls ja: Ist es lesenswert?

Gruss
BVG

  • mediabuehler
  • 11.05.09 | 16:44 Uhr

Und Larry
Greenspan ist für mich ein schlechtes Beispiel. Gerade er war es der die Zinse ins Bodenlose fallen liess, damit jeder mehr oder weniger fest Angestellte in den USA Grund und Boden erwerben konnte. Immobilien sind gerade in den USA wenig wert, weil die Bausubstanzen nicht gerade das gelbe vom Ei sind. Die strukturierten Produkte in denen solche Immobilien miteingeschlossen sind, werden zerfallen. Motto. Den letzten beissen die Hunde.

  • mediabuehler
  • 11.05.09 | 16:40 Uhr

Taxilomax
Meine Zahlen habe von einem sehr glaubwürdigen Mann erhalten - eben auch von einem Politiker, dem ehemaligen Generalsekretär der CDU, Heiner Geissler. Im Mai 2007 trat er der globalisierungskritischen Organisation Attac bei. Alle Zahlen mit denen wir um uns werfen sstammen ja nicht von uns selber sondern von Informationsquellen auf die wir angewiesen sind.

Ich habe aber einfach etwelche Probleme mit Geldmengen die gegenüber einem Weltinlandsprodukt 3x kleiner sind - aber trotzdem noch fast 7x höher als im Jahre 1980, also vor nicht ganz drei Jahrzehnten. Es riecht nach Inflation, Geldmengen die ungedeckt sind - gelinde ausgedrückt. Und das wird ja jetzt fortgesetzt - die Druckmaschinen laufen, laufen, laufen ...

  • liberalmind
  • 11.05.09 | 14:30 Uhr

Kontrarians und Profis lieben das! Die Schafe kommen wieder alle nach dem Umzug. Die ersten 50 - 100% an der Börse sind nur für Reichen, die Schlauen und die Profis. Wenn die dumme Herde dann wieder kauft - wie immer nahe dem Peak - verkaufen wir dann wieder! Hurrah!

http://www.bluewin.ch/de/index.php/25,146999/Schweizer_bunkern_Bargeld/

Solange hier weiter auf Weltuntergang und Totalkollaps gekleckert wird, ist die Realität einer schnelleren Erholung wahrscheinlicher. Die Banken verdienen in ihrem Kerngeschäft - dem Lending - Geld wie seit Jahrzehnten nicht mehr! Die Spreads sind historisch Rekordhoch und das Geld ist billig wie nie! Die Realwirtschaft wird noch längere Zeit darunter leiden, bis sich die Spreads wieder einigermassen normalisiert haben.

  • Gallus
  • 11.05.09 | 13:04 Uhr

Ebenfalls wieder auf der Bestsellerliste: Ayn Rand, Atlas shrugged.

“In Atlas Shrugged, Rand tells the story of the U.S. economy crumbling under the weight of crushing government interventions and regulations. Meanwhile, blaming greed and the free market, Washington responds with more controls that only deepen the crisis. Sound familiar?”

http://www.capmag.com/news.asp?ID=1828

  • Larry
  • 11.05.09 | 12:42 Uhr

The decline in the marginal productivity of debt has continued without interruption thereafter. Nobody took action, in fact, the Keynesian managers of the monetary system and the economy stone-walled this information, keeping the public in the dark. Nor did Keynesian and Friedmanite economists at the universities pay attention to the danger sign. Cheerleaders kept chanting: “Gimme more credit!”"

http://www.financialsense.com/editorials/fekete/2009/0330.html

  • Larry
  • 11.05.09 | 12:42 Uhr

Die Manipulierung und die Verheimlichung wichtiger Kennzahlen ist seit eh und je eine des Keynesianers Hauptwaffe:

"In the 1950’s when the dollar was still redeemable in the sense that foreign governments and central banks could convert their short-term dollar balances into gold at the fixed statutory rate of $35 per ounce, the marginal productivity of debt was 3 or higher, meaning that the addition of $1 in new debt caused the GDP to increase by at least $3. By August, 1971, when Nixon defaulted on the international gold obligations of the United States (following in the footsteps of F.D. Roosevelt who had defaulted on its domestic gold obligations 35 years earlier) the marginal productivity of debt has fallen below the crucial level 1. When marginal productivity fell below $1 but was still positive, it meant that total debt (always ‘net’) was rising faster than GDP. For example, if the marginal productivity of debt was ½, then $2 in debt had to be incurred in order to increase the nation’s output of goods and services by $1. An increase in total debt by $1 could no longer reproduce its cost in the form of an equivalent increase in the GDP. Debt lost whatever economic justification it may have once had.

  • Larry
  • 11.05.09 | 12:37 Uhr

"Interessant ist ja auch die Meinung des alten Greenspan."

Vor allem diese:

"We should hold our gold. Gold still represents the ultimate form of payment in the world. Germany in 1944 could buy materials during the war only with gold. Fiat money in extremis is accepted by nobody. Gold is always accepted."

http://www.publications.parliament.uk/pa/cm199899/cmhansrd/vo990616/debtext/90616-02.htm

Aber auch dies sind höchst interessante Worte:

"Maria Bartiromo: All of these important economic events you are overseeing--the most important institution, and leading things. And then not only are you dealing with these crises, but then you've got to convey what's going on to people. That means Congress, the president, the media, the public. So what? You come up with Green-speak.

Alan Greenspan: Otherwise known as Fed-speak.

Maria Bartiromo: What is it?

Alan Greenspan: It's a--a language of purposeful obfuscation to avoid certain questions coming up, which you know you can't answer, and saying--"I will not answer or basically no comment is, in fact, an answer." So, you end up with when, say, a congressman asks you a question, and don't wanna say, "No comment," or "I won't answer," or something like that. So, I proceed with four or five sentences which get increasingly obscure. The congressman thinks I answered the question and goes onto the next one."

(CNBC, 17. September 2007)

  • Larry
  • 11.05.09 | 12:22 Uhr

"Wer da irgend eine Zahl in den Blog stellt und damit irgendetwas aussagen will, der sollte eigentlich selber merken, dass das wenig bis nichts aussagt."

Es gibt Zahlen, die man schlicht nicht ignorieren kann, z.B. die Gesamtschuldenrate im Verhältnis zum BIP:

http://paul.kedrosky.com/WindowsLiveWriter/U.S.TotalCreditMarketDebtbySector1929200_93C7/debt-trend-breakdown_2.jpg

Und noch wichtiger, der Grenzproduktivität der Schulden:

"[Prof. Antal E.] Fekete meint, dass die "Grenzproduktivität der Schulden" mittlerweile unter Null gefallen ist, einfach gesagt: dass jeder zusätzliche Dollar Kredit heute nicht zu mehr, sondern zu weniger Wertschöpfung, sinkenden Preisen und Deflation führt: "Wenn sie immer weiter Schulden anhäufen, erreichen sie wie bei spaltbarem Material irgendwann die kritische Masse und setzen eine Kettenreaktion in Gang. Dann gibt's eine Explosion."

Mögliche Folgen seien: Kernschmelze des Finanzsystems, Massenpleiten, Massenarbeitslosigkeit, zuerst Hyperdeflation, danach Hyperinflation, Revolution, Diktatur, Völkerwanderungen."

http://kurse.banking.co.at/045/Default.aspx?action=newsDetail&newsID=6427610&lang=de&menuId=9

  • chateau
  • 11.05.09 | 12:21 Uhr

Larry: Interessant ist ja auch die Meinung des alten Greenspan. In seinem jüngeren Berufsleben war er ein klarer Verfechter des Goldstandards.
Bei einer vor wenigen Jahren erfolgten Befragung Greenspans meinte er zum Goldstandard: "Wir benehmen uns so als ob es ihn noch gäbe."
Ein vielsagender Satz, in dem zugegeben wird, dass der Goldpreis enorm wichtig ist bzw. dessen Unterdrückung (auch das wurde offiziell zugegeben), weil er den Status der Währungen reflektiert, dies aber keine Rolle spiele, da es offiziell keinen Goldstandard mehr gäbe.
Folgende Staaten mit grossem Goldbesitz verkaufen nur sehr selten oder gar nicht: Frankreich (2500 To), Deutschland (3400 To), Italien (2451 To) und natürlich USA (8133 To, seit 50 Jahren kein Audit).
Wie weit das Gold in Form von Metall vorhanden ist wissen nur die Nationalbanken selber. Es gibt eine SChätzung, nach der nicht 30'000 sondern nur noch etwa 15'000 Tonnen da sind. Der Rest wurde verleast und ist höchstwahrscheinlich unwiederbringlich weg, da verkauft.

  • liberalmind
  • 11.05.09 | 10:59 Uhr

Lest bitte mal den Quartalsbericht der BIZ - also der Bank der Zentralbanken -

http://www.bis.org/publ/qtrpdf/r_qt0903.htm

Da merkt ihr dann vielleicht selber... (hélas!), dass Banking, Finance und Geldpolitik eine sehr komplexe Materie ist. Wer da irgend eine Zahl in den Blog stellt und damit irgendetwas aussagen will, der sollte eigentlich selber merken, dass das wenig bis nichts aussagt. (zB Geldmenge vs BIP)

Immerhin ist festzuhalten, dass die aktuelle Bankenkrise, global bis jetzt doch sehr professionell und effektiv gehandhabt wurde. Wer nicht die Gesamtverantwortung für die Weltwirtschaft und das Weltbankensystem trägt, der kann natürlich leicht kritisieren. Aber die Vorschläge, wie man es besser machen könnte, fehlen halt doch immer!

Und dass eine massive Geldmengenausweitung zwangsläufig in Inflation ausmünden wird, stimmt so seit längerem auch nicht mehr. Die FED hat in den letzten 10 Jahren eine sehr grosszügige Geldpoltik betrieben und nach dem Platzen der Tech Blase enorm Geld gepumpt. Nur hat sie die Exzessliquidität dann sehr rasch auch wieder abgeschöpft. Das Resultat:

USA BIP Wachstum letzte 10 Jahre: 3% p.a.

USA Inflation letzte 10 Jahre: 2,1% p.a.

(Zahlen: OECD)

Man kann alles immer negativ sehen, ich versuche es realistisch zu sehen und befasse mich mit Lösungen und auch den Chancen, die alles auch immer bringt.

  • Larry
  • 11.05.09 | 10:53 Uhr

Indikator, nicht Faktor.

  • Larry
  • 11.05.09 | 10:51 Uhr

"aber mit dem BIP"

Das Problem mit dem BIP beschränkt sich nicht auf die Schwarzarbeit, das Hauptproblem ist die Inflation. Indem man die Geld- u. Kreditmenge erhöht, erzeugt man nominelles Wachstum (BSP, BIP, usw.). Und da die heutigen Scharlatane, die man fälschlicherweise Ökonome nennte, die Inflation mit der Erhöhung des Konsumentenpreisniveaus verwechseln (wobei Leztere nur eine mögliche - nicht zwingende! - Folge unter anderen der Inflation ist), ist auch das sogenannte "reale" BIP kein zuverlässiger Faktor - vor allem dann nicht, wenn sich die Inflation - wie in den letzten Jahrzehnten - vor allem bei den Finanztiteln oder Immobilien auswirkt, statt bei den Konsumwaren. Noch schlimmer wird es, wenn der Preisindex dann noch manipuliert wird, indem z.B. Benzin und Esswaren nicht berücksichtigt werden und noch schlimmer, wenn noch subtlirer, "geheime" Manipulationen des Indexes vorgenommen werden (wie in den USA der Fall).

  • Taxilomax
  • 11.05.09 | 10:06 Uhr

@Larry

'Schwarzarbeit:'

aber mit dem BIP - wird ja auch verglichen.

  • Larry
  • 11.05.09 | 09:53 Uhr

"Nur mit genügend Geld im Markt kann eine Wirtschaft wachsen."

In einem freien Markt hat es immer genug Geld, da sich die Preise frei an der Geldmenge anpassen.

"Gefahr ist natürlich eine Inflation."

Die Geldmengeaufblähung ist Inflation (inflare = aufblasen).

"die Schwarzarbeit zugenommen"

Hat mit dem Thema Geld rein gar nix zu tun.

  • Taxilomax
  • 11.05.09 | 09:12 Uhr

@mediabühler

Diesen Beitrag habe ich bereits in anderen Foren und auch im WeWo-Forum gelesen.

Nur mit genügend Geld im Markt kann eine Wirtschaft wachsen. Gefahr ist natürlich eine Inflation. Auch denke ich, hat die Schwarzarbeit zugenommen. Weiss nicht, ob die in Ihren Zahlen bereits integriert ist.

Vielleicht haben Sie aber auch in der Geldmenge die sog. 'Schwarzgeld-konten' à la Steinbrück, Sarkozy und Brown mitgezählt! Da würde ich aber aufpassen.

  • mediabuehler
  • 11.05.09 | 09:10 Uhr

Sorry guteminde, dass auch ich reagiere. Der Deutsche Philosoph Schoppenhauer war ein Realist und er hat die Menschen als nichts anderes als was sie sind bezeichnet: Egoisten - Ausnahmen bestätigen die Regel. Und weshalb sollten sich Politiker aller Parteien vom "gewöhnlichen" Menschen unterscheiden? Das Gegenteil ist der Fall: der Dialog bleibt auf der Strecke und weitgehend Partei-Interessen und -Kalkül stehen - nach wie vor - im Vordergrund. Und ganz sicher nicht nur in Deutschland - wenn es um Wahlen geht ...

  • mediabuehler
  • 11.05.09 | 07:15 Uhr

Wie immer es sich mit der Golddeckung verhält, Fakten sind, dass 1980 die Welt-Geldmenge 12 Billionen (Billionen wie wir sie verstehen - 1 Billion 1000 Milliarden) US-Dollar betrug. Das Weltinlandprodukt, also die real erar­beitete Wirtschaft der gesamten Welt eines Jahres, war identisch mit der Geld­menge. Heute haben wir eine Geld­menge von 150 Billionen US-Dollar. Dem entgegen steht lediglich ein Weltinland­produkt von 54 Billionen US-Dollar. Schon das allein ist ein gefährliches Missverhältnis, das Bankfachleuten und kompe­tenten Finanzpolitikern längst hätte auf­fallen müssen.

  • liberalmind
  • 10.05.09 | 23:32 Uhr

Eröffne deinen eigenen Blog - Dort kannst du deinen Mist über irgendwelche abstrusen Theorien von der ersten Hälfte des letzten Jhts. tagelang posten. Lesen wird das dort niemand. Genau wie hier interessiert das keine Sau!

Ich bin auch für eine Gebühr von 30 Stutz für jeden Post, den man hier deponiert, wie im Gesundheitswesen. Nur wäre das hier wesentlich effektiver, die Spamblogger und die Blogtrollen würden augenblicklich verschwinden!!!

  • Larry
  • 10.05.09 | 23:17 Uhr

Mehr Licht in den zum Teil rätselhaften Ablauf der Ereignisse bringt ein Artikel von Jane H. Ingraham mit dem Titel «Good-bye gold», der bereits im Oktober 1997 in den USA in der Zeitschrift New American erschien (vgl. Zeit-Fragen vom 4.1.2002). Die Autorin schrieb, der Schweizerfranken sei die einzige Währung der Welt, die noch die Golddeckung kenne. Gebunden an die strenge Disziplin des Goldes, könnten die Schweizer Politiker die Geldmenge weniger manipulieren als in anderen Ländern. Resultat sei ein ständiges wirtschaftliches Wachstum über lange Zeit und wirklicher Wohlstand. Diese Garantie gebe ausländischen Investoren grosses Vertrauen. Ungefähr 30% der weltweit investierten Anlagen würden von Schweizer Banken verwaltet.

Ingraham weist darauf hin, dass der amerikanische Dollar durch schrittweise Lösung vom Gold seit 1913 99% und seit 1987 45% an Wert verloren habe. Der Wertverlust in der Schweiz sei viel geringer gewesen. Der Schweizerfranken sei «the last bastion of real money». Die Bindung an das Gold gebe dem Schweizerfranken Stabilität und erkläre die unglaubliche Entwicklung der Schweizer Banken, die in Konkurrenz mit den mächtigsten Finanzhäusern der USA stehen. Dies sei der eigentliche Grund für die Angriffe von Edgar Bronfman und auch von den Leuten aus der Clinton-Regierung gewesen - und nicht die Unterstützungszahlungen für die relativ kleine Gruppe Holocaust-Überlebender."

  • Larry
  • 10.05.09 | 23:16 Uhr

In der Angelegenheit Goldverkauf wurden Volk und Parlament angelogen:

"Bundesrat Koller hatte im Ständerat anlässlich der Behandlung des neuen Währungsartikels in der neuen Bundesverfassung von einer Expertengruppe gesprochen, die festgestellt habe, dass die Hälfte der Goldreserven nicht gebraucht würde und aus der Bilanz der Nationalbank ausgegliedert werden könnte. Wir hätten uns zudem mit dem Beitritt zum IWF im Jahr 1992 verpflichtet, die Goldbindung abzuschaffen. Sonst müssten wir wieder austreten, führte Koller weiter aus. Diese Stellungnahme wirkt seltsam. Wenn man nämlich die Botschaft des Bundesrates und der Nationalbank von 1991 zum IWF-Beitritt konsultiert, liest man es anders. Darin steht klipp und klar, dass der IWF-Beitritt aufgrund des Art. 39 der alten BV (der die «historische» Golddeckung enthält) durchgeführt werden könne (Schweizerisches Bundesblatt 1991, S. 1248). Nirgends steht auch nur ein Wort, dass dieser geändert werden müsse - ebensowenig in den Abstimmungsunterlagen vor der damaligen Volksabstimmung (wenn schon, hätte der Art. 39 vor dem Beitritt zum IWF geändert werden müssen). […]

  • liberalmind
  • 10.05.09 | 23:08 Uhr

Wo haben's denn diesen Vollidioten Larry ausgegraben - das erklärt viel, dass die Welt nicht in einem besseren Zustand ist, wenn immer mehr Durchgkenallte wie dieser Typ rumlaufen. Noch nie etwas geleistet, noch nie für irgendetwas Verantwortung getragen, von anderen lebend, den ganzen Tag googeln und hier absolute Scheisse posten und den andern übers Maul fahren. Dass sind die Schlimmsten und dieses Pack müssern wir mit unseren Steuergeldern noch durchfüttern!

  • Larry
  • 10.05.09 | 23:04 Uhr

* Die SNB weiss ebenfalls, dass die Goldverkäufe die Aktivseite ihrer Bilanz schwächen, weil die Cash- und Festzins-Positionen der Aktiva an Bonität weiterhin verlieren werden;es kann doch nicht sein, dass die Spitzen der SNB an die «ewige Zahlungsfähigkeit der Staaten» glauben. Oder doch? Glauben sie tatsächlich daran, dass erstmals in der Geschichte der Menschheit ein langer Zyklus mit exzessiver Verschuldung auf allen Ebenen eine sanfte Wende zum Besseren erfahren wird? Eigentlich undenkbar!"

Fazit […]: Die SNB darf kein Gold verkaufen, weil dieses Edelmetall dereinst der einzige unproblematische Wert aller SNB-Aktiva sein wird; die bereits verkauften 610 Tonnen Gold werden von ernstzunehmenden kritischen Stimmen schon heute als «Sündenfall» bezeichnet. Der Verkauf von Gold ergibt keinen Sinn, es sei denn, die internationale Hochfinanz hätte schon konkret geplant, bei mit Sicherheit eskalierenden Schwierigkeiten im Welt-Finanz-System mit massiven Restriktionen und weiteren Manipulationen einzuwirken und die Märkte einmal mehr zu vergewaltigen. Das wäre immerhin eine plausible Erklärung für die Mitwirkung internationaler Exponenten bei der Geburt der neuen helvetischen Goldpolitik, die als Sturzgeburt empfunden werden muss."

http://www.walterhirt.ch/gold_snb.html

  • Larry
  • 10.05.09 | 23:03 Uhr

* Mysteriös ist der Schleier, mit dem die «guten Ratschläge» internationaler «Experten» verdeckt und geheimgehalten werden. Von offizieller Seite wird die Einflussnahme ausländischer Exponenten stets verneint: ich habe freilich nach ausgiebigen Recherchen absolut verlässliche Hinweise, dass solche tätig geworden sind. Wer die Botschaft aufmerksam studiert und über die Ausführungen nachdenkt, wird zustimmen müssen, dass Verbindungen existiert haben dürften. Weshalb wird knallhart geschwiegen?

* Ebenso mysteriös ist die abrupte 180-Grad-Wende in der Beurteilung des Goldschatzes zwischen Juni 1996 und März 1997. Noch Mitte 1996 waren SNB-Goldverkäufe ein absolutes Tabu, wie mehrmals öffentlich und nachhaltig erklärt worden war, zuletzt auch noch vom derzeitigen Präsidenten der Direktion der SNB, Professor Jean-Pierre Roth. Ein halbes Jahr später, fast über Nacht, waren plötzlich 500 Tonnen Gold «überflüssig». (Es könnte sehr wohl sein, dass der nun geläufige Terminus «Überflussgold» in wenigen Jahren zum Unwort der helvetischen Geschichte gekürt und als historische Irreführung erkannt wird.)

* Dieses Verhalten erstaunt, weil die SNB die Fragilität des internationalen Finanz-Systems kennen muss, schliesslich äussert sich die BIZ dazu oft und überaus deutlich. Und auch einige der hauseigenen Ökonomen haben den Durchblick.

  • Larry
  • 10.05.09 | 23:02 Uhr

"Und die Notenbanken, die übergrosse Goldreserven hatten, wie zB die Schweiz, haben diese zu Recht abgebaut!"

Dieser Verkauf war Hochverrat:

" * Die schweizerische Expertengruppe, die im April 1997 vom Vorsteher des Eidg. Finanzdepartement zur Ausarbeitung eines Botschaftsentwurfs für eine neue Währungsverfassung eingesetzt wurde, ist in ihrer Zusammensetzung bekannt. Die Überlegungen sind in ihrem Bericht «Der neue Geld- und Währungsartikel in der Bundesverfassung» enthalten, der vom EFD am 24. Oktober 1997 publiziert wurde und aufgrund dessen die obgenannte Botschaft ausgearbeitet und dann am 27. Mai 1998 veröffentlicht worden ist.

* Diese Expertengruppe hatte insbesondere auch die Frage zu beantworten, wie viel Gold die SNB nach der Loslösung des Frankens von der Goldbindung noch für geld- und währungspolitische Zwecke benötigen würde. Offenbar kam sie zum Schluss, dass die SNB nur rund die Hälfte des damaligen Goldbestands brauche. Das war erstens eine bemerkenswerte Steigerung nach den bei der Verkündung der «Solidaritätsstiftung» erwähnten «nur» 500 Tonnen Gold und zweitens ist der mit 1300 Tonnen quantifizierte «Überfluss» - es darf gestaunt werden - weder im Bericht der Expertengruppe noch in der Botschaft hinreichend abgehandelt. Insbesondere ist nirgendwo klar erklärt, weshalb wieviel Gold «überflüssig» sein soll.

Ff.

  • Larry
  • 10.05.09 | 22:22 Uhr

Bezüglich den "Zeiten gestörter Währungsverhältnisse", hielt der Bundesrat in seiner Botschaft zu einem Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel vom 26. Mai 1999:

"Der fiktive Zustand «gestörter Währungsverhältnisse», der die rechtliche Basis für den gesetzlichen Kurs42 der Banknoten gebildet hatte (Art. 22 NBG), wird abgelöst durch den Normalzustand, wie er nun in den Artikeln 2 und 3 E-WZG (vorn Ziff. 213) umschrieben ist."

http://www.admin.ch/ch/d/ff/1999/7258.pdf

Noch ein paar Jahre zuvor sagte jedoch der damalige Vorsteher des EFD, Ott0 Stich:

"Zudem leben wir auch heute faktisch noch in einem Zustand gestörter Währungsverhältnisse. Denn heute noch kann sich jedes Land beliebig verschulden, ohne dass irgendwelche Konsequenzen eintreten."

http://www.parlament.ch/afs/data/d/gesch/1990/d_fra_19905157.htm

  • Larry
  • 10.05.09 | 22:09 Uhr

Der Vorschlag des Bundesrates und des Parlamentes wurde 1949 in einer Volksabstimmung mit grosser Mehrheit abgelehnt, ebenso 1951 die Volksinitiative der Freiwirtschaftler. Der neue Währungsartikel, der schliesslich mit grosser Mehrheit angenommen wurde, enthielt die Golddeckung des Schweizerfrankens als Verfassungsgrundsatz und ging sogar noch einen Schritt weiter: das Prinzip des klassischen Goldstandards wurde in Art. 39 Absatz 6a BV mit folgender Formulierung festgehalten:

«Der Bund kann die Einlösepflicht für Banknoten [ ... ] nicht aufheben und die Rechtsverbindlichkeit für ihre Annahme nicht aussprechen, ausgenommen in Kriegszeiten oder in Zeiten gestörter Währungsverhältnisse.»

Das heisst nichts anderes, als dass eine Banknote aufgrund der Golddeckung zu Geld wird und nicht, weil der Staat es so verordnet. Aus den Parlamentsprotokollen geht hervor, dass mit diesem Artikel die Möglichkeit offengelassen wurde, irgendwann in der Zukunft wieder einmal zum klassischen Goldstandard aus der Zeit vor 1914 zurückzukehren. Die «Zeiten gestörter Währungsverhältnisse» sollten allerdings bis zum 31.12.1999 andauern, als dieser Artikel mit der neuen Bundesverfassung wieder aufgehoben wurde, ohne dass der Souverän, das Schweizervolk, darüber informiert wurde."

http://web.archive.org/web/20060206015831/http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_94d/T02.HTM

  • Larry
  • 10.05.09 | 22:08 Uhr

"Es gibt seit Jahrzehnten kein Land mehr dieser Erde, das einen Goldstandard hat!"

Der Goldstandard war in der CH bis vor kurzem in der Verfassung verankert. So kam es dazu:

"Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Schweiz nicht Mitglied des Internationalen Währungsfonds (IWF) und beabsichtigte es auch nicht zu werden. In Wahrung der Unabhängigkeit galt es, die Wirtschafts- und Währungspolitik in der Bundesverfassung auf eine neue Grundlage zu stellen. Dafür waren eine direktdemokratische Auseinandersetzung und eine Volksabstimmung nötig. Streitpunkt war das Gold. Drei Gruppierungen waren zu unterscheiden: 1. Eine starke Bewegung in der Bevölkerung wollte die Golddeckung des Schweizerfrankens als Grundsatz in der Verfassung verankert und dessen Unabhängigkeit vom Dollar gewahrt sehen. 2. Die politische Führung des Landes, d.h. Bundesrat, Nationalbank und das Parlament, wollten die Golddeckung - wie bisher - lediglich in einem Gesetz festhalten. 3. Eine starke linksliberale Bewegung, die sogenannten Freiwirtschaftler, schlugen vor, ganz auf das Gold als Währungsreserve zu verzichten. […] Sie formulierten ihren Vorschlag in einem eigenen Verfassungsartikel und sammelten fast 100000 Unterschriften für eine Volksinitiative (beinahe doppelt soviel wie damals verlangt).

Ff.

  • Larry
  • 10.05.09 | 21:57 Uhr

"Gold, Bronze, Silber, Eisen, Zinss, Gerste etc. war früher einmal so etwas wie Geld"

Gold wird weiterhin als "money of last resort" sowohl von den Märkten (auch wenn dies den inflationistischen "Ökonomen" nicht gefällt) als auch von den Zentralbanken betrachtet.

  • Larry
  • 10.05.09 | 21:53 Uhr

"Hier Milton Friedmann zum verhängnisvollen Goldstandard während der Depression"

Nanu, "latschen" Sie sich nun plötzlich auch in diesen "ausgelatschten Pfaden" (vgl. liberalmind, 08.05.09 20:39)?

Das friedmansche Märchen der "inflationslosen" 1920ern müssen Sie mir nicht erzählen, das kenn' ich auswendig. Falls Sie (was ich nicht erwarte) an einer realistischeren Betrachtung über die Ursachen des Grossen Depression sind:

http://www.safehaven.com/article-5606.htm

Oder noch genauer: Murray N. Rothbard, "America's Great Depression", http://mises.org/rothbard/agd/contents.asp

"Das schlimmste im Leben ist, wenn man nicht mehr bereit ist zu lernen"

Ganz genau.

  • liberalmind
  • 10.05.09 | 21:27 Uhr

und noch das:

Es gibt seit Jahrzehnten kein Land mehr dieser Erde, das einen Goldstandard hat! Und die Notenbanken, die übergrosse Goldreserven hatten, wie zB die Schweiz, haben diese zu Recht abgebaut! Gold war mit riesigem Abstand über Jahrzehnte das schlechteste Investment! Es gibt heute keinen vernünftigen Grund mehr Gold zu halten. Es gibt x andere Sachwerte und Rohstoffe die viel mehr Sinn machen! s. meinen vorigen Post.

Wenn ich eben einen Rebberg mit Hazienda und Wasserquelle in Argentinien besitze, dann kann ich mich in äusserster Not selber versorgen. Die Krügerrand im Tresor kann ich dann wohl kaum fressen und Geld dafür werde ich kaum kriegen! Zudem kann in einen wundervollen Malbec anpflanzen und mir eine Herde Angus Rinder halten und das läuft auch in schlechten Zeiten garantiert!

Es gibt in jeder Lage sehr nachhaltige Themen und Trends, die grosse Renditen abwerfen, auch in der grössten Krise. Für das muss man 1) mal ja sagen zum Leben 2) nicht überdurchschnittlich intelligent sein aber bodenständig und zuversichtlich!

Die Weltunterganspropheten und Misantrophen haben ein miserabeles Leben, selbstverschuldet, geben dann aber immer andere Schuld an der eigenen Misere!

  • Zara Zarathustra
  • 10.05.09 | 21:16 Uhr

Zinn, nicht Zinss

  • Zara Zarathustra
  • 10.05.09 | 21:16 Uhr

Nein, Gold, Bronze, Silber, Eisen, Zinss, Gerste etc. war früher einmal so etwas wie Geld.

Heute ist Kredit Geld. Geld ist nichts anderes als ein zedierter Kredit. Hat nichts zu tun mit chateaus wertlosem Papier. Das Geld des Sparers ist genau so lange etwas wert, solange derjenige auf der anderen Seite der Bilanz, der Kreditnehmer, der Kapitalist, solvent ist. Werden die Kapitalisten reihenweise insolvent, dann verschwinden mit diesen Krediten auch die Guthaben der Sparer.
Nun tritt aber der Staat auf den Plan und haut die Sparer raus, indem er sich seinerseits verschuldet. Dies ist das Geschenk der heutigen Generation an die kommenden.

  • liberalmind
  • 10.05.09 | 21:09 Uhr

Wenn ich mich hier auf Fakten beziehe, dann ist es so! Ich brauche nicht jeden meiner Posts von diesem Vollidioten Larry kommentiert zu haben! Ist das klar!

Hier Milton Friedmann zum verhängnisvollen Goldstandard während der Depression:

http://www.youtube.com/watch?v=O7pnjzCuSv8&feature=PlayList&p=FFE2D6C40345DAEB&playnext=1&playnext_from=PL&index=3

Und nochmals, hört endlich auf mit diesen Goldmärchen! Ich kann es schlichtweg nicht mehr ertragen! Das ist längst ein Mythos vergangener Tage! Es gibt viel vernünftigere nicht replizierbare Sachwerte, die sogar Ertrag abwerfen die viel nachhaltiger und viel vernünftiger als Anlage sind. Praktische alle Rohstoffe ausser Gold! Sämtliche Wasser und Trinkwasseranlagen. Nutzbares Land in vielen Teilen der Erde. Einmalige Real Estate Anlagen an Seen usw. usf.

Das schlimmste im Leben ist, wenn man nicht mehr bereit ist zu lernen, dann hat man aufgehört zu leben! Glaubt mir dieses Gold Thema just aint it anymore! Jeder der bodenständig ist, kann selber ein paar viel nachhaltigere Anlagen finden!

  • Larry
  • 10.05.09 | 20:57 Uhr

"Mises und Co. konnten vom reinen Abgaben- und Gewaltcharakter der Metalle (Gold kam relativ spät) natürlich nichts wissen, da die Erkenntnisse noch relativ jung sind."

Und wenn auch, Tatsache ist, dass heute Gold Marktgeld ist.

"Ein paar Krisen und Paniken vor Gründung der FED"

Klar, FRB gab es bereits dannzumal und der Staat (genauer: die Gliedstaaten) schützten die Banken und erlaubten ihnen, bei Bankruns die Schaltern zu schliessen und ihre Verpflichtungen zu verletzen. Aber diese Krisen waren in keiner Weise mit den späteren zu vergleichen, weder in Schärfe noch in Länge.

  • chateau
  • 10.05.09 | 20:11 Uhr

Gold ist Geld. Gold ist nichts anderes als unzerstörbares immer währendes Geld.Gold ist ohne counterparty risk. Gold ist real und nicht wie Papiergeld abhängig von irgendwelchem Vertrauen in irgendwelche Staaten Wirtschaften und Politlügner.
Gold ist ein Barometer für die Lage der Landes- und Weltwirtschaften. Deshalb und nur deshalb wird der Preis unterdrückt. Fast täglich, zu sehen auf den Charts.

  • chateau
  • 10.05.09 | 20:06 Uhr

Wie gross ist die Liquidität bei einem Weinberg mit Hazienda und bei 10 kg. Gold? Keine Frage.
Gold nimmt man als Zahlungsmittel, wenn nichts anderes mehr angenommen wird.Gilt auch für Silber.

  • chateau
  • 10.05.09 | 20:03 Uhr

liberalmind: Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass der Goldpreis seit Jahrzehnten nach unten manipuliert wird. Wir kennen den echten, nicht manipulierten Goldpreis gar nicht. Liegt er bei $1'000, $ 5'000 oder$ 50'000? Alles ist möglich.
Obwohl Kartelle in der Schweiz verboten sind, ist die Schweiz mit ihrer Nationalbank Teil eines weltweiten Kartells von Nationalbanken.Diese haben, unter totaler Umkehrung der Tatsachen behauptet und behaupten immer noch, dass der Verkauf von jährlich etwa 400 bis 500 Tonnen Gold helfe, den Preis von Gold zu stützen. Tatsache ist aber, dass ein erhöhtes Angebot eines Produktes den Preis in der Regel senkt.Das ist so bei Kabis , Orangen und Gold.
Ich gehe hier nicht weiter in diese Geschichte der erzwungenen Goldverkäufe (Verlust SChweiz $ 19 Milliarden bei 1550 Tonnen)hinein. Das kann man verifiziert nachlesen z.B. bei www.lemetropolecafe.com.
DerGoldstandard hat während einer Zeit von über 100 Jahren NULL-Teuerung gebracht, also stabile Preise. Genau das, was die Nationalbanken angeblich anstreben.
China wird, nachdem es seine Goldreserven um 75% erhöht hat, weiterhin seine Währungsreserven in Gold aufbauen. Jetzt nur 1,6% auf 10-15%. das heisst, dass China (und Russland)weiterhin zu den grossen Käufern von Gold zählen werden. Damit zeigen sie auch deutlich, dass sie dem Dollar gar nicht mehr trauen Der Trilaterale Mr. Geithner hat nicht zu Toten, sondern zu lebendigen Chinesen das Wort "Währungsmanipulation" gebraucht.

  • Zara Zarathustra
  • 10.05.09 | 19:29 Uhr

Ein paar Krisen und Paniken vor Gründung der FED:

The Panic of 1819

Panic and Depression 1832

Panic and Depression 1836

The Panic of 1837

Six Year Depression 1837-1843

The Panic of 1857

Panic and Depression 1869-1871

The Panic of 1873

The Panic of 1893-Financial World

The Panic of 1893-Presidential Papers

The Panic of 1901-Market Fails, Panic Reigns-Part I

The Panic of 1901-Market Fails, Panic Reigns-Part II

The Panic of 1901- At The Stock Exchange

1907 gab's einen Aktiencrash mit Krise, was mit ein Grund dafür war, die Fed einzuführen.

  • Zara Zarathustra
  • 10.05.09 | 19:23 Uhr

Mises und Co. konnten vom reinen Abgaben- und Gewaltcharakter der Metalle (Gold kam relativ spät) natürlich nichts wissen, da die Erkenntnisse noch relativ jung sind.

http://www.dasgelbeforum.de.org/sammlung/htm/150660.htm

  • Jeanna
  • 10.05.09 | 19:19 Uhr

"""Gold hätte sich auch ohne Politik durchgesetzt."""

Ja, weil’s von einem offenbar unsterblichen Mythos, einer immortellen Symbolik umweht ist: Macht, Mächtigkeit, Beherrschung und Beherrschbarkeit, Zeitüberdauerung ... die keine "nüchterne" Betrachtung zulässt.

  • Larry
  • 10.05.09 | 18:54 Uhr

"Geld = Schulden"

Gilt nur für fiat money, nicht für Gold.

"Die Zinseszinsen waren im Frühkapitalismus noch wesentlich höher als heute."

Die Zinsen allgemein, wegen des höheren Risikos.

"ein paar Kurzposts PCMs zum Gewalt- und Machtmetall"

S. unten, Gold hätte sich auch ohne Politik durchgesetzt.

  • Zara Zarathustra
  • 10.05.09 | 18:33 Uhr

Geld = Schulden

Die Zinseszinsen waren im Frühkapitalismus noch wesentlich höher als heute.

ein paar Kurzposts PCMs zum Gewalt- und Machtmetall:

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=92342
http://www.dasgelbeforum.de.org/sammlung/htm/287752.htm

  • Larry
  • 10.05.09 | 18:33 Uhr

"Der Goldstandard in der Grossen Depression 1929-33 war gerade der Auslöser der Krise, da die Notenbanken die Geldmenge nicht ausweiten konnten."

Falsch: die Aufhebung des klassischen Goldstandards vor dem 1. WK und die darauf folgende Inflationiserung der Geldmenge durch die Zentralbanken, welche ihrerseits eine Spekulationsblase auslöste (genau wie in den letzten Jarhzehnten) ist der wahre Auslöser. Der Golddevisenstandard der Zwischenkriegsära ist kein echter Goldstandard, weil er eben den Zentralbanken die Möglichkeit gibt, ungedecktes Papiergeld zu emittieren. Alles andere sind keynesianisch-friedmansche Märchen.

"mit Aktien über ein Menschenleben gerechnet rund 250 - 300 mal mehr als mit Gold"

Niemand hat behauptet, man solle zu jederzeit und immer in Gold anlegen, Ihr fauler Vergleich können Sie sich ersparen.

  • liberalmind
  • 10.05.09 | 18:19 Uhr

Ich bin der letzte, der etwas gegen Diversifizierung der Anlagen hat. Es ist vernünftig und beruhigt. Gegen Gold sprechen aber seit Jahrzehnten alle Fakten. Viel gscheiter wäre für mich andere reelle Sachwerte zu erwerben, die auch nicht vermehrt werden können. zB Farmland in Argentinien, am besten mit einem Rebberg und einer Wasserquelle. Erstaunlicherweise ist schon ab $ 100'000 ein ansehnlicher kleiner Rebberg erwerbbar. Für eine halbe Million $ schon ein Rebberg mit einer Hazienda. Ebenso Land und Real Estate in Kanada sind attraktiv, dazu kommt noch eine stabile Währung. Wer nicht so weit will soll sich Eigentum an einem Schweizer See erwerben. Tessin und Neuenburg sind erstaunlich günstig.

  • liberalmind
  • 10.05.09 | 18:03 Uhr

Hört bitte mit diesen ewigen Goldlegenden auf, von wegen langfristiger Werterhaltung.

Der Goldstandard in der Grossen Depression 1929-33 war gerade der Auslöser der Krise, da die Notenbanken die Geldmenge nicht ausweiten konnten. Die Folgen waren bekanntlich die Pleite von über der Hälfte aller Banken und Unternehmen. Das Volk verlor seine Ersparnisse und Massenarbeitslisigkeit und jahrelanges Elend waren die Folge.

Heute findet ihr in der Beilage zur NZZ am Sonntag: Anlegen & Vorsorge den bekannten Langfristvergleich der Bank Pictet von Aktien vs Obligationen seit 1925:

Aktien Schweiz:
Durchschnittsrendite pro Jahr seit 1925: 9,61%
Indexiert: 100 auf 43714

Obligationen Schweiz:
Durchschnittsrendite pro Jahr seit 1925: 4,53%
Indexiert: 100 auf 3758

Inflation seit 1925
Indexiert von 100 auf 626

GOLD seit 1925
von $ 20.64 (per oz) auf $ 914
Abwertung des US$ zum CHF 80% (!!!)
Indexiert: 100 auf 865

Inflationsbereinigt hat ein Investor der 1925 chf 1000 investiert hat heute folgenden Vermögensstand real , nach Abzug der Inflation erreicht:

Aktien Schweiz: chf 409'181

Obligationen Schweiz: chf 7'758

Gold in CHF : chf 1457

Also mit Aktien über ein Menschenleben gerechnet rund 250 - 300 mal mehr als mit Gold, das über 80 Jahre praktisch null gebracht hat!

  • Christine
  • 10.05.09 | 16:09 Uhr

Coubert, ich fände es wichtig, dass die USA die Menschen, die sie kaputt gemacht haben auch wieder einigermassen "heil" machen. Sie direkt aus dem Lager in ein Land zu überführen, das im Detail gar nicht weiss, was in dem Lager ablief, und ihm die "Wiedergutmachung" an Leib und Seele zu übertragen finde ich falsch.

  • Jeanna
  • 10.05.09 | 16:02 Uhr

@Coubert
Grundsätzlich wäre ich sehr wohl dafür, dass die Krieger "gegen den Terror", die Folgen und Konsequenzen aus einer rechtsstaat-, verfassungs- und völkerreichtsfeindlichen Institution wie Guantanamo auch selber auslöffelten und verantworteten. Andererseits ist ja das Merkel-, Schäuble- und Steinmeier-Deutschland äusserst aktiv an diesem verlogenen Krieg beteiligt. Von daher ist es nicht so jenseits, dass sie halt auch in die Verantwortung einbezogen werden und ein paar Häftlinge aufnehmen.

  • Christine
  • 10.05.09 | 16:00 Uhr

Coubert, sie müssen zuerst in die USA frei gelassen werden. Das ist die erste Verantwortung der USA, egal, ob die Gefangenen das wollen.

Danach sollen sie als freie Menschen, nicht als Geduldete Dank einer Geste, sich um einen Aufenthalt in einem anderen Land bemühen.

  • Coubert
  • 10.05.09 | 15:48 Uhr

@Christine

Ein grosses Problem von Guantanamo sind jene Deportierten, die nicht nach Hause können und nicht in die USA wollen. Was soll die USA mit diesen tun ohne die Hilfe anderer Staaten?

  • Larry
  • 10.05.09 | 15:29 Uhr

"Gold ist wie Platin ein Rohstoff und kein Geld."

Quatsch, Gold ist seit über 5'000 Jahren Geld und hat an Wert nichts eingebüsst, im Gegensatz zu fiat money:

http://goldprice.org/bob/uploaded_images/dollar_USD_Purchasing_Power-753629.gif

Der beste Beweis, dass Gold übrigens immer noch das ultimative Geld ist, ist dass sein Wert nach der "Demonetisierung" nicht zusammengebrochen ist (wie Mises irrtümlicherweise annahm), sondern massiv gestiegen.

"Nur Kredit ist Geld."

Kredit ist Kredit und Geld ist Geld.

"Zudem wäre es Wahnsinn, einen Rohstoff, der nur in einigen Weltgegenden vorkommt, in global-kollektivistischer Manier zur Weltwährung zu erklären."

Der Goldstandard hat sehr gut funktioniert (sieht übrigens auch PCM so).

  • Christine
  • 10.05.09 | 15:28 Uhr

BRD und die Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen.

Es soll also ein trauriges Kapitel über Menschenrechtsverletzungen weiterhin politisch ausgeschlachtet werden. Steinmeier geht es um "eine politische Geste und Schäuble "hat grundsätzliche Bedenken". "Politische Geste" !!. Wenn das nicht Hohn und Zynismus pur ist, was der Herr Steinmeier hier von sich gibt ..

Es leuchtet nicht ein, weshalb sich Europa um die Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen bemühen soll. Es gibt kein nachher-gut-tun-wollen. Amerika soll die Auflösung von Guantanamo und alle damit verbundenen Folgen, wie Aufnahme der Gefangenen selber tragen und zwar so, dass nicht die halbe Welt damit konfrontiert wird.

  • Jeanna
  • 10.05.09 | 12:14 Uhr

"""Zudem wäre es Wahnsinn, einen Rohstoff, der nur in einigen Weltgegenden vorkommt, in global-kollektivistischer Manier zur Weltwährung zu erklären."""

Nie - und ich meine absolut nie - wird das je begriffen werden. Es wird der allerletzte Mythos sein, der in sich zusammenfällt, wenn überhaupt je. Zuviele Mythen müssten sich vorerst als das erweisen, was sie nun mal sind: Mythen. Dass gerade diese "Gefahr" nicht besteht, wird einem ja praktisch auf allen Ebenen täglich vor Augen geführt.

  • Zara Zarathustra
  • 10.05.09 | 12:01 Uhr

Gold ist wie Platin ein Rohstoff und kein Geld. Nur Kredit ist Geld.
Zudem wäre es Wahnsinn, einen Rohstoff, der nur in einigen Weltgegenden vorkommt, in global-kollektivistischer Manier zur Weltwährung zu erklären.

  • Jeanna
  • 10.05.09 | 11:38 Uhr

Einfach nur noch herrlich ! Sämtliche Satiriker sollten wirklich langsam zusammenpacken:
Der ALLES Besserkönner und deshalb - gemäss Befund seiner treuergebenen Sektenangehörigen - ""an allen Ecken und Enden fehlende"" Guru bewirbt sich als Ethikprofessor - Ethik im allgemeinen und Wirtschaftsethik im Speziellen - an der Uni St.Gallen.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Blocher-bringt-sich-als-Ethikprofessor-ins-Gespraech/story/12692653

  • Larry
  • 10.05.09 | 10:48 Uhr

This equilibrium in the distribution of jurisdictional powers was entirely upset by the policy of interventionism. New powers accrued not to the member states but to the federal government. Every step toward more government interference and toward more planning means at the same time an expansion of the jurisdiction of the central government. Washington and Berne were once the seats of the federal governments;today they are capitals in the true sense of the word, and the states and the cantons are virtually re­duced to the status of provinces. It is a very significant fact that the adversaries of the trend toward more government control describe their opposition as a fight against Washington and against Berne, i.e., against centralization. It is conceived as a contest of state's rights versus the central power.

This evolution is not accidental. It is the inevitable outcome of policies of interference and planning. Such measures must be put on a national basis when there are no trade barriers among the member states. There can be no question of adopting these meas­ures for only one state. It is impossible to raise production costs within a territory not sheltered by trade walls. Within a system of interventionism the absence of interstate trade barriers shifts the political center of gravity to the federal government."

http://mises.org/etexts/mises/og/chap12.asp

  • Larry
  • 10.05.09 | 10:47 Uhr

"Behauptet dieser Larry allen Ernstes die Schweiz sei ein Zentralstaat und die USA zugleich Republik und Monarchie..."

Es ist keine Frage, dass die CH im Vergleich zu früher heute einem Zentralstaat gleichkommt, Tendenz steigend. Auch die EU wird immer mehr zum Zentralstaat und schlussendlich wird auch die Welt zum Zentralstaat werden. Interventionismus heisst immer auch Zentralismus:

"The federative systems both in America and in Switzer­land were founded in an age which did not consider it the task of civil government to interfere with the business of the citizens. There were in the United States federal customs duties, a federal postal service, and a national currency system. But in almost every other respect civil government was not concerned with the control of business. The citizens were free to run their own affairs. The government's only task was to safeguard domestic and external peace. Under such conditions it was simple to divide powers be­tween the federal government and the governments of the various member states. To the federal government those matters were as­signed which went beyond the boundaries of the states: foreign af­fairs, defense against foreign aggression, the safeguarding of trade between the states, the management of the postal service and of customs. Moreover the federal government did not interfere with the local affairs of the states, and the states did not interfere with what were considered the private affairs of the citizen.

  • Larry
  • 10.05.09 | 10:36 Uhr

"Der Goldstandard ist ein Witz."

Gold ist natürliches Geld, das wegen seiner einmaligen Eigenschaften sich auf natürliche Weise auf dem Markt im freien Wettbewerb durchsetzt. Die Tatsache, dass es oft auf politische Weise durchgesetzt wurde ändert nichts daran, Gold hätte sich (etwas langsamer) auch so durchgesetzt. Die Aufhebung des Goldstandards war zweifellos ein hochkrimineller Akt, der zudem schreckliche Folgen hatte.

"Krieg kann es vor dem Kapitalismus nicht gegeben haben"

"Für vorstaatliche Stammesgesellschaften war ein bewaffneter Raubzug oft Mittel des Überlebens und Machterwerbs zugleich. Die Frühzeit dieser Stammesfehden entsprach in etwa dem, was heute als bewaffneter Konflikt gilt: Kleinere lokale Gruppen bekämpften sich in oft spontaner, ungeplanter Form und mit ständig wechselnden Allianzen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg#Antike_und_europ.C3.A4isches_Mittelalter

  • Schlemihl
  • 10.05.09 | 10:07 Uhr

@Werni:

Aber, aber mein guter Werni,

Ich muss eingestehen, eine eigene Meinung hast du, mit dem Denken happerst bei dir aber noch gewaltig!

Weshalb haben in den letzten Jahren dutzende Gemeinden fusioniert oder planen noch zu fusionieren. Weil dort alle blöd sind und keinen Berater wie dich hatten. Wohl kaum! Weil gewisse Gemeinden einfach von der Einwohnerzahl her nicht mehr überlebensfähig sind und um Doppelspurigkeiten abzubauen und Kosten zu sparen! Und die Beispiele zeigen klar, dass damit Kosten eingespart wurden. Aber du behauptest einfach mal aufs Geratewohl das Gegenteil auch wenn es dafür überhaupt keine Anhaltspunkte geschweige denn Belege gibt.

Die Schweiz ist auf gut ausgebildete Leute angewiesen. Du hingegen scheinst Anreize setzen zu wollen, damit sich die Leute möglichst wenig weiterbilden.

Dass du nicht viel von Kultur hälst überrascht mich eigentlich nicht.

  • Christine
  • 10.05.09 | 09:59 Uhr

Werni, Du machst mich lachen, obwohl es einen schon mögen mag, wenn Du so cool "macht nüüt, Eine weniger" feststellst. :-)

Coubi, ein solch gezieltes Ghettoisierungs-Unterfangen wirkt extrem abstossend. Andernorts bekämpft man die Entstehung von Ghettos und hier fördert man sie.

  • werni425
  • 10.05.09 | 09:43 Uhr

Schlemihl,
Nicht alle brauchen Wikipedia. Es gibt solche die können ddenken und eine eigene Meinung haben. Ihre scheint nicht weit von einem Desaster zu sein. Macht aber nichts , einer weniger.
Wissen Sie, Sie geben immer schnurstracks einen Gegenkommentar. So kann ich herausfiltern, wann Sie jeweils einverstanden sind. Auch schon gemerkt, wie Sie sich in den eigenen Fuss schiessen? Schade dass es nicht schmerzt.
Werni

  • Coubert
  • 10.05.09 | 09:31 Uhr

Der Kanton Hinterwalden wird wegen zu tiefem Vornüberbeugen kritisiert:

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/scharfe_kritik_an_obwalden_1.2526717.html

  • Schlemihl
  • 10.05.09 | 09:10 Uhr

Es ist schon immer wieder erstaunlich was für Unsinn die Herren Werni und Larry von sich geben!

Behauptet dieser Larry allen Ernstes die Schweiz sei ein Zentralstaat und die USA zugleich Republik und Monarchie...

Und unser Werni propagiert offensichtlich Selbstbildung mittels Wikipedia. Was dabei rauskommt, sieht man an seinem erschreckenden Beispiel!

  • liberalmind
  • 10.05.09 | 00:20 Uhr

Tatsächlich, die Dysfunktionalität hat der Typ L. selber tausendfach erbracht... Wer hier jeden Satz anderer Blogger wie eine aufgeblähte, wiederkäuende Kuh nochmals auftischt und den Klugschiss hat, der leidet tatsächlich unter einer Dysfunktion des Resthirns...

Tatsächlich wurde Rassisten-Chauvi chateau horribilis heute bei der Gratisdegustation der letztjährigen Crus bourgeois beim lokalen Supermarché Casino abgelichtet. Hier das Pic:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/59/DEIX_Prosit-auf-die-rosige-zukunft.jpeg

  • Taxilomax
  • 09.05.09 | 22:28 Uhr

Chateau hat wohl nicht viel zu sagen, zur Herrenrasse? Hat vielleicht ein Wein-Wochenende an der Atlantikküste, mit seinen Kollegen.

  • Zara Zarathustra
  • 09.05.09 | 20:59 Uhr

Krieg kann es vor dem Kapitalismus nicht gegeben haben, denn vor dem Kapitalismus (Schulden- und Tributwirtschaft) gab es keinen Kollektivismus. Goldwaffen ermöglichten erst die Unterjochung von Fremd-Stämmen und dadurch die Bildung grösserer Kollektiven (Staat), wobei die Individuen wiederum mit Waffengewalt zu Tribut verpflichtet wurden. So entsteht der kapitalistische Kollektivismus.
Das Gold erheilt seinen Wert aus der Möglichkeit, daraus Waffen schmieden zu können, um damit wiederum arbeitsfreies Einkommen zu erzielen.

  • Christine
  • 09.05.09 | 20:53 Uhr

Das bin aber nicht ich.

  • Christine
  • 09.05.09 | 20:51 Uhr

Gut erzählt hin und wieder noch einer einen Witz. ;-)

  • Christine
  • 09.05.09 | 20:50 Uhr

Weil Samstag ist und viele Leute in den Zirkus gehen, ich mag keine Zirkusse, verrate ich nun meinen neusten Dressur-Akt (ich mag Zirkusse aber wirklich nicht):

Seit Monate habe ich mit einer fremden Katze, die mich besuchen kommt, geübt: Jetzt klopfe ich an die Scheibe, schneide Grimassen durch selbige zuhanden der Katze, und mittlerweile horcht sie auf, macht ein paar Schritte auf mich zu, fragt "jaa?", miaut zur Begrüssung und lässt sich am Bauch streicheln. Dann zieht sie sich zurück in den Garten und ich mich ins Haus. Nun, ein klein wenig hab ich geschummelt, aber der Rest stimmt. Jetzt bringe ich ihr das Klopfen an der Scheibe bei. So dass wir uns gegenseitig herbeirufen können. :-)

  • Christine
  • 09.05.09 | 20:45 Uhr

... Fortsetzung:

"Folgende Aktionen wird er aber garantiert durchführen: Am 14. 7. unterzeichnet er einen Appell gegen überhöhte Managergehälter, am gleichen Tag erscheint die DVD seines Protestmarsches über den Bauplatz der Dresdner Waldschlösschenbrücke mit finnischen Untertiteln. Am 10. 8. wird Günter Grass an einer Mahnwache für die Opfer künftiger Katastrophen teilnehmen und eine Denkschrift zum Klimawandel mit unterzeichnen, die am 16. 12. dann in einer vom Künstler illustrierten Prachtausgabe erscheint. Am 17. 12. erhält Grass den Preis der Stadt Itzehoe «für permanente Einmischung». Bevor er sich überall einmischte, schrieb Grass Reden für Willy Brandt, die dieser sogar vorgelesen hat. Ausserdem soll Grass, Gerüchten zufolge, auch die Choreografie für Brandts Warschauer Kniefall ausgearbeitet haben.
Vor zwei Jahren veröffentlichte er das Buch «Vom Häuten der Zwiebel». Darin fand er heraus, dass er früher einmal Mitglied der Waffen-SS war. Eine bewundernswerte Rechercheleistung. Grass kann auch malen, das hat er seinem ehemaligen Vorgesetzten Hitler voraus. "

Schreibt er nicht gut, der Herr Zippert? :-)

  • Zara Zarathustra
  • 09.05.09 | 20:45 Uhr

Der Goldstandard ist ein Witz. Gold gibt es nur in wenigen Territorien und führte folglich immer wieder zu Gewalt und Raubzügen.

Der Tut-anch-ammun Dolch ist das beste Symbol für dieses Gewaltmetall:

http://www.suite101.com/view_image.cfm/300370

  • Christine
  • 09.05.09 | 20:43 Uhr

Heavy stuff für einen Samstag abend, diese facts and figures hier, es könnte einem die Lichtlein trüben ;-)

Weil Zippert wirklich lustig schreibt, hier noch ein weiterer *-Beitrag reinkopiert:
"Günter Grass: Der grösste lebende deutsche Schriftsteller. Irgendwann mal auch der grösste tote deutsche Schriftsteller, falls er mal sterben sollte, was keineswegs sicher ist. Grass schrieb dicke und dünne Bücher und für «Die Blechtrommel» (dickes Buch) bekam er den Nobelpreis. «Die Blechtrommel» war extra vorher von Volker Schlöndorff verfilmt worden, damit sich die Mitglieder der schwedischen Akademie schneller über den Inhalt informieren konnten. Grass schrieb auch den «Butt», was aber keine Abkürzung von Buttenbrooks ist und auch nichts mit Hans-Jörg Butt, dem Torhüter des FC Bayern München, zu tun hat. Grass arbeitet seit ca. 1969 als «Gewissen der Nation». Das heisst, er muss sich immer dann zu Wort melden, wenn ihm danach ist, und ihm ist praktisch immer danach. Wegen Überlastung kann Grass in diesem Jahr keine weiteren Termine mehr wahrnehmen.
..Fortsetzung

  • Larry
  • 09.05.09 | 19:33 Uhr

"Die Bank von Amsterdam ist doch kein Massstab."

Ich habe die NL als Land und Amsterdam als Stadt erwähnt. Auf dem Stammbaum meiner Familie gibt es während des 18. JH etliche Zweige, die aus der armen CH ins reiche Amsterdam auswanderten.

"das System als GESAMTES kann nunmal kein exponentielles Wachstum kollapsfrei überdauern während längerer Zeit"

Das Wachstum wäre ohne inflation vermutlich eben nicht exponentiell.

"Ein Land mit Handelsbilanzüberschuss erscheint auch als gesund. Der Ueberschuss lebt aber von den Defiziten des Anderen, und somit ist das gesamte Gebilde krank, und nicht nur der mit dem Defizit."

Unter dem Goldstandard sorgt der price-specie flow mechanism dafür, dass es immer wieder zum Gleichgewicht kommt. Riesendefizite wie heute kann es unter einem solchen System nicht geben.

"Zudem war der Kapitalismus immer instabil und der Krieg der Normalzustand."

Krieg hat es auch schon vor dem Kapitalismus gegeben. Und Freihandel führt zu Interdependenz, welche Krieg kostspielig und unattraktiv macht.

"Zinseszins wird nie funktionieren"

Zinseszins gibt es, wenn Schulden mittels Neuverschuldung beglichen werden, ein typischer Ausfluss von FRB.

  • Zara Zarathustra
  • 09.05.09 | 19:16 Uhr

Die Bank von Amsterdam ist doch kein Massstab. Es gab immer Teile des Systems, die auch Krisen überlebten. Sklaventreiber überleben auch den Hunger- und Arbeitstod der Sklaven. Aber das System als GESAMTES kann nunmal kein exponentielles Wachstum kollapsfrei überdauern während längerer Zeit.
Ein Land mit Handelsbilanzüberschuss erscheint auch als gesund. Der Ueberschuss lebt aber von den Defiziten des Anderen, und somit ist das gesamte Gebilde krank, und nicht nur der mit dem Defizit.

Zudem war der Kapitalismus immer instabil und der Krieg der Normalzustand. Auch ohne FRB.

Nachdem man während eines Jahrhunderts die Produktion verhundertfacht hat, sollte wirklich keiner ernsthaft hinstehen und sagen: das machen wir jetzt noch einmal, und dann nocheinmal. Man rechne .... (100 mal 100 mal 100 usw.)

Einstmals gab es sogenannte Erlassjahre, und das aus gutem Grund. Zinseszins wird nie funktionieren. Das ist ganz und gar unmöglich.

  • Larry
  • 09.05.09 | 19:14 Uhr

"Wir leben in Demokratien und wir haben schlussendlich die Staatsform, das System und Checks and Balances, die wir demokratisch gewollt haben."

Stimmt übrigens auch für die CH nicht: Die Bundesverfassung von 1848 wurde von 8 Ständen verworfen und in FR gab es nicht einmal eine Volksabstimmung.

  • Larry
  • 09.05.09 | 19:04 Uhr

"Diese weltfremden libertär esoterischen Theorien interessieren nicht."

Ganz im Gegentieil, das Interesse ist höher denn je:

http://www.google.com/insights/search/#q=austrian%20economics&cmpt=q
http://www.google.com/insights/search/#q=ludwig+von+mises&cmpt=q
http://www.google.com/insights/search/#q=austrian%20school&cmpt=q

"Meinungen mit Hand und Fuss"

Sämtliche meine Beiträge sind argumentiert. Was man nicht von all' ihren Dauerwiederholungen sagen kann.

"Es gibt kein perfektes System, das nur Vorteile bietet. Es sei den diktatorisch aufoktroyiert und unter Einschränkung wesentlicher Freiheiten."

Ein diktatorisch aufoktroyiertes System soll perfekt sein? Immer wie besser.

"Immer nur die Banker pauschal für das Debakel verantwortlich zu machen, greift zu kurz."

War nie meine Meinung, leiden Sie etwa unter Wahnvorstellungen?

  • Larry
  • 09.05.09 | 18:23 Uhr

"Jeder Kanton konnte selbst entscheiden ob er Harmos beitritt oder nicht."

Harmos ist lediglich ein erster Schritt in die falsche Richtung. In einer Demokratie geht alles schrittweise voran, nicht alles auf einmal.

"Wir haben eine Mini-Bundespolizei"

Auch hier: was zählt ist nicht der Ist-Zustand, sondern der Trend.

"Wir haben heute 26 sehr verschiedene Steuersysteme"

Auch hier gibt es Steuerharmonisierungsgesetz und die SP fordert die materielle Harmonisierung. Wetten, bald wird auch die CVP und dann die irgendeinmal auch die FDP diese Forderung übernehmen (evtl. unter Druck aus Brüssel oder der OECD oder der G20)?

"Jede Gemeinde kann selbst entscheiden wie sie einbürgern will solange sie sich an die Bundesverfassung hält."

Wenn das Bundesgericht die Verfassung immer wieder neu interpretiert und zwar immer Richtung weniger Föderalismus und mehr Zentralismus, dann bestätigt das ja nur meine Aussage.

"Jean Bodin lebte im 16. Jahrhundert."

Er ist es, der den Begriff (ausserhalb des italienischen Sprachraums) als erster in die Moderne setzte.

"Diese Begriffsdefinition macht schon lange keinen Sinn mehr."

Ganz im Gegenteil, in einem Zeitalter, da der Rechtsstaat populistisch angegriffen wird, macht sie mehr denn je Sinn.

  • Larry
  • 09.05.09 | 18:08 Uhr

"Der Tatbeweis der Disfunktionalität ist tausendfach erbracht worden"

Die Disfunktionalität des Inflationismus-Debitismus, nicht des Kapitalismus. Die Bank von Amsterdam hat anderthalb JH ohne jegliche Staatshilfe oder sonstige Intervention erfolgreich gewirtschaftet, etliche Krise überstanden und ist erst Bankrott gegangen, als sie - unter politischem Druck - fractional-reserve banking einführte. Die NL waren dannzumal das reichste Land der Welt, viele Schweizer (auch aus meiner Familie) wanderten nach Amsterdam aus.

  • liberalmind
  • 09.05.09 | 17:17 Uhr

Forts.

Es gibt kein perfektes System, das nur Vorteile bietet. Es sei den diktatorisch aufoktroyiert und unter Einschränkung wesentlicher Freiheiten. Fast niemand hat in den Boomjahren richtig hingeschaut und auf politisch demokratischem Weg für mehr Kontrolle moniert. Nach dem Debakel melden sich all die Dauerbesserwisser, sie hätten das alles natürlich seit Jahren kommen sehen....?!?

Die Frage steht im Raum, ob wir es diesmal schaffen, dem Ganzen einen Rahmen zu geben und die notwendigen Checks and Balances zu kreieren, die ein ähnliches Debakel über kurz oder lang annähernd verhindern könnten. Die Globalisierung hat die Tendenz, dass mehr Bubbles entstehen und Kapitalströme in die gleiche Richtung fliessen. Einige der vorgeschlagenen Ansätze zu beserer Kontrolle, u.a. Stärkung des IMF gehen in die richtige Richtung. Ob sie genügen, wird die Zukunft zeigen.

Immer nur die Banker pauschal für das Debakel verantwortlich zu machen, greift zu kurz. Wie gross die private Gier der Anleger geht und wo sie entgegen aller Vernunft enden kann, wird mit dem Madoff Debakel vorgeführt. Wenn soviele reiche Juden und grosse jüdische Organisationen ihr ganzes Geld einem einzigen Spekulanten anvertrauen, dann sind diese sicher nicht zu bedauern, haben sie doch gegen sämtliche Grundregeln der Geldanlage wissentlich verstossen. Sei's schon nur die profane Regeln: Nicht alle Eier in den selben Korb zu legen.

  • liberalmind
  • 09.05.09 | 17:15 Uhr

Hier nochmals der Post: Analyse zur Weltfinanzkrise, der tatsächlich etwas mit der Realität zu tun hat:

Was soll all diese verklärte Theorie? Libertarismus, Fabulierismus, Kapitalismusschelte etc. Die Welt in der wir leben ist so wie sie ist;eben nicht schubladisierbar in irgendeine Ideologie oder ein Dogma. Weder Marxismus noch Sozialismus konnte je real in die Praxis umgesetzt werden sondern nur mittels diktatorischer Gewalt und Unterdrückung. Sowenig sind Kapitalismus und Libertarismus in reiner Ausprägung lebbar und umsetzbar. Wir leben in Demokratien und wir haben schlussendlich die Staatsform, das System und Checks and Balances, die wir demokratisch gewollt haben. Europa kann man nicht anders als "Soziale Marktwirtschaft" bezeichnen. Nochmals eine Staatsquote von durchwegs zwischen 40 bis über 50% und ein engmaschiges Sozialsystem, kann kaum als Kapitalismus bezeichnet werden. Die menschliche Spezies ist bekanntlich nicht ein Einheitswesen: Es gibt intelligentere und dümmere, vifere und trägere, aktivere und passivere, gierige und weniger gierige, machthungrige und herdentrottende usw. usf. Die alle in eine ideologische Form pressen zu wollen, ist bekanntlich ein Ding der Unmöglichkeit und total realitätsfremd.

  • liberalmind
  • 09.05.09 | 17:09 Uhr

Kann der eigentlich auch Lesen??? genau das was ich gesagt habe! - und nochmals: Diese weltfremden libertär esoterischen Theorien interessieren nicht. Was gefragt ist sind Meinungen mit Hand und Fuss und nicht abgehobener "Fabianulierismus" und "Misesanthrophentum"... Brauchen kann man solche abgehobenen Klugscheisser und Besserwisser wohl nirgends, darum so viel Zeit zum spamen und müllen!

Larry 09.05.09 15:12
"Weder Marxismus noch Sozialismus konnte je real in die Praxis umgesetzt werden sondern nur mittels diktatorischer Gewalt und Unterdrückung."

Falsch: Nur der Leninismus, der die sofortige Einführung des Integralsozialismus anstrebt, kann lediglich durch Gewalt oder besser Terror durchgesetzt werden. ...

  • werni425
  • 09.05.09 | 17:07 Uhr

Schlemihl,
Wenn Leute aus Schwyz in Zürich arbeiten, generieren sie dort den Profit. Darus werden Steuern bezahlt. Das Theater sollte von den Besuchern mit Eintritten bezahlt werden. Bildung sollte von den Auszubildenen bezahlt werden. Bildungskredit. Und bei Kunst kann man sich echt fragen.

Bei Gemeindefusionen wird nichts gespart. Nur beim Zusammenlegen von Infrastruktur (Abwasser, Elektrizität). Dass natürlich bei kleinen Gemeinden und Kantonen nicht alle Stellen voll besetzt werden müssen, ist wohl selbstverständlich. Siehe Zivilstandsämter im Ktn. Zürich.
Grösse macht nicht effizient sondern lähmt.
Und das mit der Mobilisierung ist Ihre Sichtweise. Meine ist anders. Verstehen Sie?
Werni

  • Schlemihl
  • 09.05.09 | 15:55 Uhr

@Werni:

Unsinn, Werni! Wenn alle stimmen gegangen wären, wäre die PF noch viel deutlicher angenommen worden. Die SVP ist Meisterin der Mobilisierung.

Kleine Landkantone profitieren massiv von den Dienstleistungen der Kantone mit grösseren Städten. Die Leute arbeiten in Zürich, benutzen die öffentlichen Verkehrsmittel von Zürich, sie gehen nach Zürich ins Theater, besuchen ein Fussballspiel in Zürich, gehen in Zürich ins Spital, ihre Kinder besuchen die Uni in Zürich,... aber Steuern zahlen sie im Kanton Schwyz!

Es gibt genügend Beispiele, die zeigen, dass Gemeindefusionen zu massiven Kosteneinsparungen geführt haben.

  • Schlemihl
  • 09.05.09 | 15:45 Uhr

@Larry:

1. Bildung: Jeder Kanton konnte selbst entscheiden ob er Harmos beitritt oder nicht. In Frankreich hätte das die Regierung in Paris festgelegt und die Regionen hätten nichts zu sagen gehabt. Das zeigt eben den Unterschied zwischen einem Bundesstaat wie der Schweiz und einem Zentralstaat wie Frankreich!!!

2. Polizei: Wir haben eine Mini-Bundespolizei. Schau mal nach wie wenige Leute dort arbeiten und vergleich die Zahl mit den riesigen Polizeikorps der Kantone!

3. Steuern: Wir haben heute 26 sehr verschiedene Steuersysteme! Das gibts in F nicht. Dort gibt es ein einziges Steuersystem.

4. Einbürgerungen: Jede Gemeinde kann selbst entscheiden wie sie einbürgern will solange sie sich an die Bundesverfassung hält.


Jean Bodin lebte im 16. Jahrhundert. Seither ist sehr viel passiert (Aufklärung, Französische Revolution,...) Bodin verstand unter "république" die allgemeine Bedeutung für "Staat" und nicht "Republik" im heutigen Sinne. Diese Begriffsdefinition macht schon lange keinen Sinn mehr.

Nochmals: Der Begriff Republik sagt nichts darüber aus, ob ein Staat demokratisch oder rechtsstaatlich ist. Das gleiche gilt für den Begriff "Monarchie".

  • Zara Zarathustra
  • 09.05.09 | 15:24 Uhr

Kapitalismus IST Kollektivismus. Und zwar der ultimativste als dessen Begründer. Es gibt nichts lächerlicheres, als wenn Kapitalisten den Kollektivismus verdammen. Sobald Kollektiven geschaffen wurden, die über die Grösse einer Stammesgesellschaft (Dunbar) hinausgehen, kam es zur Bildung von Staat und Kapital (=tributpflichtige Schuld).
Ohne Staatsgewalt kann es weder Kapital noch Kollektivismus geben. Das ist dort, wohin der Staat faktisch noch nicht vordringen konnte, in den Regenwäldern und in der Tundra, bis zum heutigen Tag noch der Fall. Die Macht liegt dort bei den Familien und den Sippen, und nicht beim Staat und beim Kapital. Der Kapitalismus (dessen Zweck die Erzielung arbeitsfreien Einkommen mittels Zins und Sklaven ist) ist eine einzige Abfolge von Kriegen, mit kurzen Pausen dazwischen, weil das ja klar ist. Der Tatbeweis der Disfunktionalität ist tausendfach erbracht worden, sodass man sich nur wundern kann, weshalb er noch das tausendundeinte mal erbracht werden soll.

  • Larry
  • 09.05.09 | 15:12 Uhr

"Weder Marxismus noch Sozialismus konnte je real in die Praxis umgesetzt werden sondern nur mittels diktatorischer Gewalt und Unterdrückung."

Falsch: Nur der Leninismus, der die sofortige Einführung des Integralsozialismus anstrebt, kann lediglich durch Gewalt oder besser Terror durchgesetzt werden. Der Fabianismus strebt das gleiche Endziel an (Integralsozialismus), jedoch progressiv, Schritt für Schritt, den besonderen Umständen der Demokratie Rechnung tragend.

  • Larry
  • 09.05.09 | 14:59 Uhr

"Eine Republik ist das Gegenstück zu einer Monarchie."

Das wird heute so oft - perverserweise - verstanden. Jean Bodin hat jedoch die Republik vorab nicht als Gegenstück zur Monarchie als solche, sondern zum Willkürstaat. Er sah die westlichen, "republikanische" Könige, deren Kompetenzen durch das Recht begrenzt waren, als Gegenstück zu den "orientalen Despoten", die willkürlich herrschen konnten. In diesem Sinne ist eine Republick vor allem ein Rechtsstaat, das auch die Kompetenzen des Volks beschränkt.

Zudem kann eine Republik auch monarchische Elemente beinhalten: Der US-Präsident war vom Verfassungsgeber nie als Representant des Volkes gedacht, sondern als "republikanischer Monarch". Die - perverse - Idee eines Volksauftrags hatte zum ersten Mal Jackson erhoben und ist dann im 20. JH von Wilson wieder aufgegriffen worden. Seinen Höhepunkt hat es bis jetzt unter FDR erreicht, aber Obama scheint da manches nachahmen zu wollen.

"Der Irak unter Hussein war eine diktatorische Republik."

Der Irak war kein Rechtsstaat, sondern eine Willkürstaat.

  • werni425
  • 09.05.09 | 14:58 Uhr

Schelmihl
liberalmind

Die PF wurde angenommen, weil die faulen Gegner nicht stimmen gingen. Sollte man event wieder einen Mindeststimmensatz bestimmen? Nur dann ist das Resultat klar. Gibte es z.b. bei Generalversammlungen. Versuchen Sie mal die AHV zu kürzen. Die Betroffenen werden dann schon mobil.


Regierungswechsel in D? Der Kohl war 16 Jahre dran. Und in den Ländern ist es noch exliziter. Wohlvestanden, es war nicht schlecht.

Ministäätchen haben pro Person den geringsten Verwaltungsaufwand und funktionieren mindesten so gut wie BE, ZH AG, BL/BS etc. Sie haben aber auch weniger Leerlaufbetriebe wie Kultur, Souziales usw. Jetzt kommt der sicher mit der Auslagerung.

Private Gier der Einzelperson war der Hauptantrieb des Debackels. Pensionskassen, Bauvolumen, Kultur, Freizeit. Die Raiffeisenkasse wurde gelobt als beste Fond- und Vermögensverwalterin. Höchste Performance aller Schweizer Institute. Man muss aber auch wissen was der Gründungszweck dieser Bank war.

Das Volk wählt in vielen Ländern die Parlamentarier ("Sprechenenden"), wird ann aber 4 Jahre lang vergessen. Nach der Wahl ist vor der Wahl ist nach der Wahl.


Nicht weniger Kantone sind die Lösung sondern kantonsüberschreitend Handeln. Es funktioniert schon an vielen Orten. Einmal mit dem östlichen dann mit dem westlichen und ein ander mal mit dem südlichen und östlichen Kanton.

Nur wollen muss man. Rede mit de Lüüt, mit de Chüeh redt män au.
Werni

  • Larry
  • 09.05.09 | 14:44 Uhr

"In der Schweiz hat jeder Kanton eine eigene Verfassung, Legislative, Exekutive und Judikative, eine eigene Gesetzgebung."

Was zählt ist nicht die Hülle, sondern der Inhalt. Ich erinnere Sie an voriges Zitat von Mises.

"Bildung, Polizei"

S. meine vorige Bemerkungen dazu.

" Sozialhilfe"

Auch hier ist der "Harmonisierungs"druck immer stärker (Skos-Richtlinien werden überall angewendet).

"Strafvollzug, Gastgewerbe, Gesundheitswesen (Spitäler, Ärztezulassung,...)"

Praktisch nur noch Ausführung von Bundesrecht.

"direkte Steuern"

Der Steuerwettbewerb wird durch den Finanzausgleich verzerrt. Und der Handlungsspielraum durch die DBS (ursprünglich als PROVISORISCHE Wehrseteuer eingeführt) stark eingeengt.

"Gerichte"

Lokale / regionale Gerichte gibt es überall.

"Bauwesen, kantonale Strassen"

Auch hier baut man vorwiegend so, dass es Bundessubventionen gibt.

"Beispiele: Einbürgerungen, Raumplanung"

Das sind vor allem gute Beispiele für neue jüngere Verletzungen der Gemeindeautonomie.

  • Larry
  • 09.05.09 | 14:30 Uhr

"Die Globalisierung hat die Tendenz, dass mehr Bubbles entstehen und Kapitalströme in die gleiche Richtung fliessen."

Falsche Diagnosen führen zu falschen Lösungen: Nicht die Globalisierung und der freie Kapitalverkehr sind das Problem, sondern die inflationistische Geldpolitik der Zentralbanken. Nochmals:

"Now let us say that the dollars accumulated by emerging economies were to be invested solely in Treasuries. while this might push long-term interest rates temporarily lower, all other things being equal, it is not going to set in motion a boom-bust cycle as long as the pool of US dollars remains unchanged.

If, as a result of lower interest rates, too many dollars are invested in the housing market, it means that fewer dollars are invested in other goods. As a result, the housing market will become overvalued while other goods will become undervalued. This will set in motion an outflow of money from the housing market to other markets."

"Einige der vorgeschlagenen Ansätze zu beserer Kontrolle, u.a. Stärkung des IMF gehen in die richtige Richtung."

Falsch, sie gehen in Richtung totalitärer sozialistischer Weltstaat, das Endziel fabianistischer Politik. Wenn einmal der Standortwettbewerb ausgeschaltet wird, dass steht den Bürokraten nichts mehr im Wege zur integralen Gleichschaltung.

  • Larry
  • 09.05.09 | 14:24 Uhr

"Es gibt kein perfektes System, das nur Vorteile bietet."

Sicher, aber es gibt Systeme, die schlechter sind als andere. Der (rote, braune, grüne) Kollektivismus ist schlimmer als der Interventionismus, der wiederum schlechter als der Liberalismus ist.

"Fast niemand hat in den Boomjahren richtig hingeschaut und auf politisch demokratischem Weg für mehr Kontrolle moniert."

Mises und die anderen Ökonomen der österreichischen Schule haben sehr wohl hingeschaut und laut gewarnt, dass es böse enden wird, entsprechendes Zitat aus den 50ern habe ich hier schon erwähnt. Ebenfalls erwähnen kann man Henry Hazlitt, Wirtschaftskolumnist bei der NYT, der das Bretton-Woods-System scharf kritisiert und sein unvermeidliches Scheitern prognostiziert hat. Statt auf ihn zu hören hat das fabianistische Establishment seine Entlassung gefordert - leider mit Erfolg:

"Tremendous pressure was applied to the New York Times to stop opposing the agreement. Hazlitt would not give in, and kept writing and calling it as he saw it. No one could refute him. In the end, of course, he was pushed out, and the paper reversed its stance."

http://www.mises.org/store/product.aspx?ProductId=571

  • Schlemihl
  • 09.05.09 | 14:12 Uhr

@Larry:

Du bringst die Begriffe "Demokratie", "Republik" und "Monarchie" gewaltig durcheinander!

Eine Republik ist das Gegenstück zu einer Monarchie. Ein Staat ist entweder Monarchie oder Republik, beides zusammen geht nicht! Entscheidendes Kriterium ist das Staatsoberhaupt. Handelt es sich beim Staatsoberhaupt um einen Monarchen, so ist es eine Monarchie. Ist es ein Präsident, so ist es eine Republik.

Demokratie ist das Gegenstück zu Diktatur!

Die Schweiz, die USA, Deutschland und Frankreich beispielsweise sind alles Republiken mit relativ demokratischen Systemen. Schweden, Grossbritannien, Belgien sind relativ demokratische Monarchien.

Der Irak unter Hussein war eine diktatorische Republik. Saudi-Arabien ist eine diktatorische Monarchie.

  • Larry
  • 09.05.09 | 14:09 Uhr

"wir haben schlussendlich die Staatsform, das System und Checks and Balances, die wir demokratisch gewollt haben"

Die checks and balances wurden in den USA progressiv ausgehebelt, indem zuerst die Rechte der Gliedstaaten geschwächt wurden (Lincoln, Zivilkrieg, militärische Besetung der Südstaaten und Erpressung Letzterer durch die Senatsmehrheit;später Einführung der Volkswahl der Senatoren auf Kosten der Staatsparlamente) und dann die Verfassung von linken Richtern progressiv ausgehebelt wurde.

"Europa kann man nicht anders als "Soziale Marktwirtschaft" bezeichnen."

Falsch, das heutige Wirtschaftssystem ist eine Kombination von kapitalistischen und kollektivistischen Elementen, die man am besten mit Interventionismus (sog. "Dritter Weg") bezeichnet. Genau dieses angeblich "richtige", "vernünftige", "moderate", "pragmatische" usw. System steht nun vor dem Totalkollaps.

"Die alle in eine ideologische Form pressen zu wollen"

Es geht nicht um die Menschen, sondern um das politische und wirtschaftliche System. Der Hauptverdienst des Liberalismus und des Kapitalismus (reine Marktwirtschaft) ist eben gerade die maximale Freiheit des Individuums, er wird nicht in ein politisches "Design" durch "social engineering" gepresst (sowie heute leider der Fall).

  • Schlemihl
  • 09.05.09 | 14:01 Uhr

@ Christine:

Eine mögliche Reduktion der Kantone könnte beispielsweise folgendermassen aussehen:

- Ostschweiz
- Zürich
- Innerschweiz
- Basel-Nordwestschweiz
- Bern
- Jura (Neuenburg, Jura, Berner Jura)
- Léman (Genf, Waadt)
- Wallis
- Tessin
- Graubünden

  • Schlemihl
  • 09.05.09 | 13:55 Uhr

@Christine:

Natürlich dürfte eine Reduktion der Kantone nicht auf dem Reissbrett passieren. Es müsste auf kulturelle, geographische, politische und wirtschaftliche Aspekte Rücksicht genommen werden. Und natürlich müsste die Bevölkerung zustimmen.

Auf Ebene Amtsbezike und Gemeinden gibt es gelungene Beispiele: Im Kanton Bern beispielsweise wurden die 26 Amtsbezirke in 5 sinnvolle Verwaltungregionen zusammengeschlossen (Berner Jura, Biel-Seeland, Mittelland, Emmental-Oberaargau, Thun-Oberland). Das Volk stimmte dieser Lösung klar zu.

Im Kanton Glarus hat die Landsgemeinde die Zahl der Kantone von 27 auf 3 reduziert. Auch in anderen Kantonen gab es erfolgreiche Reformen.

Aber es müsste sicherlich viel Überzeugungsarbeit geleistet werden aber die Zustimmung der Bevölkerung für solche Reformen nimmt zu.

Die Situation im ehemaligen Jugoslawien lässt sich nicht mit der Schweiz vergleichen, deshalb hinkt der Vergleich mit Kosovo.

  • Larry
  • 09.05.09 | 13:53 Uhr

"Weder Marxismus noch Sozialismus konnte je real in die Praxis umgesetzt werden sondern nur mittels diktatorischer Gewalt und Unterdrückung."

Das ist freilich auch eine Form der "praktischen Umsetzung".

"Sowenig sind Kapitalismus und Libertarismus in reiner Ausprägung lebbar und umsetzbar."

Im 19. JH war man jedenfalls nicht sehr weit davon entfernt, vor allem in den nördlichen Staaten der USA. Wichtig ist jedoch, dass der Trend seit langem Richtung immer mehr Liberalismus ging und erst Ende des 19. JH kippte. Für diese unheilvolle Rückkehr zu mehr Staat und weniger Freiheit tragen vor allem folgende Personen Schuld: auf der intellektuellen Ebene Marx, die Kathedersozialisten, Ruskin, H.S. Chamberlain und die Fabier;unter den Politikern/Lobbyisten Bismarck, Lassalle, Rhodes und House.

"Wir leben in Demokratien"

Die USA sind keine Demokratie, sondern eine Republik mit sowohl demokratischen als auch aristokratischen und monarchischen Elementen, ähnlich wie die Römische Republik. Seit etwa mehr als einem JH findet jedoch ein unheilvoller Pseudodemokratisierungsprozess statt, auch hier ähnlich wie die Römische Republik - kurz vor derem Zerfall. In beiden Fällen wird die Schwächung des Rechststaats (Nichtachtung der Verfassung) mit einem demagogischen, populistischen Regierungsstil erreicht, sowie mit Krieg und Umverteilung (warfare welfare state).

  • Schlemihl
  • 09.05.09 | 13:25 Uhr

@mediabühler:

Ich gebe dir Recht, die Schweiz unterscheidet sich zu den anderen parlamentarischen Systemen durch das Initiativ- und Referndumsrecht.

Ich möchte dich aber daran erinnern, dass in Schweden, Finnland und Österreich die Bevölkerung an der Urne Ja gesagt hat zum EU-Beitritt. Es ist also nicht so, dass in diesen Staaten die Bevölkerung generell immer gegen die Regierung stimmt.

Ausserdem ist es ja so, dass in parlamentarischen Systemen die Bevölkerung das Parlament wählt und dieses Parlament dann die Regierung (wählt oder absegnet). Politisiert eine Regierung am Volk vorbei gibt es dort die Möglichkeit bei den nächsten Wahlen die entsprechenden Parteien nicht mehr zu wählen.

  • Schlemihl
  • 09.05.09 | 12:54 Uhr

@Larry:

Staatskunde scheint nicht deine Stärke zu sein!

In der Schweiz hat jeder Kanton eine eigene Verfassung, Legislative, Exekutive und Judikative, eine eigene Gesetzgebung. Das ist in Frankreich nicht der Fall. Dort hat der von Paris eingesetzte Präfekt das Sagen.

Zudem gibt es eine ganze Reihe von Aufgaben, die im Kompetenzbereich der Kantone liegen: Bildung, Polizei, Sozialhilfe, Strafvollzug, Gastgewerbe, Gesundheitswesen (Spitäler, Ärztezulassung,...), direkte Steuern, Gerichte, Bauwesen, kantonale Strassen,...

Diese Kompetenzen haben die Regionen und Departements in Frankreich nicht.

Zudem gibt es kein anderes Land, in welchem die Gemeinden so viele Kompetenzen haben. Beispiele: Einbürgerungen, Raumplanung

  • liberalmind
  • 09.05.09 | 12:40 Uhr

Forts.

Es gibt kein perfektes System, das nur Vorteile bietet. Es sei den diktatorisch aufoktroyiert und unter Einschränkung westentlicher Freiheiten. Fast niemand hat in den Boomjahren richtig hingeschaut und auf politisch demokratischem Weg für mehr Kontrolle moniert. Nach dem Debakel melden sich all die Dauerbesserwisser, sie hätten das alles natürlich seit Jahren kommen sehen....?!?

Die Frage steht im Raum, ob wir es diesmal schaffen, dem Ganzen einen Rahmen zu geben und die notwendigen Checks and Balances zu kreieren, die ein ähnliches Debakel über kurz oder lang annähernd verhindern könnten. Die Globalisierung hat die Tendenz, dass mehr Bubbles entstehen und Kapitalströme in die gleiche Richtung fliessen. Einige der vorgeschlagenen Ansätze zu beserer Kontrolle, u.a. Stärkung des IMF gehen in die richtige Richtung. Ob sie genügen, wird die Zukunft zeigen.

Immer nur die Banker pauschal für das Debakel verantwortlich zu machen, greift zu kurz. Wie gross die private Gier der Anleger geht und wo sie entgegen aller Vernunft enden kann, wird mit dem Madoff Debakel vorgeführt. Wenn soviele reiche Juden und grosse jüdische Organisationen ihr ganzes Geld einem einzigen Spekulanten anvertrauen, dann sind diese sicher nicht zu bedauern, haben sie doch gegen sämtliche Grundregeln der Geldanlage wissentlich verstossen. Sei's schon nur die profane Regeln: Nicht alle Eier in den selben Korb zu legen.

  • liberalmind
  • 09.05.09 | 12:27 Uhr

Was soll all diese verklärte Theorie? Libertarismus, Kapitalismusschelte etc. Die Welt in der wir leben ist so wie sie ist;eben nicht schubladisierbar in irgendeine Ideologie oder ein Dogma. Weder Marxismus noch Sozialismus konnte je real in die Praxis umgesetzt werden sondern nur mittels diktatorischer Gewalt und Unterdrückung. Sowenig sind Kapitalismus und Libertarismus in reiner Ausprägung lebbar und umsetzbar. Wir leben in Demokratien und wir haben schlussendlich die Staatsform, das System und Checks and Balances, die wir demokratisch gewollt haben. Europa kann man nicht anders als "Soziale Marktwirtschaft" bezeichnen. Nochmals eine Staatsquote von durchwegs zwischen 40 bis über 50% und ein engmaschiges Sozialsystem, kann kaum als Kapitalismus bezeichnet werden. Die menschliche Spezies ist bekanntlich nicht ein Einheitswesen: Es gibt intelligentere und dümmere, vifere und trägere, aktivere und passivere, gierige und weniger gierige, machthungrige und herdentrottende usw. usf. Die alle in eine ideologische Form pressen zu wollen, ist bekanntlich ein Ding der Unmöglichkeit und total realitätsfremd.

Total lächerlich sind die Provokationen der Dauerspamblogger, die kein gutes Haar am sogenannten freien Marktsystem des Westens lassen und das als Kapitalismus bezeichnen und dann noch Mises in Schutz nehmen, ein libertärer Oekonom, der in seiner Theorie noch weiter ging als Friedman. Dann mir vorwerfen, ich hätte keine Ahnung! ...lol!

  • Larry
  • 09.05.09 | 10:46 Uhr

"Das Krisenmanagement war bis jetzt akkurat und eben realitätsnah."

Nochmals:

Why is a negative marginal productivity of debt a sign of an imminent economic catastrophe? Because it indicates that any further increase in indebtedness would inevitably cause further economic contraction. Capital is gone;production is no longer supported by the prerequisite quantity and quality of tools and equipment. The economy is literally devouring itself through debt. […]

In view of the fact that the marginal productivity of debt is now negative, we can see that the damage-control measures of the Obama administration which are financed through creating unprecedented amounts of new debt, are counter-productive. Nay, they are the direct cause of further economic contraction of an already prostrate economy, including unemployment. […]

Fed Chairman Ben Bernanke, who should have been fired by the new president on the day after Inauguration for his part in causing the cataclysm, a couple of years ago foolishly boasted that the government has given him a tool, the printing press, with which he can fight off deflations and depressions, now and forever. […]

Now Bernanke has the honor to administer the coup de grâce to our civilization.

http://news.goldseek.com/GoldSeek/1239584400.php

  • Larry
  • 09.05.09 | 10:38 Uhr

"Wir haben 26 teure Kantonalverwaltungen"

Welche immer mehr Bundesgesetze ausführen. In F gibt es auch regionale Verwaltungen, das bedeutet nichts.

" 26 Bildungssysteme, 26 Kantonspolizeien"

Das sind noch die 2 letzten Bastionen, die auch immer mehr unter Beschuss kommen (s. Harmos, Stärkung der Bundespolizei).

"Dazu kommen noch einige Tausend Gemeinden..."

Lächerlich, gibt es überall, selbst in einem totalitären hyperzentralistischen Staat.

  • Larry
  • 09.05.09 | 10:34 Uhr

"Nachtwächterstaatskapitalismus mit Dauerkrise"

Keineswegs, sondern nachhaltiges, stabiles Wachstum ohne Zyklen.

  • Larry
  • 09.05.09 | 10:24 Uhr

"Es gibt kein besseres System als die soziale Marktwirtschaft, welche die meisten europäischen Länder seit Jahrzehnten demokratisch gewollt haben."

Falsch, sie haben den Interventionismus gewählt, nicht die Marktwirtschaft:

"Wenn heute die »Soziale Marktwirtschaft« Ludwig Erhards explizit als Alternative zum Neoliberalismus ins Feld geführt wird, kann ein Studium der Geschichte des Neoliberalismus vor Verwirrungen bewahren. Gerhard Schwarz hat zu Recht daran erinnert, daß »Soziale Marktwirtschaft ... für ihn [Erhard] eine Verkaufsformel [war], die zum Ausdruck bringen sollte, daß die Marktwirtschaft sozial ist« (NZZ 1./2.1997, 21).39 Emanzipatorische bzw. egalitäre Ideen jedenfalls haben andere historische Wurzeln.
[…]
Laut Michael Novak, Direktor des American Enterprise Institutes, hat Erhard den Begriff »soziale Marktwirtschaft« vor allem aus taktischen Gründen gewählt. Auf die Einwendung von Hayeks, daß es ein Fehler sei, dem Begriff Marktwirtschaft sozial beizufuegen, habe er seinerzeit geantwortet: »Erhard gab ihm Recht, fügte aber hinzu, daß die Deutschen den freien Markt ohne das Wort 'sozial' nicht annehmen würden« (Novak 1996)."

http://www.prokla.de/Volltexte/115plehwe.rtf

  • Larry
  • 09.05.09 | 10:22 Uhr

"Ein föderalistischeres Land als die Schweiz gibt es schlichtweg nicht."

Klar, der zentralitische Trend hat alle Bundesstaaten erfasst, er ist logischer Ausfluss des Interventionismus.

"der als ostdeutscher Jude mehr oder weniger in den gleichen ausgelatschten Pfaden eines Milton Friedman latschte"

Gleich doppelt falsch. Mises war weder deustch, noch hatte er mit Monetarismus etwas am Hut.

"Wenn es nach diesen historischen Relikten und kleinen Fussnoten ginge, hätte sich der Staat nun gefälligst aus der ganzen Krise heraushalten sollten."

Ja, aber eben nicht nur erst heute, wie Z. richtigerweise bemerkt. Ohne Zentralbank kommt es niemals zu solchen Megablasen und die Depressionen daueren nicht länger als anderthalb Jahren. Jene von 1920-21 z.B. war in den USA stärker als die Grosse Depression, dauerte aber nur 1 Jahr, weil der Staat die Löhne senken liess und es keine grosse Zentralbank-Intervention gab.

  • Christine
  • 09.05.09 | 09:15 Uhr

Schön guten Morgen Schlemihl

"Zahl der Kantone drastisch verringern".

Das lässt sich nicht so einfach auf dem Reissbrett verwirklichen, auch wenn dies organisatorisch- und infrastrukturmässig am gäbigsten wäre. Denk an die Entstehung des Kanton Jura, bei welcher kulturelle Spannungen die Hauptrolle spielten. Oder, als "aussenkantonliches" Beispiel, den Kosovo. Der Trieb, sich selbst regieren zu können, ist bei vielen noch intakt, er wird mit dem Begriff Freiheit in Verbindung gebracht und steht der Ueberlegung einer praktikabelst möglichen Verwaltung solcher Gebiete gegenüber.

  • mediabuehler
  • 09.05.09 | 09:00 Uhr

Schlemihl und Z
Klar ist es mit der Demokratie in der Schweiz auch nicht zum besten bestellt. Ich muss mich fast andauernd zwingen mich nicht darüber aufzuregen. Aber wenn das Stimm- und Wahlvolk wollte, könnte es seine direkt-demokatischen Möglichkeiten ausschöpfen.

Das ist ja gerade die Krux: wir gehen mit unseren wirklich basisorientierten demokratischen Möglichkeiten sehr liederlich um (Stimmbeteiligungen!), vielleicht eben weil wir unterschwellig wissen, dass wir könnten wenn wir unbedingt wollten ...

Und die Bürger der parlamentarischen Demokratien wie sie Schlemihl auch als demokratisch bezeichnet, würden vielleicht an die Urnen gehen - wenn sie könnten ... was sie eben nicht können. Und wenn sie einmal können, dann kommen Resultate heraus wie in Irland, vormalig in Dänemark und in Frankreich. Dort ist es für die Regierungen voll in die Hose gegangen und man wird sich hüten, dem Volk solche Gelegenheiten wieder zu geben. Man hat schlicht Angst vor den Volkentscheiden, und meint damit (unausgesprochen), das Volk sei zu dumm um demokratisch richtig entscheiden zu können.

Wie Churchill schon sagte: "Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform die ich kenne, aber ich kenne keine bessere."

  • Schlemihl
  • 09.05.09 | 00:13 Uhr

Die Schweiz als Zentralstaat zu bezeichnen ist nun wirklich lächerlich, Larry!

Wir haben 26 teure Kantonalverwaltungen, 26 Bildungssysteme, 26 Kantonspolizeien,...

Dazu kommen noch einige Tausend Gemeinden...

@Christine:

Es heisst nicht, dass alle Kantone gleich gross sein müssen, aber eine vernünftige Mindestgrösse wäre von Vorteil.

Es ist dringend nötig, dass die Zahl der Kantone und die Zahl der Gemeinden drastisch verringert wird. Der Kanton Glarus war in dieser Hinsicht vorbildlich und hat die Zahl der Gemeinden auf 3 reduziert. Gegen den Willend der SVP! Diese wettert zwar immer gegen den zu teuren Staat und gegen die zu grosse Zahl von Staatsangestellten. Wenn es aber dann um konkrete, konstruktive Lösungen geht, macht die SVP nicht mit.

  • liberalmind
  • 08.05.09 | 23:30 Uhr

Auf die Kommentare der Chaoten und Klugscheisser können wir bestens verzichten. Die Dauerprovokationen am sog. Kapitalismus und der sozialen Marktwirtschaft haben wir hier schon hundertfach gehört. Was konkret die Alternative sein soll, auf das warten wir seit Monaten -zarajeannaeleonoragallus - Eben die Provokationen müssen dann immer noch vierfach wiederholt werden!

Den sog. Sozialismus haben wir abgehackt. Es gibt kein besseres System als die soziale Marktwirtschaft, welche die meisten europäischen Länder seit Jahrzehnten demokratisch gewollt haben. Das ist weder Kapitalismus pur noch ist es nur Markt pur. Mit einer Staatsquote von überall fast 50% und einem gut ausgebauten Sozialstaat mit einer engmaschigen Hängematte, kann kaum von Kapitalismus gesprochen werden! Nur dass das mal klar gesagt sei! Die westliche Welt ist demokratisch und die Schweiz bekanntlich eine Volksdemokratie mit weitestgehenden Rechten. Es liegt an den Parlamenten und dem Volk die Rahmenbedingungen für den Markt zu definieren.

Einfach billig polemisieren und von Kapitalismus fabulieren, was nie und nimmer Kapitalismus ist - sicher nicht in Europa - ist blöd und simple Polemik, die sich in nichts von der SVP unterscheidet;die braucht auch immer ein Stigma und einen Sündenbock für alles und jedes!

  • Zara Zarathustra
  • 08.05.09 | 22:34 Uhr

""Darum macht man sich dann hier mit 100 Posts über Mises breit, der als ostdeutscher Jude mehr oder weniger in den gleichen ausgelatschten Pfaden eines Milton Friedman latschte. Wenn es nach diesen historischen Relikten und kleinen Fussnoten ginge, hätte sich der Staat nun gefälligst aus der ganzen Krise heraushalten sollten. Das Resultat wäre ein Totalkollaps des Weltfinanzsystems mit tausenden von Bankpleiten und dem Totalverlust aller Ersparnisse von hunderten von Millionen gewesen.""

Filumarkbergmind, Du hast wirklich nicht viel Ahnung. Wenn es nach diesen Relikten gegangen wäre, dann hätte der Staat sich von Beginn weg aus Krisen rausgehalten und sie nicht jedesmal künstlich abgewürgt und dadurch die Blase immer weiter aufgeblasen. Es hätte gar nicht zu dieser Megakrise kommen können, da man bereits in den letzten fünf Krisen das Bankstertum eben nicht mit Steuergeldern rausgehauen hätte.
In einer kapitalistischen Gesellschaft gibt es nur zwei mögliche Verläufe:

a) Nachtwächterstaatskapitalismus mit Dauerkrise
b) Interventionsstaatskapitalismus mit Megakrisen und Massen-Elend alle paar Generationen

  • liberalmind
  • 08.05.09 | 20:39 Uhr

Ein föderalistischeres Land als die Schweiz gibt es schlichtweg nicht. Keine andere Nation leistet sich Ministäätchen wie Appenzell Inerrhoden mit 15'000 Einwohnern. Oder man würde dann Disney Land in Kalifornien als Staat betrachten...

Und deinen (von) Mises kannst du dir irgendwohin stecken aber bitte nicht mehr hier! Von Theoretikern und kleinen Klugscheissern wimmelts halt auf den Blogs. Einen eigenen Blog eröffnen bringt nichts, da keine Sau diesen Quatsch lesen würde. Darum macht man sich dann hier mit 100 Posts über Mises breit, der als ostdeutscher Jude mehr oder weniger in den gleichen ausgelatschten Pfaden eines Milton Friedman latschte. Wenn es nach diesen historischen Relikten und kleinen Fussnoten ginge, hätte sich der Staat nun gefälligst aus der ganzen Krise heraushalten sollten. Das Resultat wäre ein Totalkollaps des Weltfinanzsystems mit tausenden von Bankpleiten und dem Totalverlust aller Ersparnisse von hunderten von Millionen gewesen. Das Resultat wäre tatsächlich verheerender als die grosse Depression der 30er!

Hört endlich auf hier alten Stuss aufzutragen, der wirklich keine Sau interessiert. Das Krisenmanagement war bis jetzt akkurat und eben realitätsnah. Wer die Gesamtverantwortung trägt, muss eben pragmatisch handeln und nicht irgendwelchen verstaubten theoretischen Modellen nachhangen. In diesem Sinne kann man Blogger Larry getrost als Trottel und Blogtrolle abtun!

  • Larry
  • 08.05.09 | 18:40 Uhr

"Wer Zentralismus sehen will, der soll nach Frankreich schauen."

Klar, es geht immer noch schlimmer, das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Bund kontinuirlich an Macht zugewonnen hat, wie Mises bereits 1944 bemerkte:

"Seen from the formalistic viewpoint of constitutional law, the United States and the Swiss Confederation may doubtless still be classified as federations, but in actual fact they are moving more and more toward centralization."

http://mises.org/etexts/mises/og/chap12.asp

Sie beklagen (zu Recht) die interkantonale Umverteilung, diese ist jedoch ein Ausfluss des Zentralismus.

  • liberalmind
  • 08.05.09 | 18:21 Uhr

Zentralismus... ausgerechnt in der Schweiz ... manchmal frägt man sich wo gewisse Leute leben?! Wer Zentralismus sehen will, der soll nach Frankreich schauen. Die rückwärtsgewandte Provinz setzt sich aufgrund des unsäglichen Ständemehrs doch meist durch und es bleibt meist alles beim Alten, die Probleme stauen sich seit Jahrzehnten auf und die Schweiz erstickt im Reformstau!

Das Ständemehr richtet sich meist gegen die urbane, fortschrittliche, weltoffene Schweiz und nicht primär gegen die Romandie und das Tessin. Über 2/3 der Standesstimmen vertreten die ländliche, subventions- und finanzausgleichsempfangende Schweiz wo ungefähr 1/3 der Bevölkerung leben. Die 2/3 des Volkes in den urbanen Zentreten haben nur ca. 1/3 der Standesstimmen! Das ist doch der Hauptgrund, dass wir immer an Ort treten und seit Jahrzehnten immer wieder über die gleichen Themen palavern. Die globalisierungsfeindlichen Provinzler sorgen dafür, dass immer schön der Status Quo erhalten bleibt, solange sie ihre Subventionen und den Finanzausgleich der urbanen Kantone einkassieren. Das ist doch der eigentliche Skandal!

  • Gallus
  • 08.05.09 | 18:20 Uhr

Hallo Christine,

natürlich, wegen des Ständemehrs können Kantone einer Sprachenminderheit zukurz kommen. Andrerseits kann die Mehrzahl der Stimmenden durch eine Minderheit überstimmt werden.

Der ursprüngliche Punkt war ja, dass eine Anzahl Kantönli mit wenig Einwohnern mehr Einfluss als weniger Kantone mit mehr Einwohnern haben können. Genau das ist meiner Meinung nach ein Vorteil (in der Regel) der Schweizer Demokratie. Und ein ähnliches Prinzip gilt in den US - jeder Staat hat zwei Senatoren, unabhängig von Bevölkerung. Ein Schutz gegen Zentralismus, gegen Diktatur der Mehrheit.

Du hast recht, heute ist Pub Night, allerdings dauert es noch etwa 3 h. In der Zwischenzeit muss ich noch einige Sequenzen vergleichen und eine Konsensus Sequenz bestimmen (tönt ja beinahe nach Politik!). Gerade hat es geklingelt - mal sehen, was das Result ist!

Schönen Feierabend
Gallus

  • Christine
  • 08.05.09 | 18:02 Uhr

Hallo Gallus :-)

Bei Abstimmungen über eine Verfassungsänderung wird neben dem Stimmenmehr auch noch das Standesmehr verlangt, das heisst, die Mehrzahl der Kantone entscheidet über ja oder nein. Wenn in einem Kanton die Mehrheit mit ja stimmt, gilt deren Kanton als zustimmende Standesstimme. Somit haben das kleinste Kantönli und das grösste Kantönli beide nur je eine Standesstimme. Das Volk kann also z.B. durchaus zustimmen, wenn aber die Mehrheit der Kantone nicht erreicht wird, ist die Vorlage abgelehnt. Da könnten die Romands oder Tessiner hin und wieder zu kurz kommen. Wie die Auswirkungen genau sind, weiss ich nicht, aber Schlemihl hat schön aufgelistet, welche Region versus welche betroffen ist.

Freitag abend. Pub-time? Cheers! :-)

Christine

  • Larry
  • 08.05.09 | 17:54 Uhr

"Der Föderalismus der Schweiz ist veraltet. Er bezieht sich auf den Sonderbundskrieg von Mitte des 19. Jahrhunderts."

Der heutige Zentralismus ist in der Tat die fatale Folge eines unnötigen und ungerechtfertigten Kriegs. Die Kantone sollten wieder ihre Unabhängigkeit fordern, statt nach immer mehr Umverteilung und Nationalbankgewinnen zu schreien.

  • Christine
  • 08.05.09 | 17:37 Uhr

Hallo Schlemihl, man müsste direkt neue Kantone bilden und anzahlmässig gleich bevölkern, um gerechte Standesstimmen zu erreichen. Der Stand stützt nun mal auf den Kanton ab.

Mit dem doppelten, wie heisst er?, Pukelsheim war ich bei den letzten (vorletzten?) Wahlen "konfrontiert", als nach der Auszählung unseres Bezirkes noch nicht feststand, wer gewählt war. Die Daten mussten an die Zentrale übermittelt werden, wo sich das Ergebnis erst zusammen mit den Ergebnissen der anderen Bezirke ermitteln liess.

Ansonsten, seh ich, kommst Du besser draus als ich.

  • Gallus
  • 08.05.09 | 17:36 Uhr

Inwiefern werden sprachliche Minderheiten benachteiligt? Weshalb sollte Sprache das wichtigste oder gar einzige Kriterion sein? weshalb nicht z.B. Land vs. Stadtkantone? oder industrialisierte vs. Touristen Kantone? Inwiefern ist etwa der Tession unter repräsentatiert? Und weshalb nicht gleich auch Graubünden mehr Einfluss zugestehen?

Vertretung aufgrund Bevölkerung bestimmt ja (soviel ich weiss) die Anzahl Vertreter im Nationalrat.

"we are all minorities (or victims) now"

http://www.civitas.org.uk/pdf/Victims.pdf

  • HenryVIII
  • 08.05.09 | 16:58 Uhr

Vielleicht ist eine Demokratur die bessere Demokratie ?

  • Schlemihl
  • 08.05.09 | 16:19 Uhr

@Gallus:

Richtig, Ziel des Föderalismus ist es unter anderem die Minderheiten zu schützen. Das Problem beim Schweizer Föderalismus ist ja gerade, dass die sprachlichen Minderheiten benachteiligt werden, obwohl es gerade umgekehrt sein müsste!

Der Föderalismus der Schweiz ist veraltet. Er bezieht sich auf den Sonderbundskrieg von Mitte des 19. Jahrhunderts. Er wurde so konzipiert, um den Verlierern des Sonderbundskriegs genügend Gewicht zu geben. Heute wäre es aber sinnvoller der Romandie und dem Tessin mehr gewicht zu geben.

  • Gallus
  • 08.05.09 | 13:18 Uhr

Gerade von föderalistischer Sicht aus ist die Spannung zwischen Nationarat und Ständerat unvermeidlich. Das ist eine Garantie, dass die spezifischen Interessen der kleineren Mitglieder nicht unter die Räder geraten, dass ein paar Kantone oder Staaten die Politik dominieren.

"Der Föderalismus ist immer geprägt vom Spannungsfeld der Beziehungen zwischen Gesamtstaat und den Gliedstaaten, so dass es durchaus zu Pendelbewegungen hin zu mehr Zentralisierung oder zu mehr Dezentralisierung kommen kann. Unabdingbare Voraussetzung für den Föderalismus ist die GLEICHBERECHTIGUNG ALLER GLIEDER. Das Gegenteil des Föderalismus ist der zentral regierte Einheitsstaat, auch Zentralstaat genannt."

Übrigens gibt es kein Verfahren, dass alle Fairnesskriterien bei Wahlen und Abstimmungen erfüllt.

http://www.ctl.ua.edu/math103/Voting/ifairnes.htm

  • Schlemihl
  • 08.05.09 | 12:15 Uhr

Liebe Christine,

Auch die Schweiz hat nicht das Bestmögliche an Demokratie. Zwei Beispiele:

1. Standesstimmen: Es ist aus demokratischer und föderalistischer Sicht äusserst fragwürdig, dass die Innerschweiz gleichviele Standesstimmen hat wie die gesamte Romandie plus das Tessin! Oder die Inner- und Ostschweiz zusammen praktisch die Hälfte aller Standesstimmen.

2. Grösse der Wahlkreise: Bei Nationalratswahlen und auch bei zahlreichen kantonalen Wahlen haben wir das Problem, dass wir zu kleine Wahlkreise haben (Nur grosse Parteien können sich durchsetzen, ein grosser Anteil der Wählerstimmen bleibt bei der Sitzvergabe unberücksichtigt). Dieses Problem wurde durch Wahlkreisreformen (z.B. Bern) oder die Einführung des "Doppelten Pukelsheim" (z.B. Aargau) teilweise entschäft.

  • liberalmind
  • 08.05.09 | 11:16 Uhr

Sie sagen es, Coubert - genau was ich sage: Die grossen urbanen Kantone subventionieren mittels Finanzausgleich die Steuererleichterungen an Reiche wie eben in Obwalden! Das ist doch Realsatire und Bluemets Trögli - Ich habe nichts gegen einen vernünftigen Steuerwettbewerb aber nur unter der Voraussetzung, dass der unsägliche Finanzausgleich sofort gestoppt wird! Es kann ja nicht sein, dass ein Zürcher Steuerzahler sämtliche Infrastrukturaufgaben eines urbanen Ballungsraumes mitfinanziert, von dem die umliegenden kleinen Kantone auch proftieren und obendrauf bezahlt er noch Finanzausgleich an eben diese kleinen Kantone, die mittels Steuerdumping an Reiche, den urbanen Kantonen die grossen Steuerzahler weglöcken! Perversion unserer direkten Demokratie sondergleichen!

  • Coubert
  • 08.05.09 | 10:47 Uhr

Mehr zur Re-Feudalisierung der Eidgenossenschaft:

"Nur für Reiche: Sonderzonen an bester Lage"
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Nur-fuer-Reiche-Sonderzonen-an-bester-Lage/story/31307578

  • liberalmind
  • 08.05.09 | 10:34 Uhr

Forts.

Wo bei uns die Volkspartizipation eindeutig zu weit geht, so geht sie in den parlamentarischen Demokratien zuwenig weit.

  • liberalmind
  • 08.05.09 | 10:31 Uhr

Die Lobhudeleien auf unsere partizipative Volksdemokratie hier und die Hatz auf jedwelche konstruktive Kritik an unserem System, zeigen auf, dass wir erstarrt sind und unfähig unser System zu erneuern und anzupassen.

- Seit 1848 gelten die gleichen Unterschriftenzahlen für Initiativen und Referenden obschon sich die Bevölkerung verdreifacht hat! Eine logische Anpassung auf 300'000 und 150'000 resp. würde vor dem Souverän scheitern. Heute ist es logischerweise viel einfacher eine Initiative für Partikularinteressen zu lancieren oder ein Referendum zu ergreifen. Daher die Überflutung des Systems mit oft unwichtigen Anliegen. Dafür haben wir jetzt eine Autobahnvignette in der Verfassung... und stimmen über biometrische Pässe ab... das ist doch nur noch Realsatire!

- Ebenso das Ständemehr: Der Kt. Zürich ist 86 mal grösser als Appenzell hat aber nur 1 Standesstimme. In den USA zB ist die Relation im Senat vom grössten zum kleinsten Staat 18 mal. Die urbane Schweiz wird dadurch eindeutig diskriminiert. Dazu kommt noch der unsägliche Finanzausgleich. OW erhält 1800 chf pro Kopf und hat eine Flattax eingeführt und wirbt nun den grossen zahlenden Kantonen wie Zürich die grossen Steuerzahler ab... eine Perversion sondergleichen!

Die Beispiele liessen sich beliebig fortsetzen. Was ich moniere ist die Tatsache, dass unser System im kleinen Jekami Gezeter lahmgelegt wird und sich mit viel zu viel realtiv unwichtigen Anliegen befassen muss und dadurch reformunfähig wird.

  • Christine
  • 08.05.09 | 09:35 Uhr

Immerhin hat die Schweiz das bestmögliche an Demokratie. Noch demokratischer ginge nur, wenn man sich zu überhaupt keinen Gruppen zusammenzuschliessen hätte.

Dann könnte man demokratischst sein Ich und danach sein anderes Ich konsultieren und hernach als Alleinherrscher die Entscheidung für beide treffen.

Gar nicht so einfach, die Demokratie. Meinen wir. ;-)

  • Schlemihl
  • 08.05.09 | 09:31 Uhr

@mediabühler:

Du behauptest, die Regierungskoalition hätte vor der Bundestagswahl die besseren Startbedingungen. Tatsache ist, dass es in D sehr oft Regierungswechsel gab, von der SPD zu Union und wieder zurück.

Nicht repräsentative Umfragen sind wertlos. Gemäss nicht-repräsentativen Umfragen hätten drei Viertel der Schweizer die PF mit Rumänien und Bulgarien abgelehnt. Wir wissen, dass dies zum Glück für die Schweiz so nicht eingetroffen ist.

  • Schlemihl
  • 08.05.09 | 09:24 Uhr

@mediabühler:

Deutschland ist eine parlamentarische Republik wie viele andere demokratische Staaten auch. Dazu kommen noch alle parlamentarischen Monarchien, die eigentlich das gleiche politische System haben ausser dass da ein König oder eine Königin gewisse repräsentative Aufgaben als Staatsoberhaupt wahrnimmt.

Alle diese Staaten als undemokratisch zu bezeichnen ist nicht korrekt. Zudem gibt es in jedem Staat Prozesse, die undemokratisch sind, auch in der Schweiz. Eine vollständige Demokratie ist nicht umsetzbar.

  • Zara Zarathustra
  • 08.05.09 | 08:53 Uhr

Die Schweiz ist auch keine Demokratie. Bei 60-Milliarden-Volksenteignungen wird Kriegsrecht durchgesetzt, und niemand wehrt sich. Zudem lenken Geldkampagnen und Parteienspender die Meinung des Vollchs. Drittens wären die Welschen beispielsweise, die in den meisten Abstimmungen überstimmt werden, wohl besser und demokratischer bedient, wenn ihre eigenen gewählten Politiker die Geschicke lenkten anstelle der deutschweizer Volks-Mehrheit.

  • Christine
  • 08.05.09 | 08:28 Uhr

Jawohl, Mediabuehler, und in der Gier nach vermeintlichem Mitreden- und Entscheiden-Können ist man gewillt, ein direkt-demokratisches Gebilde wie die Schweiz teilweise aufzugeben. Demokratien sind ja gerade darum als Fortschritt entstanden, um dem Gängel einzelner tyrannischer (Alleinmacht führt in die Tyrannei) Machtinhaber den Garaus zu machen.

  • mediabuehler
  • 08.05.09 | 08:04 Uhr

Eines muss klar festgehalten werden:
Eine Republik wie D ist keine Demokratie und zwar aus aus folgenden Gründen:

Eine Regierung setzt sich zusammen aus der stärksten Partei oder einer Koalition die stärkste Kraft darstellt. Diese Koalition ist meistens eine Zweckverbindung um die Macht im Staate zu haben. Motto: "Die Tröge bleiben, nur die Schweine wechseln."

Vor der Bundestagswahl hat die regierende Koalition die besten Startchancen für einen "Sieg" der Wahl. Die besten Aussichten hat die grösste Partei der Regierungskoalition, weil ihr am meisten Medienpräsenz zukommt.

Es wird (fast) alles versprochen, damit die Wähler die entsprechenden Parteien wählen, obwohl das Kleingedruckte fast immer ausgeblendet wird. Dabei wissen die Politiker ganz genau, dass irgendjemand später die Zeche bezahlen muss. Der somit konstuierte Sozialstaat ist also nur ein Produkt zum Zwecke der (Wieder-)Wahl.

Echte demokratische Prozesse sind in einer solchen Demokratie absolut unmöglich. Beispiele: Die Deutschen wären mit rund 70 % gegen die militärischen Einsätze am Hindukusch. Ferner: Gemäss nicht repräsentativer Umfrage waren über 70 % der Deutschen gegen die Osterweiterung der EU. 60 % sind gegen den Lisabon-Vertrag.

Die Liste der Argumente wie gegen das Volk regiert wird, kann endlos weitergeführt werden. Eine Demokratie die nur zulässt, jeweils eine Regierung zu wählen stellt keine echte Demokratie dar, weil der Staat sich selber kontrollieren kann.

  • Christine
  • 08.05.09 | 07:34 Uhr

Guten Morgen, Werni

Bei Fusionen und Uebernahmen kann die Abwanderung ins Ausland schon drohen. Das passiert aber auch mit inländischen Unternehmen, von Inländern geleitet, die ihre (Textil-)Produktionen nach Fernost verlagern.

Ich dachte eher an ein Angestellten-Verhältnis, bei dem in- und ausländische Führungskräfte hin und her verschoben werden. Liberalminds Aerger liegt wohl darin, dass Schweizer Führungskräfte seiner Meinung nach unfähig sind, weshalb die Deutschen übernehmen mussten. Der Beste soll den Job machen, und dass der Schweizer demnach nicht der Beste ist, ist ärgerlich und ein Armutszeugnis für die Schweiz. So ich Liberalmind denn richtig verstanden habe.

  • Christine
  • 08.05.09 | 07:18 Uhr

.. Fortsetzung:
Deshalb haben kleinere Nachbarländer wie Liechtenstein oder die Schweiz Sorge, Steinbrück könnte ihre Territorien als billiges Übungsgelände benutzen wollen. Doch da schätzen sie Peer Steinbrück völlig falsch ein. Der Mann ist nur ein verbaler Rabiator, sonst eher Pazifist. Er schlägt keine Tiere und isst auch keine kleinen Kinder. Von allen aktiven deutschen Politikern macht er den intelligentesten Eindruck und vermittelt das Gefühl, er sei für seinen Job eigentlich überqualifiziert. Er weiss, wo das Geld herkommt und wo es hingeht und warum es nicht zurückkommt. Denn er führt die Steuerschätzungen durch («Schätze mal, das wird nicht reichen!»). Er gilt als engster Berater von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier. Damit kontrolliert er sowohl die Kanzlerin als auch den Kanzlerkandidaten, ihm kann es egal sein, wer unter ihm die Regierung führt. Sollte die SPD aus irgendwelchen kaum nachzuvollziehenden Gründen nicht mehr an der Regierung beteiligt werden, macht er einfach weiter. Es wird niemand wagen, dagegen Einwände zu erheben. Der Mann weiss zu viel."

Aehnlich köstlich schrieb er in dieser Ausgabe über Helmut Schmidt und Günter Grass (Die wichtigsten Deutschen). Leider alles *-Beiträge.

  • Christine
  • 08.05.09 | 07:15 Uhr

Danke, Herr Zippert ! :-))

"Peer Steinbrück, von Hans Zippert.
Die Deutschen essen gerne Steinobst, Steinbutt und Steinbeisser und schicken ihre Kinder auf die Waldorfschule, wo sie nach den Lehren von Rudolf Steiner unterrichtet werden und nach dem Abitur am 1. Mai in Kreuzberg mit Steinen werfen. Wer im Moment in Deutschland etwas werden will, muss irgendwie Stein heissen: Steinmeier, Steinbrück, Steinbach, Steinmerkel oder Bsirske (altdeutsche Bezeichnung für einen gewerkschaftlich organisierten Stein). Im Ausland kennt man vor allem Steinmeier und Steinbrück. Steinbrück heisst mit Vornamen Peer, nein, nicht Teer Steinbrück, dann wäre er ja Verkehrsminister. Er arbeitet aber als Finanzminister und wäre damit auch für die Vorbereitung, Planung und Durchführung von Weltkriegen zuständig. Allerdings führt Deutschland aus finanziellen Gründen solche Grossveranstaltungen nicht mehr durch. Fortsetzung ..

  • werni425
  • 08.05.09 | 04:49 Uhr

Christine,
Wenn Ausländer nationalausgerichtete Grossfirmen leiten ist es sehr wohl ein Problem. Dann wanderte am Ende die Firma ins Ausland. Was bedeutet das? Sie wird absorbiert und die Dividenden werden nicht mehr in CH ausbezahlt. Ist ja gut und recht. Nur, die BBC wurde von der ASEA gemolken. 6 Mia. Franken, davon gingen 50% nach Schwden. Der Frima fehlte dann das Geld zum lösen des Gasturbinendesasters, das von den amerikanischen ABB-Managern verursacht wurde. Penalty for loss of profit.
Gleich bei Sulzer Kessel, Sulzer Webmaschinen, UBS Investment banking. VeVey Hydro, Alusuisse, etc.
Wie gesagt nichts gegen Globalisierung, nur die Gewinne werden dann halt auch globalisiert. Vorallem die stillen Reserven.
CIBA nicht vergessen.
Und wie war es mit dem Wasserrecht in Chippis?

Die internationalen Manager handeln zuerst national für ihre eigene Heimat. Tönt verstaubt, aber ist halt so.
Und keine Regel ohne Ausnahme.

Werni

  • Jeanna
  • 07.05.09 | 23:42 Uhr

No news ???
Da macht ein nigelnagelneuer (bezieht sich nur auf’s Amt, NICHT auf sein hinlänglich bekanntes „Lebenswerk“ !) Aussenminister seine Aufwartung in Deutschland.
Und kein Mux, nix, selbst in der Spätausgabe der Tagesschau nicht !

Aber wenigstens schreibt der Spiegel was und aha ! ...die fiktive Rede wurde natürlich nicht gehalten, aber immerhin: Kühler Empfang und nur ein Mini-Programm.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623536,00.html

Interessant auch diese Meldung:
http://www.radio-utopie.de/2009/05/07/Der-atomare-Fingerzeig-USA-weisen-Israel-in-die-Schranken
“““Die Staatssekretärin im US-Aussenministerium, Rose Gottemoeller, forderte die vier Staaten Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea zur Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags (NPT) auf.
Nach geheimdienstlichen Schätzungen verfügt Israel zwischen 100 bis 200 Atomwaffen.“““

Ob wohl auch (!) diesbezüglich endlich mal was geht ... wider die längst befremdlichen, untolerierbaren doublestandards und Sonderbehandlungen ? Dasselbe gilt übrigens für den inzwischen vor sich hin leckenden Atomreaktor in Dimona zu dem IL auf ebenso wundersame, affentheaterfreie Weise gekommen ist wie eben auch zu seinem realexistierenden Atomwaffenarsenal !

  • Zara Zarathustra
  • 07.05.09 | 22:57 Uhr

Der seinem Wesen nach expansionistische Kapitalismus ist neben den monotheistischen Religionen DER Kollektivismus. Anfangs ist er Städte- oder Ständekollektivismus, dann Nationalstaatskollektivismus, und jetzt, zum Schluss, Supranationalstaatskollektivismus.

"Das Prinzip Weltveränderung betritt, wie ich zeige, im 17. Jahrhundert die Bühne. Im 18. und 19. Jahrhundert wandelt es sich zur Ideologie des Fortschritts, im 20. wächst es zu einer umweltvernichtenden Grossmacht heran."

Sloterdijk

  • Larry
  • 07.05.09 | 22:14 Uhr

"Eine Oekonomie, die das Wesentliche, die Basis: Anthropologie, Soziologie im allgemeinen und die Macht im besonderen praktisch ausklammert"

Bei der Anthropologie wäre ich höchst vorsichtig, da kann jeder neue Fund alles wieder in Frage stellen. Die Frage über die Herkunft des Geldes wird vermutlich immer umstritten bleiben.

Soziologie und Macht wird von der österreichischen Schule sehr wohl mitberücksichtigt, Mises hat die Nationalökonomie immer als Wissenschaft des menschlichen Handelns (Praxeologie) verstanden. PCM hatte sich übrigens für diesen Begriff interessiert und Mises kurz vor seinem Tod noch dazu interviewt.

"Die kapitalistische Gesellschaft ist eine grosskollektivistische Staatsmachtgesellschaft, in welcher der Staat der Obereigentümer und die Unternehmen und Individuen immer nur tributpflichtige Untereigentümer sein können."

Der Kapitalismus hat zu noch nie dagewesenem Wohlstand geführt und kann ganz sicher nicht mit Kollektivismus verglichen werden. Wenn schon mit maximal beschränktem Interventionismus.

  • Zara Zarathustra
  • 07.05.09 | 21:38 Uhr

Das Oesterreichertum ist leider auch nicht besser als der Monetarismus. Falsch bleibt falsch. Tauschwirtschafts-Blödsinn. Eine Oekonomie, die das Wesentliche, die Basis: Anthropologie, Soziologie im allgemeinen und die Macht im besonderen praktisch ausklammert, gehört auf den Misthaufen der Geschichte.

Die kapitalistische Gesellschaft ist eine grosskollektivistische Staatsmachtgesellschaft, in welcher der Staat der Obereigentümer und die Unternehmen und Individuen immer nur tributpflichtige Untereigentümer sein können.

Bei Oppenheimer, Heinsohn, Steiger, Martin kann man nachlesen, wie der Kapitalismus anfängt und bei Martin auch noch, warum er wieder aufhört.

http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Macht-der_Staat-Eigentum.htm

http://books.google.ch/books?id=efYKFOhookEC&pg=PA245&lpg=PA245&dq=paul+c.+martin+property&source=bl&ots=iDQ2oaGc5o&sig=0RohlWwAyjQqyYsOtVC2mhg-1yY&hl=de&ei=9zYDSv3-FceQ_Qbr3a2ABw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3#PPP1,M1

  • Larry
  • 07.05.09 | 21:03 Uhr

Fed Chairman Ben Bernanke, who should have been fired by the new president on the day after Inauguration for his part in causing the cataclysm, a couple of years ago foolishly boasted that the government has given him a tool, the printing press, with which he can fight off deflations and depressions, now and forever. […]

Now Bernanke has the honor to administer the coup de grâce to our civilization.

http://news.goldseek.com/GoldSeek/1239584400.php

  • Larry
  • 07.05.09 | 21:02 Uhr

Why is a negative marginal productivity of debt a sign of an imminent economic catastrophe? Because it indicates that any further increase in indebtedness would inevitably cause further economic contraction. Capital is gone;production is no longer supported by the prerequisite quantity and quality of tools and equipment. The economy is literally devouring itself through debt. The earlier message, that unbridled breeding of debt through the serial cutting of the rate of interest to zero was destroying society’s capital, has been ignored. The budding financial crisis was explained away through ad hoc reasoning, such as blaming it on loose credit standards, subprime mortgages, and the like. Nothing was done to stop the real cause of the disaster, the fast-breeder of debt. On the contrary, debt-breeding was further accelerated through bailouts and stimulus packages.

In view of the fact that the marginal productivity of debt is now negative, we can see that the damage-control measures of the Obama administration which are financed through creating unprecedented amounts of new debt, are counter-productive. Nay, they are the direct cause of further economic contraction of an already prostrate economy, including unemployment. […]

  • Larry
  • 07.05.09 | 21:01 Uhr

"Theorien und hätti, sötti und wetti helfen keinen Jota weiter!"

Klar, lieber weiter den gleichen Irrlehren folgen, die uns an den Abgrund gebracht hat, wie Genosse Benanke.

"As long debt was constrained by the centripetal force of gold in the system, tenuous though this constraint may have been, deterioration in the quality of debt was relatively slow. Quality caved in, and quantity took a flight to the stratosphere, when the centripetal force was cut and gold, the only ultimate extinguisher of debt there is, was exiled from the monetary system. Still, it took about 35 years before the capital of society was eroded and consumed through a steadily deteriorating marginal productivity of debt.

The year 2006 was the watershed. Late in that year the marginal productivity of debt dropped below zero for the first time ever, switching on the red alert sign to warn of an imminent economic catastrophe. Indeed, in February, 2007, the risk of debt default as measured by the skyrocketing cost of CDS (credit default swaps) exploded and, as the saying goes, the rest is history.

  • Larry
  • 07.05.09 | 20:49 Uhr

"Wer Verantwortung für des Ganze tragen muss, hat nicht viel anders machen können, als was eben in den letzten Monaten gemacht wurde!"

Klar, der Ursünde liegt viel weiter in der Vergangenheit, als Zentralbanken eingeführt wurden oder noch weiter, als fractional banking - auf gaunerische Art - eingeführt wurde.

  • Larry
  • 07.05.09 | 20:42 Uhr

"Seit über 50 Jahren kämpft man für eine Schulharmonisierung in der kleinen Schweiz."

Schulische Zentralplanwirtschaft ist nun wirklich das Allerletzte was dieses Land braucht. Man stelle sich mal vor, die katastrophalen Reformen, die in manchen Kantonen wie GE von der Verwaltung mit Unterstützung der leninistischen Lehrergewerkschaften durchgezwungen wurden und sowohl die Primar- wie auch die Sekundarschule massiv geschädigt haben, der ganzen CH verordnet worden wäre - nicht auszudenken. Schlimm dabei ist vor allem, dass man nicht mal mehr hätte mit anderen Kantone vergleichen und die linken Pädagogen die Schuld anderen Faktoren wie Einwanderung oder Geldmangel hätten anlasten können.

  • liberalmind
  • 07.05.09 | 20:41 Uhr

Wär schön, wenn das Ende bald käme! - die aus zweifelhaften Quellen elogenhafte Reinkopiererei von allerlei Garbage könnten Sie uns ersparen Larry - ausser Ihnen wird das kaum jemand lesen, geschweige denn noch interessieren!

Das Leben und die Realität funktionieren anders. Fehlleistungen und Fehlleitungen wird es auch in Zukunft immer wieder geben. Wer Verantwortung für des Ganze tragen muss, hat nicht viel anders machen können, als was eben in den letzten Monaten gemacht wurde!

Theorien und hätti, sötti und wetti helfen keinen Jota weiter!

  • Larry
  • 07.05.09 | 20:19 Uhr

Nochmals das Ende:

Der Monetarismus friedmanscher Prägung ist die logische Fortsetzung des in den 70ern gescheiterten Keynesianismus. Beide sind Varianten des Inflationismus. Sowohl Keynes als auch Irving Fisher waren Gesellianer.

  • Larry
  • 07.05.09 | 20:18 Uhr

"Die meisten Mitglieder der heutigen Ökonomengilde sind freilich nicht verblichen, sondern weiter in der ideologischen Nachbarschaft Chicagos tätig."

Skidelsky "vergisst" natürlich, dass Friedman anfänglich ein Keynesianer war und es zum Teil immer geblieben ist - bis zu seinem Tod. Als die Veritas Foundation ein Buch herausgab, das Keynes' Sozialismus blossstellte, wurde es von Friedman auf listige Art angegriffen:

"The main thrust of the attack on Keynes at Harvard was led by an economist who is well known for his support of the negative income tax. He is less well known for his former leftist associations. His campaign was largely undercover with unsigned mimeographed criticisms circulated among economists and sociologists. His tour de force was that Marshall and Schumpeter were really champions of private enterprise and that any allusion to their leftism was a libel."

Dabei hat sich Schumpeter ganz offen zum Sozialismus bekannt. Und Marshall, übrigens Keynes' Pate in Cambridge, war ein Freund der Fabier:

Schumpeter pointed out that, “Marshall was largely in sympathy with the aims of the Fabians (as they were at that time); the difference was primarily one of scientific method.”

http://www.keynesatharvard.org/book/KeynesatHarvard-ch11.html

Der Monetarismus friedmanscher Prägung ist die logische Fortsetzung des in den 70ern gescheiterten Keynesianismus. Beide sind Varianten des Inflationismus. Sowohl Keynes als auch Irving Fisher waren Gesellianer.

  • Christine
  • 07.05.09 | 20:17 Uhr

Rächts Chrüsimüsi, Larry, mit diesem trümmligen Stöckli-Foren-System. Meine Hauswirtschaft passt nicht zu Deinen Konjunkturzyklen, wie man sieht. :-)

Ich mach einen kleinen Aussetzer.

  • liberalmind
  • 07.05.09 | 20:16 Uhr

schnell einen Blick auf die Site der Baggerfahrerin getan und siehe da, die Hutter doziert gross über Bildung (lol!!!) und ist nicht mal imstande ein paar Zeilen CV fehlerfrei abzuliefern...


.....

• Nationalrätin seit 2003

• Mitglied der Staatpolitischen Kommission (XXX)

• Mitglied Kommission Entlastungprogramm (XXX)

• Vize-Präsidentin der SVP Schweiz

• Mitglied der AUNS (Aktion für eine unabhängige und
• neutrale Schweiz)

• Mitglied der SIFA (Sicherheit für alle)


Korrigenda:

...der StaatSpolitischen ....

...EntlastungSprogramm...


Und die gleiche doziert heute, dass die meisten Kinder nicht mal mehr RICHTIG lesen und schreiben könnten...! Ich kann nur noch lachen! Blöde Kuh!

  • Christine
  • 07.05.09 | 20:14 Uhr

Wo hast Du denn die Kernfächer der SVP ausgegraben, Liberalmind? Falls das eintrifft, was Du da proklamierst werden ich mich sofort dafür einsetzen, dass Schwingen auch für Mädchen Pflicht wird und dass auch den Buben die Hauswirtschaft verordnet wird. Soo gaats nöd.

  • Larry
  • 07.05.09 | 20:11 Uhr

"Diese Sichtweise greift auf die „österreichische“ Theorie der Konjunkturzyklen zurück und auch auf Milton Friedmans Erklärung der Großen Depression von 1929."

Quatsch, die Monetaristen und ihre Fixierung auf das Preisniveau teilen diese "österreichische" Sichtweise überhaupt nicht (war schon zuzeiten der Grossen Depression nicht der Fall).

"Diese Argumentation geht davon aus, dass Märkte absolut effizient sind."

Das hingegen ist überhaupt nicht österreichisch und kann deshalb mit dem vorigen keineswegs zusammenverbunden werden.

"wenn die Marktteilnehmer absolut rational handelten und perfekt informiert wären, hätten sie sich nicht von einer Politik täuschen lassen, die das Geld billiger machte, als es wirklich war"

Dieses oft vorgebrachte Argument sticht nicht, denn die Inflationierung der Währung zwingt die Marktakteure zu falschem Handeln. Wer z.B. höhere Zinsen fordert wird druch den Wettbewerb verdrängt.

  • Christine
  • 07.05.09 | 20:06 Uhr

Was stört Dich denn daran, Liberalmind, dass Deutsche Führungspositionen grosser Unternehmen übernehmen, auch in der Schweiz? Das war schon vor 30 Jahren so. Wieso glaubst Du, dass ein Unternehmen nur von Jemandem gleicher Nationalität geführt werden soll?

  • liberalmind
  • 07.05.09 | 19:59 Uhr

Die Baggerfaherin aus dem Rheintal entwickelt sich stetig zum Brechmittel Nr. 1 hierzulande. Jedesmal wenn diese Schnepfe den Mund aufmacht, kommen nur giftige Russpartikel und viel heisse Luft raus! Jugend hat den Hang zum Radikalismus. Ist es deshalb verwunderlich wenn Brunner, Hutter, Reimann, Riklin und Co. die besten Papageien im Blocher Käfig sind?! Seit über 50 Jahren kämpft man für eine Schulharmonisierung in der kleinen Schweiz. Die im roten Abendrot versinkende Sünnelipartei kämpft total geblendet dagegen und plädiert jetzt wieder für Zucht und Ordnung und Konzentration auf die SVP Kernfächer: Volks- und Heimatkunde, Jodeln, Schwingen (für die Buben), Handarbeit und Hauswirtschaft (für die Mädels) und nebenbei noch Rechnen und Schreiben.

Das sind die Zukunftsrezepte und die Bildungsoffensive... der Vollidioten Partei. Na dann gute Nacht Schweiz! Ein Viertel bis zu einem Drittel Idioten gibt es halt immer, die eine solche Partei wählen!

  • Larry
  • 07.05.09 | 19:52 Uhr

Der Keynes-Hagiograph Skidelsky verzapft wieder mal Chabis.

"Flexible Wechselkurse sollten Länder daran hindern, ihre Währungen zu manipulieren, doch durch Akkumulation großer Mengen an US-Schatzanleihen hielten die ostasiatischen Länder, insbesondere China, ihre Währungen künstlich niedrig."

China liess eben gerade KEINEN flexiblen Wechselkurs seiner Währung zu. Ich bin alles andere als ein Freund flexibler Wechselkurse zwischen Staatspapierwährungen, aber falsch bleibt falsch.

"Die „überschüssigen“ chinesischen Ersparnisse ermöglichten die amerikanische Kreditausweitung der Jahre 2003-2005"

1. sind dies keineswegs freiwillige "Ersparnisse" sind, sondern vom chinesischen Staat konfiszierter Gewinn. Und 2. ist alleine die globale Geldmenge relevant:

"Now let us say that the dollars accumulated by emerging economies were to be invested solely in Treasuries. while this might push long-term interest rates temporarily lower, all other things being equal, it is not going to set in motion a boom-bust cycle as long as the pool of US dollars remains unchanged.

If, as a result of lower interest rates, too many dollars are invested in the housing market, it means that fewer dollars are invested in other goods. As a result, the housing market will become overvalued while other goods will become undervalued. This will set in motion an outflow of money from the housing market to other markets."

http://mises.org/story/3382

  • liberalmind
  • 07.05.09 | 19:45 Uhr

Die Baggerfaherin aus dem Rheintal entwickelt sich stetig zum Brechmittel Nr. 1

  • Christine
  • 07.05.09 | 19:42 Uhr

Herr Köppel widmet sein Editorial Deutschland: Zum 60. Geburtstag.

Wer genau aufpasst, merkt, dass es insgesamt ein Loblied auf die Nationen per se ist, in angenehmer Ignoranz der Tatsache, dass sich zwischenzeitlich eine EU konstituiert hat: Deutschland: "Land im Zentrum Europas", "über Jahrhunderte (Anm.: existent)", "von aussen belauertes Gebilde", "einem Land und seinen Bürgern die Freiheit sichern", "feiert ihr 60-jähriges Bestehen", "stabile Demokratie", "den Deutschen Respekt entgegen bringen", "Wohlfahrtsstaat bedroht", "Abwanderung aus dem Land ist Alarmzeichen", "Sozialstaat, ein hochempfindlicher Strang der nationalen Identität", "Deutschland entdeckt sich als Mittelmacht", "Deutschland prädestiniert für vermittelnde Rolle".

Und keiner hier stört sich an diesem Nationalen Lobgesang, höchstens wie Liberalmind am Vergleich mit der Schweiz (der ja nun wirklich nur knappest gezogen wurde). Schön :-) Ich mich auch nicht, mich freut der Erhalt der Nationen , und Herr Köppel, übrigens nach eigener Aussage ein Vierteldeutscher, hätte nicht raffinierter sein Lob formulieren können, um auf diesem Umweg den Nationen als Kleinstaaten den Rücken gegenüber Gigantismus-Gebilden zu stärken. Fast schon ein Abgesang auf die Giganten.

Viva!

  • Jeanna
  • 07.05.09 | 18:29 Uhr

Jetzt bist Du mir mit dem Skidelsky-Artikel "grad zuvorgekommen", Zara.
Poste ihn dann mal dort hin wo ich's ursprünglich wollte, wenn's recht ist.

(Zu seinen Befunden würde auch Historys Hidden Engine passen ... gehört in etwa in's gleiche Kapitel)

  • liberalmind
  • 07.05.09 | 17:58 Uhr

Forts.

Zurück zum untauglichen Vergleich mit der Schweiz. Die unkritische Haltung, ja Verklärtheit, der Rechten und Nationalkonservativen gegenüber der Schweiz ist bedenklich und ja gefährlich. Es porträtiert ein Bild der Schweiz, was so schon lange nicht mehr stimmt. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit vieler grosser und mittlerer Schweizer Unternehmen haben wir ausländischen Führungskräften zu verdanken. Viel zu wenig Schweizer haben internationale Erfahrung, u.a. auch grad wegen unserer unsäglichen Abschottung und unserem Überlegenheitswahn, und sind nicht imstande international tätige Unternehmen zu führen. Von den 20 grössten Schweizer Firmen im SMI werden noch 2 von Schweizern geführt. Beim grössten Absturz: der UBS musste jetzt auch ein Deutscher ran, weil auch hier einmal mehr Schweizer versagt haben! Über ein Drittel der grösseren international tätigen Scheizer Unternehmen werden von Deutschen geführt! Und das zum grossen Teil sehr erfolgreich. Das müsste uns zu denken geben. Das müsste eigentlich auch einem Köppel zu denken geben, wäre er nicht auf beiden Augen blind, was die Objektivität gegenüber der Schweiz anbelangt!

  • liberalmind
  • 07.05.09 | 17:50 Uhr

Es ist so, dass Köppel alles und jedes immer mit der Schweiz vergleicht und meint wir seien der Nabel der Welt. Sein Bild der Schweiz ist undifferenziert und patridiotisch durch die Sünnelibrille verblendet. Deutschland mit seiner unrühmlichen Geschichte und seinen Lasten als mitteleuropäische Grossmacht mit der Schweiz vergleichen zu wollen, greift sowieso viel zu kurz und bringt nichts. Die Bewältigung der Nazivergangenheit ist mehrheitlich positiv ausgefallen aber eben noch lange nicht beendet. Deutschland als Triebfeder der europäischen Einigung von Adenauer bis Kohl ist eine grosse Leistung! Die Wiedervereinigung liegt nun 20 Jahre zurück, braucht aber sicher nochmals eine Generation, bis die Unterschiede allmählich verschwinden. Wer von Süden nach Norden oder Nordosten reist, stellt wesentliche Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung und der Mentalität fest. Bayern, Baden-Württemberg und Teile Hessens stehen uns näher, darüber hinaus ist eine zum Teil beängstigende Umverteilungsmentalität und Neidkultur sichtbar. Das andauernde Rumgehacke auf Ackermann und der Deutschen Bank sind peinlich und provinziell. Die drittgrösste Industrienation würde eigentlich wesentlich mehr als nur eine global tätige Bank brauchen, um international wsettbewerbsfähig zu bleiben. Wenn dann nur noch die Angelsachsen die grossen Deals in Deutschland tätigen würden, wäre das Geschrei noch grösser.

  • Zara Zarathustra
  • 07.05.09 | 17:47 Uhr

Und noch einen Dämpfer für's Beisserchen und ein Trösterli für markbergmind: Wer trägt an der Katastrophe noch mehr Schuld als die Bankster ? Richtig: die Oekonomen !

http://www.project-syndicate.org/commentary/skidelsky16/German

  • Zara Zarathustra
  • 07.05.09 | 17:02 Uhr

Israel, USA, Aipac: 508 Gesprächstermine mit den Untertanen

http://www.sueddeutsche.de/politik/951/467524/text/

  • Jeanna
  • 07.05.09 | 15:07 Uhr

@Coubert:
"""Ja, ein (Alt-)FörumlerInnen-Treffen nehm' ich mir zu Herzen.
To Whom It May Concern. :)"""

Ist ja anlässlich des letzten bereits "angedroht" worden ... kommt Zeit, kommt Treffen.

  • Coubert
  • 07.05.09 | 15:02 Uhr

@Beisserchen

Meine Kenntnisse des vielleicht spannendsten Abschnitt in der Geschichte unserer Republik sind natürlich bedauernswert rudimentär, aber nehmen wir mal das hier:
http://www.geschichte-schweiz.ch/helvetik.html
was nicht ganz im Uneinklang ist mit dem, was ich vor Jahren mal in der nicht soo schlechten "Geschichte der Schweiz und der Schweizer" gelesen hab.

Natürlich war's nicht der Nappi allein, aber eine wichtige Rolle hat er schon gespielt.

Wie auch immer: zwischen Marignano und der Helvetischen Republik klafft eine rechte Lücke, und über die geht unser Scheffredakti dann schon ein bisschen zu altklug und -väterlich im Verhältnis zu seiner geistigen Poschtur hinweg.

PS.
Ja, ein (Alt-)FörumlerInnen-Treffen nehm' ich mir zu Herzen.
To Whom It May Concern. :)

  • Jeanna
  • 07.05.09 | 14:54 Uhr

Hat's wieder was abgeschnitten, trotz ......

Aber diese Fragen sind wohl erst nach der Bundestagswahl zu beantworten. Und diese dürfte der Hauptgrund für den von Steinbrück veranstalteten Lärm sein.“““

  • Jeanna
  • 07.05.09 | 14:52 Uhr

Na also – und jenseits der Überfälligkeit in Sachen CH-Bankgeheimnis mal über die Bücher zu gehen - habe ich ja schon ganz zu Beginn gesagt: Steinbrücks theatralisch-cholerische Ausfälligkeiten – inzwischen ja nicht mehr enden wollend und bereits „in Ouagadougou angekommen“! – haben ihre Wurzeln in seinem eigenen Saustall, den er nicht nur nicht ausmistet, sondern ihn mitgestaltet und das wie gesagt im Wahljahr, einer es bunt treibenden Republik, die sich zusehends selbst abwrackt ... auf Kosten ihrer Büger, versteht sich.

Ein interview mit dem Obmnann des HRE-Ausschusses
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623190,00.html

Und die FAZ liefert zum Krakeeler der Nation auch noch etwas nach:
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E3DFE3B9EBE11475491AA724406D98B9A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Das Fazit:
“““Dass dieser sich mit seinem Brachialstil in der Regel weder in steuer- noch in wettbewerbspolitischen Fragen durchsetzen konnte, ficht ihn nicht an - in der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, die vor allem auf dem Prinzip Groß gegen Klein beruht, scheinen sich gewisse Anfangserfolge einzustellen. Ob sie dauerhaft sein werden, ist ebenso offen wie der politische Preis, den Deutschland dafür zahlen muss. Aber diese Fragen sind wohl erst nach der Bundestagswahl zu beantworten. Und diese dürfte der Hauptgrund für den von Steinbrück veranstalteten Lärm sein.“““

  • Zara Zarathustra
  • 07.05.09 | 14:49 Uhr

Untertanenstaat ist übrigens ein tautologischer Begriff, Beisserchen.
Privates Eigentum ist immer nur Untereigentum. Obereigentümer ist immer der Staat, der seinerseits wieder von Lobbyisten unterwandert und kontrolliert wird. Der Zweck des (staatsbesicherten) Untereigentums ist einzig und allein die Erwirtschaftung des Tributs, der an den Obereigentümer abgeliefert werden muss.

Gruss ins Tockenburg

  • (-) Beisserchen
  • 07.05.09 | 14:15 Uhr

"chateau 07.05.09 13:16
Deutschland wäre schon recht - wenn es von Schweizern regiert würde. (...) "

Schlösschen, also kolonisieren müssen wir unsere theuthonischen Nachbarn nicht, aber ich empfehle den Deutschen immer, zunächst einmal ganz einfach unsere Verfassung zu übernehmen. In einem weiteren Schritt könnten sie unser Bundesrecht übernehmen und dann schliesslich das übrige Recht. Dem Bundestag käme dann nur noch die Aufgabe zu, unsere Rechtsentwicklung "autonom" nachzuvollziehen. Ob die theutonische Bundesregierung, die nun "Bundesrath heisst, zusätzlich im Jahrestournus noch verkanzelt wird, ist dann egal; diese Rolle kann gut von einem tönendem Nichts, einem schweigenden Nichts (wie aktuell) oder von einem parfümierten, manikürierten, pedikürierten und arschlochgepudertem Schwamm (-Kopf) ausgeübt werden.

Gruss (-) Beisserchen


Und, Kinderchen, seid doch ein bisschen possierlich zueinander.

  • chateau
  • 07.05.09 | 13:21 Uhr

Mit Deutschen rede ich konsequent unsere Sprache, den Dialekt.
Nur im Business mit ihnen sollte man "Hochdeutsch" reden.
Englisch oder französisch geht auch. Dann hat man die "Gesprächshoheit."

  • chateau
  • 07.05.09 | 13:18 Uhr

Ich muss es auch hier sagen: 1845 haben die Neuenburger Republikaner die Preussen aus der Stadt gejagt und das Chateau besetzt.
Die preussischen Gefangenen und ihre Mitläufer wurden entwaffnet und in die Freiheit entlassen.

  • chateau
  • 07.05.09 | 13:16 Uhr

Deutschland wäre schon recht - wenn es von Schweizern regiert würde.

  • Zara Zarathustra
  • 07.05.09 | 13:00 Uhr

Ein Untertanen-Staat ist es in der Tat, Beisserchen. Ein Staat unter der Fuchtel der USA und jener wiederum unter der Fuchtel der Israel-Lobby, die sich mit Obama nun den Showman-in-Chief vor den Karren spannt. Aber auch diese Blase wird implodieren.
Und wir Schweizer sollten uns nicht allzu viel einbilden. Auch wir lassen uns erpressen und wenn sie mit dem Finger schnippen dort drüben, dann kommen unsere Vollchsvertreter angetanzt, überweisen die Milliarden oder shreddern Akten.

Gruss / Z.

  • (-) Beisserchen
  • 07.05.09 | 11:20 Uhr

"Naja, dazwischen hatten wir mal noch den Napoleon, der ein bisschen liberal-bürgerliche Moderne in den verkrusteten Patrizierstaat eingepustet hat. " (coubert)

Naja, denkt sich da das liberale Urgestein über das liberal-bürgerliche Gepuste des kleinen Korsen. Das hat er ja im
Tirol auch gemacht, über die alten demokratischen Rechte der Stände hinweg. Ueber die Beresina bis hin zu Waterloo.

Köppel schlägt übrigens einen recht versöhnlichen Ton an im Editorial zur BRD. Es fehlt nur der Hinweis, dass man im deutschen Untertanenstaat "Dienst nach Vorschrift" macht und in der liberalen Schweiz "Verträge pflichtgemäss erfüllt."

Gruss (-) Beisserchen (und auf ein Wiedersehen an einem Foristentreffen)

  • mediabuehler
  • 07.05.09 | 08:41 Uhr

Eines der Probleme der SchweizerInnen mit Deutschen ist die Sprache, denn sobald ein Durchschnittschweizer, und dazu zähle ich mich durchaus auch, sich im Hochdeutsch versucht, begibt er sich eigentlich aufs Feld einer "Fremdsprache" - eine Fremdsprache die er zwar vom Wortschatz her gut kennt, die ihm aber in Bezug auf die Artikulierung meistens schwer fällt. Ausnahmen sind selbstverständlich gelernte SchauspielerInnen (nicht solche die eine Schnellbleiche hinter sich haben wie beispielsweise die Winiger, die ein äusserst schlechtes Beispiel für diese Gilde darstellt).

Wer sich aber die Aussprache der Deutschen anhört wenn diese selbst eine Fremdsprache artikulieren, kommt sehr rasch zur Erkenntnis, dass diese fast durchwegs einen äusserst penetranten Akzent haben, der den Deutschen 100 km weit erkennen lässt. Zudem finde ich persönlich, dass Deutsche gut tun, es zu unterlassen, sich im Schweizer-Deutsch zu versuchen, denn es tönt in aller Regel fürchterlich.

Also liebe SchweizerInnen - Ihr müsst in Bezug auf die Sprache gegenüber unseren hass-geliebten nördlichen Freunden grundsätzlich keine Minderwertigkeitskomplexe haben, denn die Deutschen gehören zu den schlechtest begabten Fremdsprach-Könnern Europas. Ich kenne genauso viele angenehme Deutsche wie solche um die ich lieber einen Bogen mache, und mit SchweizernInnen verhält es sich ebenso.

  • gutemine
  • 07.05.09 | 08:11 Uhr

Ja, Herr Köppel hat Recht. Deutschland sollte sich ein wenig mehr an der Schweiz und Ouagadougou orientieren.

Im Gegenzug werden wir Steinbrück zum Indianerhäuptling h. c. ernennen.

  • pinkzoo
  • 07.05.09 | 02:49 Uhr

Roger Köppel ist dann am besten, ja sogar wirklich gut, wenn er über Deutschland und Russland schreibt. Er scheint beider Länder Völker wirklich zu lieben - und daher zu verstehen.

Weniger überzeugend sind jedoch seine wöchentlichen Einschätzungen zur Schweiz. Natürlich liebt er auch unser Land (gewiss mehr als D und Russland), und natürlich versteht er auch die Bürger der Schweiz und, etwas weniger, unsere Politiker. Doch scheint ihm bei seinen Betrachtungen zur Schweiz oft die analytische Distanz zu fehlen. Meist weiss man im Voraus, worauf Köppel hinaus will. Dies heisst nicht, dass er zwingend unrecht hat. Ueberhaupt nicht. Aber es bedeudet, dass er sich in seinen Kommentaren zur Innenpolitik Woche für Woche wiederholt.

Dies müsste nicht sein. Wenn Köppel das (Fehl)Verhalten unserer Bundesräte mit demselben Sachverstand und der gleichen Objektivität analysieren würde, wie er es zum Beispiel bei Merkels antikapitalistischer Rethorik tut, wären auch seine Beiträge zur Schweiz wirklich lesenswert. Und nebenbei würde Köppel, und damit die Weltwoche insgesamt, als alternative Stimme im vorherrschenden Mainstream-Medien-Einheitsbrei (noch) ernster genommen.

  • Coubert
  • 06.05.09 | 23:27 Uhr

>> "Nach ihrer grössten militärischen Niederlage, 1515 in Marignano, gaben die Eidgenossen alle aussenpolitischen Ambitionen auf und konzentrierten sich auf die Pflege ihres Wohlstands und ihres Staates."

Naja, dazwischen hatten wir mal noch den Napoleon, der ein bisschen liberal-bürgerliche Moderne in den verkrusteten Patrizierstaat eingepustet hat. Der Schwiegersohn gefällt sich da wohl in bräsig-selbstgefälliger Nabelschau.

>> "Deutschland als eine Art Magna Helvetia, liberal, stark in Wirtschaft und Wissenschaft, zurückhaltend bis abstinent, was das politische Eigengewicht in der Welt betrifft? Berlin sollte darüber nachdenken."

Ich glaub', Berlin darf das ruhig unserm Schwiegersohn überlassen. Dessen Redaktionstübchen ist grad der richtige Ort dafür.

 
|

weitere Ausgaben