Vernichtung einer Existenz

2004 wurde der Primarlehrer Claudio Rossi wegen angeblicher sexueller Übergriffe verhaftet. Fünf Jahre später hat ihn die Justiz nun vollständig freigesprochen. Doch der Schaden, den übereifrige Opferhelfer angerichtet haben, ist irreparabel.

Von Alex Baur

«Je heftiger er sich verteidigt, desto verdächtiger macht er sich»: Lehrer Rossi. Bild: Herbert Zimmermann

Am 20. September 2004 um sechs Uhr in der Früh begehrten drei Polizisten in Zivil Einlass in die Wohnung von Kleinklassenlehrer Claudio Rossi im luzernischen Emmen. Die Fahnder kamen gleich zur Sache: «Haben Sie Kinderpornos auf ihrem Computer?» Ohne weitere Worte zu verlieren, untersuchten sie die Wohnung minutiös. Erfolglos versuchte Rossi zu erfahren, was gegen ihn vorlag. Verfängliches oder gar Illegales, das wusste er genau, würde man bei ihm nicht finden. Und dem war auch so.

Trotzdem nahmen die Fahnder den Lehrer mit auf den Posten. Den genauen Grund nannte man ihm auch bei der rudimentären ersten Befragung nicht. Aus den Fragen schloss er, dass es irgendwie um Übergriffe auf Schüler gehen musste. Den Rest des Tages verbrachte der Lehrer in einer Zelle, starrte die weissen Plättli an der Wand an und versuchte sich einen Reim zu machen. Um 21 Uhr eröffnete man ihm die Untersuchungshaft.

Was konkret gegen ihn vorlag, wusste Claudio Rossi auch eine Woche später noch nicht, als er aus der Haft entlassen wurde. Offenbar hatten Schüler ihn beschuldigt, sie unsittlich betatscht zu haben. Klar war hingegen, dass der Lehrer jetzt keine Stelle mehr hatte und wohl auch keine mehr finden würde. Und dass ihm unter Strafandrohung verboten war, mit seinen (ehemaligen) Schülern oder ihren Eltern Kontakt aufzunehmen. Diese wurden nun von Spezialisten der Opferhilfe betreut.


Saloppes aus der Gerüchteküche

Während seiner Abwesenheit war im Emmener Schulhaus Rüeggisingen die Hölle los gewesen. Tagelang wurde die Schule von Reportern belagert. Die Lehrer hatten sich buchstäblich eingeschlossen, die Schulpflege verhängte eine Informationssperre. Umso heftiger brodelte es in der Gerüchteküche. Beim Schulleiter und via Medien meldeten sich Leute, die schon immer gewusst haben wollten, dass mit dem Lehrer etwas nicht stimmte. Doch Konkretes wusste niemand. Es war bislang auch nie zu einer Anzeige gekommen.

Elf Schüler aus der Kleinklasse von Claudio Rossi wurden von der Polizei befragt. Was einige von ihnen zu Protokoll gaben, war deftig – bisweilen etwas gar deftig. «Wie wenn er süchtig wäre», so der zwölfjährige Emilio*, habe der Primarlehrer seine Schützlinge permanent an den Geschlechtsteilen betatscht und ihnen pornografische Bilder vorgezeigt. Der Bursche behauptete, Rossi habe alle Mädchen gezwungen, mit Tangas zur Schule zu kommen. Über fünfzig Vorwürfe listete der Lehrer später auf. Und man konnte nur staunen, dass die Affäre nicht schon lange aufgeflogen war. Zumal die Kinder bereitwillig und bisweilen recht salopp «Sie können drei Mal raten, was er dann getan hat» über die ungeheuerlichen Vorfälle berichteten, die sich tagtäglich in aller Öffentlichkeit vor versammelter Klasse zugetragen haben sollen. Immerhin gab es auch Schüler, die nichts bemerkt hatten.

Knapp fünf Jahre später hat das Luzerner Kriminalgericht Claudio Rossi nun von Schuld und Strafe freigesprochen. Alle Vorwürfe haben sich in Luft aufgelöst. Noch ist offen, ob die Staatsanwaltschaft appellieren wird. Doch selbst wenn der Freispruch aufgehoben würde, hätte Rossi wenig zu befürchten. Zur Anklage gelangten lediglich zwei Vorwürfe im Graubereich der Bagatelle. Alles andere ist längst definitiv vom Tisch. Nur nützt es Rossi nicht mehr viel. Seine Existenz ist vernichtet, nachhaltig und allumfassend. Und man fragt sich augenreibend: Wie konnte es so weit kommen?

Das Unheil nahm seinen Lauf im Sommer 2004, als vier von zwölf Schülern des Claudio Rossi in eine Parallelklasse versetzt wurden. Die Mutter der Zwillinge Anita* und Angela* eine alleinerziehende Dominikanerin, die seit Jahren vom Frauenhaus betreut wird wünschte prinzipiell nur noch den Umgang mit weiblichen Lehrkräften. Die Eltern von Antonia*, die sich von ihren Gspänli oft gehänselt fühlte, erhofften sich vom Klassenwechsel eine Luftveränderung. Emilio* schliesslich wurde versetzt, weil in der Parallelklasse Knaben fehlten. Gemeinsam ist allen vier Kindern, dass sie wegen psychischer oder schulischer Probleme einer Kleinklasse zugeteilt wurden. Drei von ihnen haben schon im Frauenhaus gelebt und dort gelernt, dass Männer grundsätzlich gefährlich sind.

«Immer so prutalle dinge gemacht»

Schon nach wenigen Tagen wird die neue Klassenlehrerin auf die sexualisierte Sprache der vier Neulinge aufmerksam. Namentlich Emilio, der Rädelsführer im Grüppchen, erzählt wilde Geschichten über Rossi, den er als «pervers» bezeichnet. Die Lehrerin macht Notizen und lässt die Schüler einen Aufsatz mit dem scheinbar unverfänglichen Titel «Im letzten Schuljahr» schreiben. Die vier Kinder begreifen sofort, was gemeint ist: Alle schreiben über angebliche Übergriffe des Claudio Rossi, ein anderes Thema findet sich in den Texten der Fünftklässler nicht. «Bei den Mädchen hat er immer so prutalle dinge gemacht», schreibt Emilio. «Herr Rossi hat die helfte von den Mädchen angefasst», berichtet Anita. «Wir mussten leiden», ihre Schwester. Einen konkreten Vorfall beschreibt nur Antonia: «Als wir ein Katzen spiel machten da hate herr Rossi uns wierklich ganz auf unangenehme art angefasst.»

Knapp drei Wochen nach Schulbeginn, am 13. September 2004, übergibt die Lehrerin ihre Notizen und die Aufsätze dem schockierten Schulleiter. Dieser berät sich sofort mit der Rechtsauskunft und der Kinderschutzabteilung der Kantonspolizei Luzern. Damit aktiviert er ein Netzwerk von Fachleuten, Spezialdiensten und Beratungsstellen, die so schnell nicht mehr zu bremsen sind. Obwohl es von Anfang an Signale gibt, die stutzig machen müssten. Wie kommt es, dass die vermeintlich eingeschüchterten und beschämten Kinder plötzlich so gesprächig sind? Wie ist es möglich, dass die angeblich permanenten Übergriffe so lange verborgen blieben, wo in der Kleinklasse doch neben Rossi noch drei Lehrerinnen wöchentlich unterrichteten, denen die Kinder vertrauten?

Sämtliche Schüler von Claudio Rossi werden von zwei Spezialistinnen der Kantonspolizei Luzern in einem für Kleinkinder hergerichteten Ambiente einlässlich befragt. Wie in den auf Video aufgezeichneten Gesprächen klar wird, verstehen sich die Fachfrauen nicht in erster Linie als Ermittlerinnen, sondern als Anwältinnen der Kinder. Statt die Schüler für voll zu nehmen, sie auf Widersprüche hinzuweisen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, biedern sich die Polizistinnen bei ihnen durch eine mitleidschwangere Anteilnahme an und bestärken sie in ihrer Opferrolle.

Belastende Aussagen werden mit Zuneigung belohnt, entlastende mit Desinteresse bestraft. Die Frauen machen aus ihrer Abscheu gegen den Lehrer keinen Hehl. «Är hed genau gwüsst, dass er das nid mache darf, gäll», heisst es dann etwa oder: «Weisch ned, wie lang das duured hed? – Für dich isches uf jede Fall vill zlang gsii, gäll». Die subtile Suggestion verfehlt ihre Wirkung nicht.

Namentlich Emilio verheddert sich in abstruse und widersprüchliche Behauptungen und fabuliert schliesslich von Sanktionen, die der Lehrer gegen Schülerinnen verhängt habe, die nicht mit sexy Tangas zur Schule kamen. Zur Strafe hätten die Mädchen seitenweise den Satz schreiben müssen: «Ich lege heute Nachmittag Tangas an.» Statt den Buben wieder auf den Boden der Realität herunterzuholen, ihn etwa mit der Frage zu konfrontieren, wie der Lehrer den angeblichen Dresscode denn überprüft habe, nickt die Polizistin stumm.

Die Fahnderin hat dem Burschen damit keinen Gefallen getan. Nachdem er andere Kinder (erfolglos) dazu gedrängt hatte, seine Lügengeschichten zu bestätigen, wurde Emilio in der Zwischenzeit zu einer Jugendstrafe verurteilt. Der Bursche hatte unter anderem auch behauptet, Claudio Rossi habe auf einem Computer im Schulzimmer Sexbilder heruntergeladen und den Mädchen gezeigt. Doch das besagte Gerät, auf dem sich nichts Ungehöriges finden liess, war nie ans Internet angeschlossen.

Nach diesem Muster löste sich eine Anschuldigung nach der andern in Luft auf. Spätestens bei den untersuchungsrichterlichen Zweitbefragungen entpuppten sich vermeintliche Tatsachen als Vermutungen, angebliche Erlebnisse als Wahrnehmungen gemäss Hörensagen. Immerhin zeigte sich nun auch, dass die Kinder erstaunlich differenzierte und selbstkritische Aussagen machten, wenn man sie ernst nahm. Nicht etwa wegen Mangels an Beweisen schrumpfte die Anklage gegen Claudio Rossi auf einen kläglichen Restposten – die Kinder revidierten und relativierten ihre Aussagen aus eigenen Stücken, als der Rausch verebbt war.

Kollektiver Hype

Im Rückblick sind die wilden Anschuldigungen gegen Claudio Rossi nur mehr als kollektiver Hype erklärbar. Ausgangspunkt waren die vier in die Parallelklasse versetzten Schüler. Als sie merkten, wie viel Aufmerksamkeit und Zuneigung mit den Geschichten um Rossi zu erhaschen war, übertrafen sie sich gegenseitig mit neuen Versionen. Spätestens als der Lehrer verhaftet und das Schulhaus Rüeggisingen in die Schlagzeigen geraten war, gab es kein Zurück mehr. Einzelne Lehrer mahnten zwar zur Besinnung – doch sie mussten sich in Acht nehmen, nicht selber unter den fatalen Verdacht zu geraten. Im Hintergrund machte eine Frauenrechtlerin Druck, die der Mutter der Zwillinge zur Seite stand.

Im Sommer 2004 hatte eine ganze Reihe von sexuellen Übergriffen auf Jugendliche einen Nährboden geschaffen, auf dem die Gerüchte um Claudio Rossi ins Kraut schossen. Seit Wochen berichteten die Medien über die Operation «Falcon» gegen Internet-Pornografie, die landesweit zu 400 Verhaftungen geführt hatte. Zu den Betroffenen gehörte auch ein Lehrer aus Emmen, mit dem Rossi nichts zu tun hatte. Just in jener Zeit war sodann der Fall eines einschlägig vorbestraften Bauern im luzernischen Knutwil aufgeflogen, der sich an zahlreichen Ferienkindern vergriffen hatte. Das Thema «Übergriffe» war den Schülern geläufig – Rossi selber hatte es in der Schulstunde thematisiert.

Claudio Rossi, damals 38, unverheiratet und kinderlos, Mitglied einer evangelischen Freikirche, war ein ideales Verdachts-Opfer. Schon als Kind sei er ein Einzelgänger gewesen, erinnert sich einer seiner ehemaligen Lehrer. Der schmächtige, in seiner Hartnäckigkeit bisweilen aufsässig wirkende Mann ist nicht eben das, was man sich unter einem Sympathieträger vorstellt. Bei den meisten Schülern, denen er viel Zeit und Zuwendung widmete, war er indes sehr beliebt. Doch gerade das erschien dem Staatsanwalt besonders verdächtig. Rossi selber führt den Umstand, dass er bis heute auf die «richtige» Lebenspartnerin wartet, auf eine schwere Herzkrankheit zurück, die ihn seit der Geburt behindert. Wenn für andere das Leben nach Feierabend erst richtig beginnt, ist er geschafft, geht früh zu Bett.

Umstrittene Vorwürfe

Im Frühling 2005 ist klar, dass an den Anschuldigungen gegen Claudio Rossi nicht viel dran ist. Doch die Mühlen der strafenden Justiz lassen sich nicht einfach stoppen, wenn sie einmal in Gang gesetzt sind. Dass aufgeblasene und verfahrene Fälle am längsten liegenbleiben, ist nichts Neues. Wie Giftbehälter, die man ohne Not nicht öffnet, schieben die Justizverwalter die toxischen Dossiers in ihren Amtsstuben herum.

Im Juli 2005 verfügt die Untersuchungsrichterin eine psychiatrische Begutachtung des Lehrers. In seiner Expertise vom Februar 2006 gibt der renommierte Gerichtspsychiater Andreas Frei zu bedenken, es sei «heikel», bestrittene Sexualstraftaten zu qualifizieren, würde damit doch das Urteil des Gerichtes vorweggenommen. Doch statt die Übung abzubrechen, tut der Experte genau das, wovor er warnt, und kommt dabei zu einem für den Angeschuldigten verheerenden Befund: Das Bestreiten jeder Schuld sei geradewegs typisch für eine verdrängte pädophile Neigung, die einer Therapie bedürfe. Der Zirkelschluss des Sachverständigen bringt den Lehrer in eine unmögliche Lage: Je heftiger er sich verteidigt, desto verdächtiger macht er sich.

Die Belastung des Verfahrens ist derweil nicht spurlos an Rossi vorbeigegangen. Im April 2006 setzt sein Herz aus. Nach einer schweren Operation, die er nur knapp überlebt, liegt er tagelang im künstlichen Koma. In der Folge verliert er teilweise sein Gehör und ist seither invalid und auf medizinische Unterstützung angewiesen. Der Ausgang des Verfahrens wird daran nichts mehr ändern. Jetzt geht es nur noch um eine angemessene Entschädigung für eine vernichtete Existenz – und um einen letzten Rest symbolischer Gerechtigkeit.

Im April 2007 überweist die Untersuchungsrichterin das, was von den ursprünglichen Anschuldigungen übriggeblieben ist, an die Staatsanwaltschaft. Diese braucht wiederum über ein Jahr, um im August 2008 daraus eine 35 Seiten dicke Anklageschrift zu formulieren, die exakt zwei Vorwürfe enthält. Erstens habe Rossi im Verlauf eines Spiels seinen Kopf auf den Oberschenkel einer Schülerin gelegt. Zweitens habe er ein Mädchen zwischen die Beine gefasst und in die Höhe gehoben. Diese beiden angeblichen Übergriffe sollten mit einer Geldstrafe von fünfzig Tagessätzen à hundert Franken bedingt sanktioniert werden.

Bei beiden Vorwürfen, die sachlich nur in Nuancen umstritten sind, geht es um die Frage der Auslegung. Der erste Punkt betrifft das sogenannte Katzenspiel, das in den 1990er Jahren in der Lehrerausbildung propagiert wurde. Lehrer und Schüler sollten einander am Anfang des Schuljahres nähergebracht werden. Alle setzen sich im Kreis, einer wird zur Katze gewählt, welche die andern auf allen vieren umkreist und versuchen muss, jemanden zum Lachen zu bringen. Im Zuge dieses Spiels berührte Rossi mit dem Kopf den Oberschenkel – oder das Knie, wie er selber versichert – einer Schülerin. Die Staatsanwaltschaft betrachtet dies als ungehörige Annäherung. Bei Punkt zwei geht es um eine zierliche Schülerin, die Rossi in die Höhe hob. Gemäss seinen Aussagen hatte er sie am Gurt gepackt, das Kind empfand den «Hosenlupf» als Griff zwischen die Beine. Wie auch immer sich die beiden Vorfälle im Detail zugetragen haben, der Lehrer bestreitet ein sexuelles Motiv.

Die Anklage birgt eine ganze Reihe von Tücken. Decken sich die Aussagen der Kinder, schliesst man auf eine besondere Glaubwürdigkeit; widersprechen sie sich, beweist dies bloss, dass es keine Absprachen gab. Mal wirft man dem Angeklagten vor, er habe «keinen Aufwand gescheut», um die Anschuldigungen zu widerlegen, was als Mangel an «kritischer Selbstreflexion» ausgelegt wird. Doch dort, wo er keine Entgegnung vorbringt, wird dies sofort gegen ihn verwendet. Weil der Angeklagte in einem Fall «nichts Konkretes gegen die Aussagen des Mädchens vorträgt», schliesst der Staatsanwalt kühn, dass sich «gegen die Belastung keine ernsthaften Einwendungen finden». Im Klartext: Es liegt am Angeschuldigten, seine Unschuld zu belegen.

Am 25. März 2009 hat das Luzerner Kriminalgericht Primarlehrer Claudio Rossi von Schuld und Strafe freigesprochen. Über das Urteil, dessen Begründung noch aussteht, wurde bislang nirgends berichtet. Auch in der Schule Rüeggisingen hat man erst über die Weltwoche vom Freispruch erfahren. Die Schulleitung hatte nach der Verhaftung den Kontakt zum Kollegen Claudio Rossi abgebrochen. Auf Anraten des Rechtsdienstes. Ein falsches Wort könnte Folgen im Hinblick auf allfällige Schadenersatzforderungen haben. Die Schule ist heute eine brandgefährliche Zone.

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