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Sie wird bereits im Voraus als «Kunstereignis des Jahres» gefeiert: Am Sonntag eröffnet das Kunstmuseum Basel eine Ausstellung mit Landschaftsbildern Vincent van Goghs. Schon zu Lebzeiten rankten sich Legenden um den Maler. Er soll wahnsinnig gewesen sein und erfolglos. Hanspeter Born legt nach ausgiebigem Quellenstudium einen anderen Blick auf das Genie frei. Van Gogh litt nicht an Wahnsinn, sondern an Epilepsie. In seiner anfallsfreien Zeit war er ein leidenschaftlicher, aber normaler Mensch. Sein Können erarbeitete sich der Autodidakt durch Fleiss und Hartnäckigkeit. Für die Besucher der Ausstellung eine gute Nachricht: Man braucht weder Experte noch Psychologe zu sein, um van Goghs Bilder verstehen und geniessen zu können. Einer anderen Fährte geht Born zusammen mit dem Kunstdetektiv Benoit Landais in einem neuen Buch nach: «Die verschwundene Katze» (Echtzeit-Verlag) will den Nachweis erbringen, dass sich unter «Meisterwerken» bis heute unerkannte Fälschungen befinden. 

 

Seit unsere Redaktorin Carmen Gasser mit ihrer Recherche über den Zustand der Schweizer Wirtschaft angefangen hatte, türmten sich auf ihrem Schreibtisch die Papierberge noch höher als sonst. Jeden Tag kam neues Zahlenmaterial dazu, denn keine der Statistiken und Prognosen, die auf ihrem Tisch landeten, erlaubte einen unabhängigen Gesamtüberblick. Nachdem Gasser die Berge abgetragen hatte, kam sie zum Schluss: Die Schweizer Wirtschaft hat die Talsohle noch nicht erreicht. Die gute Nachricht: Es gibt Lichtblicke, besonders für Hauskäufer und Konsumenten.

 

Kein anderer Gerichtsfall hat in den vergangenen Jahren für so viel Diskussionen gesorgt wie der «Fall Seebach». Die «Gruppenvergewaltigung» von dreizehn Jugendlichen in einem Zürcher Quartier beherrschte die Schlagzeilen. Politiker, Experten und selbst die direkt in den Fall involvierten Polizisten diskutierten den Vorfall wochenlang. Der Aufschrei legte sich mit dem Urteil: Bloss zwei der dreizehn «Täter» wurden wegen des Anfangsverdachts der Vergewaltigung für schuldig gesprochen. Recherchen unseres Redaktors Andreas Kunz zeigen, dass die meisten Jugendlichen eine hohe Entschädigungszahlung erhalten haben. Aber was mussten die unschuldigen Jugendlichen seit ihrer Verhaftung erdulden? Was ist in Seebach tatsächlich geschehen?

 

Am Donnerstag um 9.30 Uhr findet in der Kathedrale von Málaga ein Gedenkgottesdienst zu Ehren Theodor von Redings statt. Vor 200 Jahren starb der Schwyzer Söldnerführer in Spanien. Reding, hierzulande vergessen, ist in Spanien eine Art Nationalheld. In der Schlacht von Bailén fügte er den Franzosen die erste grosse Niederlage zu. Napoleon verlor den Nimbus der Unbesiegbarkeit. Kulturchef Philipp Gut besuchte das Staatsarchiv in Schwyz, um Redings Lebensgeschichte zu rekonstruieren. Alt Staatsarchivar Josef Wiget, der beste Kenner der Materie, gewährte ihm Einblick in seine Forschungen. Der Ort des Gesprächs passt zum heroischen Thema: Sie trafen sich im Restaurant «Hohle Gasse» bei Küssnacht.

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