Apropos:

Bukowski

Von Daniele Muscionico

Er selbst hat sein Image vom saufenden und krakeelenden Genie nach Kräften gefördert. Unvergessen für seine Fangemeinde die Lesung in Hamburg 1978, sein einziger Auftritt in Deutschland, bei dem für Charles Bukowski ein Kühlschrank mit Bier auf der Bühne stehen musste trocken war er nur ein halber Mensch. Dass dieser «Schreibweltmeister im Schwergewicht», wie ihn Kritiker nannten, in seinem Werk nicht nur Vulgärprosa ausspie über Kleinkriminelle, Säufer, Obdachlose, Huren – und über sich selbst in Form seines literarischen Alter Ego Henry Chinaski, genannt Hank , daran erinnert eine Publikation aus dem Verlag Zweitausendeins: «439 Gedichte», begeisternd und teilweise erstmals ins Deutsche übertragen von Carl Weissner. Der Band holt Bukowski aus dem Regal ins Leben zurück. Denn dorthin gehört er, ins richtige Leben. Illusionslos, zum Glück. (MD)

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