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25.03.2009, Ausgabe 13/09

Wortkontrolle

Von «Steueroasen» und «Steuerwüsten»

Von Peter Keller

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Heute gibt’s eine Lektion in Steuerbiologie. Hier unterscheiden wir drei Vegetationsformen: die Steueroase, die Steuerwüste und den Steuerdschungel. Durch den Steuerdschungel muss sich jeder Bürger schlagen, der ohne Steuerberater, quasi ohne Steuertarzan, sein Einkommen und sein Vermögen deklarieren will. Im Kanton Zürich hat man sich erst einmal durch eine 48-Seiten-Wegleitung zu kämpfen. Dann folgt der Dschungelpfad selbst: die Steuererklärung. Zwölf Seiten plus weitere Beiblätter.

Wer sich nun in diesem Dschungel verheddert. Oder beim Wertschriften- und Guthabenverzeichnis das Sparkonto seines Patenkindes nicht anmeldet. Oder wenn die paar hundert Franken bei den Nebeneinkünften vergessen gehen, die ein Hobbyimker für seinen Honig einlöst, dann heisst das in der Schweiz Steuerhinterziehung. Wer erwischt wird, bezahlt eine Busse. Man könnte auch sagen, Staat und Bürger spielen Katz und Maus. Da in der Schweiz wegen der direkten Demokratie die Mäuse, sprich die Bürger, bei den Steuergesetzen mitentscheiden, liegen die Sympathien im Steuerdschungel eher weniger bei den Katzen.

Für Deutschland ist das «inakzeptabel». Dort werden Mäuse kompromisslos gejagt. Notfalls mit der Kavallerie. Da gibt’s keine Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Darum will der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück «Steueroasen» wie die Schweiz trockenlegen. Gewissermassen verwüsten. Hier liegt das erste Missverständnis vor. Steinbrück versteht nichts von Pflanzenkunde. Nicht alles, was grün ist, muss eine Oase sein. Wie eingangs dargelegt: Wir Schweizer empfinden unser Steuerdickicht höchstens als bürgerfeindlichen Dschungel.

Als «Wüstenfuchs» ging der Nazigeneral Erwin Rommel in die Geschichte ein. Gewiss, der Steuerwüstenfuchs Steinbrück mag solche Vergleiche weniger. Aber wer mit der Peitsche knallt, darf nicht mit Zuckerbrot rechnen. Für den normalen Bürger, meinte der deutsche Oppositionspolitiker Guido Westerwelle an die Adresse Steinbrücks, sei kaum die Oase, sondern vielmehr die Wüste drum herum das Problem. «Blühende Landschaften» versprach der frühere Bundeskanzler Kohl seinen wiedervereinigten Landsleuten. Und jetzt blüht uns allen ein Leben in Steinbrücks Konzept «Steuerwüste».

Erschienen in der Weltwoche Ausgabe 13/09
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Kommentare

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chateau     31.03.09 11:41

Geithner's dirty little Secret:
Es wird immer klarer wer die Verursacher der Finanzkrise sind. Es sind die, die jetzt Obamas Berater sind, auch Goldman Sachs Boy genannt.
Greenspan war vehement gegen die Kontrolle der Derivate. Summers, Rubin(ex Clintonists und wieder dabei) haben opponiert gegen wirksame Kontrollen durch CFTC und zwar gegen deren damalige Chefin B.Born, die solches verlangt hat.
Die Sache ist jetzt völlig klar, Der Fuchs (Geithner, unter Einfluss von Summers, unter Einfluss von Rubin) ist jetzt im Hühnerstall.Das morden beginnt und die Banken (vor allm GS,JPM und andere) übernehmen den Staat, der ihnen freundlicherweise Milliarden frei zur Verrfügung stellt.
Wer meint dass die Milliarden an den richtigen Ort kämen, träumt schlicht.
Die M

chateau     31.03.09 11:33

Neuestes aus der Europa-(Irrenanstalt) des machtgierigen kleinen napoleonesken Geiferers gegen die SChweiz Sarkozy. Sein Schuss, die sog. Paradis Fiscaux, inkl. der SChweiz auf eine schwarze Liste zu setzen geht voll daneben. Der Hintertreiber Sarko hat zwar den dumben Steinbrück und den falschen Brown gegen die Schweiz instrumentalisieren können, aber die Amerikaner sehen keinen Zusammenhang zwischen PF (Paradies F.) und der Finanzkatastrophe. Das wurmt Sarko, der auf Einigkeit drängt. Das ist jetzt seine erst Niederlage beim G20.
(Klar, die Amerikaner verhandeln ja direkt mit der umgefallenen Schweiz von Merz & Co. Diese Vorteile wollen sie nie teilen mit Sarko Cons.)

chateau     29.03.09 20:02

Die SChweiz ist nicht mehr erste Klasse um Geld vor dem amerikanischen Fiskus zu retten. Heute las ich eine Empfehlung von zwei amerikanischen Patrioten, ehemaligen CIA-Mitarbeitern und jetzigen Vermögensberatern, dass Amerikaner wg. der Regierung, die sich gegen den Bürger gewandt hat und wendet, welches die empfehlenswerten Plätze sind um Geld aus Amerika in andere Länder zu verschieben. 1.Platz: Panama, 2. Platz: Uruguay3. Platz: Singapore.
Die Schweiz wird nur noch empfohlen für die Miete und den Unterhalt eines Tresorfachs.

chateau     29.03.09 19:56

Die Bezeichnung STeuerparadies insinuiert, dass das Paradies auch für uns gelte. Ist aber nicht so. Gilt nur für Ausländer wie Pauschalbesteuerte. Wenn Schweizer die Bezeichnung Steuerparadies verwenden vernebelt das die Klarsicht auf die eigenen Verhältnisse. Den Regierenden, die ständig neue Steuern erfinden, diesen aber andere Namen geben, kann solchens nur recht sein.Was da z.B. im Thurgau in Sachen Abfallwirtschaft und Abwasser vor sich ging und geht ist eine Riesenabzockerei.
Oder die Passpreise usf.
Es gilt jetzt das Prinzip dass die Ausweitung der Funktionärskaste nur noch langsam vor sich gehen darf, dass hingegen Gebühren, Bussen und Abgaben leise und massiv erhöht werden. Bald sind wir so weit wie in Deutschland und müssen 100 Euro für Auskunft pro Stunde bezahlen

pfifferling     29.03.09 19:12

Das andere gern verwendete Schimpfwort ist «Steuerparadies». Es gefällt mir sogar noch besser als «Steueroase». Denn damit werden die nichtparadiesischen konfiskatorischen Steuerländer automatisch zu Steuerhöllen, und – man kann's leider nicht anders sagen, auch wenn's unsere zartbesaiteten Landsleute zu Protesten treibt – deren Finanzminister, besonders derjenige mit den Schwarzen Listen, zu Oberteufeln.

chateau     29.03.09 13:42

1971 hatten die Sc hweizer noch Mut, auch gegen die Interessen von Big Amerika aufzutreten.
" A month after President Nixon resigned over the Watergate affair, Congress demanded to inspect the contents of Fort Knox but the trip to Kentucky was dismissed by critics as a photo opportunity. Three years earlier Mr. Nixon brought an end to the gold standard when France and SWITZERLAND demanded to redeem their dollar holdings for gold amid the soaring cost of the Vietnam war."
Die Franzosen sandten dazu ein Kriegsschiff.

chateau     29.03.09 13:29

Obamas neue Offenheit wird attackiert:
Ron Paul hat 21 Gleichgesinnte gefunden und verlangt ein unabhängiges Audit des Fort Knox Goldes.
Dass nicht gespasst wird beweist das Engagement eines Advokaturbüros, William J.Olson, PC.
Dazu sagte C.Powell:" If you go online you can find out how to build a nuclear weapon but ou won't find any detailed records on central bank gold reserves."
Unser alter Villiger musste ja auch zugeben dass nicht einmal er wisse wo sich das Schweizer Gold befinde.
Die SVP Forderung das Schweizer Gold zurückzuholen macht mehr Sinn als die meisten glauben. Damit kann man Obama in Schwierigkeiten bringen und -vielleicht - zu mehr Zurückhaltung der Schweiz gegenüber.
Aber unsere Zwerge im Bundeshaus haben doch keine Ah

chateau     29.03.09 13:19

Verleastes Gold kommt nicht mehr zurück, auch wenn es SChweizer Gold wäre.
Wenn das Gold verleast wurde, dann als der Unzenpreis bei 300$ oder noch weniger lag.Die Entschädigung dafür an den Goldbesitzer bewegte sich im Rahmen von ca. 1% pro Jahr.Dies immer mit der Meinung der Preis gehe ja sowieso zurück(weil manipuliert) UND man könne es dann billiger zurückkaufen und zurückgeben. Der Goldpreis ging aber stetig hinauf und von zurückgeben war keine Rede mehr, da das Gold verkauft wurde und mit dem Verkaufserlös weit höhere Renditen* als 1% erzielt werden konnten.
Natürlich kann man das finanziell ausgleichen und genau da liegt dasProblem, weil wir hier von tausenden von Tonnen reden und damit von Milliarden die für verleastes Gold zurückbezahlt werden müssten. (1 Tonne koste

chateau     29.03.09 13:10

Jetzt wird Präs.Obama versprochene neue Offenheit getestet.Die neue "Offenheit" (ähnlich der Oeffnungssprüche der Linken der Schweiz), kann er jetzt beweisen an einem einfachen Beispiel:
Wo ist das amerikanische Gold? (Und wo ist in Amerika das Schweizer Gold muss man auch noch fragen.)
Seit Jahrzehnten, seit Nixon wurde nie überprüft, ob das amerikanische Gold überhaupt noch vorhanden ist und wenn, wo es sich befindet. Statt auf die Schweiz zu schiessen, würde dieser Präsident besser seinen Sprüchen nachleben und das amerikanische Volk darüber informieren, wo das Gold ist und wieviel davon als Metall tatsächlich vorhanden ist. Goldfachleute gehen davon aus, dass höchstens noch die Hälfte da ist und dass diese Hälfte schlimmstenfalls nur als Buchwert, nicht real da

chateau     28.03.09 15:52

Zu den jüdischen Bankkonti in der SChweiz.
Ich weiss wovon ich rede, weil ich diese Konti in meinen Händen hielt. Zuerst einmal ist es die übelste Verleumdung nicht nur von jüdischer Seite gewesen.
Manche Juden haben oder hatten etwas Geld* fast ausschliesslich auf Sparheften. Sei es, dass es von ihnen selbst einbezahlt worden war oder durch jüdische Verwandte und Bekannte in der Schweiz.
Ich arbeitete nach dem Krieg auf einer Bank mit zwanzigtausend Sparheften. Wieviel davon jüdisch waren interessierte uns nicht. Wir addierten Ende Jahr die angefallenen Zinsen (Spesenfrei auch bei Kleinstbeträgen)fertig. Wir kümmerten uns nicht darum, auch nicht die Bankleitung ob da irgend ein Schwanz einmal vorbeikommt und seinSparheft präsentiert,Nur ein paar hundert Zinslip'icker

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