Intern

Kaum ein US-Senator ist so gefürchtet wie Carl Levin, 74, demokratisches Urgestein aus Michigan. In inquisitorischer Manier beschimpft er das Bankgeheimnis als «cash cow» und führt die Schweiz als Haufen semikrimineller Gnomen vor. Die Tiraden bleiben unwidersprochen. Die offizielle Schweiz schweigt. Redaktor Urs Gehriger hat sich in der US-Hauptstadt auf die Suche gemacht nach den Advokaten der Schweiz. Bei seinem Streifzug durch Washington D.C. hat er Erstaunliches festgestellt: Über den Bankenplatz Schweiz herrscht schier unglaubliche Unkenntnis.

Vor einigen Wochen erhielt unser Autor Daniel Ammann (daniel.ammann@weltwoche.ch) ein anonymes Mail mit beunruhigendem Inhalt. Ob er wisse, fragte der offensichtlich bestens informierte Absender, dass die Bundeskriminalpolizei im Verborgenen daran sei, eine Interventionstruppe aufzubauen — «entsprechend einer Anti-Terror-Einheit». Nach all den Affären um dubiose Ermittlungsmethoden der Bundesbehörden kam Ammann der Gedanke einer solchen Eliteeinheit zuerst abwegig vor. Einige Gespräche später hatte er einen Namen: «Einsatzgruppe Tigris», viele Gespräche später ihren Stützpunkt: die Militäranlagen in Worblaufen.

 

Jahrelang hat die Schweizer Regierung das Bankgeheimnis verteidigt – nun ist sie innert kürzester Zeit eingebrochen und will ausländischen Behörden umfassend helfen, ihren Bürgern nachzuspüren. Aus Angst vor einer ominösen schwarzen Liste, die niemand kennt und deren Gefährlichkeit niemand einschätzen kann, hat der Bundesrat eingelenkt. Ob der Finanzplatz darunter leiden wird, ist offen. Sicher ist: Der Bundesrat hat nie gekämpft, sondern sogleich klein beigegeben bei sanftem Gegenwind. Orkane dürften bald das Land überziehen – denn deutlicher konnte die Regierung ihre Schwächlichkeit nicht demonstrieren. Urs Paul Engeler und Markus Somm rekonstruieren die Ereignisse.

 

Ob Kleopatra den eigenen Bruder umbrachte, weil sie sich mit ihm nicht den Thron teilen wollte; oder an Sklaven Giftstoffe ausprobierte, bevor sie selbst zur Schlange griff — die gewaltsamen Tode im Umfeld der ägyptischen Königin jagten der Nachwelt wohlige Schauer über den Rücken, auch wenn sie oft jeglichen historischen Beweises entbehrten. Umso spannender ist das, was Anthropologen jetzt melden. In Ephesos wollen sie die über 2000 Jahre alten Gebeine einer jungen Frau identifiziert haben: Es soll Arsinoë sein, auch sie ermordet im Auftrag Kleopatras – ihrer Schwester.

 

Es war vor etwas mehr als einem halben Jahr, als unsere Redaktorin Carmen Gasser Oswald Grübel zum letzten Mal zum Interview traf. Man traf sich in seinem Büro, nahe der Bahnhofstrasse. Auf die Frage, ob er je wieder zurückkommen wolle in die Arena des Bankenwesens, überlegte er nicht lange und winkte ab. Als Gasser im Januar dieses Jahres erfuhr, dass Grübel in Verhandlungen mit der UBS stand, wollte sie es genau wissen und rief ihn an. Diesmal verneinte Grübel nicht. Wie es so weit kommen konnte.

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Kommentare

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  • Christine
  • 25.03.09 | 13:32 Uhr

Herzlichen Glückwunsch Ihnen, Herr Köppel und Ihrer Frau ! :-)

Ihre WeWo-Abonnentin
Christine

  • Irin
  • 24.03.09 | 21:36 Uhr

Auch von mir die besten Glückwünsche für Herrn und Frau Köppel-Ton und ihr ungeborenes Baby!

  • chateau
  • 24.03.09 | 17:57 Uhr

sunfun: Es zeigt sich immer wieder, dass die 60% bei der PF falsch gestimmt haben. Aber denen war die Hauptsache gegen die SVP zu sein.

  • chateau
  • 24.03.09 | 17:56 Uhr

Also wünschen wir den beiden erstmals viel Glück. Sie werden es gebrauchen können.

  • sun fun
  • 23.03.09 | 10:07 Uhr

bin gestern in küsnacht/zh am see entlang geschlendert, wähnte mich in deutschland, es ist unglaublich wie viele deutsche in zürich sind...

  • gutemine
  • 22.03.09 | 21:57 Uhr
  • chateau
  • 22.03.09 | 19:14 Uhr

Ueli Maurer hätte keinen französischen Wagen anstelle des Mercedes nehmen sollen, sondern, die Auswahl ist sehr schwierig, einen Volvo z.B.Die wahren Hintertreiber und Antreiber wg. des BAnkkundengeheimnisses sind die Frenchies. In Frankreich ist es zwar chic, wenn man ein Konto in der Schweiz hat. Nur die Regierung ist sehr dagegen. Es macht sie fuchsteufelswild, dass die "petit Suisse" (Guetzli) viel, viel smarter sind als die Frogs, seit 200 Jahren schon. Die GenferBAnken.

  • chateau
  • 22.03.09 | 18:46 Uhr

Nuklearzyklus gelöst: Das ist neu für mich, aber es freut mich. DAs müssen Sie unbedingt den Grünen beibringen.
Gemäss MIT kann man jetzt auch sagen, das Energie aus Atomkraftwerken zu den erneuerbaren Energien zählt. CO2 mässig sowieso unschlagbar.
Die Grünen müssen lernen.

  • werni425
  • 21.03.09 | 19:54 Uhr

chateau,
Passen Sie auf mit Ihren Urteilen. Die Schweden sind nicht gross, haben aber ein unheimliches Selbstvertrauen und höchste Industrie. Sie haben z. B. die Nuklearabfallendlagerung gelöst, haben selber den ganzen Nuklearzyklus unter Kontrolle. Und auch bei den Flugzeugen gibt es nur noch internationale Hersteller. Die Triebwerke kommen von vielen Lieferanten. Soviel ich weiss stammt der grösste Teil bei Airbuselektronik aus den USA.
Werni

  • chateau
  • 21.03.09 | 16:42 Uhr

Brunnenvergifter: Ich sagte keine SAAB Flugzeuge, auch weil ich dem Flugzeugbau SAAB keinerlei Chancen einräume. Ein so kleines Unternehmen kann von der Rüstung zu wenig profitieren. Wieviele SAAB Flugzeuge fliegen denn überhaupt?
Bei amerikanischen und franz. Kampfflugzeugen ist das ganze Rüstungsknowhow inkl. Elektronik und Bewaffnung zugänglich. Das hat Schweden nicht in genügendem Umfang.
Nun ist es ja so, dass Flugzeuge bis 3O Jahre lang unterhalten und aufgefrischt werden müssen.
Denkbar wäre eigentlich nur noch Russland. haha............

  • chateau
  • 21.03.09 | 16:35 Uhr

Merci für die Richtigstellung.

  • Brunnenvergifter
  • 20.03.09 | 14:18 Uhr

@ chateau:
Das Rüstungsunternehmen Saab (eben Gripen) hat mit dem Autohersteller Saab - ausser dem Namen - nichts mehr gemein. Die Autosparte wurde vor Jahren an GM verkauft. Saab Space wiederum gehört der Ruag.

  • chateau
  • 20.03.09 | 13:20 Uhr

Volketswil: Ok jetzt wissen wir es, es ist ein thailändisches Mädchen.
Obwohl Thailand das Weltbordell ist, gehe ich bei diesem Mädchen davon aus, dass ihr kultureller Hintergrund sie möglichweise wehrlos liess, angesichts der üblen Gesellen, die sich über sie hermachten.

  • chateau
  • 19.03.09 | 13:32 Uhr

Leider hat sie als Retorsion nicht angedeutet, dass wir auch keine französischen Flugzeuge bestellen werden. Keine deutschen, keine französischen, keine SAAB (weil bald konkurs), keine amerikanischen
wg. Levin, also gar keine. Oder vielleicht russische MIG?
Das wäre die letzte Altrernative.

  • chateau
  • 19.03.09 | 13:30 Uhr

Liebe Franzosen. In Genf warten 600 Millionen Euro Bestechungsgeld, das nicht an franz. Politiker und Drahtzieher des Fregattengeschäfts mit Taiwan ausbezahlt werden können.
Der Staat Frankreich, dieser edle Ritter, betrachte die Empfängernamen als Staatsgeheimnis.
Eines Tages werden die franz. Ankläger wohl kommen und sagen, wir hätten das Geld behalten wollen, wie die Vertreter seinerzeit der jüdischen Interessen. Dabei wurde es weder von den einen noch von den andern sauber reklamiert. So kehrt man die Dinge um.

Korr. Canossagang nicht Canossagesang!!Aber vielleicht hat sie doch gesungen.

  • chateau
  • 19.03.09 | 13:25 Uhr

Der Canossagsang von Calmy-Rey nach Paris:
Diese REise fand im dümmsten Augenblick statt. Weil sie vorher an den falschen Orten war*(zB.Teheran), wusste sie nichts vom G20/OECD-Komplott gegen die Schweiz.
Der Figaro heute:

1.Secret bancaire: Berne donne des gages à Paris.
2. Pour mettre la pression sur les autorités de Berne, Eric Woerth a annoncé dans le même temps, que le gouvernement allait "bloquer" la ratification de L'avenant signé le 12 Janvier.
3.C-R: "Nous avons été très fâchés de découvrir le nom de la Suisse sur une liste concocté par l'OCDE de manière non transparente*" a confirmé hier Micheline C-R.
"Nous ne sommes ni un paradis fiscal ni un Etaqt non coopératif" a-t-elle insisté.
Der Ausdruck "non transparante" ist vermutlich die die diplomatische Umschreibung für "hinterhältig komplotteurhaft".

Die Franzosen wollen franz.Geld zurückholen. Sie behaupten, dass in der Schweiz 1400 Milliarden Euro (also die bekannten und immer wieder genannten 2000 Milliarden Dollar) lägen und zur Hälfte aus Europa kämen und weitgehend nicht versteuert seien.Sie meinen wohl, das sei alles franz.Geld.
Da die Franzosen einen teuren RG (Geheimdienst) haben, könnten die u.U. schon besser als die Schweizer wissen, woher und wieviel Geld kam.

  • chateau
  • 19.03.09 | 13:07 Uhr

Vergewaltigung Volketswil und die Presse:AhA, TÜRKISCHE, IRAKISCHE UND SCHWEIZERISCHE* JUGENDLICHE VERGEWALTIGTEN SCHUELERIN:
Fragen an an die Manipulantenpresse:
1. Hat der Schweizer einen Migrantenhintergrund? Sehr wahrscheinlich, es wird verschwiegen, um einen "Schweizer" vorzugaukeln.
2. Die Schülerin: hat sie Migrantenhintergrund?Wahrscheinlich nicht. Es dürfte eine waschechte Schweizerin sein.
Fazit. Einmal mehr manipuliert die Presse. Es darf deshalb vermutet werden.
Meine Vermutung: Ein absolut rassistischer Vorgang von Ausländerlumpen an einer Schweizerin. Nur wird's nicht gesagt, weil Rassismus nur in umgekehrter Richtung stattfinden darf, gemäss INländerpresse, die wir finanzieren mit Abonnements und Inseraten.
Gerne würde ich erfahren, dass ich Unrecht habe. Dann würde ich noch sogerne meinen Verdacht zurücknehmen.
SKANDAL:Insbesondere die Tagespresse arbeitet gegen die Schweizer. Ein Thema für die WW, für jede Ausgabe. Die WW Auflage würde steigen.

 
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