Die Lieferung sorgte für einige Aufregung im Betrieb, die netten Damen vom Empfang waren sprachlos ob der Kiste von der Grösse eines Smart. Man wusste zunächst nicht so recht, was damit anzufangen sei. Wir haben uns der Sache aber sofort angenommen — und staunten selbst nicht schlecht. In der Holzkiste befand sich, schwarz und mächtig, ein Stuhl, der aussah wie der Fernsehsessel von Conan dem Barbaren.
Das Riesenobjekt ist ein Massagesessel des japanischen Elektronikkonzerns Panasonic. Die bauen nicht nur hervorragende Plasmabildschirme oder Digitalkameras, sondern gehören auch zu den Weltmarktführern im Bereich Massagesessel. Diese Disziplin ist bei uns noch nicht so bekannt, soll in Japan aber ein gutes Geschäft sein, wie es bei Panasonic heisst. «Von den Japanern lernen», haben wir uns gedacht und die Weltwoche-Redaktion einmal durchmassieren lassen.
Man setzt sich also in das schwarze Ungetüm, die Beine werden in eine Art Schienen gelegt, die Rückenlehne lässt sich nach Wunsch senken oder aufrichten. Dann wählt man eine der programmierten Massagen, die jeweils fünfzehn Minuten dauern. Wir wählen «Shiatsu», und der Sessel fängt damit an, den Körper (Position von Wirbelsäule, Schultern usw.) auszumessen. Hier kann man noch korrigierend eingreifen, damit die kräftig zupackenden Massagerollen später nicht am falschen Ort drücken.
Die Behandlung beginnt, man ist überrascht, wie präzise und intensiv die Rollen arbeiten. Selbstverständlich lässt sich die Intensität regeln, man kann alle möglichen Feinabstimmungen machen, um den Grad der Entspannung einzustellen. Grossartig sind die erwähnten Beinschienen, die in der Lage sind, auch die Waden richtig durchzukneten. Und der Clou sind schliesslich die Luftdüsen, die einem die Fusssohlen behandeln.«Shiatsu» war uns fast zu heftig, wir wechselten auf das Programm «Schwedisch», eine etwas sanftere Technik, zu vergleichen mit einer klassischen Sportmassage. Einmal durchgearbeitet, fühlt man sich entspannt, Energie kehrt zurück, der Körper entwickelt neue Spannkraft.
Der Panasonic-Massagesessel wird deshalb sofort aufgenommen in unsere Top-3-Lieblingsobjekte, wir würden ihn jedem Firmenchef zum Kauf empfehlen: Fünfzehn Minuten Massage können bei Mitarbeitern wahre Leistungswunder bewirken. Überlegt man sich den Kauf privat, gilt es abzuwägen zwischen Form und Funktion. Denn eines muss man klar sagen: Schön ist er ja nicht.













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