Intern

Noch nie in der mittlerweile langen Leidensgeschichte der UBS war die Lage derart prekär wie in den vergangenen Tagen. Der Bundesrat bewilligte den Transfer von Daten von 300 Kunden in die USA. Bundeshausredaktor Urs Paul Engeler untersucht diesen Fall und sieht darin den Tatbestand der «politischen Kriminalität». Carmen Gasser sichtete über 300 Seiten Unterlagen aus den Klageakten. Daraus geht hervor, dass einige wenige Bankberater in der Schweiz die Bank an den Rand des Abgrunds gebracht haben.

Jahrelang hat Guantánamo auch in der Schweiz die Gemüter erhitzt. Es gehörte zum guten Ton, die USA wegen des Terroristen-Verlieses auf Kuba zu schmähen. Von «Schandfleck», gar vom «Gulag unserer Zeit» war die Rede, wo Unschuldige gefoltert würden. Nun, da US-Präsident Obama das Camp schliessen lässt und möglicherweise ein Insasse aus dem Terror-Trakt in der Nachbarschaft einzieht, ändern sich die Meinungen. Der bundesrätliche Beschluss, die Aufnahme von Guantánamo-Insassen zu prüfen, hat Entrüstung ausgelöst. Selbst für Befürworter einer Aufnahme ist klar: Unschuldig und ungefährlich muss er sein, und keinen Kontakt zu Terroristen und Extremisten darf er haben. Doch gibt es ihn überhaupt, den «lupenreinen» Guantánamo-Häftling? Urs Gehriger ist der Frage nachgegangen, hat Studien zusammengetragen und führende Experten konsultiert. «Die Wahrheit ist», sagt Benjamin Wittes von der Washingtoner Brookings Institution, «ein Risiko kann nicht ausgeschlossen werden.»

Unsere Kollegen vom New York Times Magazine veröffentlichten in einer ihrer letzten Ausgaben ein Portfolio des renommierten Magnum-Fotografen Paolo Pellegrin, das unsere Aufmerksamkeit auf sich zog: Unter dem Titel «Great Performers» zeigten sie intime Bilder von Hollywood-Ikonen wie Brad Pitt, Mickey Rourke, Sean Penn oder Kat Dennings. Das alleine wäre noch nichts Besonderes, hätten sie mit Pellegrin nicht einen Reporter verpflichtet, der als Kriegsfotograf stets eine ungeschminkte, hautnahe und entlarvende Optik auf seinen Gegenstand hat. Das Resultat wollen wir unserer Leserschaft nicht vorenthalten. Exklusiv zeigen wir unsere Auswahl der besten Bilder, ein Tagebuch der Leinwandgötter, die man so noch nie gesehen hat.

Fünf Jahre lang hat Gion Mathias Cavelty die Leser der Weltwoche mit der «Fersehkritik der reinen Vernunft» unterhalten, bisweilen möglicherweise auch verärgert. In dieser Ausgabe drucken wir seine letzte Fernsehkolumne. Am 10. März erscheint Caveltys neuer Roman «Die Andouillette oder Etwas Ähnliches wie die Göttliche Komödie» (Echtzeit-Verlag). Wir wünschen dem Autor alles Gute mit seinem neuesten Projekt und danken ihm herzlich für seine ironischen, schrägen und treffenden Beiträge.

 

Die Kolumne «Objekte» fällt diese Woche ebenfalls aus und wird durch «Zu Tisch» ersetzt. Immer in der letzten Ausgabe des Monats schreibt David Schnapp nicht über technische Geräte, sondern über gutes Essen. Diese Woche war er zu Gast in «The Restaurant» des «Dolder Grand» in Zürich.

Ihre Weltwoche

Kommentare

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  • Crasta Mora
  • 22.04.09 | 05:56 Uhr

Test

  • chateau
  • 26.02.09 | 18:20 Uhr

................einige Mitarbeiter die Bank an den Abgrund gebrach haben.
Heute steht irgendwo, dass ein Herr Namens COSTAS in Amerika eine Finanzboutique eröffnet. Mitarbeiterzahl: 45.
Herr Costas ist mir als Mitarbeiter der UBS in Erinnerung. Er soll für seine"Dienste" etwa vierhundert Millionen Dollar erhalten haben, von der UBS, also von der Schweiz.
Vielleicht will Herr Costas die UBS-Teile in Amerika übernehmen?

 
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