Fernsehkritik der reinen Vernunft

Gibt es ein Leben nach dem TV?

Von Gion Mathias Cavelty

Einige von Ihnen mögen beim Lesen der letzten Kolumne vielleicht gedacht haben: Das ist sicher ein Witz, das mit den fünfzehn rumänischen TV-Kritikern, die mich auf dieser Seite ablösen sollen. Aber nein: Es wird keine «Fernsehkritik der reinen Vernunft» mehr geben.

Dabei existierten noch unzählige spannende televisionäre Themen, deren ich mich gerne angenommen hätte. Zum Beispiel das in Zürich seit k urzem zu empfangende Tele Top (meiner Meinung nach ganz klar und unironisch das Fernsehen der Zukunft), der für März angekündigte Einzug von Piero Esteriore ins «Big Brother»-Haus von RTL 2 (auf meinen Text darüber hätte ich selbstverständlich die sogenannte Mercedes-Garantie gegeben) oder die erste lustige Ausgabe von «Giacobbo/Müller» (ich rechne damit im Spätherbst 2018).
Aber eigentlich warten ja die wirklich wichtigen Dinge im Leben auf mich: In voraussichtlich drei Wochen kommt mein erstes Baby auf die Welt, und so ein Baby braucht natürlich . . . richtig: einen Baby-Fernseher! Mit einem winzigen Baby-Fernbedienüngelchen, einem Philips-DVDR-725-H-160-GB-HD-Recörderchen/DVD-Brennerchen und einem eigenen Programmzeitschriftchen, das ihm von einem Liliputaner-Postboten jeden Mittwoch in seinen kleinen Briefkasten gesteckt wird.
Zu meinem Erstaunen präsentiert sich der Babyfernseher-Markt relativ überschaubar; der Hannah-Montana-15-inch-LCD-TV aus dem Hause Disney (auf www.toysrus.com für 269.99 Dollar zu haben) kommt meinen Vorstellungen noch am nächsten. Schneidet in den Bewertungen auch hervorragend ab (4,9 Punkte von 5 möglichen). Only the best for the next generation!
So long, alles Gute wünscht Ihnen Ihr Ex-TV-Kolumno-Man-Alge.
(Wenn jemand ein Wiederlesen mit mir wünscht, sozusagen, möchte ich ihn auf meinen am 7. März erscheinenden Roman «Die Andouillette oder Etwas Ähnliches wie die Göttliche Komödie» hinweisen (Echtzeit-Verlag). Ein Fernseher kommt darin nicht vor, dafür werden die «grossen» respektive «letzten» Fragen beantwortet. Es soll sich dann aber niemand beklagen! Weiterführendes gibt es auf meiner Homepage zu erfahren.

Kommentare

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  • mediabuehler
  • 04.03.09 | 16:00 Uhr

Kein Problem - auch ich habe «Giacobbo/Müller» bis jetzt noch nie lustig gefunden. Allerdings habe ich die Sendung auch nur 2 oder 3mal angeschaut. Ausser den Info-Sendungen, die ich mehr oder weniger aus beruflichen Gründen anschauen muss, finde ich beim Schweizer Fernsehen nichts sehenswert. Vor allem die vielen sich selbst überbewertenden Moderatoren und Moderatorinnen mit ihrem übertriebenen Modefimmel sind zum grössten Teil eine Zumutung.

 
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