Bundesrat

Immer die erste Geige (Vorabdruck)

In der beschaulichen Berner Kollegialbehörde löste Blochers Ankunft eine Schockwelle aus.

Von Markus Somm

Christoph Blocher im Herbst 2007. Bild: Christian Schnur (Keystone)

Erst am Wochenende nach dem 5. September, an dem man ihm unterstellt hatte, an einer Verschwörung gegen den Bundesanwalt teilgenommen zu haben, realisierte Blocher allmählich, was vorgefallen war. Je länger er nachdachte, desto mehr erschütterte es ihn. Es liess ihn nicht mehr los. Dass auch Kollegen im Bundesrat die Verdächtigungen ernst genommen, ja womöglich geschürt hatten, erfüllte ihn mit Zorn. Oder war es Depression? Blocher hatte sich eingebildet, Teil der Regierung zu sein. Nun ahnte er, dass er nie akzeptiert worden war. Viele Abstimmungen im Bundesrat hatte er gewonnen, oft war er nur knapp unterlegen, aber im Emotionalen blieb es bis zum 12. Dezember, dem Tag der Abwahl, stets sechs gegen einen. Immer, so erzählt Sigg, sei ein neugewählter Bundesrat vom Gremium sogleich aufgenommen worden. Partei und Herkunft hin oder her: Man trat in eine Art Bruder- und Schwesterschaft ein. Nur Blocher anerkannten die andern nie als ihresgleichen.

Einmal im Jahr lädt der Bundesrat alle ehemaligen Regierungsmitglieder auf den Landsitz Lohn bei Bern ein. Etwas unterbeschäftigt und von nostalgischen Gefühlen nicht frei, schätzen alle Altbundesräte diese Treffen. Erlaubt es die Gesundheit, nehmen sie immer teil. Seit Blocher im Bundesrat war, häuften sich die Abmeldungen. «Kommt er auch?», wurde gefragt, und wenn es «Ja» hiess, sagte der eine oder andere ab. Ruth Dreifuss kam nicht mehr. Leon Schlumpf hatte bereits zugesagt – er pflegte nach dem Essen mit Otto Stich einen Jass zu klopfen. Ein paar Wochen später rief er an und liess sich entschuldigen. Es gehe ihm nicht gut. Er hatte inzwischen erfahren, dass Stich die Einladung ausgeschlagen hatte. [. . .]


Vor Neid nicht gefeit

Selbst Merz, der Blocher politisch am nächsten stand, fühlte sich in seiner Anwesenheit eher unter Druck als wohl. Den Übrigen ging er in unterschiedlichem Mass auf die Nerven: mit seinen aus ihrer Sicht penetranten Mitberichten, seinem ätzenden Einspruch und seinen ruppigen Bemerkungen. Leuenberger redete er zu laut, Couchepin schwammen die Felle davon, Schmid wurde seines Amtes nicht mehr froh. Dass er die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog, missgönnte man ihm – wie man auch die Aussenministerin darum beneidete. Es ist kein Zufall, dass man Calmy-Rey zum Schweigen brachte, kaum war Blocher aus dem Bundesrat entfernt worden. Vor Neid war kein Bundesrat gefeit – ein Chefbeamter beobachtete: «Die Popularität von Blocher und Calmy-Rey in den Medien war eine Belastung für den Bundesrat.» Schier unerträglich für die übrigen Bundesräte war die Tatsache, dass Blocher seine Partei aus der Regierung herauszuführen schien. [. . .]

Gewiss anerkannten Blochers Kollegen im Bundesrat, dass intensiver gestritten wurde, seit er dabei war: in gutem Sinn. Ohne Zweifel fiel ihnen auf, wie dossierfest er seine Geschäfte vortrug. Bestimmt beneideten sie ihn um seine starken Überzeugungen, und sie schätzten, wie er die Dinge auf den Punkt bringen konnte. Aber er war anstrengend – und das lag nicht nur an ihnen. Blocher war es gewohnt, die erste Geige zu spielen. In Sitzungen und informellen Treffen, so erzählen Parlamentarier, zog er oft die Gesprächsleitung an sich, als sässe er in seiner Geschäftsleitung. «Im Grunde blieb Blocher immer ein Bauer», sagt Paul Eisenring: «Allein auf seinem Hof war er der Herr – und alle Kühe mussten ihm folgen.» [. . .]
Aus der Erinnerung schrieb er die Ereignisse des 5. September auf. Er fragte Sigg, wie die Pressekonferenz abgelaufen war, und rekonstruierte den Tag. Dann schickte er den Text als Aussprachepapier den Kollegen. Eine Woche nach dem Eklat konfrontierte Blocher die Regierung mit seiner Version der Ereignisse. Zwei Bundesräten, Couchepin und Calmy-Rey, warf er vor, sich daran beteiligt zu haben, ihn, den Justizminister, zu destabilisieren. Lange redete er allein, teilte aus und zeigte Wut. Betreten oder feindselig betrachteten ihn die andern und hörten sich an, was sie als einen Monolog eines tief Gekränkten empfanden. Die Aussprache wurde heftiger, Blocher griff an, Couchepin schlug zurück. Plötzlich fuhr Couchepin Blocher über den Mund. «Tu es malade! – Du bist krank!»
Es wurde still im Zimmer. Alle schienen zu denken: «So kann es nicht mehr weitergehen.» Keiner ging dazwischen. Kein Ton von der Bundespräsidentin Calmy-Rey, die die Sitzung leitete. Selbst Blocher hatte es die Sprache verschlagen. Kurz darauf fasste er sich: «Das ist typisch. Das ist wie in Diktaturen. Wenn man mich nicht als kriminell überführen kann, dann erklärt man mich für psychisch krank!»
Blocher verlor seine Wiederwahl auch im Bundesrat. Kaum einer der Kollegen hielt seine Fraktion davon ab, ihn abzuwählen. [. . .] Sie verstanden ihn nicht: Warum arbeitete er so ausdauernd? «Mit dieser Energie mochte man ihm die konservative Wende zutrauen», sagt Oswald Sigg. «Ritschard hatte in seinen letzten drei Jahren spürbar nachgelassen. Das war ein grosser Unterschied.» Mit seinem «missionarischen Eifer» (Sigg) machte Blocher die andern misstrauisch: Worauf wollte er hinaus? Strebte er die ganze Macht an?

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren

  • Christine
  • 20.02.09 | 16:09 Uhr

Hallo Lohmann

"Wir" Aufgeklärten wissen sehr oft nicht, wie umgehen mit diesem Wissen: Wir w i s s e n, was wir anrichten mit unserem Tun und tun es trotzdem. Der Gedanke an die Hölle, an die wir g l a u b e n, lässt uns jedoch (manchmal) von Taten absehen. Aufgeklärt sein schützt nicht vor glauben. Z.B. dem kleinen bisschen glauben, das sich im "Gott sei Dank!" äussert. ;-)

Als mich relativ unbedarft fühlend in Sachen Religion (ich schlittere durchs Leben mit dem, was der kommune Christ so mitbekommen hat aus Umfeld und Erziehung, ohne Kirchgang, aber mit Fragen, was, wenn?), empfinde ich den islamischen Fundamentalismus als sehr bedrohlich. Keine andere fundamentalistische Religionsausübung wirkt derart negativ direkt auf mein Leben. Auch aus Distanz. Du sagst, dass religiöse Fundamentalisten es schwer haben, in einer aufgeklärten Wohlstandsgesellschaft Leute für sich zu gewinnen. Ich weiss nicht: Gerade übersättigte, träge gewordene Wohlstandsgesellschaftler, lassen sich durch das fundamentalistische Feuer überzeugen: Sinnsuche gibt es gerade auch und vermehrt wieder in den Wohlstandsgesellschaften. Die, welche nicht gewonnen werden können, werden verdrängt: Wie locker und einzeln weidende Schafe von einem kompakten Stosstrupp.

  • Lohmann
  • 20.02.09 | 11:29 Uhr

3. Der islamische Fundamentalismus ist eine relativ junge Strömung, die ihre Ursprünge Ende des 19.Jh. hat. Wirklich Zulauf erhalten hat sie aber erst ab der zweiten Hälfte des 20.Jh. in Folge des Nahost-Konflikts. Die Scharia, die bei den meisten Muslimen keine Bedeutung mehr hatte, wurde von diesen Fundamentalisten wortwörtlich ausgelgt. Hier bin ich mit dir völlig einverstanden: Die islamischen Fundamentalisten versuchen jegliche Aufklärung zu unterdrücken!

Aber! Islam ist nicht gleich Islamischer Fundamentalismus!

Übrigens: Die katholische Kirche ist diejenige grosse Religionsgemeinschaft, die am stärksten hierarchisch gegliedert und ihren ihren Gläubigen am stärksten vorschreibt, wie die heilige Schrift zu interpretieren ist.

In einer relativ aufgeklärten Wohlstandsgesellschaft haben es religiöse Fundamentalisten schwer Leute für sich zu gewinnen. Fehlt die Aufgeklärtheit und sind die Lebensbedingungen schlecht, dann haben sie wesentlich mehr Erfolg.

  • Lohmann
  • 20.02.09 | 11:19 Uhr

@Christine:

Es muss hierbei doch unterschieden werden zwischen 1. der Religion im Allgemeinen, 2. dem Islam als Religion und 3. dem islamischen Fundamentalismus:

1. Religion an sich steht in einem gewissen Widerspruch zu aufgeklärtem Denken, denn der Glaube an einen Gott ist alles andere als aufgeklärt. Deshalb tun sich religiöse Institutionen häufig sehr schwer mit aufgeklärtem Denken. Bsp.: Die katholische Kirche brauchte über 350 Jahre um Galileo Galilei zu rehabilitieren.

2. Der Islam verhindert aufgeklärtes Denken nicht mehr und nicht weniger als andere Religionen!!! In der islamischen Gesellschaft ist aufgeklärtes Denken problemlos möglich. Die islamischen Gesellschaften in Persien oder im arabischen Raum waren im Mittelalter wesentlich aufgeklärter als die christlich-europäischen. Das Frauenwahlrecht wurde in den meisten islamischen Staaten früher eingeführt als in der Schweiz. Im AI mussten die Männer ja sogar vom Bundesgericht gezwungen werden, den Frauen auf kantonaler Ebene das Stimmrecht zuzugestehen. Auch nicht sehr aufgeklärt!

  • Christine
  • 19.02.09 | 18:59 Uhr

Lohmann, zu Punkt 3):

Die Religion, der islamische Fundamentalismus, verhindert ja gerade, dass Aufklärung in der Gesellschaft Fuss fassen und gelebt werden kann. Es wird keine Neu-Interpretation der islamischen Schriften geduldet, auch wenn das z.B. moderate islamische Frauen durchaus wollen. Dazu gab es verschiedene Diskussionen am TV, z.B. auch in den Sternstunden.

  • Christine
  • 19.02.09 | 18:54 Uhr

"Saidi hat nach Angaben des Schweizer Anwalts Mauro Poggia in Schweiz politisches Asyl beantragt. Der Anwalt habe am Mittwoch im Namen seines Klienten bei der Bundeseinwanderungsbehörde einen Asylantrag eingereicht, sagte Poggia laut der Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Saidi wolle sich in Genf niederlassen. (APA/AP/dpa/Reuters)"

http://derstandard.at/?url=/?id=1234507446052

Unglaublich. Nicht dass er einen Asylantrag stellt, das darf jeder. Unglaublich wäre es, wenn die Schweiz ihm "politisches Asyl" gewähren würde.

So viel zu dem "in der arabischen Welt als Volksheld Bejubelten", dem auf diese Art wohl gezeigt werden soll, wie sehr man dort seinen gewünschten Abgang in die Schweiz begrüsst.. Grosser Mann ganz klein.

  • Lohmann
  • 18.02.09 | 22:57 Uhr

@mediabuehler:

Danke für deinen differenzierten und inhaltlich wertvollen Kommentar. Du hast wichtige Punkte angesprochen:

1. Fundamentalisten gibt es in jeder Religion und die Ansichten dieser Fundamentalisten sind in jeder Religion vergleichbar dumm!

2. Die Unterscheidung zwischen Koran und Sharia. Es gibt im Islam sehr viele sehr unterschiedliche Glaubensrichtungen. Je nach Glaubensrichtung, Region und der Interpretation der Schriften, spielt die Sharia eine wichtige oder gar keine Rolle.

3. AUFKLÄRUNG!!! Die Unterdrückung der Frauen hat nichts mit der Religion zu tun, sondern damit wie aufgeklärt eine Gesellschaft ist. Im Mittelalter waren die meisten islamischen Regionen viel aufgeklärter als das christliche Europa, wo man noch Hexen verbrannte.

  • Lohmann
  • 18.02.09 | 22:48 Uhr

@chateau:

Und was war mit dem Bombenanschlag in Oklahoma City?

"Der Islam produziert den Hass,..." Dieser Satz ist schwachsinnig, chateau...

  • Jeanna
  • 18.02.09 | 15:52 Uhr

@chateau
""Ausser Muslimen gibt es leider kaum Terroristen. ""

Was ist mit der ETA ? Sind das etwa auch Muslime ?

Gewisse Tatsachen (!) gehen "dank" der "zweckdienlich" losgetretenen Islamophobie schlicht unter.

  • chateau
  • 18.02.09 | 15:44 Uhr

Lohmann: Ich bin ein kühler Beobachter des Islam, wie auch anderer Religionen. Der Islam und seine Prediger sind alle noch im 15. Jahrhundert geblieben, obwohl, wenn es not tut, sie sich unserer modernsten Produkte wie Sprengmittel, Fernzünder, Telefone usw. bedienen, um ihren irren Gedanken zur Aktualität zu verhelfen.
Ausser Muslimen gibt es leider kaum Terroristen. Das ist immer noch wahr.
Der Islam produziert den Hass, nicht die Nichtmuslime.
Und solange in den Moscheen der Schweiz nicht SChweizerdeutsch oder franz. oder italienisch gesprochen wird, traue ich KEINEM Prediger.

  • chateau
  • 18.02.09 | 15:39 Uhr

thimc. Blocher ist an der Mittelmässigkeit der anderen, im Bundesrat und im Parlament und in der Verwaltung, gescheitert. Die hatten es sich alle so schön im Bundesrat-Wohlfühlstübchen eingerichtet. Und da kommt einer daher und reisst den Deckel auf von der Problemkiste. Mit seinen analytischen Fähigkeiten, seiner ausserordentlichen Erfahrung im Business und seinem unbezahlbaren Beurteilungsvermögen hat er diese Siebenschläfer nicht nur aufgeweckt sondern aufgeschreckt.
Dasselbe passiert jetzt wieder mit der Beurteilung der defacto Haftung und Staatsverpflichtung gegenüber allen aus den Grossbanken anfallenden Schäden, Verluste und noch nicht deklarierten Abschreibungsbedürfnissen. Es ist so wie er sagt. Nach Studium der Situation in USA, England, Island, Deutschland usw.komme ich zum selben Schluss.
Dr.Hans Kaufmann hat nicht recht und die SVP ist die EINZIGE Partei, die das Desaster unserer BAnk richtig, in der Oeffentlichkeit, die zahlen muss, diskutiert. Daraus einen SVP-internen Streit zu machen ist schlicht dumm.
Herr Pelli, Mr. Darbellay haben nichts Substantielles zu sagen.
Dr.Kaufmann sollte seine Julius Bär Vergangenheit vergessen und zu den wahren Problemen und Lösungen vorstossen. Das erwarten wir.

  • Jeanna
  • 18.02.09 | 14:44 Uhr

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Eine-Bilanz-Erst-in-zehn-Jahren/story/17806693

Der langen Rede kurzer Sinn. Oder: Wo sich selbstgefälliger Machtanspruch und Starrsinn gute Nacht sagen:

““Die grösste Gefahr für Blocher ist er selber. Sucht er weiter die Konfrontation in der Partei statt sie zu einen, bedroht er sein Lebenswerk. Er behandelt die SVP als seine Manipuliermasse, er hat mit Tele Blocher eine Hofberichterstattung installiert. Statt sich zurückzunehmen, mischt er sich ins Tagesgeschäft ein und diktiert.““

Auf den Punkt aller Punkte gebracht ! Alles weitere folgt daraus.

  • mediabuehler
  • 18.02.09 | 08:05 Uhr

Im ersten Satz sollte es heissen "anzupassen".

Im Anschluss an die von mir generelle Meinung ist es mir aber ein Bedürfnis, auch auf die vielen Auswüchse im Christentum oder Judentum die heute auch noch bestehen hinzuweisen. In diesen Religionen hat es ein breites Terrain fundamentalistischer Gesinnung, die sich von den naiven Glaubensansichten, auch dümmlichen Äusserlichkeiten des Islams, kaum unterscheiden.

Ich werde wohl nie verstehen, wie intelligente Leute, auch Intellektuelle jeglicher Provenienz, an einen Gott glauben können, denn die Logik ist doch so einfach: Gott wurde ganz sicher nicht von Gott erfunden, sondern von Menschen, die damit ihre wenig informierten, ungebildeten Mitmenschen kontrollieren konnten - und heute teilweise noch können, in der archaischen Zeit nicht nur im Schlechten, denn damit konnten Regeln und Gesetze durchgesetzt werden Anstelle derer haben wir heute die Gewaltentrennung.

Im Islam scheint dieser Gott noch allgegenwärtig zu sein und auch das Leben zu bestimmen, wobei ich selbstverständlich weiss, dass nicht alle Sitten die von Familienoberhäuptern patriarchenhaft und diktatorisch durchgesetzt werden, und leider von den Frauen noch mitgetragen werden, dem Koran entspringen. Beispiele: Zwangsehe, Beschneidung von Mädchen, sind nicht im Koran vorgeschrieben. Was ich im Islam aber generell verurteile ist die Auslegung der je nach Land stärkeren oder weniger stärkeren Scharia und deren Auswüchse.

  • mediabuehler
  • 18.02.09 | 07:42 Uhr

Der Islam braucht offenbar mehr Zeit um sich den heutigen geltenden Gesetzen zupassen. Im Unterschied zum Christentum scheint sich der Islam in vielen Regionen der Welt weder ethisch noch kulturell zu einer echten Toleranzfähigkeit entwickeln zu können. Immer noch haften ihr die seit der "Aufklärung" vom Christentum - mehr oder weniger - abgelegten mittelalterlichen, durch Aufklärungs- und Bildungsdefizite zusätzlich verstärkten Züge an. Am meisten manifestieren sich diese in der Beziehung zwischen Frau und Mann. Der kürzliche Prozess in Deutschland, anlässlich dessen ein junger Afgane zu lebenslanger Haft verurteilt worden ist, demonstriert diese archaische, von unserem Gerechtigkeitsempfinden unendlich weit entfernten Gesinnungen besonders klar. Der falsch verstandene Ehrenkodex brachte den jungen Mann dazu, seine leibliche Schwester wegen Ungehorsams in Bezug auf ihren westlich orientierten Lebensstil auf brutalste Weise mit dem Messer abzuschlachten. Paradoxerweise ist die Mutter des verurteilten Mörders über das ganz sicher berechtigte Strafmass mehr erschüttert als über den Mord an ihrer Tochter.

Es kann nicht sein, dass Moslems als Gäste in unseren westlich orientierten Rechtstaaten ihre eigenen übergeordneten Gesetze in Bezug auf Zwangsehen, Beschränkungen der persönlichen Freiheit von Familienmitgliedern usw. - vor allem für Frauen - für sich in Anspruch nehmen. Bestehen sie trotzdem darauf, haben sie hier nichts verloren

  • Jeanna
  • 17.02.09 | 21:53 Uhr

Die ""Wissens""Prüfung umfasst übrigens 12 solche Fragen. Und die ganze houmpejtsch bewegt sich in etwa auf Fox-News Niveau.

Noch Fragen ? Nicht wirklich.

  • Lohmann
  • 17.02.09 | 21:51 Uhr

@Christine:

Als überzeugter Atheist lehne ich grundsätzlich jede Religion ab. Aber ich akzeptiere die Gläubigen dieser Religionen solange sie sich an gewisse "Grundregeln" halten.

Leider gibt es in jeder Religion Extremisten, die allen anderen vorschreiben wollen, wie diese zu leben haben.

Leute, die eine bestimmte Religionsgemeinschaft bewusst diskriminieren, und ihnen vorschreiben wollen, wie sie ihre Gotteshäuser zu bauen haben und wie nicht, sind auch Extremisten und missachten wesentliche Grundrechte eines Rechtsstaates!

Ich bin kein "Religionsexperte" und würde mir niemals anmassen, eine Religion als "besser" oder "schlechter" als eine andere zu bezeichnen. Genau das tun aber die Anti-Islamisten. Sie massen sich an (auch in diesem Forum), den Islam als "schlecht" zu bezeichnen, obwohl sie nicht mal den Unterschied zwischen Sharia und Koran oder Schiiten und Sunniten kennen.

Was Islam-Hasser und Apartheid-Verherrlicher Schlüer betrifft, rate ich dir mal ein paar Artikel aus Schlüers ehemaligen Zeitschriften "Bürger und Christ" und "Protea" zu lesen...

  • Jeanna
  • 17.02.09 | 21:41 Uhr

@Lohmann
re
"""Bevor du solche Lügen blind und naiv weiter verbreitest, solltest du dich vielleicht mal selbst überzeugen, ob dieser Unsinn auch stimmt!!!"""

Er ? Dieser Flachgeist?
Einfach leicht abgeändert aber ansonsten gänzlich abgekupfert von einem Ami-Bullshit-Test zur ""Wissens"-Prüfung.

Ich poste die Quelle bewusst nicht ! Die Hauptbotschaft des ""Wissenstests" ist immer dieselbe: Der Bösewicht war ein Islamist.

  • Lohmann
  • 17.02.09 | 21:19 Uhr

@Henry VIII:

Der Mörder von Bobby Kennedy, Sirhan Bishara Sirhan, war ein Palästinenser CHRISTLICHEN Glaubens.

Es ist typisch für die ignoranten, unwissenden Islam-Hasser, dass ein Palästinenser automatisch auch Muslim ist und ein Muslim automatisch ein Extremist...

Bevor du solche Lügen blind und naiv weiter verbreitest, solltest du dich vielleicht mal selbst überzeugen, ob dieser Unsinn auch stimmt!!!

Ausserdem von ein paar negativen Beispielen auf eine ganze Religionsgemeinschaft zu schliessen, ist ohnehin völlig unzulässig!

  • chateau
  • 17.02.09 | 20:59 Uhr

thimc: Der Islam ist die gleiche Pfaffenwelt, die wir lange Zeit auch in Europa hatten. Mit dem Unterschied allerdings, dass der Islam keine zentrale "Behörde" für die Festlegung der Unfehlbarkeitsdogmen kennt.

Die haben zwar den Koran, aber j e d e r Imam (auch ohne jegliche Ausbildung) kann ihn interpretieren. Prost Nägeli!

Wenn ein Buch, das voller geschichtlicher Legenden, selbst unter sog. Gelehrten fast beliebige Interpretationen zulässt, ähnlich der Bibel, dann kann nur Wirrnis und eben Beliebigkeit herauskommen.

Man bedenke dass die Inhalte dieser Bücher weit nach den sog. Ereignissen niedergeschrieben wurden, von sprachlich nicht ausgebildeten einfachen Leuten und während zweitausend Jahren übersetzt, geändert, rückübersetzt wurden.

Da stellen sich mehr Fragen, als Antworten geboten werden.

  • chateau
  • 17.02.09 | 18:33 Uhr

twimc: Für mich ist der, dank unserer freiheitlichen Gesetze, durchgestierte Minarettbau in etwa das dümmste was die hier ansässigen Muslime tun konnten.Und sie wissen es eigentlich auch.
Angesichts der von den Muslimen von uns wiederholt und immer geforderte Sensibilität (Karikaturen, Schwimmunterricht in SChaffhausen usf.) zeigt der Minarettbau absolut keine Sensibilität der Muslime uns gegenüber. DAS muss man sich merken.
Zudem ein Minarett hat nichts mit Religion zu tun, so wenig wie ein Kirchturm. Die Glocken der Kirchtürme hatten meist ein wichtige Kommunikationsfuntion, nämlich das Herbeirufen der Kirchgänger.
Eine Minarett ist nicht nötig, es ist Demonstration und zwar unnötige.
DA kommen diese Leute aus feudalistischen Staaten daher und benützen unser Recht für ihre Zwecke, rücksichtslos.Da wo sie herkamen hatten sie keine Rechte.
Aber so viele SChweizer sind politisch naiv. Was will man da schon?

  • HenryVIII
  • 17.02.09 | 17:04 Uhr

Sorry, der Beitrag hääte natürlich unserem bekannten Lohman gegolten.

  • HenryVIII
  • 17.02.09 | 16:11 Uhr

@ Shub

"Du scheinst keine Ahnung vom Islam zu haben und übernimmst offensichtlich blind die Argumente von Islam-Hasser Schlüer!"

Wollen wir doch mal das "Wissen" von Shub testen i.S. Islam:

1. Who shot and killed Bobby Kennedy?
a. Superman
b. Harry Potter
c. a Muslim male extremist

2. In 1972 at the Munich Olympics, athletes were kidnapped and
massacred by:
a. Sitting Bull
b. Arnold Schwarzie
c. a Muslim male extremist

3. In 1985 the cruise ship Achille Lauro was hijacked and a 70 year old passenger was murdered and thrown overboard in his wheelchairmby:
a. Day Jones
b. The Little Mermaid
c. Muslim Extremists

4. In 1988, Pan Am flight 103 was bombed by:
a. Scooby Doo
b. Butch Cassidy
c. Muslim male Extremists

5. In 1993 the World Trade Center was bombes the first time by:
a. Grandma Moses
b. Michael Jordan
c. Muslim male Extremists

Die Beispiele können jederzeit erweitert werden um das Gedächtnis
von Shub - so er denn überhaupt eines hat - aufzufrischen.

  • Stefan Di Giovanni
  • 17.02.09 | 11:45 Uhr

@shub-niggurath:

Die Minarette-Initiative ist reine Symbolpolitik. Was konkret ändert sich, wenn die Schweiz Minarette verbietet ? Wird der Islam dann friedfertiger ? Verschwinden die Integrationsprobleme ? Fühlen sich dann Muslime eher als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft akzeptiert ?

Und was ist eigentlich mit unseren eigenen Fundamentalisten ? Derjenige im Vatikan zum Beispiel ? Muslime sollen pro Tag 5x auf unsere Verfassung schwören, gleichzeitig spuckt der brave Christ Berlusconi unter Anleitung des Vatikans auf Verfassung und die Trennung von Kirche und Staat und Christen dürfen wieder für die Bekehrung der Juden beten. Man stelle sich den Aufschrei vor wenn die Muslime....ach egal.

Und wie sich die Wirtschaftskompetenz der Bürgerlichen definiert, hat uns die Krise gezeigt: Devotes, unterwürfiges Verhalten einer verzockten Grossbank gegenüber. Als Beweis bürgerlicher Wirtschaftskompetenz genügte es, wenn man in der Arena mit Krawatte und Anzug die Leerformeln "keine Staatseingriffe", "stabiler Finanzplatz" "Neidkultur" und "Ich bin Unternehmer" nur genügend oft wiederholte. Immerhin schön zu sehen, wie sie jetzt alle nach links driften, diese Wendehälse....

  • Christine
  • 17.02.09 | 07:05 Uhr

Wenn Du den Islam als eine der monotheistischen Weltreligionen liebst und seinem Ansinnen von "Unterwerfung und Hingabe" frönst, Lohmann, musst Du anderen zugestehen, dass sie ihn ebenso hassen können, obwohl hassen falsch greift. Man hasst die Religion nicht, man lehnt sie ab, weil im uns vordemonstrierten Islam z.B. sehr oft nichts von "friedvoller Hingabe" in der Realität zu finden ist, wie er uns immer wieder in Aktionen in "seinem Namen" vordemonstriert.

Wieso soll man eine Institution samt ihrer Macht nicht verdammen dürfen angesichts der Auswirkungen, die sie auf das Verhalten einiger ihr treu Ergebener hat, und man sie direkt verantwortlich machen kann für Gräueltaten, die in ihrem Namen verbrochen werden? "Islam-Hasser Schlüer" soll also was aussagen? Dass er den Islam nicht versteht (so wie Du?)? Dass man den Islam nicht "hassen" darf? Dass Du eigentlich "Islam-Gläubige-Hasser" meinst?

Dass es eine Gratwanderung ist, respektive fast nicht möglich ist, eine Religion zu verdammen, ohne die Gläubigen mitzumeinen (Religion ohne Gläubige existiert nicht, ist bestenfalls ein Buch, das wie ein Roman zu lesen ist), ist unbestritten. Und unbestritten ist auch, dass man bei dieser Gratwanderung vielen Gläubigen Unrecht tut.

  • Lohmann
  • 16.02.09 | 22:39 Uhr

@Shub-Niggurath:

1. Der Islam basiert genauso viel oder genauso wenig auf Unterwerfung wie die katholische Kirche!!! Du scheinst keine Ahnung vom Islam zu haben und übernimmst offensichtlich blind die Argumente von Islam-Hasser Schlüer!

2. Die skandinavischen Wirtschaftssysteme basieren auf sozialdemokratischen Ideen und sind die erfolgreichsten der Welt!!! Auch im schweizer System gibt es zahlreiche sozialdemokratische Einflüsse. Soziale Marktwirtschaft ist wohl ein Fremdwort für dich!

  • Lohmann
  • 16.02.09 | 22:31 Uhr

@chateau:

Abstimmungsresultate und Wähleranteile sind zwei verschiedene paar Schuhe! Toni Brunner hat das auch noch nicht begriffen.

Gemäss der Argumentation von Brunner und dir müsste die Alternative Liste in Zürich ja einen Wähleranteil von über 50% haben.

  • Shub-Niggurath
  • 16.02.09 | 21:47 Uhr

Victor Giacobbo ist ein typischer Linker. Der Mann hat von nichts eine Peilung. Natürlich muss er sich über die Minarett-Initiative lustigmachen, denn das dahintersteckende Problem begreift er mitnichten. Eine auf Unterwerfung basierende Religion wird in einer freien Gesellschaft wie der unseren nur solange kein grösseres Unheil anrichten, als die Mitglieder dieser Religion als absolute Minderheit eine Parallelgesellschaft bilden. Auch so gibt es dann noch genug Probleme, aber je mehr Leute muslimischen Glaubens in den Westen einwandern, desto mehr wird unser Fundament der Freiheit wackeln. Noch sind wir tolerant zur Intoleranz, aber dies werden unsere Nachfahren bitter bereuen.

Je weniger die Linken von einem Thema verstehen, desto mehr müssen sie die Klappe aufreissen.
Gutes Beispiel: die Wirtschaftskrise. Ich kenne kein linkes Wirtschaftssystem, dass je Erfolg gezeitigt hat. Uebrigens auch kein linkes Gesellschaftssystem. Linke parasitäre Politik kann nur in einem funktionierenden System wie dem unseren funktionieren. Man man macht auf moralische Empörung und sorgt ansonsten dafür, dass man möglichst viel von dem Geld, dass die Allgemeinheit verdient, abgreifen und verteilen kann (vor allem unter sich selbst, siehe Sozialindustrie). Dies nennt der gemeine Linke dann sozial. Ansonsten sehnt er sich nach EU, Abbau der Demokratie und grenzenloser Einwanderung. Lösungen für irgendwelche Probleme? Totale Fehlanzeige.

  • pensa
  • 16.02.09 | 21:36 Uhr

Tu es malade heisst nicht unbedingt psychisch krank, wie Blocher das auffasste. Er kann ja nichts dafür, dass er die sprachlichen Finessen weder in d noch f beherrscht. Er hat andere Qualitäten. Malade im Sinn von Couchepin sollte als Antwort auf den Verfolgungswahn von CB wohl heissen " itz bisch drnäbe". Das liegt unter "Kollegen" noch drin, oder? Und ist erst noch wahr.

  • chateau
  • 16.02.09 | 17:36 Uhr

Bei kanpp vierzig Prozent zustimmenden Wähler PF ergibt sich für die SVP je nach Rechnungsart und Verwendung Ihrer Zahlen ein Potential von bis
53% Zuwachs. Das ist doch etwas, wenn alle andern nur gegen die SVP stimmen, weil sie bei der Mehrheit sein wollen und keine Minderheitenrolle vertragen können.

  • chateau
  • 16.02.09 | 17:33 Uhr

thimc.Das sieht Brunner anders. Aber mich interessieren die Details der von der SVP gewonnenen Abstimmungen nicht besonders.
Wichtig aber ist, dass sie der FDP gesagt hat bis hierher unr nicht weiter. Die SVP hat zu lange auf die SChrumpfpartei FDP Rücksicht genommen.

  • Lohmann
  • 16.02.09 | 15:17 Uhr

@chateau:

Richtig, +/- 3%. Die SVP hätte zur zeit also zwischen 19,8% und 25,8%!

Ich freue mich tatsächlich auf die nächsten Abstimmungen! Bisher hat die SVP in dieser Legislatur alle für sie wichtigen Abstimmungen HAUSHOCH VERLOREN:

Volksinitiative "für demokratische Einbürgerungen": 64% NEIN
Volksinitiative "Volkssouveränität statt Behördenpropaganda: 75% NEIN
Personenfreizügigkeit: 60% JA

  • mediabuehler
  • 16.02.09 | 14:47 Uhr

In der Tat Christine,
die beiden peinlichen CH-Satiriker sind wirkliche Trampel. Und Reimann Dinge zu unterschieben, ohne das irgendetwas bewiesen ist, ist reine Lynchjustiz, und die sollte ein anständiger Mensch ablehnen.

Humor ist zudem Geschmacksache. Ob sich nun Giacobbo über Widmer-Schlumpf und ihr gewöhnungsbedürftiges Gesicht, über den unerfahrenen naiven Reimann oder Blocher lustig macht - ich lehne solche tendenziellen Beiträge ab - umsomehr Giacobbo ein Menschenhasser zu sein scheint, ein sehr gehemmter, verklemmter und nicht sehr sympathischer Mensch ist - im Gegensatz etwa zu Satiriker wie Harald Schmidt, der eine feine Klinge führt.

  • Christine
  • 16.02.09 | 13:31 Uhr

Näinäinäi.

Das gilt ganz generell, Taxilomax.

Siezen Sie mich jetzt?

  • Taxilomax
  • 16.02.09 | 13:10 Uhr

"...die allzu Höflichen und Ruhigen ..."

@christine
Sie meinen wohl, Linke und Nette, oder?

  • Jeanna
  • 16.02.09 | 11:37 Uhr

Ich möchte es kurz machen, Mediabühler:

Der SVP-""Shooting Star"" Fun4You-Reimann, pflegt wie man weiss, und so man's denn wissen will, nicht nur dubiose Geschäftspraktiken, sondern auch dubioseste Geschäftspartner.

Diese Tatsachen (!) einfach dümmlich lächelnd herabzuspielen oder wie ein ""dummerweise"" Ertappter schlicht abzustreiten, wirft nicht gerade das beste Licht auf dieses Bürschen.

Mir muss niemand weismachen wollen, dass er keine Ahnung hat in was für ""geschäftlichen"" Grauzonen er sich tummelt. Und wenn er "keine Ahnung hat", umso fragwürdiger und bedenklicher. Wenn auch leider überhaupt nicht erstaunlich bei solchen Spezien.

Not funny at all !

  • markb
  • 16.02.09 | 11:12 Uhr

Politsatire-Sendungen, wie in der Schweiz Giacobbo-Müller und in D Scheibenwischer und Neues aus der Anstalt sind Klassesendungen und ich bewundere Satiriker, die ihr Handwerk verstehen. Satire ist eine Kunst. Und ob man es mag oder nicht Giacobbo gehört zur Gilde der Grossen in diesem Feld! Er hat genau das Talent, was einen guten Satiriker ausmacht. Die kindliche Direktheit und Frechheit Dinge genau auf den Punkt zu bringen, die Schwachstelle eines Politikers gnadenlos offenzulegen, dem Gegenüber immer einen Schritt voraus sein und mit dem Überraschungsmoment zu punkten. Wie Giacobbo gestern das Politgreenhorn und Blocherpapageichen Reimann auseinandernahm war grosse Klasse! Jungpolitiker ohne Humor (man betrachte die gequälten Lachversuche Reimanns...) sind eine der schlimmsten Spezies. Menschen ohne Humor sowieso! Dass hier wieder die SVP Dumpfbacken auf Giacobbo herumhacken, erstaunt absolut nicht. Humorlosigkeit hat sehr viel mit Dummheit zu tun!

  • Christine
  • 16.02.09 | 10:09 Uhr

Für Trampel, Mediabuehler, sind die allzu Höflichen und Ruhigen stets ein gefundenes Fressen: Auf ihnen lässt es sich widerspruchslos hemmungslos herumtrampeln.

  • mediabuehler
  • 16.02.09 | 09:36 Uhr

Guten Tag liebe Jeanna
Also ich finde diese Sendung ohnehin überhaupt nicht lustig. Lachen kann ich über die tragische Figur von Giacobbo ohnehin nicht, denn er ist weder spontan, geistreich, elegant noch rhetorisch kompetent. Auch Müller kann ich eigentlich nicht einstufen. Lukas Reimann ist sicher kein humorvoller, eher ein verkrampfter junger Mann. Was der SVP generell abgeht ist etwas "Klasse", mehr Lockerheit.

Politisch stehe ich ja ohnehin immer irgendwo dazwischen, und ich finde keine der Parteien über jeden Zweifel erhaben. Am wenigsten notwendig finde ich die BDP und die CVP. Mit "Grün" und "Links-sozial" kann ich schon mehr anfangen. Und die SVP schätze ich als Cerberus gegen einen allzu rassanten Ausverkauf der Schweiz. Der Selbstzweck steht in der Regel im Fokus aller politischen Parteien. Auch die Motive von Politikern sind meistens sehr menschlich orientiert - meist sogar unterschwellig. Man konstatiert Eitelheit, Rechthaberei die über die Landesinteressen hinausgehen, Machtlust, Kompensierung von Minderwertigkeitskomplexen. Mag etwas pessimistisch klingen wenn ich sage, dass ich eigentlich keinen einzigen Politiker als selbstlos einschätze. Immer kommt's auf Gleiche heraus: "Qui bon?"

  • Jeanna
  • 16.02.09 | 00:48 Uhr

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Der-ruehrige-Geschaeftspartner-des-Lukas-Reimann/story/25745212

"News" vom "besonnenen" Fun4you. Der Geistesgreis mit seinen überaus lustigen Kontakten und Aktivitäten konnte heute auch als Gast bei Müller und Giacobbo bestant werden. Sah sehr alt aus, trotz dem bemühten Dauerlächeln wie es sich halt für einen Fun4you geziemt.

  • chateau
  • 15.02.09 | 12:50 Uhr

Lohmann, ich gönn Ihnen die Vorfreude.Jetzt sind die Lauen weg aus der SVP und jetzt ist die SVP ja auch kein so ernster Gegner mehr. Ist doch schön. Feiert es.
Bis zur nächsten Abstimmung grüsst ch.

PS. Die Fehlerquote liegt bei ca. 3%. Rechne.

  • Lohmann
  • 15.02.09 | 11:33 Uhr

MASSIVER WÄHLEREINBRUCH FÜR SVP!

Gemäss der neusten repräsentativen Wählerbefragung von Isopublic käme die SVP heute nur noch auf 22,8% Wähleranteil (-6,2%)!

Nach dem klaren Ja zur Personenfreizügigkeit ein weiteres klares Zeichen, dass das die klare Mehrheit des Volkes die fremdenfeindlichen Kampagnen der SVP nicht toleriert!

  • PET77
  • 15.02.09 | 03:49 Uhr

don: Jeanna ist eine energische Frau, das gefällt mir. Mir gefallen Frauen mit Profil, ich habe da keine Berührungs-Ängste.

Ob sie wirklich gebildet und intelligent ist, das wird sich noch zeigen. Durchaus möglich, alles ist möglich.

Ich habe nichts gegen Frauen, sie sind für unser Glücklichsein zuständig und dafür geschaffen.

Es gibt sogar Frauen, die uns geistig glücklich machen können. Leider sind mir bisher alle diejenigen entwischt. *lache*

  • Taxilomax
  • 14.02.09 | 22:02 Uhr

"Dieser Vorgang lässt sich jetzt bei Muslimen feststellen und, weltweit gesehen, auch bei den Schwarzen, Arabern etc."

Ja, chateau, wohl die eigenen 'fertilen' Jahre verschlafen. Die Wahrheit ist aber, dass wir einmal von unseren, bzw. den Kindern regiert werden. Die Wahrheit muss für Leute wie Sie grausam sein. Bereits latente Paranoia oder erst einzelne Gedanken an ein geladenes Sturmgewehr?

Auch die bestverteidigte Burg wird einmal fallen.

  • Taxilomax
  • 14.02.09 | 21:58 Uhr

"Das ist wie in Diktaturen. Wenn man mich nicht als kriminell überführen kann, dann erklärt man mich für psychisch krank!"

Es ist ein kleiner Grat zwischen gesundem Menschenverstand und Fanatismus. Ist Paranoia ein Merkmal von Fanatismus?


@christine
"Die CVP die grosse Gewinnerin? Also ich weiss nicht."
Annahme:
Du bist ein Wähler, der bei der CVP angefangen hat, dann zur SVP weitergewandert bist und was machst du jetzt? Wen wählst du? Die letzten zwei Jahre im Hinterkopf.

"PS: Die SVP schlägt sich doch immer auf die Seite des Volkes. ;-)"
Ja, bis jetzt aber nur, wenn es darum ging, schein-xy anzuklagen oder den Sozialismus anzuprangern und gleichzeitig neoliberal zu wirtschaften: Ebner, Ospel, Blocher, Frey. Und jetzt soll das alles nicht mehr gut sein? Bis vor einer Woche war es das noch. Was ist passiert? Sind es die Nachwehen der 60%? Kalte Füsse, dass verschiedene 'Schein-Wahrheiten' nicht mehr so ziehen, wie sie es einmal getan haben? Angst vorm fallenden Stern?

  • Taxilomax
  • 14.02.09 | 21:48 Uhr

"Man sollte sie einmal ausbürgern..."

Man kann aber auch per Volksbegehren die obligatorische Stimmabgabe zur Abstimmung bringen. Die 3 Mio. Flugtickets für die Faulpelze und ihre Familien wurden doch einiges kosten.

"Es muss gesagt sein, die 60% von 50% entsprechen 30% der gesamten Wählerschaft, also eine Minorität."

Ja ja, auch die 15% SVP-Wähler sind ein kleiner Haufen.

"...muslimischer Imam."

schon mal einen katholischer Imam gesehen?

"Fertilität oder Geburtenhäufigkeit", "Schwarzen, Arabern", "Kindersterblichkeit", "westlichen Medikamente"

Sind das Auszüge aus "Mein Kampf"?

  • chateau
  • 14.02.09 | 20:07 Uhr

Der Darbellay ist für mich so etwas wie ein muslimischer Imam. Er ist jetzt der politische Vertreter der Katholiken. Die Katholiken haben es geschafft, innert zwei Generationen bzw. 50 Jahren mittels höherer Fertilität oder Geburtenhäufigkeit, die Zahl der Protestanten zu übertreffen. In meiner Jugend war die Schweiz protestantisch, freiheitsliebend und misstrauisch der Obrigkeit gegtenüber. Das hat geändert, Rom war stärker und nun haben die Katholiken zahlenmässig die Protestanten überholt, schon lange.
Dieser Vorgang lässt sich jetzt bei Muslimen feststellen und, weltweit gesehen, auch bei den Schwarzen, Arabern etc. Die Kinderproduktion auf Teufel komm raus wäre kein Problem, wenn nicht die westlichen Medikamente und ärztlichen Hilfen die Kindersterblichkeit auf fast europäisches Niveau gedrückt hätten.
Was die im Jahre 2100 essen wollen (heutige Jugendliche werden dieses Jahr erreichen) und mit welcher Energie die kochen und arbeiten werden ist mir klar, mit keiner.

  • chateau
  • 14.02.09 | 19:56 Uhr

markb: Den einzigen schlüssigen Beweis bzw. Schlussfolgerung, die wg. EMS hier relevant ist, ist die Dummheit von Schweizer Hippies. Es gibt viele solcher Hippies/Künstler und Tagediebe, die Vermögen geerbt, dessen nicht würdig waren und es schlussendlich vertan haben.
Ich habe einmal bei Hugo Erb gearbeitet und ihm geholfen viel Geld zu verdienen. In diesem Fall war der alte Erb aber selber so blöd, in der zweiten Generation sein Riesenvermögen mit einem deutschen Gangster zu sammen zu vertun.

  • chateau
  • 14.02.09 | 19:48 Uhr

mediabühler: Bedenken Sie, 50 % der autorisierten Wähler mit Schweizer Bürgerrecht und allen Privilegien der Schweiz - erarbeitet nicht von ihnen - sondern gratis erhalten von den vorhergehenden Generationen, geben sich nicht die Mühe eine Unterschrift zu leisten, den STimmzettel auszufüllen, die Couverts korrekt zu verschliessen (frankieren meist unnötig) und bei der Post bzw. beim Briefkasten einzuwerfen. Man sollte sie einmal ausbürgern z.B. nach Nordkorea oder Simbabwe, so für ein oder zwei Jahre.Hei, das wäre lustig.
Diese Charakterlumpen und Faulpelze werden sich erst melden, wenn es zu spät ist und dümmste Fragen stellen. Ein solches Volk kann man gut übertölpeln. Es muss gesagt sein, die 60% von 50% entsprechen 30% der gesamten Wählerschaft, also eine Minorität.
Ich möchte die Verantwortung nicht teilen, die diese 30% für die Zukunft der Schweiz übernommen haben.
Die Deutschen haben wenigstens das Bundesverfassungsgericht (was wir nicht haben) angerufen, ob Lissabon verträglich oder nicht verträglich ist mit den deutschen Gesetzen. Finde ich gut.

  • Christine
  • 14.02.09 | 19:23 Uhr

Die CVP die grosse Gewinnerin? Mit einem Herrn Darbellay, der sagt, nicht das System habe versagt, sondern ein paar Akteure? Und der jetzt schon einen 2. BR-Sitz anstrebt, weil seine Partei noch alle überholen werde.

Also ich weiss nicht.

PS: Die SVP schlägt sich doch immer auf die Seite des Volkes. ;-)

  • Taxilomax
  • 14.02.09 | 18:23 Uhr

"Nach 10 Minuten kann man abschalten, denn die Aussagen sind immer die gleichen."

WANN bitte schön war es denn nicht so, in der lustigen Arena?

Die Sache mit der UBS ist gelaufen. Entscheidend wird es sein, wen die Stimmbürger bei einer nächsten Abstimmung abstrafen werden. Wird es die FDP sein, die das ganze (zu) nüchtern sieht? Wird es die SVP sein, die zuerst nichts sagt und sich nachher - sobald die Sache zu heiss wird - auf die Seite des Volkes schlägt und so ihr Doppelspiel weiter spielt? Heisst die grosse Gewinnerin CVP?

Link

  • Jeanna
  • 14.02.09 | 16:00 Uhr

Einfach herrlich und aufschlussreich (!) zugleich, wie sie ihre "Befunde" voneinander abzuschreiben scheinen. Egal ob sich diese einschlägig begabten Koniferen nun Heiriwieviellauchimmer, Nikolaussoundsoviel, Carl-Sigmund-Jung-Freud, The_Saint oder wie auch immer nennen und schon genannt haben.

Ja, warum auch nicht ? Auch wer nichts oder bloss selbstreferenziellen Schwachsinn zu verzapfen hat, soll das ruhig dürfen.

In diesem Sinne: Schöns Tägeli denn noch den Herren .

  • mediabuehler
  • 14.02.09 | 15:46 Uhr

Und wieder geht es hier nur um Ideologien - hüben wie drüben. Es ist sogar möglich, dass sich SP-Ideologen und SVP-Ideologen grob angreifen - obwohl die Stossrichtung in Bezug auf eine gewisse Kontrolle der Grossbanken, die durch Staatsgelder gestützt werden, mehr oder weniger identisch ist. Wie gesehen und gehört gestern in der ARENA. Nach 10 Minuten kann man abschalten, denn die Aussagen sind immer die gleichen.

Wer nicht in der Lage ist, zwischen den Zeilen zu lesen, ist heutzutage einem wirklich ärgerlichen Mainstream ausgeliefert. Ich denke auch, dass ein Grosszteil des "Stimmviehs" wenig weiss über die verschiedenen Positionen - die schliesslich jeder Mensch bekanntlich in einem demokratischen Land haben darf - ohne dass ein politisch Andersdenkender ihn deswegen grob attackiert.

  • HenryVIII
  • 14.02.09 | 14:07 Uhr

Der Stosstrupp der WOZ bestehend aus dem Regenwaldkommunisten
(Selbstdeklaration) Zara und seiner ihm servil ergebenen Führerin Links, Jeanna, ist soeben noch von einem weiteren Verschwörungstheoretiker, markb, verstärkt worden.

  • HenryVIII
  • 14.02.09 | 14:03 Uhr

@ don

Bei der ist Hopfen und Malz verloren.

  • markb
  • 14.02.09 | 13:59 Uhr

Jeanna ist eine der wenigen gebildeten Bloggerinnen hier, deren Posts Hand und Fuss haben und immer lesenswert sind! Dass das halt nicht ins Konzept der im Fantasialand lebenden rechten Dumpfbacken Blogtrollen und SVP Papageichen passt, ist ja klar! Jedesmal wenn diese mit FAKTEN konfrontiert werden, die nicht in ihr Schublädchen denken passen, dann wird diffamiert, ausgegrenzt und proletet!

All die Diffamierungen, die diese rechten Blogtrollen austeilen, fallen vollständig auf sie zurück, weil sie blind sind und genau dort laut päggen, wo's bei ihnen fehlt: Nämlich der Fähigkeit unabhängig, objektiv und kritisch zu denken. Denken hat mit Intelligenz zu tun. Das die bei den Blogtrollen total fehlt ist offensichtlich!

  • don
  • 14.02.09 | 13:39 Uhr

@Jeanna;du musst ein sehr einsamer Mensch sein. Dein Geltungsdrang ist langsam zuviel des Guten. Geh doch auf die WOZ-Seite oder dergleichen. Dort findest Du sicherlich Kumpanen, die DIR dann auch antworten. Es ist doch traurig, Beitrage an eigene Beiträge zu posten. Trist. Nicht? Du weckst hier nur wenig Interesse mit Deinem Geschreibsel. Versuchs doch mal mit Leserbriefen. Das hilft vielleicht weiter... Gute Besserung.

  • Jeanna
  • 14.02.09 | 01:44 Uhr

Und das waren aus dem erwähnten Wust nur drei Beispiele ! Zu erwähnen explizit zu Stichwort "Metapher" lohnt es sich aber auch noch Dein absolut - sagen wir mal und um höflich zu bleiben - hanebücherner (!) "Querverweis" auf den "phrasendreschenden Hitler".

Dazu halt auch noch die Frage, wessen (!) Partei im buchstäblichen Dauerwahlkampf (!)mit allen Mitteln, die der grosse Vorsitzende dauernd aus dem Hut zaubert hier dafür bekannt ist, Plakate zu drucken, die 1:1 "von der NPD (!) Hessen übernommen werden sowie von einschlägig registirerten rechtsradikalen Gruppierungen in halb Europa von Spanien bis zur Tscheche. Und weil es keine Zufälle gibt !

Einfach auch dies noch zum bereits empfohlenen Nachdenken.

  • Jeanna
  • 13.02.09 | 22:58 Uhr

Und jetzt hat's doch wieder den letztenSatz abgeschnitten, trotz noch 281 (!) zur Verfügung stehenden Zeichen.

Also, der "letzte" Satz, der da lautete:

Auch mal drüber nachdenken, please

  • Jeanna
  • 13.02.09 | 22:55 Uhr

@PET77

Du "operierst" mit einem Wust an irgendwelchen Gemeinplätzen und trivialisierten "Binsenwahrheiten". Ausserdem benutzt Du ziemlich schräge Metaphern.

"""Wer im Leben etwas geleistet hat, dem schenke ich mein Vertrauen. Andere dreschen Phrasen. """
Frage: Liegt es allein in Deutungs- und Bewertungshohheit eines PET77 was inhaltlich Leistung , Lebensleistung gar, ist. Und liegt es allein in Deiner bereits erwähnten Hoheit eine diesbezüglich allgemeinverbindliche Hierarchisierung vorzunehmen ?

"""Ein Mann mit Milliarden Vermögen hat es nicht mehr nötig, sich mit dummen und korrupten Sachen einzulassen.""""

Dein Schwerpunkt in diesem "Befund" liegt wohl in den beiden Worten "nicht mehr".
Frage: Und wie ist's bzw. "darf's denn sein bis dahin ?

"""Heutzutage trägt niemand mehr Verantwortung"""

Frage 1: Wer ist "niemand" ?
Frage 2: Verantwortung wofür ?
Frage 3: Träumst Du von einer (1) Person, die pauschal "die Verantwortung" wahrnimmt, und sich dafür "anbietet" dies gleich für's ganze Land zu tun ? Oder ganz konkret: Ein Parteiheini einer ca. 29%-Partei ?

Nicht nur Rom ist untergegangen. Trotz all ""der vielen Verantwortung"", die getragen worden ist.

Auch mal drüber nachdenken, please.

  • PET77
  • 13.02.09 | 22:19 Uhr

JEANNA: Wer im Leben etwas geleistet hat, dem schenke ich mein Vertrauen. Andere dreschen Phrasen. So wie ein arbeits- und berufsloser Taugenichts Hitler nur Phrasen gedroschen hat.

Bitte lass in Dein Herz: Ein Mann mit Milliarden Vermögen hat es nicht mehr nötig, sich mit dummen und korrupten Sachen einzulassen. Andere haut es aus den Socken, wenn sie wie im Lotto Millionen winken sehen. Dieser Mann kann klug denken, denn er hat schon alles. Er braucht kein Geld mehr, er möchte seiner Heimat etwas an LIEBE zurück bezahlen. Er möchte seiner Heimat für seinen Erfolg danken.

Jaeger, ein früherer Professor von mir an der HSG / USG: Für den schäme ich mich, wie hat der abgegeben ! Ein CLOWN ist aus dem geworden. RAUS aus der USG / HSG mit dem !

Im Gymi habe ich während sechs Jahren zu sechs Wochenstunden Latein gelernt, dass römische Politiker VERANTWORTUNG getragen haben. Verantwortung bedeutet, für die Folgen gerade zu stehen.

Heutzutage trägt niemand mehr Verantwortung. Baust Du Scheisse, dann kassierst Du gegenüber einem bodenlos verdummten Volk weiter sogar Bonusse. Das Volk wird ausgeplündert - soweit es sich das gefallen lässt. Auch die Sozis sind nicht mehr das, was sie einmal waren, Auch Jesus ist seit über tausend Jahren von der mit den Machthabern paktierender Kirche missbraucht worden.

Mal darüber nachdenken.

  • PET77
  • 13.02.09 | 21:51 Uhr

markb: Blocher ist erfolgreich, Du scheinst Dich als eine Pfeife zu outen. Als ein bloss hasserfüllter, aber mit der Realität nicht zurecht kommender Kontrageber.

Das Geld liegt auf der Strasse. Einer in den USA hat viertausend Millionen Dollar auf der Dummheit der von Dir (und anderen) gewählten Politiker gemacht.

Wie wär's, wenn Du einen verwertbaren Beitrag dafür leistest, wie die Demokratie zu verbessern ist ?

Nichts im Hirn, aber gegen alles sein ? Einen derartig dummen Eindruck machst Du mir nicht.

Ich erwarte einen ernst zu nehmenden Vorschlag von Dir.

  • Jeanna
  • 13.02.09 | 18:59 Uhr

Mensch Blocher. Nun steht er hier und kann nicht anders. Wer erlöst ihn von seinem Auftrag ?

Im Kontrast zu Somm’s was auch immer, hier eine auch literarisch hochstehende, psychologisch einfühlsame Portrait-Delikatesse von Thomas Zaugg.

Wie man einmal mehr sieht, braucht es demnach keine sage und schreibe 530 Seiten um diesen Menschen namens Blocher darzustellen ... also fast soviel wie der 1. Band von Scholochows „Der Stille Don“ ... ein Werk, das dann doch noch und immerhin eine reichlich andere, auch historische, Dimension „abhandelt“.

http://dasmagazin.ch/index.php/mensch-blocher/

  • markb
  • 13.02.09 | 18:23 Uhr

Forts.

Da wurde sicher noch kräftig abgeschrieben, bevor man den Familienaktionären ein Angebot machte. Wenn Ems damals börsenkotiert gewesen wäre, hätte B. sie nie übernehmen können, weil die Börse das Unternehmen natürlich viel höher bewertet hätte, schon rein aufgrund der Substanz. Illegales konnte B. nicht nachgewiesen werden, dass er ein riesen Schlitzohr war und ist, wissen wir. Sicher auch begünstigt vom Schicksal und den Umständen.

Ich finde es verhängnisvoll und kann nicht verstehen, wie man B. als Politiker kritiklos durchgehen lässt. Seine politische Bilanz ist auf jeden Fall nie annähernd so erfolgreich, wie sein Wirken (und Glück) als Unternehmer. Er hat das Land gespalten, die politische Kultur und den Umgangston verludert und legt das kleine Land Schweiz lahm, mit einer unnötigen Dauerdebatte über immer die gleichen Themen und beansprucht für sich und die seinen, dass sie bessere Schweizer seien, als die grosse Mehrheit! Das ist eine unsägliche Dauerzwängerei und Debatte die schlussendlich nichts bringt. Die CH als kleines Land mit einem hohen Lebensstandart braucht eine vernünftige Sachpolitik und vorallem pragmatische Lösungen, die das Land und den Standort konkurrenzfähig halten und vorwärtsbringen. Dauerobstruktion und Besserwisserei à la B. bauchen wir nicht!

  • markb
  • 13.02.09 | 18:12 Uhr

@ PET77

(Ich nehme an das ist ein Flaschenpfand...? also eine leere Flasche... nomen est omen...) Ich finde es ja rührend, dass immer noch soviele an den Weihnachtsmann sprich Blocher glauben und hereinfallen. <Blosse Sprüche mit nichts dahinter macht mich hässig...> was dahinter? wohl Stutz, was echt anderes. B. ist ein zwangsneurotischer Machtexhibitionist und es geht ihm jetzt nur noch darum, wöchentlich die Schlagzeilen zu besetzen, mit was spielt keine Rolle mehr. Hauptsache Kontroverse und Aufschrei! Das ist psychopathologisch gesprochen krank. Wer bereit ist, genau hinzusehen weiss natürlich, dass Blocher politisch praktisch nichts erreicht hat, mit Ausnahme der EWR Ablehnung, die sich als wahres wirtschaftliches Desaster für die Schweiz herausgestellt hat! Ems Chemie war ein Familienunternehmen (Oswald) und nicht börsenkotiert. Blocher hat als Jusstudent jeweils in den Semesterferien bei der Ems gejobbt und konnte sich die Sympathien das alten Oswald ergattern, dessen Kinder Hippies waren und kein Interesse für das Unternehmen zeigten. Nach dem Tod Oswalds, der Ems ging es operativ sehr schlecht und schrieb rote Zahlen, hat Blocher zugelangt und die Ems für ein Trinkgeld übernehmen können (man spricht von 30 Millionen, finanziert mit Bankkrediten). Ems war schon damals der grösste Landbesitzer im Kt GR (u.a. auch Schloss Rhäzüns als Zugabe). Da die Ems nicht börsenkotiert war, musste sie ihre Bilanz und ER auch nicht publizieren.

  • Jeanna
  • 13.02.09 | 17:20 Uhr

Danke für Deinen "Nachhilfeunterricht", PET77.

Als Atheistin schätze ich mich nicht undankbar, dass ich mich NICHT zum Christendumm zählen muss und somit auch nicht zu den Christendummen. Von daher können mir sich als Messiasse Aufspielende gestohlen bleiben.

Eine von Blochers "Glanzleistungen" war die Verhinderung des EWR, was der Schweiz nachweislich Aaaaabermillionen gekostet hat.
Mit was für Trickli der "Wirtschaftsführer aller Schweizerzeiten" zu seiner EMS-Chemie gekommen ist, ist ebenfalls kein Geheimnis.
Und was der Ebner-Amigo sonst noch so alles geboten hat auch nicht.
Und wie er dank der Aktion "Hannibal" mit dem Kulissenschieber Mörgeli in den BR gehievt worden ist auch nicht.

Etceteraundsoweiter ... alles bekannt und aktenkundig und von diversen Foristen hier schon x-mal en detail dargelegt.

Aber auch Dich hindert niemand daran, weiter auf diesen achso selbstlosen, unverzichtbaren Heilsbringer zu glauben.

  • PET77
  • 13.02.09 | 17:14 Uhr

Franz Josef Strauss ist nicht mein Spezi, die Bayern mag ich, aber auch solche Leute können mal zwischendurch etwas Kluges sagen:

Er pflegte ihn kontaktieren Wollende, also aufdringliche Leute, zuerst zu fragen, wieviel Vermögen sie haben. Hatten sie keines, dann sagte er sinngemäss:

Sie haben nur deshalb kein Vermögen, weil sie nichts verstanden haben. Sie sind für mich blosse Zeitverschwendung.

Mal darüber nachdenken.

  • PET77
  • 13.02.09 | 16:57 Uhr

Jeanna: Nein, Dir fehlt jedes Vorstellungsvermögen über den angerichteten Schaden. Du argumentierst rein emotional. Das ist falsches Christendumm, wenn man Mitleid mit unverdient abkassierenden Menschen hat, die riesige Schäden angerichtet haben, und sie nicht zur Verantwortung zieht.

Verantwortung bedeutet, dass man für die Folgen gerade steht. Naturwissenschaftliches Denken bedeutet ERGEBNIS-Denken. Ist das Ergebnis eine Katastrophe, dann sind solche Personen zur Kasse zu bitten - und wegen nachgewiesener Unfähigkeit lebenslang aus ihrer Branche zu entfernen. So wie man Autofahrer aus dem Verkehr zieht, die zu blöde oder zu disziplinlos sind. Auch diesbezüglich wird das Christendumm falsch verstanden: Mitleid nur mit den Armen und Bedürftigen, nicht mit grotesk Reichen, aber beruflich Unfähigen, die uns alle in eine Weltkrise hinein schädigen.

Wir brauchen ganz andere Spielregeln in der Demokratie. Wir sind erst am Beginn einer wirtschaftlichen Katastrophe und die Frage lautet: Wollen wir, dass alles in den Keller geht, oder besinnen wir uns auf UNABHÄNGIGE Menschen wie Blocher, die niemandem verpflichtet sind, ausser ihrer Treue zu ihrer Heimat.

Ich kenne Blocher nicht persönlich, aber sein eigener wirtschaftlicher Erfolg ist mir absolute Garantie dafür, dass dieser Mann den Karren Schweiz richtig anpackt.
Blosse Sprüche mit nichts dahinter machen mich hässig. So einfach ist das.

  • Jeanna
  • 13.02.09 | 16:44 Uhr

""" ........... aber wenn das Volk mich will, dann werde ich es tun."

Das Volk?

Welches Volk denn , bitte schön ? So spricht doch nur noch einer, der seinem mittlerweilen nachgerade pathologischen Geltungsbedürfnis und Irrglauben an die eigene Unverzichtbarkeit anheim gefallen ist. Eine Form der Egozentrik in Verkennung sämtlicher Realitäten.

Dazu passt dann auch, dass man 60% der Wähler mit Nazimitläufern gleichstellt.

Es gibt wohl kaum etwas Lächerlicheres, aber auch Tragischeres, als Leute, die unfähig sind zu einem würdigen Abgang von der Bühne. Von einer Bühne, die sie meinen für sich gepachtet zu haben.

  • Taxilomax
  • 13.02.09 | 16:00 Uhr

"Der Eindruck ist nicht wegzudiskutieren, dass Blocher nach wie vor stocksauer über seine Abwahl ist."

"Sollte sich der Kurs noch stärker Richtung Wirtschaftsfeindlichkeit entwickeln, dann besteht auch in der Romandie ein Spaltungspotenzial."

(Hans Hirter, Tagi)

Der Eindruck täuscht nicht, dass die für B. beschämende Abwahl und den damit zusammenhängenden Tritt in den Allerwertesten B. immer noch schmerzen. Und alle anderen - wie er sie sieht: unfähigen - BR sind noch im Amt.

Dass die Kreise um B. immer wieder auf das Gegenteil pochen ist auch ein Indiz, dass eine gekränkte Seele immer noch auf der Suche nach Balsam ist.

"Ich will ja nicht mehr BR werden - oder UBS VR oder XY - aber wenn das Volk mich will, dann werde ich es tun."

  • Taxilomax
  • 13.02.09 | 14:48 Uhr

*Filippo*

Schon dazumal - bei der Direktübertragung auf SF - machte der Sprecher diesen Witz: bezugnehmen auf den Oberdompteur F. Leutenegger, welcher als Steigbügelhalter für B. diente und einen grossen Verdienst am Aufstieg von B. hat.

Man kann der menschlichen Dummheit auch mit Witz entgegnen und dann spielt die Endlichkeit des Universums eine untergeordnete Rolle.

  • markb
  • 13.02.09 | 13:44 Uhr

Zitieren war schon immer eine Glücksache! taximax...

<Bei Philippi sehen wir uns wieder"> (Julius Cäesar, Shakespeare)

Aber eben die Proleten und Blogtrolls meinen halt auch sich äussern zu müssen...

Da halt ich's lieber mit Einstein:

<Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.>

  • Taxilomax
  • 13.02.09 | 12:56 Uhr

«Tu es malade! – Du bist krank!»

Die Politik B.'s ist von seinen 'Gegnern' nie verstanden worden, weil sie der Zeit vor 1968 entsprungen ist. Es war ein grosses Missverständnis. Sie hatte keine Deckungsfläche mit den Zielen der heutigen Zeit aber leider auch keine Lösungen für die Probleme der heutigen Zeit.

Problematisch war nur der Fakt, dass B. mit einer Minderheit in seinem Volk der Mehrheit der Schweizer aufdiktieren wollte, wie die Sache zu laufen hat. Und wehe, die anderen spurten nicht: "wir treffen uns bei Filippo wieder!"

  • markb
  • 13.02.09 | 09:54 Uhr

Wenn jetzt Somm während Wochen Werbung für seinen Lobhudel-Blocher Schunken mittels Vorabdrucken in der WW macht: Der Herbst des Patriarchen... beim Wort Patriarch kommt mir immer diese wundervolle Graffiti in den Sinn die jahrelang an einer Wand einer stark befahrenen Kreuzung stand:

Patriarsch und Patridiot

Eine herrliche satirische Wortspielerei! Wie rechtsnationale Patridioten Blocher auch jetzt immer noch uneingeschränkt und mit einer verklärten Sicht als quasi Nationalheiligen hochhalten, ist beängstigend und zeigt, dass der Mensch kaum fähig ist von der Geschichte zu lernen. Man mag B. fairerweise eine gewisse Gradlinigkeit in seiner Haltung zurechthalten, als er noch "voll im Saft" stand. Seit seiner Abwahl aus dem Bundesrat benimmt sich B. wie ein altes angeschossenes Raubtier;total unberechenbar, fahrig, stur und krankhaft machtbesessen um jeden Preis. Bei all den ideologischen Kehrwendungen B.s überkommt einem Schwindel und lässt jeden psychologisch geschulten raten, wie das Verhalten psychopathologisch einzuordnen sei! B. war und ist als Unternehmer für die PFZ. Die SVP und die AUNS haben sich gegen das Referendum ausgesprochen. Erst letzten August kam die Fahnenwende. Am Sonntag weitere Zeichen der Durchgeknalltheit Blochers mit dem Hitler Vergleich der Befürworter! Man erinnere sich an B. und die SVP bei der Swissair: De Staat hett nünt z'sueche, absolut kei Staatsgälder.. jetzt will B. die UBS verstaatlichen?! Absolut Düre bi Rot!

  • mediabuehler
  • 13.02.09 | 08:28 Uhr

Der letzte Satz wurde abgeschnitten:

Blocher nur negative Motive zu unterschieben ist unfair! Aber das passt zum Mainstream dem Blocher ausgesetzt ist. Die notorischen Gegner von Blocher sollten über ihren eigenen Schatten springen und endlich sachlich urteilen.

  • mediabuehler
  • 13.02.09 | 08:24 Uhr

Halt liebe Jeanna - Blocher hat mit keinem Wort gesagt, dass er die Rolle als Controller bei der UBS übernehmen möchte - im Gegenteil. Aber er hat ganz sicher recht, wenn er festhält, dass diese Bank die im oberen Kader null Anpassungen seit dem Platzen der Finanzblase vorgenommen hat und weiterfährt wie wenn rein gar nicht geschehen wäre, von denen mitkontrolliert wird, die auch das vorläufige Rettungspaket geschnürt haben - der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Frau Widmer wurde ja noch von allen Medien gelobt für den unausgegorenen Schnellschuss, der sich aber eher als Rohrkrepierer entpuppt.

Klar - auch ich bin grundsätzlich gegen Staatsinterventionismus - dann hätte aber auch keine Geld fliessen dürfen. Und wenn der Gutmensch Merz meint, die Wandelanleihe werde bald wieder der Privatwirtschaft verkauft werden, sodass der Staat keine Rechte mehr geltend machen könne, täuscht er sich gewaltig, denn niemand - ich wiederhole - niemand weiss effektiv wie viele faule Papiere noch im Umlauf sind. Schätzungen der Summe der Finanzblase sind ja total 500 Billionen (500 Tausend Milliarden Dollar) und das bei einem Weltinlandsprodukt von nur 54 Billionen Dollar. Ich denke das dieser Widerspruch für sich selber spricht. Auf uns wartet noch einiges!

In einem gebe ich allen die überrascht sind über den Vorstoss von Blocher: Dass er derjenige ist, der sich für diese Reaktion stark macht mutet seltsam an. Blocher aber nur negative Motive zu unterschieben ist unfair.

  • Jeanna
  • 12.02.09 | 18:39 Uhr

Valtsch PET77:

Gerade weil ich denken kann (!) halte ich Blocher nicht für geeignet, die von ihm vorgeschlagene Rolle zu übernehmen. Weil, wenn schon, wäre das ganz bestimmt kein Job für einen, der seit seiner Abwahl aus dem BR selbstherrlich, in seinem "Sendungsbewusstsein" schwer beschädigt und verzweifelt versucht, noch irgendwo "Tarife" durchzugeben. Wenn er das "braucht", dann sol er sich auf seinen Blocherflügel der Partei beschränken, oder was davon noch übrig ist oder bleiben wird. Punkt.

Wer zuerst mal weg müssste, wäre Haltiner aus der Finma ... und wenn der 100 mal beteuert, wie unabhängig er sei !

Ich habe es stark bemängelt, dass ein 68 Mia Rettungpaket ohne jegliche Vorgaben gesprochen wurde. Erst im Nachhinein "kommt man" jetzt hinter dem Ofen hervor und beteuert, doch-doch dies und das sei vereinbart worden.

Kurer, der Ospelt ablösete, und aktiv am Debakel beiteligt war, scheint auch extreme Mühe mit gewissen Nach- und Umenkprozessen zu haben, wie aus seinem jeweiligen Gestaggel zu schliessen ist. Desgleichen Rohner.

Aber Blocher hat sich in dieser Angelegenheit definitiv nicht implizit und schon gar nicht explizir für ein ""Pöstchen"" anzubieten !

  • Stefan Di Giovanni
  • 12.02.09 | 18:25 Uhr

Blocher möchte, dass der Bund bei der UBS mitbestimmen. Auf die Idee ist bis jetzt noch keiner gekommen, wahrhaft ein Visionär der Herr Blocher....

Ach diese Bürgerlichen. Entweder schnallen sie's viel zu langsam oder sie schnallens gar gar nicht. Aber immerhin haben sie mittlerweile den Begriff "Solidarität" entdeckt. Und in der verkehrten Welt der Rechtsbürgerlichen gilt die Solidarität halt einer verzockten Grossbank statt den Bedürftigen und Armen. Was soll's, jetzt müssen alle Schweizer mithelfen dass der Finanzplatz Schweiz erhalten bleibt. Ist schliesslich irgendwie doch "öisi aller UBS"

Und sonst ? Der Ex-UBSler Haltiner kontrolliert die UBS. Der wiederum wird vom Ex-SBGler Merz kontrolliert. Es wurde scharf verhandelt und es wurde der UBS nichts geschenkt, erklärt Herr Bundesrat Merz am TV. Man glaubt ihm, denn er guckt treuherzig. Nicht vertraglich festgelegte Boni von 1,2 Milliarden. Keine Auflagen an die Grossbank, Solidarität mit "öiser UBS" ist jetzt vordringlich. Durchhalten. Spuhler erklärt heute, Blocher liege falsch. Der Staat solle sich nicht in die Privatwirtschaft einmischen und sieht die liberale Linie der SVP gefährdet. Die Grünliberalen wollen der UBS auch keine Auflagen setzen und wählen den ausgewiesenen Grünen und Liberalen Ueli Maurer in den Bundesrat. Alli irgendwie nid ganz bache...

  • PET77
  • 12.02.09 | 17:54 Uhr

Rohner977:
Des Volkes Zorn kocht hoch und fühlt sich von den in den Sitzungssälen herum sitzenden, dösenden oder gar nicht anwesenden Politikern nicht verstanden.

Jeder Bankpräsident, der Gelder bis hin zur Staatshilfe für "seine" Bank vergeigt hat, gehört zur Schadens- Wiedergutmachung privat enteignet und wegen "erwiesener Berufs- Unfähigkeit" aus allen Bank-Pösteli lebenslang ausgesperrt. Dazu alle übergeordneten Verantwortlichen.

Bitte auf das Existenz-Minimum zurück, auf Ihren Posten warten tausende Junge, die es viel besser können.

Bonus auch noch - wie bei UBS - das ist eine Provokation ! Sind wir Steuerzahler Vollidioten ?

Gebt den Jungen, den Tüchtigen eine Chance ! Nicht den erwiesenen Versagern.

  • PET77
  • 12.02.09 | 17:39 Uhr

Frau: Jeanna, selbst inmitten einer Wirtschaftskrise, welche Versagen der Führer zweifelsfrei nachweist, wollen Sie nicht nachdenken.

Ich glaube, Leute wie Sie können gar nicht denken. Da kann eine Katastrophe vor der Tür stehen, und sie leugnen und verweigern ihr Denken immer noch.

So etwas hatten wir doch schon mal, dass Leute, die nicht denken konnten, Europa in Schutt und Asche gelegt haben. Wann war das noch mal ? Äh ?

  • Rohner977
  • 12.02.09 | 17:36 Uhr

Nur weil Blocher etwas ganz Selbstverständliches fordert, nämlich dass wenn der Staat schon an die UBS zahlt er auch etwas zu sagen haben solle, hagelt es landauf landab wieder diverse besserwisserische Kommentare. Allen voran der Tages-Anzeiger macht wieder einmal alles andere, nur keinen Journalismus.
Kein normaler Mensch gibt 68 Milliarden und hat dann nichts zu sagen. Das kommt höchstens denen in Bern in den Sinn. Der allerletzte, der Blocher wegen irgendeiner Forderung in Sachen UBS zu kritisieren hat, ist sicher UBS-Versager Peter Spuhler. Ihn sollten sich die Medien einmal vorknöpfen: UBS-Versager und SVP-Nationalrat wäre eigentlich die ideale Kombination für eine Medienkampagne ...

  • PET77
  • 12.02.09 | 17:25 Uhr

Zur "Schockwelle" muss man wissen, dass über die Hälfte aller Angestellten im Bund wegrationalisiert gehören und überflüssig sind. Weg vom bequemen Futtertrog, die jaulen unisono auf, klar.

Namentlich Frau Deyfuss hat man wegen völliger Amtsunfähigkeit vergeblich wegzukriegen versucht.

Schliesslich kehrt Resignantion ein: Unser Salär haben wir, also was solls, halten wir das Maul und stehen wir auch das noch durch ... Das Stimmvieh will eh das alles bezahlen.

Kein Tüchtiger hat Angst vor einem anderen nachweislich Tüchtigen, nämlich vor Blocher. Wenn ich Probleme hätte, die nicht auf Faulheit oder auf Dummheit beruhen, ich würde mich jederzeit vertrauensvoll an Blocher wenden.

Schade, dass vertrauenswürdige Persönlichkeiten aussterben. Im Kommen sind jene falschen Halunken, die sich sogar ihre Reden von anderen schreiben lassen, um ihre Mitmenschen täuschen und belügen zu können.

Tut mir leid, dass ich Ausländer bin, aber auf Blocher lasse ich nichts kommen. Das ist einer der letzten "Winkelried", finanziell hat er nichts nötig.

Blocher geht es alleine um das Wohlergehen seiner Heimat. Davor empfinde ich Hochachtung !

  • mediabuehler
  • 12.02.09 | 14:02 Uhr

Ich sehe eines klar: dass der Mainstream gegen Blocher nicht anerkennen will oder kann, dass er eben doch recht hat.

Oder wer will widersprechen, dass derjenige der zahlt auch mitbestimmt! Alles andere ist Augenwischerei.

  • Jeanna
  • 12.02.09 | 12:00 Uhr

Zur "immer ersten Geige" passt massgeschneidert auch dies:

ES IST NUR NOCH PEINLICH:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Blochers-Vorprellen-in-Sachen-UBS-Es-ist-nur-noch-peinlich/story/14741717

Allerdings ! Der Mann ist voll von der Rolle, klinische Befunde dafür drängen sich langsam geradezu auf.

  • kurtkoblet
  • 12.02.09 | 11:58 Uhr

unverständlich bis heute, das sich CB überhaupt (wahrscheinlich "prizip hoffnung von bloch gelesen) in den berner kinderhort hat wählen lassen.
wut und enttäuschung kann man verstehen und man sieht auch keine verbitterung (welche normalerweise resultiert) - chapeau.
nichstdestotrotz ist die ironie das die 7zwerge tatsächlich meinen sie persönlich könnten etwas inizieren od. bewirken.
lassen wir die inkompetenz&vetternwirkschaft aus dem spiel, die gibt's auch in der privatwirtschaft. was aber gänzlich unbekannt, die kompetivität, welche halt von amt's und "geschichten" wegen kein platz hat. denn, arbeiten sollte man ja für's volk, oder? überzeugt CB kann mehr für die bevölkerung, speziell um der glaubwürdigkeit halber bewirken, sollte man jetzt aufmerksamkeit die schritte der einzig konsequenten (svp, darf man das überhaubt sagen?) partei verfolgen.
von affären und schirmflickereiaktionen sind die restlichen grosskotzparteien ja voll. auch "sich arrangier"-gehabe ist die CH auf dem besten weg, sich dem EG mittel anzupassen. dort lautet nämlich die frage schon lange: was kann der staat noch tun für dich?
zur not halt wassersuppe für alle!nicht schlecht die 40% letzte woche, oder ?
was immer offener an den tag tritt: die classe politique (supernamensgebung) strampelt und hat null annerkennung&glaubwürdigkeit mehr beim volk -aber eben: selbst ist der politiker!

  • Nie SVP-Wähler
  • 12.02.09 | 11:56 Uhr

Am 5.Dezember 2007 publizierte die Weltwoche einen Kommentar von Markus Somm:

"Tektonische Verschiebungen
Blocher wird kaum abgewählt. "Die Schweiz ist weiter nach rechts gerückt. Das fällt auf, wenn man einen Tag im neuen Parlament verbringt.

Eine Woche später war Christoph Blocher Altbundesrat....

Wo kritische Distanz fehlt, kommt es zu solchen Fehleinschätzungen. Wahrscheinlich auch auf über 500 Seiten. Ich erspare mir das.

  • chateau
  • 12.02.09 | 11:42 Uhr

Ja, Blocher war halt schon primus inter pares und zwar von der Sache her. Gott sei dank war er anstrnengend für die anderen Die andern, das sind alles schwache Persönlichkeiten, die im Amt des Bundesrats ihr Lebensziel gefunden haben ohne dabei zu wissen, dass sie eine neue, grosse Herausforderung zu bewältigen hatten. Nichts weniger als die Neuorientierung der Schweiz in gutkonservativem Sinn, Ausschaltung aller unnötigen Verschwendungen des erarbeiteten Wohlstands, Korrektur der zum bankrott führenden Sozialstandards - die die Schweiz schon lange nicht mehr vermag - Revision der üblen Einbürgerungspraxis, wirkliche BEkämpfung der Kriminalität (In der SChweiz geschehen täglich mehr Ueberfälle auf Leib und Leben als in Grossparis), Arretierung der Aslauswüchse, Gesundung der Staatsfinanzen use. Die andern das sind die "tu nix".Immer noch. Nur die öffentliche Meinung à la Longchamp oder Blick/DRS/TA zählt doch.

  • Jeanna
  • 12.02.09 | 11:32 Uhr

Tja, von wem hat er seinen Auftrag ? Eine Frage die sich auch die zum SVP-Parteiblatt mutierte “WELT“(?)Woche stellen müsste, so sie denn wollen oder ‚dürfen’ können würde.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Neue-Biografie-blendet-Blochers-Abstieg-aus/story/22069137

Die phänomenalen Wahlerfolge verhalfen Blocher schliesslich in den Bundesrat – wenn auch nur für vier Jahre. Sein Wirken während dieser Zeit wird im Buch ziemlich unkritisch abgehandelt. Während Somm Blocher über weite Strecken glorifiziert, beschreibt er die übrigen Bundesräte fast ausschliesslich negativ und wird damit weder dem einen noch den anderen gerecht.

<b>Überhaupt fehlt über weite Strecken die kritische Distanz</b> zu Blocher. Gleichzeitig kommt ihm Somm auch nicht richtig nahe. Was treibt diesen Mann an? Was empfindet er? Von wem hat er seinen Auftrag? Die 530 Seiten lassen keinen Blick in sein Inneres zu. Bezeichnenderweise schliesst Somm mit den Worten: «Blocher ist der Mann, den man gut kennt, aber nie kennengelernt hat.»

  • mediabuehler
  • 12.02.09 | 09:12 Uhr

Niemand wird Christoph Blocher im Ernst widersprechen können, der unfähige Bundesrat nicht, auch nicht die Banken- oder Wirtschaftsvertreter:

Wer sich in solch einem hohen Masse finanziell beteiligt, Umstände hin oder her, muss nicht nur mitreden sondern auch mitbestimmen. Alle ablenkenden Ausflüchte stechen nicht. Die fadenscheinigen Gegenargumente von Merz, z. B. dass die Wandelanleihe wieder veräussert würde, sind lächerlich. Dann hätten die 7 Milliarden auch gleich privatwirtschaftlich investiert werden können. Und in Bezug auf die 60 Milliarden in wertlosen Papieren, Derivate, Rohstoff- , Leasing- oder Immobilien-Kontrakte etc. die die Nationalbank hortet, wird wohl niemand im Ernst glauben, dass diese je wieder einen Wert erhalten werden.

Offenbar möchte Christoph Blocher für die Zukunft der Schweiz, also unserer Nachkommen, Schlimmeres abwenden. Christoph Blocher steht nicht prinzipiell gegen die Shareholder values, sondern gegen die kurzsichtigen Investments, also der imaginären, unfassbaren Finanztransaktionen die die Finanzluftblase generiert haben.

Wenn Banker sich selber reorganisieren, umstrukturieren oder kontrollieren dürfen, ist es wie wenn ein hungriger Hund ein Metzgereigeschäft bewachen müsste.

 
|

weitere Ausgaben