Jahrelang betrieb der Pakistaner A. Q. Khan einen hochgefährlichen Ring von Leuten, die nukleares Know-how und Produkte vorzugsweise an islamische Nationen verkauften. 2004 wurde das Netzwerk aufgedeckt. Seither steht die Schweizer Familie Tinner am Pranger. Vater Friederich sowie seine Söhne Urs und Marco sollen mitgeholfen haben, dubiose Regime mit Nukleartechnologie zu versorgen.
Jetzt spricht Urs Tinner erstmals über seine Geschichte. Kurz nach seiner Haftentlassung vor Weihnachten hat ihn der Reporter des Schweizer Fernsehens, Hansjürg Zumstein, getroffen. In seinem Film «Der Spion, der aus dem Rheintal kam» (Ausstrahlung: Donnerstag, 22. Januar um 20 Uhr) beschreibt Zumstein die Dimension jenes Khan-Netzwerks, das unter anderem mit den Tinner-Informationen zerschlagen werden konnte. Im Film spricht erstmals auch der Chefermittler der Internationalen Atomenergie-Agentur IAEA über die Rolle der Tinners und die brisanten Akten.
Zudem zeigt Zumstein anhand von bisher unbekannten Dokumenten, wie die Schweiz in den siebziger Jahren mithalf, Pakistan nuklear auszurüsten.
Die Weltwoche hat die entscheidenden Dokumente sowie die Aussagen Tinners aus dem Dokumentarfilm zusammengestellt. Und in einem Exklusiv-Interview lässt sie den Kopf des Netzwerks, A. Q. Khan, zu Wort kommen. Khan nimmt zu den Aussagen Urs Tinners Stellung und beschreibt, wie einfach es war, mit Hilfe von europäischen Händlern die Atombombe zu bauen.
Die Liebe zu Italien hat bei unserem Autor Peter Hartmann zwei Gründe: Erstens ist seine Frau Italienerin. Und zweitens war er immer ein begeisterter Fan des italienischen Fussballs. Er schreibt deshalb seit Jahren über unser südliches Nachbarland und hat den aufsehenerregenden Mordfall von Perugia, in dem die 21-jährige Amerikanerin Amanda Knox gemeinsam mit ihrem Freund ihre WG-Kollegin ermordet haben soll, mit grösstem Interesse verfolgt. Zurzeit läuft der Prozess gegen die beiden, und für Hartmann ist dieser Prozess mehr als bloss ein Verfahren: Es ist ein Symbol für die seit Jahrzehnten anhaltende italienische Justizmisere.
Für ein Interview mit Marc Hayek muss man drei Stunden Anreise in Kauf nehmen. Also insgesamt sechs Stunden Autofahrt an einem Tag. Dafür ist das Gespräch mit dem Enkel von Nicolas Hayek, mit dem Retter der Schweizer Uhrenindustrie, verblüffend angenehm. Während manch ein Unternehmenslenker entweder mit Informationen geizt oder sich selbst beweihräuchert und Fragen zur Person durch die Pressestelle von vornherein ausgeschlossen werden, war der Chef der Uhrenmanufaktur Blancpain im Gespräch mit unserer Wirtschaftsredaktorin Carmen Gasser offen wie ein Buch. Manchmal neigte er gar zur Selbstironie, beispielsweise als er dazu aufrief, die Repräsentanten der Luxusgüterindustrie sollten sich nicht immer so wichtig nehmen. Selbst als der 37-Jährige seine Zitate aus dem Interview vorgelegt bekam, änderte er kein Komma daran.
Ihre Weltwoche













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