Zur Person

Jörg Wolle

Von René Lüchinger, Roger Köppel

Jörg Wolle, 51, promovierter Maschinenbau-Ingenieur, schloss seine Doktorarbeit an der Technischen Universität Chemnitz in der damaligen DDR ab, und als Relikt aus jener Zeit blieb ihm auch die russische Sprache, welche er beherrscht. Auf einer Reise in den Westen sprang er am 10. März 1988 von dem anfahrenden Zug im Stuttgarter Hauptbahnhof, welcher ihn zurück in die DDR bringen sollte. «Ein kleiner Hüpfer», schrieb das Manager-Magazin, «doch ein Satz in ein anderes Leben.» Dann tat Wolle das, was ihm in der Heimat nicht vergönnt war: Er erkundete die Welt. Für den Kugellagerhersteller SKF war er in Indien, Russland, China und Iran; für das Handelshaus Siber Hegner in Hongkong und China. Dessen CEO wurde er im Jahre 2000. Zwei Jahre später schloss sich Siber Hegner mit dem Asiengeschäft von Diethelm Keller zur Diethelm Keller Siber Hegner (DKSH) zusammen. Daraus schuf Jürg Wolle als CEO mit seinem Team einen Konzern mit heute 8,8 Milliarden Franken Umsatz und über 22 000 Mitarbeitern. Vor 150 Jahren waren die Gründer Pioniere im Handel mit Asien gewesen, heute ist DKSH führender Dienstleister für Marktexpansion in den asiatischen Märkten.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren

 
|

weitere Ausgaben