Land der Schönheit

Von wegen Krise: Das Geschäft mit der Schönheit floriert. Fünf Protagonisten, die zu mehr Attraktivität verhelfen wollen, über die Vorliebe der Schweizer für Botox, modische Nasen, Intimrasuren und Haarverlängerungen.

Von Franziska K. Müller

«Was stört Sie?»: Botox-Ärzte Iselin und Snozzi. Bild: René Ruis

Dan Iselin, 43, und Philippe Snozzi, 32, tragen weisse Hemden und sehen aus wie die Fotomodelle einer Calvin-Klein-Kampagne. Vor zwei Jahren sorgten die beiden Jungärzte für Aufsehen, als sie sich im Zürcher Niederdorf in einem Coiffeursalon einmieteten und den Passanten Faltenbehandlungen mit dem Nervengift Botox anboten – Voranmeldung nicht nötig. Snozzi und Iselin nahmen die Kritik ihrer Berufskollegen – zu unseriös das Setting, zu kommerziell die ärztliche Tätigkeit – zwar zur Kenntnis, liessen sich aber den Erfolg einer Geschäftsidee nicht vermiesen, die einst in einem Nachtklub von Los Angeles geboren worden war. Die Expansion erfolgte schnell. Seit drei Monaten arbeiten sie in einer eigenen Praxis mit stromlinienförmigem Mobiliar, indirektem Licht und aufgelegten Hochglanzmagazinen, die weggeworfen werden, bevor sie zerknittern.

«Wir empfangen jeden Kunden und jede Kundin mit den Worten: Was stört Sie an sich? Bei den Männern kommen auffallend viele aus den oberen Einkommensschichten: Ärzte, Anwälte, Medienleute – also Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Bei den Frauen hat es sich völlig durchmischt, die Putzfrau aus Schwamendingen kommt ebenso zu uns wie die Universitätsprofessorin vom Zürichberg. Seit Botox im Beauty-Bereich Verwendung findet, ist diese Art der künstlichen Schönheit eine kostengünstige Massnahme geworden, die sich auch in der Mittagspause erledigen lässt. Der Durchbruch im Mainstream hat erstaunlicherweise zu einer Verfeinerung des Geschmacks geführt. Früher stellte ein Facelifting vor allem in den USA ein Statussymbol dar, auch wenn die Resultate zum Teil grotesk waren. Heute wünschen die Patienten ein diskretes, natürliches Aussehen. Sie wollen nicht wie Jennifer Lopez oder Cameron Diaz aussehen, sondern einfach frisch und energetisch. Eine gute Behandlung erkennt man an den Reaktionen des Umfeldes. Es kommen zwar Komplimente, aber niemand merkt, dass etwas gemacht worden ist. In ein paar Jahren wird Botox so normal sein wie die Verwendung von Gesichtspflegeprodukten. Die diskreten Schweizer sind übrigens die Vorreiter dieses Trends: Mit 40 000 Behandlungen pro Jahr führen sie die europäischen Botox-Statistiken an.»

Die Intimrasur-Spezialistin

Die 32-jährige Intim-Waxing-Spezialistin Caroline Heid befreit Frauen und Männer von unliebsamen Körperhaaren. Sie schätzt, dass ein Drittel aller Schweizerinnen rasiert oder gewachst ist. Hunderttausende rasieren sich selbst, der Rest geht zur Kosmetikerin oder konsultiert eine der wenigen Fachfrauen, die es auf diesem Gebiet gibt. Die Gruppe der Enthaarten ist heterogen: Heids älteste Kundin ist fast achtzig Jahre alt. Letzthin reiste eine stämmige Dame aus dem Glarnerland nach Basel und verlangte eine «Landepiste», wie es im Fachjargon heisst, eine Intimrasur, bei der ein winziger, kurzgestutzter Streifen stehengelassen wird. Heids Geschäft läuft so gut, dass sie die Eröffnung eines Salons an bester Passantenlage in der Basler Innenstadt vorbereitet.

«Es ist falsch, wenn man eine enthaarte Intimzone mit einer Vorliebe für perversen Sex verbindet oder mit einem pornofixierten Partner in Zusammenhang bringt. Manche sehen darin eine antifeministische Botschaft. Das ist Unsinn: Letzthin hatte ich eine Hippiefrau, die sich zwei Herzli einfärben und mit Glitzersteinen verzieren liess, der Rest kam weg. Als ich fragte, ob es dafür einen speziellen Grund gebe, antwortete sie: ‹Ich mache meinem Freund so einen Heiratsantrag.› Heute wird aus hygienischen und ästhetischen Gründen enthaart. Logisch: Der Sex ist besser. Ich will nicht ins Detail gehen, aber es ist nachvollziehbar: Wenn jemand einen Pelzmantel trägt, merkt er auch nicht, dass ihm jemand über den Arm streicht. Der Vorteil eines Brazilian-Waxing ist vielfältig. Die Haut bleibt bis zu einem Monat haarfrei und seidenglatt. Das Prozedere ist nicht ganz schmerzfrei, weil ich den Wachs gegen die Haarwuchsrichtung wegziehen muss. Seit David Beckham seine Unterwäsche-Kollektion mit dem Geständnis lancierte, er sei im Intimbereich rasiert, ist die Hälfte meiner Kundschaft männlich. Wenn sie nackt auf der Bahre liegen und ich am Hantieren bin, fixie- ren einige ziemlich angestrengt den gelben Schmetterling, den ich an der Decke montiert habe. Ich sage dann: ‹Es ist nicht schlimm, wenn sich etwas regt. Ich konzentriere mich auf die Haare, die wegmüssen. Alles andere interessiert mich nicht.›»

Der Klinikleiter

Cédric George ist ein Mann mit feinen Stirnfalten, einer winzigen Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen und Prinzipien. Der Gründer und Leiter der Zürcher Klinik Pyramide am See hat mit dem Klischee des Schönheitschirurgen – nicht nur optisch – so wenig gemeinsam wie das Atlasgebirge mit den Schweizer Alpen. Als er vor fünfzehn Jahren anfing, kamen die Patienten mehrheitlich, um abstehende Ohren korrigieren zu lassen, heute machen die Interventionen im plastischen Bereich einen Viertel der jährlich durchgeführten Eingriffe in der Klinik Pyramide aus. Das Spital präsentiert sich teilweise als Wellness-Oase, und seit neustem operiert der Brustspezialist auch in St. Moritz. Schlecht ausgebildete plastische Chirurgen ohne Facharzttitel, mangelnde Qualitätskontrollen und dubiose Marketingstrategien kritisiert der 53-Jährige als schlimme Missstände im boomenden Beauty-Business.

«Ärzte, die sich von den überrissenen Schönheitsvorstellungen ihrer Patienten unter Druck setzen lassen, gefährden den Ruf der gesamten Branche. Man muss in diesem Business nein sagen können. Das spricht sich herum, und irgendwann hat man fast ausschliesslich vernünftige Patienten. In jedem Leben gibt es wichtigere Probleme als eine schiefe Nase oder Fettablagerungen an unerwünschten Stellen. Aber: Wer sich selbst schön findet – und dafür muss ein Mensch nicht perfekt aussehen –, hat eine bessere Lebensqualität, das kann ich nach langer Berufserfahrung sagen. Aber was ist schön? Symmetrie und perfekte Durchschnittlichkeit. Alles, was extrem verändert wird, gilt irgendwann als unschön und unmodern. Aus diesem Grund bin ich für das Diskrete und das Natürliche. Bei Brustimplantaten baue ich keine fussballartigen Objekte ein. Das Risiko, dass sich die Konturen der XL-Formate unter der Haut abzeichnen, ist gross. Eine Frau will ja nicht, dass man aus hundert Meter Entfernung sieht, dass sie eine Vergrösserung hat machen lassen. Fremdartig mutet es auch an, wenn die Oberweite so prall ist, dass sie unbeweglich absteht. Eine vernünftige Brust liegt im B-Körbchen-Bereich, und das Volumen passt zu den Proportionen des übrigen Körperbaus. Die perfekten Brüste schlüssig definieren zu wollen, ist ebenso unsinnig, wie eine Einheitsnase zu kreieren. Wieso Brustvergrösserungen dermassen populär geworden sind? Wir leben in einer Welt, in der Schönheit und Sexualität wichtiger und vor allem allgegenwärtig sind. Man könnte auch sagen, die Gesellschaft ist narzisstischer geworden. Von einem Schönheitswahn zu sprechen, halte ich jedoch für verfehlt. Die Gegner der ästhetischen Chirurgie malen den Teufel an die Wand und berufen sich dabei auf überoperierte Horrorgestalten, die durch die Presse geistern. Natürlich glauben manche, man könne einen perfekten Körper und ein wunderschönes Gesicht aus dem Schaufenster kaufen oder nach einem Vorbild massschneidern lassen. In solchen Fällen gehört es zu meiner Pflicht, die Menschen davon zu überzeugen, dass eine Operation nicht das Richtige für sie ist. Aber beim gegenwärtigen Wildwuchs in der Branche lässt sich leider immer jemand finden, der die unmöglichsten Wünsche zu realisieren verspricht.»

Die Nail-Designerin

Yvonne Achermann hantiert mit Gel, Zangen, Feilmaschine. Sie nimmt die Staubmaske in die Hände und zeigt auf die Staubabsaugmaschine. Die 40-Jährige spricht von Desinfizieren, Sterilisieren und andern allgemeinen Hygienevorschriften, die sie als Vorsitzende der Schweizer Fachsektion Naildesign durchsetzen will. Als sie vor zwölf Jahren anfing, war das Business praktisch inexistent. Heute gibt es schweizweit über zweitausend Naildesign-Studios mit Hunderttausenden von Kundin-nen. Von ihrem Studio aus geht die Aussicht auf die sommerliche Berglandschaft der Inner-schweiz.

«Früher signalisierten Frauen mit langen Krallen: ‹Ich muss nicht arbeiten.› Andere passten den Lebensstil ihren gepflegten Nägeln an, kochten und putzten nicht mehr. Die heutigen Gel- und Acrylnägel sind dermassen stark, dass sie jeder Tätigkeit standhalten und einen Monat lang tipptopp aussehen. In meiner Kundenkartei habe ich deshalb Mechanikerinnen, Bäuerinnen, Serviceangestellte – aber auch Businessfrauen und Damen aus dem Villenquartier in Buochs. Die Cityfrauen wählen meist eine diskrete French Manicure oder als Farbton ein klassisches Rot. Der Rest ist experimentierfreudiger: Neonstaub, aufgemalte Snoopy-Figuren, Perlen, Zackenlinien, Strasssteine. Über Geschmack lässt sich streiten, aber bei der Länge gibt es eine Grenze. Der Florence-Griffith-Stil ist nicht mein Ding. Ich arbeite mit Gel oder Acryl, das ist der Werkstoff der Profis: Das flüssige Material wird einzeln aufmodelliert und bearbeitet. Jeder Nagel ist ein Unikat und muss zur Hand passen. Eine versierte Nageldesignerin ist wie eine Architektin, die ein Haus baut: Fundament und Statik müssen stimmen. Und natürlich soll der Bau hübsch aussehen. Während der Arbeit bekomme ich viel zu hören. Nirgendwo ist der physische Kontakt so direkt wie im Nagelstudio, nicht beim Coiffeur und nicht einmal beim Psychiater. Wir sitzen uns Auge in Auge gegenüber und halten uns eine Stunde lang an den Händen.»

Der Schönheitschirurg

Der 60-jährige Christoph Wolfensberger gilt als einer der renommiertesten und bekanntesten Schönheitschirurgen der Schweiz. Anders als bei manchen seiner ebenso qualifizierten, aber diskreten Berufskollegen blitzen seine Zähne schneeweiss, ist der Haarschopf dicht und die Silhouette so grazil wie bei einem Zwanzigjährigen. Als Facelifting-Spezialist empfiehlt er – Botox, chemische Peelings und Hyaluronsäure hin oder her – weiterhin eine operative Straffung des Gesichts. Vor allem bei über 40-jährigen Patienten sei dies die wirkungsvollste Massnahme, um abgesunkene Konturen wieder ins Lot zu bringen. Unter seinen Patienten werden zahlreiche Prominente vermutet, zu den Namen schweigt er eisern.

«In der ästhetisch-plastischen Gesichtschirurgie gibt es im Moment verschiedene Tendenzen: Bei den Augen ist die leichte Mandelform sehr populär. Die verkürzte Stupsnase ist nicht mehr zeitgemäss, die Patienten wollen ein klassisches, gerades Modell, und die Nasenspitze sollte dabei so zierlich geformt sein, dass die Flügelknorpel zwei Lichtpunkte bilden. Beliebt sind auch sogenannte Oberlippen-Liftings, dabei wird der Abstand zwischen Nasenmitte und dem Amorbogen von innen her gestrafft und verkürzt: Das sieht viel erotischer aus als eine vulgär aufgespritzte Lippe. Das amerikanische Barbie-Ideal – blauäugig, pausbäckig – ist out: Das Beauty-Ideal im Gesichtsbereich ist heute globalisiert, das heisst, es werden die schönsten Attribute verschiedener Ethnien herausgepickt und zu einem individuellen Ganzen zusammengefügt. Die Russin will heute das Gleiche wie die Französin oder die Schweizerin, das heisst: die Augen von Salma Hayek, den Mund von Angelina Jolie, die Stirn von Oprah Winfrey. Viele Gesichter entwickeln das volle Schönheitspotenzial erst zwischen fünfzig und sechzig Jahren. Die meisten haben dann leider tiefe Augenringe, Falten und Hamsterbacken als Begleiterscheinung der Gesichtsalterung. In diesem Stadium modelliere ich das Gesicht neu, ohne dass es seine Geschichte, seinen Ausdruck und seine Eigenheiten einbüsst. Der klassische Facelift wird vermehrt von kleineren Optimierungseingriffen begleitet: Halsstraffung, Lippen- und Augenbrauenlifting, Jochbein- und Wangenimplantate, Eigenfettunterpolsterungen, und mit einem feinen Abschleifen werden die Oberlippenfältchen beseitigt. Für eine solche Rundumerneuerung muss man mit 20 000 Franken rechnen. Das ist viel Geld, andererseits ist ein Investment in die Schönheit immer gutangelegtes Kapital. Für ein Haus oder eine tolle Ferienreise spart man schliesslich auch. Was an Dividenden zurückkommt? Wohlbefinden, Selbstsicherheit, Anerkennung. Wir arbeiten im psychosozialen Bereich. Auch jene, die den Schönheitswahn beklagen, reagieren auf einen hübschen Menschen anders als auf einen hässlichen. Was soll daran schlimm sein? Ich glaube, dass die Akzeptanz in den kommenden Jahren noch grösser werden wird. In Los Angeles hat eine schöne Haut bereits heute denselben Stellenwert wie ein Couture-Kleid, und eine ästhetische Operation wird als sanfte Renovationsarbeit betrachtet, die man ein- oder zweimal im Leben machen lässt. Trotzdem bleibt die Schönheitschirurgie eine Auftragschirurgie ohne Erfolgsgewähr.»

Die Fachfrau für Haarverlängerung

Die 22-jährige Noemi Pellizzola ermahnt ihren Kunden, künftig Spezialshampoo und Haarspülung zu verwenden sowie zweimal täglich die Knoten auszukämmen. Dann hält sie ihm einen Spiegel an den Hinterkopf. Vor zwei Stunden war der 18-jährige Tim aus Aarau ein Junge mit einer unspektakulären Strubbelfrisur. Jetzt reicht ihm die pechschwarze Haarpracht bis über die Schultern. Pellizzola ist Fachfrau für künstliche Haarverlängerungen und schwört auf die Produkte einer italienischen Firma, die mit wegwerfbaren Echthaarsträhnen aus Indien zum weltweiten Marktleader avancierte und heute Umsätze von mehreren Millionen Euro verbucht.

«Seit ein italienischer Geschäftsmann einen indischen Tempel entdeckt hat, dessen religiöse Besucherinnen ihr Haar freiwillig spenden, gibt es Material in Hülle und Fülle. Die Länge und die Qualität stimmen: Schädliche Behandlungen wie Dauerwelle, Toupieren, Färben kennen die Inderinnen nicht. Das Haar kommt tonnenweise nach Nepi in der Nähe von Rom. Dort wird es entfärbt, gekämmt und in Dutzenden von Farbtönen eingefärbt. Die einzelnen Strähnen lassen sich später mit einer speziellen Technik am Haar der Kundinnen befestigen und halten ein halbes Jahr lang. Seit bekannt wurde, dass Stars wie Gwyneth Paltrow, Britney Spears oder Paris Hilton ihre tollen Mähnen aus Rom beziehen, ist der Run so richtig losgegangen. Es braucht bis zu zweihundert Strähnen, um eine Verlängerung oder eine Verdichtung zu machen. Das Ganze kann bis zu sechs Stunden dauern und kostet um 1500 Franken. Die meisten Frauen wollen glat-te, lange Haare. Blond – in etwa zwanzig verschiedenen Schattierungen – bleibt im Trend. Die Nummer 23 ist der beliebteste Farbton: so ein richtig schönes Hellblond, das aus jeder Frau einen Engel macht.»

Der Liposculpture-Spezialist

Urs Bösch sitzt in seinem lichtdurchfluteten Sprechzimmer. Der 46-jährige Leiter des Zentrums für plastische Chirurgie an der Swissana Clinik in Meggen – der Goldküste von Luzern – hält ein stricknadelartiges Instrument in der Hand. Im Vordergrund stehen zwei Skulpturen aus feinem Maschendraht. Der Facharzt und Liposculpture-Spezialist zeigt mit dem Instrument auf die Wespentaille der weiblichen Figur. Wenn dort hartnäckiges Fett sitze, das sich jeder Diät und jedem Fitnessprogramm widersetze, dann würden auch die übrigen Körperproportionen beeinträchtigt, die Hüften verbreitert, die Beine verkürzt. Kurz und gut: ein möglicher Fall für eine Fettabsaugung mit grossem Effekt. Die Liposuction zählt in der Schweiz – nebst Bauchdeckenstraffungen, Brustvergrösserungen und Augenlidplastiken – zu den am häufigsten durchgeführten Interventionen im Beauty-Bereich.

«Bereits vor dreissig Jahren gab es den sogenannten scharfen Löffel, mit dem das Fett unter der Haut weggekratzt wurde. Das war eine schmerzhafte Prozedur. Heute kann das Fettgewebe mit feinen Kanülen und einem Saugsystem präzise bearbeitet werden. Es ist eine manuelle, aber auch eine künstlerische Arbeit. Wie viele Liter beziehungsweise Kilogramm man so in zwei Stunden loswerden kann, beantworte ich nur ungern. Darum geht es nicht. Die Liposculpture ist keine Methode zur Gewichtsreduktion, einen Bierbauch bringt man so nicht weg, denn das überschüssige Fett liegt in diesem Fall im Innern des Bauches. Bei den meisten Patienten geht es um die Entfernung von hartnäckigen Fettgewebezonen an den Oberschenkelaussenseiten, im Bauchbereich, an der Taille und am Kinn. Die Nachstraffung der Haut über den bearbeiteten Bereichen ist eine Voraussetzung für ein schönes Resultat. Bei unelastischer und überstehender Haut – beispielsweise nach Schwangerschaften oder Gewichtsreduktionen – muss die Liposculpture mit einer Hautentfernung kombiniert werden. Diese Kombination der Eingriffe nennt man Body-Contouring. Das Schönheitsideal ist weniger starken Veränderungen unterworfen, als man denken könnte. In den USA kommen die Patienten mit einem Bild von Halle Berry in die Praxis und wollen den gleichen Po. Schweizer und Schweizerinnen sind realistischer und besser informiert: Sie wissen, dass die Promi-Bilder aus den Hochglanzmagazinen fast immer am Computer manipuliert worden sind.»

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