Intern

Auf der Suche nach Schönheits-Chirurgen, die sich zu den Entwicklungen ihrer Branche äussern sollten, wurde rasch klar: Es herrscht bisweilen eisige Stimmung unter den Ärzten, einige liegen in offenem Clinch miteinander. Wenn man sie gemeinsam zu Wort kommen lassen will, läuft man Gefahr, dass sich die einen freiwillig zurückziehen, wenn sie von der Teilnahme der anderen erfahren: «Weil es sonst im Nachhinein wieder Theater gibt», wie ein Liposuktion-Spezialist seinen Rückzug erklärte. Unterschiedliche Auffassungen über die richtigen Qualitätsstandards gibt es auch im übrigen Beauty-Bereich, wenn es um falsche Nägel, Intimrasuren und Haarverlängerungen geht. Alle aber sehen einer rosigen Zukunft entgegen: Die Schönheitsindustrie macht auch in der Krise schöne Geschäfte.

Seit den Anschlägen von Mumbai steht Pakistan unter Generalverdacht. Indien vermutet ein Komplott von ehemaligen Generälen und den Terroristen. Am Sonntag liess Islamabad den angeblichen Drahtzieher der Bluttat verhaften. Doch die Hintermänner scheinen weiterhin auf freiem Fuss zu sein. Nun gerät der frühere Geheimdienstchef Hamid Gul ins Visier. Er soll jahrelang Terrororganisationen finanziell unterstützt haben. Unser Ausland-Redaktor Urs Gehriger hat sich in den turbulenten Tagen nach dem Anschlag in Pakistan aufgehalten und den berüchtigten Ex-General besucht. Im Salon seiner Garnisonen-Villa nannte Hamid Gul die Anschuldigungen gegen ihn einen «Sack voller Lügen». Er fordert eine harte Haltung gegen Indien und beharrt auf dem atomaren Erstschlag gegen den Erzfeind.

 

Seit dem 18. September 2003 übermittelt Christoph Mörgeli Woche für Woche seine Kolumne. Schon mit seinem ersten Beitrag über die Rassismuskommission («Wollen Muslime Schläge?») sorgte der damals auf nationaler Ebene noch wenig bekannte SVP-Politiker für rote Köpfe und einen Stapel Leserbriefe. Mörgelis preisgekrönte Kolumne geniesst mittlerweile Kultstatus, auch und gerade bei Lesern, die ihm politisch überhaupt nicht nahestehen. Diese Woche fällt die Spalte zum ersten Mal aus; am Montag hat sich der Historiker bei einem Auffahrunfall eine schwere Rückenverletzung zugezogen und befindet sich in Spitalpflege. Wir wünschen Christoph Mörgeli eine baldige und vor allem komplette Genesung.

 

In Folge 3 unseres Fortsetzungsromans «Doppelpass» von Charles Lewinsky fand eine Verlobungsfeier eines Fussballers mit einer Fast-Miss statt. Es endete mit einer bösen Überraschung. Lesen Sie jetzt Folge 4.

Der improvisierte Transport eines Zentners Archivbücher über die deutsche Grenze, ein Spezialscanner und viele Stunden Schichtarbeit von Spezialisten in Deutschland und Indien machten es möglich: Wir haben einige der bedeutendsten Zeitabschnitte aus unserem Archiv komplett digitalisiert. Ab sofort können Weltwoche-Abonnenten online eine grosse Zahl von Ausgaben durchsuchen und als PDF herunterladen. Auch alle übrigen Leser kommen nicht zu kurz: Blättern Sie unter www.weltwoche.ch/75jahre in unseren Ansichtsexemplaren, zum Beispiel von 1968, 1945 oder vom 17. 11. 1933 (Ausgabe 1).

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Kommentare

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  • Miggu,dasKnechtli
  • 13.12.08 | 10:08 Uhr

Guten Tag, Herr Lewinsky

Jesses ist das ein negatives Frauenbild, das sie uns in Ihrem Fortsetzungsroman präsentieren. Immerhin ist Ihre Heldin Claudia („die Verschlossene“) nicht von jener Boshaftigkeit wie gewisse keifende Weiber aus Gotthelfs Emmental, und dass die Fussballer-Braut heimlich billigen Kitsch liebt, lassen wir noch durchgehen. Aber nach der Lektüre musste ich lange eine gewisse Penelope (die mit den weichen Lippen, etwas weiter vorne im Heft) betrachten, damit sich wieder eine gewisse Zuversicht in meinem Gemüt einschlich.
Als geneigter Leser hoffe ich, dass die biedere Claudia ihren Schwarm, Torschützenkönig und Sturmspitze Tom Keita, noch lange zu inspirieren vermag. Sie fördert zweifellos seine Integration in unser Land. Effizienter wäre jedoch, wenn sich eine Hockey-Mum helvetischer Ausprägung seiner annähme. Oder ein ganzes Frauenchörli, das zuviel Bier getrunken hat.
Hilfe, jetzt werde ich auch frauenfeidlich.

  • Bice63
  • 12.12.08 | 20:31 Uhr

Es gibt Fensterplaetze und Fensterplaetze. Und es gibt Leute, die kommentieren Artikel aus einem besternten Umfeld, wenn die einmal zufaellig nicht besternt sind...

  • Christine
  • 12.12.08 | 10:13 Uhr

sollte heissen, wo auch Nicht-Abonnenten lesen und schreiben können.

  • Christine
  • 12.12.08 | 10:09 Uhr

Ergänzendes Fazit, Miggu:

Abonnenten schreiben dort, wo auch Nicht-Abonnenten lesen können. Einfach, damit das "Forum" noch ein Weilchen Bestand haben kann. Man sucht, wie im alten Forum, die Diskussion miteinander, viel mehr, als dass man unbedingt zu jedem Artikel seine Meinung kund tun will. Das hat die WeWo leider überhaupt nicht geschnallt und knüppelhart eine lebendige Diskussions-Plattform vernichtet.

Es ging viel verloren an Bereicherung.

  • Miggu,dasKnechtli
  • 11.12.08 | 19:57 Uhr

Lustig, lustig. Von den "Top 20 meist kommentiert" sind zur Zeit gerade mal drei Artikel solche mit Sternchen. Fazit: Die Forum-Schreiber sind mehrheitlich Nicht-Abonnenten oder anders gesagt: Die Abonnenten hatten wohl in der Schule alle einen Fensterplatz.

  • Bice63
  • 11.12.08 | 15:03 Uhr

In Wien hat sich letzten Samstag ein Schauspieler in der "Maria Stuart" die Kehle aufgeschlitzt. Die Requisiteurin hatte ihm ein scharf geschliffenes Messer hingelegt. Aus Versehen. Das weiss man.

Wie die WW zur Neuen Website gekommen ist, weiss man nicht.

  • Hackel
  • 11.12.08 | 09:39 Uhr

Demnaechst in diesem Theater:

http://kommentare.zeit.de/contributions/post/

zur Bundesrats-Ersatzwahl und Konkordanz.

Zum neuen Parteiblatt der SVP kann ich eigentlich nur noch mit Friedrich Thorberg (Theater-Kritiken) anfuegen:

"Der Beifall war endenwollend."

So schade um die WeWo, aber es koemmen vielleicht auch mal wieder liberalere Zeiten.

Tina

 
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