Auch der Aargauer Nationalrat Ulrich Giezendanner setzte sich gegen Diffamierungen aus dem Blocher-Lager zur Wehr. Er händigte jedem Fraktionsmitglied eine Kopie eines Artikels der Weltwoche aus, die sich für einen eigenen Bericht über angebliche finanzielle Schwierigkeiten Giezendanners entschuldigte – und eine Kopie des Handelsregisterauszugs. Giezendanner: «Ich wollte so der Rufmord-Kampagne ein Ende bereiten.»
Sonntag, 30. November 2008
Als die Weltwoche vor Jahren vom «Staatsmann Ueli Maurer» schrieb, wieherte die halbe Schweiz: Giacobbo-Witzfigur und Verbalbrutalo – das sind die Komponenten, die Maurers Image geprägt haben. Trotzdem rufen nun plötzlich grosse Teile des Parlaments nach einem Bundesrat Maurer, was die Öffentlichkeit entsprechend verblüfft. Denn sie sah bisher nur den halben Maurer – den Proleten eben. Die meisten Bundespolitiker aber und jene, die mit Maurer abseits der Scheinwerfer zu tun haben, kennen auch dessen andere Qualitäten: seine Verlässlichkeit, seinen Respekt gegenüber Gesprächspartnern, seinen Schalk, seine Bescheidenheit.
Sonntagszeitung, 30. November 2008
Die Notenbank befürchtet, dass eine schwere Rezession sogar in eine Depression ausarten könnte. SNB-Vizepräsident Philipp Hildebrand sagte in der jüngsten Ausgabe der Weltwoche: «Das Ziel muss sein, zu verhindern, dass wir in eine Dreissigerjahre-Dynamik fallen. Das hat erste Priorität.» Die damalige Weltwirtschaftskrise entstand, weil die Wirtschaft allzu lange schrumpfen musste und die Unternehmen immer mehr gezwungen waren, ihre Waren zu tieferen Preisen zu verkaufen.
Basler Zeitung, 29. November 2008
Noch immer lebt der alte Mann gern. Claude Lévi-Strauss, geboren am 28. November 1908 in Brüssel, lange Jahrzehnte Professor am Pariser «Collège de France». Der Tod, an den der Hundertjährige ganz gewiss denkt, hat etwas Irritierendes für ihn. «Denn ich würde gern wissen, was in einem Jahrhundert geschehen wird, in fünf Jahrhunderten und in zwanzig Jahrhunderten. Und sonst nichts.» Die Weltwoche hat ihn besucht und einen Mann vorgefunden, der ein aufmerksamer Beobachter des Menschen und seiner Eigentümlichkeiten geblieben ist.
St. Galler Tagblatt, 28. November 2008













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