Editorial

Frauen

Ueli Maurer ist der beste Interpret der SVP. Aber wer schreibt den Text? Der weibliche Einfluss auf die Weltgeschichte.

Von Roger Köppel

Wie gut ist Ueli Maurer? Der frühere SVP-Parteichef ist ein hervorragender Redner, ein schlagfertiger Palisadenkämpfer in der Fernseh-«Arena», der perfekte Umsetzer und Organisator. Als Lautsprecher seiner Parteianliegen löste er landesweit Irritationen und Zustimmung aus. Die Weltwoche lobte ihn vor sieben Jahren unter allgemeinem Gelächter als «letzten Staatsmann», weil er sich dem Ruf nach Subventionen für die serbelnde Swissair verweigert hatte. Das war richtig und mutig, aber – wie sich später herausstellte – nur teilweise das Verdienst des forsch gegen den Mainstream argumentierenden SVPlers. Ursprünglich hatte auch Maurer die Airline mit Staatsgeldern retten wollen. Intensive Konsultationen mit Parteikollegen brachten den Umschwung.

Was soll damit gesagt werden? Maurer ist der beste Interpret der Zürcher SVP-Linie, aber er braucht den Text, den andere für ihn schreiben. Das spricht sowohl für wie gegen ihn: Einerseits ist er unabhängiger von der Zentrale, als seine Kritiker behaupten. Anderseits werden seine Qualitäten als Führungskraft wohl überschätzt. Völlig falsch ist das Gerücht, Maurer wolle die Frauen an den Herd ketten. Auf Grund spezieller Umstände war der sechsfache Vater als Hausmann entscheidend beteiligt an der Erziehung seiner Kinder.
Sollte er, was keineswegs erwiesen ist, am 10. Dezember gewählt werden, kann die SVP-Fraktion nicht sicher sein, welcher Maurer antritt. Bleibt er linientreu? Schwenkt er zur Machterhaltung auf den Kurs der andern ein? Umgekehrt erhält der frühere Parteichef die Chance, seinen internen Kritikern zu beweisen, dass er nicht bloss, wie es heisst, der begnadete «Trompeter» ist, sondern auch ein fähiger Orchesterleiter.

Die vereinigte Parlamentsmehrheit in Bern arbeitet an einer Neudefinition des Konkordanz-Begriffs. Um alle Missverständnisse zu beseitigen: Konkordanz bedeutet, dass alle relevanten politischen Kräfte an der Regierung zu beteiligen sind. Die Relevanz wird in Parlamentswahlen ermittelt und kann an den Zahlen abgelesen werden. Wenn jetzt einzelne Abgeordnete beginnen, die Regierungsbeteiligung an Inhalte zu knüpfen (Personenfreizügigkeit etc.), wollen sie die Wähler über den Tisch ziehen. Die Arroganz ist bemerkenswert und entspricht nicht dem Geist unserer Verfassung. In der Schweiz geht die Macht vom Volk aus, nicht von der Bundesversammlung. Es ist eine Tatsache, dass im Oktober letzten Jahres die SVP mit einem transparenten und auf Blocher gemünzten Programm die Wahlen gewonnen hat. Diesen Erfolg sabotierte Bundesbern durch die Überraschungswahl einer Kandidatin, die aus parteitaktischen Gründen aus dem Hut gezaubert wurde mit dem Ziel, den Wahlsieger zu schwächen. Es ist legitim, dass die SVP einen Vertreter der an der Urne siegreichen Parteilinie in den Bundesrat haben will und nicht eine Person, die ihren Aufstieg einem Treuebruch verdankt. Blochers Abwahl war ein Akt der Notwehr gegen einen Politiker, der anders nicht zu bremsen war. Nächsten Mittwoch sollte das Parlament den Eingriff korrigieren zur Wiederherstellung einer echten, demokratischen Konkordanz. Das Affentheater muss ein Ende haben.


Schon jetzt wirkt die Wirtschaftskrise auf die politische Agenda ein. Der Staat dehnt sich aus. Die Milliardenhilfen an die Banken rechtfertigen immer neue öffentliche Projekte. Was ist weiter zu erwarten? Die Zuwanderung bringt angespannte Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt. Zu verschärften Konflikten dürfte die Europafrage führen. Das alte Argument wird aufgewärmt: Die Schweiz ist zu klein, um die grösser werdenden Probleme zu lösen. Es wächst die Neigung, sich bei übergeordneten Instanzen anzuschmiegen. Der Druck verstärkt sich dadurch, dass die grössten Wirtschaftsmächte zum Kampf gegen Steueroasen aufrufen.

Letzten Monat tagte die G-20 in Washington. Man einigte sich darauf, härter gegen Kapitalflucht vorzugehen. Am vergangenen Wochenende trafen sich in Doha die Vereinten Nationen, um die Steuerhäfen anzugreifen. Die Stimmung drehte auch in Washington. Der künftige Präsident Obama lancierte bereits mehrere Gesetze (Stop Tax Haven Abuse Act, Incorporation Transparency and Law Enforcement Assistance Act), die sich wenig segensreich aufs Schweizer Bankkundengeheimnis auswirken könnten.
Noch sind die meisten Initiativen blosse Rhetorik. Wie sich der moralische Druck zu politischen Massnahmen verdichtet, bleibt unklar. Sicher ist, dass sich die Schweiz auf neue Konflikte einstellen sollte. Zu befürchten ist ein Zweckbund zwischen der EU und den USA. Der Sonderfall steht vor einer Prüfung.

Am letzten Wochenende konnte endlich die zweite Staffel der amerikanischen Fernsehserie «Rome» besichtigt werden. Das aufwendig produzierte Doku-Drama verhandelt den Untergang der römischen Republik und die politische Wende zum Kaiserreich mit den Protagonisten Gaius Julius Cäsar, Marcus Antonius, Cleopatra und Octavian.

Noch immer fasziniert das tragische Scheitern des militärisch begabten Trunkenbolds Antonius, der in der Seeschlacht bei Actium (31 v. Chr.) unerwartet seine Truppen im Stich lässt, um der geliebten ägyptischen Königin hinterherzusegeln. Selten zeigte der männliche Geschlechtstrieb bedeutendere Nebenfolgen. Hätte Antonius, Held des Gallienkriegs, seinen schwächlichen Gegenspieler Octavian besiegt, wäre die abendländische Geschichte ganz anders verlaufen.
Historiker gehen davon aus, dass sich der Schwerpunkt des Reichs nach Osten verlagert hätte. Alexandria wäre zur neuen Hauptstadt geworden, der griechisch-dekadente Einfluss hätte sich verschärft. Vielleicht wäre es nie zum Gegensatz zwischen Römern und Christen gekommen, so dass der Prediger Jesus in aller Ruhe an Altersschwäche gestorben wäre und nicht am Kreuz mit den entsprechenden Folgen für den Westen. Zufälle und Anekdoten lenken die Geschicke der Menschheit – und Frauen. Bei Actium waren es die Leidenschaften eines zur Alkoholsucht neigenden, alternden römischen Aristokraten für eine aus dem heutigen Jugoslawien stammende, viel jüngere Kollegin, die nicht unbedingt hübsch, aber offenbar sehr apart und äusserst interessant war. Womit auch die Feststellung abschliessend belegt wäre, dass der weibliche Einfluss auf den Gang der Weltgeschichte grösser ist als angenommen.

Kommentare

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  • Zara Zarathustra
  • 08.12.08 | 20:54 Uhr

Mutti schau, ein Phantast ! Der glaubt, es käme ein Rezessiönchen, wie alle 7 Jahre, und nicht der Untergang einer Zastergesellschaft, wie sie bisher noch alle untergegangen sind.

  • Anton
  • 08.12.08 | 18:20 Uhr

Es gehört zum kapitalistischen System, dass dieses auf Übertreibungen und Fehlverhalten mit einer heftigen Korrektur reagiert. Immerhin erholt sich ein zur Vernunft gekommenes kapitalistisches System immer wieder und dies führt zu jeweils noch höherer Blüte. Was man von den Trümmern des Kommunismus ja nicht eben behaupten kann. Einmal tot, immer tot.

  • Korse
  • 08.12.08 | 14:44 Uhr

Etwas mehr Ernsthaftigkeit Gutemine,

"Fröhliche Grüsse und einen schönen Weltuntergang" der WU hat bereits begonnen, HIER in diesem Forum, das Zara und seine ewiglichen FFF Beiträge, äh äh Zinsen Zins Beiträgen so quasi als letztes überlebendes Fosil welches noch in die Tasten haut .........................

  • Zara Zarathustra
  • 08.12.08 | 13:34 Uhr

Ich weiss, Ihr lacht noch, Gutemine, aber nicht mehr lange.
Man hätte spätestens dann zu lachen aufhören und zu denken anfangen sollen, als sich das Tempo des Artensterbens um Faktor 10 beschleunigte, und nicht erst jetzt, bei Faktor 1'000, da unsere eigene Spezies vor dem Aus steht.

Dir auch !

Z.

  • gutemine
  • 08.12.08 | 13:11 Uhr

Ja, ja, die Geschichte mit der grossen bevorstehenden Katasthrope und den paar wenigen, die überleben, kenne ich aus dem ff, Zarathustra.

Fröhliche Grüsse und einen schönen Weltuntergang

Gutemine

  • Zara Zarathustra
  • 08.12.08 | 10:39 Uhr

Die Diskussion erübrigt sich nie, Gutemine. Denn ein paar wenige von uns werden überleben. Und wenn Du gut vorbereitet bist, kannst u.U. gerade auch Du zu diesen Glücklichen oder Unglücklichen(ist Interpretationssache) gehören.

fröhliche Grüsse / Zara

  • gutemine
  • 08.12.08 | 09:16 Uhr

Ah, ja, klar, absolut informativ und logisch, Deine Beispiele. Aber da wir nun kurz vor dem Super-Gau stehen und demnächst wieder in die Steinzeit katapultiert werden, erübrigt sich ja eine weitere Diskussion.

  • Zara Zarathustra
  • 07.12.08 | 21:27 Uhr

Rom, Mesopot, Aegypten, Griechen, Frankreich, Deutschland, Inka, Azteken, Zimbabwe, Persien, China etc. etc. etc. etc.

  • gutemine
  • 07.12.08 | 20:34 Uhr

"...weil sich alle an irgend einer Form der Zinseszins-Knechtschafts-Gesellschaft festklammern. Festklammern an etwas, das niemals nirgends über längere Zeit funktioniert hat und immer gleich endete: im Chaos."

Könntest Du bitte ein paar konkrete Beispiele liefern für dieses immer "gleich enden im Chaos"?

  • Zara Zarathustra
  • 07.12.08 | 18:43 Uhr

Nicht sehr originell, diese Vision, Gutemine. Der Kapitalismus ist in jeder Form eine Utopie, weil ein Zinseszinssystem mit mathematischer Notwendigkeit immer in sich selbst sein Ende finden muss. Diese Leute in diesem Film sind sicher liebe Menschen, aber von der Exponentialfunktion haben die alle nicht den blassesten auch nur irgend eines Schimmers. Und genau diese Ignoranz wird uns ins Verderben führen. Man wird völlig unvorbereitet sein auf das, was kommt. Schlicht und ergreifend deshalb, weil sich alle an irgend einer Form der Zinseszins-Knechtschafts-Gesellschaft festklammern. Festklammern an etwas, das niemals nirgends über längere Zeit funktioniert hat und immer gleich endete: im Chaos.
Dies im Gegensatz zu den Regenwaldkommunisten, die noch heute auf die selbe Art und Weise leben wie in grauer Vorzeit. Zumindest dort, wo sie vom kapitalistisch-monotheistischen Missionsterror unbehelligt blieben.

  • gutemine
  • 07.12.08 | 16:34 Uhr

Es gibt durchaus auch Menschen, welche, statt darüber zu jammern, dass alles nicht mehr ist, wie es nie war (Dein Komunenmodell ist für mich eine nach rückwärts gewandte Utopie), ihr kreatives Potential dafür aufbringen, neue, zukunftsgerichtete Modelle für die Gesellschaft zu entwickeln. In meinen Augen eine weitaus spannendere Tätigkeit, als Deine Schwarzmalerei.

Z. B.:
http://www.dailymotion.com/video/x6ycy9_grundeinkommen-ein-filmessay_news

Dafür braucht es aber doch einen "Glauben", nämlich nicht den an Gott, sondern den Glauben an den Menschen. Dieser scheint Dir, und das ist sehr zu bedauern, gänzlich abhanden gekommen zu sein.

  • Zara Zarathustra
  • 07.12.08 | 15:40 Uhr

Nein, Minchen. Ist einfach nur logisch. Und Historik. Und Athropologie.
In staatenlosen Kommunen gab und gibt es bis heute niemals Geld (=Schulden). Wozu auch !
Wogegen Primaten-Gemeinschaften von mehr als 150 Individuen (Dunbar) sofort instabil werden und mittels (Obrigkeits-/Staats-) Gewalt und Abgaben geknechtet und im Zaum gehalten werden müssen. So entstehen zwangsläufig Schulden. Jeder ist gezwungen, die Abgaben zu erwirtschaften. Und das ging immer nur mittels Kredit und Zinnß.

  • gutemine
  • 07.12.08 | 11:43 Uhr

Dass der "Niedergang" der einst in einem glücklichen und friedlichen Zustand lebenden Menschheit darauf zurückzuführen ist, dass irgendwo irgend eine Kommune (aus unerfindlichen Gründen, also der reine böse Zufall) dazu kam, andere Komunen zu überfallen etc., tönt für mich in etwa so plausibel wie andere Sündenfallsmythen. Z. B., dass wir alle in Erbsünde leben, weil einst Adam sich verführen liess, in den Apfel zu beissen. Es ist ein ideologisches Konstrukt, welches mit wissenschaftlichen Mitteln nicht verizifierbar ist, also reine Glaubenssache. Es erstaunt mich schon ein wenig, dass gerade Du, der nichts aufs "Glauben" hält, einer solchen Theorie anhängst.

  • Zara Zarathustra
  • 06.12.08 | 21:00 Uhr

Wann genau es zu diesem Sündenfall aller Sündenfälle kam weiss man leider nicht, Gutemine. Jedenfalls ist es schon lange lange her, dass irgendwo irgend eine Kommune auf die wahnwitzige Idee kam, andere Kommunen zu überfallen und zu Abgaben (Zinnß) zu zwingen. So entstand die Schuld, das Monstrum Staat und das staatlich beschützte und mit weiteren Schulden belehnbare "Eigentum" und mit ihm der Kapitalismus und der alleszermalmende Zinseszins, dessen unerbittliche Exponentialfunktion das System jetzt wieder einmal zu Fall bringt. Von all' dem haben unsere plakatgebildeten staatshassenden Kapitalisten, die den Staat am allermeisten nötig haben, allerdings nicht den blassesten eines Schimmers.

Grüsse / Zarathustra

  • gutemine
  • 06.12.08 | 18:10 Uhr

Wie kam es denn zu diesem "grossen Sündenfall", Zarathustra, wenn doch vorher alle im Friede-Freude-Eierkuchen-Komunensystem glücklich und zufrieden lebten? Es muss doch eine Ursache für diese höchst bedauernswerte Wirkung (Abfall in den Kapitalismus) geben.

Der christliche Sündenfallmythos kommt übrigens, logisch konsequent, auch nicht ohne die Schlange (Teufel) aus.

Also, wir hören ....

  • Zara Zarathustra
  • 06.12.08 | 15:32 Uhr

Der vermeintliche Fortschritt ist Rückschritt. Bereits im alten Forum durften die Leser (und auch der Chefredaktor) vom Zara folgendes lernen:

Das Abendland und die Kultur des Abendlandes

entstanden ja gerade als Folge des Grossen Sündenfalls, der Abkehr vom Kommunensystem mit der Eroberung und (Schuld-) Knechtung dritter Kommunen, inklusive Expansion in den kalten, garstigen Norden, wo Primaten ohne Fell weissgott nichts zu suchen und alles zu verlieren haben und auch verlieren werden, in den heutigen nationalstaatlichen Monsterkollektiven, von welchen nach deren Fall hoffentlich schriftliche Dokumente übrig bleiben werden als Mahnmale dieses einen unsterblichen Schandflecks der Menscheit: des Kapitalismus.

liebe Grüsse / Z.

  • Hackel
  • 06.12.08 | 11:28 Uhr

Ja, Gutemine, "griechisch-dekadent" ist sowas Aehnliches wie:
"Dunkel war's, der Mond schien helle..." und wie diese Paradoxa (Paradoxi? klassisches Griechisch muesste man halt koennen) sich weiter haeufen im Kindervers :-)
Mit sowas sind halt sowohl Google wie Wikipedia ueberfordert, aber doch wenigstens Herr Koeppel nicht.

Ich geh jetzt an meinem ersten Winterpulli seit zehn Jahren stricken.
Schoen, Euch hier versammelt zu sehen!
Tina

  • gutemine
  • 06.12.08 | 11:15 Uhr

Was mag wohl Herr Köppel mit dem "griechisch-dekadenten" Einfluss gemeint haben?

Vielleicht das ? :

Die Ptolemäer machten Alexandria zu einem Zentrum der Kultur und des Fortschritts. Alexandria war die beste Ausbildungsstätte für Ärzte und verfügte über eine umfangreiche Bibliothek. Am Hof des Königs wurden Philosophen und vor allem Naturwissenschaftler gefördert. (Wikipedia)

Schon sehr dekadent, dieser Einfluss. Immerhin muss man Köppel zugute halten, dass Google keinen einzigen Eintrag liefert für die Wortkombination "griechisch-dekadent". Hauptsache, man schreibt etwas "originelles" und immer das Gegenteil dessen, was als "Mainstream" gilt.

  • Hackel
  • 06.12.08 | 08:31 Uhr

Wow, Zara, da hat Herr Broder sich allerdings ein Eigengoal hin gepfeffert, wenn ich das mal so un-pornographisch ausdruecken darf.

Und was seine Ansprueche angeht, da greift er gleich beidhaendig tief in die ... uhm: us-amerikanischen Haftpflichtvordstellungen. Eine Viertelmillion Euro plus Zinsen, sich daran die Wunden der Eitelkeit sauber zu lecken!

Schoens Weekend allerseits!
Tina


PS. Hab grade von Laszlo Nemeth: "Wie der Stein faellt" gelesen; diese auch schon ueber sechzig Jahre alten Szenen einer Ehe zwischen einem "g'standenen Mannsbild" und einer statuenhaft kuehlen Schoenen (heute wuerde man sie wohl als asexuell verstehen) finde ich auch im 21. Jahrhundert spannend, kuehn und auch ungemein ungarisch :-)

  • Jeanna
  • 05.12.08 | 22:05 Uhr

Seite 8. Genau. Diese Kreatur (= nicht einklagbare Bezeichnung !) tritt gerne und häufig (notorisch) als Mimose aller Mimosen auf und beschäftigt die Gerichte.

Was für ein erbärmliches Dasein. Und Selbstverständnis !

  • Zara Zarathustra
  • 05.12.08 | 21:45 Uhr

Kann nur noch bergab gehen wenn auf diesem Niveau geschrieben wird.
Und der notorische WeWo-Schmäh-Journi von der Achse der Ochsen klagte in Berlin noch gegen eine vermeintliche Schmähung gegen ihn.
Was das Gericht davon hielt, kann man hier nachlesen:
(man beachte insbesondere die letzten Abschnitte auf Seite 8)

http://www.arendt-erhard.de/deutsch/Evelyn%20Hecht-Galinski/LG%20Berlin,%20Urteil%2026.11.08,%2027%20O%20672.08.htm

  • gutemine
  • 05.12.08 | 19:51 Uhr

Der Zustand des Chefredaktors war offensichtlich nicht gerade der beste, als er dieses Editorial schrieb. Vielleicht hat ihm schon der Titel "Frauen" den Kopf so verdreht, dass er einfach nichts mehr Vernünftiges schreiben konnte. Womit wir dann wieder beim Thema wären.

  • Jeanna
  • 05.12.08 | 19:30 Uhr

Nun, Zoran; Die 75 Jahre, welche der derzeitige Blattmacher da feierte, sind nicht "seine" 75 Jahre. Er feiert etwas anderes, und da kommt's auf gewisse Details nicht immer so an.
Wundere Dich also nicht zu sehr.

  • Hackel
  • 05.12.08 | 19:11 Uhr

Hallo Gutemine!
Duerfen Heftli-Kaeufer wohl auch ins Forum? Aber eben nur dort, wo kein * ist, weil man ja dann keine Abo-Nr. hat?

Vielen Dank fuer Deine hot and spicy Illustrationen (scharf gewuerzten)
Illustrationen zum Thema Kleopatra und ihr(e) Lover. Besonders bei dem schwarz-weissen alten Meister musste ich wirklich ganz lange hingucken ... weil ich meine Brille nicht aufhatte, drum ,-))

Schoenen Abend und guet Nacht!
Tina

PS. Hier blaest uns ein Sturm um die Ohren!

  • zoran.lazarov@gmx.net
  • 05.12.08 | 17:17 Uhr

Sehr geehrte Weltwoche

Wann wurde der vorletzte Satz des Editorials "Frauen" geschrieben?

Ist der griechisch-dekadente Einfluss so stark geworden, dass man lieber ein nicht (mehr, leider) existierenden Staat wiederauferstehen lässt, anstatt einfach Makedonien zu erwähnen?

Und wie traurig is es, wenn niemand sich traut den Text des Verlegers zu überprüfen und ein rettendes Prefix "ex" einzufügen? Anscheinend sind 75 Jahre nicht genug für ein wenig mehr Mut.

Gruss,
Wohlwollender

  • gutemine
  • 05.12.08 | 14:12 Uhr

Hallo Tina,

in diesem Forum findet man sich nicht mehr so leicht wie früher, da hast Du recht. Abgesehen davon, dass ich als Nicht-Abonnentin die Kommentare zu den Sternchen-Artikel nicht lesen kann, finde ich die neue Website der WeWo aber doch um einiges ansprechender als die alte und das Kommentarsystem eigentlich auch besser, da es mehr dazu einlädt, zu den Artikeln selbst Stellung zu beziehen, statt ins Blaue hinaus Small-Talk oder persönliche Beleidigungsschlachten zu betreiben.

Dir auch herzliche Grüsse und alles Gute, falls wir uns in diesem Labyrinth nicht mehr begegnen sollten.

Deine Forums-Gutemine

  • Hackel
  • 05.12.08 | 08:46 Uhr

Tschau zaeme!

Ende dieses Monats laeuft mein Abo ab, und ich hab keine Lust, es zu erneuern - nicht fuer die neue Weltwoche.
Das Forum, wie es war, haette mir diesen Entschluss schwer bis unmoeglich gemacht - wie es nun ist, kann ich mich nicht mal mehr nach meinen Lieblings-Foruemmlern umsehen.

Wie getreulich Ihr mich begleitet hat, gerade auch in schwierigen Zeiten ennet dem Grossen Teich - dafuer moechte ich Euch nochmals ganz herzlich danken!
Sollte sich oeppe doch noch jemand fuer die Lebens-Erinnerungen, Begegnungen und Geschichten von Alex interessieren:
"CHEVERE! Vom Baltikum in die Tropen" (das Original Manuskript mit Photos)
verschicke ich als pdf-Datei an Eure e-mail-Adresse, wenn noetig in 8 Teilen, die ganze Datei umfasst mehrere MB.
Anfragen erreichen mich am schnellsten via tinahackel@yahoo.de

Ich arbeite an einer korrigierten Neu-Fassung und ausgedruckten Version; aber es sind halt immerhin ca 380 Seiten!

Herzliche Gruesse an Euch alle und, in diesem Sinne: auch von Alex an alle, die uns in den letzten Jahren begleitet haben!
Tina

  • gutemine
  • 04.12.08 | 08:28 Uhr

"Der weibliche Einfluss auf den Gang der Weltgeschichte ist grösser als angenommen." Richtig, Herr Köppel. Er war, genau genommen, schon immer fest in den Händen der Frauen. He, he.

"Vielleicht wäre es nie zu einem Gegensatz zwischen Römern und Christen gekommen, so dass der Prediger Jesus in aller Ruhe an Altersschwäche gestorben wäre." ???

Jesus wurde bestimmt nicht infolge eines Gegensatzes zwischen Römern und Christen gekreuzigt, weil es die Christen zur Zeit Jesu schlicht und ergreifend noch nicht gab. Aber, aber, Herr Historiker ...

 
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