Weltwoche-Editorial

Intern

Von red

Über 120 000 wissenschaftliche Studien sind in den letzten zwanzig Jahren über die Unterschiede zwischen Mann und Frau erstellt worden. Jetzt liegt die grösste Übersichtsarbeit zum Thema vor, und sie bestätigt einen Befund, der Gleichstellungsbeauftragte nicht freuen wird, schreibt Rolf Degen. Unser Autor hat sich durch die Auswertung gelesen, der über 7000 Einzelstudien zugrunde liegen, und kam zum Schluss: Männer und Frauen sind zwar grundsätzlich gleich intelligent, doch die Evolution hat ihre Schwächen und Talente sehr unterschiedlich ausgebildet. Ein Mann will kämpfen, eine Frau will für die Ihren sorgen.

Von einer Weltsensation kann unser Kai Michel berichten - und das exklusiv: Archäologen sind im deutschen Ort Eulau auf die älteste Familie der Welt gestossen. Der Grabfund ist eine Momentaufnahme eines Nachmittags vor 4600 Jahren. Es muss ein grauenhafter Nachmittag gewesen sein, die Menschen wurden ermordet. Sensationell an den Toten von Eulau ist der früheste Nachweis einer Familie, doch nicht aufgrund archäologischer Hinweise, sondern mittels DNA-Analyse. Zum ersten Mal zeigen Untersuchungen, wie man vor fast 5000 Jahren zusammengelebt hat.

Vergangene Woche ist der ausserordentliche eidgenössische Untersuchungsrichter Ernst Roduner zurückgetreten. Im Communiqué des Bundesstrafgerichts werden «gesundheitliche Gründe» für die Demission genannt. Recherchen von Inland-Redaktor Philipp Gut zeigen, dass der Gerichtspräsident persönlich und ultimativ Resultate forderte. Dem Druck hielt Roduner nicht stand. Seit viereinhalb Jahren wird gegen den Zürcher Banker Oskar Holenweger ermittelt. Der Anfangsverdacht lautete auf «bandenmässige Geldwäscherei» und wurde vom Doppelagenten Ramos provoziert. Ergebnisse liegen bis heute keine vor. Für Holenweger aber geht der Spuk weiter - auch nach Roduners Rücktritt.

Üblicherweise empfängt Benedikt Taschen keine Presse. Der erfolgreichste Kunstbuchverleger der Welt findet, man kann das verstehen, seine Freunde, Filmstars und Künstler wie David LaChapelle und Jeff Koons, amüsanter als Journalisten. Dass er Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen und Gespräch mit der Weltwoche fand, geschah aus purer Sympathie für das Blatt. Kulturredaktorin Daniele Muscionico traf in Köln einen grosszügigen Gastgeber und leidenschaftlichen Sammler.

Unsere Online-Ausgabe gibt es ab sofort auch in optimierter Form für das iPhone: unter www.weltwoche.ch/iphone finden Mobilsurfer ausgewählte Artikel, angepasst auf den Bildschirm des neuen Wundertelefons. Unser Technik-Kolumnist David Schnapp hat das «Jesus Phone» intensiv getestet und sagt, ob man es wirklich kaufen muss.

Die Wirtschaftsredaktion erhält Verstärkung durch Carmen Gasser. In den letzten sechs Jahren hat sie sich beim Wirtschaftsmagazin Bilanz als hartnäckige Rechercheurin einen Namen gemacht. Wir freuen uns über die neue Kollegin. Herzlich willkommen!

Ihre Weltwoche

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