Viagra

Lust auf Rezept

Seit zehn Jahren erfreut sich die Männerwelt an den blauen Viagra-Pillen. Ebenso lange wird schon nach einem Viagra für die Frau geforscht. Doch die weibliche Libido erweist sich als kapriziös.

Von Kai Michel

Ob Madonna es nicht nötig hat? Stolze sechs Millionen Franken betrug das Honorar, das man der Pop-Diva anbot, um für die Wunderpille «Slimnsexy» zu posieren. Die verspricht nicht nur, schlank zu machen, sondern vor allem, Lust zu bereiten, Lust auf Sex. Das Angebot war gut gewählt: Madonna ist im gewissen Alter. Am 16. August wird sie 50.

Die Erotik-Queen lehnte ab. Vielleicht klang das Rezept der Lustpille – Guarana, Ginseng, Ziegenkraut – zu sehr nach Kräuterhexen-Liebestrank. Vielleicht will sie auch nur warten: Die Pharmabranche arbeitet seit Jahren daran, ein Viagra für die Frau zu entwickeln. Die Pille, die der weiblichen Libido auf die Sprünge helfen soll, scheint zum Schlucken nah. Da lockt das ganz grosse Geschäft.

Bekommen die Frauen endlich das, was die Männer schon ein Jahrzehnt lang beglückt? «Viva Viagra», jubeln jetzt alle zum Geburtstag der kleinen, blauen Pille. Seit April 1998 gibt es das sexuelle Glück für Männer auf Rezept. Die Gratulanten berauschen sich an den Zahlen: Über 35 Millionen Männer haben weltweit zu Viagra gegriffen. Allein 2007 betrug der Umsatz 1,76 Milliarden Dollar (die Konkurrenzprodukte Cialis und Levitra kommen zusammen fast auf die gleiche Summe). Höchste Zeit, die andere Hälfte der Menschheit zu beglücken.

Zumal es verstörend ist, dass in Zeiten, in denen sich alles um Begehren und Begehrtwerden dreht und der Orgasmus die letzte -metaphysische Erfahrung zu sein scheint, viele Frauen Probleme mit der Sexualität haben. In einer oft zitierten Studie des amerikanischen Soziologen Edward Laumann wird der Anteil der Frauen mit gestörtem Liebesleben in den USA auf 43 Prozent beziffert. Was liegt näher, als auch ihrem Glück medikamentös nachzuhelfen? Statt einer blauen Pille gibt es für sie eben eine in Rosa. Doch irgendwie hapert’s: Die Jagd nach «pink Viagra» dauert schon Jahre. So einfach sind die Frauen nicht zu beglücken.

Für die Männer jedenfalls ist Viagra eine Revolution. Früher mussten sie zu Vakuumpumpe oder Stützring greifen. Heilung versprach nur die Psychotherapie – meist ohne Erfolg. Dann brachte die Pharmafirma Pfizer die Erlösung: Der Wirkstoff Sildenafil sorgt für pralle Schwellkörper im Penis, indem er das Enzym PDE-5 hemmt, das den Blutfluss reguliert. Aus dem Problem der Psyche war eins der Physis geworden. Seither droht dem Mann keine Couch mehr. Er muss beim Arzt kaum mehr als das Stichwort «erektile Dysfunktion» oder kurz «ED» fallenlassen, schon naht Rettung. Schweizer Männer tun das besonders gern: In Europa gehören sie zur Spitzengruppe der Viagra-Konsumenten.

Zugleich war ein Mythos geboren: Sexuelles Glück ist machbar. Potenz ist keine Frage des Alters mehr, nur eine der Chemie. «Das passt zum Denken vieler Männer», sagt Claus Buddeberg. «Anders als Frauen haben sie eine sehr mechanische Vorstellung von Sexualität.» Buddeberg muss es wissen. Dem Leiter der Abteilung für Psychosoziale Medizin am Universitätsspital Zürich untersteht seit 1989 die Sexualmedizinische Sprechstunde. «Das ist das alte Dampfkessel-Modell», erklärt er. Der sexuelle Trieb staut sich an und drängt auf Entladung – in Form einer Erektion mit Ejakulation. Wenn es am Druckaustrittsventil hapert, ist das ein mechanisches, folglich lösbares Problem. Tatsächlich liess sich Irwin Goldstein, Professor für Urologie an der Boston University School of Medicine und eine der Galionsfiguren einer auf Biochemie setzenden Sexualmedizin, im Spiegel zitieren: «Ich bin Ingenieur. Ich kann alle Gesetze der Hydraulik auf sexuelle Störungen anwenden.»

Sind die Frauen einfach komplizierter?

Seitdem herrscht der Eindruck, Männer hätten keine sexuellen Probleme mehr. Kein Wunder also, wenn die Industrie mit Hochdruck nach einem Liebespulver für die Damenwelt sucht: Lange forschte Pfizer, um Viagra selbst als Viagra für die Frau einzusetzen. Erst 2004 gab man auf. Procter?&?Gamble war mit einem Testosteron-Pflaster namens Intrinsa im Rennen. Die amerikanische Food and Drug Administration verweigerte die Zulassung. Dann sorgte der Nasenspray PT-141 für Schlagzeilen. Doch Hersteller Palatin bekam die Nebenwirkungen nicht in den Griff.

Im Augenblick liegen die Hoffnungen auf Boehringer Ingelheim. Der auf die Sexualzentren im Hirn zielende Wirkstoff Flibanserin befindet sich in der klinischen Erprobung. Die Deutschen sind bescheiden: «Das wird kein pink Viagra», sagt Sprecherin Julia Meyer-Kleinmann, «nichts, was Sie einfach so für ein lustvolles Wochenende nehmen können.» Die amerikanische Pharma-Firma BioSante hingegen setzte ganz auf Schlagzeilen in Sachen Viagra für die Frau. Als jetzt jedoch die nächste Testphase für ihr Testosteron-Gel anlief, befand der Börsen-Blog «24/7 Wall St.» bloss: «Die Aktien zeigen sich nicht stimuliert.» Langsam kennt man das Spiel. Grossem Versprechen folgt kleine Meldung: Forschung eingestellt.

In den USA wird die Pharmaindustrie heftig kritisiert: Der Hype um die Libidobooster wecke falsche Hoffnungen: «Es entsteht der Eindruck, Sex sei ein grosser Orgasmusschrei nach dem anderen», klagt Leonore Tiefer, «aber das ist nicht das, was die meisten Menschen im Bett erleben.» Die Psychotherapeutin von der New York University beklagt, dass mit der Sexualität verfahren werde, als habe man es mit einem Verdauungsproblem zu tun.

Diese «Medikalisierung» bringe alle Frauen, die kein grosses Interesse an Sex hätten, in den Ruch des Anormalen, Kranken. Ausserdem kümmere sich niemand um einfache Erklärungen: Vielleicht liegt es mitunter am Partner, der keinen Schimmer von Technik hat. Oder vielleicht ist sie nicht in Stimmung, weil sie sich mit den Kindern herumplagte. Statt Hormonersatztherapie sei oft ein Ehemannersatz das probate Mittel.

Platzt ein Pharmatraum, heisst es meist, Frauen seien eben komplizierter als Männer. Damit macht man sich die Sache zu einfach. Denn erstens: «Männer sind keineswegs so einfach gestrickt», sagt Johannes Bitzer, Abteilungsleiter Gynäkologische Sozialmedizin und Psychosomatik an der Uni-Frauenklinik in Basel. «Selbst dort, wo Erektionsstörungen mit Viagra behoben werden, haben viele Patienten nicht das Gefühl, ihr sexuelles Problem sei gelöst», sagt der Arzt. «Zudem finden wir auch bei Männern zunehmend das Problem des Libidoverlustes.» Da hilft kein Viagra.

Unerklärlicher Libidoverlust

Und zweitens: «Es wurden Millionen in den Sand gesetzt, weil man das männliche Sexualkonzept einfach auf die Frauen übertrug», sagt der Zürcher Sexualwissenschaftler Buddeberg. Analog zu ED konstruierte man FSD: Female Sexual Dysfunction. Aber während ED nur ein Standfestigkeitsproblem bezeichnet, umfasst die «weibliche sexuelle Funktionsstörung» vier Symptomkomplexe, die einzeln oder zusammen auftreten: erschwerte Erregbarkeit, Orgasmusschwierigkeiten, Schmerzen beim Verkehr und Lustverlust. Ob es für all das ein Medikament geben kann? Selbst wenn man sich auf die am häufigsten auftretende Libidostörung konzentriert, wird es nicht leichter. Bitzer gibt drei
Beispiele aus der Klinik:

Frau M. ist 32 Jahre alt, gut aussehend: «Es ist bei mir sexuell wie abgestellt.» Sie hat zwei Kinder, ist immer gesund gewesen, ernährt sich gut, treibt Sport. «Mir ist das unerklärlich», sagt sie, «ich liebe meinen Mann, aber das Begehren hat irgendwie aufgehört.»

Frau Z., eine gepflegte, zurückhaltende 52-Jährige, hat seit zwei Jahren keinen Verkehr. Schon seit vielen Jahren sei ihr Sex zuwider, erzählt sie. Dann berichtet sie vom Missbrauch durch den Grossvater. «Das hat mir alles kaputtgemacht.» Ihr Partner hatte Verständnis, setzt sie aber nun unter Druck, er werde sich das, was er brauche, anderswo holen.

Bei der 52-jährigen Frau B. wurde ein Krebsttumor brusterhaltend operiert. Die nachfolgende Bestrahlung ertrug sie schlecht. Unter der Anti-Östrogen-Behandlung fühlt sie sich antriebslos. Ihrem Mann fällt es schwer, eine leidenschaftliche Beziehung aufrechtzuerhalten. Frau B. reagiert mit Rückzug und einer deutlichen Abnahme der Libido.

Kann eine Pille alle drei Frauen einfach so in wilde Lust versetzen?

Zwischen Körper und Seele

Die Beispiele zeigen, wie eng Physiologie und Lebensgeschichte miteinander verwoben sind. Biologie und Psychologie dürften deshalb nicht gegeneinander ausgespielt werden, sagt Bitzer. Vor allem: Es gibt keinen definierbaren Normalzustand. «Anders als eine Erektionsstörung ist ein Libidomangel nicht messbar, sondern beruht auf subjektiver Bewertung.» Auch der deutsche Arzt Johann Sievers sagt: «Wenn eine Frau keine Lust hat, ist das an sich kein Problem. Das ist wie keinen Hunger haben.» Sievers hat die einzige Spezialpraxis im deutschsprachigen Raum, in der es ganz medizinisch ums gestörte Liebesleben geht. «Entscheidend ist, dass der Mangel als Leid erfahren wird.»

Das ist oft der Fall: «Frauen mit Libido fahren meist ein bestimmtes Programm», erzählt Sievers, «sie machen sich hübsch, stehen in Konkurrenz zu anderen Frauen, registrieren Blicke als Wertschätzung.» Fällt das weg, machen sich Orientierungslosigkeit und Leere breit. Besonders leidet die Partnerschaft: «Man hat nicht oft Verkehr. Die Partner fühlen sich abgelehnt. Viele Paare trennen sich.»

Früher habe man die Sache mit dem Urteil «frigide» oder «altersbedingt» erledigt. «Seit Viagra gibt es ein stärkeres Bewusstsein für -biologische Ursachen», sagt Sievers. Deshalb klärt er zunächst die medizinische Seite ab: Da werden Hormonkonzentrationen bestimmt, die Feuchtigkeit der Vagina und Blutflüsse in der Klitoris gemessen. Und dann kann er mitunter gezielt mit Medikamenten helfen: Nach einer Eierstock-Operation hilft die Verabreichung von Testosteron. Und bei manchen Erregungsstörungen verbessert tatsächlich Viagra die Situation. Aber der Arzt arbeitet auch eng mit Psychotherapeuten zusammen: «Sexualität spielt sich im diffizilen Zwischenbereich von Körper und Seele ab.»

Neue medizinische Möglichkeiten machen vieles behandelbar, was bisher als Altersphänomen verbucht wurde. Man sollte sich aber hüten zu glauben, die Probleme fingen erst mit den Wechseljahren an, sagt Bitzer. «In den letzten Jahren zeigte sich, dass sexuelle Störungen bei jungen Frauen viel häufiger sind, als wir annahmen.» Besonders oft klagen sie über Schmerzen beim Sex. Auch hier sei die Suche nach Gründen schwierig, sagt Bitzer: «Liegt es daran, dass heute genitale Sexualität unter Jugendlichen sehr früh praktiziert wird? Haben Verhütungsmethoden einen negativen Einfluss? Oder kommt es daher, dass offener über sexuelle Probleme gesprochen wird?» Früher fiel vieles unter den Tisch: Es passte nicht zum Bild der jungen Frau.

Tatsächlich sind die Dinge im Wandel. «Früher kamen die Frauen wegen Orgasmusproblemen zu uns», erzählt Claus Buddeberg. Heute ist das kaum der Fall. «Viele Frauen sind mittlerweile sexuell emanzipiert», sagt er, «sie kennen die eigene Reaktionsfähigkeit. Und sie lassen sich weniger unter Druck setzen, einen Orgasmus erleben zu müssen.» Stattdessen klagen heute mehr als fünfzig Prozent seiner Patientinnen über mangelnde Lust auf Sex.

Dafür kann es eben biologische Ursachen geben: hormonelle Umstellungen nach einer Geburt oder in den Wechseljahren. Auch Leiden wie Bluthochdruck oder Depressionen hemmen die Lust – manche Medikamente ebenso. Nach Buddeberg produzieren aber vor allem drei Faktoren Unlust: die Allgegenwart sexueller Reize in der Öffentlichkeit: Wenn überall perfekte Nackedeis prangen, ist Desinteresse eine Reaktion auf die manipulative Vermarktung erotischer Fantasien. Zweitens sind die individuellen Erfahrungen mit Sexualität prägend. Drittens spielt die Partnerschaft eine entscheidende Rolle: «Dort sehen wir sehr oft eine Wüste», sagt Buddeberg. «Wenn es Ihnen gelingt, die Beziehung zu beleben, belebt sich auch die Libido wieder. Aber das ist leicht gesagt.»

Kaum länger anhaltende Probleme

Johannes Bitzer kennt aus der Frauenklinik zahlreiche solche Fälle. «Zu uns kommen aber auch viele Frauen, die das Thema Lustverlust sehr vorsichtig berühren», erzählt Bitzer, «die fragen: Haben Sie nicht vielleicht ein Medikament für mich?» Der Arzt muss sie enttäuschen: Einfache Lösungen gibt es nicht. «Wenn wir dann abgeklärt haben, dass es nichts mit den Hormonen zu tun hat, sondern eine Paartherapie braucht», erzählt Bitzer, «erhalten wir oft als Antwort: ‹Danke, aber das ist mir dann doch zu viel.›»

Pille ja, Therapie nein. Damit sie wirklich etwas an ihrem Leben ändern, ist der Leidensdruck nicht gross genug. Spannend ist das, sieht man sich an, wie verbreitet sexuelle Störungen tatsächlich sind. Claus Buddeberg verweist auf eine britische Studie aus dem Jahr 2003: Dort waren Männer und Frauen zwischen 16 und 44 Jahren nach sexuellen Problemen und Störungen befragt worden. Während relativ viele von gelegentlichen Problemen berichteten (53,8 Prozent der Frauen und 34,8 Prozent der Männer hatten in den letzten sechs Monaten dergleichen erlebt), klagten nur 15,6 Prozent der Frauen und 6,2 Prozent der Männer über länger anhaltende Probleme.

«Das zeigt», sagt Buddeberg, «dass die meisten Probleme von den Betroffenen selbst gelöst werden können.» Von einer behandlungsbedürftigen Störung hingegen kann man in der Regel nur da sprechen, wo sie über ein Jahr andauert. Pikanterweise ist aber davon auszugehen, dass die anderen, bei denen es im Bett nur ab und zu mal nicht klappt,
gerade jene sind, die Interesse an einer Pille haben, die diese Unwägbarkeiten eliminiert.

Pille oder Candle-Light-Dinner?

«Für sexuelles Doping gibt es viele potenzielle Kunden und Kundinnen», glaubt auch der Hamburger Sexualforscher Gunter Schmidt. Körper und Geist sollen fit gemacht werden, «um mehr aus dem Sex herauszuholen und dessen gelegentliche Widerspenstigkeit – Impotenzanfälle, Lustlosigkeitsattacken, Orgasmusmüdigkeit – unter Kontrolle zu kriegen». Fatalerweise fördert gerade solches Denken den Libidoschwund. «In der Arbeitswelt dreht sich alles um Performance-Optimierung», konstatiert Claus Buddeberg. «Mit immer weniger Investitionen soll immer mehr Leistung erzielt werden.» Das führt zu enormem Stress und killt die Lust. Besonders heikel ist es, wenn dieses Denken auch die Liebe bestimmt.

Pille statt Candle-Light-Dinner – für manche Männer mag das eine Option sein. Für die meisten Frauen ist das eine Farce. Frauen sehen Sex auch als Investition in die Beziehung. Und umgekehrt haben Frauen dann keine Lust mehr, wenn es ihnen an Anerkennung und Aufmerksamkeit durch den Partner fehlt oder wenn der Partner ihnen zu wenig Zeit schenkt. Sexualtherapeut Buddeberg bringt es so auf den Punkt: «Sie können die sexuelle Appetenz einer Frau stärker durch spontane Zärtlichkeiten im Alltag beeinflussen als durch ein Medikament.» Meika Loe, Autorin von «The Rise of Viagra» formuliert es drastischer: «Ein harter Penis ist nicht die beste Lösung bei Partnerschaftsproblemen.»

Ein Viagra für die Frau schüfe also nur noch mehr Probleme: Wo man sich chemisch in Lust versetzen kann, werden zwischenmenschliche Investitionen überflüssig. Vermutlich wäre es für beide Geschlechter daher das Beste, wenn die Lustpille für die Frau das bliebe, was sie bisher vor allem ist: eine Männerfantasie.

Kommentare

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  • helea frisch
  • 01.07.11 | 15:17 Uhr

Ich glaube die rosa Pille ist unsere Rettung, Frauen. Ich habe es schon probiert und bin ziemlich zufrieden. Ich habe es online bei http://www.generic-meds-store.com bestellt und ehrlich zu sagen wartete ich auf eine super Wirkung, aber später habe ich verstanden, dass ohne sexuelle Stimulation nichts helfen wird.

  • Hfisch
  • 30.08.09 | 09:27 Uhr

Ich denke mal das auch Frauen mehr ins Fitness gehen sollten und wir Männer wurden keine Viagra mehr brauchen.

Heinz
http://www.rezept-frei.com/

 
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