«Bild»-Chefredaktor Kai Diekmann

«Linke Verständnisfolklore»

Bild-Chefredaktor Kai Diekmann kontrolliert das grösste Boulevard-Blatt Europas. Sein neues Buch handelt von den Langzeitwirkungen der 68er-Bewegung. Er ist entgeistert über den deutschen «Verständniswahn» und erklärt seine Erfolgsrezepte.

Von Roger Köppel

Kai Diekmann, wir haben drei Jahre im gleichen Konzern zusammengearbeitet, trotzdem sind Sie mir persönlich undurchsichtig geblieben. Wer sind Sie eigentlich?
Ich bin leidenschaftlicher Journalist, also neugierig, besser wissen wollend, detailversessen. Seit meiner Schulzeit, auch in der Bundeswehr – immer habe ich Zeitungen gemacht. Dieser Leidenschaft bin ich treu geblieben, seit 1985 fast ausschliesslich bei Springer – und seit fast sieben Jahren bin ich nun Chefredaktor der – nach der Weltwoche – zweitwichtigsten Publikation Europas.

Sie untertreiben etwas.
Richtig ist: Bild ist die grösste, aber auch die faszinierendste Zeitung des Kontinents. Weil man mit Bild fast alles anstellen kann. Wir können NZZ spielen und einen Text von sechshundert Zeilen drucken, wie zum Tod von Johannes Paul II. Wir können magazinig sein wie die Weltwoche oder illustriertenhaft wie Bunte. Wir können jeden Tag unser Layout ändern, unsere Leser überraschen, wir können dramatisch sein, verspielt, aktionistisch. Bild lässt ungeheuer viel zu. Das ist das Wunderbare an dieser Arbeit.

Verlagsgründer Springer litt beim Lesen der Bild-Zeitung angeblich «wie ein Hund».
Axel Springer hat dieses Zitat immer bestritten. Aber selbst wenn – Axel Springer hat auch bemerkt: Bild hat Inhalte, die vielen gefallen, aber nicht allen gefallen können. Es ist vermutlich eines der Erfolgsrezepte von Bild, dass dies auch immer im Verhältnis von Bild zu ihren Ver­legern oder Vorstandsvorsitzenden galt und gilt.

Was ist das Härteste an Ihrer Arbeit?
Jeden Tag eine Zeitung zu machen, die knapp 12 Millionen Menschen lesen wollen. Und zwar eine Zeitung, die den politisch korrekten Mainstream ebenso meidet wie den Populismus der Strasse. Ein Beispiel: Wir sind gegen die Todesstrafe, aber auch gegen den linken Verständnisfetischismus im Strafvollzug. Das intelligent umzusetzen, also klug, verständlich, auf den Punkt, ist die eigentliche handwerkliche Herausforderung. Sie müssen unendlich mutig und unendlich vorsichtig sein. Zum Glück habe ich ein hervorragendes, extrem professionelles Team, in dem heftig gestritten wird.

Was war Ihr Motiv, jetzt ein Buch zu schreiben über die intellektuelle Lage Deutschlands? Wir teilen nicht den Dünkel Ihrer Konkurrenten, aber irgendwie nimmt man Ihnen nicht ab, dass Sie sich wirklich für Staatsquote, Erziehungspolitik und Sozialabgaben interessieren.
Wie bitte? Wenn ich mich für diese Fragen, also für den Zustand und die Zukunft dieses Landes, nicht interessieren würde, hätte ich den Beruf verfehlt. Richtig ist, dass ich mich für Staatsquote und Sozialabgaben nicht als Volkswirtschaftler oder Geldmengentheoretiker interessiere, sondern als Betroffener. Ich bin Jahrgang 1964. Das ist der geburtenstärkste Jahrgang Deutschlands. Was falsch läuft im Land, betrifft somit mich und damit die zahlenmässig grösste Bevölkerungsgruppe. Das beschäftigt, ich erlebe es täglich, auch unsere knapp zwölf Millionen Leser. Bei vielen setzt sich der Eindruck durch: In Deutschland ergeben eins und eins nicht mehr zwei. Darüber habe ich geschrieben.

Sie geisseln den «Totalitarismus der Anständigen». Was genau meinen Sie?

Die Deutschen haben die Neigung, alles 200-prozentig zu machen. Nach dem universalen Hass der NS-Ideologie herrscht nun schon seit Jahren das universale Verständnis für alles und jeden. Diese Gutmenschenattitüde sorgt allerdings in vielen Bereichen, sei es Straf-, Asyl- oder Schulrecht, für verheerende Ergebnisse. Auch hier ist gut gemeint eben oftmals das Gegenteil von gut.

Sie attackieren vor allem die 68er Generation. Sollte uns nicht eher Mitleid befallen? Die treten ja alle ab derzeit.
Ich beschreibe 1968 als Epochenbruch der deutschen Gesellschaft in Richtung Egozentrik, Faulheit, Mittelmass. Es war eine gewaltige Zäsur. Wir leiden noch immer darunter. 1968 bestimmt unser Leben bis in die letzten Fasern: Staatsgläubigkeit, krypto­sozialistische Versorgungssysteme, Selbsthass, Identitätsverlust.

Ihre Diagnose kommt reichlich spät.
Ich sehe nicht, dass die Frage des Selbstbetrugs irgendwo gestellt wird – auch weil viele prominente Deutsche an dieser Frage kein Interesse haben können. Wer jahrelang Multikulti, sichere Rente oder Strafvollzug als Resozialisierungsurlaub auf Staatskosten gepredigt hat, kann jetzt kaum das Gegenteil behaupten. Nehmen Sie nur die DDR. Wer die Grenzzäune und Hundestaffeln sah, das ganze Grau einer terrorisierten Gesellschaft, konnte über die «humane Substanz» der DDR keine Zweifel haben. Dennoch wurde im Westen von «Sozialismusmit menschlichem Antlitz» fantasiert. Die Schlangen vor den Geschäften interpretierte man nicht als Ausdruck von Mangel, sondern als Indiz für ein hohes Qualitätsbewusst­sein. Solchen Unsinn druckte die Zeit. Der Dichter Heinrich Heine schrieb: der Deutsche besitzt im Luftreich des Traums die Herrschaft unbestritten.» Dabei ist es geblieben.

Besonders aggressiv mutet die Amerika-Skepsis deutscher Journalisten an.
In meinem Buch schreibe ich, dass ohne Amerika Deutschland ein anderes, ein furchtbar anderes Land wäre: entweder ein verbrecherisches Grossreich Germania oder ein russischer Satellit auf dem Wirtschaftsniveau irgendeines mongolischen Steppenstaats. Insofern sollten die Deutschen den Amerikanern schon zu einer gewissen Dankbarkeit verpflichtet sein.

Wie empfanden Sie die zahlreichen Jubiläumsartikel zur Terrororganisation RAF?
Unerträglich. Eine rücksichtslos gewalttätige, antidemokratische, gedanklich trostlose und in Teilen antisemitische Mördertruppe wird zur intellektuellen und moralischen Herausforderung des Staates hochgejazzt. Gegenüber den Toten, den Hinterbliebenen, all den verkrüppelten oder versehrten Opfern war das in vielen Teilen widerlich.

Selbst in der Schweiz wurde der Vorschlag von Theaterdirektor Claus Peymann, den Terroristen Christian Klar ins Berliner Ensemble aufzunehmen, mit Verwunderung aufgenommen.
Der Hang der deutschen Staats-Intellektuellen zur falschen Seite zieht sich durch unsere Geschichte. Solche Resozialisierungs­angebote sind Teil der Versuche, die RAF gesellschaftsfähig zu machen – und damit die tief ins linke Milieu hineinreichende Sympathisantenszene nachträglich zu exkulpieren. Die wegen neunfachen Mordes verurteilte Brigitte Mohnhaupt wollte uns sogar per Gerichtsbeschluss verbieten, sie weiterhin «Mörderin» zu nennen. Letztlich muss man froh sein, dass die meisten Schergen der Nazis heute tot sind. Sonst würden wir mit ähnlich absurden Verfahren konfrontiert.

Sie schreiben: «Früher wollten wir wahllos alle umbringen, heute wollen wir wahllos alle umarmen.» In welcher Gefühlslage schreibt man solche Sätze?
Aus der Entgeisterung über einen Verständniswahn, der keine Massstäbe kennt. Man hat Verständnis für jeden Sexualstraftäter, jeden Asylbetrüger, jeden afrikanischen Drogenhändler. Wenn solche Relativierungen dazu führen, dass eins und eins nicht mehr zwei sind, dass selbst über grundlegendste Werte keine Verständigung möglich ist, geht eine Gesellschaft kaputt.

Aber der Korrektheitswahn lässt doch nach.
Ist das so? In meinem Buch nenne ich zahlreiche Fälle, die eher das Gegenteil dokumentieren. Die Berichterstattung über den Nahostkonflikt ist fast in allen deutschen Medien skandalös parteiisch im Sinne der linken politischen Korrektheit. Man fordert von den Israelis Entgegenkommen bei gleichzeitiger Achtung der kulturellen Eigenart der Palästinenser, was in diesem Fall wohl das Recht zum terroristischen Überfall meint. Oscar­preisträger Arthur Cohn hat einmal bemerkt: «Wenn die Palästinenser die Waffen niederlegen, gibt es Frieden; wenn die Israelis dies tun, gibt es kein Israel mehr!» Von solchen Ausweglosigkeiten hat die gutmenschliche Verständigungsfolklore keine Vorstellung.

Die Fussball-WM im letzten Jahr zeugte von einer gewissen Entkrampfung. Heute erscheinen Bücher über Patriotismus, ohne dass die Linke Lichterketten mobilisiert.
Richtig. Die junge Generation kann mit dem Selbsthass der Achtundsechziger wenig anfangen. Sie hat ein unverkrampftes, weniger komplexbeladenes Verhältnis zu Nation und Geschichte. Sie reduziert die deutsche Vergangenheit weder auf zwölf Jahre Nationalsozialismus noch auf vier Wochen Fussball-WM.

Wie weit links liegt eigentlich die deutsche Volksseele?
Die Globalisierung wird im Moment als Bedrohung empfunden, nicht als Chance. Das führt zu einem klaren Linksrutsch. Allerdings haben alle Parteien, die ihr soziales Profil mit neuen Verteilungsversprechen schärfen wollen, das gleiche Problem: Bei 1,5 Billionen Euro Schulden ist der Verteilungsspielraum gering. Und gegen den Konkurrenzdruck der Globalisierung helfen keine Parteitagsbeschlüsse. Das Spiel mit solchen Versprechen ist also nicht ungefährlich. Wer gewählt wird, muss die schnelle Entzauberung fürchten.

Kann man eine Boulevard-Zeitung gegen solche Stimmungen machen?
Das wäre eine Option, aber langfristig verheerend. Wir fühlen uns nicht nur den Interessen unserer Leser, sondern auch denen kommender Generationen und dieses Landes verpflichtet. Darüber muss man aufklären, dafür muss man werben. Keinesfalls darf die Presse Beton über das politische Leben giessen und jede unangenehme Reform totschreiben. Ich zitiere in der Redaktion manchmal einen Leserbrief: «Erst machen die Politiker keine Reformen, und jetzt gehen sie auch noch an die Rente ran.» Diese Schizophrenie dürfen wir uns niemals zu eigen machen.

Schizophrenie wird auch Ihrem Blatt vorgeworfen. Mal fordern Sie mehr Marktwirtschaft, dann wird Umverteilung grossgeschrieben.
Ein gewisses Mass an Umverteilung ist Kern der sozialen Marktwirtschaft. Das mag ein Widerspruch zur reinen Marktlehre sein, doch war Bild nie deren Vertreter. Unsere Linie ist: Notwendige Vorhaben finden unsere Unterstützung; solche hingegen, die nur den Klientelinteressen einer bestimmten Partei dienen, unterstützen wir nicht.

Was bewegt den Deutschen? Sind es die Polit-Themen oder die Stars?
Die Mischung entscheidet. Politische Themen packen, wenn sie die persönliche Lebensplanung der Menschen betreffen. Aber auch Unterhaltungsgeschichten verkaufen gut, wie dieser Tage das Gezeter um die Bestsellerautorin Eva Herman zeigte. Entscheidend ist immer, dass die Themen Diskussionsstoff bieten.

Eva Herman wurde auch bei Ihnen völlig zu Unrecht beschuldigt, die NS-Familienpolitik gelobt zu haben. Dabei sagte sie nur, auch gute deutsche Traditionen seien durch Hitler verseucht und daher von den 68ern abgeschafft worden. Die Bild-Zeitung war treibende Kraft einer Gutmenschenkampagne.
Unfug. Frau Herman hat sich missverständlich ausgedrückt. Darüber haben wir berichtet, das Für und Wider dargestellt. Dann kam die Talk-Show bei Johannes B. Kerner, in der sie sich erneut ins Abseits redete. Wer die freie Rede so wenig beherrscht, taugt kaum als Moderator.

Man nötigte sie zur öffentlichen Abbitte, selbst eine renommierte deutsche Zeitung fühlte sich an einen «Volksgerichtshof» erinnert...
Der fand aber nicht in Bild statt. Wir liessen Frau Herman mehrfach zu Wort kommen wie auch den Publizisten Henryk Broder, der wenig freundliche Worte für Frau Herman, noch weniger freundliche aber für Herrn Kerner fand.

Wie viel Politik verkraftet eine Boulevard-Zeitung, die bei den Lesern punkten will?
Selbst hartgesottene Bild-Gegner würden uns bescheinigen: Unsere Seite zwei ist eine der besten Politikseiten Deutschlands. Wir versuchen, Politik zu komprimieren, auf den Punkt zu bringen. Wir streben nach Exzellenz und Exklusivität. Das einzige Interview, das George W. Bush je einer deutschen Zeitung gegeben hat, war in Bild. Putin, Blair, Erdogan, Berlusconi, Scharon, der Dalai Lama – alle reden mit Bild. Wir sind nicht nur ein Blatt für die Massen – auch die politische und gesellschaftliche Elite muss uns lesen. Nicht nur aus Liebe, versteht sich. Die Süddeutsche hat einmal geschrieben, Bild sei so etwas wie der Seismograf der deutschen Befindlichkeit. Das ist zutreffend.

Was war Ihr Eindruck von Putin?
Putin ist ein grosser Charmeur, aber auch ein Meister der Propaganda in eigener ­Sache. Ich habe ihn mehrmals getroffen, einmal in seiner Datscha am Schwarzen Meer. Das hat mich von zwei Dingen überzeugt: abzunehmen und immer eigenes Schwimmzeug einzupacken. Neben dem durchtrainierten Putin sah ich in meiner russischen Leih-Badehose nicht ganz so gut aus.

Hat Putin Humor?
Sicher. Er kann sehr witzig sein, ein Ironiker.

Wird er im Westen zu hart kritisiert?
Kritisiert wird im Westen vor allem einer: der amerikanische Präsident.

Wie haben Sie Bush erlebt?
Ein Mann mit Überzeugungen, an die er wirklich glaubt. Das gibt ihm ein gewisses Charisma.

Da ist nichts Aufgesetztes?
Nein, gar nichts. Menschen mit sehr klaren Grundsätzen haben selten grossen Abstand zu sich selbst. Das macht ihn aus der Sicht Europas, wo manch Politiker noch während eines Interviews seine Prinzipien ändert, zu einer tief rätselhaften Figur, und das ist vermutlich der Grund für den verbreiteten Anti-Bushism. Damit wird man aber dieser Person nicht gerecht.

Was war Ihre schlimmste journalistische Tat?
Es gab eine Schlagzeile, zwei oder drei Tage nach dem 11. September 2001: Mohammed «Atta, wir wünschen Dir ewige Hölle». Auf diese Zeile bin ich nicht stolz.

Die Story über unseren damaligen Botschafter in Deutschland, Thomas Borer, wurde auch Ihnen angeboten. Sie haben abgelehnt. Warum?
Die Geschichte betraf Vorgänge, die ausschliesslich zwischen dem Botschafter und seiner Frau zu diskutieren waren.

Würden Sie eine Story über einen wuchernden jüdischen Abzocker-Bankier bringen, wenn es denn stimmte?
Geld kennt keine Konfession, Journalismus auch nicht. Wenn etwas faul ist, würde ich berichten.

Wenn Angela Merkel eine lesbische Freundin hätte, käme die Story in Bild?
Wenn meine Grossmutter Räder hätte, wäre sie ein Bus. Im Ernst: Wenn ein Politiker sein Privatleben selber öffentlich gemacht hat, wird es für uns ein Thema. Der CSU-Politiker Seehofer, der ein aussereheliches Kind zeugte, dozierte zuvor, er verachte Politiker, die mit einem Ehering am Finger ein Doppel­leben führten. Klar, dass sich Seehofer von Bild ein paar indiskrete Fragen gefallen lassen musste. Wer sein Familienleben öffentlich ausbreitet, um Wahlen zu gewinnen, verzichtet bewusst auf den Schutz dieser Sphäre. Kanzler Schröder bewirtschaftete sein Eheleben für die Politik, also wurde sein Eheleben Thema in Bild. Grundsätzlich gilt: Wer die Presse einlädt, wenn es im Fahrstuhl des Lebens nach oben geht, darf sie nicht aussperren, wenn er wieder nach unten fährt.

Und bei Merkel?
In diesem Fall weiss die Weltwoche offenbar mehr als Bild.

Welche Zeitung heuchelt häufiger: Bild oder der Spiegel?
Zumindest stelle ich fest, dass der Spiegel unter Stefan Aust wesentlich weniger ideologisch ist, als er es früher war.

Welche Zeitung hat mehr Einfluss?
Überschätzen Sie den Einfluss der Medien nicht. Vor den letzten Wahlen plädierten fast alle Medien für eine bürgerliche Koalition aus FDP und CDU/CSU. Es kam anders, wenn auch knapp. Medien beeinflussen Stimmungen, aber sie können keine Trends fabrizieren.

Sie weichen elegant aus.
Ein früherer Regierungssprecher der rot-grünen Koalition hat grollend bemerkt: Früher sei der Spiegel das Leitmedium gewesen. Heute sei es Bild.

Warum sinkt Ihre Auflage?
Die harte Auflage des Einzelverkaufs geht bei allen Titeln zurück. Das ist nicht schön, aber nicht entscheidend. Entscheidend sind Wirtschaftlichkeit und journalistischer Erfolg. Seit ich Chefredaktor bin, haben wir konstant mehr Leser als je zuvor in der Geschichte von Bild, weiten wir unseren Marktanteil kontinuierlich aus, sind wir wirtschaftlich so erfolgreich wie niemals zuvor. Das sind die wichtigen Parameter. Wenn ich Auflage schrubben wollte, müsste ich nur in jede Bild einen Euro hineinkleben. Dann läge unsere Auflage morgen bei 80 Millionen, Tendenz steigend. Stattdessen haben wir mehrfach den Preis drastisch erhöht. Das hat natürlich Einfluss auf die Auflagenzahlen.

Würden Sie, wären Sie heute zwanzig, wieder in den Journalismus einsteigen?
Ja. Keine Frage.


Kai Diekmann, Jahrgang 1964, Wohnsitz Hamburg, ist Chefredaktor von Bild, der grössten Boulevardzeitung Europas. Am 24. Oktober erscheint sein Buch «Der grosse Selbstbetrug. Wie wir um unsere Zukunft gebracht werden» im Piper-Verlag.

Kommentare

+ Kommentar schreiben
 

weitere Ausgaben

Login für Abonnenten

* Info für registrierte Benutzer der alten Website: Geben Sie hier einfach die in Ihrem existierenden Konto hinterlegte E-Mail Adresse ein!

Passwort vergessen?

* Info für registrierte Benutzer der alten Website: Geben Sie hier einfach die in Ihrem existierenden Konto hinterlegte E-Mail Adresse ein!

Sie sind noch nicht bei Weltwoche online registriert? Melden Sie sich gleich an.

Zur Registrierung

Ihre Vorteile bei Registrierung:

  1. Zugriff auf alle Artikel und E-Paper*.
  2. Artikel kommentieren
  3. Weltwoche Newsletter
  4. Spezialangebote im Platin-Club*
*Nur für Abonnenten der Printausgabe