Vor einigen Wochen konnte die Weltwoche steigende Leserzahlen vermelden. Jetzt freuen wir uns, auch ein Wachstum unserer beglaubigten Auflage auszuweisen. Die verkaufte Gesamtauflage der Weltwoche beträgt 85772. Im letzten Jahr betrug der Vergleichswert 82849. Wir möchten uns bei all unseren Leserinnen und Lesern für diesen Vertrauensbeweis ganz herzlich bedanken. Die Steigerung in einem immer härter umkämpften Wettbewerbsumfeld ist nicht selbstverständlich. Merci.
Obschon er selber einen gewissen Überdruss am Thema SVP durchscheinen liess, kam Bestseller- Autor, Fernsehpionier und Weltwoche-Interviewer Roger Schawinski mit der Idee, den «SVP-Chefideologen» und Weltwoche-Kolumnisten Christoph Mörgeli zu einem Streitgespräch zu treffen. Mörgeli war sich zuerst nicht sicher, ob er die Versuchsanlage gut finden sollte, aber er willigte schliesslich ein, sich vom bekennenden SVP-Gegner Schawinski in die Mangel nehmen zu lassen. Thema: «Tod und Blocher».
Am 13. September deckte Weltwoche-Bundeshauschef Urs Paul Engeler bizarre Vorgänge auf. Er zeigte, wie die Geschäftsprüfungskommission des Parlaments von der Bundesanwaltschaft manipuliert wurde mit dem Ziel, Justizminister Blocher eine Art Komplott anzudichten. In dieser Ausgabe legt Redaktor Philipp Gut nach. Er zitiert aus den geheimen Protokollen der GPK und weist detailliert nach, wie sich die GPK von der Bundesanwaltschaft in die Irre führen liess. Mehr noch: Die Parlamentarier erkannten, dass sie die Behörde, die sie eigentlich hätten überprüfen sollen, mit falschen Angaben fütterte. Man sprach sogar davon, sich zu entschuldigen. Passiert ist bis heute nichts. Zur Cover-Illustration haben wir das am 13. September verwendete Titelbild zitiert.
In der kommenden Woche trifft sich die Buchwelt wieder zur Messe in Frankfurt. Der auffallende Unterschied zu früheren Jahren: Es gibt zwar immer mehr Verlage, aber weniger Verlagsempfänge, auf denen man sich im Fegefeuer der Eitelkeiten wärmen kann. Ob das daran liegt, dass die Verlage in dieser Saison das eher sinnenfeindliche Thema Religion neu entdeckt haben? Jedenfalls werden wir mit Glaubenstraktaten reichlich eingedeckt. Weltlicher und welthaltiger geht es in unserem Literatur-Extra zu. Wir stellen Klassiker aller Art vor: von Karl May bis zu Richard Yates, von Halldór Laxness bis zu Anne Rice, der «Mutter der Vampire».
Kaum je vernahm Wirtschaftsredaktor Claude Baumann so gegensätzliche Meinungen wie bei seinen Recherchen über August von Finck. Selbst im Münchner Establishment äusserten sich manche Leute negativ über den 77-jährigen Baron, wollten dann aber doch nicht mit Namen genannt werden. Wer mit ihm zu tun hatte, beschrieb ihn als umgänglichen Herrn. Sein neustes Liebkind ist Von Roll. Dem traditionsreichen Unternehmen will der bayrische Adelige zu neuem Glanz verhelfen.
Weltwoche-Redaktor Philipp Gut erhält für seine Dissertation den Förderpreis der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft. Die Arbeit mit dem Titel «Thomas Manns Idee einer deutschen Kultur» erscheint im Februar im Verlag S. Fischer. Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung.
Ihre Weltwoche













Kommentare