Karl Lagerfeld dominiert die Modewelt seit über 40 Jahren. Seine Mutter hat ihm als Kind gesagt, sie finde seine Geschichten «so langweilig», und er soll sich mit ihnen beeilen. Lagerfeld sagt, das sei der Grund, warum er heute so schnell spreche. Der je nach Quelle 68- bis 73-Jährige ist besessen, er entwirft, fotografiert, schreibt, verlegt und pflegt seinen gesellschaftlichen Umschwung, auch dann noch, wenn seine Entourage nur noch gähnt. Und er sagt: «Ich habe keine menschlichen Gefühle.» John Colapinto, der regelmässig für Vanity Fair, The New Yorker, Esquire und Rolling Stone schreibt, hat Lagerfeld bei einem Hausbesuch in Paris kennengelernt und ist ihm nach Monaco an eine Chanel-Modeschau gefolgt. Colapinto hat das vorliegende Porträt auf der Grundlage eines Artikels im New Yorker exklusiv für die Weltwoche adaptiert.
Jüngst machte das deutsche Nachrichtenmagazin Focus publik, die Schriftsteller Siegfried Lenz und Martin Walser sowie der Kabarettist Dieter Hildebrandt seien in ihrer Jugend Mitglieder der nationalsozialistischen Partei NSDAP gewesen. Alle drei beteuern, nichts davon gewusst zu haben. Dennoch werden sie seither unerbittlich an den Pranger gestellt. Nun meldet sich Rolf Hochhuth (Jahrgang 1931) zu Wort. Die Denunziationswut seiner Landsleute ist dem weltweit bekanntesten deutschen Nachkriegsdramatiker («Der Stellvertreter») seit langem ein Dorn im Auge. Hochhuths Pamphlet auf in dieser Ausgabe.
Wie alle Bankspezialisten war auch Weltwoche-Redaktor Claude Baumann verblüfft, als er am Freitag früh von den Ereignissen bei der UBS erfuhr: Peter Wuffli, der Konzernchef und Kronfavorit für den Posten des Präsidenten, hatte gekündigt, und die Begründungen dafür erstaunten. Auf seiner Suche nach den Hintergründen traf Baumann unter anderen auf Marcel Rohner, den neuen Konzernchef. Er kommentierte die Situation nach dem abrupten Wechsel pragmatisch: «Ich habe eng mit Peter Wuffli zusammengearbeitet», sagte er der Weltwoche. «Aber am Ende ging es nur noch um eine Frage: Was ist das Beste für die UBS.» Insgesamt überwog der Eindruck: Innerhalb der Grossbank schien sich erst ganz zuletzt eine fatale Eigendynamik gegen Wuffli, der für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, entfesselt zu haben.
Durch diplomatische Quellen gelangte Weltwoche-Redaktor Philipp Gut zu brisanten Informationen. In der letzten Ausgabe hatte er enthüllt, wie der Bund, die Hilfswerke und die Glückskette mutwillig Schweizer Spendenmillionen für Tsunami-Opfer in Sri Lanka versenken. Der Beitrag löste regen Widerspruch aus. Diesmal legt Gut nach. Er zeigt, dass die Schweizer Behörden und Hilfsorganisationen nicht nur um die Missstände wussten, sondern Kritiker mundtot machten, schliesslich entliessen.
Dutzende Harry-Potter-Fans haben uns auf einen unverzeihlichen Fehler in der letzten Ausgabe aufmerksam gemacht. Im Text zum neuen Film hiess es, «Harry Potter küsst seine Angebetete Hermine». Das ist natürlich falsch, in «Harry Potter and the Order of the Phoenix» küsst der Zauberlehrling (gespielt von Daniel Radcliffe) seinen ersten Schwarm Cho Chang (gespielt von Katie Leung). Wir entschuldigen uns für diese Verwechslung.
Ihre Weltwoche













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