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28.03.2007, Ausgabe 13/07

Abenteuerliches Unterfangen

Abenteuerliches Unterfangen

Mit «gehobenem Boulevard» will sich Verleger Michael Ringier bei der Elite anbiedern. Die Folge: Steter Auflageschwund, die einst mächtige Institution Blick verliert auch politisch zusehends an Bedeutung. Denn Boulevard und Political Correctness vertragen sich nicht.

Von Kurt W. Zimmermann

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Um die Geschichte über den Blick aus dem Haus Ringier zu erzählen, ist es hilfreich, zuerst eine Geschichte über das Fernsehen im Haus Ringier zu erzählen.

Am Sonntagabend produziert Ringier-TV auf SF 2 regelmässig die Sendung «Standpunkte». Es geht um grundsätzliche Themen: Europa, Ausländer, Neutralität. Moderiert wird die Sendung von Ringier-Chefpublizist Frank A. Meyer.

Nun neigt Meyer eher zur Arbeitsscheu und vernachlässigte darum die Sendung immer mehr. Der Chef von Ringier-TV suchte darum einen Ersatz und fragte den Deutschland-Rückkehrer Roger Schawinski an. Schawinski liess sich überzeugen. Der TV-Chef freute sich, es freute sich der zuständige Chefredaktor, es freute sich der Ringier-CEO.

Frank A. Meyer freute sich nicht, denn er ist Schawinski in inniger Feindschaft verbunden. Erst stauchte er intern die Verantwortlichen zusammen, dann griff er zum Telefon und rief seinen Verleger Michael Ringier an. Kurz darauf war der Vertrag mit Schawinski tot.

Um die Geschichte über den Blick aus dem Hause Ringier zu erzählen, ist es hilfreich, etwas über die Unternehmenskultur im Hause Ringier zu wissen. Sie ist die Ursache dafür, dass beim Blick die Auflage stetig nach unten und die Zahl der gescheiterten Chefredaktoren stetig nach oben saust. Die Kultur hat spezielle Eigenheiten und spezielle Eitelkeiten.

Damit sind wir beim Blick, zum Beispiel beim Blick vom letzten Samstag.

Keine glitzernden Mädchen, kaum Sex

Auf Seite eins des Blicks vom Samstag, der wichtigsten Seite auf dem Boulevard, steht die Schlagzeile des Tages. «Rettet Knut die Welt?». Bei diesem Knut, so erfahren wir, handelt es sich um einen Eisbären aus irgendeinem Berliner Zoo, der sich als Maskottchen für irgendwelche Ökologen eignet und dadurch die Klimakatastrophe abwenden soll.

Es ist risikolos zu behaupten: Der Eisbär aus irgendeinem Berliner Zoo ist für die Leser einer Schweizer Boulevardzeitung ungefähr so interessant wie die Rede von Angela Merkel zu den 50-Jahr-Feierlichkeiten der Europäischen Gemeinschaft.

Auf Seite zwei des Blicks vom Samstag, einer ähnlich wichtigen Seite auf dem Boulevard, steht dann die nächste Schlagzeile des Tages. «50 Jahre EU». Diese EU, so erfahren wir, «koordiniert die Bereiche Wirtschaft, Kohle/Stahl und Atompolitik», 1968 seien die Zollschranken gefallen, und «Versöhnung ist heute noch die Hauptaufgabe».

Es ist risikolos zu behaupten: Das Jubiläum dieser Koordinationsstelle für Kohle und Versöhnung ist für die Leser einer Schweizer Boulevardzeitung ungefähr so interessant wie Knut, der Eisbär aus irgendeinem Berliner Zoo.

Vielleicht ist der Blick-Redaktion an diesem Samstag nur eine speziell augenfällige Fehlleistung gelungen. Aber die Fehlleistung hat System. Der Blick ist ein Unikum in der internationalen Medienindustrie. Er ist die einzige Boulevardzeitung weltweit, die von moralinsaurer Political Correctness getrieben ist.

Es jagen sich darum die Gutmenschen und Gutbären in diesem Blatt. Man schreibt gegen die Klimakatastrophe und für die EU, gegen Wirtschaftsliberalismus und für Umverteilung, gegen Ausschaffungen und für Ausländerintegration, gegen Sparpakete und für die Kulturförderung. Dafür hat man keine glitzernden Mädchen im Blatt, man legt sich nicht mit Prominenten an, ausser es sind gutbezahlte Manager oder rechtsbürgerliche Politiker, und man schreibt selten über Sex.

Die Folgen sind wenig überraschend. 1986 erreichte die Auflage des Blicks mit 382000 Exemplaren den höchsten Stand seiner Geschichte, dies auch darum, weil damals eine landesweite Bingo-Euphorie die Verkäufe stimulierte. In den letzten, politisch korrekten Jahren ging es dann schwindelerregend schnell bergab. Heute ist man bei 250000 angekommen. Der Kioskverkauf bricht an manchen Tagen auf 70000 Stück zusammen, nicht einmal die Hälfte früherer Werte.

De Scheppers amüsanter Abgang

Bald, sagt man im Verlag, wird man bei einer Auflage von 230000 Exemplaren angekommen sein. Damit wird der jahrzehntelange und unbestrittene Marktleader Blick erstmals mit dem Tages-Anzeiger um die Position der Nummer eins im bezahlten Pressemarkt rivalisieren müssen.

Vor diesem wenig erbaulichen Hintergrund hat es letzte Woche wieder einmal einen Blick-Chefredaktor aus dem Amte gehoben. Werner De Schepper schied im Gegensatz zu seinen nur kurze Zeit tätigen Vorgängern Jürg Lehmann, Wolfram Meister und Sacha Wigdorovits immerhin freiwillig aus.

Der Hintergrund des Abgangs ist interessant, auch amüsant, weil er die skurrile Strategie des Ringier-Verlags angesichts seines verfallenden Aushängeschildes dokumentiert.

Im vergangenen Herbst hatte es auch der Ringier-Spitze gedämmert, dass es mit dem Blick so nicht weitergehen könne. Es erging darum ein zweifacher interner Auftrag, ein neues Konzept für das Boulevardblatt auszuarbeiten. Der erste Auftrag ging an den Ringier-Chefpublizisten Frank A. Meyer. Der (wie gesagt) eher zur Arbeitsscheu neigende Meyer reichte den Auftrag umgehend an Claus Larass weiter, den ehemaligen Chefredaktor der Bild-Zeitung und späteren Vorstand von Springer und Pro Sieben Sat 1.

Der zweite Auftrag ging an eine Blick-Projektgruppe aus Redaktion und Verlag, die sich an die Arbeit machte. Man entwickelte Konzepte, befragte Leser und zog für den grafischen Auftritt den Designer Beda Achermann bei. Dazu besuchte man Benchmark-Blätter wie die Bild in Hamburg und die österreichischen Kurier, Kleine Zeitung und Österreich. Besonders das im Herbst 2006 lancierte Blatt Österreich – ein tägliches Lesepaket von drei Zeitungen in einer – hatte es Chefredaktor De Schepper angetan. «Wenn wir nicht etwas Ähnliches machen können, dann gehe ich», sagte er bald im kleinen Kreis.

Vor dem sogenannten publizistischen Ausschuss kam es vor wenigen Wochen dann zum Showdown. Im publizistischen Ausschuss sitzen neben den Vertretern der Geschäftsleitung Schweiz auch drei Journalisten: der zwischen Berlin und der Schweiz rotierende Meyer, der Zürcher Heute-Chefredaktor Bernhard Weissberg und der Westschweizer Euroturbo und Publizist Jacques Pilet.

Ex-Bild-Mann Larass präsentierte vor dem Ausschuss seine Idee eines zukünftigen Blicks. Es war eine klassisch-germanische Greifzange: das ganze Blatt in einem Bund gebündelt, im Format grösser als das heutige Tabloid, die Schriften und das Layout bodennah und ohne künstlerische Intention. Blick-Chefredaktor De Schepper hingegen legte eine neuartige Mischung von Zeitung und Zeitschrift auf, drei getrennte Zeitungsbunde mit den drei Themen News, Sport und People, die zu einem Package-Blatt zusammengefügt waren, unverändert im Kleinformat, in Typografie und Gestaltung variabel und ästhetisch ambitioniert.

Die zwei Herren durften präsentieren und gehen, und die Runde beriet weiter. De Schepper erfuhr durch einen Mittelsmann das Verdikt. Sein Projekt wurde so nicht akzeptiert. Zwei Nächte schlief er, frustriert, über den Entscheid, dann teilte er Verleger Michael Ringier mit, er habe genug.

Damit wandte er sich an die richtige Instanz. Denn Michael Ringier, selber gelernter Journalist, ist der Oberchefredaktor des Blatts. Er weiss genau, wie man in der Schweiz eine Boulevardzeitung machen muss, und er sagt dies intern wie extern auch gern bei gegebener Gelegenheit. Der Blick, sagt Ringier, darf keinen aggressiven Journalismus betreiben, der auf den Mann spielt, denn «die Schweizer haben eine grosse Sensibilität dafür, wie man mit Menschen umgehen soll».

Moralin gegen Blocher und Banker

Statt knallige Storys über knallige Personen auszugraben, hat das Blatt darum politisch-kulturelle Aufklärungsarbeit zu verrichten – etwa die SVP zu verhindern, soziale Ungerechtigkeiten zu verhindern, überhöhte Managerlöhne zu verhindern und den nationalen Alleingang ausserhalb der EU zu verhindern.

Berater des Verlegers für diese Strategie ist sein Vertrauter Frank A. Meyer. Meyer ist ein sehr gebildeter Autodidakt, ein Schwärmer des romantisierten Sozialismus, Apologet gesellschaftlicher Bewahrungsfunktionen und ein ausdauernder Kämpfer gegen Globalisierung, Neoliberalismus und Leistungsprinzip. Er ist gleichzeitig der Verbindungsmann des Verlegers zu seinen Chefredaktoren. Ringiers Untertanen registrieren die Richtlinien von oben aufmerksam. Die erste grosse Kampagne in der Ära De Schepper richtete sich 2003 gegen das von der SP bekämpfte Sparpaket, die zweite grosse Kampagne redete darauf eine «Staatskrise» herbei, weil Ringier-Intimfeind Christoph Blocher sich im Bundesrat nicht unterordnen wollte. Die letzte Kampagne De Scheppers war gegen die raffgierigen Banker und Pensionskassenverwalter in der Swissfirst-Affäre gerichtet. Es waren stets moraltriefende Kampagnen.

Boulevard-Lehre in Rumänien

Natürlich ist dieses Christen-für-den-Sozialismus-Konzept eine sichere Bank für verlegerischen Misserfolg. Ausser dem Blick macht das weltweit niemand. International hat sich seit längerem schon ein simples und klares Boulevarderfolgsmuster durchgesetzt, das in allem so ziemlich das Gegenteil von Michael Ringiers Sensibelstrategie darstellt. Das bewährte Erfolgsmuster ist die permanente publizistische Coverage, auch Demontage, von Personen des öffentlichen Interesses und der öffentlichen Affektion.

Man nehme also Victoria Beckham und Michelle Hunziker und Nicolas Hayek und Britney Spears und Tony Blair und Doris Leuthard und Hillary Clinton und Kurt Aeschbacher und Kate Moss und Roger Federer und Carolina Müller-Möhl und so fort. Dann suche man nach Storys, vorzugsweise Storys, welche die Strahlefiguren wieder auf den harten Boden bringen. Das können sein: Ehestreit, Drogenmissbrauch, Seitensprung, Kaufrausch, Scheidungskrieg, Alkoholismus, Eifersucht, Exhibitionismus, Familienzwist, Homoerotik, Trennung, Steuerbetrug und Magersucht.

Alle erfolgreichen Boulevardzeitungen dieser Welt – von der Sun und der Daily Mail bis zur Bild und zum Expressen – funktionieren nach diesem Modell. Und natürlich funktionieren auch Ringiers Boulevardzeitungen ausserhalb der Schweiz nach diesem Modell. Vor allem die Libertatea in Rumänien, aber auch der Blikk in Ungarn und der Blesk in der Tschechischen Republik machen knochenharten Boulevard und haben grosse Resonanz damit. Als Thomas Landolt, der neue Geschäftsführer von Ringier Schweiz, aus Bukarest nach Zürich zurückkehrte und dort erstmals die Blick-Truppe traf, sagte er: «Ich glaube, wir haben in Rumänien gelernt, wie man Boulevard macht.» Inzwischen hat er zudem gelernt, dass das auswärts Gelernte in der Heimat nicht umgesetzt werden darf.

Der Blick ist in der Falle gefangen, die ihm Michael Ringier aufgestellt hat. Der Verleger pendelt zwischen seinem Haus am Zürichsee und seinem Haus in Celerina. Er pendelt zwischen den Hayeks und Leuthards und Federers und Müller-Möhls. Er ist zudem ein Mann von kultivierter Lebensart. Man kann ihn verstehen, dass er keine Lust hat, in der kleinen Schweiz ständig auf die potenziellen Opfer einer hemdsärmligen Boulevardtruppe zu treffen.

Darum hat er sich seine einzigartige und eigenwillige Definition des Boulevardjournalismus zurechtgelegt und seinen Journalisten ein entsprechendes Redaktionstestament vorgegeben. Sein Konzept der Sündenfreiheit ist natürlich seit Jahren ein Misserfolg, weil es die Realität in der Medienindustrie verklärt und ver-

kennt. Anders als einem Rupert Murdoch von der Sun oder einem David Pecker vom National Enquirer blieb ihm dafür stets erspart, sich andauernd für seine frechen Journalisten rechtfertigen zu müssen.

7 Millionen Franken für Thomas Borer

Verleger Michael Ringier verzichtet durch seine Haltung auch auf eine Menge Geld. Noch 12 Millionen Franken hat die ehemalige Cashcow Blick im vergangenen Jahr verdient. Bald wird es noch weniger sein.

Es ist schon fast eine Ironie des Verlegerschicksals, aber ein einziges Mal in den letzten Jahren hat der Blick wirklich Boulevard von hemmungslosem internationalem Standard geboten: Es ging um Thomas Borer, den Schweizer Botschafter in Berlin und Gatten der glamourösen Shawne Fielding. Das Blatt vermutete 2002 eine Sexaffäre Borers mit der Visagistin Djamile R. und kochte die Geschichte atemlos und rauschhaft hoch. Zur historischen Belustigung wollen wir gern ein paar der Titelzeilen aus jenen Tagen rezyklieren.

«Thomas Borers nächtliche Besucherin: ‹Er fuhr mich in die Tiefgarage›».

«Djamile R. über ihren nächtlichen Besuch bei Thomas Borer: ‹Er zeigte mir die Botschaft, auch die Privat-Räume›».

«‹Ich verstehe nicht, warum er meinen Besuch leugnet.› Djamile R. über ihre nächtliche Begegnung mit Thomas Borer».

«Djamile R.: ‹Immer wenn Shawne weg war, hatten wir Sex in der Botschaft!›».

«‹Das hat sich Herr Borer selber eingebrockt.› Verleger Michael Ringier über Botschafter-Affäre».

Das war, rein handwerklich betrachtet, Boulevard vom Feinsten. Die Frage ist nur, warum der Verleger in diesem Falle dermassen von seiner Maxime abrückte, wonach «die Schweizer eine grosse Sensibilität dafür haben, wie man mit Menschen umgehen soll». Die Frage ist schnell geklärt. Ringiers Chefpublizist Meyer mochte Borer auf den Tod nicht leiden, weil ihm der an seinem Zweitwohnsitz Berlin vor der gesellschaftlichen Sonne stand. Darum gaben die zwei den Botschafter zum Abschuss frei.

Die Folgen sind bekannt. Der Blick konnte nichts beweisen. Borer wurde abgesetzt. Er klagte. Ringier musste sich bei Borer öffentlich entschuldigen und ihm eine Genugtuungssumme von 7 Millionen Franken bezahlen. Meyer musste vorübergehend ins deutsche Exil.

Damit wären wir zurück bei der Eingangsgeschichte um die geplatzte TV-Tätigkeit von Roger Schawinski. Im Hause Ringier herrscht eine Kultur, die subjektive Prinzipien über die Mechanismen des marktnahen Geldverdienens stellt, zumindest in der Schweiz. Auch der Blick ist in die Bredouille geraten, weil ihm eine Strategie verordnet wurde, die persönliche Befindlichkeiten und Eitelkeiten über den finanziellen Erfolg der Zeitung stellt.

Meyer kann man dafür keinen Vorwurf machen. Er ist angestellter Berater, und es ist sein Recht, seine Meinung zu sagen, auch wenn diese Meinung destruktive Folgen hat. Wenn der Dienstherr seine Meinung akzeptiert, ist der Berater sanktioniert. Es war auch nicht die Verantwortung von McKinsey, als die Swissair-Spitze ihre Airline versenkte.

Kreuzung aus Sportwagen und Traktor

Ringier kann man auch keinen Vorwurf machen. Er ist Hauptaktionär des Unternehmens und keinen öffentlichen Teilhabern verpflichtet. Wenn er eine Mission haben will, ist das sein Recht. Auch wenn er Geld verlieren will, ist dies seine Sache. Arbeitsplätze hat die Talfahrt des Blicks bisher nicht gekostet. Das kommt erst noch. Der Niedergang des Blicks war damit bisher eine virtuelle Angelegenheit, die ausser dem Besitzer noch niemandem richtig geschadet hat.

Nach der Kündigung seines Chefredaktors hat Michael Ringier nun angeordnet, dass die beiden Zukunftskonzepte von De Schepper und Larass zwangsfusioniert werden. Jeweils «das Beste aus den zwei Vorschlägen», so Ringier, soll in ein Szenario für den Blick der Zukunft fliessen. Das ist natürlich ein ähnlich abenteuerliches Unterfangen, wie wenn man einen Traktor und einen Sportwagen zusammenbaut und dann darauf hofft, dass aus der Kreuzung eine erfolgreiche Familienlimousine entsteht.

Beauftragt mit dem mendelschen Kraftakt ist Bernhard Weissberg, Chefredaktor der abendlichen Gratiszeitung Heute. Weissberg gehört ideologisch zum engeren Konsolidierungskreis von Michael Ringier, Meyer und Gleichgesinnten. Auch Weissberg ist eher für Gutmenschen und Gutbären, er schreibt gegen die Klimakatastrophe und für die EU, gegen Wirtschaftsliberalismus und für Umverteilung, gegen Ausschaffungen und für Ausländerintegration, gegen Sparpakete und für die Kulturförderung. Und er schreibt selten über Sex.

Weissberg wird vermutlich der nächste Chefredaktor der Boulevardzeitung sein. Wir können uns als Beobachter darum getrost zurücklehnen. Mit dem Blick geht es weiter wie bisher. Es geht abwärts. Aber das ist nicht unser Problem.


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Erschienen in der Weltwoche Ausgabe 13/07
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