Die Frage der richtigen Ernährung muss zu Jahresbeginn gestellt werden. Was ist vernünftig? Welche Genuss- und Nahrungsmittel können ohne das Risiko einer Gewichtszunahme verzehrt werden? In dieser Ausgabe schreibt Beda M. Stadler, Chef am Institut für Immunologie der Universität Bern, bis vor kurzem 125 Kilogramm schwer, seinen auf persönlichen Erfahrungen beruhenden Bericht, eine schonungslose Abrechnung mit den Errungenschaften der industriellen Lebensmittelfertigung. Stadler hält nichts von Diäten und künstlich aufgerüsteter Gesundheitsnahrung. Im Bio-Food sieht er eine Ausgeburt von Scharlatanismus und einer falschen Landwirtschaftspolitik, selbst das Birchermüesli findet keine Gnade. Als Folge eines Experiments an sich selber ist Stadler zum Schluss gelangt, dass man sich nur von Dingen ernähren sollte, die auch bei unseren Grossmüttern auf den Tisch kamen. Seine Regel: Iss viel Blätter und Stängel, kleine Mengen, koche selber und traue keinem Essen, das von Wissenschaftlern entworfen wurde. Heute wiegt Stadler 88 Kilo.
Er war eine barocke Figur des politischen Verbrechens, ein Strassenschläger, der dank der Armee den Aufstieg ins höchste politische Amt Ugandas schaffte. General Idi Amin beherrschte den afrikanischen Staat zwischen 1971 und 1979. Um sein Terrorregime ranken sich fürchterliche Mythen. Der Mann selber prahlte sogar mit angeblich kannibalistischen Anwandlungen. Im saudi-arabischen Exil verbrachte der Massenmörder einen ruhigen Lebensabend, ehe er vor vier Jahren an Altersschwäche starb. Idi Amins Leben ist nun zum Stoff eines offenbar hervorragenden Hollywood-Films geworden, in der Titelrolle als «The Last King of Scotland» Forest Whitaker. Unsere Autorin Beatrice Schlag gibt dem schwarzen Hollywood-Star gute Chancen, am nächsten Sonntag einen Oscar zu gewinnen. Wie es sich mit Amin tatsächlich verhielt, stellt in einem ausgedehnten Porträt unser Redaktor Daniel Ammann dar. Ammann kennt Uganda aufgrund zahlreicher Reisen. Das Land hätte eigentlich eine blühende Zukunft haben können, doch der Diktator hinterliess es, nachdem er verjagt worden war, in Trümmern.
Als eines der wenigen Blätter Europas hat die Weltwoche skeptische Akzente gesetzt gegen die politische Instrumentalisierung der Klima-Diskussion. Es entspricht der anti-apokalyptischen Haltung der Zeitung, dass sie den Weltuntergangsszenarien skeptisch gegenübersteht und den Sachverhalt von mehreren Seiten beleuchtet. Für diese Aufgabe hat unser Autor Hanspeter Born den Tory-Politiker Nigel Lawson in London zum grossen Interview getroffen. Lord Lawson war einer der ersten Kritiker des Stern-Reports, des Versuchs, Klimadaten zu volkswirtschaftlichen Verlusten in der Zukunft hochzurechnen. Die Sorge ums Klima, sagt Lawson, sei eine Art Religion geworden, ein Mittel zur Durchsetzung höherer Steuern, was der frühere Schatzkanzler der Thatcher-Regierung heftig kritisiert. Im Gespräch erzählt Lawson daneben von seinen Jahren als «neoliberaler» Finanzminister und seinen Erfahrungen mit der EU. Er bezweifelt, dass es jemals so etwas wie vereinigte Staaten von Europa geben werde. «Was allerdings viele Leute in Brüssel nicht daran hindern wird, weiterhin darauf hinzuarbeiten.»
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