Ich über mich

Ich über mich

Brad Pitt, Schauspieler, Sexsymbol und Familienvater: «Ehrlich gesagt, will ich nicht, dass die Leute mich kennen.»

Von Katja Alves

Ich bin ein Adoptions-Aktivist.

Ich bin immer noch der Gleiche. Es gibt grossartige Dinge in meinem Leben, und die kommen alle aus dieser Familie, die wir geformt haben.

Ich kann nur jedem eine Adoption empfehlen. Ich habe zwei adoptierte Kinder und kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie sind genauso mein Blut wie meine Tochter Shiloh, die natürlich geboren wurde. Und ich bin ihr Blut. Ich kann nur sagen: Ohne Familie könnte ich nicht mehr leben.

Ich hatte eigentlich eine ganz schöne Kindheit, es fehlte mir an nichts.

Es war einer der wichtigsten Momente meines Lebens, als ich schliesslich von der Religion überhaupt nichts mehr wissen wollte. Das war eine gewaltige Sache. Einerseits war ich erleichtert, an nichts mehr glauben zu müssen; anderseits fühlte ich mich allein: Religion hatte mir auch Halt gegeben.

Als ich klein war, wollte ich so viel wissen: Warum ist das so, warum ist die Welt so, warum hat Gott das gemacht? Angeborene Traurigkeit. Sie kam immer zurück, ohne Grund.

Es ist sehr beruhigend, das Leben mit jemandem zu teilen. Ich finde es anregend und überhaupt nicht langweilig, wie alle immer sagen. Die Partnerin ist eine wichtige Stimme in meinem Leben. Sie ist es auch, die mich auf den Boden zurückbringt, wenn ich ausraste.

Nachwuchs macht unsere Liebe noch wunderbarer.

Es ist interessant zu beobachten, wie zwei Leute lernen, ein Team zu sein.

Wir mögen Extreme.

Neulich habe ich ein Handtuch aus dem Hotelzimmer mitgehen lassen.

Ja, ja, ich bin der Typ, der alles hat. Ich weiss.

Nur dumme Menschen unterwerfen sich der ständigen Selbstprüfung. Manchmal hängt mir tagelang irgendetwas aus der Nase, aber ich bemerke es nicht, bis mich eine Make-up-Frau darauf aufmerksam macht.

Ich wurde von meinen Freunden beneidet, weil ich mich wie ein Arschloch benehmen konnte und trotzdem alles bekam, was ich wollte.

Die wilden Nächte hebe ich mir für Reisen auf. Oder ich verbringe wilde Nächte zu Hause.

Ich hatte nie Probleme mit Liebesszenen.

Wenn einem Paparazzi auf Schritt und Tritt folgen, kann das schon sehr nerven. Ich kenne alle ihre Verstecke und Autos.

Fremde Leute durchwühlen meinen Müll und verkaufen ihn an die Presse.

Ehrlich gesagt, will ich nicht, dass die Leute mich kennen.

Ich will, dass man mich versteht.

Ruhm hat auch seine guten Seiten. Er kann verdammt gut schmecken.

Ich weiss nicht, ob ich einen Werbespot zur Soldatenrekrutierung machen würde – aber ich glaube, wir sollten helfen, wo wir können. Unsere Aufgabe ist die Unterhaltung. Besondere Richtlinien braucht es dazu allerdings nicht.

Das Leben ist für mich wie eine Schule, die man nicht abschliesst.

Ich denke, ich bin sicher reifer geworden.

Ich bin schon etwas ruhiger, lehne mich zurück und warte, was passiert. Ich war immer schon so ein Typ.

In dem Moment, in dem du alles hast und es nichts mehr zu wünschen gibt, bis du allein mit dir selbst.

Nichts befreit stärker von Egoismus und Selbstbezogenheit als die Bergnatur in ihrer Schönheit und Feindseligkeit. Ich habe gelernt, zu meditieren und mich über Zen mitzuteilen.

Gut, ich bin wirklich süchtig nach Happy Ends.


Quellen: APA News, Blick, Focus, Glückspost, NBC News, Paris Match, Rolling Stone, Süddeutsche Zeitung, Tele

Zusammengestellt von Katja Alves

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