Oriana Fallaci

Die Kreuzritterin

Wenn das Abendland in Gefahr ist, hebt Oriana Fallaci die Stimme. Zu schrill, sagen die einen; zu Recht, sagen die anderen. Porträt einer Frau, die es mit ihrer Interviewtechnik schaffte, den Ajatollah Chomeini zum Lachen zu bringen.

Von Margaret Talbot

«Gestern bin ich ausgerastet», sagte die italienische Journalistin und Romanautorin Oriana Fallaci. Sie erzählte mir von einem Hundebesitzer und den Freiheiten, die dieser seinem Hund erlaubt hatte vor Fallacis Haus an der New Yorker Upper East Side. Ein grosser Fehler. «Allerdings habe ich nicht mehr die Energie, richtig wütend zu werden wie früher», fügte sie hinzu. Das erinnerte mich daran, was der Journalist Robert Scheer 1981 über Fallaci sagte, nachdem er sie für den Playboy interviewt hatte: «Zum ersten Mal in meinem Leben taten mir Leute wie Chomeini, Gaddafi, der Schah von Persien oder Kissinger leid – die alle von ihrem Zorn getroffen worden waren und von denen sie sagte, sie habe sie ‹mit tausend Gefühlen der Wut› interviewt.»

Zwei Jahrzehnte lang, von der Mitte der 1960er bis zur Mitte der 1980er Jahre, war Fallaci einer der weltweit schärfsten politischen Interviewer gewesen.

Sie sprach mit einigen der Mächtigsten der Welt: Jassir Arafat, Golda Meir, Indira Gandhi, Haile Selassie, Deng Xiaoping. Henry Kissinger, der später schreiben sollte, das Interview, das sie 1972 mit ihm geführt habe, sei «das absolut katastrophalste Gespräch, das ich je mit einem Vertreter der Presse gehabt habe», sagte, er habe sich auf ein Gespräch mit ihr eingelassen, weil ihm geschmeichelt habe, mit wem zusammen er in Fallacis «journalistisches Pantheon» aufgenommen würde. «Trophäensammlung» wäre richtiger gewesen: Fallaci zog ihren Gesprächspartnern regelmässig das Fell über die Ohren.

Pubertäre Abscheu vor Macht

Ihr Interviewstil war gezielt verunsichernd: Sie war bei jeder Begegnung bewusst aggressiv, machte immer wieder Anspielungen auf den Existenzialismus (gern entwaffnete sie ihre Gesprächspartner mit direkten Fragen nach dem Tod, Gott oder Barmherzigkeit) und legte eine geschmeidige, listige Intelligenz an den Tag. Es schadete nicht, dass sie zierlich und schön war mit glattem, weichem Haar, das sie in der Mitte gescheitelt oder in zwei Zöpfen trug, mit melancholischen blaugrauen Augen, die sie mit Eyeliner betonte, einer zigarettengegerbten Stimme und einem niedlichen italienischen Akzent. Während des Vietnamkriegs wurde sie manchmal in Uniform mit Helm fotografiert; auf ihrem Rucksack stand von Hand geschrieben, falls sie im Kampf getötet werde, solle man ihre Leiche dem italienischen Botschafter schicken. Auf diesen Bildern wirkte sie so zierlich und verletzlich wie ein Kind. Als sie 1968 während einer Reportage über die Studentendemonstrationen in Mexico City angeschossen und dann von der Polizei mit anderen Verletzten und Sterbenden in ein Wohnhaus gesperrt wurde, war die erste Regung der Studenten, die Journalistin zu beschützen: Ein junger Mann gab ihr seinen Pullover, damit sie ihr Gesicht vor einer tropfenden Abwasserröhre bewahren konnte. Fallacis Härte hat andere Menschen, insbesondere Männer, immer wieder überrascht.

Fallacis journalistische Arbeiten, die zuerst für die italienische Zeitschrift L’Europeo entstanden und später übersetzt weltweit veröffentlicht wurden, waren durchdrungen von «einer mythischen Empfindung politischer Bösartigkeit», wie die Autorin Vivian Gornick es einmal formulierte, einem fast pubertären Abscheu vor Macht, der dem damaligen Zeitgeist bestens entsprach. Wie Fallaci 1982 erklärte: «Ob es die Macht eines despotischen Herrschers oder eines gewählten Präsidenten ist, eines mörderischen Generals oder eines geliebten Staatslenkers – ich empfinde Macht als ein unmenschliches, hassenswertes Phänomen. [...] Ich habe Ungehorsam gegenüber Unterdrückern immer als die einzige Möglichkeit empfunden, die wunderbare Tatsache unseres Geborenseins richtig zu nutzen.» In ihrem Interview mit Kissinger sagte sie ihm, er gelte als «Nixons Amme», und verleitete ihn zur Aussage, die Amerikaner liebten ihn, weil er «immer allein handle», wie «der Cowboy, der einen Planwagenzug anführt, indem er auf seinem Pferd allein vorausreitet, der Cowboy, der allein in die Stadt geritten kommt». Politische Karikaturisten machten sich über diese Bemerkung gnadenlos lustig, und Kissingers Memoiren zufolge trübte sie sein Verhältnis zu Nixon. Der bemerkenswerteste Moment des Interviews kam, als Fallaci Kissinger zum Vietnamkrieg fragte: «Finden Sie nicht auch, Dr. Kissinger, dass das ein nutzloser Krieg gewesen ist?», und dieser anhob mit den Worten: «Da muss ich Ihnen Recht geben.»

Fallacis Interview mit Chomeini, das am 7. Oktober 1979 kurz nach der iranischen Revolution in der New York Times erschien, war das aufregendste Beispiel für ihre kämpferische Art. Sie war in die Stadt Qom gereist, um sich ein Interview mit Chomeini zu sichern, und musste zehn Tage warten, bis er sie empfing. Sie traf den Anweisungen des neuen islamistischen Regimes entsprechend barfuss und in einen Tschador gehüllt beim Ajatollah ein. Fast sofort bombardierte sie ihn mit Fragen über die Schliessung oppositioneller Zeitungen, die Behandlung der kurdischen Minderheit und die Hinrichtungen im Schnellverfahren, die das neue Regime im Iran vornehmen liess. Als Chomeini diese Vorgänge mit der Begründung verteidigte, einige der Hingerichteten seien brutale Schergen des Schahs gewesen, fragte Fallaci: «Ist es gerecht, eine arme Prostituierte, eine Frau, die ihrem Mann untreu gewesen ist, oder einen Mann, der einen anderen Mann liebt, zu erschiessen?» Der Ajatollah antwortete mit unerbittlichen Metaphern. «Was ein ganzes Land und seine Bevölkerung verderben kann, muss ausgerissen werden wie das Unkraut, das ein Weizenfeld verseucht.»

Weg mit dem Tschador

Fallaci stellte weitere empörte Fragen zur Behandlung von Frauen im neuen islamischen Staat. Warum, fragte sie, zwang Chomeini Frauen, «sich zu verstecken, sich zu vermummen», nachdem sie durch ihren entscheidenden Beitrag zur islamischen Revolution doch ihre Ebenbürtigkeit bewiesen hatten? Chomeini antwortete, die Frauen, «die zur Revolution beitrugen, waren und sind Frauen, die sich Islam-gerecht kleiden». Das seien keine Frauen, die wie Fallaci «unbedeckt herumgehen und einen Rattenschwanz von Männern hinter sich herziehen». Ein paar Minuten später wurde Fallaci noch dreister: «Wie schwimmt man in einem Tschador?» Chomeini schnauzte: «Wenn Ihnen die islamische Kleidung nicht gefällt, brauchen Sie sie ja nicht zu tragen. Islamische Kleidung ist für gute und anständige junge Frauen.» Fallaci sah eine Blösse und stiess zu: «Nachdem Sie das gesagt haben, ziehe ich jetzt diesen dummen, mittelalterlichen Fetzen ab.» Sie riss ihren Tschador herunter.

In einer Mail schrieb Fallaci neulich über Chomeini: «Nun tat er beleidigt. Er sprang auf wie eine Katze, geschmeidig wie eine Katze, mit einer Geschmeidigkeit, die ich bei einem Mann seines Alters nie erwartet hätte, und liess mich sitzen. Ich musste danach 24 (oder waren es 48?) Stunden warten, bis ich ihn nochmals treffen und das Interview abschliessen konnte.» Als Chomeini sie wieder vorliess, gab ihr sein Sohn Ahmed einen Ratschlag. Sein Vater sei immer noch sehr wütend, sie solle das Wort «Tschador» deshalb besser vermeiden. Fallaci stellte ihr Tonbandgerät an und kam sogleich auf das Thema zurück. «Zuerst schaute er mich verblüfft an», sagte sie, «völlig verblüfft. Dann huschte der Hauch eines Lächelns über seine Lippen. Dann wurde aus dem Hauch ein echtes Lächeln. Und schliesslich wurde daraus ein Lachen. Er lachte, ja. Und als das Interview vorbei war, flüsterte Ahmed mir zu: ‹Glauben Sie mir, ich habe meinen Vater noch nie lachen sehen. Ich glaube, Sie sind der einzige Mensch auf dieser Welt, der ihn je zum Lachen gebracht hat.›»

Fallaci erinnerte sich, dass sie Chomeini intelligent gefunden hatte und «den bestaussehenden alten Mann, der mir je begegnet war. Er glich der Moses-Skulptur von Michelangelo.» Ausserdem, sagte sie, sei Chomeini «keine Marionette gewesen wie Arafat, Gaddafi oder viele andere Diktatoren, die mir in der islamischen Welt begegnet sind. Er war eine Art Papst, eine Art König – ein Führer. Und ich brauchte nicht lang, um zu begreifen, dass er seiner ruhigen Erscheinung zum Trotz der Robespierre oder Lenin einer Bewegung war, die sehr weit reichen und die Welt vergiften würde. Die Leute liebten ihn zu sehr. Sie sahen in ihm einen Propheten. Nein, schlimmer: einen Gott.»

Auf dem Weg nach Eurabien

Als Fallaci nach dem ersten Gespräch aus Chomeinis Haus ging, wurde sie von Iranern belagert, die sie berühren wollten, weil sie in des Ajatollahs Gegenwart gewesen war. «Die Ärmel meines Hemds wurden abgerissen, auch meine Hose», erinnerte sie sich: «Meine Arme waren übersät mit blauen Flecken, auch die Hände. Glauben Sie mir: Mit Chomeini fing alles an. Ohne Chomeini wären wir nicht, wo wir heute sind. Was für ein Jammer, dass seine Mutter, als sie mit ihm schwanger war, ihn nicht abtreiben wollte.»

Heute, ist Fallaci überzeugt, ist das Abendland in Gefahr, vom radikalen Islam verschlungen zu werden. Seit dem 11. September 2001 hat sie drei kurze, wutvolle Bücher mit dieser These geschrieben. Zwei davon, «Die Wut und der Stolz» und «Die Kraft der Vernunft», hat sie selber in ein eigenwilliges Englisch übersetzt. Ein drittes, «L’Apocalisse», erschien vor kurzem in Italien und enthält auch ein längeres Selbstinterview. Sie schreibt, die muslimische Einwanderung mache Europa zu einer «Kolonie des Islam», etwas Erbärmlichem, das sie «Eurabien» nennt und wo bald «Minarette die Glockentürme und Burkas den Minirock verdrängen werden». Fallaci sagt, der Islam habe es immer schon auf Europa abgesehen gehabt, und beschwört die Belagerung von Konstantinopel im 7. Jahrhundert und wie brutal die Ottomanen im 14. und 15. Jahrhundert in Europa eingefallen seien. Sie behauptet, die gegenwärtige Einwanderung aus muslimischen Ländern in europäische laufe aufs Gleiche – eine Invasion – hinaus, bloss dass sie diesmal mit «Kindern und Booten» statt «Truppen und Kanonen» erfolge. Und nach Fallacis Meinung ist «die Kunst des Einmarschierens, Eroberns und Unterwerfens die einzige Kunst, in der die Söhne Allahs sich immer schon hervorgetan haben».

Europäer, besonders linke, sagt Fallaci, messen mit zweierlei Mass, wenn es um muslimische Gebräuche geht. «Wenn Sie Ihre Meinung äussern über den Vatikan, die katholische Kirche, den Papst, die Jungfrau Maria, Jesus oder die Heiligen, stellt niemand Ihr ‹Recht auf Gedanken- und Meinungsfreiheit› in Frage. Tun Sie das Gleiche jedoch in Bezug auf den Islam, den Koran, den Propheten Mohammed oder einen Sohn Allahs, dann werden Sie als fremdenfeindlicher Gotteslästerer bezeichnet, der sich rassistischer Diskriminierung schuldig macht. Treten Sie einen Chinesen, Eskimo oder Norweger, der Ihnen eine Obszönität zugezischt hat, in den Arsch, passiert nichts. Im Gegenteil, man sagt Ihnen: ‹Gut gemacht, bravo.› Treten Sie aber im gleichen Zusammenhang einen Algerier, Marokkaner, Nigerianer oder Sudanesen in den Arsch, dann werden Sie gelyncht.» Der Tonfall von Fallacis Trilogie ist bewusst ausfällig und oft beleidigend. Im ersten Band schreibt sie, die Muslime «vermehren sich wie Ratten»; im zweiten, diese Aussage sei «ein bisschen brutal» gewesen, aber «unbestreitbar richtig». Das Motiv des Beschmutzens taucht immer wieder auf: So beschwert sie sich in «Die Wut und der Stolz» über somalische Muslime, die «widerliche gelbe Urinspuren hinterliessen, die den jahrtausendealten Marmor des Baptisteriums in Florenz entweihten». «Donnerwetter!», schreibt sie: «Die haben aber Druck auf der Leitung, diese Söhne Allahs! Wie haben die es fertig gebracht, dieses Ziel so gut zu treffen, das von einem Schutzgitter umgeben ist und sich somit beinahe zwei Meter von ihrem Harnapparat entfernt befand?» Sechs Seiten weiter hinten beschreibt sie Urinspuren auf der Piazza San Marco in Venedig und fragt sich, ob muslimische Männer eines Tages «die Sixtinische Kapelle vollscheissen werden».

Zweifelhafter Prozess

Diese Bücher haben Fallaci, die am 20. Juni 77 geworden ist und seit über zehn Jahren Krebs hat, in eine sonderbare Lage gebracht. Der Grossteil der italienischen Intelligenzija schneidet sie heute. (Auch die deutsche Presse ist äusserst kritisch.) In einem Artikel, der 2003 in der linken Zeitung La Repubblica erschien, wurde sie als «ignorantissima» bezeichnet, als «Exhibitionistin, die sich gebärdet, als sei sie die Mutter Johanna des Abendlands». In einer angesagten Mailänder Galerie wurde vor kurzem ein Bild von ihr als Geköpfter gezeigt. Ohne ihren Namen zu nennen, schrieb Umberto Eco in einer Entgegnung zu «Die Wut und der Stolz»: «Wir sind eine pluralistische Gesellschaft, weil wir erlauben, dass in unserer Heimat Moscheen gebaut werden. Dies dürfen wir nicht aufgeben, bloss weil in Kabul evangelische Christen ins Gefängnis gesteckt werden. Täten wir dies, würden wir selbst zu Taliban.»

Wiederholt ist Oriana Fallaci in Konflikt geraten mit den strengen europäischen Gesetzen gegen die Verunglimpfung von Religionen oder gegen Rassismus. 2002 versuchte die französische Bewegung gegen Rassismus und für Völkerfreundschaft vergeblich, das Buch «Die Wut und der Stolz» verbieten zu lassen. 2003 verlangten von muslimischen Gruppen unter Druck gesetzte Schweizer Behörden die Auslieferung Fallacis, damit man ihr den Prozess machen könne. Der italienische Justizminister lehnte den Antrag ab. Zurzeit wartet Fallaci auf einen Prozess in Italien, und zwar wegen Blasphemie. Vergangenes Jahr überredete Adel Smith, ein die Muslimische Vereinigung Italiens anführender Konvertit, einen Richter in Bergamo dazu, Smiths Klage gegen Fallaci wegen Verunglimpfung des Islam anzunehmen. Laut einem Strafgesetz aus der Zeit von Mussolini wird, «wer die Staatsreligion beleidigt, indem er Anhänger dieser Religion diffamiert, mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft». Obschon das Gesetz formuliert worden war, um die katholische Kirche zu schützen, wurde es im Lauf des letzten Jahrzehnts dahingehend geändert, dass es heute «jegliche vom Staat anerkannte Religion» schützt. Mit der Klage gegen Fallaci wird das Gesetz erstmals wegen einer andern Religion als des Katholizismus angerufen.

Ihre neusten Bücher und der zweifelhafte Prozess, der ihr deswegen bevorsteht – ihre Bücher mögen Anstoss erregen, aber genauso anstössig ist es, Fallaci deswegen vor Gericht zu ziehen –, haben sie aber auch zum Liebling vieler Europäerinnen und Europäer gemacht. Die Bücher waren in Italien Bestseller, insgesamt sind bisher vier Millionen verkauft worden. Für ihre Bewunderer ist sie eine alternde Kassandra, die sich zu einer letzten Prophezeiung aufrafft. Im September hatte sie eine Privataudienz bei Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo, seiner Sommerresidenz ausserhalb von Rom. Sie hatte Johannes Paul II. vorgeworfen, Versuche der Annäherung an die Muslime zu machen und den Terrorismus nicht scharf genug zu verurteilen. Bei Joseph Ratzinger hat sie noch Hoffnung. Vergangenen Dezember zeichnete die italienische Regierung Fallaci mit einer Goldmedaille für «kulturelle Verdienste» aus.

Manche europäische Intellektuellen gestehen ihr zu, Menschen, die von der Herausforderung, islamische Einwanderer zu assimilieren, überfordert und bestürzt sind, eine aufgebrachte, ausdrucksvolle Stimme zu leihen. 2002 schrieben Lucia Annunziata, eine Kolumnistin, und ein damaliger Redaktor der italienischen Zeitschrift Panorama, «Die Wut und der Stolz» habe «die Ansichten der Italienerinnen und Italiener über den gegenwärtigen Konflikt zwischen der westlichen und der islamischen Welt neu definiert». Der französische Philosoph Alain Finkielkraut schrieb, Fallaci gehe «zu weit» und reduziere «alle Söhne Allahs auf ihre schlimmsten Eigenschaften», doch er lobte sie dafür, dass sie «den Diskurs und die Handlungen unserer Gegner» beim Wort nehme und dass sie – nach dem 11. September, der Hinrichtung von Daniel Pearl, der Zerstörung der Buddhas in Afghanistan und anderen Scheusslichkeiten, die im Namen des Islam begangen wurden – sich nicht einschüchtern lasse vom «bussfertigen Narzissmus, der den Westen sogar dessen schuldig macht, wessen Opfer er ist».

Fallaci verbringt die meiste Zeit in New York, wo sie ziemlich einsam lebt. Als ich sie eines regnerischen Samstagnachmittags im April und am folgenden Tag besuchte, erlebte ich sie als redselig und dramatisch: Bisweilen brüllte sie, wenn es ihr für die Sache erforderlich schien. Sie rauchte kleine braune Nat-Sherman-Zigaretten: Rauchen, meint sie, «desinfiziere» sie.

Fallacis New Yorker Heim ist ein schönes Haus aus weiss gestrichenem Sandstein mit einem Hintergarten, der von einer Mauer umgeben ist. Wir setzten uns im ersten Stock in einen Raum voller in Leder gebundener Ausgaben von Dickens, Voltaire und Shakespeare. Auf dem Tisch lagen Ausschnitte aus italienischen Zeitungen, die ihren Kreuzzug gegen den Islam dokumentierten. Die italienische Presse, sagte sie, sei von ihr «besessen». Ein Artikel aus La Stampa war mit «Oriana lesen in Teheran» überschrieben und besagte, sie sei unter unabhängigen Iranerinnen eine Legende. «Verdammt gut!», sagte sie. Ihre früheren Bücher sind im Iran weit verbreitet, die Trilogie hingegen ist verboten. «Wissen Sie, was diese Frauen getan haben?», sagte sie: «Die haben englische und französische Ausgaben besorgt, fotokopiert und sie verteilt. Für so was können die ins Gefängnis kommen.»

Mut in den Genen

Sie war für mich immer eine Ikone der sechziger Jahre gewesen: eine Frau, die ein emanzipiertes Leben führte, ohne es so zu nennen, eine der unbekümmterten Heldinnen aus Françoise Sagans «Bonjour Tristesse» oder aus Doris Lessings «Goldenem Notizbuch» . Sie verunglimpfte die Ehe, wurde aus feinen Restaurants geschmissen, weil sie Hosen trug, und trieb sich mit Ingrid Bergman und Anna Magnani herum. Ihr autobiografischer Roman «Brief an ein nie geborenes Kind» (1977) war das verzweifelte Eingeständnis einer unabhängigen Frau, die dem Kinderhaben gegenüber ambivalent war. «Ein Mann» (1979) war eine fiktionalisierte Hommage an ihre grosse Liebe, den griechischen Widerstandskämpfer Alexandros Panagoulis, der, drei Jahre nachdem sie sich kennen gelernt hatten, bei einem verdächtigen Autounfall in Athen ums Leben kam. Panagoulis war ins Gefängnis gesteckt und gefoltert worden, weil er 1968 versucht hatte, den Chef der griechischen Junta, Georgios Papadopoulos, umzubringen.

Sie wurde 1929 in eine Familie geboren, in der Rebellion seit langem eine grosse Rolle spielte. Ihre Mutter Tosca, sagte sie, war die verwaiste Tochter eines Anarchisten. Auf beiden Seiten ihrer Familie hätten Verwandte für das Risorgimento, also die italienische Unabhängigkeits- und Einigungsbewegung des 19. Jahrhunderts, gekämpft: «Das waren Leute, die waren ständig im Gefängnis.» Sie beschreibt ihren Vater Edoardo, einen Handwerker, der zu einem Führer der antifaschistischen Bewegung der Toskana wurde und der dafür ins Gefängnis kam, als lieben Mann. «Helden können lieb sein», sagte sie und meinte, auch Panagoulis sei so gewesen. Als Teenager arbeitete Fallaci heimlich für den antifaschistischen Untergrund. Sie hatte den Decknamen Emilia und transportierte Sprengstoff und Botschaften. Nachdem sich Italien im September 1943 ergeben hatte und amerikanische und belgische Soldaten aus den Gefangenenlagern auszubrechen begannen, gehörte es zu Fallacis Aufgaben, diese Ausbrecher «an den Linien vorbei» in Sicherheit zu geleiten. Sie wurde ausgewählt, weil sie Zöpfe trug und trügerisch harmlos aussah. «Es war furchterregend, weil es Minenfelder gab und man nie wusste, wo die Minen waren», erinnerte sie sich: «Als meine Mutter dies später in einem Buch las, sagte sie meinem Vater: ‹Du hättest neugeborene Kinder geopfert! Du und deine Ideen.› Und dann fügte sie hinzu: ‹Aber ich hatte mir schon so was gedacht.›»

Fallacis Eltern empfanden die Amerikaner als ihre besonderen Freunde, und als Oriana aufs Gymnasium ging, bestanden sie darauf, dass sie Englisch paukte, während ihre Klassenkameradinnen Französisch lernten. Dies war der Anfang einer lebenslangen Nähe zu den USA, auch wenn sie während des Vietnamkriegs die Politik des Landes scharf kritisierte. «Jetzt, wo ich alt bin, habe ich darüber nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass, wer körperlich mutig ist, auch moralisch mutig ist», sagte sie: «Körperlicher Mut ist ein toller Test.» Und sie fügte hinzu: «Ich weiss, dass ich mutig bin. Aber nicht nur ich. Meine Schwester Neera war auch so. Und meine zweite Schwester, Paola. Das kam von der Erziehung durch unsere Eltern.»

Bomben gegen Minarette

Stolz erzählte sie eine Geschichte über ihre Mutter. Wie andere Erinnerungen klang sie, als sei sie im Lauf der Jahre überarbeitet worden. «Als mein Vater verhaftet wurde, wussten wir nicht, wo sie ihn hingesteckt hatten, und so ging sie zwei Tage lang überallhin, bis sie ihn endlich fand, im Folterhaus. Es hiess Villa Triste. Dort brachte man Leute um. Und der faschistische Major hiess Mario Carità – Major Barmherzigkeit. Meine Mutter, ich weiss nicht, wie sie das geschafft hat, ging zum Büro von Major Barmherzigkeit und kam dabei an einem Raum vorbei, dessen Boden voll Blut war, dem Blut dreier Männer, die verhaftet und aneinander gefesselt worden waren, und einer davon war mein Vater. Carità sagte: ‹Madame, ich habe keine Zeit zu verlieren. Ihr Mann wird morgen früh um sechs hingerichtet. Sie können sich schon mal schwarz anziehen.› Meine Mutter stand auf – und ich stelle sie mir immer so vor wie die Freiheitsstatue –, sie stand also auf und sagte: ‹Mario Carità, ich werde mich morgen schwarz anziehen, wie Sie gesagt haben. Wenn Sie aber aus dem Schoss einer Frau geboren sind, bitten Sie Ihre Mutter, das Gleiche zu tun, denn Ihr Tag wird sehr bald kommen.› Man könnte ein Jahr lang überlegen, bis einem so was einfällt. Ihr fiel das einfach so ein.» Ihre Mutter sei damals schwanger gewesen, fuhr Fallaci fort: «Sie stieg auf ihr Fahrrad, und plötzlich hatte sie schreckliche Schmerzen. Sie betrat ein schönes Gebäude, und in dessen Innenhof verlor sie ihr Kind. Sie legte es in, ich weiss nicht, in ein Taschentuch oder so. Sie stieg wieder aufs Fahrrad. Sie fuhr nach Hause. Ich machte die Tür auf, und da war meine Mutter, bleich wie Schnee. Bevor sie hereinkam, sagte sie: ‹Vater wird morgen früh um sechs hingerichtet, und Elena› – so sollte das Baby heissen – ‹ist tot.› Keine Träne.» Edoardo Fallaci wurde schliesslich verschont, verbrachte aber noch längere Zeit im Gefängnis. Fallacis Schwester Neera wurde Schriftstellerin und starb an Krebs. Paola ist eine perfektionistische Gärtnerin, die auf Orianas Landgut in der Toskana preisgekrönte Hühner züchtet.

Für Oriana Fallaci lebt mit dem islamistischen Fundamentalismus der Faschismus auf, im Kampf gegen welchen sie und ihre Schwestern aufgewachsen waren. Sie sagte mir: «Ich bin überzeugt, dass die Situation politisch gesehen praktisch gleich ist wie 1938 mit dem Münchner Abkommen und England und Frankreich, die absolut nichts kapierten. Mit den Muslimen verhalten wir uns jetzt genau gleich.» In einer E-Mail führte sie dies weiter aus: «Schauen Sie sich mal die Muslime an: Die machen in Europa einfach weiter mit ihren Tschadors, ihren Burkas und Dschellabas. Die machen weiter mit ihren Gebräuchen, die der Koran predigt, die misshandeln weiter ihre Frauen und Töchter. Sie weisen, kurz gesagt, unsere Kultur zurück und versuchen uns ihre Kultur, ihre sogenannte Kultur, aufzuzwingen. [...] Ich weise sie zurück, und das ist nicht nur meine Pflicht meiner Kultur gegenüber. Meinen Werten, meinen Prinzipien, meiner Zivilisation gegenüber. Das ist nicht nur meine Pflicht meinen christlichen Wurzeln gegenüber. Es ist meine Pflicht der Freiheit gegenüber und der Freiheitskämpferin, die ich bin, seit ich als kleines Mädchen als Partisanin gegen den Nazi-Faschismus gekämpft habe. Der Islamismus ist der neue Nazi-Faschismus. Dem Nazi-Faschismus gegenüber ist kein Kompromiss möglich. Keine heuchlerische Toleranz. Und wer diese einfache Realität nicht begreift, nährt den Selbstmord des Abendlandes.»

Fallaci weigert sich, die Beschränktheit dieses Vergleichs anzuerkennen, dass beispielsweise die Einwanderung durch Muslime nicht das Gleiche ist wie die Annektierung durch einen anderen Staat. Und obschon die europäischen Länder sich tatsächlich weigern sollten, gewisse kulturelle Praktiken – zum Beispiel Polygamie, Ehrenmorde und antisemitische Lehren – zu dulden, neigt sie dazu, die schlimmsten Praktiken islamistischer Fundamentalisten als repräsentativ für alle Muslime darzustellen.

Ausserdem ist Fallaci überzeugt, die angestammte Kultur Italiens werde zusammenbrechen, wenn immer mehr Muslime einwandern. «Die leben auf unsere Kosten. Die haben Schulen, Krankenhäuser, alles», sagte sie und brüllte darauf: «Und überall wollen sie so verdammte Moscheen hinbauen!» Sie sprach von einer neuen Moschee und einem islamischen Zentrum, die für Colle di Val d’Elsa in der Nähe von Siena geplant seien. Sie schwor, die würden nicht lange stehen bleiben. «Wenn ich das noch erlebe, dann geh ich zu meinen Freunden in Carrara, Sie wissen schon, da, wo der Marmor herkommt. Das sind lauter Anarchisten. Mit deren Hilfe schnapp ich mir Sprengstoff. Ich lass euch in die Luft fliegen. Ich spreng die Dinger! Mit den Anarchisten von Carrara. Ich will diese Moschee nicht sehen, die wäre ganz in der Nähe von meinem Haus in der Toskana. Ich will kein 24 Meter hohes Minarett in der Landschaft von Giotto sehen.»

Ich begann mich zu fragen, ob Fallaci überhaupt die Einwanderung von Muslimen oder überhaupt eine Moschee in Europa tolerieren würde, und so stellte ich ihr diese Fragen per E-Mail. Sie schrieb, sie finde meine Frage nach den Moscheen «heimtückisch» und «beleidigend», denn ich stelle sie dar «wie diese blutrünstigen Fanatiker, die während der Französischen Revolution sogar die Statuen der Heiligen Jungfrau, von Jesus und den Heiligen köpften. Oder die ebenso blutrünstigen Fanatiker der bolschewistischen Revolution, die Ikonen verbrannten, Geistliche hinrichteten und die Kirchen als Lagerhallen benutzten. Also wirklich, kein ehrlicher Mensch kann behaupten, meine Ideen gehörten zu denjenigen solcher Leute. Ich bin bekannt dafür, dass ich mein Leben lang für die Freiheit gekämpft habe, und zur Freiheit gehört auch die Religionsfreiheit. Zum Kampf für die Freiheit gehört es aber nicht, sich einer Religion zu unterwerfen, die wie die muslimische andere Religionen vernichten will. Die ihren ‹Mein Kampf›, nämlich den Koran, dem ganzen Planeten aufzwingen will. Die dies schon seit 1400 Jahren tut. Das heisst: seit ihrer Geburt. Die im Gegensatz zu allen anderen Religionen alle, die anders leben wollen, hinschlachtet, köpft oder versklavt.»

Bei meiner zweiten Begegnung mit Fallaci ging es weniger aufgeregt zu. Sie ist eine exzellente Köchin und tischte eine Cotechino genannte Schweinswurst, Polenta, Kartoffelbrei, köstliche Törtchen mit Pinienkernen und getrockneten Früchten sowie Champagner auf. Noch nie hatte ich jemanden in der Küche mit solcher Wildheit herumfuhrwerken sehen: «Ich muss die Kartoffeln zerstampfen!», sagte sie. Wir sprachen über den historischen Roman, an dem sie nach dem 11. September 2001 nicht mehr weiterarbeitete, «weil ich von dieser Islam-Geschichte gekidnappt wurde», darüber, dass sie bedauert, keine Kinder zu haben, und über ihre langwierige Krankheit.

Sie überraschte mich mit einer charmanten Geschichte über sich als junge Schriftstellerin in den 1960er Jahren in New York. Sie bekam die Chance, Greta Garbo zu interviewen – ein gemeinsamer Freund wollte die Sache einfädeln. Doch Oriana Fallaci bewunderte Garbos heftigen und eleganten Kampf um ihre Privatsphäre und wollte der Sache deshalb nicht nachgehen. Eines Winterabends danach war sie beim Einkaufen im Dover Delicatessen in der Fifty-Seventh Street, und da war Garbo. «Man konnte sie unmöglich nicht erkennen. Sie war Greta Garbo. Sie war gekleidet wie Greta Garbo, und dann die Haare und die Brille. Sie war dabei, mit grosser Sorgfalt Hühnerfleisch auszuwählen. Sie betrachtete ein Bein, warf es zurück, dann eine Brust und so weiter. Ich schämte mich, dass ich sie dabei beobachtete. Ich ging in einen anderen Gang des Geschäfts, und ich weiss noch, dass ich ganz viel einkaufte, weil ich wollte, dass sie hinausging, ohne an mir vorbeizugehen.» Es war ein regnerischer Abend, und Fallaci hatte keinen Schirm. Als sie hinausging, hielt Garbo ihr die Tür auf. «Sie sagte: ‹Da, Miss Fallaci.› Ich sah wie ein armer, jämmerlicher Vogel aus.» Unter Garbos Schirm gingen sie zusammen bis zur Third Avenue, und Fallaci sagte fast kein Wort.

Nachdem ich Fallaci interviewt hatte, entdeckte ich zwei grossartige Beispiele für ihre Art Journalismus, die ich noch nicht gelesen hatte. In einem witzigen Artikel aus dem Jahr 1963 über Federico Fellini beschreibt sie mit genervter Gründlichkeit, wie oft und an wie vielen Orten der grosse Regisseur sie hatte warten lassen. Als sie ihn endlich erwischt hat, sagt sie: «Wappnen Sie sich, Signor Fellini, sprechen wir zur Abwechslung mal über Federico Fellini. Ich weiss, das fällt Ihnen schwer, Sie sind so zurückgezogen, so verschlossen, so bescheiden. Doch es ist unsere Pflicht, ihn zu diskutieren – der Nation zuliebe.» Sie macht in diesem Ton weiter, bis Fellini sie unterbricht mit den Worten: «Sie sind eine üble Lügnerin, ein freches kleines Luder.» In ihrer Einleitung zum Interview schreibt sie: «Ich habe Federico Fellini früher sehr gemocht. Seit unserer tragischen Begegnung mag ich ihn deutlich weniger. Um genau zu sein: Ich mag ihn nicht mehr. Respektive: Ich mag ihn kein bisschen. Ruhm ist eine schwere Bürde, ein mörderisches Gift, und ihn auszuhalten, ist eine Kunst. Sie ist nur wenigen gegeben.»

Vergesslichkeit macht nicht versöhnlich

Ebenso packend, wenn auch auf andere Art, ist der Teil ihres 1969 erschienenen Buchs «Nichts und Amen», in dem sie die Ereignisse im Oktober 1968 in Mexico City beschreibt, als Soldaten Hunderte von Menschen, die gegen die Regierung demonstrierten, erschossen oder mit Bajonetten erstachen. Fallaci wurde mit einer Gruppe von Studenten eingekesselt und von drei Kugeln getroffen. «In einem Krieg hat man manchmal tatsächlich eine Chance, doch wir hatten keine», schreibt sie: «Die Wand, an die sie uns stellten, war eine Hinrichtungsstätte. Wenn du dich bewegtest, richtete die Polizei dich hin, bewegtest du dich nicht, brachten dich die Soldaten um, und noch viele Nächte lang hatte ich diesen Alptraum, den Alptraum eines Skorpions, der sich von Feuer umgeben sieht, aber auch nicht durchs Feuer springen kann, weil er sonst durchbohrt würde.» Sie wurde an den Haaren die Treppe hinuntergeschleift und, da man sie für tot hielt, liegen gelassen. Dann kam sie doch noch in ein Spital, wo man ihr die Kugeln herausoperierte. Dabei flüsterte ihr einer der Ärzte zu: «Schreiben Sie alles auf, was Sie gesehen haben! Schreiben Sie’s auf!» Das tat sie und wurde so zur wichtigen Zeugin eines Massakers, das die mexikanische Regierung jahrelang leugnete.

In diesen journalistischen Arbeiten ist Fallaci in Bestform. In einer E-Mail schrieb sie mir später, sie erinnere sich nicht mehr an das Gespräch mit Fellini, nur noch daran, dass sie ihn nicht gemocht habe. Und von ihren Erinnerungen an Mexico City 1968 war eigentlich nur eine Abneigung gegen Mexikaner übrig geblieben. Fallacis Tugenden leuchten am hellsten in finsteren Umständen: ihr wilder Mut und die Bereitschaft, alles zu sagen. Sie hat mich freilich nicht davon überzeugen können, dass das Aufeinandertreffen von muslimischen Einwanderern und Europa einen solchen Umstand darstellt.

Das ist ihr aber auch egal. «Du musst alt werden, weil du dann nichts zu verlieren hast», sagte sie beim Mittagessen: «Du hast dieses Ansehen, dass dir mehr oder weniger einfach so zugestanden wird. Aber das ist dir scheissegal. Das ist der Inbegriff von Freiheit. Und Dinge, die ich früher nicht zu sagen wagte – wir alle haben etwas Scheues, Vorsichtiges –, also heute reisse ich einfach das Maul auf. Ich sage: ‹Was wollt ihr mit mir anstellen? Fickt euch ins Knie, ich sage, was ich will.›»


© Margaret Talbot, 2006

Der Artikel erschien ursprünglich in der Zeitschrift The New Yorker.
www.newyorker.com

Aus dem Amerikanischen von Thomas Bodmer

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