Über die Hälfte der Ärzte schreiben gemäss einer deutschen Umfrage Patienten auf deren Wunsch hin ab und zu krank, obwohl kein klarer Befund vorliegt. In der Schweiz dürfte es nicht anders sein: «Krankfeiern» (strafrechtlich gesehen handelt es sich um Betrug) gilt in weiten Kreisen als eine Art Menschenrecht. Wehe, wenn sich ein Arbeitgeber gegen den Missbrauch wehrt, der für kleine Firmen zu einer Belastung werden kann. Weltwoche-Redaktor Alex Baur erzählt den Fall einer Privatschule, die ein paar Lehrer verzeigte, die während Monaten auf Kosten ihrer Kollegen blaugemacht hatten. Die Strafuntersuchung förderte haarsträubende Sitten und Gebräuche zutage. Doch die Rache der Ertappten folgte prompt – unter Mithilfe der Medien. Die Quintessenz ist aus sozialpolitischer Sicht verheerend: Bei Betrug wegschauen und schweigen – Ehrlichkeit kann Ihre Existenz gefährden.
Jedoch: Glaubt man der Medizinindustrie, sind wir tatsächlich alle krank. Und müssen deshalb ständig diagnostiziert, therapiert, kuriert werden. In dieser Logik des permanenten Blaulichts gibt es keine Gesunden mehr, nur noch schlecht Untersuchte. Die Geschichte über den profitablen Krankeitskult rückt die Proportionen zurecht – und das tut gut.
José Manuel Ramos, der Drogenbaron, den Bundesanwalt Valentin Roschacher ins Land holte, um den Finanzplatz zu säubern, war nicht nur ein schlechter Kronzeuge, sondern auch ein teurer: Die Operation «Guest» kostete den Steuerzahler mindestens eine Million Franken. Die Strafverfolgungsbehörden des Bundes verweigern sogar dem Eidgenössischen Untersuchungsrichter jede Information über ihren Spitzel. Daniel Ammanns Ergänzungen zu einem Bundesanwalt ausser Kontrolle.
Nachdem am 22. November 1963 John F. Kennedy in Dallas von Gewehrschüssen getötet worden war, schossen Verschwörungstheorien ins Kraut. Ähnlich verhält es sich mit 9/11, einem ebenso traumatischen Ereignis in der amerikanischen Geschichte. Eine unüberschaubare Verschwörungsliteratur ist entstanden (vgl. en.wikipedia.org/wiki/9/11-conspiracy-theories). Aber was geschah wirklich? Eine Sichtung der Quellen, darunter die vor kurzem von der CIA veröffentlichte Zusammenfassung der Aussagen des Architekten des Anschlags, Khaled Scheich Mohammed, erlaubt es, die Genesis von 9/11 zu rekonstruieren.













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