Letzthin feierte er seinen 2995. Geburtstag. Perry Rhodan ist unsterblich, wie viele seiner Kumpel auch. Seit 1961 gilt es jede Woche intergalaktische Abenteuer zu bestehen, Heftnummer 2342 liegt demnächst am Kiosk. Mit ihrer Milliardengesamtauflage steht «Perry Rhodan – Die grösste Science-Fiction-Serie» auf einer Stufe mit der Bibel. Doch sie ist verrufen: Inhalte faschistoid, Figuren klischiert, Schreibstil grauenhaft. So der grobe Tenor. Die Leser wissen das, doch es ist ihnen egal, Schund hin oder her.
Im Fan-Lexikon steht: «Perry Rhodan ist schlank und hochgewachsen. Er hat dunkelblondes Haar, graue Augen und eine kleine Narbe am Nasenflügel, die sich bei Erregung weiss verfärbt.» Der Makellose ist ein Held, aber kein Blut-und-Boden-Held; ein Führer zwar, aber ein demokratisch-humanistisch-intergalaktischer Führer (ein ähnliches Herrschaftsmodell, jenes des «charismatischen Führers», vertrat der Soziologe Max Weber in seinem Buch «Wirtschaft und Gesellschaft», das 1922 erschien, elf Jahre vor Hitlers «Machtergreifung»).
Die Story von «Unternehmen Stardust», der allerersten Nummer, setzt mitten im Kalten Krieg ein. Die Machtblöcke stehen darin vor dem atomaren Kurzschluss. 1971 (erst) landen Rhodan und seine Mannen unter amerikanischer Flagge auf dem Mond – vor den Sowjets und den Chinesen. Dort entdecken sie ein Raumschiff: havariert, aber ein Wunder der Technik. Seine Besatzung torkelt umher, Roboter besorgen das Nötigste, man sitzt vor der Glotze; die Ausserirdischen scheinen ihren kulturellen Zenit überschritten zu haben. «Sofortumschalter» Rhodan übernimmt die Führung der «lebensuntauglich gewordenen Rasse». Das Raumschiff wird flottgemacht und in der Wüste Gobi gelandet. Mit ausserirdischer Supertechnik kann Rhodan den Atomkrieg verhindern – die Sprengköpfe von West und Ost kreuzen sich schon in der Luft. Rhodan, dem später die Unsterblichkeit von einem höheren Wesen verliehen wird, denkt nicht daran, sich einer irdischen Seite anzuschliessen. Die «Dritte Macht» entsteht. Bald werden andere Sternenvölker auf die Erde aufmerksam. Nicht alle sind friedliebend – ein neues Feindbild ist geboren.
Das gefiel in der Nachkriegszeit natürlich vielen. Für wenig Geld fanden die Leser hier ihren interplanetarischen Eskapismus. Da waren ausserweltliche Zusammenhänge und mittendrin die Terraner: eigentlich die guten Menschen, die jedoch gezwungen werden, zu lügen, zu kämpfen, zu morden. In dieser Geschichte gibt es nur Gefahren, Abenteuer, Lösungen – und neue Gefahren. Alltag und Krieg, ins Kosmische überhöht.
Stalingrad, die Rettung
Heinz-Günther Tieg war von Anfang an ein begeisterter Leser. Fast zwanzig Jahre zuvor, 1942, war er eingezogen worden. Vorher war alles gut gegangen, er hatte sich vorm Krieg drücken können. 1933, bei Hitlers «Machtergreifung», war er gerade mal neuneinhalb Jahre alt, eine Herzmuskelschwäche ersparte ihm die «Pimpfen». Als die Krankheit mit vierzehn ausgewachsen war, lag er mit Grippe darnieder, und der Hausarzt schrieb ein neues Attest – diesmal für die Hitlerjugend. Nur an den Heimabenden musste Tieg teilnehmen. Die Redner dort beeindruckten den Kleinen wenig. Schon mit elf hatte er die Bekanntschaft mit diesen «Hampelmännern» gemacht. Da schlugen auf offener Strasse vier Hitlerjungen zwei andere, die er flüchtig kannte und deren Väter Kommunisten waren, bis aufs Blut. Die Hitlerjungen liefen davon, Heinz rief Polizei und Krankenwagen. Als er den Polizisten tags darauf fragte, wie es den beiden ergangen sei, meinte der: «Ist doch nur Kommunistengesindel!»
Mitte November erreichte der Güterzug Stalingrad. Auch hier hatte Tieg einen Schutzengel. Am 27. November, in Stalingrad eingekesselt, kam die Rettung in Gestalt eines Granatsplitters. Der sauste dem Funker Tieg ins rechte Hinterteil. Es folgte eine Odyssee durch die Lazarette Osteuropas, Heimaturlaub, dann als Unteroffizier an die Italien-Front, wo er mit 16-jährigen Hitlerjungen gegen die Amis kämpfen sollte. Auf einem Gebirgskamm, verschneit, frierend und wieder eingekesselt, hatte er «die Schnauze restlos voll vom Krieg».
«Handgranaten-Herbert»
Ob er im Zweiten Weltkrieg Menschen umgebracht hat, geht aus seinen Schilderungen nicht hervor. Es ist denkbar. Ob er von den Konzentrationslagern gewusst hat, ist ebenfalls ungewiss. Fest steht, Tieg ist kein deutscher Held. Aber am 8. September 1961, knapp einen Monat bevor Deutschland sich teilte, geschah etwas Ausserordentliches. Der 37-jährige Elektromeister ging zum Kiosk und traf einen deutschen Helden, einen, der ihn fortan begleiten sollte: Perry Rhodan, geboren in Amerika am 8. Juni 1936 als Sohn deutschstämmiger Eltern. Die deutschen Science-Fiction-Autoren Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting hatten einige Monate zuvor vom Pabel- Verlag den Auftrag erhalten, eine fünfzigbändige Weltraumserie auf die Beine zu stellen. Man wünschte sich «einen feststehenden Helden mit Fortsetzungs-Charakter». Derselbe Verlag gab unter anderem seit 1957 den «Landser» heraus; eine Serie mit deutschen Augenzeugenberichten über den Zweiten Weltkrieg. Auch hier gab es «feststehende Helden», meist Offiziere auf Hitlers Linie, die «charakterstark» gezeichnet wurden und von denen man lernen sollte, dass die Deutschen trotz allem doch nicht so schlecht sind. Der «Landser» findet noch heute scharfe Kritiker und begeisterte Leser. Auch Tieg hätte ihn lesen können. Er bevorzugte jedoch den Weltraum, die Erde war er überdrüssig.
An der Kalkbreitestrasse in Zürich befindet sich der Sammelpunkt, das schweizweit grösste Trivialantiquariat. Rhodan (noch heute streiten sich Fans über die korrekte Aussprache: amerikanisch geschlenzt Roudn oder altertümelnd deutsch Rohdaan) ist omnipräsent – neben Prinz Eisenherz, Batman, He-Man und zig anderen Supermännern. Geschäftsinhaber Mark Severa, 45, steht morgens um sechs auf, braust mit dem Auto los, besucht Fans, durchforstet Antiquariate, kauft sackweise Schnäppchen, am Mittag öffnet der Laden. Zur Kundschaft zählen Professoren, Kinder, Computerfreaks, Wirtschaftler; alle blühen auf, sobald sie eintreten.
«Von Perry Rhodan kann man alles sammeln», sagt Mark. Vom Fieber ergriffen, zeigt er Silberbände, Taschenbücher, Heftromane (sechs Auflagen), Hörbücher, Werkstattbände, Fanzeitschriften, Risszeichnungsbücher, Comics, Übersetzungen ins Englische, Französische, Italienische, Chinesische, Holländische... – und schliesslich eine Biografie über K.-H. Scheer, den mittlerweile verstorbenen Perry-Rhodan-Erfinder. Er war U-Boot-Ingenieur im Krieg – sein Schreibstil technisch, der Mensch zweitrangig; in seinen Raumschlachten wähnt man sich im U-Boot, hundert Meter unter dem Meer, kurz vor dem Zerplatzen der Druckkammer und des Hirns. Man nannte ihn auch «Handgranaten-Herbert».
Antiquar Severa warnt vor den Fundamentalisten unter den Lesern, die jeden Artikel über Rhodan in der Luft zerreissen würden.
Der Durchschnittsleser ist männlich, zwischen dreissig und sechzig Jahre alt, ausserdem technisch versiert und klug, zu klug vielleicht, um intellektuell sein zu wollen. Mehr lässt sich kaum sagen, die Leser gehen durch alle Schichten – Exemplarisches sucht man vergeblich. Viele schämen sich. Steve Ghilardi, 43, war einer von ihnen. Er kennt sich aus mit Trivialliteratur. Bei Nummer 384 («Die Welt der Unsichtbaren») muss er sich jedes Mal übergeben. Er las das Heft in seiner Jugend, als er krank im Bett lag. «Wenn ich es nur sehe, schmecke ich Erbrochenes im Mund – so sehr hab ich mich damit identifiziert.» Ansonsten liest er analytisch. Hinter dem Trivialen stecke mehr, als viele meinten, findet Steve, der in Marks Antiquariat mithilft. Seit Jahren ist da der Traum einer Genealogie des 20. Jahrhunderts: Kunst, Literatur und Film soll sie umfassen und zeigen, welche Traditionen welche beeinflusst haben. Manchmal aber packt es ihn. Dann verschlingt er einen vierhundertseitigen «Perry Rhodan»-Silberband und wird ganz selig dabei.
Seinen ersten «Perry Rhodan» las Steve mit sechs Jahren. Lange war auch er fundamentalistisch, verurteilte jeden Logikfehler, lebte im Perryversum. Die Klassenkameraden fanden ihn schräg, die Lehrer verteufelten seine Lektüre, und der Vater erlaubte sie nur unter der Bedingung, dass Steve jede Woche zusätzlich einen Klassiker aus der Hausbibliothek lese. Und Steve las und las; querfeldein Goethe und «Perry Rhodan». Was hat ihn denn so fasziniert an Perry? Die Antwort scheint banal. Es befriedigte Klein Steves Sehnsüchte, fernab Abenteuer zu bestehen, peng und crash, mit tapferen Helden in schnittigen Raumschiffen. Mit dreizehn sei er dann ausgestiegen. Von da an kaufte der belesene Jüngling nur noch «Bücher mit Gehalt und Qualität». Heute ist er offen, spricht nur von guten oder schlechten Büchern, meint aber: «Irgendwann musst du dich entscheiden, was du im Leben noch alles lesen willst – du wählst eher Oscar Wilde als ‹Perry Rhodan›.» Doch Steve weiss heute noch alles über Rhodan. Endlos sein Wortschwall. Zum Beispiel der Faschismusvorwurf aus den Siebzigern: Perry Rhodan sei der neue Führer und der Schritt ins All ein Rückschritt in den Faschismus. Steve meint: «Ja, damals war man schnell mal als faschistoid verschrien. Rhodan hat sicher solche Elemente drin, es geht immer um Kampf. Heute ist das anders. Aber auch früher war die Serie gar nicht so rückständig.» Zum Beispiel bekamen verschiedene Ethnien ihre Figur: der impulsive Texaner Reginald Bull («Bully»), der bayrische Intellektuelle Ernst Ellert, der tiefgläubige Afrikaner Ras Tschubai, der zweiköpfige Sowjet Goratschin. Alles Mögliche ist vertreten, sogar ein gedankenlesender Mausbiber namens Gucky. Nur um Homosexuelle schreibt man auch heute noch einen Bogen.
Folgendes, rät Steve, müsse im Artikel drinstehen: «Perry Rhodan» sei abgekupfert von der amerikanischen Science-Fiction der dreissiger Jahre. Das Trivialgenre lebe von der Imitation. Die Dramaturgie ändere sich nie, man könne einen Heftroman von heute mit einem aus den Zwanzigern vergleichen und finde dieselben Inhalte, Bilder und Charaktere. Besonders wichtig sei: willing suspension of disbelief – willentliches Aufgeben der Ungläubigkeit. Der Leser gibt seine kritische Position auf, nur so kann er in die unsinnige Fiktion eintauchen. Utopisch sei «Perry Rhodan» nie gewesen. Fans und Autoren würden sich gern mit dem Weltfriedensgedanken brüsten – gesellschaftspolitisch sei die Serie jedoch in den zwanziger Jahren stecken geblieben. Gleiches mit der Erotik. Spannung in diesem Bereich erzeugten die Autoren über «unterwürfige» oder «eindringliche» Blicke. Die Serie sei ziemlich asexuell, damals wie heute, sagt Steve. «Plötzlich hat Perry eine Frau, und sie ein Kind von ihm – aber wie das gegangen ist, bekommt man nicht mit!»
Einer des heutigen Autorenteams ist Wolfgang Kehl alias Arndt Ellmer, Jahrgang 1954. Er begann seine Karriere schon in der Kindheit: Mit acht Jahren entdeckte er für sich die Sterne. «Ich sah, dass es sie tatsächlich gab, die fernen Sonnen. Ein kleines Buch über den Sternenhimmel vervollständigte meinen Traum von der Unendlichkeit. Bis heute hält er mich gefangen.» Während des Studiums der Sprachwissenschaften schrieb er Fan-Storys, und 1983 kam sein erster «Perry Rhodan» – mittlerweile hat er 158 davon geschrieben. Daneben erscheinen von ihm verfasste Liebesromane, Horrorgeschichten und Hörspiele unter verschiedenen Pseudonymen.
Er wohnt im Schwarzwald. Weite Wiesen, verwunschene Schlösser und an Flüsschen gelegene Städtchen verzaubern einen während der Zugfahrt dorthin. Kehl wartet am Bahnhof mit seinem C-Klasse-Mercedes, Schwäbisch sprechend, die Brillengläser faustgross. Zu Hause stellt er seine Frau vor, die Pferde liebt, Tiergeschichten schreibt und gerade dabei ist, Lasagne zu kochen. Das Töchterchen spielt nebenan mit seinen Puppen. Im Dachstock wohnen die Eltern. Auf dem Stubenzimmertisch liegt Elizabeth Georges «Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben». Lesen Sie das, Herr Kehl? «Neinei, meine Frau. Für mich wär’s dafür zu spät!» Vor dem Essen wird gebetet. Jeder bekommt zwei Portionen, auch vom Nachtisch, einer Erdbeertorte mit Schlagsahne.
Er spricht von den jüngeren Lesern, an denen es heutzutage leider mangle. Vom Perry-Rhodan-Film, dessen Produktion einfach nicht anlaufe. Von den indogermanischen Sprachen, die er studierte. Auch von der «Akkordware» spricht Kehl, wie er seine Heftromane nennt. Er liefert sie termingerecht. Keine Weltliteratur, einfach nur Zeilen, die sich aufs Bankkonto und Familienwohl auswirken. Für die sechzig Seiten gibt ihm die Redaktion meist nur zwei Wochen. Einen Roman hätte er sogar mal in sechs Tagen «runtergerattert». Das Geschriebene vergisst er innert Wochenfrist. Es müsse raus, denn sein Hirn brauche Platz für all die Fakten aus dem Perryversum.
In Kehls Büro stapeln sich «Perry Rhodan», Karl May, wissenschaftliche Abhandlungen, Liebes- und Doktorromane. Weltraumfotos hängen an den Wänden. Er wirft einen seiner vielen Computer an, zeigt den Liebesroman, an dem er gerade schreibt. WordPad 4.0 benutzt er, ein uraltes DOS-Programm. Möchte er darauf einmal einen richtig grossen Roman schreiben? «Ja, wenn ich die Zeit und das Geld dazu hätte», sagt er. Nichts Gesellschaftskritisches, eher Historie. Doch er scheint auch so ganz zufrieden mit dem, was er hat. Beim anschliessenden Tee scherzt Kehl, er würde gern als Superintelligenz wiedergeboren werden. Man sieht auf seinen massigen Körper, mit dem er nicht viel anzufangen weiss, erinnert sich an seine Worte, er interessiere sich mehr für Vergangenheit und Zukunft als für die Gegenwart. Vergeistigung und Unsterblichkeit für einen, der sich sein Glück von den Sternen herabschreibt.
Kehl beginnt, die Geschichte aufzurollen. 1961 war der sowjetische Raumfahrer Gagarin als Erster im All, und US-Präsident Kennedy wollte im Gegenzug noch vor Jahrzehnten einen Amerikaner auf dem Mond sehen. «Perry Rhodan» traf den Zeitgeist. Mit dem Wirtschaftswunder wuchsen die Raumschiffe. Als Feinde mussten gierige Händler und Echsenwesen herhalten. Gegen sie half keine Vernunft: «Der Kommandant ist klug. Er schiesst erst, ehe er fragt.» Mit Willi Voltz, der ab 1972 für den kranken Scheer die Leitung der Rhodan-Redaktion übernahm, hielten die Achtundsechziger Einzug. Für den Pazifisten gab es keine Feinde, höchstens Feindschaft durch Missverständnisse. Statt Weltraumimperialismus standen nun kosmische Fragen im Zentrum. Voltz erfand das «Zwiebelschalenmodell», die Erklärung allen Lebens im Perryversum. Ihm zufolge befindet sich die Menschheit auf Stufe sechs: «intergalaktische Raum- fahrt» – bald kommt Stufe sieben: «vergeistigte Entität», negative oder positive Superintelligenz. Die neunte und bislang äusserste Schale besetzen die «Kosmokraten und Chaotarchen», Ordnung und Chaos. Der pseudoreligiöse Ansatz kam an beim Leser, drohte der Serie jedoch ein baldiges Ende zu bereiten – der Weg der Terraner schien zu sehr vordeterminiert. 1984 starb Voltz 46-jährig an einem Krebsleiden. Man versuchte die Serie in seinem Sinne weiterzuführen; wurde immer philosophischer, mystischer, komplizierter. Neueinsteiger kamen kaum mehr damit zu Rande, die Leserzahlen sanken, alle anderen Heftserien gingen ein. Die Neunziger gaben Zuversicht, man kehrte zurück zum Abenteuer. Heute setzt man wieder auf starke Identifikationsfiguren. Der Koloss Rhodan, sagt Kehl, reagiere nur langsam auf Veränderungen des Zeitgeistes. Gewaltexzesse kamen erst mit dem Mil- lennium. Seither werden Genozide detailliert geschildert. Altleser schrieben Schandbriefe an Kehl – unter ihnen Heinz-Günther Tieg. «Das ischt ein ganz sympathischer alter Mann», sagt Kehl. Seit ein paar Jahren höre er aber «nix» mehr von ihm. Wahrscheinlich sei er ausgestiegen. Das hoffe Kehl sogar, denn Tieg bekäme heute Herzprobleme beim Lesen.
«Perry Rhodan» lesen ist wie Wein trinken: Das Mass entscheidet zwischen Genuss und blosser Trunkenheit. Mit dieser Einsicht laufen der Serie die hartgesottenen Fans davon. Die Altleser sind enttäuscht oder sterben weg. Die Zweitlesergeneration wird auch nicht jünger, und den Jungen sagt Perry Rhodan nichts mehr: Er ist so verstaubt wie die zehntausend Hefte in Marks Trivialantiquariat. Vielleicht aber gehen Sie noch heute zum Kiosk und fragen nach dem neusten «Perry Rhodan». Sie geben Ihre Skepsis auf, vergessen hohe Ansprüche und quälen sich durch die ersten paar unverständlichen Seiten. Dann werden Sie Zeuge der Geburt der Dritten Macht, entdecken, dass die Menschen eigentlich von den Lemurern abstammen, stürzen Ellert, den körperlosen Bayer, in die Ewigkeit, springen mit dem Mausbiber Gucky von der Erde zum Mars, sind gnadenlos trivial und flüchten von dieser dreckigen Erde. Oder Sie sind mehr der analytische Typ und erfreuen sich an den kulturhistorischen Hintergründen. Ganz sicher entdecken Sie die Welt von neuem, eine Welt, die unermesslich ist.
Abonnements für Hefte, Bücher und frühere Auflagen sowie Bezugsquellen für Perry-Rhodan-Spiele und andere Gadgets finden sich auf: www.perry-rhodan.net













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