Bis vor wenigen Jahren war ein Interview mit Salman Rushdie ein Sicherheitsrisiko. Die Interviewer wurden an einen geheimen Ort gebracht, nach Waffen durchsucht und auf ihre Harmlosigkeit überprüft. Auch heute schwebt das von islamischen Geistlichen regelmässig bekräftigte Todesurteil über dem Autor des angeblich gotteslästerlichen Weltbestsellers «Die satanischen Verse» wie eine dunkle Wolke. Nur kümmert ihn das nicht mehr. Alexander Fest, Verlagschef bei Rowohlt, der sich zur Vermittlung des Gesprächs für die Weltwoche bereit erklärte, warnte trotzdem: «Eine Zusage wird nur unter der Massgabe erfolgen, dass Sie auf alle politischen Themen verzichten.» Umso überraschender war, was dann geschah. Der Autor empfing André Müller in gelöster Stimmung im Londoner Büro seiner Agentur und redete vier Stunden fast über nichts anderes als Politik. André Müller gilt als bedeutendster Interviewer deutscher Sprache. Für die Weltwoche sprach er zuletzt mit der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und mit Harald Schmidt.
«Warum kann ich ebenso eifrig ein Industrieunternehmen leiten, wie ich leidenschaftlich Mozarts Messen höre?» Diese Frage stand 1992 in der noch im Zeitungsformat erscheinenden Weltwoche. Sie stammte aus einer Rede des Chemieunternehmers Christoph Blocher, die in unserer Zeitung abgedruckt wurde. Blocher fragte darin am Beispiel Mozarts nach dem Zusammenhang von Kreativität und Unternehmensführung. Inzwischen ist Blocher, ein grosser Sammler von Bildern des Berner Malers Albert Anker (1831–1910), Bundesrat geworden. Für die Weltwoche hat er nun aufgeschrieben, was für ihn Ankers Welt im Innersten zusammenhält und warum dessen Bilder in einem «tiefen inneren Zusammenhang» stehen «mit all dem, was ich sonst noch tue».
In den letzten 30 Jahren genügten vier Anlageentscheide, um Geld zu verdienen: Zuerst musste man Gold kaufen, dann japanische Immobilien, später US-Aktien und zuletzt Rohstoffe. Rückblickend ist man immer gescheiter. Nur, womit soll man in Zukunft Geld verdienen? Im Anlage-Spezial vergleicht die Weltwoche die interessantesten Investitionsmöglichkeiten. Markus Schneider rechnet vor, dass sich Aktien längerfristig immer noch am besten gerechnet haben. Claude Baumann, der als Wirtschaftsredaktor zur Weltwoche zurückgekehrt ist, hat fünf junge Banker besucht, die erzählen, wie sie mit neuen Ideen Geld gemacht haben.













Kommentare